Nil ... Fließgeschwindigkeit

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markus-1969
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Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von markus-1969 »

Mit google findet man vieles raus aber nicht alles.

Ich bin hier an der Stelle wo der Nil aus dem Lake Victoria rausfließt Richtung Ägypten und frage mich folgendes:

Angenommen, ich schütte hier einen Eimer Wasser in den Nil - wie lange braucht das Wasser durchschnittlich etwa bis zum Mittelmeer ?
Mischa Prey
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Re: Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von Mischa Prey »

Berechne selbst: durchschnittliche Fließgeschwindigkeit 2,4 m/sec.

Gruß

Mischa
Kuno
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Re: Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von Kuno »

Markus; da ist doch schon Wasser drin im Nil, warum willst du dann noch einen Eimer dazuschuetten?
TGerd
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Re: Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von TGerd »

Wenn diese grundlegenden Fragen beantwortet sind, kann der Fragesteller ja noch ausrechnen, wieviele Moleküle des, warum auch immer, reingeschütteten Wassereimervolumens noch pro Liter des Nilwassers zu finden sind, das im Nildelta ins Mittelmeer plätschert. Auf eine oder zwei Zehnerpotenzen kommt's nicht an, Daumenwert reicht.

Hifestellung: Gewässerdaten und Avogadro'sche Zahl, H2O > 18g/mol

PS.:
@markus
Vielleicht hättste doch ein gelbes Quietscheentchen nehmen sollen.

Gruß
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Ralf Kiefer
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Re: Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von Ralf Kiefer »

TGerd hat geschrieben: Vielleicht hättste doch ein gelbes Quietscheentchen nehmen sollen.
Ich nehme an, daß Du dieses hochwissenschaftliche Experiment meinst: Gummiente schwimmt den Rhein herunter.

Da das sogar auf dem Rhein letztes Jahr das erste Mal stattfand, dürfte so ein Entchen auf dem Nil noch nicht gesichtet worden sein.

Gruß, Ralf
TGerd
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Re: Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von TGerd »

Genau das. :mrgreen:
Quietscheentchen-Nil-Jungfernschwumm.

Vor einiger Zeit ist auf'm Ozean ein Container mit den Tierchen bei Sturm vom Dampfer gefallen. Die gelben Viecher hat man dann weltweit schwimmen sehen.
http://www.welt.de/wissenschaft/article ... reise.html

Die Fließgeschwindigkeit des Nils mit einem Eimer voll Wasser zu messen ist auch etwas kontraindiziert. Der Eimer wird mit einem Schwall als Bolus ausgegossen, dann verteilt sich das in den Schnellen. Das Eimerwasser sollte wenigstens angefärbt werden, so wie man in Karstgegenden die unterirdische Limnologie bestimmt. Eine Gummiente ist schon gelb und schwimmt einfach vor sich hin. Bis ans Meer. Wenn sie denn Nasser-See und Assuan-Damm schafft.

Interessant sind allerdings die Gewässerdaten des Nils, daher die Idee mit den Molekülchen:
'... Von der mittleren Wasserführung von 2770 m³/s unterhalb der Einmündung des Atbara im Mittellauf erreichen unter natürlichen Bedingungen nur etwa 1250 m³/s das Mündungsgebiet[5] unweit von Kairo; hinsichtlich der Wasserführung wird der Nil somit von zahlreichen Flüssen geringerer Länge weit übertroffen.[6][7] Bedingt durch die starken Entnahmen zu Bewässerungszwecken erreichen heute nur rund 140 m³/s das Mittelmeer ...'
https://de.wikipedia.org/wiki/Nil

Gruß
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schnorr
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Re: Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von schnorr »

das heisst, die frage, wann kommt das wasser aus dem eimer im mittelmeer an, ist im grunde falsch und sollte lauten: wie viel und ob überhaupt kommt von dem wasser aus dem eimer an. :lol:
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Kuno
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Re: Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von Kuno »

Nur mal so am Rande: Ich finde, ihr habt die urspruengliche Frage mittlerweile ganz schoen verwaessert.
TGerd
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Re: Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von TGerd »

Selbstverständlich kommt noch Wasser aus dem Eimer an der Mündung an.

