Erfahrung mit Reisevorträge halten?

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Avidjo
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Erfahrung mit Reisevorträge halten?

Beitrag von Avidjo »

Hallo!

Da ich neu hier bin ( aber "heimlich" mitgelesen schon seit ein paar Jahren ;) ) möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin seit rund 10 Jahren auf längeren Reisen, vor allem in Afrika. Meist 4-8 monatige Reisen mit "Öffentlichen" (also in Afrika, was halt gerade fährt :) ). Fotografie ist eine Hauptmotivation und da ich mittlerweile Unmengen an ungewöhnlichen Situationen und doch guten Aufnahmen zusammen habe (und damit hier im Forum wohl in guter Gesellschaft bin ;) ), möchte ich gerne Vorträge halten und damit- ich geb's zu :oops: - auch die Reisekasse aufbessern. Die Grundvoraussetzungen sind eigentlich gegeben: Vortragserfahrung durch meinen Beruf, Bilder in guter Qualität und auch die Motive keine Durchschnitts- oder Alltagsszenen.

Ich bin auch kein Illusionist. Mir ist bewusst, dass diejenigen die Reisevorträge hauptberuflich machen hier mit ganz anderen Dimensionen arbeiten und Profis auf dem Gebiet von Marketing sind, Kontakte haben (Saalmieten, Medien...) die sich über Jahre aufgebaut haben, etc.

Über die Forensuche hab ich gesehen, dass einige von euch diesbezüglich bereits Erfahrung haben. Wohl anfangs auch mit Vorträgen bei Treffen, Stammtischen, Vereinen etc. Das wäre natürlich ein guter Anfang, allerdings bin ich diesbezüglich nicht aktiv. Bei Reisefestivals gibt es kurze 30 minütige Vortragsmöglichkeiten für "Newbies" - da werd ich für die nächste Saison anfragen - aber das ist halt erst in einem Jahr.

Was ich mir allerdings auch denke: Ich kann bestimmt in der einen oder anderen Gemeinde über Kontakte zu Freunden im Gemeindesaal einen Vortrag halten. Meine Idee ist: Durch kleinere Strukturen am Land fällt die Werbung weg (Bekanntgabe in Gemeindezeitung? Auf der website? Mundpropaganda?). Immerhin herrscht am Land keine Überflutung an Veranstaltungen, wenn also eine Veranstaltung ist, so weiß man davon - Denk ich mir halt mit meiner städtischen Naivität :)
Ich kann mir auch vorstellen, dass der Gemeindesaal kostengünstig (oder gratis?) zur Verfügung gestellt werden kann, das finanzielle Risiko einer Saalmiete also wegfällt. Nun frag ich mich, was das wohl abwirft. Sind 50 Besucher bei einem Reisevortrag in einer Landgemeinde von sagen wir 5000 Einwohnern ohne dass man den Vortragenden persönlich kennt denkbar? Wenn dem so ist, dann könnte so ein Vortrag doch 200-500 Euro abwerfen, wenn man sagen wir 5-10 Euro Eintritt hat? Sorry, dass hier gleich von einer Monetarisierung die Rede ist, aber eine Aufbesserung der Reisekasse wäre doch ganz nett. :roll:

Und klar, anfangs werd ich es einfach mal ausprobieren, gratis oder mit Spende und schauen wie es ankommt und wie viele kommen. Aber mich würde interessieren, was diejenigen die bereits Erfahrung damit gemacht haben sagen? Kriegt man einfach so ohne weiteres 50 Leute zusammen?

danke und lg
Avidjo
Carlo
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Re: Erfahrung mit Reisevorträge halten?

Beitrag von Carlo »

Hallo Avidjo,

meine Erfahrungen mit dem Halten von Vorträgen bestehen nur aus Vorträgen bei Reise-/Motorradtreffen, also nichts "offizielles". Es ist auch schon ein paar Jahre her 8)
Ich bin öfter bei Vorträgen in Merchweiler/Saarland zu Gast. Kleine Gemeinde, aber Zuschauerzahlen >100. Die Veranstaltungen werden organisiert von http://photomission.de/. Vielleicht kannst du mit denen mal Kontakt aufnehmen.
BTW: Die Eintrittskarten der Multivisions-Shows liegen bei ca. 12-14 €

Ciao, Carlo
Canadier
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Re: Erfahrung mit Reisevorträge halten?

