Tunesien: Verlorener See mit Wüstenwagen möglich?!

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Werner. K
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Tunesien: Verlorener See mit Wüstenwagen möglich?

Beitrag von Werner. K »

@ Kuno wenn du meinst da hochzufahren hast du meinen Respekt.
Wir haben diverse Versuche von Geländewagen beobachten können,
es blieb bei Versuch. Wenn du meinst das das Tatra Werksteam
keine sanderfahrung hat wirt es wohl so sein. Auf jeden Fall ist mit
dem Motorrad genügend Anlauf und 4 Gang Vollgas nötig und dass bei
einem Motorrad von 120 kg.

Ps. Es war das aktuelle Dakarteam

image.jpg
Kuno
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Beitrag von Kuno »

Lieber Werner; ich weiss jetzt natuerlich nicht, wo "da hochfahren" genau ist.
Wahrscheinlich habt ihr natuerlich "die Megaduene" auf dem Weg zum See gefunden, die sonst noch niemand kannte... die Faehigkeiten des Tatra Werksteams kann ich auch nicht von hier aus einschaetzen (du hattest allerdings in deinem obigen Beitrag auch nicht erwaehnt, dass es sich um das Tatra Werksteam handelt...). Nun sei mir aber dann doch die Frage gestattet, ob es beim geschickten Duenenfahren darum geht mit viel Anlauf und Brachialgewalt die allerhoechste Duene zu erklimmen oder nicht doch eher darum, den fuer sich selber besten Weg zu finden um das Ziel zu erreichen... Und wenn du etwas weiter oben liest: alexander suchte einen Weg, den man auch zu Fuss mit Zugwaegelchen marschieren koennte. Ich bin mir fast sicher, dass das Tatra Werksteam dafuer wahrscheinlich nicht die optimale Referenz ist. Ich wage auch zu behaupten, dass es gerade in den Duenen dieser Gegend sehr stark darauf ankommt, wie der Sand aktuell beschaffen ist (zB. wenn es kurz zuvor geregnet hat oder wenn die "gute Linie" gerade von einer "Rallye" mit zwei Dutzend Autos durchpfluegt wurde). Es kommt natuerlich dann auch noch darauf an, was man sich sleber und seinem Auto zumuten will - und gerade da uebernehmen sich Rallyefahrer gerne mal und muessen dann mit der Misere leben :wink:

Zusammengefasst: wo du heute mit dem besten Auto (oder in deinem Falle Motorrad) und allen Fahrkuensten nicht durchkommst, faehrt naechste woche jemand entlang, der vielleicht nicht einmal merkt, dass es da Schwierigkeiten geben koennte.
Werner. K
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Tunesien: Verlorener See mit Wüstenwagen möglich?

Beitrag von Werner. K »

Wie ich oben schon geschrieben habe, seit über 2 Jahren hat es nicht mehr
richtig geregnet und entsprechend Weichen Sand. Mit dem Auto brauchst du
etwa einen halben Tag vom See zum Timbaine. Zu Fuss in die andere Richtung
schäze ich 2 - 4 Tage entsprechend muss der Wasservorrat berechnet sein, was
das entsprechende Gewicht ergiebt, dass er im Anhänger durch den Sand
schleppen muss.
Ps.
Übrigens ich bin die Düne zu Fuss hoch, habe eine gute halbe Stunde gebraucht.
landcruiser.
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Beitrag von landcruiser. »

Schön das es immer Leute gibt, die andere angesichts ihrer eigenen Höchstleistungen, aus Zeiten in denen man noch mit Tropenhelm reiste und mit Bwana angeredet wurde, "belächeln" müssen.

Da gab es noch richtige Männer, richtige Dünen und man reiste unter Lebensgefahr.

Heute ist alles nur noch ein müder Abklatsch. :lol:

Ist ja auch klar, da früher sowieso alles besser war ...

... sogar die Zukunft. :lach:
Christoph
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Tunesien: Verlorener See mit Wüstenwagen möglich?

Beitrag von Christoph »

geschätzter Landcruiser,

wenn Sie mich damit meinen, möchte ich nur betonen dass ich weder auf persönlichen Höchstleistungen noch auf irgendeine Lebensgefahr auf meinen Saharareisen hingewiesen habe. Aus meinen Zeilen ist auch nicht annähernd heraus zu interpretieren dass ich mit irgendwelchen "Durchquerungen" angebe, das ist auch gar nicht mein Stil und ich habe dies auch nicht nötig.
Allerdings müssen Sie mir zugestehen, dass für mich die Mitnahme von Wasser für eine Etappe von ein paar 100km keine Herausforderung ist, die mich wirklich gefordert hat.

PS: in Ermangelung eines Tropenhelms aus der "guten alten Zeit" gibt es auch kein Foto von mir von damals :lol:

Ich sende Ihnen ganz schöne Grüße, viele tolle Reisen und alles Gute für 2014 !!

