Unbekanntes Fahrzeug - wie reagiert man richtig?
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Günther Schulz
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Re: Unbekanntes Fahrzeug - wie reagiert man richtig?
Wenn ich so ein Fahrzeug in der Westsahara sehen würde und dann noch mit getönten Scheiben, einsam und allein, würde ich auf keinen Fall hin fahren! Würde nur die Koordinaten aufnehmen und die Richtung, wo das Auto steht und falls ich jemand von der Polizei, Militär treffe, würde ich ihnen den Zettel geben, nicht mehr und nicht weniger.
Zum Beispiel, letztes Jahr waren wir weit in der Westsahara, Richtung freie Zone Algerien, hatten unser Lager schon aufgebaut für die Nacht. Wir hatten an dieser Stelle schon öfter unser Nachtlager aufgeschlagen und noch nie einen Menschen, oder Auto gesehen. Nach ca.1 Std. Aufenthalt hörte ich aus der Ferne ein Motoren Geräusch, als das Auto näher kam, sah ich das 6 Männer im Auto saßen.Ca. 10m vor unserem Auto hielten sie an, Ich ging hin, während meine Frau unsere 2 Hunde festgehalten hatte und fragte was los ist. Daraufhin antworteten sie, wie viele Leute seid ihr und die Hunde müsst ihr fest machen, weil unsere Kamele hier durch kommen können und nicht das sie angefallen werden von den Hunden, die Kamele sind teuer. Dann stellten sie noch andere merkwürdige Fragen und dann fuhren sie weg.
Als sie weg waren haben wir sofort beschlossen, ohne lange nachdenken zu müssen, den Platz schleunigst zu verlassen, bevor die Dunkelheit kommt!
Wir sind dann 10km weiter gefahren und haben unser Lagerplatz dort aufgebaut.
Unser Gefühl täuschte uns nicht, wir fuhren nochmal an diese Stelle und haben neue Reifenspuren gefunden, aber keine Kamelspuren!
Also, immer schön vorsichtig sein!!!
Arabisches Sprichwort: Der Freund kommt am Tag, der Feind in der Nacht.
Zum Beispiel, letztes Jahr waren wir weit in der Westsahara, Richtung freie Zone Algerien, hatten unser Lager schon aufgebaut für die Nacht. Wir hatten an dieser Stelle schon öfter unser Nachtlager aufgeschlagen und noch nie einen Menschen, oder Auto gesehen. Nach ca.1 Std. Aufenthalt hörte ich aus der Ferne ein Motoren Geräusch, als das Auto näher kam, sah ich das 6 Männer im Auto saßen.Ca. 10m vor unserem Auto hielten sie an, Ich ging hin, während meine Frau unsere 2 Hunde festgehalten hatte und fragte was los ist. Daraufhin antworteten sie, wie viele Leute seid ihr und die Hunde müsst ihr fest machen, weil unsere Kamele hier durch kommen können und nicht das sie angefallen werden von den Hunden, die Kamele sind teuer. Dann stellten sie noch andere merkwürdige Fragen und dann fuhren sie weg.
Als sie weg waren haben wir sofort beschlossen, ohne lange nachdenken zu müssen, den Platz schleunigst zu verlassen, bevor die Dunkelheit kommt!
Wir sind dann 10km weiter gefahren und haben unser Lagerplatz dort aufgebaut.
Unser Gefühl täuschte uns nicht, wir fuhren nochmal an diese Stelle und haben neue Reifenspuren gefunden, aber keine Kamelspuren!
Also, immer schön vorsichtig sein!!!
Arabisches Sprichwort: Der Freund kommt am Tag, der Feind in der Nacht.
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Kuno
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Re: Unbekanntes Fahrzeug - wie reagiert man richtig?
Den Lagerplatz nach eienr zweifelhaften Begegnung zu wechseln war sicher die absolut richtige Entscheidung. Muss ich mir merken.
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Ralf Kiefer
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Re: Unbekanntes Fahrzeug - wie reagiert man richtig?
Die Entscheidung wg. "zweifelhaft" ist der Problempunkt. Ich bzw. wir hatten schon etliche Male am Abend Besuch am Lagerplatz ganz einfach, weil die Leute uns bemerkt hatten (wir sie aber nicht unbedingt) und neugierig waren. Wir bekamen dabei nicht nur Essen angeboten, sondern auch mal (in der Türkei) ein ganzes Abendessen frisch zubereitet, frisch gefangene Fische vom nahen See. In diesem Fall war die Einschätzung einfach: das nahegelegene Dorf hatte uns adoptiert.Kuno hat geschrieben:Den Lagerplatz nach eienr zweifelhaften Begegnung zu wechseln war sicher die absolut richtige Entscheidung.
