TV-Hinweise Juni 2008

Termine und Hinweise zu Kulturveranstaltungen, Festivals, Vorträgen u.ä.

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Götz Krieger
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TV-Hinweise Juni 2008

Beitrag von Götz Krieger »

Montag, 2. Juni
06.15-07.00 Phoenix
Inselfieber: Salam Aleikum Sansibar
Ein Film von Thomas Seekamp, Jens Fintelmann, ZDF/2000

22.00-23.15 WDR
Das Messer zwischen den Zähnen - Ein Traum vom Fußball
Sie sind sechs, zehn oder fünfzehn Jahre alt und träumen von einer Fußballkarriere bei Real, Inter oder Arsenal. Einer von ihnen ist Alfred Mapoka. Seit seinem fünften Lebensjahr kickt er auf den Hartplätzen Kameruns, einer Wiege des afrikanischen Fußballs. Dort hat ihn der italienische Fußballtrainer Stefano Cusin entdeckt. Der Coach aus der Toskana, der auch eine Fußballschule in Kamerun leitet, war begeistert vom Talent des 19-Jährigen. Er nahm Alfred in seine Obhut, trainierte ihn und brachte ihm die Technik des italienischen Fußballs bei. Überzeugt, in Alfred Mapoka einen zweiten Zinedine Zidane entdeckt zu haben, nahm Stefano Cusin mit nach Italien.
Mit dem Eintritt in den europäischen Fußball beginnt auch die Desillusion. Alfred Mapoka gerät in die Mühle des gelddominierten Fußballbusiness, Manager und Spielerbeobachter versprechen ihm viel und halten wenig. Sein Weg zu den großen Stadien Europas gerät mehr und mehr zu einer Irrfahrt durch die Reviere von Beutelschneidern und Geschäftemachern, die durch das Verhökern von Spielern ihr Geld verdienen. In diesem Poker sucht Alfred Mapoka sich zu behaupten. Wie im Spiel - so sein Coach - müsse Alfred das Messer zwischen den Zähnen haben. Über zwölf Monate hinweg verfolgt der Film das Debüt des jungen Kameruners im europäischen Fußball. die story "Das Messer zwischen den Zähnen" ist auch die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen Alfred und seinem Trainer, einer Freundschaft, die ihn vor dem Schlimmsten zu bewahren scheint.

Donnerstag, 5. Juni
12.45-13.00 3sat
Von Falken, Festen, Fantasien - Tunesien im Frühjahr
Ein Film von Christina Merziger
Ende Februar, Anfang März bricht in Tunesien der Frühling aus. In dieser Zeit, in der noch nicht viele Touristen das Land besuchen, gibt es angenehme Tagestemperaturen um die 20 Grad und ein unbeschreibliches Blütenmeer, vor allem an der Ostküste. Christina Merziger lädt zu einer Entdeckungsreise durch Tunesien ein. Sie führt unter anderem auf die Halbinsel Cap Bon, nach Hammamet, dem bekanntesten Tourismuszentrum Tunesiens, und nach Sousse, der "Perle des Sahel".

Freitag, 6. Juni
09.55-10.50 Arte
Verschleppt und Weggeworfen. Ein Sklave in Westafrika
Nnayanelugo Ozoenyi ist 16 Jahre alt, als er in seiner Heimatstadt in Nigeria von Unbekannten entführt und in ein Arbeitslager in Niger verschleppt wird. Nach zwei Jahren wird er eines Nachts - krank, halbverhungert und zu schwach zum Arbeiten - am Rande einer fremden Stadt von der Ladefläche eines Lkw gekippt und seinem Schicksal überlassen.
Die folgenden Monate werden zu einem noch schlimmeren Albtraum als die Zeit, die hinter ihm liegt. Nnayanelugo lebt auf der Straße. Er ist zerlumpt, er bettelt, stiehlt und verdingt sich als Tagelöhner, bis es ihm mit Hilfe eines Landsmannes gelingt, in sein Heimatdorf zurückzukehren. Doch ist er dort nie wirklich angekommen. Er spricht nicht, reagiert nicht auf Fragen und starrt nur ins Leere. Für seine Familie wie für die Bewohner des Dorfes steht Nnayanelugo unter dem Bann eines bösen Zaubers, der sowohl für die Entführung wie für Nnayanelugos Zustand nach der Rückkehr verantwortlich ist. Deshalb entschließt sich sein älterer Bruder Kenneth, zusammen mit Nnayanelugo nach Niger zu fahren. Nur dort kann der Fluch gebrochen werden, indem die beiden das Lager aufspüren und die Verantwortlichen, wenn irgend möglich, zur Rechenschaft ziehen. Die Dokumentation erzählt die Geschichte dieser Reise in die traumatische Vergangenheit eines ehemaligen Sklaven und in die teils unbekannte Welt der modernen Sklaverei.

10.50-11.50 Arte
Mein eigener Herr - Die Geschichte der Mende Nazer
Vor etwa 25 Jahren wird Mende Nazer in einem südsudanesischen Dorf geboren. Als sie zwölf Jahre alt ist, so steht es in ihrer Autobiografie, überfallen Sklavenhändler das Dorf. Sie wird vergewaltigt, misshandelt und an eine wohlhabende Familie in Khartum verkauft. Dort bleibt sie acht Jahre, eingeschlossen als Haussklavin. Ihre eigene Familie glaubt, die Tochter sei von den Sklavenhändlern ermordet worden. Doch Mende Nazer arbeitet, 18 Stunden am Tag, ohne Bezahlung, ohne freie Tage. Sie lebt wie ein Tier.
Im Jahr 2000 schickt sie ihr Sklavenhalter plötzlich mit falschen Papieren nach Europa, um dort für seine Schwester zu arbeiten. Sie ist die Frau eines Diplomaten, der in der sudanesischen Botschaft in London arbeitet. Doch selbst in Europa ändert sich nichts für Mende Nazer. Sie ist weiterhin Sklavin, lebt eingeschlossen in einem schönen Haus in London, verängstigt in der fremden Umgebung. Durch einen Zufall entdeckt sie einen Sudanesen auf der Straße, der ihr hilft, zu fliehen und unterzutauchen.
Mende Nazer beginnt ihren Kampf um Asyl. Und sie lernt, zu leben. Beinahe ihr ganzes Leben lang war sie Sklavin. Sie hat keine Schulbildung und weiß vieles nicht, was für die meisten Menschen selbstverständlich ist. Mende Nazer muss erst lernen, frei zu sein. Für sie ist jedes kleine Ereignis ein Abenteuer. Doch noch gibt es kein Happy End. Der sudanesische Diplomat wehrt sich vor Gericht. Er sagt, Mendes Geschichte sei eine Lüge. Sie sei eine ordentlich bezahlte Hausangestellte gewesen und niemand hätte sie gefangen gehalten. Mende Nazar muss für ihr Recht kämpfen. Doch ihr größtes Abenteuer wird die Rückkehr zu ihrer Familie in die Nuba-Berge im Sudan.

Sonntag, 8. Juni
16.25-16.55 WDR
tag7: Der afrikanische Pelé
Nii Lamptey ist eine Legende des Weltfußballs. In seiner Heimat Ghana nennen sie ihn nur den "afrikanischen Pelé". Im Alter von 16 Jahren führte der kleine Lamptey seine Mannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft der Junioren 1991 völlig überraschend zum Titelgewinn. Ghanas Sensationssieg war die erste WM-Trophäe überhaupt, die eine Fußballmannschaft aus Afrika gewinnen konnte - und Nii Lamptey war der alles überragende Spieler.
Über Nacht wurde der kleine Ghanaer zum Nationalhelden, zur heißesten Ware des Weltfußballs. In einem wahren Goldrausch jagten Talentscouts das Wunderkind des Fußballs. Als die brasilianische Fußball-Legende Pelé erklärte, das Jahrhunderttalent Lamptey werde einmal in seine Fußstapfen treten und zum besten Fußballer der Welt heranreifen, schmuggelte ein europäischer Spitzenclub den Minderjährigen illegal aus Afrika heraus und nahm ihn unter Vertrag. Man versprach ihm in Europa großen Ruhm - und großes Geld.
Was ist aus dem "afrikanischen Pelé" geworden? Regisseur Christoph Weber erzählt die bewegende Lebensgeschichte des ehemaligen Wunderkindes des Fußballs: von großen Hoffnungen und zerplatzen Illusionen, von finsteren Machenschaften und privaten Schicksalsschlägen, von tiefer Einsamkeit und der unstillbaren Sehnsucht nach Afrika - vor allem aber von einem Menschen, der den unbändigen Willen hat, immer wieder aufzustehen.

19.45-20.00 Br-Alpha
Île Saint-Louis, Stadt der Frauen (Senegal)

Dienstag, 10. Juni
18.00-19.00 Arte
WunderWelten: Kenia - Abitur, aber arm
Eine Dokumentation, Dänemark 2006, ARTE F, Synchronfassung
Stellah ist 20 Jahre alt. Die hübsche junge Frau träumt davon, Flugbegleiterin zu werden. Ihr Klassenkamerad Thomas würde gern Medizin studieren. Beide leben in Pumwani, einem Slum am Stadtrand der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Die meisten Menschen hier müssen mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. Viele sind HIV-infiziert; Drogen, Gewalt und Prostitution stehen auf der Tagesordnung.
Die Dokumentation begleitet Stellah und Thomas bei ihren Abschlussprüfungen. Die Kamera filmt sie im Prüfungsraum, am Tag danach und bei der Abiturfeier. Die Jugendlichen sind mit Prüfungen, Freunden, Partys und Plänen beschäftigt - trotzdem ist ihre Zukunft aufgrund der Armut beinahe aussichtslos.
Sechs Monate nach der Abschlussprüfung haben weder Stellah noch Thomas ihre Abschlussurkunden. Um diese zu bekommen, müssen sie erst die Schulden begleichen, die durch die hohen Schulgebühren entstandenen sind.
Stellah lebt bei ihren Eltern. Sie verbringt ihre Tage damit, im Haushalt zu helfen und fernzusehen. Die Familie weiß nicht, wie sie das Geld für Stellahs Zeugnis, geschweige denn für die Finanzierung ihres Collegebesuchs beschaffen soll. Stellah hofft auf einen Sponsor.
Wegen der zu hohen Kosten musste Thomas seinen Wunsch, Arzt zu werden, aufgeben. Jetzt hat er einen Gemüseladen eröffnet und verkauft seinen Nachbarn Spinat, Tomaten und Zwiebeln. Er möchte hart arbeiten, denn er hat Angst, wie viele andere, die hier im Slum leben straffällig zu werden.

21.00-23.00 Arte
Themenabend: Menschenhandel - Ein weltweites Verbrechen
Es ist kaum zu glauben, aber weil sie die ganze, ungekürzte und umfassende Geschichte der Sklaverei aufrollen und erzählen wollten, wurden französische Historiker vor kurzem an den Pranger gestellt. Doch die Fakten lassen sich nicht einfach von der Hand weisen und wegdiskutieren. Tatsächlich war der innerafrikanische Handel mit Menschen mindestens ebenso verbreitet wie der von den Europäern organisierte Sklavenhandel von Afrika in überseeische Kolonien. Jahrhunderte lang wurden Sklaven aus Schwarzafrika in den Orient verkauft. Die Sklaverei ist eine zähe Tradition, die sich beispielsweise in Mauretanien bis heute gehalten hat.
Der Themenabend will die grausame Tatsache des Sklavenhandels, den die Europäer nach Amerika organisierten, nicht relativieren. Aber er will auch andere, "tabuisierte" Formen des Menschenhandels und der Sklaverei benennen. Neben einer Dokumentation über die Jahrtausendealte Tradition der Sklaverei in Mauretanien ist ein Beitrag über den noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts betriebenen innerafrikanischen Menschenhandel zu sehen. Den Abschluss des Themenabends bildet eine Gesprächsrunde, moderiert von Daniel Leconte.

21.00-21.45 Arte
Die letzten Sklaven
Eine Dokumentation, Frankreich 2008, Erstausstrahlung
Die Islamische Republik Mauretanien, im August 2007: Der neue Präsident der Republik, Sidi Mohamed Ould Cheick Abdallahi, verabschiedet ein Gesetz, das Sklaverei unter Strafe stellt. Bereits zum vierten Mal wird in Mauretanien offiziell die Haltung von Sklaven "abgeschafft". Daraus lässt sich im Umkehrschluss leider folgern, dass die Sklaverei in diesem Land der Sahelzone zwischen Maghreb und Schwarzafrika bis vor knapp einem Jahr noch toleriert wurde.
In Mauretanien gehört die Sklaverei zum System. Eine Jahrtausend alte Tradition will, dass jeder Mensch hier als "Herr" oder "Sklave" zur Welt kommt. Weder Gesetz noch Staat konnten diesen Brauch bisher unterbinden. Die Sklaven gehören zu Haus und Gut ihres Herrn. Sie erledigen die niedrigen Arbeiten, während ihre Herren Schöngeister, Geschäftsleute, Beamte und Intellektuelle sind. Auf diesem althergebrachten System baut die gesamte mauretanische Gesellschaft auf, sowohl in der "maurischen", Arabisch sprechenden als auch in der schwarzafrikanischen Gemeinschaft. Um einen Aufstand der Sklaven zu vermeiden, werden diese von ihren Herren mit religiösen Argumenten eingeschüchtert: Wer flieht, kommt in die Hölle!
Biram, Boubacar, Aminetou, Mohammed Lémine und Messaoud stammen aus beiden Lagern, Sklaven und Herren. Sie haben jetzt den Mut aufgebracht, sich dem System zu verweigern. Ihr Ziel besteht darin, das Land von der Geißel der Sklaverei zu befreien, von diesem "Krebsgeschwür, das die mauretanische Gesellschaft zerfrisst". Auf ihnen ruht die Hoffnung, dass in Mauretanien die Sklaverei bald wirklich der Vergangenheit angehört.

