Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Moderator: Moderatoren
- Uwe Schmitz
- Moderator
- Beiträge: 2770
- Registriert: So 31. Jul 2005, 19:07
- Wohnort: Rhein-Main
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Gerade noch schnell 2 letzte Bildchen aus der Luft, ...
weiter geht's dann entlang der Adria ...
. Viele Grüße
Uwe
weiter geht's dann entlang der Adria ...
. Viele Grüße
Uwe
- Uwe Schmitz
- Moderator
- Beiträge: 2770
- Registriert: So 31. Jul 2005, 19:07
- Wohnort: Rhein-Main
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
_
Der Tagliamento mündet in die Adria, direkt beim bekannten (?) Familienbadeort Bibione. Ich kenne die abgesperrten Privatstrände an der italienischen Riviera (zwischen Genua und Ventimiglia), dort ist kein schönes freies Stückchen Strand mehr zu finden, doch an der nördlichen italienischen Adria war ich noch nicht. Es ist mittlerweile fast Ende September, die Badesaison ist wohl rum, die meisten Bars und Restaurants haben schon geschlossen, selbst Supemärkte wirken nur noch geöffnet, weil sie den Jahresabschluss machen und ihre Waren ausräumen, verkaufen tun sie uns nichts mehr! Der kurze Blick an den Strand lässt nichts Gutes erahnen, wenn hier Hochsaison ist ... wer möchte denn dann hier freiwillig in Reih und Glied unter Schirmchen plaziert werden ???
Jetzt sind fast alle Schirmchen geschlossen, der Strand ist offen (ohne Eintritt!), die Strandbar auch noch, so dass wir unseren täglichen Latte Macchiato bekommen. Warum wollten wir hierher? Ach ja, die Mündung des Tagliamento ... sehr weitläufig, mit Steinen befestigt, nicht sehenswert, da hält uns nichts länger hier auf (auch das Wetter ist sehr wechselhaft), also weiter. Durch Mestre (und nicht nach Venedig) und an Chioggia vorbei wollen wir ein bisschen ins Podelta reinschauen. Das Land ist potteben, und da die wenigen Strassen auf Dämmen durchs Delta führen, haben wir einen schönen Überblick über das Land bzw. die Wasserflächen rechts und links von uns. Das Podelta wird gerühmt für seinen Vogelreichtum und die Beobachtungsmöglichkeiten. Das mag für das tierarme Italien zutreffen, doch wer mal im südlichen Afrika Vögel beobachtet hat, wird verstehen, dass wir etwas enttäuscht sind, einige Reiher, Kormorane, Möwen und dann doch noch einige Flamingos.
Einen ruhigen Nachtplatz finden wir, und da haben wir viele Tiere, Moskitos, doch dank schnell im Auto installiertem Moskitonetz wird's eine angenehme Nacht. Morgen wollen wir weiter nach Süden, und wieder in die Berge.
Viele Grüße
Uwe
Der Tagliamento mündet in die Adria, direkt beim bekannten (?) Familienbadeort Bibione. Ich kenne die abgesperrten Privatstrände an der italienischen Riviera (zwischen Genua und Ventimiglia), dort ist kein schönes freies Stückchen Strand mehr zu finden, doch an der nördlichen italienischen Adria war ich noch nicht. Es ist mittlerweile fast Ende September, die Badesaison ist wohl rum, die meisten Bars und Restaurants haben schon geschlossen, selbst Supemärkte wirken nur noch geöffnet, weil sie den Jahresabschluss machen und ihre Waren ausräumen, verkaufen tun sie uns nichts mehr! Der kurze Blick an den Strand lässt nichts Gutes erahnen, wenn hier Hochsaison ist ... wer möchte denn dann hier freiwillig in Reih und Glied unter Schirmchen plaziert werden ???
Jetzt sind fast alle Schirmchen geschlossen, der Strand ist offen (ohne Eintritt!), die Strandbar auch noch, so dass wir unseren täglichen Latte Macchiato bekommen. Warum wollten wir hierher? Ach ja, die Mündung des Tagliamento ... sehr weitläufig, mit Steinen befestigt, nicht sehenswert, da hält uns nichts länger hier auf (auch das Wetter ist sehr wechselhaft), also weiter. Durch Mestre (und nicht nach Venedig) und an Chioggia vorbei wollen wir ein bisschen ins Podelta reinschauen. Das Land ist potteben, und da die wenigen Strassen auf Dämmen durchs Delta führen, haben wir einen schönen Überblick über das Land bzw. die Wasserflächen rechts und links von uns. Das Podelta wird gerühmt für seinen Vogelreichtum und die Beobachtungsmöglichkeiten. Das mag für das tierarme Italien zutreffen, doch wer mal im südlichen Afrika Vögel beobachtet hat, wird verstehen, dass wir etwas enttäuscht sind, einige Reiher, Kormorane, Möwen und dann doch noch einige Flamingos.