Anderer Ort, andere Gelegenheit: wir bauen kurz nach Sonnenuntergang - wir waren sehr spät dran - unser Zelt am Ende einer verkehrstechnischen Sackgasse auf, und wir erkennen, daß uns ein Fahrzeug folgte, vielleicht sogar suchte. Natürlich fanden die uns, und nach einigen Anlaufschwierigkeiten (-> ich war durchaus mißtrauisch) entwickelte sich doch noch eine informative Abendunterhaltung mit 2 Einheimischen, die trotzdem nicht den Grad von absolut locker erreichte. Was tun? Ist es als Zeichen der Gastfreundschaft zu werten, wenn man Essen angeboten bekommt, und sei es wie in diesem Fall nur das gemeinsame Verspeisen einer Melone?
Gruß, Ralf
Re: Unbekanntes Fahrzeug - wie reagiert man richtig?
Moin,
es kommt natrürlich immer drauf an, in welchem Land/welcher Gegend man sich befindet. In Algerien wäre ich sicher misstrauischer als z. B. in der Türkei oder im Oman.
Nächtlicher Besuch in der Wahiba:

Ciao, Carlo
es kommt natrürlich immer drauf an, in welchem Land/welcher Gegend man sich befindet. In Algerien wäre ich sicher misstrauischer als z. B. in der Türkei oder im Oman.
Nächtlicher Besuch in der Wahiba:

Ciao, Carlo
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Kuno
- Beiträge: 9586
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Re: Unbekanntes Fahrzeug - wie reagiert man richtig?
Es ist wohl etwas ein Unterschied, ob man an einem 'abgestellten' / unbekannten Fahrzeug vorbei muss oder ob man nachts Besuch kriegt. In letzterem Fall ist es wahrscheinlich kaum moeglich, dass man sich noch rechtzeitig zurueckziehen kann - vor allem, wenn man sic schon zum campen eingerichtet hat.
Heute kam auch noch die Frage auf, ob es wirklich schlau ist, in TN zB der Garde Nationale eine Meldung zu machen, wenn man so ein Auto findet.
Was meint ihr dazu?
Heute kam auch noch die Frage auf, ob es wirklich schlau ist, in TN zB der Garde Nationale eine Meldung zu machen, wenn man so ein Auto findet.
Was meint ihr dazu?
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Alexander
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Re: Unbekanntes Fahrzeug - wie reagiert man richtig?
Kuno, was hast du jetzt gemacht? Hast du dich dem Fahrzeug genähert oder es gar untersucht?
Grüsse
Alexander
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Re: Unbekanntes Fahrzeug - wie reagiert man richtig?
abacus hat geschrieben:Wenn ich ein paar Touries verschleppen oder ausrauben will, dann geh ich irgendwo hin, wo es zuverlässig einige derselben gibt. Sich einfach hinter eine einsame Düne zu stellen und zu warten kann ja ewig dauern und ist entsprechend ineffizient.Kuno hat geschrieben:Oder ist es vielleicht sogar eine Falle fuer ahnungslose (aber hilfsbereite) Touristen?
ahaha
das stimmt total...aber manchmal wissen halt die Einheimischen Tage zuvor wo man fahren wird.Manchmal reicht es einem zu Erzaehlen,dann wissen es schon alle. Und ausserdem konnte ein Wagen jemanden folgen und uberholen ohne dass man das merkt,und sich genau auf seiner Trajektorie zu stellen..
Aber mir gefaellt auch nicht die Idee,das vielleicht jemand da drinnen gerade krank oder verletzt ist,und man einfach weiter faehrt.In der Wuste handelt man niemals egoistisch- wenn man dazu nicht gezwungen ist.
Das beste waere,aber man muss zumindest zwei oder mehr sein,einmal rundum fahren,einem von der Gruppe zum Wagen schicken,waehrend die andere sichereitshalber Abstand behalten.
Attacken,Entfuhrungen,Uberfall..sind normalerweise vielmehr kritisch und uberraschend...und Rauber kennen die Wuste,und sie wurden niemals jemand die chance geben,einfach weg zu fahren (wie man in disen Faelle eigentlich machen koennte.)
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martinaustirol
- Beiträge: 64
- Registriert: Fr 11. Dez 2009, 18:42
Re: Unbekanntes Fahrzeug - wie reagiert man richtig?
Hoi,
wir haben in den letzten 20 Jahren vielleicht 100 wirklich nette und teilweise auch lästige Bekanntschaften in einsamen Situationen gemacht, in denen wir in mehrerlei Hinischt komplett unterlegen gewesen sind. Sozusagen waffentechnisch, Personenmäßig, ortskenntnissbezogen, Überaschungseffekt, usw...
Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwelche bösen Gesellen eine "Falle" mit einem Auto stellen, die brauchen einfach nur abends zugreifen, ist viel einfacher...
Nebenbei möchte ich noch von einer Situation in Bulgarien vor knapp 20 Jahren berichten. Spätabends an einer 3 spurigen "Haupteingangsstrasse zu Sofia". Nur wenige Strassenlaternen funktionieren. Von den drei Rcihtugnsfahrbahnen ist eine halbwegs befahrbar, die anderen sind zugemüllt oder mit Autowracks versehen. Nach einem abzockerischen Grnezübergang von Rumänien und in jungen Jahren sind wir abends etwas angespannt, weil wir keinen vertrauenserweckenden Schlafplatz unterwegs mit einem alten Campinglieferwagen gefunden haben.....und dann Reifenpanne.