21.45-22.30 Arte
Sklaven für den Orient
Eine Dokumentation, Frankreich 2008, Erstausstrahlung
Jeder weiß Bescheid über den von den Europäern organisierten Sklavenhandel von Afrika nach Amerika und über die elf Millionen Afrikaner, die unter schlimmsten Bedingungen wie Vieh auf Sklavenschiffen verfrachtet wurden. Dieser Menschenhandel ist heute Gegenstand einer aktiven Vergangenheitsbewältigung. Weniger bekannt ist jedoch der Verkauf von Sklaven aus Schwarzafrika in den Orient und die arabisch-muslimische Welt. Schätzungen zufolge wurden im Laufe von 14 Jahrhunderten insgesamt 17 Millionen Afrikaner als Sklaven in muslimische Länder verkauft. Außerdem befasst sich die Dokumentation mit dem der Öffentlichkeit noch weniger bekannten innerafrikanischen Menschenhandel, den afrikanische Königreiche Jahrhunderte lang betrieben - lange bevor die Europäer die afrikanischen Küsten für sich entdeckten. Außerdem zeigt sie, veranschaulicht durch bisher unveröffentlichte Fotos, dass der Sklavenhandel in der muslimischen Welt und Schwarzafrika bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts weiterblühte.
Wie wurden die Sklaven gefangen genommen? Welche Arbeiten mussten sie verrichten? Diese und andere Fragen beantworten die Experten Salah Trabelsi, Ibrahima Thioub, Henri Medard und Mohamed Ennaji. Die arabischen und afrikanischen Historiker erläutern, warum die Geschichte des Sklavenhandels in der afrikanischen und muslimischen wie in der westlichen Welt ein heikles Thema ist und bleibt. Dahinter stehen diverse Ängste: Angst davor, den Sklavenhandel nach Amerika zu banalisieren, Rachegedanken zu schüren und des Rassismus oder der Kolonisierung beschuldigt zu werden - alles Gründe, die einer Vergangenheitsbewältigung heute noch im Wege stehen.

22.30-23.00 Arte
Gesprächsrunde
Eine Diskussion, Frankreich 2008, ARTE F, Erstausstrahlung

Mittwoch, 11. Juni
02.45-03.30 Phoenix
Wenn Weiden zu Wüsten werden: Die Sahara im Nord-Sudan
Ein Film von Wolfram Schiebener, WDR/2003

03.30-04.15 Phoenix
Wenn Weiden zu Wüsten werden: Das Kaokoveld in Namibia
Ein Film von Wolfram Schiebener, WDR/2003

04.15-05.00 Phoenix
Wenn Weiden zu Wüsten werden: Von der Sahara in die Namib
Ein Film von Wolfram Schiebener, WDR/2003

14.30-15.00 3sat
Thalassa (22/39): Der Taucher von Dakar
Eine Reportage von Christophe Rouvi
Benannt nach der Meeresgöttin Thalassa aus der griechischen Mythologie beschäftigt sich die mehrteiligen Serie mit Themen rund um das Meer. Das Spektrum erstreckt sich über Tiere, Wirtschaft, Politik bis hin zur Geografie.
Im Mittelpunkt dieser Folge steht eine unbestechliche Persönlichkeit: der Taucher Haidar el Ali. Sein Name steht im Senegal für Umweltschutz und den Beginn einer ökologischen Bewegung. Dank seiner Initiative wurden bisher fünf Schutzgebiete entlang der Küste eingerichtet.

18.00-19.00 Arte
WunderWelten: Angola - Überleben in Luanda
Eine Dokumentation, Portugal 2007, ARTE F, Synchronfassung, Erstausstrahlung
Der südwestafrikanische Staat Angola ist seit über 30 Jahren unabhängig und seit 2002 herrscht Frieden im Land. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Bevölkerungszahl in der Hauptstadt Luanda explosionsartig gestiegen, heute leben hier etwa fünf Millionen Menschen. Durch den langen Bürgerkrieg hat die Stadt sehr gelitten: Das Stadtbild prägen die verfallenen Bauten der einstigen portugiesischen Kolonialherren und die Wellblechhütten der Slums.
Die am Meer gelegene Stadt, die über den wichtigsten Hafen des Landes, einen Fischerei- und Erdölhafen, verfügt, leidet stark unter der Umweltverschmutzung und den Abgasen: Die überbevölkerte Stadt erstickt bei Hitze geradezu im Smog der alten Autos. Die Armut treibt Händler, die alles Mögliche verkaufen, auf die maroden Straßen.
Dennoch verändert Angola ständig sein Gesicht, auch deshalb, weil hier Menschen aus allen Provinzen aufeinandertreffen. Wie leben sie in der afrikanischen Megacity, die derzeit ihren Weg zwischen Vergangenheit und Moderne sucht? Zehn junge Menschen aus Angola zeigen ihr ganz persönliches Luanda. Ihr größter Wunsch für die Zukunft ist es, etwas zu lernen, um eines Tages einen besseren Job zu bekommen.

Donnerstag, 12. Juni
01.05-01.50 MDR
EineWeltBilder: Angola

09.55-10.50 Arte
Soweto - Vorwärts immer
Eine Dokumentation, Südafrika 2006, ZDF, Synchronfassung
Wer sich heute in Johannesburg umschaut, kann kaum glauben, dass diese Stadt früher nur den Weißen vorbehalten war. Fast alles in der südafrikanischen Metropole hat sich verändert. Fragt man die Leute heute, wann das rassistische System ins Kippen kam, antworten die meisten: "1976, als die Schüler in Soweto auf die Straßen gingen, um das Apartheidsregime herauszufordern." Erst jetzt, rund 30 Jahre später, findet der Schüleraufstand seinen angemessenen Platz in der offiziellen südafrikanischen Geschichtsschreibung.
Heute gilt der 16. Juni 1976 als einer der großen Momente im südafrikanischen Freiheitskampf. Aber was bedeutet dieser Tag noch für die Menschen in Soweto selbst?
Filmemacher Vuyani Sondlo, selbst im Township Soweto geboren, lebt jetzt in Boomtown Johannesburg. Für seine filmische Spurensuche ist er an den Ort zurückgekehrt, wo alles anfing.

10.50-11.50 Arte
Tsietsi - Mein Held
Ein Dokumentarfilm, Südafrika 2006, ZDF, Synchronfassung
"Tsietsi - Mein Held" erzählt die Geschichte von Tsietsi Mashinini, dem Führer des Schüler- und Studentenaufstandes, der im Juni 1976 das Leben in Soweto zum Stillstand brachte und zum Meilenstein im Kampf gegen das Apartheidsregime wurde. Tsietsi Mashinini war nicht nur mutig und entschlossen, sondern auch überaus charismatisch und sprachgewandt. Schnell wurde er zum Symbol der "Black Consciousness Movement". Weil er im ganzen Land gesucht wurde, musste er 1976 ins Exil gehen. Er starb schließlich unter mysteriösen Umständen und konnte selbst nie die Früchte der Freiheit in seiner Heimat genießen.
Der Dokumentarfilm berichtet von den zentralen Momenten, die Tsietsi Mashinini zum Aufstand am 16. Juni 1976 führten und enthüllt die politischen und privaten Ereignisse, die sein Leben nach der Hochzeit mit der liberianischen Schönheitskönigin Welma Campbell bestimmten. Dieser Schritt, bei dem er wohl zum ersten Mal in seinem Leben nur an sein ganz privates Glück dachte, sollte fatale Konsequenzen haben. Bei seinen Freunden in Ungnade gefallen, entglitt ihm auch bald sein persönliches Leben. Tsietsi Mashinini starb verlassen in Conakry, Guinea.
Als Tsietsi Mashinini in ihr Leben tritt, ist die südafrikanische Dokumentarfilmerin Portia Rankoane zwölf Jahre alt und geht in Soweto zur Schule. Bald wird er für sie zum Idol. Doch wer war ihr Held wirklich? Was ist aus ihm geworden und warum haben ihn so viele ihrer Landsleute einfach vergessen?
Fast 30 Jahre nach dem Aufstand beginnt Portia Rankoane mit ihrer Recherche, spricht mit Familienangehörigen Tsietsi Mashininis, seinen Freunden, seinen ehemaligen politischen Mitstreitern und sichtet zahlreiches Archivmaterial. Stück für Stück setzt sie das Bild eines jungen Menschen zusammen und zeigt, was geschah, als er ins westafrikanische Exil ging.
Portia Rankoane arbeitet als Dokumentarfilmerin, Schriftstellerin und Fotografin. In ihrem Dokumentarfilm "A Red Ribbon Around My House" ("Pinkys Kampf") aus dem Jahr 2001 zeichnete sie das Porträt einer HIV-positiven Mutter und ihrer Tochter, die beide auf sehr unterschiedliche Weise mit der Krankheit umgehen. Der Film gewann den Silver Dhow Special Jury Prize beim Zanzibar International Film Festival 2002, wurde als "Best Documentary" beim International Film Festival 2003 in Simbabwe ausgezeichnet und erhielt eine "besondere Erwähnung" bei der Fespaco 2003 in Burkina Faso. Portia Rankoane veröffentlichte den Gedichtband "Moment of Truth" (1988) und Kurzgeschichten unter dem Titel "Like House on Fire".

23.40-00.40 Arte
Paris - Berlin - Die Debatte: Menschenrechte
Eine Diskussion, Frankreich 2008, ARTE, Erstausstrahlung
Die Bestimmungen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, beispielsweise Artikel 4 - "Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden" - oder Artikel 5 - " Niemand darf der Folter unterworfen werden" - wagt wohl kaum jemand in Frage zu stellen. Und dennoch steht auch im Jubiläumsjahr auf diesem Gebiet nicht immer alles zum Besten. Die bevorstehenden Olympischen Spiele erinnern täglich daran, dass die Menschenrechtsfrage nicht nur ein zentrales geschichtliches Thema ist, sondern auch im Mittelpunkt des aktuellen Geschehens steht.
"Paris-Berlin" lädt zur Diskussion über verschiedene Aspekte ein: Wie weit darf man gehen, um die Menschenrechte zu verteidigen? Dienen sie nicht mitunter westlichen Regierungen als "Waffe" bei Konflikten in allen Ecken des Erdballs? Sind die Amerikaner im Irak einmarschiert, um das Volk von der Tyrannei zu befreien und seine Menschenrechte zu sichern? Warum sind sich die "großen Demokratien" so sicher, eine allgemeingültige Wahrheit zu verkünden, während andere Völker die Menschenrechte als westliche Werte betrachten? Werden die Menschenrechte wirklich überall auf der Welt gleich interpretiert, sei es nun in Frankreich, Deutschland, China oder Indien?
Können und müssen diese Rechte überall durchgesetzt werden? Letztere Frage wird meist nur von Menschen mit extremistischer Einstellung gestellt. Und in der Tat ist es unmöglich vorstellbar, dass die oben zitierten Artikel irgendwo auf der Welt keine Gültigkeit haben sollten. Andererseits liegt vielleicht der abstrakte, universelle und zeitlose Menschenbegriff manchen Kulturen fern?
Eine weitere Frage ist, ob und wie diese Rechte sich verändern und angepasst werden können. Sollte der Text heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, überarbeitet werden, um neuen Gegebenheiten wie der wirtschaftlichen Globalisierung oder der Migrations- und Umweltproblematik Rechnung zu tragen? Diese und andere Themen kommen in "Paris-Berlin" zur Sprache.
Die Talk-Sendung "Paris - Berlin" greift regelmäßig ein Thema auf, das in Deutschland und Frankreich die Kulturwelt bewegt. Die Diskussion findet abwechselnd an einem emblematischen Ort in der französischen und deutschen Metropole statt. Der "Blick ins Nachbarland", der ARTE-typische "regard croisé", erlaubt die aktuellen Kontroversen neu aufzumischen und frischen Wind in brisante "Feuilletonthemen" zu bringen oder auch ein neues heißes Thema aufzuspüren. "Paris - Berlin" möchte überraschen und neugierig machen auf alles, was kulturell aufregt.

