Teilreisewarnung Äthiopien 28.05.2026 | Ausreiseempfehlung aus Regionalstaaten

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 21.12.2018

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien:
Stand 21.12.2018
(Unverändert gültig seit: 21.12.2018)

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise
Im Grenzgebiet der Oromo- und Somali-Regionen kommt es schon seit Anfang 2017 verstärkt zu gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. In Moyale sind aufgrund ethnisch motivierter Auseinandersetzungen seit dem 10. Dezember 2018 zahlreiche Todesopfer zu beklagen. In Jijiga kam es Anfang August 2018 zu Schießereien zwischen lokalen und nationalen Sicherheitskräften sowie Plünderungen und Gewalt durch Jugendgruppen. Auch Dhegahbur ist von dem Gewaltausbruch betroffen.
Reisenden wird empfohlen, diese Gebiete zu meiden. In anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar sind Reisende zu besonderer Vorsicht aufgerufen.
Ebenfalls rund um Moyale im Grenzgebiet Kenia kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen.
Ist eine Demonstration angekündigt, sollte die Reiseroute bzw. der Aufenthaltsort entsprechend angepasst werden.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
Anfang Januar 2017 explodierte jeweils eine Handgranate vor dem Grand Hotel in Bahir Dar sowie eine Woche später im Eingangsbereich des Etasal Hotel in Gondar. Es gab ein Todesopfer und mehrere Verletzte. Am 1. April 2017 wurden durch eine erneute Explosion im Florida Hotel in Gondar drei, am 12. August 2017 in Bahir Dar nahe des Lokals Karibu zwei Menschen verletzt.
In den vergangenen Jahren gab es zudem vereinzelte Bombenanschläge bzw. Anschlagsversuche in Addis Abeba. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Äthiopien auch zukünftig Ziel von Anschlägen sein wird. Dies gilt angesichts des auch militärischen Engagements Äthiopiens in Somalia v. a. im Hinblick auf die dortige Terrororganisation al-Shabaab, die regelmäßig Drohungen gegen in Somalia engagierte Länder ausstößt. Auch der Standort Addis Abeba, als Sitz der Afrikanischen Union (AU), erhöht die Attraktivität für mögliche Terroranschläge. Die äthiopische Regierung warnt vor Aktivitäten al-Shabaabs in Äthiopien.
Es wird daher zu erhöhter Vorsicht, insbesondere in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, geraten. Dies gilt auch für größere Hotels. Dabei sollte auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z. B. Taschen, Pakete oder Textilbündel, geachtet werden. Vorsicht ist auch bei der Teilnahme an Großveranstaltungen angeraten. Das eigene Verhalten sollte möglichst unauffällig sein. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden.

Innenpolitische Lage
Nach der Wahl eines neuen Premierministers hat sich die Sicherheitslage derzeit wieder beruhigt. Der im Februar 2018 ausgerufene Notstand wurde am 5. Juni 2018 vorzeitig beendet. Der Ausrufung des Notstands waren Massendemonstrationen, gewalttätige Streiks, Straßenblockaden und teils gewaltsame Proteste gegen die äthiopische Regierung, überwiegend in der Region Oromia und auf den Hauptstraßen in der Umgebung von Addis Abeba, vorausgegangen. In den Randgebieten des Landes kommt es aber immer wieder zu Zwischenfällen. In der Somali Region (Ogaden) im Osten führt das äthiopische Militär bewaffnete Einsätze gegen Mitglieder der ONLF durch (siehe auch Reisen über Land).

Grenzgebiet zu Eritrea
Von eigenständigen Reisen ohne Begleitung durch äthiopische Sicherheitskräfte in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region wird abgeraten.
Bei Fahrten in das direkte Grenzgebiet zu Eritrea und in die Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.
Es wird davon abgeraten, die Straße Eli Dar Richtung Assab zu befahren. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die Grenzübergänge zwischen Äthiopien und Eritrea sind geschlossen.

Grenzgebiet zu Somalia
Von Reisen in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga wird abgeraten. Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der ONLF, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen. In der gesamten Somali Region (Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Es kommt auch grenzüberschreitend zu größeren Truppenbewegungen.
Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia sollten aufgrund möglicher –auch grenzüberschreitender- Militäraktionen gegen Al-Shabaab-Kämpfer nur in enger Abstimmung mit den äthiopischen Behörden unternommen werden.