Einen ruhigen Nachtplatz finden wir, und da haben wir viele Tiere, Moskitos, doch dank schnell im Auto installiertem Moskitonetz wird's eine angenehme Nacht. Morgen wollen wir weiter nach Süden, und wieder in die Berge.
Viele Grüße
Uwe
- Uwe Schmitz
- Moderator
- Beiträge: 2770
- Registriert: So 31. Jul 2005, 19:07
- Wohnort: Rhein-Main
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Die Fahrt raus aus dem Podelta und der Poebene war eher langweilig, auch das Wetter war sehr durchwachsen, der Verkehr ziemlich dicht. Sind also geradeaus immer nach Süden an Ravenna vorbei und durch Cesena weiter auf kleinsten Sträßchen durch die Berge (na endlich!) nach San Leo, einer kleinen Bergfestung in spektakulärer Lage.
.
Der Ort selbst liegt etwas unterhalb dieses Felssporns, und dort gibt es einen Bus- und Caravan-Parkplatz, der ganz leer war und so unser Nachtplatz wurde. Also gute Möglichkeit, heute abend schön essen zu gehen, ...
nix da, wir können uns zwar beim Regen in die Bar des einzigen Hotels setzen und unseren Latte trinken, aber Restaurants haben alle geschlossen, da erwischt uns die Kombination von Nachsaison und Zeit der Plage voll. Also nach dem Regen eine Runde durch das Dorf und zurück zum Auto, Brot, Käse, Wein, noch'n Wein und Gute Nacht.
.
Am nächsten Morgen steigen wir zur Festung hoch (gestern noch erkundet: sie öffnet heute morgen!), haben Glück mit Wetter und Aussicht und dem interessanten Museum mit Lokalgeschichte und vielen Kriegswaffen aus allen Epochen. .
Der Nachmittag dient zum Umsetzen unseres Wohnmobils von San Leo auf den Campingplatz in San Marino. Der Grenzübertritt in die älteste Republik der Welt ist ganz unkompliziert (gehört ja zur EU!), und am nächsten Tag wollen wir uns die Festungen samt darunterliegender Stadt ansehen. .
Wir steigen hoch zu einer der beiden Festungen, die in der Stadt San Marino stehen und haben einen Ausblick von hier oben bis zur gar nicht so entfernten Adria bei Rimini.
.
Zu normalen Reisezeiten ist die Stadt und das kleine Land überfüllt von Tagestouristen von der Küste, doch diesmal haben wir einen Vorteil aus der aktuellen Situation: Die Stadt ist fast touristenfrei.
So besichtigen wir das Castello de la Guaita in Ruhe, sehen von dort das benachbarte Castello della Cesta auch auf einem Sporn stehen (wie in San Leo, beide Orte sind zur gleichen Zeit, im 4. Jhdt, gegründet worden) und steigen die steilen Strassen wieder bergab. Immer wieder bleiben wir dabei an den Schaufenstern der Souvenirgeschäfte stehen und wundern uns, was San-Marino-Touristen an Andenken von hier wohl mit nach Hause nehmen ...
. .
Das Wetter meinte es in San Marino gut mit uns, doch sowohl Wetterbericht für die nächsten Tage als auch die eigene Ausblick sehen nicht gut aus. So fällt der Toskanaschlenker aus, und es geht streng weiter nach Süden
.
Bis zur nächsten Italien-Etappe
Viele Grüße
Uwe
Der Ort selbst liegt etwas unterhalb dieses Felssporns, und dort gibt es einen Bus- und Caravan-Parkplatz, der ganz leer war und so unser Nachtplatz wurde. Also gute Möglichkeit, heute abend schön essen zu gehen, ...
nix da, wir können uns zwar beim Regen in die Bar des einzigen Hotels setzen und unseren Latte trinken, aber Restaurants haben alle geschlossen, da erwischt uns die Kombination von Nachsaison und Zeit der Plage voll. Also nach dem Regen eine Runde durch das Dorf und zurück zum Auto, Brot, Käse, Wein, noch'n Wein und Gute Nacht.