Freitag, 13. Juni
09.20-09.50 WDR
tag7 - Der afrikanische Pelé
Nii Lamptey ist eine Legende des Weltfußballs. In seiner Heimat Ghana nennen sie ihn nur den "afrikanischen Pelé". Im Alter von 16 Jahren führte der kleine Lamptey seine Mannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft der Junioren 1991 völlig überraschend zum Titelgewinn. Ghanas Sensationssieg war die erste WM-Trophäe überhaupt, die eine Fußballmannschaft aus Afrika gewinnen konnte - und Nii Lamptey war der alles überragende Spieler.
Über Nacht wurde der kleine Ghanaer zum Nationalhelden, zur heißesten Ware des Weltfußballs. In einem wahren Goldrausch jagten Talentscouts das Wunderkind des Fußballs. Als die brasilianische Fußball-Legende Pelé erklärte, das Jahrhunderttalent Lamptey werde einmal in seine Fußstapfen treten und zum besten Fußballer der Welt heranreifen, schmuggelte ein europäischer Spitzenclub den Minderjährigen illegal aus Afrika heraus und nahm ihn unter Vertrag. Man versprach ihm in Europa großen Ruhm - und großes Geld.
Was ist aus dem "afrikanischen Pelé" geworden? Regisseur Christoph Weber erzählt die bewegende Lebensgeschichte des ehemaligen Wunderkindes des Fußballs: von großen Hoffnungen und zerplatzen Illusionen, von finsteren Machenschaften und privaten Schicksalsschlägen, von tiefer Einsamkeit und der unstillbaren Sehnsucht nach Afrika - vor allem aber von einem Menschen, der den unbändigen Willen hat, immer wieder aufzustehen. (Wh. vom 08.06.2008)
Kuno
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Re: TV-Hinweise Juni 2008

Beitrag von Kuno »

"21.45-22.30 Arte
Sklaven für den Orient
Eine Dokumentation, Frankreich 2008, Erstausstrahlung
"

...wird eigentlich höchste Zeit, dass das Thema auch einmal in diesen Winkel beleuchtet wird!
Alexander
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Re: TV-Hinweise Juni 2008

Beitrag von Alexander »

01.06.2008
ARTE 09:15-09:45 Wo Du herkommst ... Uganda, Von Mark Galloway. Wiederholung: 07.06., 09:15.
3sat 15:00-16:00 Die Maya - Mythos und Wirklichkeit (3), Von Klaus Dexel.
ZDF 19:30-20:15 ZDF Expedition, Troja ist überall - Der Siegeszug der Archäologie. Das Wunder am Indus. Von Christopher Gerisch.
PHOENIX 20:15-21:00 Ramses III - Der letzte große Pharao. Von Jonathan Hassid. Wiederholung: 02.06., 19:15.
ARTE 20:15-20:40 Kunst und Mythos ( 8 ) : Firstskulptur bei den Kanaken, Von Frédéric Ramade. Wiederholung: 04.06., 11:25, 07.06., 02:20., 14.06., 04:30, 15.06., 02:25.
ARTE 20:40-23:30 Themenabend: Wege in die Freiheit, Zum 160. Jahrestag des Endes der Sklaverei in den französischen Kolonien.
ARTE 22:15-23:30 Von Ketten befreit. Dokumentation von Philippe Labrune über die unvorstellbar grausamen Lebensbedingungen der Sklaven auf den Antillen. Wiederholung: 11.06., 01:25.

02.06.2008
Hessen 00:55-02:20 Der Dokumentarfilm. Irak - Mein fremdes Land. Von Laura Poitras. Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms steht der irakische Arzt Dr. Riyadh, der in den Auseinandersetzungen um die ersten freien Wahlen im Irak im Januar 2005 den quälenden Konflikt zwischen religiöser Überzeugung und demokratischen Idealen nach westlichem Vorbild erlebt.
BAYERN 01:15-01:20 Planet Erde: Dubai
PHOENIX 06:15-07:00 Inselfieber. Salam Aleikum Sansibar. Von Thomas Seekampf und Jens Fintelmann.
Hessen 13:30-14:15 Brunei - Zwischen Tradition und Moderne, Von Ingeborg Koch-Haag.
3sat 14:00-15:30, Sulawesi - Die Regenwaldinsel, 1. Bergland und Seen. / 2. Tiefland und Korallenmeer. Von Walter Sigl.
ARD 21:00-21:45 Todesangst in Tibet - unterwegs in einem geknebelten Land, Von Jezza Neumann und Tash Despa. Wiederholung: 03.06., 04:05. Die verdeckt gedrehte Reportage zeigt Despas geheime Treffen mit Folteropfern, Zwangssterilisierten und Zwangsumgesiedelten. Sie belegt, warum die Geduld so vieler Tibeter mit den Machthabern in Peking am Ende ist. Warum für Menschen wie Tash Despa die olympische Fackel zum Blitzableiter geworden ist für ihre über Jahrzehnte angestaute Wut über die Lage in Tibet.

03.06.2008
Hessen 14:15-15:00 Am Wasserloch der fliegenden Hühner, Günther Henel und Eberhard Weiß berichten aus Ägypten.
BAYERN alpha 17:00-17:30 alpha-Campus, Ein unmöglicher Dialog. Versuch einer israelisch-palästinensischen Begegnung. 60 Jahre Israel. Wiederholung: 07.06., 11:45.
SW III 23:30-00:00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit, Naturwunder in der Türkei. Der Nationalpark Göreme und Hierapolis-Pamukkale. Von Gabi Reich.

04.06.2008
wdr 00:05-01:00 Claude Chalhoub - Singing on the Violin, Porträt des libanesischen Künstlers mit Konzertausschnitten.
wdr 15:00-16:00 Planet Wissen: Die Erde - Von Platten, Beben und Vulkanen, Wiederholung: 05.06., 08:20. Auch: 05.06., 14:15, rbb.
NDR 20:15-21:00 Expeditionen ins Tierreich, Afrika - Die große Wanderung. Von John Downer. Wiederholung: 05.06., 11:30.
PHOENIX 21:00-21:45 Die Schattenarmee der USA im Irak. Von Ashwin Raman.
05.06.2008
PHOENIX 03:45-04:30 Schliemanns Erben. Die Botschaft der versunkenen Städte. Gisela Graichen und Peter Prestel beobachten die Suche nach dem sagenhaften Kupferland Makan in Oman.
PHOENIX 04:30-05:15 Schliemanns Erben. Der Herr der eisigen Höhen. Von Gisela Graichen und Dietrich von Ruffer besuchen das Kali-Gandaki-Tal im südlichen Teil der Provinz Mustang kurz vor der chinesisch-nepalesischen Grenze.
PHOENIX 05:15-06:00 Schliemanns Erben. Die Goldstraße der Inka. Von Gisela Graichen und Michael Tauchert.
PHOENIX 06:45-07:30 Schliemanns Erben. Karthagos geheime Kolonien. Von Gisela Graichen und Peter Prestel.
3sat 12:45-13:00 Von Falken, Festen, Fantasien - Tunesien im Frühjahr, Film von Christina Merziger.

06.06.2008
BAYERN alpha 01:00-02:45 Bahnorama: Der Orient Express
ARTE 09:55-10:50 Verschleppt und weggeworfen, Ein Sklave in Westafrika. Von Monika Hielscher und Matthias Heeder.
ARTE 10:50-11:50 Mein eigener Herr, Die Geschichte der Mende Nazer. Mareike Schomerus und Damien Lewis erzählen die Lebensgeschichte einer jungen Sudanesin, die aus der Sklaverei flüchten konnte und deren Autobiographie ein Bestseller wurde.
NDR 11:30-12:15 Das Rätsel der Zwergelefanten, Hans-Jürgen Steinfurth berichtet aus dem Schutzgebiet Dzanga-Sangha in der Zentralafrikanischen Republik.
PHOENIX 18:30-19:15 Das Tote Meer. Von Alex West und Daniel Percival.
VOX 22:15-

07.06.2008
SW III 06:00-06:15 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit, Tel Aviv, Israel. Die weiße Stadt. Von Horst Brandenburg.
TV 5 06:20-07:15 Reflets sud, Madagascar, ma terre. Von Vero Rabakoliarifetra.
PHOENIX 09:00-09:45 Das Tote Meer. Von Alex West.
Hessen 12:00-12:45 Zwischen Afrika und Europa: Die Straße von Gibraltar, Von Barbara Dickenberger.
ARD 18:00-18:45 Traumzug durch Afrika (1), Von Kapstadt zu den Viktoriafällen. Von Christian Gramstadt.
PHOENIX 18:30-19:15 Ramses III - Der letzte große Pharao. Von Jonathan Hassid.

08.06.2008
PHOENIX 03:00-03:45 Legendäre Zugreisen. 2. Turksib - Die Seidenstraße auf Schienen. Von Stephan Kühnrich. Wiederholung: 14.06., 03:00.
PHOENIX 03:45-04:30 Legendäre Zugreisen. 3. Rajasthan - Unterwegs auf Schienen zu den Maharadschas. Von Renate Beyer. Wiederholung: 14.06., 03:45.
ARD 18:00-18:30 Traumzug durch Afrika (2), Von den Victoriafällen nach Daressalam.
BAYERN alpha 19:45-20:00 Île Saint-Louis, Stadt der Frauen (Senegal), "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit".
PHOENIX 20:15-21:00 Im Schatzhaus der Pharaonen. Von Thomas Weidenbach und Rüdiger Heimlich. Wiederholung: 09.06., 19:15.
PHOENIX 21:00-21:45 Abenteuer im Regenwald - Eine Reise entlang des Amazonas. 1. Von der peruanischen Grenze bis Manaus. Von Thomas Aders. Wiederholung: 13.06., 19:15.

09.06.2008
BAYERN 01:10-01:15 Planet Erde Mali: Fluss Niger.
NDR 15:15-16:00 Königreiche am Fluss, Gavin Maxwell erzählt die faszinierende Geschichte des Nil und der Kulturen an seinen Ufern. Teil 2: Die große Flut. 10.06., 15:15. Teil 3: Auf der Suche nach der Quelle. 11.06., 15:15.

10.06.2008
BAYERN 00:15-00:20 Planet Erde Ägypten.
Hessen 00:45-02:10 Hass und Hoffnung, Kinder im Nahostkonflikt. Dokumentation von B. Z. Goldberg und Justine Shapiro.
Wdr 13:30-14:00 Cosmo TV Reportage: 50 Cent für einen Engel - Eine Klofrau hilft den Kindern Ghanas, Von Birgit Virnich und Annika Zeitler.
ARTE 18:00-18:55 WunderWelten, Kenia - Abitur, aber arm. Von Mette Sejsbo. Wiederholung: 17.06., 14:00.
BAYERN alpha 18:00-18:45 Reise nach Tunis, Auf den Spuren von Macke, Klee und Moilliet. Wiederholung: 11.06., 11:00.
Wdr 18:20-18:50 Servicezeit: Mobil, Mit dem Bus durch Afrika.
wdr 20:15-21:00 Planet Erde: Dschungelwelten, Von Alastair Fothergill und Huw Cordey. Wiederholung: 12.06., 14:15.

11.06.2008
Hessen 12:00-12:30 Wissen und mehr, Albtraum Auslandseinsatz. Deutsche Soldaten und das Trauma Krieg.
3sat 14:00-14:30 Thalassa, 21. Stirbt das Tote Meer? Von Isabelle Billet und Yvon Bodin.
3sat 14:30-15:00 Thalassa, 22. Der Taucher von Dakar. Von Christophe Rouvi.
3sat 15:00-15:45 Terra X: Gletschergold - Die Schatzkammer im Kaukasus, Von Tina Radke-Gerlach.
ARTE 18:00-19:00 WunderWelten, Angola - Überleben in Luanda. Von Kiluarje Libertade und Onjaki Ondjaki. Wiederholung: 18.06., 14:00.
3sat 21:00-22:00 Töten für Allah? Die religiösen Gründe des Terrors. Von Christoph Rathner.

12.06.2008
ARD 00:35-02:40 Gorillas im Nebel - Die Geschichte der Dian Fossey, (Gorillas in the Mist). Spielfilm von Michael Apted, USA 1988. Der Film erzählt die außergewöhnliche Lebensgeschichte der Zoologin Dian Fossey, die im Dezember 1985 im Dschungel von Ruanda ermordet wurde.
PHOENIX 00:45-02:15 Beduinen in Jordanien. 1. Im Land der dunklen Zelte. / Hüter der vergessenen Stadt. Von Martin Bosboom und Susanne Müller-Hanpft.
MDR 01:05-01:50 EineWeltBilder: Angola
BAYERN 01:30-01:35 Planet Erde Jemen.
PHOENIX 02:15-02:45 Unterwegs durch die Mongolei. Die Wüste Gobi. Von Anja Bröker.
PHOENIX 02:45-03:30 Wenn Weiden zu Wüsten werden. Die Sahara im Nord-Sudan. Von Wolfram Schiebener.
PHOENIX 03:30-04:15 Wenn Weiden zu Wüsten werden. Das Kaokoveld in Namibia. Von Wolfram Schiebener.
PHOENIX 04:15-05:00 Wenn Weiden zu Wüsten werden. Von der Sahara in die Namib. Von Wolfram Schiebener.
PHOENIX 05:00-05:45 Shibam - Chicago der Wüste. Von Stefan Tolz.
PHOENIX 07:15-08:00 Aicha des Gazelles. Die Wüstenrallye der Frauen. 1000 Kilometer im Allrad durch die Wüste. Von Sohad Khaldi und Harald Jung.
ARTE 09:55-10:50 Soweto - Vorwärts immer, Vuyani Sondlo erinnert in seiner Dokumentation an den Schüleraufstand von 1976. Wiederholung: 20.06., 05.00.
ARTE 10:50-11:50 Tsietsi - Mein Held, Eine Hommage an den südafrikanischen Revolutionsführer Tsietsi Mashinini, von Portia Rankoane. Wiederholung: 19.06., 05:00.
3sat 11:40-11:45 Erlebnisreisen-Tipp: Marokko, Marrakesch - Perle des Orients. Von Karl Waldhecker und Andreas Michels.