Beitrag von Canadier »

Seit ein paar Jahren halte ich auch über das Winterhalbjahr Reisevorträge. In dem Bereich Fuß zu fassen ist nicht leicht. Niemand waret auf Dich. In kleinen Gemeinden, wo sonst nix los ist, ist auch nix los, wenn Du einen Vortrag halten willst. Kaum jemand wird Dir den Gemeidesaal kostenlos überlassen, damit Du eine kommerzielle Veranstaltung daraus machst. Dann will auch das Ordungsamt noch Geld, wenn Du plakatierst, Zeitungsinserate kosten auch ....
Du mußt dort anfragen, wo sonst auch Reisevorträge laufen. Alternativ kann man auch mal bei Reha- oder Kurkliniken anfragen. Da kann man erste Erfahrungen sammeln. Allerdings dürfte der Ertrag dort meist bescheiden ausfallen.
1. Du benötigst die technischen Voraussetzungen, von der Präsentationssoftware bis zur PA-Anlage. 5k kostet das sicher, eher mehr ...
2. Du mußt Dich verkaufen können. Eine vernünftige Website, Flyer und Plakate in verschiedenen Größen sind da notwendig ...
3. Dein Vortrag findet nur Besucher, wenn Du ein Thema vorstellst, mit dem sich die Leute identifizieren können. Die schönsten Bilder von Benin oder Togo wird niemand sehen wollen.

Es ist nicht unmöglich - aber auch nicht so einfach, wie du es dir ausmalst.
Avidjo
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Re: Erfahrung mit Reisevorträge halten?

Beitrag von Avidjo »

Danke für die ersten Antworten.
Also einfach ausmalen tu ich's mir nicht, eher im Gegenteil - ich frage mich ob sowas überhaupt funktionieren kann ohne gleich mit einer Riesenmarketingmaschine und Kontaktnetzwerken aufzufahren.
Deine angeführten Punkte sind klar, das sind Grundvoraussetzungen. Ich frage mich eher was denn überhaupt bei so einem Vortrag unter dem Strich übrig bleibt. Und wie viele Besucher überhaupt kommen wenn man nur auf Mundpropaganda, Gemeindezeitung und ein paar Plakate in 5000 EW Gemeinden setzt. Sind da 50 Leute realistisch? Und bleiben einem zumindest 50% vom Ticketpreis (wenn man Saalmiete, Veranstaltergebühr, Ticekting etc. abzieht)? Wie bewerbt ihr eure Veranstaltungen?
seppr
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Re: Erfahrung mit Reisevorträge halten?

Beitrag von seppr »

Saalmiete, Veranstalterkosten, Werbekosten etc. sind Fixkosten und können bei geringer Zuschauerzahl höher als die Einnahmen sein. Also eine Prozentzahl an den Einnahmen anzunehmen ist nicht sinnvoll.
Besser man rechnet mit der Mindestzuschauerzahl, ab der Gewinn entsteht.

Ich kenne Treffen, auf denen die Vortragenden kein Honorar sondern den Ertrag eines durchgereichten Spendenkorbes erhalten. Ich hielt 2014 mal so einen Vortrag und es kam irgendwas um 120.- Euro zusammen, den ich aber den Vortragenden des Folgetages spendete. Für diese Summe muss man anreisen und dort auch stehen.
Dabei sein und auch einmal einen Beitrag leisten war damals die sportliche Devise.

Große Globetrottertreffen haben ein größeres Budget und bevorzugen prominente Vortragende wie etwa Lila Pistenkuh, August den Reisewagen etc.. Bei Dir besticht die Tatsache, dass Du Afrika mit dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr und nicht mit Expeditions-LKW bereist hat. Das wäre einmal eine Alternative, man müsste dieses Merkmal dann aber auch etwas herausstellen.

Sepp
abacus
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Re: Erfahrung mit Reisevorträge halten?

