Im Kongo-Becken bei den Flachland-Gorillas ist der Spaß noch etwas billiger, ich habe unseren Gorilla-Ausflug zu den nicht habituierten, also völlig wilden und noch nicht an den Menschen gewöhnten Flachlandgorillas im NP Lobeke in Kamerun im
Forum Sahel kurz beschrieben. Dort geht man mit Guide durch den Wald, die Begegnung läuft dann so ab: Gorillas immer am Baum, weil so groß und schwer, daß er oben nicht von Ast zu Ast hüpfen kann wie die Meerkatzen und Colobus-Affen, muß er am Stamm runter auf die Erde. Der Gorilla kommt also, nachdem er uns gehört hat, mit irrem Gebrüll vom Baum herunter, richtet sich unten nochmals kurz auf mit Drohgebärde, man denkt sich nur: hoffentlich weiß der Affe jetzt, daß er Angst haben und weglaufen soll. Er weiß es, und läuft weg. Der weiter entwickelte Affe ist schweiß gebadet, selbst der erfahrene Guide hat vor Schreck im Reflex seine Machete Richtung Gorilla gerichtet. Die Suche geht weiter, instinktiv geht man jetzt lauter durch den Wald, damit man ja nicht noch so einen Gorilla vom Baum holt.
Gedächtnisprotokoll von
Martin
Ach ja, noch etwas:
In der ZAR gibt es sehr wohl auch eine habituierte Gruppe an Flachlandgorillas, und zwar im 3-Länder-Nationalpark
Dzanga-Sangha. Diese Tour mit Gorilla-Garantie, wie uns der Ranger versichert, kann man ebenfalls vom Lobeke NP aus buchen, ist aber mühsam (Pirogenfahrt) und teuer, weil man in der ZAR dann ein Auto bezahlen muß, das einen zu den Gorillas bringt.