Am nächsten Morgen steigen wir zur Festung hoch (gestern noch erkundet: sie öffnet heute morgen!), haben Glück mit Wetter und Aussicht und dem interessanten Museum mit Lokalgeschichte und vielen Kriegswaffen aus allen Epochen. .
Der Nachmittag dient zum Umsetzen unseres Wohnmobils von San Leo auf den Campingplatz in San Marino. Der Grenzübertritt in die älteste Republik der Welt ist ganz unkompliziert (gehört ja zur EU!), und am nächsten Tag wollen wir uns die Festungen samt darunterliegender Stadt ansehen. .
Wir steigen hoch zu einer der beiden Festungen, die in der Stadt San Marino stehen und haben einen Ausblick von hier oben bis zur gar nicht so entfernten Adria bei Rimini.
.
Zu normalen Reisezeiten ist die Stadt und das kleine Land überfüllt von Tagestouristen von der Küste, doch diesmal haben wir einen Vorteil aus der aktuellen Situation: Die Stadt ist fast touristenfrei.
So besichtigen wir das Castello de la Guaita in Ruhe, sehen von dort das benachbarte Castello della Cesta auch auf einem Sporn stehen (wie in San Leo, beide Orte sind zur gleichen Zeit, im 4. Jhdt, gegründet worden) und steigen die steilen Strassen wieder bergab. Immer wieder bleiben wir dabei an den Schaufenstern der Souvenirgeschäfte stehen und wundern uns, was San-Marino-Touristen an Andenken von hier wohl mit nach Hause nehmen ...
. .
Das Wetter meinte es in San Marino gut mit uns, doch sowohl Wetterbericht für die nächsten Tage als auch die eigene Ausblick sehen nicht gut aus. So fällt der Toskanaschlenker aus, und es geht streng weiter nach Süden
.
Bis zur nächsten Italien-Etappe
Viele Grüße
Uwe
- Uwe Schmitz
- Moderator
- Beiträge: 2770
- Registriert: So 31. Jul 2005, 19:07
- Wohnort: Rhein-Main
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Auf der Fahrt nach Süden blättern wir durch Reiseführer und Internet auf der Suche nach weiteren lohnenswerten Zielen. Da fällt uns die kleine Stadt Gubbio am Rand der Abruzzen auf. Sie gilt als eine der ältesten Städte Italiens und ihr Stadtkern ist fast vollständig aus dem 14.Jhdt erhalten. Oberhalb der Stadt finden wir im Wald einen guten Nachtplatz und hoffen morgen auf weniger Regen als heute zur Stadtbesichtigung.
.
Die Stadt ist am steilen Berghang des Monte Ingino erbaut, und die Gassen teilweise so eng, dass auch hier der Autoverkehr größtenteils aus der Altstadt verbannt ist. .
Natürlich kommen wir beim vielen Treppensteigen (es gibt sogar einen Aufzug vom unteren Teil der Altstadt zum oberen) auch zur Piazza Grande mit Ausblick über die Häuser der Altstadt, an einer Seite des Platzes steht der Palazzo dei Consoli. Er gilt als einer der kühnsten Baumaßnahmen des Mittelalters, liegen doch sowohl der Palast als auch der gesamte Platz mit seiner Bebauung am Steilhang (das erste Bild hier lässt die Steilheit erahnen). .
Mit dem Wetter hatten wir ja echt Glück, so fahren wir am Nachmittag noch über ein Stück mautfreie Autobahn an den Lago Trasimeno, erleben ihn noch im Sonnenlicht mit einer dicken Wolkenfront am Horizont. .
Schnell noch einen Schlafplatz an den Hängen des Sees gesucht, und eine halbe Stunde nach folgendem Foto beginnt es zu regnen, Abendessen findet also ohne Potje im Auto statt. Der Regen weitet sich zu einem langen Gewitter aus, am nächsten Morgen dampft der Nebel in den Tälern, und auf der weiteren Fahrt Richtung Süden laufen wieder ständig die Scheibenwischer ... .
Jetzt geht's nach Rom, das geht auch im Regen ...
Viele Grüße
Uwe
Die Stadt ist am steilen Berghang des Monte Ingino erbaut, und die Gassen teilweise so eng, dass auch hier der Autoverkehr größtenteils aus der Altstadt verbannt ist. .