Beitrag von abacus »

Hallo,

es gibt die Vortragsbörse: https://gbv-vortraege.de/vortragsboerse/ hier treffen sich Vortragende und Organisatoren.
Nach meiner Erfahrung eine eingeschworene Gemeinschaft, nicht so leicht von aussen reinzukommen. Also auf die Börse kommst du, aber dann auch Engagements zu bekommen ist schwer.

Das Thema ist extrem wichtig, oben heißt es "3. Dein Vortrag findet nur Besucher, wenn Du ein Thema vorstellst, mit dem sich die Leute identifizieren können. Die schönsten Bilder von Benin oder Togo wird niemand sehen wollen." D.h. entweder ein 0815-Thema, Norwegen, Canada, Jakobsweg oder so geht immer, oder total extrem (Rückwärts mit dem Rollstuhl auf den Everst oder so). Aber alles dazwischen interesiert die Leute und die Veranstalter nicht. Dann brauchst du zusätzlich Bücher und Kalender ... dies ist meine Erfahrung von vor 10 Jahren mit Zentralasien (http://www.zentralasien.org) und Geld verdienen war dann für mich auf einem anderen Gebiet einfacher. Und so kann ich jetzt im Winter reisen und den Sommer hier geniessen, denn im Winter Vorträge halten und im Sommer reisen ist auch ätzend, ich erinner mich an eine grausselige Heimfahrt nach einem abendlichen Schneesturm ...

Grüße
abacus

PS: und von wegen auf dem Land ist nix los. Bei mir ging damals die Sache mit den Vorträgen einher mit einem Umzug von der Stadt aufs Land (hatte "versehentlich" einen Bauernhof gekauft und brauchte nun ein alternaives Einkommen da ich einen "Stadtberuf" hatte ...). Ich dachte hier (120 Einwohner) ist der Hund begraben, aber von wegen, die Gemeinschaft ist hier viel enger, jeder ist in Vereinen und der Feuerwehr etc. organisiert, heute abend darf ich die Landfrauen bewirten ... im nächst größeren Kaff (2500 Einwohner) gibts Konzerte, im Sommer und Winter Theater (gibts in vielen Orten rundrum), ständig Parties und Feten, da kommt man gar nicht hinterher ... und das bei nix los aufm Land ...
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Uwe Schmitz
Moderator
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Re: Erfahrung mit Reisevorträge halten?

Beitrag von Uwe Schmitz »

hallo ihr fotografen und filmer,
ich habe vor gut 30 jahren mit einen ersten reisevortrag angefangen, mit 2 diaprojektoren und phillips cassettendeck zum wiedergeben von musik und livegeräuschen sowie zum steuern der überblendungen. das war damals noch was besonderes...
vor 20 jahren bin ich auf 3 projektoren und vertonung/steuerung über ein laptop umgestiegen, das war nochmal was besonderes. und ich hatte für meine bis dahin 4 reisevorträge ein thema (s.meine signatur), mit dem sich geschätzte 3/4 der bevölkerung identifizieren konnte ("oh, so eines hatte ich/die schwester/mutter/kollegin auch mal"!)

so konnte ich gut bei volkshochschulen, orientvereinen, altenheimen und auf themenpassenden treffen meine vorträge zeigen.
mir war aber von anfang an klar, dass ich damit niemals meine reisen würde finanzieren können. mein ziel war es nur, die damals noch immensen ausgaben für die diafilme und rähmchen wieder "reinzukriegen", was mir auch gelang. da ich aber meine vorträge nicht live betextet habe, sondern beim vortrag nur vom band sprach, war ich trotz guten themas für viele bühnen uninteressant, deshalb blieben mir nur die oben genannten veranstaltungsorte, bei denen ich mich nicht um werbeplakate, saalmiete (und gema) kümmern musste, die aber nur ein kleines honorar, quasi ne aufwandsentschädigung, zahlten (war aber auch mal von vorteil, als an einem vortragstermin ein spiel der nationalelf stattfand, und da kamen nur ne handvoll gäste).
seit die fotografische welt voll digital stattfindet, es hemmungslos und ohne große kosten geknipst werden kann und die präsentationen dank magix und aquasoft u.a. ohne großen aufwand erstellt werden können, ist die schar derer, die was zum vorzeigen haben, arg gestiegen. allerdings ist nicht alles, was gezeigt wird, wirklich spannend und sehenswert, so dass ich finde, dass das interesse am angucken von reisevorträgen ziemlich nachgelassen hat (auch bei mir), besonders wenn dafür bisweilen mehr geld als bei nem kinobesuch verlangt wird.
dazu kommt noch die endlose auswahl an dokumentar- und tierfilmen im TV, mit möglichkeiten und qualitäten, die unsereins nie erreichen kann ...