Grenzgebiet zu Sudan und Südsudan
Von nicht notwendigen Reisen in die Region Benishangul-Gumez wird abgeraten. Die Lage in Sudan, insbesondere mit möglichen Flüchtlingsbewegungen in Richtung Äthiopien, ist wegen nicht auszuschließender erneuter Zwischenfälle und Übergriffe unwägbar. Auch in der Gambella-Region kam es zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen. Mitte April 2016 kam es zu einem stammespolitisch motivierten Überfall aus dem Südsudan auf Dörfer nahe der Stadt Gambella, bei dem eine große Anzahl Äthiopier getötet und zahlreiche Kinder entführt wurden, nach einem Überfall wurden Mitarbeiter einer Hilfsorganisation von Flüchtlingen angegriffen und getötet. Mittlerweile hat sich durch die hohe Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften die Lage beruhigt. Von nicht notwendigen Reisen in die Region wird dennoch abgeraten.
Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird deshalb zu stark erhöhter Vorsicht geraten. Das Grenzgebiet zu Südsudan sollte gemieden werden. Das Grenzgebiet zu Südsudan sollte gemieden werden.

Grenzgebiet zu Kenia
Von nicht unbedingt notwendigen Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten. Das Risiko von Entführungen an der somalisch-kenianischen Grenze, die ggf. auch ausstrahlen können, ist weiterhin hoch. Es bestehen Unsicherheitsfaktoren im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Stammesauseinandersetzungen.
Bei unabdingbaren Reisen wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten und empfohlen, sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren. Minengefahr besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen ferner in der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Region). Rund um den Grenzübergang Moyale kam es mehrfach, zuletzt Mitte Dezember 2018, zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen den Volksgruppen der Somali- und Oromia Region sowie den Sicherheitskräften, bei denen zahlreiche Todesopfer zu beklagen waren.

Oromo-und Amhara-Regionen
In den Oromo-und Amhara-Regionen kommt es des Öfteren zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen. Reisende sollten besonders vorsichtig sein, Menschenansammlungen meiden und sich tagesaktuell über die Sicherheitslage informieren.

Süd-Omo-Zone
Bei Reisen in der Süd-Omo-Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, wird dringend empfohlen, sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren.
Aufgrund eines bewaffneten Überfalls auf eine europäische Reisegruppe im November 2016 wird empfohlen, Reisen im Gebiet nördlich des Omo-Nationalparks nur mit professionellen Reiseveranstaltern in Begleitung von äthiopischen Sicherheitskräften zu unternehmen. Von Individualreisen in der Region wird abgeraten.

Kriminalität
Überfälle, auch auf ausländische Touristen, können nicht ausgeschlossen werden.
In Addis Abeba kommt es häufiger zu Taschendiebstählen und gelegentlich auch zu Raubüberfällen auf Passanten. Erhöhte Aufmerksamkeit, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit, ist geboten. Auch in anderen Städten und im Ländlichen kann es zu solchen Straftaten kommen. Zusätzlich kam es gelegentlich zu gewaltsamen Übergriffen nach Meinungsverschiedenheiten und Missverständnissen.
Reisende sollten zudem stets mehrere Kopien ihres Reisepasses mitführen. Jeder Vermieter von Wohnraum und Autovermieter müssen den Behörden Daten ihrer Mieter bzw. Kunden zur Verfügung stellen.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in der Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.
Auswärtiges Amt

Gruß
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 16.01.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien:
Stand 16.01.2019
(Unverändert gültig seit: 16.01.2019)

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise
- Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige


Aktuelle Hinweise
Im Grenzgebiet der Oromo- und Somali-Regionen kommt es schon seit Anfang 2017 verstärkt zu gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. In Moyale sind aufgrund ethnisch motivierter Auseinandersetzungen seit dem 10. Dezember 2018 zahlreiche Todesopfer zu beklagen. In Jijiga gab es Anfang August 2018 Schießereien zwischen lokalen und nationalen Sicherheitskräften sowie Plünderungen und Gewalt durch Jugendgruppen. Auch Dhegahbur ist von dem Gewaltausbruch betroffen. Im Dezember 2018 kam es zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz zu Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und den Sicherheitskräften. Die Strecke von Asossa nach Nekemte war ebenfalls betroffen.
Reisenden wird empfohlen, diese Gebiete zu meiden. In anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar sind Reisende zu besonderer Vorsicht aufgerufen.
Ebenfalls rund um Moyale, im Grenzgebiet zu Kenia, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.
Reisenden wird geraten, Demonstration und größere Menschenansammlungen zu meiden, Reiserouten bzw. den Aufenthaltsort entsprechend anzupassen und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
In den vergangenen Jahren gab es vereinzelte Bombenanschläge bzw. Anschlagsversuche in Äthiopien, wie im Januar 2017 vor einem Hotel in Bahis Dar und im April 2017 in Gondar. In Addis Abeba und im Land verstreut werden regelmäßig Waffenlager und –transporte durch die Sicherheitsbehörden festgestellt.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Äthiopien auch zukünftig Ziel von Anschlägen sein wird. Dies gilt auch angesichts des militärischen Engagements Äthiopiens in Somalia v. a. im Hinblick auf die dortige Terrororganisation al-Shabaab, die regelmäßig Drohungen gegen in Somalia engagierte Länder ausstößt. Auch der Standort Addis Abeba, als Sitz der Afrikanischen Union (AU), erhöht die Attraktivität für mögliche Terroranschläge. Die äthiopische Regierung warnt vor Aktivitäten al-Shabaabs in Äthiopien.
Es wird daher zu erhöhter Vorsicht, insbesondere in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, geraten. Dies gilt auch für größere Hotels. Dabei sollte auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z. B. Taschen, Pakete oder Textilbündel, geachtet werden. Vorsicht ist auch bei der Teilnahme an Großveranstaltungen angeraten. Das eigene Verhalten sollte möglichst unauffällig sein. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden.
Innenpolitische Lage
Der im Februar 2018 ausgerufene Notstand wurde am 5. Juni 2018 vorzeitig beendet. Der Ausrufung des Notstands waren Massendemonstrationen, gewalttätige Streiks, Straßenblockaden und teils gewaltsame Proteste gegen die äthiopische Regierung, überwiegend in der Region Oromia und auf den Hauptstraßen in der Umgebung von Addis Abeba, vorausgegangen. In den Randgebieten des Landes kommt es aber immer wieder zu Zwischenfällen.
Reisende sollten Demonstrationen und Menschenansammlungen stets meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften Folge leisten.

Grenzgebiet zu Eritrea
Von eigenständigen Reisen ohne Begleitung durch äthiopische Sicherheitskräfte in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region wird abgeraten.
Bei Fahrten in das direkte Grenzgebiet zu Eritrea und in die Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.
Es wird davon abgeraten, die Straße Eli Dar Richtung Assab zu befahren. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea sowie die Öffnung der Grenze im September 2018 hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.

Grenzgebiet zu Somalia
Von Reisen in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga wird abgeraten. Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der ONLF, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen. In der gesamten Somali Region (Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Es kommt auch grenzüberschreitend zu größeren Truppenbewegungen.
Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia sollten aufgrund möglicher –auch grenzüberschreitender- Militäraktionen gegen Al-Shabaab-Kämpfer nur in enger Abstimmung mit den äthiopischen Behörden unternommen werden.

Grenzgebiet zu Sudan und Südsudan
Von nicht notwendigen Reisen in die Region Benishangul-Gumez wird abgeraten. Die Lage in Sudan, insbesondere mit möglichen Flüchtlingsbewegungen in Richtung Äthiopien, ist wegen nicht auszuschließender Zwischenfälle und Übergriffe unwägbar. Auch in der Gambella-Region kam es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen. DieLage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Von nicht notwendigen Reisen in die Region wird dennoch abgeraten.
Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird deshalb zu stark erhöhter Vorsicht geraten. Dies gilt aufgrund der zunehmend angespannten Sicherheitslage auch für die amharische Grenzregion zu Sudan.
Das Grenzgebiet zu Südsudan sollte gemieden werden.

