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2013: Ein "gutes" Jahr für Al Kaida?

Verfasst: Sa 4. Jan 2014, 14:32
von Alexander
2013: Ein "gutes" Jahr für Al Kaida?

Als Osama bin Laden und in der Folge einige Al Kaida Führer in die ewigen Jagdgründe geschickt wurden und auch Frankreich in Mali etwas aufgeräumt hatte, glaubte ich fast schon, dass der War On Terror Früchte tragen würde und Al Kaida endlich in die Bedeutungslosigkeit gebombt wird. Es sieht so aus, als wäre das Gegenteil der Fall.

2013 hat Al Kaida mit zahllosen, teilweise spektakulären Anschlägen wieder auf sich Aufmerksam gemacht. Manchmal gewinne ich den Eindruck, dass bei jeder erfolgreichen Aktion gegen diese feige Verbrecher- und Terrorbande noch mehr nachfolgen, die bereits sind, sich für ein Stück Paradies und einigen Jungfrauen sich in die Luft zu sprengen.

Ganz ehrlich gesagt gehen mir die Ideen aus, wie man dieser Plage Einhalt gebieten könnte. Ist es überhaupt möglich einen Kampf gegen Schatten zu gewinnen? Wenn ich einen Gegner vor mir habe, ist es leicht, ihn zu bekämpfen. Die Terroristen greifen aber häufig aus dem Hinterhalt an, versteckt, oft gegen die Zivilbevölkerung.

Der nachfolgende Artikel gibt einen Überblick über die Entwicklungen in der Terrorgruppe.


Al Qaeda’s Big Year

How the terrorist group made a comeback in 2013.

Any way you measure it, 2013 was a good year for al Qaeda. It wasn’t supposed to be. Shortly after the United States killed the group’s charismatic leader, Osama bin Laden, a couple of years ago, Obama administration officials openly proclaimed that his death, coupled with targeted strikes that eliminated other senior jihadist leaders, had just about put al Qaeda out of business. Leon Panetta, then the defense secretary, stated in July 2011 that the United States was “within reach” of “strategically defeating” al Qaeda if it killed or captured 10 to 20 of its remaining leaders. mehr…

Grüsse
Alexander

Re: 2013: Ein "gutes" Jahr für Al Kaida?

Verfasst: Sa 4. Jan 2014, 18:21
von Alexander
Das Jahr 2014 beginnt schlecht für Al Kaida. Ich hoffe, der Trend ist lange anhaltend. Es bedurfte allerdings eines Nierenleidens, um den libanesischen Al Kaida Führer zur Strecke zu bringen.

Al-Kaida-Führer Al-Madschid gestorben
Der Chef der libanesischen Al-Kaida ist im Beiruter Militärspital gestorben. Der Saudi war auf der Liste von Saudiarabiens meist gesuchten Terroristen.

Der jüngst im Libanon verhaftete libanesische Al-Kaida-Führer Madschid al-Madschid ist im Beiruter Militärspital gestorben. Der Chef der Abdullah-Assam-Brigaden in der Levante erlag einem nicht näher ausgeführten Nierenversagen. Das bestätigte das libanesische Militär. mehr...

Grüsse
Alexander

Re: 2013: Ein "gutes" Jahr für Al Kaida?

Verfasst: Sa 4. Jan 2014, 19:31
von Bäärti
Alexander hat geschrieben:... glaubte ich fast schon, dass der War On Terror Früchte tragen würde und Al Kaida endlich in die Bedeutungslosigkeit gebombt wird.
"vögeln für die Jungfräulichkeit" nennt der Soziologe diese Vorgehensweise!
Und die ist zum Scheitern verurteilt.

Gruss Bäärti
.

Re: 2013: Ein "gutes" Jahr für Al Kaida?

Verfasst: Sa 4. Jan 2014, 20:16
von Wolf Rayet 11
Heute im Spiegel:


Al-Qaida in Syrien und Irak: Neuer Gottesstaat im Nahen Osten

http://www.spiegelonline.de Nachrichten

Grüsse

Mario

Re: 2013: Ein "gutes" Jahr für Al Kaida?

Verfasst: So 5. Jan 2014, 12:52
von Andreas_Anke
Al Quaida gibt es so lange wie die Geldgeber, die hinter ihr stehen.

Gruß Andreas

Re: 2013: Ein "gutes" Jahr für Al Kaida?

Verfasst: So 5. Jan 2014, 15:53
von Alexander
Andreas_Anke hat geschrieben:Al Quaida gibt es so lange wie die Geldgeber, die hinter ihr stehen.
Und so lange Lösegelder bezahlt werden.