RESULTAT:
die wenigen großen vortragenden, deren qualitäten bekannt sind, werden mit vollen sälen belohnt, neulinge in der präsentations-szene werden sehr strampeln müssen, wenn mehr als ein kleines taschengeld dabei rausspringen soll.

wow, hab' ich doch arg viel geschrieben

viele grüße und allzeit gut licht
uwe
ultra
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Registriert: Mi 2. Sep 2015, 20:20

Re: Erfahrung mit Reisevorträge halten?

Beitrag von ultra »

ich glaube die Zeiten sind dank Internet vorbei. Wer sich informieren mag macht es online. (und meist kostenlos)

Dein Alleinstellungsmerkmal ist höchstens, dass du sehr nah dran bist an der Realität, stell das heraus denn öffentliche fahren sieht nach Abenteuer aus. keine geschönten Szenen und tolle Sonnenuntergangsmotive, davon gibt es Millionen!

Ich würde mit hübsch gemachten Fotos einen Instagram account erstellen und pflegen, wenn du da zu Berühmtheit gelangst sollte der Rest von alleine laufen... ist halt was für Fotofetischisten und nicht mein Ding.
wer ich bin und mit was ich reise kann man am Besten hier erfahren:

reiseblogs-f43/weltreise-im-selbstgebau ... 55550.html
Mauritius
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Erfahrung mit Reisevorträge halten?

Beitrag von Mauritius »

Die letzten beiden Beiträge, vor allem der von Uwe Sch., bringen es auf den Punkt:
Das Netz ist voll von Vorträgen / Reportagen usw., die ich mir zu Hause im Ohrensessel oder auf der Couch ansehen + genießen kann. Und das ohne zeitl. Termine, ohne Eintritt + ohne mich aus dem Haus bewegen zu müssen.

Zumal etliche Vorträge den kommerziellen Charakter des Geldverdienens absolut in der Vordergrund stellen, ganz besonders fällt mir dazu K. Albert mit seinen RUS-Reisen, https://www.abenteuerosten.de/konstantin-abert/
aber auch mit der Panamerika-Tour ein, die schnell mal 20 k € Teilnahme kostet, wofür dann bei solchen Vorträgen die Werbetrommel gerührt wird.

Auch die Zeit der gedruckten Reiseführer geht rapide dem Ende zu - es ist alles auffindbar um Netz u. viel einfacher + viel billiger.

Nur mal meine 2 ct dazu . . .
Avidjo
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Re: Erfahrung mit Reisevorträge halten?

Beitrag von Avidjo »

Danke für die Antworten.

Es wundert mich ein wenig, dass scheinbar niemand hier zumindest 50 Leute in einer Gemeinde bei einem seiner Vorträge hat.
Was das zuletzt angesprochen Randthema betrifft, ob Reisevorträge generell noch zeitgemäß sind: Vielleicht ist es in Deutschland anders, aber in Österreich boomen Reisevorträge. Es gibt immer mehr und auch Reisefestivals sind randvoll besucht. Vielleicht gibt es hier einfach regionale Unterschiede. Aber wie gesagt, um das geht es eigentlich gar nicht.

seppr hat geschrieben:
Ich kenne Treffen, auf denen die Vortragenden kein Honorar sondern den Ertrag eines durchgereichten Spendenkorbes erhalten. Ich hielt 2014 mal so einen Vortrag und es kam irgendwas um 120.- Euro zusammen, den ich aber den Vortragenden des Folgetages spendete.
Sepp, wie viele Besucher waren denn bei diesen Vorträgen und wie waren sie organisiert (Veranstalter? Mundpropaganda? Freunde und Bekannte?)?
abacus hat geschrieben: die Gemeinschaft ist hier viel enger, jeder ist in Vereinen und der Feuerwehr etc. organisiert,
Abacus, genau deshalb denke ich, dass es am Land einfacher ist die Information, dass ein Reisevortrag stattfindet, ohne großen Werbeaufwand unter die Leute zu bringen - am Land sind Leute wesentlich vernetzter. :wink:

