Alexander hat geschrieben:Hallo Til,
Tilmann hat geschrieben:Vermutlich wäre es das spannendste, die Atacama von Westen nach Osten zu durchlaufen.
Wo würdest du die West/Ostlinie ungefähr anlegen? Nur grob zur Orientierung. Staub ist kein Problem
Grüsse
Alexander
Hallo Alexander,
da stellst Du den, der mit seinem Hintern bequem auf dem Fahrersitz des allradbetriebenen Wüstenschiffs mit voller Kühlbox im Heck durch die Wüsten brettert aber vor eine große Frage. Wieviel und wie lange läufst Du? Wie schon erwähnt, hatte ich in der Westsahara für 2 Läufer eine insgesamt 200 km-Strecke abgesteckt. Die 10 Tages-Etappen waren im Nachhinein trotz wenig Gepäck im Rucksack (Begleitfahrzeug) zu heftig bemessen...für die Läufer

- Auf dem Weg in die Westsahara am Plage Blanche
Zwei Linien fand ich sehr spannend:
Die erste Linie würde ich von El Cobre südlich von Antofagasta über die Mine Escondida, weiter über Neurara dann hoch in die Cordon de Puntas Negras bis zur Laguna de Tara ziehen. Das war landschaftlich sehr cool, allerdings teilweise von Bergbau geprägt und nicht immer einsam. Alternativ könntest Du von Antofagasta aus mit dem Bus bis zur Mine Escondida fahren und von dort aus starten. Das Stück bis zu den beiden Lagunen Miscanti und Miniques war sehr einsam und schön, schon mit Blick auf die 6000er. Die Atacama-Touristen konzentrieren sich auf die beiden Lagunen, danach war es wieder sehr einsam. Auf den langen Pisten im Hochland waren wir meist allein. Wind und kalte Temperaturen nachts im Hochland musst Du aber einkalkulieren.
Die zweite Linie würde ich weiter nördlich ziehen. Dort war es insgesamt deutlich ruhiger und die weiten Sand- und Salzebenen im Zwischental der Atacama gaben mir am ehesten das so gesuchte Wüsten(Sahara)-Feeling. Tourismus in der Wüste gibt es dort nicht mehr. Du könntest auf die ein oder andere stillgelegte Salpeter-Mine stoßen oder Geoglyphen entdecken. Beispielhaft könnte die Route zunächst von El Loa an der Küste nach osten die Panamericana querend in das Zwischental fühern. Dann über die weiten Ebenen nach Norden über Pica langsam an die Anden annähernd. Du könntest dann hoch in die Anden über das Geysirfeld von Puchuldiza nach Isluga bzw. an den Salar de Suire.
Vielleicht würde es Sinn machen, Zwischenetappen mit dem Bus einzulegen. Das klappt in Chile hervorragend.
Es gibt unterwegs keine Brunnen, wie man sie in Afrika kennt. Also Depots anlegen oder an Punkte der Zivilisation halten.
Gruß Til