13.06.2008
Hessen 16:00-16:30 Eisenbahnromantik, Schienenwege durch Afrika.

14.06.2008
wdr 09:05-09:15 Erlebnisreisen-Tipp: Südafrika - Von Kapstadt in den Krüger Nationalpark Von Ralf Gierkes.
PHOENIX 12:00-12:45 Abenteuer im Regenwald - Eine Reise entlang des Amazonas. 1. Von der peruanischen Grenze bis Manaus. Von Thomas Aders. Wiederholung: 15.06., 07:30 und
3sat 13:00-13:15 Oman - Land im Aufbruch, Von Wolfgang Hackl.
ARTE 13:00-
VOX 13:25-13:55 Wolkenlos Das Urlaubsmagazin. Thema: Marokko - von Marrakesch bis Casablanca.
SW III 13:30-14:15 Die geheime Welt der Löwen, Peter Lamberti berichtet aus dem Nationalpark Hwange in Simbabwe.
PHOENIX 18:30-19:15 Im Schatzhaus der Pharaonen. Von Thomas Weidenbach und Rüdiger Heimlich.
PHOENIX 21:00-21:45 Der Nil. 1. Königreiche am Fluss. Von Gavon Maxwell. Wiederholung: 15.06., 23:15, 18.06., 19:15.
BAYERN alpha 21:00-21:45 Byzanz - Das goldene Reich am Bosporus, Schauplätze der Weltkulturen.

15.06.2008
PHOENIX 05:15-06:00 Magische Orte. Ägypten - Die Wunder des Nil. Von Christel Fromm.
MDR 10:15-11:00 Wüstentour zu den Tuareg, In der algerischen Sahara. Von Holger Preuße.
ARTE 11:20-11:45 Verborgene Schönheit, schlechte Erinnerungen, Tanz. Von Robyn Orlin, einer der provokativsten Choreografinnen Südafrikas.
Hessen 12:00-12:45 Reisewege zur Kunst, Istanbul. Von Eva Maek-Gérard. Wiederholung:
SW III 17:15-18:00, Jordanien - Im Felsenlabyrinth von Petra, Von Mouhcine El Ghomri.
3sat 18:30-19:00 nano extra: Afrikas Kampf gegen die Wüste, Von Kerstin Brakebusch.
BAYERN alpha 19:45-20:00 Merv, Ruinenstadt an der Seidenstraße (Turkmenistan) Schätze der Welt - Erbe der Menschheit.
PHOENIX 20:15-21:00 Ägypten - Rätsel um Grab 33. Von Thomas Weidenbach. Wiederholung: 16.06., 19:15, 21.06., 18:30.
ARTE 20:15-20:40 Kunst und Mythos, 10. Bergkristall-Schädel. (Der in einem Pariser Museum aufbewahrte Schädel soll aus der Tenochtitlán stammen.) Wiederholung: 17.06., 04:30, 18.06., 02:20., 21.06., 02:25, 09.07., 02:20.
PHOENIX 21:00-21:45 Abenteuer im Regenwald - Eine Reise entlang des Amazonas. 2. Von Manaus bis Parintins. Wiederholung: 20.06., 19:15, 21.06., 12:00, 22.06., 07:30 und 18:00.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Götz Krieger
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Re: TV-Hinweise Juni 2008

Beitrag von Götz Krieger »

Samstag, 14. Juni

09.05-09.15 WDR

Erlebnisreisen-Tipp: Südafrika - Von Kapstadt in den Krüger Nationalpark

Ein Film von Ralf Gierkes

21.00-21.45 Phoenix

Der Nil (1/3): Königreiche am Fluss

Ein Film von Gavin Maxwell, WDR/2005



Sonntag, 15. Juni

05.15-06.00 Phoenix

Magische Orte: Ägypten - Die Wunder des Nils

Ein Film von Christel Fromm, ZDF/2005

10.15-11.00 MDR

Wüstentour zu den Tuareg: In der algerischen Sahara

Ein Film von Holger Preuße
"Meine Tradition wird nicht aussterben, weil ich dafür kämpfe. Solange ein Tuareg lebt, solange wird auch die Tradition bestehen. Und das ist seine Aufgabe. Er wird nie davon lassen können - bis zu seinem Tod." Lalla Badi hat in der Wüstenstadt Tamanrasset, im Süden von Algerien, vor 20 Jahren eine Bleibe gefunden. Wie so viele Tuareg hat sie ihr Nomadenleben aufgegeben und ist mit ihren Kindern aus der Sahara in die Stadt gezogen. Versiegende Brunnen und eine lang anhaltende Dürre haben sie dazu veranlasst. Um ihren Unterhalt zu bestreiten, näht sie aus Ziegenleder Taschen, wie sie die Tuareg früher auf ihren Wanderschaften mit sich führten.

Trotz der Vorzüge, die ihr die Stadt bietet, betrachtet Lalla sie als ihr Grab - sie fühlt sich eingemauert. Deshalb hat sie vor ihrem Haus ein Zelt stehen, in dem sie arbeitet und schläft. Alle paar Wochen folgt Lalla dem Ruf der Wüste - dann trommelt sie eine von ihr gegründete Frauentruppe zusammen. Gemeinsam fahren sie vor die Tore der Stadt, machen Musik, geben den Rhythmus für den Illougan - einen Kameltanz - vor und feiern ein Fest. "Das Leben in der Stadt ist anders als das Leben in der Wüste. In der Sahara ist es viel schöner. Dort verstehen sich die Leute. In der Stadt dagegen ist jeder nur für sich und in seinem Haus. Hier draußen sind wir alle miteinander. Wir leben ein Leben zwischen diesen Welten."

11.20-12.00 Arte

Verborgene Schönheit, schlechte Erinnerungen

Tanz, Frankreich 2005, ARTE F
Die aus Südafrika stammende Choreografin Robyn Orlin ließ sich für ihren Tanzfilm von Kindheitserinnerungen inspirieren. Immer samstags begleitete sie ihre Mutter zu den Bergarbeitern in die Goldminen in der Nähe von Johannesburg. Dort wurden traditionelle Tänze aufgeführt und für Robyn Orlin war dies die erste Begegnung mit Politik und Tanz in ihrem Land.

Diese Erfahrung weckte in ihr den Wunsch, Choreografin zu werden. Das Apartheidregime benutzte den Tanz zur Zerstreuung der Bergarbeiter, die dadurch auch an ihrem freien Tag das Bergwerk nicht verlassen konnten. Die Schönheit und Reinheit dieser Tänze sind auch heute noch sehr präsent in Robyn Orlins Arbeit, und auch die Wut gegen die einengenden politischen Strukturen von damals ist spürbar. In dem Film werden Archivaufnahmen aus der Bergwerkszeit mit Choreografien vermischt, die eindeutig die Handschrift Robyn Orlins tragen: Humor, Ironie und Emotion.

18.30-19.00 3sat

nano extra: Afrikas Kampf gegen die Wüste

Ein Film von Kerstin Brakebusch
Die Staaten der nördlichen Hemisphäre diskutieren noch über den Klimawandel - während der Süden bereits massiv unter ihm zu leiden hat. Die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern steht den klimatischen Veränderungen hilflos gegenüber. Als Folge von Dürreperioden und verheerenden Überschwemmungen gehen ganze Ernten verloren, Wüsten breiten sich aus. Allein in der Sahelzone sind seit der großen Dürre von 1972/1973 jährlich etwa 1,5 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche verloren gegangen.

In der Folge kommt es zu einem ländlichen Exodus: Die Menschen verlassen ihre angestammten Lebensräume, die Landbevölkerung sucht ihr Glück in den Städten, deren Peripherie in atemberaubendem Tempo wächst - und mit ihr die Armut, denn auch in den Städten ist die Arbeitslosigkeit hoch. Um dennoch irgendwie zu überleben, müssen Kinder arbeiten und nicht selten werden sie zum Betteln auf die Straße geschickt. Andere versuchen, in untauglichen Booten die Kanarischen Inseln zu erreichen. Ein groß angelegtes Projekt soll nun die Staaten der Sahelzone vor der Wüste schützen: ein 7.000 Kilometer langer Baumwall, der quer durch Afrika verläuft, von Dakar im Westen des Kontinents bis nach Djibouti im Osten. Bestehende Wälder werden mit Neuanpflanzungen vernetzt.

Die Dokumentation "nano extra: Afrikas Kampf gegen die Wüste" von Kerstin Brakebusch beschreibt die Probleme Afrikas mit dem Klimawandel und zeigt, wie die Staaten des schwarzen Kontinents versuchen, gegen die schlimmsten Folgen anzukämpfen.



Montag, 16. Juni

15.15-16.00 NDR

Der Kilimandscharo

Ein Film von Alex West und Daniel Percival
Die Reise führt in den Osten Afrikas, auf einen Berg, der fast 6 000 Meter in den Himmel ragt. Obwohl er in den Tropen liegt, wird seine Spitze von Eis bedeckt. Er ist der höchste freistehende Vulkan der Welt. Zweihundert Jahre war er nur der Legende nach bekannt. Westliche Wissenschaftler weigerten sich sogar lange Zeit, an seine Existenz zu glauben. Für die Menschen, die auf seinen Hängen leben, hatte er aber schon immer eine große spirituelle Bedeutung. Der Kilimandscharo ist ihr heiliger Berg.

Der Kilimandscharo ist der Ort auf unserem Planeten, an dem man am schnellsten von den Tropen in die Arktis gelangt. Auf den 25 Kilometern, die die direkte Strecke aus der Savanne auf den polaren Gipfel ausmacht, deckt der Berg in klimatischer Hinsicht etwa 10 000 Kilometer ab. Diese Vielfalt an Lebensräumen auf relativ engem Raum macht den Kilimandscharo zu einer faszinierenden Zufluchtsstätte für Fauna und Flora.
Der Film folgt einer Gruppe von zehn Wanderern, die in ihrem Urlaub alles versuchen, den Berg zu bezwingen. Ihr Abenteuer wird sechs Tage dauern. Doch längst nicht alle kommen am Ziel ihrer Träume an.

Neben den Bildern der ungewöhnlichen Vegetation auf diesem Riesenberg und den abenteuerlichen Erlebnissen der Wandergruppe zeigen historische Aufnahmen frühere Forscher bei der gefährlichen Erkundung der weiten Bergregion und wie der Tourismus seinen Siegeszug startet - mit all den Problemen, die dem Kilimandscharo heute zu schaffen machen. In der Kombination von raffinierten Trick- und hautnahen Realaufnahmen lassen die Filmemacher längst Vergangenes wieder lebendig werden. So schaffen sie es beispielsweise, die Entstehung des Kilimandscharo, die Hunderttausende Jahre dauerte, in Sekundenschnelle nachzuvollziehen.

23.15-00.15 SWR

Akwaaba Ghana - Willkommen in Afrika

Ein Film von Mouhcine El Ghomri



Dienstag, 17. Juni

02.15-03.00 Phoenix

Sahara - das versunkene Paradies

Ein Film von Michael Schlamberger, ZDF/2003

03.10-03.55 3sat

Abenteuer Afrika (1/3): Expedition vom Cap Blanc bis zum Äquator

Mit seinen schroffen Felsformationen ist das Akakusgebirge im Süden Libyens die wohl beeindruckendste Landschaft der Sahara. Inmitten dieser Felseneinöde lebt das Nomadenvolk der Tuareg. Bunt, laut und voller Leben ist dagegen die ägyptische Hauptstadt Kairo. Internet und Mobiltelefone sind dort genauso selbstverständlich wie unverschleierte Frauen.

Im südlichen Nachbarland Sudan dagegen kämpfen die Menschen ums nackte Überleben. Jahrelanger Bürgerkrieg, Überschwemmungen und Hungerkatastrophen haben die Bevölkerung gequält. Trotzdem sind die Sudanesen noch immer eines der gastfreundlichsten Völker Afrikas. Voller Stolz zeigen sie steinerne Zeugnisse der ruhmreichen Vergangenheit ihres Landes. Archaische Riten, Stammesfehden und die Gnade der Götter prägen den Alltag der Menschen.