Mal sehen, vielleicht meldet sich ja noch wer, der kleinskaliger unterwegs ist (davon gibt es ja auch genug, wie ich immer wieder im Tourkalender auf websites eher unbekannter Reisender lesen kann - und deren Vorträge sind in kleinen Landgemeinden!) und berichten kann wie er die Veranstaltungsinformation weiterbringt, wie viele Besucher tatsächlich kommen und was einem unterm Strich übrig bleibt.
Würde mich freuen!
Carlo
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Re: Erfahrung mit Reisevorträge halten?

Beitrag von Carlo »

Moin,

ich war letzten Sonntag (mal wieder) in einer kleinen Gemeinde einen Vortrag schauen,
BTW: Das war mal ein ganz andere Art von Vortrag (Trailer dazu: https://vimeo.com/232334518).
Der Saal war ausverkauft, ich schätze mal weit über 200 Leute.
Es hängen zwar auch Plakate aus, aber man kann sich beim Veranstalter (auch bei vielen Vortragenden) in eine Mailingliste eintragen lassen und wird über kommende Vorträge informiert.
Meiner Beobachtung nach, ich gehe gerne und oft zu solchen Vorträgen, sowohl im städtischen Bereich (Karlsruher Raum), als auch im eher ländlichen Raum im Saarland, sind die Besucherzahlen nicht rückläufig. Dies ist natürlich kein statischtisch relevanter Wert, das kann in anderen Gegenden ganz anders aussehen.
Es ist sicher nicht leicht, in dem Gewerbe Fuss zu fassen, viel Glück dabei!

Ciao, Carlo
Canadier
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Re: Erfahrung mit Reisevorträge halten?

Beitrag von Canadier »

Ein guter Reisevortrag ist Unterhaltung. Je nach dem, wie sehr sich ein Veranstalter reinhängt, hat man volles Haus oder nur wenig Gäste. Werbung und auch gewachsene Strukturen von Veranstaltungen sind dabei ausschlaggebend.
Ich hatte schon über 150 Zuschauer im Vortrag, etliche Male ausverkaufte Säle, das bedingt aber immer einen Veranstalter, der seinen Job gut macht. Ich hatte leider auch schon Vorträge an vermeintlich guten Orten, in denen 20, 30, 40 Leute saßen. Es mag dann Pech gewesen sein, am Wetter gelegen haben, am TV-Programm - oder am Engagement des Veranstalters. Es gibt auch Orte, in denen ich heute "Nein" sagen würde.

" ... Und wie viele Besucher überhaupt kommen wenn man nur auf Mundpropaganda, Gemeindezeitung und ein paar Plakate in 5000 EW Gemeinden setzt. ..."

Nach meiner Einschätzung: 10 - 30 (mit Glück vielleicht ein paar mehr)

"... Und bleiben einem zumindest 50% vom Ticketpreis ..."

Es sollten mindestens 70% sein, wenn Du direkt mit einem Veranstalter arbeitest. Darin enthalten sind dann aber auch dein Anfahrtsweg, Kosten für Plakate, Flyer, eventuell Übernachtung usw. und die MwSt.



Zitat von Uwe: " ... RESULTAT:
die wenigen großen vortragenden, deren qualitäten bekannt sind, werden mit vollen sälen belohnt, neulinge in der präsentations-szene werden sehr strampeln müssen, wenn mehr als ein kleines taschengeld dabei rausspringen soll. ..."


Sehe ich fast genau so. Die wenigen Großen haben allerdings den Markt unter sich auch gut aufgeteilt.

Abschließend noch einen Gedanken von mir, was einen guten Vortrag ausmacht.
1. Gute Fotos und Filmsequenzen technisch gut präsentiert (das allein reicht lange nicht)
2. Gute Storries (bei einer geilen Story können auch mal schlechte Bilder sein)
3. Gute Stimme und Rethorik des Referenten, wenn man dann noch spannend oder witzig erzählen kann - um so besser
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