MIt Vollgas gearbeitet, immer wieder die dunkle Umgebung gescannt, auf einmal steht ein etwas abgerissen wirkender Mann neben mir und redet. Ich verstehe nix. Dann geht er wieder. Ich VOLLGAS beim Arbeiten, auf einmal steht er wieder neben mir und leuchtet mit einer Taschenlampe ins Auto. Dort meine hübsche Holde....
Ich lenke ihn ab, er soll mir helfen, aber er winkt ab. Er blickt sich immer wieder suchend um, ich sehe mich schon ausgeraubt.
Irgendwann mal zeigt er mir seinen Revolver, spricht beruhigend auf mich ein, ich versteh so irgendwie: Kein Problem, wir haben eine Waffe.....
In Windeseile waren wir fertig, eine kleines Geschenk wechselt den Besitzer, und wir düsen davon. MIr ist jetzt noch mulmig....
wir haben in den letzten 20 Jahren vielleicht 100 wirklich nette und teilweise auch lästige Bekanntschaften in einsamen Situationen gemacht, in denen wir in mehrerlei Hinischt komplett unterlegen gewesen sind. Sozusagen waffentechnisch, Personenmäßig, ortskenntnissbezogen, Überaschungseffekt, usw...
Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwelche bösen Gesellen eine "Falle" mit einem Auto stellen, die brauchen einfach nur abends zugreifen, ist viel einfacher...
Nebenbei möchte ich noch von einer Situation in Bulgarien vor knapp 20 Jahren berichten. Spätabends an einer 3 spurigen "Haupteingangsstrasse zu Sofia". Nur wenige Strassenlaternen funktionieren. Von den drei Rcihtugnsfahrbahnen ist eine halbwegs befahrbar, die anderen sind zugemüllt oder mit Autowracks versehen. Nach einem abzockerischen Grnezübergang von Rumänien und in jungen Jahren sind wir abends etwas angespannt, weil wir keinen vertrauenserweckenden Schlafplatz unterwegs mit einem alten Campinglieferwagen gefunden haben.....und dann Reifenpanne.
MIt Vollgas gearbeitet, immer wieder die dunkle Umgebung gescannt, auf einmal steht ein etwas abgerissen wirkender Mann neben mir und redet. Ich verstehe nix. Dann geht er wieder. Ich VOLLGAS beim Arbeiten, auf einmal steht er wieder neben mir und leuchtet mit einer Taschenlampe ins Auto. Dort meine hübsche Holde....
Ich lenke ihn ab, er soll mir helfen, aber er winkt ab. Er blickt sich immer wieder suchend um, ich sehe mich schon ausgeraubt.
Irgendwann mal zeigt er mir seinen Revolver, spricht beruhigend auf mich ein, ich versteh so irgendwie: Kein Problem, wir haben eine Waffe.....
In Windeseile waren wir fertig, eine kleines Geschenk wechselt den Besitzer, und wir düsen davon. MIr ist jetzt noch mulmig....
Re: Unbekanntes Fahrzeug - wie reagiert man richtig?
Hallo Carlo
Hast Du schon mal schlechte Erfahrungen in Algerien gemacht?
Wir haben die letzten Jahre immer nur gute Erfahrungen in Algerien gemacht und würden jederzeit wieder runterfahren.
Im Moment nicht gerade in den Süden.
Gruss Turi
Warum?In Algerien wäre ich sicher misstrauischer als z. B. in der Türkei oder im Oman.
Hast Du schon mal schlechte Erfahrungen in Algerien gemacht?
Wir haben die letzten Jahre immer nur gute Erfahrungen in Algerien gemacht und würden jederzeit wieder runterfahren.
Im Moment nicht gerade in den Süden.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Re: Unbekanntes Fahrzeug - wie reagiert man richtig?
Hallo Turi,
aus meiner nicht allzulange Erfahrung denke ich dass der Norden Algeriens viel gefahrlicher und weniger befahrbar ist als der Suden . . .
aus meiner nicht allzulange Erfahrung denke ich dass der Norden Algeriens viel gefahrlicher und weniger befahrbar ist als der Suden . . .
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Kuno
- Beiträge: 9586
- Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
- Wohnort: Dort wo andere Ferien machen.
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Re: Unbekanntes Fahrzeug - wie reagiert man richtig?
Es ist zwar schon ein etwas aelteres Thema, aber an der Aktualitaet hat es wohl nichts verloren. Vielleicht haben auch noch andere hier im Forum eine Idee, wie man sich in so einer Situation am besten verhaelt?
Es geht aber nicht darum, zu erlaeutern, wie sicher bzw. unsicher die eine oder andere Ecke in der Sahara ist - interessant ist eher eine grundsaetzliche Betrachtung der Situation.
Es geht aber nicht darum, zu erlaeutern, wie sicher bzw. unsicher die eine oder andere Ecke in der Sahara ist - interessant ist eher eine grundsaetzliche Betrachtung der Situation.