Grenzgebiet zu Kenia
Von nicht unbedingt notwendigen Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten. Das Risiko von Entführungen an der somalisch-kenianischen Grenze, die ggf. auch ausstrahlen können, ist weiterhin hoch. Es bestehen Unsicherheitsfaktoren im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Stammesauseinandersetzungen.
Bei unabdingbaren Reisen wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten und empfohlen, sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren. Minengefahr besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen ferner in der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Region). Rund um den Grenzübergang Moyale kam es mehrfach, zuletzt Mitte Dezember 2018, zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen den Volksgruppen der Somali- und Oromia Region sowie den Sicherheitskräften, bei denen zahlreiche Todesopfer zu beklagen waren.

Oromo-und Amhara-Regionen
In den Oromo-und Amhara-Regionen kommt es seit der Wahl des neuen Premierministers zunehmend zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen. Reisende sollten besonders vorsichtig sein, Menschenansammlungen meiden und sich tagesaktuell über die Sicherheitslage informieren.

Süd-Omo-Zone
Bei Reisen in der Süd-Omo-Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, wird dringend empfohlen, sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren.
Aufgrund eines bewaffneten Überfalls auf eine europäische Reisegruppe im November 2016 wird empfohlen, Reisen im Gebiet nördlich des Omo-Nationalparks nur mit professionellen Reiseveranstaltern in Begleitung von äthiopischen Sicherheitskräften zu unternehmen. Von Individualreisen in der Region wird abgeraten.

Kriminalität
Überfälle, auch auf ausländische Touristen, können nicht ausgeschlossen werden.
In Addis Abeba kommt es regelmäßig zu Taschendiebstählen und gelegentlich auch zu Raubüberfällen auf Passanten. Erhöhte Aufmerksamkeit, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit, ist geboten. Auch in anderen Städten und im Ländlichen kann es zu solchen Straftaten kommen. Zusätzlich kam es gelegentlich zu gewaltsamen Übergriffen nach Meinungsverschiedenheiten und Missverständnissen.
Reisende sollten zudem stets mehrere Kopien ihres Reisepasses mitführen. Jeder Vermieter von Wohnraum und Autovermieter müssen den Behörden Daten ihrer Mieter bzw. Kunden zur Verfügung stellen.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in der Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Reisepass: Ja
Vorläufiger Reisepass: Ja
Personalausweis: Nein
Vorläufiger Personalausweis: Nein
Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Das Reisedokument muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Visum
Ein Visum ist erforderlich. Das Visum kann vor Reiseantritt bei der äthiopischen Botschaft in Berlin oder dem äthiopischen Generalkonsulat in Frankfurt beantragt werden.
Visumanträge, die persönlich bei der Botschaft eingereicht werden, können innerhalb einer Stunde bearbeitet werden. Auf dem Postweg dauert es ca. eine Woche. Die Bearbeitungszeit von Geschäftsvisa für Journalisten beträgt mindestens einen Monat.
Die genauen Einreisebestimmungen und aktuellen Visagebühren können bei der zuständigen äthiopischen Auslandsvertretung erfragt werden.
Ein Visum bei Einreise ist nur für Touristen bei Ankunft am internationalen Flughafen Bole (Addis Abeba) erhältlich. Grundsätzlich werden hier nur Visa für die einmalige Einreise mit einer Gültigkeit von einem Monat bis maximal drei Monaten ausgestellt. Die Infrastruktur am Flughafen ist allerdings nicht geeignet, eine hohe Zahl ankommender Touristen schnell und problemlos mit Einreisevisa auszustatten. Mit langen Wartezeiten muss daher gerechnet werden. Geschäftsvisa und Visa für einen Daueraufenthalt in Äthiopien können nicht am Flughafen erteilt werden.
Darüber hinaus ist vor Reiseantritt die Beantragung eines E-Visa für einmalige touristische Einreisen ausschließlich am Addis Abeba Bole International Airport möglich.
In Zweifelsfällen weisen die mit der Passnachschau am Flughafen Addis Abeba beauftragten Behörden Ausländer, von denen sie vermuten, dass sie andere als touristische Zwecke in Äthiopien verfolgen, zurück. Die so Zurückgewiesenen müssen mit der sofortigen vorübergehenden Einziehung ihrer Pässe rechnen und werden gezwungen, die Heimreise mit dem nächsten Flug der Gesellschaft anzutreten, mit der sie nach Addis Abeba angereist sind. Die Wartezeit bis dahin müssen sie im internationalen Bereich des Flughafens verbringen. Erst unmittelbar vor Antritt ihres Rückfluges wird so Zurückgewiesenen der Pass zurückgegeben.
Seit 2011 werden viele ostafrikanische Flüge der Ethiopian Airlines am Inlandsflughafen abgefertigt. Dies betrifft u. a. Flüge aus und nach Khartum, Dschuba, Malakal, Dschibuti, Bujumbura, Entebbe, Nairobi und Kigali. Die ostafrikanischen Flüge anderer Fluggesellschaften werden am internationalen Terminal abgefertigt. Eine visumfreie Einreise für bis zu 24 Stunden ist nur mit einem Ethiopian-Airlines-Ticket möglich
Da am Inlandsflughafen bislang kein Visumschalter eingerichtet wurde, kann es bei der Beantragung eines Visums am Flughafen zu Verzögerungen kommen. Es wird daher dringend geraten bei Einreise aus o. g. Ländern das Visum vor der Reise bei der zuständigen äthiopischen Auslandsvertretung zu beantragen.
Visa für Personen, deren Geburtsort in Eritrea liegt, sowie unabhängig von der Herkunft des Antragstellers, Geschäftsvisa oder Visa für einen Daueraufenthalt in Äthiopien werden nicht am Flughafen erteilt, sondern müssen in jedem Fall vorab bei der zuständigen äthiopischen Auslandsvertretung beantragt werden (s. o.).
Gleiches gilt für Visa für Personen, die auf dem Landweg einreisen. Visaerteilungen an den äthiopischen Land-Grenzkontrollposten sind nicht möglich.
Visumverlängerungen müssen bei dem Hauptbüro der äthiopischen Einwanderungsbehörde in Addis Abeba wiederum für die doppelte Visumsgebühr (nur in US-Dollar, nicht in Landeswährung zahlbar) rechtzeitig vor Ablauf des Visums beantragt werden. Eine Gewähr für eine Verlängerung gibt es nicht. Bei Überschreiten der Aufenthaltsdauer ist mit einer hohen Geldstrafe zu rechnen, die in US-Dollar zu entrichten ist. Darüber hinaus kann im Einzelfall auch eine Haftstrafe angeordnet werden.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen
Es existieren keine besonderen Vorschriften für alleinreisende Minderjährige oder für Fälle einer Einreise mit nur einem sorgeberechtigten Elternteil.