Wenn man ein Wasserglas mit markierten Molekülen ins Weltmeer kippt und umrührt, dann kann man in jedem Glas Wasser, das man rausschöpft, noch reichlich Moleküle des reingekippten Wassers finden.

Wie die Lösung geht, hab ich doch oben schon skizziert. Dazu muß man natürlich etwas rechnen können.

Gruß
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שמואל
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Re: Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von שמואל »

Mischa Prey hat geschrieben:Berechne selbst: durchschnittliche Fließgeschwindigkeit 2,4 m/sec.
Ich gehe mal davon aus, dass das der Durchschnitt pro Länge ist, damit käme man aber auf eine zu kurze Zeit, was man braucht ist der Durchschnitt pro Querschnitt oder pro Volumen. Ich gehe nicht davon aus, dass das schon mal jemand abgeschätzt hat.
„Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, ist die Neutralität eine kurzsichtige und unmoralische Konzeption!“ — John Foster Dulles
TGerd
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Re: Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von TGerd »

An alle Molekül-Erbsenzähler: Es kann sich bei der Nilwasserbetrachtung nur um eine idealisierte Abschätzung, einen Näherungswert handeln, der noch ziemlich von der Wirklichkeit entfernt ist. Es können mangels genauer differenzierter Gewässerdaten (siehe oben) lediglich die bekannten Durchflußmengen am jeweils bezogenen Pegel eingesetzt und es muß angenommen werden, daß sich der ideal verteilte Wassereimerbolus genau in dieser Durchflußsekunde in diesen Durchflußmengen befindet, quasi ein Schnappschuß. In Wirklichkeit wird es, punktuell gemessen, immer weniger sein, denn es muß davon ausgegangen werden, dass die Verteilung der Konzentration des zugefügten Wassereimerwassers an den Pegeln ein anfängliches Minimum, dann ein Maximum und durch die Ausspülung und weitere Verdünnung schließlich wieder ein Minimum hat, das infolge der Uferadhäsion asymptotisch gegen Null strebt. Das ist auch abhängig von der Strömungsgeschwindigkeit (Bernoulli, Seitendruck), bei der die Literatur sehr unterschiedliche Werte angibt (auch gesehen Durchschnittswert 0,5 m/s). Die dafür eingesetzte Minimalmathematik (Satz von Prof. Dr. Drei) muß für einen gröbsten Überblick reichen. Am Schlimmsten sind die Haufen Nullen. Klar nä? Die tatsächliche Gesamtmenge der an die Nilmündungen verfrachteten Moleküle des Wassereimerwassers, und die findet man, summiert sich jedoch zu einem approximativen Zahlenwert, der der Minimalmathematik zumindestens ähneln wird. Der Rest findet sich auf den Feldern der Fellachen am Nil und z.B. im Kanal zum, und auf den Feldern des Faijum. Verdunsten wird auch noch eine gewisse Menge. Den Kreislauf des Entnahmetrinkwassers möchte ich hier garnicht nicht gesondert einfügen, also ohne Anspruch auf Vollständigkeit der Kautelen.

Deshalb: mit C. F. Gauß (Hä? Wer ist das denn? http://de.wikipedia.org/wiki/Gauss ):
'Der Mangel an mathematischer Bildung gibt sich durch nichts so auffallend zu erkennen,
wie durch maßlose Schärfe im Zahlenrechnen.'

Beim Umgang mit dem Zahlen von Verkaufspreisen ist jedoch eine gewisse Schärfe durchaus angebracht, obwohl man da oft eine paroxysmale Blindheit der Käufer beobachten kann. Das nützt dann nämlich niemandem als dem Händler. Einzige Ausnahme: fairtrade. Da kaufen aber immer noch zu wenige.

