DetlevC hat geschrieben:Ich musste immer lachen, wenn von den Menschenrechten in Tibet die Rede war oder ist.
Warum lachen?
Ich lache nicht wegen der Forderung nach den Menschenrechten, sondern wegen des Zweckgebundenen Geschwafels.
Es stimmt, die Politiker müssen uns gefallen. Und wenn sie uns nicht gefallen und wir sie abwählen, dann kommen andere, die in den meisten Fällen das tun, was auch die Vorgänger taten - weil sie die gleichen Interessen verfolgen.
Seit Wochen wird über einen möglichen Export deutscher Leopard-2-Kampfpanzer nach Indonesien spekuliert. Die Bundesregierung verweigert - wie so oft bei Rüstungsgeschäften - jede definitive Aussage, so lange der Handel nicht offiziell vereinbart wurde. Nun hat allerdings das Verteidigungsministerium in Jakarta das geplante Geschäft offiziell bestätigt. Allerdings wird nach dessen Darstellung noch über den Preis verhandelt und die Genehmigung der Bundesregierung stehe ebenfalls noch aus. Der Kaufantrag an Deutschland sei bereits auf den Weg gebracht worden. Auch das indonesische Parlament hat laut einem Bericht des "Jakarta Globe" dem Kauf der 100 gebrauchten Panzer bereits zugestimmt.
Verkauft Deutschland zwei U-Boote an Kairo? Ein ägyptischer Offizier hat über ein entsprechendes Abkommen gesprochen. Vor allem in Israel sorgt der Bericht für Verstimmung. Die Bundesregierung hält sich bedeckt.
Der geplante Verkauf zweier deutscher U-Boote an Ägypten belastet das deutsch-israelische Verhältnis. Nun reagiert Kanzlerin Merkel. Der Bundessicherheitsrat soll sich noch einmal mit dem Deal befassen.
Diese Tage hat man gelesen, dass sich EADS mit BAE zusammentun will.
Daraus wird dann einer der groessten Waffenproduzenten der Welt.
Nicht nur Waffensysteme sondern auch Zivilflugzeuge.
Alles wird schoen durcheinandergemischt.
Und je nach Bedarf liefert dann die eine oder andere Tochterfirma aus einem Land, welches gerade am besten geeignet scheint.
Die deutschen Waffenlieferungen an Saudi-Arabien geraten wieder in den Brennpunkt, nachdem neue Panzerlieferungen in Aussicht gestellt wurden.
Saudi-Arabien ist größter Empfänger deutscher Waffenlieferungen
Der stellvertretende Linken-Vorsitzende Jan van Aken kritisiert die Rüstungsgeschäfte mit Saudi-Arabien. Mit keinem anderen Land mache Deutschland so viele Waffengeschäfte. Im Jahr 2012 wurden nicht nur Panzer exportiert. mehr...
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
Da die Firma SPHINX aber schon vor einiger Zeit von einer US Firma aufgekauft worden ist, wird man die Produktion entsprechend aus der Schweiz verlagern und die geforderten Pistolen und Ersatzteile fristgerecht an den Kunden liefern koennen.
So haben wir uns jedoch die Finger nicht schmutzig gemacht.
Ändern kann man Solches sowieso nicht.
Liefert der Eine nicht, liefert der Andere, ist doch alles nur ein Geschäft, genauso wie die Öllieferungen.
Aber immerhin kann man hinterher nicht sagen, wie in Syrien (Handgranaten), es wird mit schweizer Material getötet.
Gruss turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Der SPON meldet eben (bezugnehmend auf die Bild am Sonntag), dass KSA an einem weiteren Einkauf in DE interessiert ist. Diesmal geht es um “Militärschiffe” (:mrgreen:), sprich Patrouillenboote. 1,5 Milliarden Euro sollen ausgegeben werden, damit die Lürssen-Werft innert etwa zwei Jahren die Boote, welche dem Grenzschutz dienen sollen, an KSA liefern kann.
Fuer die Werft bestimmt nicht schlecht, einen solchen Auftrag zu bekommen. Keine Ahnung, ob sich der Kunde einfach schon vorentschieden hatte, dass er "Deutsche Technik" will oder ob es zu einem Wettbewerb gegen andere Anbieter - auch aus Fernost- gekommen ist.
Die SPD ist natuerlich gegen den Verkauf der Schiffe an KSA und wirft der Bundesregierung vor, dass sie KSA offensichtlich gegen alle Vorbehalte und gegen jegliche oeffentliche Proteste hochruesten will.
Eines faellt mir auf jeden Fall auch auf: KSA hat seit den 1950ern sein ganzes Kriegsgeraffel praktisch ausschliesslich von den USA bekommen. In letzter Zeit scheint man aber umzuschwenken: Eurofighter, Leopard 2, Boxer... und nun die Patrouillenboote. Will man etwas von den USA wegkommen oder kauft KSA einfach gerade so viele Waffensysteme, dass die USA mit liefern nicht nachkommen und DE als Ersatzlieferant einspringen soll?
Ob es ist, weil sich DE etwas mit dem Verkauf des Leopard an Saudie ziert oder weil diese einfach alles kaufen, was sie grad kriegen koennen: Aus der Tuerkei wird grad gemeldet, dass Saudi den tuerkischen Altay MBT in grosser Zahl kaufen will...
Im übrigen hinterfragen SPD und Grüne diese Waffengeschäfte immer kritisch, wenn sie selbst nicht in der Verantwortung sind.
Die Vergabe von Lizenzen an Unternehmen in Drittländern, die dann die Waffen produzieren und exportieren, die in D/CH/A reguliert sind, ist gängige Praxis. Das hatte Kuno, ja auch schon angemerkt, insofern wiederhole ich mich vielleicht. Aber der Beitrag da oben ist sehenswert, auch wenn er vielleicht vieles unterschwellig vermutete oder bekannte wiederholt.