03.30-04.15 Phoenix

Wenn Weiden zu Wüsten werden. Die Sahara im Nord-Sudan

Ein Film von Wolfram Schiebener, WDR/2003

03.55-04.40 3sat

Abenteuer Afrika (2/3): Auf Entdeckungsreise in der Wildnis

Pfeile mit tödlichen Nervengiften sind ihre Waffen: Tenai und Isaac sind Wilddiebe, wie Hunderttausende andere auch in Kenia. Sie jagen illegal, weil sie Hunger haben. Die Überbevölkerung und die Armut der Menschen sind die neue Bedrohung der Wildbestände Afrikas. Auch Buschpilot Russel Neylan muss sich vor Dieben schützen, denn oft wird das Benzin aus den Tanks gesaugt und die fehlende Spritmenge durch Wasser ersetzt. Neylan lernte mit 16 Jahren das Fliegen von seinem Vater. Mit einer 20 Jahre alten Cessna fliegt er Einsätze für die Landwirtschaft. Gefährlich ist in dieser Gegend das Fliegen nicht.

04.15-05.00 Phoenix

Wenn Weiden zu Wüsten werden. Das Kaokoveld in Namibia

Ein Film von Wolfram Schiebener, WDR/2003

04.40-05.10 3sat

Abenteuer Afrika (3/3): Adrenalin und Armut im Süden des schwarzen Kontinents

Innerhalb von zehn Monaten entdeckt Frank Feustle den Süden Afrikas von Kapstadt bis zum Malawi-See in Mosambik und bringt insgesamt 44.000 Kilometer hinter sich. Unterwegs hilft er unter anderem einem Stamm dabei, nach Wasser zu bohren. Im Dschungel trifft er auf Sheila Siddle, die sich um Schimpansen-Waisen kümmert, deren Eltern von skrupellosen Wilderern abgeschlachtet wurden. Größtes Problem bei der Tour: Ersatzteile und Sprit sind knapp.

05.00-05.45 Phoenix

Wenn Weiden zu Wüsten werden. Von der Sahara in die Namib

Ein Film von Wolfram Schiebener, WDR/2003

05.45-06.00 Phoenix

Aicha des Gazelles. Die Wüstenrallye der Frauen. 1000 Kilometer im Allrad durch die Wüste

Ein Film von Sohad Khaldi, Harald Jung, ZDF/2003



Donnerstag, 19. Juni

11.45-12.00 Br-Alpha

Wie funktioniert das? Süße Überraschung - Wo wächst die Schokolade?



Freitag, 20. Juni

00.15-00.45 Br-Alpha

Zum Weltflüchtlingstag: Kamel aus Eisen. Mit dem Wüstenexpress durch die Sahara und dann nach Europa?

09.30-09.55 Arte

Die Dschungel-Hüter (5/5): Warten auf die Touristen

Mit der Einrichtung der 13 Nationalparks verfolgt der Staat Gabun zwei Ziele: Einerseits sollen Flora und Fauna geschützt und andererseits der Tourismus im Land entwickelt werden. Das eine ist die Voraussetzung für das andere. Werden die Dschungel-Hüter dieser zweiten Aufgabe gewachsen sein? Der Belgier Marc Dethiers hat die Aufgabe, im Loango-Park nach den besten Plätzen zu suchen, von denen aus die Touristen Büffel, Flusspferde und Elefanten beobachten können. Die Dschungel-Hüter schildern die Wanderwege im Wald aus, und eine Gruppe von Touristenführern probiert die neuesten Produkte der Branche aus.

Tatsache ist, dass der Erfolg des Nationalparks nur dann gesichert ist, wenn die Einheimischen mitmachen. Es muss also dafür gesorgt werden, dass die Dorfbevölkerung am finanziellen Gewinn des Parks beteiligt ist. Eine Möglichkeit dafür ist die Kommerzialisierung der traditionellen Handwerksprodukte für den Tourismus. Unterdessen sichern WWF-Chefberater Bas Huijbregts, der einheimische Wildhüter Manassé M'ba II und der Park-Konservator Augustin Mihindou die Grenzen des Parks, nachdem sie erneut bei den Dorfbewohnern um Akzeptanz geworben haben.

15.15 -16.00 RBB

Länder - Menschen - Abenteuer: Schatten der Wüste. Salzkarawanen im Niger
Ein Film von Bettina Haasen
Er ist der Jüngste in der Gruppe von acht Männern, die in nur 30 Tagen 1.000 Kilometer zu Fuß zurücklegen müssen. Vor ihnen liegt die Téneré, die größte Trockenwüste der Erde. Ziel ist die Oase Bilma, ein Jahrhunderte alter Handelsplatz, wo es das begehrte Salz gibt, das die Karawanenhändler gegen Gemüse und Datteln eintauschen werden. Ihre Expedition will genau geplant sein, denn Sandstürme oder zuwenig Wasser und Nahrung könnten einen tödlichen Ausgang bedeuten.

In der Karawane herrscht eine strenge Hierarchie. An der Spitze steht der "Madugu", ein erfahrener Karawanenführer. Ihm unterstehen vier weitere Kamelführer, ein Geschichtenerzähler, ein Viehfütterer, ein Koch - und der Neuling Djibrilla, der die Aufgabe des Teejungen übernimmt. Um in die Gemeinschaft der Karawanenmänner aufgenommen zu werden, muss er sich auf der Reise immer wieder aufs Neue behaupten und das "asheq", das Wertesystem der Tuareg, lernen.

Vor ihm liegt ein beschwerlicher Weg. Er wird die Einsamkeit der kalten Wüstennächte kennen und die Spuren im Sand lesen lernen. Noch nie war er so lange von seiner Familie getrennt. Die Kamera begleitet ihn auf seinem Initiationsweg ins Erwachsenenalter und erzählt mit faszinierenden Bildern von einem fast schon vergessenen, archaischem Handels- und Transportunternehmen - der Salzkarawane.



Samstag, 21. Juni

15.30-17.10 Arte

Mahaleo

Ein Dokumentarfilm, Frankreich 2003, Originalfassung mit Untertiteln, ARTE F,
Erstausstrahlung
Im Jahr 1972 waren die Lieder der madagassischen Gruppe "Mahaleo" der Zündstoff des Aufstandes, der den Fall des neokolonialistischen Regimes in Madagaskar nach sich zog. "Mahaleo" bedeutet auf Madagassisch frei, unabhängig, autonom. Auch heute noch sind die sieben Musiker in dem Inselstaat sehr beliebt.
Doch trotz ihres schon 30 Jahre währenden Erfolges stiegen die sieben Musiker nie ins Show Business ein, denn ihr Hauptanliegen war und ist die Entwicklung
ihres Landes. Im Zweitberuf sind die Pioniere des Madagaskar-Blues Arzt, Chirurg, Landwirt, Soziologe oder Abgeordneter.

19.45-20.00 RBB

Schätze der Welt - Erbe der Menschheit: Aksum - Vom Ruhm der Könige, Äthiopien

Ein Film von Rüdiger Lorenz, SWR/2006
Die ersten Aufzeichnungen, in denen Aksum erwähnt wird, sind etwa 4.700 Jahre alt. In den Hieroglyphen ist von Weihrauch, Myrrhe und Elfenbein zu lesen. Aksum bedeutet "Der Brunnen der Fürsten". Einwanderer aus dem südarabischen Raum gründeten den Ort an der Kreuzung wichtiger Handelswege zwischen Indien, Afrika
und dem Mittelmeer. Er ist der historische und religiöse Mittelpunkt Äthiopiens.

20.00-20.10 Arte

Mit offenen Karten: Die Welt benennen

Ein Magazin, Frankreich 2008, ARTE F, Erstausstrahlung
Geografische Namen sind keineswegs neutral, sondern oft Ausdruck einer Weltsicht, einer Raumvorstellung oder gar eines Besitzanspruchs. Sie haben nicht nur Symbolwert, sondern können auch Ursache für Konflikte sein.



Sonntag, 22. Juni

THEMA. Wüste

02.10-02.55 Phoenix
Beduinen in Jordanien (1/2): Im Land der dunklen Zelte

Ein Film von Martin Bosboom, Susanne Müller-Hanpft, SWR/2003
Noch heute leben in Wadi Ram, einer faszinierenden Wüstenlandschaft im Süden Jordaniens, die Beduinen nach den Regeln ihrer Stämme und den Gesetzen der Wüste. Der Film führt in diese archaische, geheimnisvolle Welt - eine schöne Welt, arm an Materiellem, aber reich an Musik und Mythen.

02.55-03.40 Phoenix

Beduinen in Jordanien (2/2): Hüter der vergessenen Stadt

Ein Film von Martin Bosboom, Susanne Müller-Hanpft, SWR/2003
Der Film will den Geist und das Lebensgefühl der Beduinengesellschaft einfangen und mit den Augen der dort Lebenden die einmaligen Kulturlandschaften Jordaniens darstellen. Der Scheich vom Stamm der Amarin spricht über die Schwierigkeiten, alte Normen und Lebensformen der Beduinen in die Moderne zu retten, ohne sich dem Tourismus zu verkaufen und die eigene Identität zu verlieren.

03.40-04.25 Phoenix

Wenn Weiden zu Wüsten werden - Die Sahara im Nord-Sudan

Ein Film von Wolfram Schiebener, WDR/2003
In dieser 3teiligen Reihe gehen Archäologen, Geologen, Ethnologen, Botaniker und Geografen der Frage nach, worauf die dramatischen Veränderungen in den großen Wüstengebieten Afrikas zurück zu führen sind. Wolfram Schiebener und sein Team begleiten eine Expedition in den nahezu unerforschten Nordwesten des Sudans Sie stoßen auf überraschende archäologische Funde und gewinnen erstaunliche Erkenntnisse über die ökologischen Veränderungen dieses Teils der Sahara in den vergangenen Jahrtausenden.

04.25-05.10 Phoenix

Wenn Weiden zu Wüsten werden - Das Kaokofeld in Namibia

Ein Film von Wolfram Schiebener, WDR/2003
Im Kaokefeld, einer Halbwüste im Südwesten Afrikas, lebt der Stamm der Ovahimba. Wie lange kann er den zweifelhaften Errungenschaften der Zivilisation noch trotzen? Der Ethnologe Michael Bollig zeichnet seit Jahren die außergewöhnlichen Lebensgewohnheiten des letzten traditionell lebenden Hirtenvolkes auf. Die Zuschauer werden Zeugen von archaischen Lebensgewohnheiten, befremdlichen Ritualen und lernen den 90jährigen blinden Ratsmann Kajira kennen, der versucht, sein Volk vor Schaden zu bewahren.

05.10-05.55 Phoenix

Wenn Weiden zu Wüsten werden - Von der Sahara in die Namib

Ein Film von Wolfram Schiebener, WDR/2003
Was unterscheidet die wenige Jahrtausend "junge" Wüste Sahara von der Jahrmillionen alten Namib - und was können wir daraus lernen? Bei einer Expedition in Ägypten stoßen die Forscher auf zahlreiche Funde, die auf eine frühere Besiedlung der Sahara westlich des Nils deuten. In der Namib lässt sich verfolgen, wie sich Lebensformen durch extreme Anpassung lange Zeit erhalten haben, die in der Sahara einem dramatischen Klimawandel zum Opfer fielen. Doch auch hier schafft ein Hirtenvolk der Wüste Lebensraum abzutrotzen.

05.55-06.40 Phoenix Shibam - Chicago der Wüste

Ein Film von Stefan Tolz, SWR/2005
Inmitten der Steinwüsten Südarabiens erheben sich, umgeben von grünen Palmengärten, 500 ungewöhnliche und erstaunliche Hochhäuser, die traditionellen Wohnburgen aus Lehm von Shibam. Die ehemals wohlhabende Handelsstadt im Wadi Hadramaut war über Jahrhunderte eine der wichtigsten Karawanenstationen an der Weihrauchstraße.

06.40-06.45 Phoenix

Die Salzkarawane

Ein Film von Walter Heinz, PHOENIX/2006
Die Sahara ist die größte Wüste der Welt. Walter Heinz hat den südlichen Teil, die Ténéré, bereist und fand endlose Trockenheit und Sanddünen bis zum Horizont.