[KSM Klugscheißmodus OFF]
8)
Gruß
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Uwe Schmitz
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Re: Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von Uwe Schmitz »

liebe wuestenschiffer,
seit der letzten antwort in diesem fred habt ihr ja genügend Zeit gehabt, noch etwas iber die anfangsfrage nachzudenken ... :h:
Wir sind zur Zeit zwischen Jinja -der erklärten Quelle des Nils - und dem Albertsee unterwegs, wir waren auch schon in Kairo und sind erstaunt, dass der Nil an seiner Quelle wesentlich breiter (größer) ist als fast an seiner Mündung bei Kairo (klar, noch ein Stück nördlich am Mittelmeer).
Da fragten wir uns nun, wie lange Wasser von hier bis ins Mittelmeer brauchen würde ...
Es geht also nicht darum, wieviel vom Viktoria-Seewasser unten ankommt, sondern wann es ankommt ... eine Woche, einen Monat, ein halbes Jahr ???
Tante Gugel fragen hat uns nix gebracht, außer das wir hier in diesem alten fred gelandet sind ... :lach:
auf antworten sind nun gespannt
Uwe und Geli
sysiphus
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Re: Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von sysiphus »

Uwe Schmitz hat geschrieben:
So 17. Dez 2023, 10:44
liebe wuestenschiffer,

Tante Gugel fragen hat uns nix gebracht, außer das wir hier in diesem alten fred gelandet sind ... :lach:
auf antworten sind nun gespannt
Uwe und Geli
Mich deucht, die Ausgangsfrage kränkelt - ebenso wie komplexe molekulare Betrachtungen - an des Gedankens Schwäche. Warum?

Weil der Eimer Wasser ja nicht in ein geschlossenes System (z.B. Laborversuch) geschüttet wird, sondern in einen Fluss, der eben den allfälligen natürlichen Einwirkungen nicht nur unterworfen ist, sondern diese zum Teil selbst kreiert. Und da kommt es z.B. auch zum innigen Kontakt mit unserem zentralen Stern, der uns (noch !) so zuverlässig das Leben ermöglicht; will sagen: die Verdunstungsrate ist - neben und mit natürlichen Hindernissen (die Fliessgeschwindigkeit ist ja von diesen lokal auch abhängig und also nicht konstant) - ein sehr entscheidender Faktor!

Von dem Wasser im Eimer wird also bei dieser langen Reise wohl kaum auch nur ein Tropfen das Mittelmeer erreichen - der Eimer selbst allerdings schon eher, falls er nicht unterwegs gebraucht wird! :lol:

(Ergänzend: Da wir den Eimer Wasser natürlich nicht isoliert betrachten dürfen, sondern sein globales Schicksal bedenken sollten, bliebe ihm eine Chance: nachdem sein Wasser der Verdunstung anheimgefallen ist, werden sich seine Moleküle denen anschliessen, die dort ohnehin in den ewigen Kreislauf treten. Es wird also irgendwann zur Wolkenbildung kommen. Diese könnten nördlich getrieben werden und dort - z.B. am Mittelmeer - als Regen ins Wasser fallen. Ergo: Windgeschwindigkeit und Richtung sind vielleicht die himmlischen Notretter des Wassers im Eimer!)
Horst
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Re: Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von Horst »

Hallo Geli, hallo Uwe,

habt ihr deutsch oder englisch gegoogelt?

Also zu river nile velocity werden mir schon ne Menge Treffer ausgeworfen...

Allerdings ist's schon schwierig mit einer einfachen Antwort, weil da so viele Faktoren ne Rolle spielen, die auch durchaus erheblichen Einfluss haben. Nach ca. 20 Minuten rumlesen ist mir die Komplexität langsam bewusst geworden.

Für Interessierte: Einfach nur river velocity googeln liefert nen Haufen Artikel zum Thema (auf deutsch sind's deutlich weniger).

Grüße,
Horst
Rufus
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Re: Nil ... Fließgeschwindigkeit

Beitrag von Rufus »

Also mit einem Boot kann das erheblich länger dauern:
African Queen1200x675.jpg
African Queen_klein.jpg
:lach:

Viel Spaß noch in Uganda. Wir sehen uns in Namibia...

Liebe Grüße und frohe Weihnachten!
Rudi
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