Natürlich kommen wir beim vielen Treppensteigen (es gibt sogar einen Aufzug vom unteren Teil der Altstadt zum oberen) auch zur Piazza Grande mit Ausblick über die Häuser der Altstadt, an einer Seite des Platzes steht der Palazzo dei Consoli. Er gilt als einer der kühnsten Baumaßnahmen des Mittelalters, liegen doch sowohl der Palast als auch der gesamte Platz mit seiner Bebauung am Steilhang (das erste Bild hier lässt die Steilheit erahnen). .
Mit dem Wetter hatten wir ja echt Glück, so fahren wir am Nachmittag noch über ein Stück mautfreie Autobahn an den Lago Trasimeno, erleben ihn noch im Sonnenlicht mit einer dicken Wolkenfront am Horizont. .
Schnell noch einen Schlafplatz an den Hängen des Sees gesucht, und eine halbe Stunde nach folgendem Foto beginnt es zu regnen, Abendessen findet also ohne Potje im Auto statt. Der Regen weitet sich zu einem langen Gewitter aus, am nächsten Morgen dampft der Nebel in den Tälern, und auf der weiteren Fahrt Richtung Süden laufen wieder ständig die Scheibenwischer ... .
Jetzt geht's nach Rom, das geht auch im Regen ...
Viele Grüße
Uwe
-
Angelika Baumann
- Beiträge: 404
- Registriert: So 31. Jul 2005, 21:48
- Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Noch ein kleiner Nachtrag zu San Marino,
"Der Grenzübertritt in die älteste Republik der Welt ist ganz unkompliziert (gehört ja zur EU!),..."
von wegen... Wie wir heute gelernt haben (Danke Achim
): San Marino gehört nicht zur EU! Allerdings gibt's traditionell keine Grenzkontrollen zu Italien. Und Schengen-Visa werden zur Einreise anerkannt.
Obwohl wir das damals nicht wussten
, haben wir uns offizielle Touristen-Visa in unsere Reisepässe stempeln lassen. Schließlich sind wir ja auch als Touristen unterwegs 
Viele Grüße
Geli
"Der Grenzübertritt in die älteste Republik der Welt ist ganz unkompliziert (gehört ja zur EU!),..."
Obwohl wir das damals nicht wussten
Viele Grüße
Geli
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nie angeschaut haben."
Alexander von Humboldt
Alexander von Humboldt
-
Sabine-bine
- Beiträge: 10
- Registriert: Fr 8. Dez 2006, 10:00
- Wohnort: Oberhessen
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Hallo Geli und Uwe,
schöner Bericht, gerne reise ich da mit...
Das mit dem Touristen-Visum ist ja nett, wieder mal ein Stempelchen mehr.
LG aus Owwerhesse (quasi um die Eck).
bine
schöner Bericht, gerne reise ich da mit...
Das mit dem Touristen-Visum ist ja nett, wieder mal ein Stempelchen mehr.
LG aus Owwerhesse (quasi um die Eck).
bine
-
Bäärti
- Beiträge: 1569
- Registriert: Mo 1. Aug 2005, 20:23
- Wohnort: südlich von Luzern... im Herzen der Schweiz, da wos am schönsten ist.
- Kontaktdaten:
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Genau das wollte ich auch grad schreiben.Sabine-bine hat geschrieben: ↑Di 3. Nov 2020, 11:33Hallo Geli und Uwe,
schöner Bericht, gerne reise ich da mit...
Das mit dem Touristen-Visum ist ja nett, wieder mal ein Stempelchen mehr ...
liebe Grüsse Bäärti
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
- Uwe Schmitz
- Moderator
- Beiträge: 2770
- Registriert: So 31. Jul 2005, 19:07
- Wohnort: Rhein-Main
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
.
Wie angekündigt sind wir über die Autobahn nach Rom, es regnete, sind im Westen Roms auf den Campingplatz an der Via Aurelia, es regnete immer noch, Nachsaison-Angebot: kleines Häuschen (4x5m) mit warmer Dusche und Heizung für etwa 100€, kaum teurer als Camping, das nehmen wir (auch zum Klamotten trocknen), 'ne Pizza im Camping-Restaurant, zurück zum Häuschen regnete es nicht mehr ... gute Chance für morgen?