Grüsse
Alexander

Re: 2013: Ein "gutes" Jahr für Al Kaida?

Verfasst: Do 9. Jan 2014, 19:20
von Kuno
Naja, Alexander - war es denn fuer die AQ wirklich ein gutes Jahr?

Mali hatten sie in der Tasche, die im Sueden des Landes haben die Stunden gezaehlt, bis ihnen ein maskierter erklaeren kommt, dass es ab jetzt keine Musik mehr aus dem Radio gibt - jetzt nicht mehr.
Die Geiselnahme in Algerien hat niemanden zum einknicken gebracht.
Im Iraq muessen sie wohl die Bevoelkerung der befreiten Staedte erschiessen, wenn sie diese wirklich beherrschen wollen. Ok, vielleicht nicht alle.
In Syrien merken es die Leute offensichtlich auch langsam, welche dass sie ein neues Problem an sich herangelassen haben.

Re: 2013: Ein "gutes" Jahr für Al Kaida?

Verfasst: Sa 11. Jan 2014, 14:24
von Alexander
Kuno hat geschrieben:Naja, Alexander - war es denn fuer die AQ wirklich ein gutes Jahr?

Mali hatten sie in der Tasche, die im Sueden des Landes haben die Stunden gezaehlt, bis ihnen ein maskierter erklaeren kommt, dass es ab jetzt keine Musik mehr aus dem Radio gibt - jetzt nicht mehr.
Die Geiselnahme in Algerien hat niemanden zum einknicken gebracht.
Im Iraq muessen sie wohl die Bevoelkerung der befreiten Staedte erschiessen, wenn sie diese wirklich beherrschen wollen. Ok, vielleicht nicht alle.
In Syrien merken es die Leute offensichtlich auch langsam, welche dass sie ein neues Problem an sich herangelassen haben.
Na ja, Kuno, selbst wenn es immer wieder Rückschläge gibt. Was machen die Terroristen dann? Sie suchen das nächste Land mit ihrem Terror heim. Ich sehe keine signifikante Reduzierung dieser terroristischen Strömungen.

Hier ein Interview des schweizer SRF mit einem gescheiterten Selbstmordattentäter "Ich werde tun, was Gott von mir verlangt"

Grüsse
Alexander

Re: 2013: Ein "gutes" Jahr für Al Kaida?

Verfasst: Sa 11. Jan 2014, 15:26
von Kuno
Nicht gleich wieder den Fehler machen, alles auf einen Haufen zu werfen. "Terrorismus" hat es schon immer gegeben - wir nehmen es heute mM einfach anders war bzw. es wird uns anders praesentiert. Dann ist es heute auch so, dass man nur weil ein Terrorist einen Bart traegt und sich als Mitglied der AQ bezeichnet (oder auch nicht), dieser sofort der AQ zugeordnet wird und man ein weiteres Land als von der AQ infiziert einfaerbt - wenn morgen ein Durchgeknallter eine Bombe in Groenland hochgehen laesst und erklaert, dass er nun die "AKIK" (Al Kaida in der Arktis) gegruendet hat, dann nimmt man ihm das eifnach ab und geht davon aus, dass er ein Teil einer weltumpannenden straff organisierten Terrorgruppe ist. Wir haben auch die seltsame Eigenschaft, zwischen "Terroristen" und "Freiheitskaempfern" zu unterscheiden. Che Guevara, der heute noch die T-Shirts ziert war nichts anderes als ein Terrorist mit einem ziemlichen Knall. Er wurde aber von nicht wenigen Leuten, vor allem in Westeuropa fast als eine Art Ersatzjesus dargestellt. Interessanterweise hatten zB. die Leute in Bolivien, die er dann auch noch befreien wollte, ihm gegenueber keine vergleichbare Begeisterung gezeigt.

Ich bin der Meinung, dass die Terroristen (jedwelcher Ausrichtung) einen guten Teil ihres Einflusses auf uns hauptsaechlich durch unsere Medien bekommen, die ihnen aktiv eine Buehne bieten und sie in den Vordergrund stellen. Und die Terroristen haben einen Vorteil, den - so glaube ich- Henry Kissinger einmal etwa so beschrieben hat (sinngemaess): "Solange die Sicherheitskraefte nicht gewinnen, haben sie verloren - so lange die Aufstaendischen nicht verlieren, haben sie gewonnen". [Wenn jemand den Wortlaut kennt, so kann er ihn ja bitte hier einstellen]