Christoph
schnorr
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Tunesien: Verlorener See mit Wüstenwagen möglich?

Beitrag von schnorr »

hallo christoph, du hast hier aber schon etwas ganz gewaltig in den falschen hals bekommen. die wasserfrage war zwecks einer WANDERUNG. und zwar zu FUSS! die wasserfrage ist da schon eine immens wichtige, selbst wenn es "nur" 200 km sind.

hier im thread geht einiges durcheinander. alexander fragt wegen zu fuss möglich, ein anderer sagt, da komm ich mit dem moped in schwierigkeiten, mit dem auto ist da unmöglich (also ist es auch zu fuss nicht möglich) und dann gehts direkt zum tatra werksteam.

wenn ich mal angeben darf: mit meinem atv hatte ich überhaupt keinerlei probleme, wo lkws steckengeblieben sind! und nu? was sagt uns dass?`nischt!

also lest euch die anfangsfragen doch noch mal genauer durch und bleibt auf dem teppich mit eurer tollen erfahrung. :shake:
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Holger Barth
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Tunesien: Verlorener See mit Wüstenwagen möglich?

Beitrag von Holger Barth »

Ist ja auch klar, da früher sowieso alles besser war ...
Genau ! Selbst die Gummistiefel waren noch aus Holz :lach:
Tilmann
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Tunesien: Verlorener See mit Wüstenwagen möglich?

Beitrag von Tilmann »

Hallo Alexander,

um wieder auf Dein Thema zu kommen:
vom Ende der Teerstraße südlich von Douz bis zum wasserführenden Brunnen "Bir Abdallah Jebil" am südwestlichen Zipfel des Nationalparks sind es ca 45 km, wenn man die Kamelroute entlang geht.

Bir A. Jebil
Bir A. Jebil

Auf dem Weg dort hin gibt es zwei weitere Brunnen (Bir Jebeour und Bir Ben Grirah), ich weiß aber nicht, ob die Wasser führen (ich schau mir die zwei das nächste mal an).
Bis zum "Bir Tembaine" am nordwestlichen Zipfel der Ebene an den zwei Tafelbergen sind es nur ca. 10 Kilometer. Dieser Brunnen führt Wasser. Du musst es zwar selber hochziehen, es ist aber frisch und gut (November 2013). Vom Tembaine bis an den See sind es auf der Autobahn dann ca. 35 km.

Blick vom Tembaine grob Richtung See
Blick vom Tembaine grob Richtung See

Diese 35 km sehen ähnlich aus wie auf dem Foto. Die "Autobahn quert" ca. 20 teilweise "höhere" Dünengürtel zwischen den Ebenen. Zu Fuß würde ich wahrscheinlich auch mal oben auf der Höhe bleiben, um die steilen Anstiege zu vermeiden. Es gibt weiter östlich der Autobahn eine Passage, auf der weniger hohe Dünengürtel gequert werden müssen. Sie ist dafür etwas länger.
Vom See, an dem es ja eisgekühlte Cola gibt, bis zum Camp Zmela kurz nach dem letzten Dünengürtel im Osten, sind es dann 60 km durch Dünen und lange Ebenen an schönen Tafelbergen vorbei. Auf dem Weg dorthin gibt es noch ein weiteres Café, an dem Du Dich erfrischen kannst. Brunnen sind mir keine bekannt.
Auf der "Autobahn" über die ganze Strecke gab es im November 2013 mindestens 7 bewirtschafetete Cafés, so dass auch beim Laufen auf der direkteren Kamelroute eine Versorgung immer in Reichweite ist. Grundsätzlich würde ich die Strecke andersrum laufen. So vermeidet man die hohen Dünenanstiege.
Gruß Til
Alexander
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Re: Tunesien - Sperrgebiet nur noch mit Führer !!!

Beitrag von Alexander »

Hallo Til,

das ist mal eine Antwort ;-) Vielen Dank. An den Brunnen, wo man das Wasser selbst hochziehen muss. Hängt da ein Eimer mit Seil oder muss man das selbst mitführen?

Wenn noch jemand Koordinaten von den Brunnen hätte oder Wasserverfügbarkeit und -qualität machen könnte, wäre super

Viele Grüsse
Alexander
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Kuno
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Beitrag von Kuno »

Alexander - moechtest du das Thema nicht lieber in ein separates ueberfuehren - es geht dir ja eigentlich nicht darum, auf deinem Waegelchen auch noch einen "Fuehrer" mitzuschleppen :wink:
Alexander
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Tunesien: Verlorener See mit Wüstenwagen möglich?