Früh am nächsten Morgen sind wir mit Bus und U-Bahn rein in die große Stadt, auf dem Handy in der Navi-App 'ne Route ausgeguckt, erst Piazza di Spagna und spanische Treppe, dann immer zu Fuß weiter, Trevi-Brunnen ... so geplant. .
Die spanische Treppe erleben wir fast menschenleer und ohne Regen, doch ohne Frühstück geht's nit weiter, erst mal einkehren, und als wir wieder aus der Trattoria rauskommen, ergiesst es sich wieder.
Also im Regen weiter zum Trevi-Brunnen. Ein umglaubliches Ding. In die Wände des dahinterstehenden Palastes integriert. Schon zur Zeitenwende gab es mehrere Brunnen, die durch Aquädukte gespeist wurden. Im Jahr 1640 begann der große Baumeister Bernini im Auftrag von Papst Urban VIII mit einem aufwändigen Brunnen an dieser Stelle, doch erst um 1760 wurde er in seiner jetztigen Gestaltung vollendet. Unbedingt sehenswert, trotz Regen! Weiter vorbei am Hadrianeum, um 140 n.Chr. erbaut, heute völlig verbaut durch die Römische Börse. Zwei enge Straßenzüge weiter das nächste Bauwerk aus der Zeitenwende, hier können wir vielleicht rein, um uns etwas vom Regen zu erholen: Das Pantheon.
Es gilt als eines der am besten der erhaltenen Bauwerke der römischen Antike, und seine Kuppel war mit 43 Metern Durchmesser bis ins späte 19.Jhdt die größte freitragende Kuppel der Welt! Es regnet drinnen durch das Loch der Kuppel herein (wer kann das schon erleben!), und es regnet draußen weiter. Wir pausieren in einem Restaurant am Platz nahe eines Heizstrahlers bei heißem Tee und Grappa.
Langsam reißt die Wolkendecke auf, Regen weg - Sonne raus, und es geht weiter mit unseren Erkundungen in dieser unglaublich vielfältigen Stadt. .
Auf dem Weg zum Tiber kommen wir über mehrere Piazze, wie dem Piazza Navona - gleich mit 3 barocken Brunnen geschmückt. .
Morgen gehts hier weiter mit Rom.
Viele Grüße
Uwe
Wie angekündigt sind wir über die Autobahn nach Rom, es regnete, sind im Westen Roms auf den Campingplatz an der Via Aurelia, es regnete immer noch, Nachsaison-Angebot: kleines Häuschen (4x5m) mit warmer Dusche und Heizung für etwa 100€, kaum teurer als Camping, das nehmen wir (auch zum Klamotten trocknen), 'ne Pizza im Camping-Restaurant, zurück zum Häuschen regnete es nicht mehr ... gute Chance für morgen?
Früh am nächsten Morgen sind wir mit Bus und U-Bahn rein in die große Stadt, auf dem Handy in der Navi-App 'ne Route ausgeguckt, erst Piazza di Spagna und spanische Treppe, dann immer zu Fuß weiter, Trevi-Brunnen ... so geplant. .
Die spanische Treppe erleben wir fast menschenleer und ohne Regen, doch ohne Frühstück geht's nit weiter, erst mal einkehren, und als wir wieder aus der Trattoria rauskommen, ergiesst es sich wieder.
Also im Regen weiter zum Trevi-Brunnen. Ein umglaubliches Ding. In die Wände des dahinterstehenden Palastes integriert. Schon zur Zeitenwende gab es mehrere Brunnen, die durch Aquädukte gespeist wurden. Im Jahr 1640 begann der große Baumeister Bernini im Auftrag von Papst Urban VIII mit einem aufwändigen Brunnen an dieser Stelle, doch erst um 1760 wurde er in seiner jetztigen Gestaltung vollendet. Unbedingt sehenswert, trotz Regen! Weiter vorbei am Hadrianeum, um 140 n.Chr. erbaut, heute völlig verbaut durch die Römische Börse. Zwei enge Straßenzüge weiter das nächste Bauwerk aus der Zeitenwende, hier können wir vielleicht rein, um uns etwas vom Regen zu erholen: Das Pantheon.
Es gilt als eines der am besten der erhaltenen Bauwerke der römischen Antike, und seine Kuppel war mit 43 Metern Durchmesser bis ins späte 19.Jhdt die größte freitragende Kuppel der Welt! Es regnet drinnen durch das Loch der Kuppel herein (wer kann das schon erleben!), und es regnet draußen weiter. Wir pausieren in einem Restaurant am Platz nahe eines Heizstrahlers bei heißem Tee und Grappa.