Sonstige Hinweise
Bei der Ausreise ist eine Flughafengebühr von 20,- US-Dollar fällig, die meist im Flugticket enthalten ist. Falls dies nicht der Fall sein sollte, muss die Steuer bar am Flughafen entrichtet werden.
Am Internationalen Flughafen Addis Abeba Bole werden bei der Aus- und/oder Einreise an der Passkontrolle Fingerabdrücke, sowie die Aufnahme eines digitalen Passfotos der einreisenden Person genommen.
Eine Weigerung zur Mitwirkung führt kann zu einer Verweigerung der Aus- oder Einreise führen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 10.05.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Äthiopien:

Stand: 10.05.2019 (Unverändert gültig seit: 10.05.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise
Landesspezifische Sicherheitshinweise

Aktuelle Hinweise
Die Sicherheitslage in bestimmten Regionen Äthiopiens bleibt volatil. Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji.

Seit Dezember 2018 finden zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz im Westen des Landes Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und Sicherheitskräften statt. Die Strecke von Asossa nach Nekemte war ebenfalls betroffen. Auch rund um Moyale, im Grenzgebiet zu Kenia, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.

Reisenden wird empfohlen, diese Gebiete zu meiden. In anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar sind Reisende zu besonderer Vorsicht aufgerufen.

Demonstration und größere Menschenansammlungen sollten gemieden, Reiserouten bzw. Aufenthaltsorte entsprechend angepasst und Anweisungen von Sicherheitskräften befolgt werden.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
In den vergangenen Jahren wurden in Äthiopien vereinzelt Bombenanschläge verübt bzw. konnten Anschlagsversuche vereitelt werden. Die erhöhte Gefahr von Anschlägen besteht fort. Im April 2019 konnten in Addis Abeba mehrere ausländische Personen mit dem Verdacht festgenommen werden, konkret Anschläge auf öffentliche Veranstaltungen und Einrichtungen in der Hauptstadt vorbereitet zu haben, Dabei wurden Waffen sichergestellt. Durch das militärische Engagements Äthiopiens in Somalia v. a. im Hinblick auf die dortige Terrororganisation al-Shabaab werden regelmäßig Drohungen gegen in Somalia engagierte Länder bekundet. Auch der Standort Addis Abeba, als Sitz der Afrikanischen Union (AU), erhöht die Attraktivität für mögliche Terroranschläge. Die äthiopische Regierung warnt vor Aktivitäten al-Shabaabs in Äthiopien.

