Hallo,
und danke dir für deine Erfahrung!
Seit rund einem halben Jahr informiere ich mich. Meinen Freund habe ich erst vor einer Woche über meine Idee informiert, erst als ich mir sicher war, ich kann das durchziehen. Das es weder einfach wird noch irgendwie eine entspannte Reise werden wird ist mir mittlerweile klar. Jedoch sehe ich das als Bestandteil eines Abenteuers an. Die letzten 2 Winter habe ich alleine in Spanien und Portugal verbracht. Nie einen Campingplatz oder ähnliches genutzt. Ich habe 7 Monate ausschließlich frei gestanden. Für mich war das eine hervorragende Erfahrung. Selbstverständlich ist mir bewusst, dass man Europa nicht mit Afrika vergleichen kann aber mehr Erfahrung habe ich nunmal nicht. Gerade die Hilfsbereitschaft der Spanier und der Portugiesen hat mich absolut überwältigt. Was ich im Grunde auf den Rollstuhl beziehe. Gut, ein grundsätzliches netten Kerlchen soll ich wohl auch sein, wird mir zumindest nachgesagt. Ich lebe nach dem Motto "wie es in den Wald ..." und damit fahre ich gut. Daher etwas meine Hoffnung, das Muslime auf Schwerbehinderte, auch aufgrund deren Glauben, wenigstens ähnlich reagieren.
Da wir beide bestimmt rund 15Kg zu viel auf den Rippen haben, kann hier- und da mal Kohldampf schieben kein Fehler sein, das wir
verhungern, da mache ich mir absolut keine Gedanken

. Zum Thema Toilette ist mir völlig klar das wir unter keinen Umständen eine andere Toilette nutzen werden außer die eigene, im Womo. Selbst wenn wir uns mal vollmachen ist es wesentlich einfacher sich und die Klamotten zu säubern als die Folgen wenn wir uns auf anderen Toiletten einen Infekt einfangen.
Nur um euch deutlich zu machen das ich auf keinen Fall eure Zeit sinnlos stehle! Ich meine das Vorhaben absolut ernst. Demnächst wird ein Erste Hilfe Kurs beim DRK gemacht und dieser wird kurz vor der Abreise aufgefrischt. Einen Termin wegen Krankheiten und Impfungen bei der UniKlinik Heidelberg/Tropenmedizin steht ebenso an. Ich wohne nicht weit davon, daher diese Adresse. Die Route, Carne, Fähre ... steht schon so gut wie fest. Ebenso bin ich mit einem Senegal-Hilfe-Verein in Kontakt. Wir werden gebrauchte Rollstühle, Krücken ... sammeln und diese mitnehmen. So rein aus ökologischer Sicht lässt mich mein Gewissen nicht wirklich einfach so ein paar tausend Km durch die Lande zockeln. Dieser Verein fuhr schon mit dem eigenen Fahrzeug nach Dakar und ich erhalte auch von ihnen sehr nette Unterstützung. Jedoch ist dort kein Schwerbehinderter jemals unterwegs gewesen, geschweige denn 2. Da nun mittlerweile das grobe Gerüst für die Tour steht, geht es jetzt weiter in Tiefe bzgl. der Rollstuhl bzw. Schwerbehindertenproblematik. Dabei muß ich ganz klar und deutlich sagen, selbst ein 13jähriger könnte uns problemlos das Auto klauen, nur so als Beispiel. Sowas wäre dann wirklich mega ...
Gruß
Matze