Langsam reißt die Wolkendecke auf, Regen weg - Sonne raus, und es geht weiter mit unseren Erkundungen in dieser unglaublich vielfältigen Stadt. .
Auf dem Weg zum Tiber kommen wir über mehrere Piazze, wie dem Piazza Navona - gleich mit 3 barocken Brunnen geschmückt. .
Morgen gehts hier weiter mit Rom.
Viele Grüße
Uwe
-
Angelika Baumann
- Beiträge: 404
- Registriert: So 31. Jul 2005, 21:48
- Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
.
"kleines Häuschen (4x5m) mit warmer Dusche und Heizung für etwa 100€, kaum teurer als Camping, ...."
Bevor hier Verwunderung aufkommt....
Das "kleine Häuschen" kostete 92 € für DREI Übernachtungen.
Viele Grüße
Geli
"kleines Häuschen (4x5m) mit warmer Dusche und Heizung für etwa 100€, kaum teurer als Camping, ...."
Bevor hier Verwunderung aufkommt....
Das "kleine Häuschen" kostete 92 € für DREI Übernachtungen.
Viele Grüße
Geli
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nie angeschaut haben."
Alexander von Humboldt
Alexander von Humboldt
- Uwe Schmitz
- Moderator
- Beiträge: 2770
- Registriert: So 31. Jul 2005, 19:07
- Wohnort: Rhein-Main
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Wir machen uns am späten Nachmittag auf den Weg zur Engelsburg. Lohnt sich die Besichtigung, reicht die Zeit, wann ist Museumsschliessung? Doch es passt noch, und die Besichtigung innen lohnt sich wirklich, doch am beeindruckendsten ist die Aussicht vom Dach der Festung.
.
Die Engelsburg, italienisch Castel dell'Angelo, wurde im 2.Jhdt. als Mausoleum für Kaiser Hadrian erbaut, im 10. Jhdt. übernahmen es die Päpste, tlw. als Fluchtburg, aber sie richteten sich dort auch ihre Privatgemächer ein. .
Einer der schönsten Plätze in Rom, um einen Sonnenuntergang zu erleben, ist bestimmt die Dachterrasse der Engelsburg. Hier oben steht auch weithin sichtbar der Erzengel Michael, der der Burg ihren Namen gab. .
Kurz bevor die Sonne untergegangen ist, müssen wir diesen traumhaften Platz verlassen.
Morgen gehts nochmal weiter mit Rom.
Viele Grüße
Uwe
Die Engelsburg, italienisch Castel dell'Angelo, wurde im 2.Jhdt. als Mausoleum für Kaiser Hadrian erbaut, im 10. Jhdt. übernahmen es die Päpste, tlw. als Fluchtburg, aber sie richteten sich dort auch ihre Privatgemächer ein. .
Einer der schönsten Plätze in Rom, um einen Sonnenuntergang zu erleben, ist bestimmt die Dachterrasse der Engelsburg. Hier oben steht auch weithin sichtbar der Erzengel Michael, der der Burg ihren Namen gab. .
Kurz bevor die Sonne untergegangen ist, müssen wir diesen traumhaften Platz verlassen.
Morgen gehts nochmal weiter mit Rom.
Viele Grüße
Uwe
- Uwe Schmitz
- Moderator
- Beiträge: 2770
- Registriert: So 31. Jul 2005, 19:07
- Wohnort: Rhein-Main
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
.
Die letzte Aktion in Rom:
Besichtigung von Colosseum und Forum Romanum. Um nicht in einer langen Schlange mit tlw. mehrstündigen Wartezeiten auf ein Eintrittsticket zu hoffen und ins Colosseum hereinzudürfen, haben wir schon am Abend der Ankunft in Rom online 2 Tickets reserviert und bezahlt, da soll die Abfertigung deutlich schneller gehen ...
Unser Zeitfenster zum Besuch beginnt um 10 Uhr, so sind wir schon um 9 Uhr vor Ort, damit wir das Zeitfenster ja nicht verpassen. Klappt alles recht zügig, Ticket abholen, Temperaturmessung, Gepäck- und Leibeskontrolle wie am Flughafen, dann können wir rein.
.