14.50-15.35 Arte

Roots (1/12): Eine afrikanische Kindheit

Eine Fernsehserie

(Wh. vom 01.06.2008)

15.35-16.25 Arte

Roots (2/12): Eine afrikanische Kindheit

Eine Fernsehserie

(Wh. vom 01.06.2008)

23.45-01.35 Arte

Ässhäk - Die Seele der Wüste

Ein Dokumentarfilm, Schweiz/Deutschland/Finnland 2003, Originalfassung mit Untertiteln, ZDF
Zwischen Hitze und Kälte, der Großartigkeit des Sternenhimmels und dem beschränkten Licht eines Wüstenfeuers leben die Tuareg in der Weite der Sahara und pflegen noch heute ihre Liebe zu Schönheit, Musik und Poesie. Ein Tuareg-Nomade auf der Suche nach seinem entlaufenen Reitkamel führt leitmotivisch durch den Film. Es geht zu den Brunnen, Lagerstätten und Märkten seines sagenumwobenen Volkes.
Da ist der Geschichtenerzähler Ibrahim Tshibrit, der die mündliche Überlieferung seines Stammes bewahrt und erklärt, dass seine "Lügengeschichten" irgendwann zur Wahrheit würden. Der Marabut, als Heiliger verehrt, ist der Hüter einer jahrhundertealten Moschee und vorislamischer Bräuche. Er gewährt Einblick in sein Wirken, zum Beispiel bei der Zubereitung eines Heiltranks. Die Dokumentarfilmerin Ulrike Koch ist Tuareg-Frauen und Mädchen begegnet, die noch immer den Rhythmus des Zusammenlebens bestimmen. Durch das Spiel des Imzâd, der einsaitigen Geige, rufen sie den Männern die Werte ihres Volkes in Erinnerung, das vielleicht nur unter dem Schutz der Wüste bis heute überleben konnte.
"Ässhäk - Die Seele der Wüste" erhielt 2004 den Jury Award auf dem Philadelphia Film Festival für die beste Regie und wurde auf dem Rotterdam Film Festival für den Tiger Award nominiert. Ulrike Koch hat in Zürich ein Studium der Sinologie, Japanologie und Völkerkunde absolviert und anschließend chinesische Literatur und Philosophie an der Beijing Universität studiert. Seit 1969 lebt sie in Zürich. Nach der Mitarbeit an internationalen Filmprojekten arbeitet sie als freie Regisseurin. 1996 entstand ihr erster eigener Film "Qigong - Die Kunst der
Stille als Lebenselixier". 1996 folgte der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm "Die Salzmänner von Tibet".



Montag, 23. Juni

14.55-15.35 Arte

Roots (3/12): Was ein Mensch Wert ist

Eine Fernsehserie

(Wh. vom 02.06.2008)

15.35-16.20 Arte

Roots (4/12): Wie aus einem Neger ein Nigger wird

Eine Fernsehserie

(Wh. vom 03.06.2008)

18.05-19.00 Arte

WunderWelten: Kenia - Der Kampf der Massai

Eine Dokumentation, Frankreich 2006, ARTE F, Synchronfassung
Der Stamm der Massai in Kenia scheint seit dem Einzug der Weißen und dem damit verbundenen wachsenden Tourismus zwischen zwei Welten verloren - der des Westens und der ihrer eigenen Traditionen. Mit Anbruch der britischen Kolonialzeit Anfang des 20. Jahrhunderts begann auch der Kampf um das fruchtbare Land der Massai. In den 60er Jahren wurde eine Land- und Bodenreform durchgeführt, bei der die 15 Massai-Gebiete in so genannte "Group-Ranches" aufgeteilt wurden, für die sich die Stammesältesten registrieren lassen mussten. Mit diesen Kooperativen sollte dem Gemeinschaftsverständnis der Massai Rechnung getragen werden, aber die Reform entpuppte sich als Selbstbedienungssystem für die kenianischen Politiker und ihre landhungrigen Anhänger und entwickelte sich zu einem der größten Grundstücksskandale Afrikas. Zudem lösten die Errichtung von Nationalparks und die massive Privatisierung des Landes noch vor zwei Jahrzehnten eine nie dagewesene Selbstmordwelle unter den Stammesältesten aus und vertrieb zahlreiche um ihr Land betrogene Hirtenvölker und damit auch die Massai in die Slums der Großstädte.

Bis heute ist die Landfrage sogleich die zentrale Streitfrage zwischen den Privatfarmern, den Verantwortlichen der Nationalparks und den Massai. Massai-NGOs, nicht-staatliche Organisationen, bereiten derzeit eine Klage gegen Großbritannien vor, um die Rechte und Traditionen der Massai-Kultur zu schützen. Die Massai sehen in der derzeitigen Zerstörung und Umstrukturierung ihres Gebietes eine Missachtung ihrer Hirtentradition. Die Nutzung des natürlichen Weidelandes ist nach der Tradition der Massai den Jahreszeiten angepasst. Mit
diesem rotierenden Weidesystem werden die Massai heute als natürliche Wächter der Umwelt anerkannt. Die Farmer jedoch werfen den Massai vor, die Weideflächen zu sehr zu
beanspruchen, die Fauna zu zerstören und einen sehr lukrativen kommerziellen Tourismus zu organisieren. Hier stellt sich die Frage, ob das Land der Massai immer noch das "verbotene
Land" ist, das es während der britischen Kolonialzeit war und ob die Massai-Kultur trotz der im Verschwinden begriffenen Hirtentradition und dem wachsenden Tourismus weiter bestehen kann.



Dienstag, 24. Juni

14.55-15.35 Arte

Roots (5/12): Sklavenjäger

Eine Fernsehserie

(Wh. vom 04.06.2008)

15.35-16.20 Arte

Roots (6/12): Anpassung

Eine Fernsehserie

(Wh. vom 05.06.2008)

21.00-23.00 Arte

Themenabend: Menschenhandel - Ein weltweites Verbrechen

Es ist kaum zu glauben, aber weil sie die ganze, ungekürzte und umfassende Geschichte der Sklaverei aufrollen und erzählen wollten, wurden französische Historiker vor kurzem an den Pranger gestellt. Doch die Fakten lassen sich nicht einfach von der Hand weisen und wegdiskutieren. Tatsächlich war der innerafrikanische Handel mit Menschen mindestens ebenso verbreitet wie der von den Europäern organisierte Sklavenhandel von Afrika in überseeische Kolonien. Jahrhunderte lang wurden Sklaven aus Schwarzafrika in den Orient verkauft. Die
Sklaverei ist eine zähe Tradition, die sich beispielsweise in Mauretanien bis heute gehalten hat.
Der Themenabend will die grausame Tatsache des Sklavenhandels, den die Europäer nach Amerika organisierten, nicht relativieren. Aber er will auch andere, "tabuisierte" Formen des Menschenhandels und der Sklaverei benennen. Neben einer Dokumentation über die Jahrtausende alte Tradition der Sklaverei in Mauretanien ist ein Beitrag über den noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts betriebenen innerafrikanischen Menschenhandel zu sehen. Den Abschluss des Themenabends bildet eine Gesprächsrunde, moderiert von Daniel Leconte.

21.00-21.45 Arte

Die letzten Sklaven

Eine Dokumentation, Frankreich 2008, Erstausstrahlung
Die Islamische Republik Mauretanien, im August 2007: Der neue Präsident der Republik, Sidi Mohamed Ould Cheikh Abdallahi, verabschiedet ein Gesetz, das Sklaverei unter Strafe stellt. Bereits zum vierten Mal wird in Mauretanien offiziell die Haltung von Sklaven "abgeschafft". Daraus lässt sich im Umkehrschluss folgern, dass die Sklaverei in diesem Land der Sahelzone zwischen Maghreb und Schwarzafrika bis vor knapp einem Jahr noch toleriert wurde. In Mauretanien gehört die Sklaverei zum System. Eine Jahrtausende alte Tradition
will, dass jeder Mensch hier als "Herr" oder "Sklave" zur Welt kommt. Weder Gesetz noch Staat konnten diesen Brauch bisher unterbinden. Die Sklaven gehören zu Haus und Gut ihres Herrn. Sie erledigen die niedrigen Arbeiten, während ihre "Herren" Schöngeister, Geschäftsleute, Beamte und Intellektuelle sind. Auf diesem althergebrachten System baut die gesamte mauretanische Gesellschaft auf, sowohl in der "maurischen", Arabisch sprechenden als auch in der schwarzafrikanischen Gemeinschaft. Um einen Aufstand der Sklaven zu vermeiden,
werden diese von ihren Sklavenhaltern mit religiösen Argumenten eingeschüchtert: Wer fliehe, komme in die Hölle. Biram, Boubacar, Aminetou, Mohammed Lémine und Messaoud stammen aus beiden Lagern, Sklaven und "Herren". Sie haben jetzt den Mut aufgebracht, sich dem System zu verweigern. Ihr Ziel besteht darin, das Land von der Geißel der
Sklaverei zu befreien. Auf ihnen ruht die Hoffnung, dass in Mauretanien die Sklaverei bald tatsächlich der Vergangenheit angehört.

21.45-22.30 Arte

Sklaven für den Orient

Ein Dokumentation, Frankreich 2008, Erstausstrahlung
Jeder weiß Bescheid über den von den Europäern organisierten Sklavenhandel von Afrika nach Amerika und über die elf Millionen Afrikaner, die unter schlimmsten Bedingungen wie Vieh auf Sklavenschiffen verfrachtet wurden. Dieser Menschenhandel ist heute Gegenstand einer aktiven Vergangenheitsbewältigung. Weniger bekannt ist jedoch der Verkauf von Sklaven aus Schwarzafrika in den Orient und in die arabisch-muslimische Welt. Schätzungen zufolge wurden im Laufe von 14 Jahrhunderten insgesamt 17 Millionen Afrikaner als Sklaven in muslimische Länder verkauft.
Außerdem befasst sich die Dokumentation mit dem der Öffentlichkeit noch weniger bekannten innerafrikanischen Menschenhandel, den afrikanische Königreiche Jahrhunderte lang betrieben - lange bevor die Europäer die afrikanischen Küsten für sich entdeckten. Ferner veranschaulicht die Dokumentation durch bisher unveröffentlichte Fotos, dass der Sklavenhandel in der muslimischen Welt und Schwarzafrika bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts weiterblühte. Wie wurden die Sklaven gefangen genommen? Welche Arbeiten mussten sie verrichten? Diese und andere Fragen beantworten die Experten Salah Trabelsi, Ibrahima Thioub, Henri Medard und Mohamed Ennaji. Die arabischen und afrikanischen Historiker erläutern, warum die Geschichte des Sklavenhandels in der afrikanischen und muslimischen wie in der westlichen Welt ein heikles Thema ist und bleibt. Dahinter stehen diverse Ängste: Angst davor, den Sklavenhandel nach Amerika zu banalisieren, Rachegedanken zu schüren und des Rassismus oder der Kolonisierung beschuldigt zu werden - alles Gründe, die einer
Vergangenheitsbewältigung heute noch im Wege stehen.

22.30-23.00 Arte

Gesprächsrunde

Eine Diskussion, Frankreich 2008, ARTE F, Erstausstrahlung

Moderation: Daniel Leconte



Mittwoch, 25. Juni

14.55-15.40 Arte

Roots (7/12): Kizzy

Eine Fernsehserie

(Wh. vom 06.06.2008)

15.40-16.20 Arte

Roots (8/12): Der Sohn des Weißen

Eine Fernsehserie

(Wh. vom 09.06.2008)



Donnerstag, 26. Juni

14.55-15.35 Arte

Roots (9/12): Hahnenkampf

Eine Fernsehserie

(Wh. vom 10.06.2008)

15.35-16.20 Arte

Roots (10/12): Tödlicher Hass

Eine Fernsehserie

(Wh. vom 11.06.2008)



Freitag, 27. Juni

00.45-05.45 Phoenix

THEMA. Wüste

(Wh. vom 22.06.2008)

00.45-01.30 Phoenix

Beduinen in Jordanien (1/2): Im Land der dunklen Zelte

Ein Film von Martin Bosboom, Susanne Müller-Hanpft, SWR/2003
Noch heute leben in Wadi Ram, einer faszinierenden Wüstenlandschaft im Süden Jordaniens, die Beduinen nach den Regeln ihrer Stämme und den Gesetzen der Wüste. Der Film führt in diese archaische, geheimnisvolle Welt - eine schöne Welt, arm an Materiellem, aber reich an Musik und Mythen.

01.30-02.15 Phoenix

Beduinen in Jordanien (2/2): Hüter der vergessenen Stadt

Ein Film von Martin Bosboom, Susanne Müller-Hanpft, SWR/2003
Der Film will den Geist und das Lebensgefühl der Beduinengesellschaft einfangen und mit den Augen der dort Lebenden die einmaligen Kulturlandschaften Jordaniens darstellen. Der Scheich vom Stamm der Amarin spricht über die Schwierigkeiten, alte Normen und Lebensformen der Beduinen in die Moderne zu retten, ohne sich dem Tourismus zu verkaufen und die eigene Identität zu verlieren.

02.15-03.00 Phoenix

Sahara - das versunkene Paradies

Ein Film von Michael Schlamberger, ZDF/2003
Sahara - das Meer aus Sand war vor nicht allzu langer Zeit noch ein grüner Garten Eden, voller Wasser und Tiere. Auf den Spuren des "englischen Patienten" Ladislaus E. Almásy sucht Naturfilmer Michael Schlamberger nach der sagenhaften Oase Zarzura. Die wunderschönen Aufnahmen der Wüste und ihrer Bewohner führen ins Ennedi-Gebirge im Tschad, dem Fenster in die fruchtbare Vergangenheit der Wüste.

03.00-03.30 Phoenix

Unterwegs durch die Mongolei - Die Wüste Gobi

Ein Film von Anja Bröker, WDR/2003
2.000 Kilometer lang und fast nichts als Sand - nirgendwo auf der Erde wohnen weniger Menschen als in der Wüste Gobi. Seit Jahrhunderten führen Karawanenrouten quer durch diese endlose Weite. Aber die Gobi hat mehr als nur Sand zu bieten: Dünen, Salzwassersümpfe und mächtige Felsformationen bilden eine faszinierende Landschaft, die immer mehr Touristen anlockt.