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:Alexander - moechtest du das Thema nicht lieber in ein separates ueberfuehren - es geht dir ja eigentlich nicht darum, auf deinem Waegelchen auch noch einen "Fuehrer" mitzuschleppen :wink:
Im Prinzip hast du recht. Ich könnte ja an mein Wüstenwägelchen noch ein Seitenwüstenwägelchen anbringen für den Führer. Hmmmmm, aber ziehen will ich den auch wieder nicht. :roll:

Grüsse
Alexander
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Alexander
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Tunesien: Verlorener See mit Wüstenwagen möglich?

Beitrag von Alexander »

Ich habe diesen Thread vom ursprünglichen Beitrag abgetrennt, um Verwirrungen zu vermeiden ;-)

Es geht um die Machbarkeit einer Wüstenwanderung mit meiner Wüstenkarre.

Danke nochmal für eure Kommentare, Vorschläge und humorvollen Einlagen 8)

Grüsse
Alexander
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PeterC
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Tunesien: Verlorener See mit Wüstenwagen möglich?

Beitrag von PeterC »

Alexander:
in der Nähe von El Mida gibt es einen Brunnen am Cafe. Über die Wasserqualität kann ich nichts sagen.
Eimer war im Frühjahr 2013 vorhanden, die Hirten tränken dort ihre Tiere. Koordinaten:N 32° 48.743', O 9 ° 24.273'
Auch wenn das Cafe nicht besetzt ist kannst du dort auffüllen.

20130328_131920 KarlHeinz.JPG

Mit einem Schlenker nach Südost kommst du relativ (es gibt Hügel und unangenehme Sandgürtel) entspannt nach Camp Zmela.
Die direkte Strecke würde ich nicht laufen, sie besteht fast komplett nur aus Dünengürteln, 30km die es in sich haben.
Peter
Die schnellste Verbindung zwischen 2 Punkten ist nicht zwingend eine Gerade
Tilmann
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Re: Tunesien: Verlorener See mit Wüstenwagen möglich?!

Beitrag von Tilmann »

Bir Abdallah Jebil: N 33°00´38.55´´ O 9°01´32.16´´
Bir Tembaine N 32°52´45.58´´ O 9°05´23.59´´

Am Bir Tembaine ist eine Rolle mit Seil und zwei Gummibeuteln aus Schläuchen. Der Brunnen ist sehr tief.

Bir Tembaine
Bir Tembaine

Der Rotary Club Sfax hatte dort gemeinsam mit einem italienischen Club ein Projekt gestartet und den Tank gebaut. Es sollte eine solarbetriebene Pumpe installiert werden. Dazu kam es aber nicht. Der Tank ist leer und eine Pumpe fehlt auch. Einsam steht die Halterung für das Solarmodul auf dem Tank. Es bleibt also beim Gummisack aus alten Autoschläuchen.
Gruß Til
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Peter D
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Re: Tunesien: Verlorener See mit Wüstenwagen möglich?

Beitrag von Peter D »

Christoph hat geschrieben:Dass das Bereisen der Sahara aus politischen Gründen zum "Sandkastenspiel" degeneriert ist, erkennt man an den Problemen, mit denen sich so manche beschäftigen.
Die logistische Herausforderung des Transportes von Wasser über eine Strecke von ca 200km (Hin- und retour) und das Gewicht, das das Auto im Sand mitzunehmen hat, kostet mich nur einen Lächler :lach:

Ich wünsche allen ehemaligen und noch aktiven Saharafahrern ein gutes Neues Jahr und für viele zumindest schöne Erinnerungen an die gute alte Zeit des Saharafahrens !

Hallo Christoph,

ich kann dich durchaus verstehen das dir - nach den monumentalen Touren die du früher machen konntest, ein Lächeln über dein Gesicht huscht, wenn du dir das Treiben dort vorstellst.

Aber was soll'n sie denn sonst anderes machen ? Sie können ja nun mal (jedenfalls nur mit flauem Magengefühl) nicht angstfrei woanders im Zentralsaharabereich fahren.

Diese oft zahlreichen Chaosdünen mit wenig Schwungmöglichkeiten dazwischen kann aber schon die Härte sein. :shock:

Ich kann mich noch erinnern als wir 83 eine Atlantik-Nil-9-Monate-Tour in Nouakchott starteten. Eine Erstdurchquerung immer in etwa den 23 Breitengrad entlang. Das war auch alles erfolgreich und unsere (im Vorjahr) vergrabenen Spritdepots haben wir auch gefunden, aber dann an der Lybiengrenze war wegen Tschadkrieg die Grenze dicht... :cry:
Einige sind mit der Fähre nach Alexandria, und wir haben uns noch etwas in den Chaosdünen in Südtunesien herumgetrieben.
ich muß sagen es war nicht viel weniger anstrengend als im Empty Quarter von Mauretanien von Quadane nach Taoudenni.


liebe Grüße
Peter
Der Mut des Wassertropfens besteht darin, dass er es wagt, in die Wüste zu fallen
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