Nur ein Teil des Colosseums ist zur Besichtigung freigegeben, an vielen Stellen wird saniert, restauriert und wieder neu aufgebaut. .
Danach sehen wir uns das riesige Areal der alten Steine des Forum Romanum an, besten Ausblick darüber haben wir vom Stadthügel Palatin.
.
So, jetzt haben wir genug alte Städte und alte Steine gesehen, wir müssen raus in die Natur und fahren in die Abruzzen und das Herz des Appenin-Gebirges.
Viele Grüße
Uwe
Die letzte Aktion in Rom:
Besichtigung von Colosseum und Forum Romanum. Um nicht in einer langen Schlange mit tlw. mehrstündigen Wartezeiten auf ein Eintrittsticket zu hoffen und ins Colosseum hereinzudürfen, haben wir schon am Abend der Ankunft in Rom online 2 Tickets reserviert und bezahlt, da soll die Abfertigung deutlich schneller gehen ...
Unser Zeitfenster zum Besuch beginnt um 10 Uhr, so sind wir schon um 9 Uhr vor Ort, damit wir das Zeitfenster ja nicht verpassen. Klappt alles recht zügig, Ticket abholen, Temperaturmessung, Gepäck- und Leibeskontrolle wie am Flughafen, dann können wir rein.
.
Nur ein Teil des Colosseums ist zur Besichtigung freigegeben, an vielen Stellen wird saniert, restauriert und wieder neu aufgebaut. .
Danach sehen wir uns das riesige Areal der alten Steine des Forum Romanum an, besten Ausblick darüber haben wir vom Stadthügel Palatin.
.
So, jetzt haben wir genug alte Städte und alte Steine gesehen, wir müssen raus in die Natur und fahren in die Abruzzen und das Herz des Appenin-Gebirges.
Viele Grüße
Uwe
-
Angelika Baumann
- Beiträge: 404
- Registriert: So 31. Jul 2005, 21:48
- Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
.
Bevor es wieder in die Natur geht, noch ein paar Fotos von Rom abseits der üblichen Motive.
Auf dieser Seitenansicht des Pantheon kann man das ursprüngliche Straßen-Niveau zur Zeitenwende erkennen.
Neben dem Pantheon steht ein ägyptischer Oblelisk, der 1665 im Garten einer dominikanischen Kirche gefunden wurde. Interessant ist der Sockel, der einen Elefanten darstellt. Dieser Elefant wurde nach einem Entwurf von Gian Lorenzo Bernini erstellt und 1677 samt Obelisk auf der Piazza della Minerva neben dem Pantheon aufgestellt.
In den Seitengassen sorgt viel Grün für eine schöne Atmosphäre.
Gleich geht's weiter...
Bevor es wieder in die Natur geht, noch ein paar Fotos von Rom abseits der üblichen Motive.
Auf dieser Seitenansicht des Pantheon kann man das ursprüngliche Straßen-Niveau zur Zeitenwende erkennen.
Neben dem Pantheon steht ein ägyptischer Oblelisk, der 1665 im Garten einer dominikanischen Kirche gefunden wurde. Interessant ist der Sockel, der einen Elefanten darstellt. Dieser Elefant wurde nach einem Entwurf von Gian Lorenzo Bernini erstellt und 1677 samt Obelisk auf der Piazza della Minerva neben dem Pantheon aufgestellt.
In den Seitengassen sorgt viel Grün für eine schöne Atmosphäre.
Gleich geht's weiter...
Zuletzt geändert von Angelika Baumann am So 8. Nov 2020, 17:58, insgesamt 1-mal geändert.
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nie angeschaut haben."
Alexander von Humboldt
Alexander von Humboldt
-
Angelika Baumann
- Beiträge: 404
- Registriert: So 31. Jul 2005, 21:48
- Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
.
An den Häusern entdecken wir Fähnchen, die offensichtlich die Gewerbe der Läden in den Häusern beschreiben.
Vielerorts in Italien - und so auch in Rom - gibt es zahlreiche Trinkwasserbrunnen, an denen die Besucher und Reisende ihren Durst stillen können.
Zum Schluss doch noch was Typisches für Rom - die beeindruckenden Kirchenkuppeln.
Viele Grüße
Geli
An den Häusern entdecken wir Fähnchen, die offensichtlich die Gewerbe der Läden in den Häusern beschreiben.
Vielerorts in Italien - und so auch in Rom - gibt es zahlreiche Trinkwasserbrunnen, an denen die Besucher und Reisende ihren Durst stillen können.