03.30-04.15 Phoenix

Wenn Weiden zu Wüsten werden - Die Sahara im Nord-Sudan

Ein Film von Wolfram Schiebener, WDR/2003
In dieser 3teiligen Reihe gehen Archäologen, Geologen, Ethnologen, Botaniker und Geografen der Frage nach, worauf die dramatischen Veränderungen in den großen Wüstengebieten Afrikas zurück zu führen sind. Wolfram Schiebener und sein Team begleiten eine Expedition in den nahezu unerforschten Nordwesten des Sudans Sie stoßen auf überraschende archäologische Funde und gewinnen erstaunliche Erkenntnisse über die ökologischen Veränderungen dieses Teils der Sahara in den vergangenen Jahrtausenden.

04.15-05.00 Phoenix

Wenn Weiden zu Wüsten werden - Das Kaokofeld in Namibia

Ein Film von Wolfram Schiebener, WDR/2003
Im Kaokefeld, einer Halbwüste im Südwesten Afrikas, lebt der Stamm der Ovahimba. Wie lange kann er den zweifelhaften Errungenschaften der Zivilisation noch trotzen? Der Ethnologe Michael Bollig zeichnet seit Jahren die außergewöhnlichen Lebensgewohnheiten des letzten traditionell lebenden Hirtenvolkes auf. Die Zuschauer werden Zeugen von archaischen Lebensgewohnheiten, befremdlichen Ritualen und lernen den 90jährigen blinden Ratsmann Kajira kennen, der versucht, sein Volk vor Schaden zu bewahren.

05.00-05.45 Phoenix

Wenn Weiden zu Wüsten werden - Von der Sahara in die Namib

Ein Film von Wolfram Schiebener, WDR/2003
Was unterscheidet die wenige Jahrtausend "junge" Wüste Sahara von der Jahrmillionen alten Namib - und was können wir daraus lernen? Bei einer Expedition in Ägypten stoßen die Forscher auf zahlreiche Funde, die auf eine frühere Besiedlung der Sahara westlich des Nils deuten. In der Namib lässt sich verfolgen, wie sich Lebensformen durch extreme Anpassung lange Zeit erhalten haben, die in der Sahara einem dramatischen Klimawandel zum Opfer fielen. Doch auch hier schafft ein Hirtenvolk der Wüste Lebensraum abzutrotzen.

14.35-15.00 3sat

Tansania - Der Kampf ums Paradies, eine Reise rund um den Kilimandscharo

Ein Film von Birgit Virnich
Für die ersten deutschen Missionare war Tansania ein Paradies - und auch für einen jungen deutschen Weltenbummler: Hardy Krüger war bei den Dreharbeiten für den Hollywood-Klassiker "Hatari" von dem Land so fasziniert, dass er sich dort niederließ. Seine Farm hat er jedoch wegen der unruhigen politischen Verhältnisse wieder aufgeben müssen. Auch für die letzten Buschmänner Ostafrikas, die heute auf dem Land ihrer Vorfahren um den Kilimandscharo leben, ist ihre Heimat ein Paradies. Das Land mit seinen dornigen Steppen und den
alpinen Berglandschaften der Usambara Berge verlangt den Menschen viel ab, doch sie finden, dass es sich zu kämpfen lohnt. Kämpfen muss auch ein weißer Tierschützer, der in Tansania gegen viele Widerstände einen Nationalpark zum Schutz besonders gefährdeter Tierarten wie Wildhunde und Nashörnern aufbaut. Birgit Virnich hat sich Tansania angesehen und mit den Menschen, die dort leben, über ihre Heimat gesprochen.

15.15-16.00 RBB

Länder - Menschen - Abenteuer: Namibia - Im Etosha-Nationalpark

Mark Jago fährt seit Wochen durch den Busch. Im Mai laufen in Namibia die Fangaktionen für Wildtiere auf Hochtouren. "Auf den ersten Blick scheint es ein Widerspruch, dass wir Elefanten, Nashörner und Giraffen jagen, sie betäuben und damit großem Stress aussetzen, obwohl wir für ihr Wohlergehen und Überleben verantwortlich sind", sagt er. Doch nur so lassen sich auf Dauer gesunde Tierbestände gewährleisten. Der 49-jährige Brite ist der Tierarzt von Etosha. Bereits vor 100 Jahren gegründet, gehört er zu den ältesten Nationalparks der Erde. Doch auch hier konkurrieren Löwen, Nashörner, Zebras, Elefanten und Giraffen mit den Menschen und ihrem Vieh um Land, Wasser und Nahrung. Umso wichtiger ist es, die Anwohner ins Management des Parks einzubeziehen. "Nur, wenn die Bevölkerung freiwillig mitmacht", sagt Mark Jago, "kann der Schutz der Wildtiere von Dauer sein. Ein lebendes Nashorn bringt mehr als ein totes, das muss allen klar werden."
Die Sendung begleitet Mark Jago und eine Gruppe von Rangern bei ihren halsbrecherischen Einsätzen. Dokumentiert wird auch die Aufklärungsarbeit der Wildhüter, etwa bei den Himba, die als Halbnomaden im Hinterland des Parks leben. Der Film führt die Zuschauer auch zu den San. Das kleine, zähe Volk der Buschleute hat Jahrtausende in den Wüsten und Steppen des südlichen Afrika überlebt.


Grüße

Götz
Alexander
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Re: TV-Hinweise Juni 2008

Beitrag von Alexander »

21.06.2008
BAYERN alpha 19:15-20:00 Eurasische Reiche (1). Alexander der Große.
PHOENIX 19:45-20:00 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Aksum - Vom Ruhm der Könige, Äthiopien. Von Rüdiger Lorenz.
ARTE 20:00-20:10 Mit offenen Karten Terrorismus - Lokales oder globales Problem? Wiederholung: 24.06., 02:40, 27.06., 06:50, 28.06., 11:30, 03.07., 06:50, 09.07., 06:50.
PHOENIX 21:00-21:45 Der Nil 2. Die große Flut. Von Gavin Maxwell. Wiederholung: 22.06., 23:15, 25.06., 19:15.
BAYERN alpha 21:00-21:45 Von der Schöpfung zur Abschöpfung. Mit Greenpeace im Regenwald Amazoniens.

22.06.2008
3sat 04:35-05:20 Libysche Sahara - Wasser aus der Wüste Von Michael Schlamberger.
PHOENIX 06:40-06:45 Die Salzkarawane Von Walter Heinz.
Hessen 12:00-12:45 Reisewege zur Kunst Damaskus und Südsyrien. Von Eva Maek-Gérard.
ARTE 14:00-14:50 Mit 80 Speisen um die Welt Von Ian Wright. Wiederholung: 29.06., 05:00.
ZDF 19:30-20:15 Einsatz im Dschungel Marion Pöllmann zeigt die Schönheit des Regenwaldes von Guyana.
PHOENIX 21:00-21:45 Abenteuer im Regenwald - Eine Reise entlang des Amazonas 3. Von Santarém bis Belém. Von Thomas Aders. Wiederholung: 27.06., 19:15.
ARTE 23:45-01:35 Ässhäk - Die Seele der Wüste Ulrike Koch besucht in Begleitung eines Tuareg die Lagerstätten der Nomaden. Wiederholung: 26.06., 09:55.

23.06.2008
PRO 7 10:15-11:00 Tempelruinen der Maya Spurensuche im Dschungel von Guatemala.
Rbb 11:00-11:30 Weltreisen Tadschikistan - Am Dach der Welt. Unterwegs auf dem Pamir-Highway. Von Stephan Stuchlik.
BAYERN alpha 15:00-16:00 Planet Wissen. Dubai, Abu Dhabi und Co - Willkommen im Übermorgenland. Wiederholung: 21:45. Auch: 15:00 und 24.06., 04:00, Südwest, 15:00 und 24.06., 08:20, WDR, sowie 24.06., 14:15, rbb.
ARTE 18:05- 19:00 WunderWelten Kenia - Der Kampf der Massai. Von Xavier Péron und Kristin Sellefyan. Wiederholung: 30.06., 14:00.
3sat 20:00-21:00 Grzimeks Erbe in Afrika Von Christian Herrmann. Wiederholung: 24.06., 13:15.
3sat 21:00-21:30 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Wo Tansania am schönsten ist. Der Nationalpark Serengeti und das Naturschutzgebiet Ngorongoro. Von Jens Dücker.
3sat 21:30-22:00 hitec: In den Himmel gebaut Wolkenkratzer der Superlative. Gabi Schlag und Benno Wenz berichten aus Dubai.

24.06.2008
ARTE 01:20-02:40 Unter fremdem Himmel Fernsehfilm von Gaël Morel, ein modernes, bildstarkes Portrait Algeriens aus der Perspektive eines jungen Mannes, der Insider und Outsider zugleich ist, und damit ein Dialog zwischen der französischen und algerischen Kultur.
ARTE 09:25-09:55 Planet Erde im Visier 2. Blick auf die Gorillas. Von Marc Jampolsky. Wiederholung: 01.07., 07:05.
Hessen 14:15-15:00 Im Meer der Schlangen Gisela Kaufmann beobachtet einen Toxikologen in Niue, Polynesien.
3sat 20:15-21:00 Grzimeks Erbe in Südamerika Von Felix Heidinger.
wdr 20:15-21:00 Die Rückkehr der Wüstenlöwen Von Owen Newman und Amanda Barrett berichten über Artenschutz in Namibia. Wiederholung: 26.06., 14:15.
PHOENIX 20:15-21:00 Arabien, unverschleiert Die Golfstaaten zwischen Hightech und Tabus. Von Luc Walpot. Wiederholung: 25.06., 08:15 und 14:00.
MDR 20:45-21:15 Elefant, Tiger und Co. - Die Reportage Im Reich der Löwen. Der Leipziger Tierarzt Professor Eulenberger besucht Addis Abeba.
ARTE 21:00-23:00 Themenabend: Menschenhandel Ein weltweites Verbrechen. Wiederholung: 03.07., 09:55.
ARTE 21:00-21:45 Die letzten Sklaven Sophie Jeaneau und Anna Kwak berichten aus Mauretanien.
ARTE 21:45-22:30 Sklaven für den Orient Dokumentation von Antoine Vitkine über den Handel der Europäer mit afrikanischen Sklaven und den zwischen afrikanischen Staaten.

25.06.2008
ARTE 06:50-07:00 Mit offenen Karten Geopolitik der Schiiten. Wiederholung: 01.07., 06:50,07.07., 06:50.

26.06.2008
PHOENIX 00:45-01:30 Königinnen vom Nil 1. Hatschepsut. Von Michael Gregor und Wolfram Giese.
PHOENIX 01:30-02:15 Königinnen vom Nil 2. Mord, Macht und Leidenschaft - die Ptolemäerinnen.
PHOENIX 02:15-02:25 Die Bundeslade Von Walter Heinz.
PHOENIX 02:25-03:10 Söhne der Wüste Durch die Sahara. Von Michael Gregor.
PHOENIX 03:10-03:50 Söhne der Wüste Durch die Atacama. Von Stephan Koester.
PHOENIX 03:50-04:35 Söhne der Wüste Durch Gobi und Taklamakan. Von Bernd Liebner.
PHOENIX 05:20-06:05 Expedition ans Ende der Welt Mit dem Postschiff in die Südsee. Von Christel Fromm.
3sat 05:30-06:00 Trinidad - Von Vampiren, Blattschneidern und Herkuleskäfern Von Hans Giffhorn.
Wdr 22:00-22:30 Liebe mit Hindernissen - WELTWEIT-Reportagen über die schönste Sache der Welt Mit Kurzreportagen aus Japan und China Alaska, Spanien und Mali.

27.06.2008
NDR 11:30-12:15 Schatzkammer Madagaskar. Von Andrew Young und Dominic Weston. Wiederholung: 28.06., 01:50.
3sat 14:35-15:00 Tansania - Der Kampf ums Paradies Eine Reise rund um den Kilimandscharo. Von Birgit Virnich.
rbb 15:15-16:00 Namibia Im Etosha-Nationalpark.
ARTE 20:15-21:00 WunderWelten Planet Erde. 11. Dschungelwelten. Von Alastair Fothergill und Huw Cordey. Wiederholung: 04.07., 12:00.
3sat 22:00-22:30 Yahoo - Verrat im Internet Reportage von Michel Lemaur. ORF-Reihe "Weltjournal extra". 2005 schickte der Regimekritiker Shi Tao von seinem Account bei der amerikanischen Internetfirma Yahoo, die gerade den chinesischen Markt eroberte, regierungskritisches Material in den Westen. Die chinesische Polizei forderte von Yahoo die Preisgabe seines Namens. Der Konzern gab nach, Shi Tao landete im Gefängnis. - Die Reportage zeigt das Dilemma westlicher Firmen in China zwischen Business und Moral.