Zum Schluss doch noch was Typisches für Rom - die beeindruckenden Kirchenkuppeln.
Viele Grüße
Geli
"Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nie angeschaut haben."
Alexander von Humboldt
Alexander von Humboldt
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
Hallo Geli und Uwe,
danke für die schönen Bilder und Eindrücke, insbesondere die von Rom! Ich war schon Ewigkeiten nicht mehr dort, obwohl meine Tante dort wohnt ...
Ciao, Carlo
danke für die schönen Bilder und Eindrücke, insbesondere die von Rom! Ich war schon Ewigkeiten nicht mehr dort, obwohl meine Tante dort wohnt ...
Ciao, Carlo
- Uwe Schmitz
- Moderator
- Beiträge: 2770
- Registriert: So 31. Jul 2005, 19:07
- Wohnort: Rhein-Main
Re: Geplant war IRAN, und was daraus wurde ...
.
Jetzt geht's weiter (mit meinen restlichen Bildchen ...), erstmal auf der Autobahn um Rom herum und nach Osten, in die Abruzzen. Ab Carsoli fahren wir auf kleinen Sträßchen immer weiter rein in die Berge, es wird karger, einsamer. Wir kommen durch leere, nüchtern dreinblickende Wintersportorte, kleinste Dörfer hocken auf den Bergkuppen, und ab und zu sehen wir Pferde frei im Gelände herumlaufen. .
Immer weiter schrauben wir uns die Berghänge hoch, bis wir in etwa 1500 Metern Höhe auf ein plateauartiges Gelände kommen, mit sanft geschwungenen Wiesenflächen.
Hier verbringen wir den Abend und die Nacht! .
Am nächsten Morgen beim Blick durch die Scheiben sehen wir leichte Nebel über die Wiesen wabbern. Doch schnell haben sie sich hier oben aufgelöst, doch die Pflanzen glitzern vor Morgentau, es dampft durch die wärmenden Sonnenstrahlen, und das Tal unter uns ist mit Wolken verstopft. .
In den Bergen der Abruzzen gefällt es uns, so dass wir immer wieder stops einlegen, ein bisschen in der schönen Gegend rumlaufen und die kleinen Details neben der Straße in Bildern festhalten. .
So finden wir hinter Sulmona einen weiteren Stellplatz, ganz einsam auf einer flachen Wiese unterhalb des Monte Amaro gelegen. Am Abend zieht eine Schafherde an uns vorbei zum heimischen Gatter, der Schäfer grüßt nur kurz und eilt seiner Herde hinterher. .
Die Reise geht noch weiter ...
Viele Grüße
Uwe
Jetzt geht's weiter (mit meinen restlichen Bildchen ...), erstmal auf der Autobahn um Rom herum und nach Osten, in die Abruzzen. Ab Carsoli fahren wir auf kleinen Sträßchen immer weiter rein in die Berge, es wird karger, einsamer. Wir kommen durch leere, nüchtern dreinblickende Wintersportorte, kleinste Dörfer hocken auf den Bergkuppen, und ab und zu sehen wir Pferde frei im Gelände herumlaufen. .
Immer weiter schrauben wir uns die Berghänge hoch, bis wir in etwa 1500 Metern Höhe auf ein plateauartiges Gelände kommen, mit sanft geschwungenen Wiesenflächen.
Hier verbringen wir den Abend und die Nacht! .
Am nächsten Morgen beim Blick durch die Scheiben sehen wir leichte Nebel über die Wiesen wabbern. Doch schnell haben sie sich hier oben aufgelöst, doch die Pflanzen glitzern vor Morgentau, es dampft durch die wärmenden Sonnenstrahlen, und das Tal unter uns ist mit Wolken verstopft. .
In den Bergen der Abruzzen gefällt es uns, so dass wir immer wieder stops einlegen, ein bisschen in der schönen Gegend rumlaufen und die kleinen Details neben der Straße in Bildern festhalten. .
So finden wir hinter Sulmona einen weiteren Stellplatz, ganz einsam auf einer flachen Wiese unterhalb des Monte Amaro gelegen. Am Abend zieht eine Schafherde an uns vorbei zum heimischen Gatter, der Schäfer grüßt nur kurz und eilt seiner Herde hinterher. .
Die Reise geht noch weiter ...
Viele Grüße
Uwe