28.06.2008
PHOENIX 06:45-07:30 Tag X 12. September 1683 - Die Türken vor Wien. Von Christian Feyerabend.
SW III 08:00-09:00 Natur nah: Vogelparadies am Wüstenrand Der Djoudi-Nationalpark im Senegal (1+2).
PHOENIX 12:00-12:45 Abenteuer im Regenwald - Eine Reise entlang des Amazonas
3. Von Santarém bis Belém. Von Thomas Aders. Wiederholung: 29.06., 07:30 und 18:00.
PHOENIX 14:45-15:30 Byzanz - das goldene Reich am Bosporus Von Sabine Klauser. Wiederholung: 30.06., 00:15.
PHOENIX 15:30-17:00 Der Kreuzritter Richard Löwenherz 1. Der Kampf gegen Saladin. / 2. Der Kampf um Jerusalem. Von Richard Bedser. Wiederholung: 30.06., 01:00.
BAYERN alpha 19:15-20:00 Eurasische Reiche (2). Die märchenhaften Städte Alexanders des Großen.
3sat 19:20-19:50 Jenseits in Afrika Der See am Äquator. Gundi Lamprecht stellt Menschen vor, die am Turkanasee leben und sich dort engagieren.
PHOENIX 21:00-21:45 Der Nil 3. Die Suche nach der Quelle. Von Gavin Maxwell. Wiederholung: 29.06., 23:15, 02.07., 19:15.

29.06.2008
BAYERN 03:00-03:05 Planet Erde Argentinien: Iguazu-Wasserfälle.
PHOENIX 05:55-07:30 Abenteuer Ägypten - Mit Dietmar Ossenberg unterwegs
Gottkönige, Goldschätze und Grabräuber. / Mumien, Metropolen und Minarette.
3sat 06:00-06:15 Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Shibam, Jemen. Im Chicago der Wüste bröckelt der Lehm. Von Albrecht Heise. Wiederholung: 30.06., 12:45.
MDR 10:14-10:58 Gequältes Paradies Das Naturreservat Bosawas in Nicaragua. Von Carmen Butta.
Hessen 12:00-12:45 Syrien: Aleppo und der Norden Von Eva-Maek-Gérard.
3sat 14:00-14:15 Kulinarische Spurensuche: Äthiopien Von Walter Heinz.
3sat 16:00-16:30 hitec: In den Himmel gebaut Wolkenkratzer der Superlative. Gabi Schlag und Benno Wenz beobachten den Bau des Burj Dubai.
BAYERN alpha 16:35-17:30 Titan von Tanger. Paul Bowles - Eine Legende.
SW III 17:15-18:00 Jemen - Der Dolch der Begierde Mouhcine El Ghomri unternimmt eine Entdeckungsreise durch die Gassen Sanaas und durch das Alltagsleben und die Kultur des traditionsreichen Landes.
ZDF 19:30-20:15 Jenseits von Eden: Lifestyle in der Steinzeit Gerhard Thiel berichtet über eine antike Megalith-Kultur in Anatolien.
PHOENIX 22:30-23:15 Abenteuer Erde Kilimandscharo. Von Alex West. Wiederholung: 03.07., 03:00.

30.06.2008
rbb 10:15-11:00 Spannung unterm Wüstensand Mit Geoforschern in Namibia. Von Manfred Suttinger.
3sat 16:15-17:00 einfachluxuriös - zwei Frauen unterwegs Sansibar. Mit Christien Maier und Jana Caniga.
ARTE 18:05-19:00 WunderWelten Die Musikanten vom Nil. Von Cécile Patingre. Wiederholung: 07.07., 14:00.
PHOENIX 20:15-21:00 Troja ist überall - Der Siegeszug der Archäologie 1. Rivalen im Maya-Reich. Von Andreas Sawall. Wiederholung: 02.07., 20:15.
NDR 23:15-00:00 Hier Bio - dort Tod. Vom Sterben des Orang-Utan. Die langjährigen Recherchen von Ingrid Altemeier dokumentieren die fatalen Folgen der groß angelegten Palmölproduktion und die Verwandlung eines Paradieses in öde Plantagenlandschaften.

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Götz Krieger
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Registriert: Do 10. Jan 2008, 22:16
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Re: TV-Hinweise Juni 2008

Beitrag von Götz Krieger »

Samstag, 28. Juni
19.20-19.50 3sat

Jenseits in Afrika. Der See am Äquator

Ein Film von Gundi Lamprecht
Der Turkanasee, ehemals Rudolfsee, im Norden Kenias wird als die Wiege der Menschheit bezeichnet. Rund um den See wurden Hunderte Artefakte, Schädel und Knochen von bis zu fünf Millionen Jahre alten Urmenschen gefunden. Unweit des Sees leben heute vier Stämme friedlich miteinander: Die Turkana, Samburu, Rendille und El Molo. Sie sind zum Teil Nomaden, zum Teil Fischer. Vor etwas mehr als 100 Jahren entdeckte eine österreichisch-ungarische Expedition unter der Führung des Grafen Samuel von Teleki den entlegenen See am Äquator und benannte ihn nach dem Kronprinzen Rudolf. Seither zieht es immer wieder Österreicher an diesen fernen Ort.

Etwa den Schriftsteller und Abenteurer Herbert Tichy oder das Wiener Ehepaar Brigitte und Wilhelm Meissel, das seit 17 Jahren das kleinste Volk Kenias, die El Molo, unterstützt. Auch der Wiener Chemiker Hugo Hubacek engagiert sich in der Region am Turkanasee: Er stellte seine Erfindung, ein Silikatpulver mit enormer Wasserspeicherfähigkeit, für den ersten Versuchsgarten in dieser Gegend zur Verfügung. Nach rund drei Monaten wurden zum ersten Mal Melonen geerntet, obwohl die vier Stämme am Turkanasee keinerlei Erfahrung im Ackerbau hatten. Gundi Lamprecht stellt die Menschen vor, die am Turkanasee leben und sich dort engagieren.

Sonntag, 29. Juni
05.55-06.45 Phoenix

Abenteuer Ägypten - Mit Dietmar Ossenberg unterwegs: Gottkönige, Goldschätze und Grabräuber

06.45-07.30 Phoenix

Abenteuer Ägypten - Mit Dietmar Ossenberg unterwegs: Mumien, Metropolen und Minarette

09.15-09.50 Arte

Wo Du herkommst...Die schönsten Momente

Jugendliche zwischen acht und 13 Jahren auf ihrer ersten Reise in das Herkunftsland ihrer Eltern oder Großeltern: Indien, Bangladesch, Sankt Kitts, Mauritius, Marokko, Jordanien, Türkei, Uganda, Bulgarien, Kolumbien. Die preisgekrönte Dokumentarreihe begleitet Jugendliche auf der Suche nach ihren kulturellen und religiösen Wurzeln. Jede Reise ist ein persönlicher, unbefangener Blick auf ein Land mit seinen Lebensgewohnheiten, vertraut und fremd zugleich, ein Blick, der den Kontrast zu dem Land zeigt, in dem die Jugendlichen aufgewachsen sind.

Gemeinsam ist ihnen, dass sie nicht britischer Herkunft sind, aber in Großbritannien geboren und aufgewachsen sind und das Land ihrer Eltern nicht kennen. Sie reisen zum ersten Mal in ihr Herkunftsland, um zu erfahren, wie man dort lebt. Jeder Film der Reihe begleitet einen Jugendlichen in sein jeweiliges Land. Und jeder Film ist eine einfühlsame und humorvolle Reise in ein anderes Land mit seinen Sehenswürdigkeiten und seiner Kultur, seiner Religion und seinen Lebensgewohnheiten.

14.00-14.15 3sat

Kulinarische Spurensuche: Äthiopien

Ein Film von Walter Heinz
In Äthiopien ist Injera, ein weiches Fladenbrot aus Hirsemehl, Nahrung, Teller und Besteck zugleich. Mit einem Stück Injera werden die anderen Speisen, ob scharfe Saucen, rohes Rindfleisch, Lammfleisch oder Gemüse, zum Mund geführt. Nach dem Essen folgt die Kaffeezeremonie, ein obligatorischer und tagfüllender Dauerhöhepunkt: das wiederholte Rösten der Bohnen, das Mahlen im Handmörser und die ausgeklügelte, dem uraltem Brauch folgende Zubereitung. Walter Heinz geht auf kulinarische Spurensuche in Äthiopien.

22.30-23.15 Phoenix

Abenteuer Erde. Kilimandscharo

Ein Film von Alex West, WDR/2006
Der Kilimandscharo ragt fast 6.000 Meter in den Himmel. Obwohl er in den Tropen liegt, ist seine Spitze von Eis bedeckt. Er ist der höchste freistehende Vulkan der Welt. Für die Menschen, die an seinen Hängen leben, ist er von großer spiritueller Bedeutung.

23.15-00.00 Phoenix

Der Nil (3/3): Die Suche nach der Quelle

Ein Film von Gavin Maxwell, WDR/2005

Montag, 30. Juni
14.00-14.55 Arte

WunderWelten: Kenia - Der Kampf der Massai

(Wh. v. 23.06.08)

16.15-17.00 3sat

einfachluxuriös - zwei Frauen unterwegs: Sansibar

Mit Christine Maier und Jana Caniga
Für die Reisesendung "einfachluxuriös" reisen jeweils zwei Frauen zu beliebten Tourismusdestinationen weltweit. Während eine der beiden im Luxus schwelgt, reist die andere auf einfache Weise ohne großen Komfort. In dieser Folge bereist Christine Maier als Luxustouristin Sansibar, das als ehemals reiche Gewürz- und Sklaveninsel noch immer vom Mythos der Geschichten aus 1001 Nacht umgeben ist. Christine Maier wohnt im besten Hotel der Insel. Sie trifft den Sohn des Präsidenten, Abeid Karume, dessen Familie seit drei Generationen die Geschicke von Sansibar lenkt. Der Gewürzhändler Mohamed Said Ali, der auch als traditioneller Naturheilarzt Medizin in die ganze Welt verkauft, zeigt Christine Maier, wie die verschiedenen Gewürze wachsen und was man mit ihnen machen kann.

Sansibars prächtige Altstadt Stone Town ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Der berühmte Historiker Professor Abdul Sheriff nimmt Christine Maier mit auf einen Rundgang durch die orientalischen Paläste. Jana Caniga ist einfach unterwegs. Sie trifft am Strand von Nungwi auf den Bootsbauer Haji, der wie seine Vorfahren Dhaus herstellt, Holzschiffe die schon zu Zeiten von Sindbad dem Seefahrer auf den Handelsrouten im Indischen Ozean unterwegs waren. Dann hilft Jana Caniga einer "Seegras"-Farmerin bei ihrer Arbeit und wird zum Tee in ihre einfache Lehmhütte eingeladen - die Pflanze wird in der japanischen Küche, aber auch von der internationalen Kosmetikindustrie verwendet. Die ehemalige Journalistin Nasra Hilal weiht Jana Caniga in die Welt der "Kanga-Kommunikation" ein: Die traditionelle Kleidung der Frauen, die "Kanga", wird seit Jahrhunderten eingesetzt, um persönliche oder politische Botschaften zu übermitteln. Nasra Hilal, Mutter von drei Kindern, hat ihren Söhnen Kochen beigebracht und setzt sich für die Rechte der Frauen ein. Schließlich treffen Jana Caniga und Christine Maier die 93-jährige Gesangsikone Bi Kidude, die in der arabischen Welt verehrt wird, zu einem Privatkonzert bei ihr zu Hause.

18.05-19.00 Arte

WunderWelten: Die Musikanten vom Nil

Eine Dokumentation, Frankreich 2003, ARTE F, Synchronfassung
"Diejenigen, die den Propheten lieben, applaudieren jetzt!", ruft Mohamed in die auf dem Boden sitzende, dicht gedrängte Menge und steigt auf eine kleine Bühne zu den anderen Musikern. Manche Männer sind aufgestanden und tanzen oder schwenken weiße Tücher zum Rhythmus der Musik. Es ist später Abend in Luxor und die enge Gasse ist mit ein paar bunten Lämpchen beleuchtet. Hier, unter freiem Himmel sorgt die ägyptische Folk-Gruppe "Les Musiciens du Nil", die zu Beginn der 80er Jahre erstmals in Europa auftrat, bei einer Hochzeitsfeier für Stimmung. Das Ensemble hat heute längst Kultstatus.

"Les Musiciens du Nil" sind wandernde Musiker und Geschichtenerzähler und damit Erben einer jahrtausendealten Tradition, die in der Gegend von Luxor, aus der sie stammen, bis heute lebendig gehalten wird. Ursprünglich tingelten solche Musikgruppen seit dem siebten Jahrhundert von einem Dorf zum anderen, um die glorreichen Taten von Abu-Said, dem Helden der Beduinenstämme, zu besingen. Heute sind die "Musiciens du Nil" Weltstars. In Frankreich, wo viele ihrer CDs verkauft wurden, wurden sie 1995 entdeckt. Ihre Vorfahren entstammten Zigeunerfamilien und so sind sie bis heute wahre Weltenbummler geblieben. "WunderWelten" taucht ein in ihr Alltagsleben in ihrer ländlichen Heimat in Ägypten, wo sie Einblick in die traditionelle Lebensweise ihres fahrenden Volkes geben.

Grüße

Götz
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