Es wird daher zu erhöhter Vorsicht, insbesondere in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, geraten. Dies gilt auch für größere Hotels. Dabei sollte auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z. B. Taschen, Pakete oder Textilbündel, geachtet werden. Vorsicht ist auch bei der Teilnahme an Großveranstaltungen angeraten. Das eigene Verhalten sollte möglichst unauffällig sein. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden.

Innenpolitische Lage
Ein im Februar 2018 ausgerufene Notstand wurde Anfang Juni 2018 vorzeitig beendet. Der Ausrufung des Notstands waren Massendemonstrationen, gewalttätige Streiks, Straßenblockaden und teils gewaltsame Proteste gegen die äthiopische Regierung, überwiegend in der Region Oromia und auf den Hauptstraßen in der Umgebung von Addis Abeba, vorausgegangen. In den Randgebieten des Landes kommt es aber immer wieder zu Zwischenfällen.

Reisende sollten Demonstrationen und Menschenansammlungen stets meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften Folge leisten.

Kriminalität
In Addis Abeba kommt es regelmäßig zu Taschendiebstählen und gelegentlich auch zu Raubüberfällen auf Passanten. Insbesondere stehen auch Ausländer als lohnendes Ziel im Fokus von Kriminellen. Erhöhte Aufmerksamkeit, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit, ist geboten. Solche Straftaten sind auch in anderen Städten und im Ländlichen möglich.
Zusätzlich führen Meinungsverschiedenheiten und Missverständnissen gelegentlich zu gewaltsamen Übergriffen.
Reisende sollten entsprechend vorsichtig und zurückhaltend sein.

Es sollten stets mehrere Kopien des Reisepasses mitgeführt werden. Jeder Vermieter von Wohnraum und Autovermieter muss den Behörden Daten von Mietern bzw. Kunden zur Verfügung stellen.

Grenzgebiet zu Eritrea

Von eigenständigen Reisen ohne Begleitung durch äthiopische Sicherheitskräfte in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region wird abgeraten.

Bei Fahrten in das direkte Grenzgebiet zu Eritrea und in die Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.
Es wird davon abgeraten, die Straße Eli Dar Richtung Assab zu befahren. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea sowie die Öffnung der Grenze im September 2018 hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.

Grenzgebiet zu Somalia
Von Reisen in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga wird abgeraten. Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der ONLF, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen. In der gesamten Somali Region (Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia sollten aufgrund möglicher –auch grenzüberschreitender- Militäraktionen gegen Al-Shabaab-Kämpfer nur in enger Abstimmung mit den äthiopischen Behörden unternommen werden.

Grenzgebiet zu Sudan und Südsudan
Von nicht notwendigen Reisen in die Region Benishangul-Gumez wird abgeraten. Die Lage in Sudan, insbesondere mit möglichen Flüchtlingsbewegungen in Richtung Äthiopien, ist wegen nicht auszuschließender Zwischenfälle und Übergriffe unwägbar. Auch in der Gambella-Region kam es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen. DieLage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird deshalb zu stark erhöhter Vorsicht geraten. Dies gilt aufgrund der zunehmend angespannten Sicherheitslage auch für die amharische Grenzregion zu Sudan.

Das Grenzgebiet zu Südsudan sollte gemieden werden.

Grenzgebiet zu Kenia
Von nicht unbedingt notwendigen Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten. Das Risiko von Entführungen an der somalisch-kenianischen Grenze, die ggf. auch ausstrahlen können, ist weiterhin hoch; es bestehen zudem Unsicherheitsfaktoren im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Stammesauseinandersetzungen.

Bei unabdingbaren Reisen wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten und empfohlen, sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren. Minengefahr besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen ferner in der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Region). Rund um den Grenzübergang Moyale führten gewaltsame Zusammenstöße zwischen den Volksgruppen der Somali- und Oromia Region sowie den Sicherheitskräften mehrfach, zuletzt Mitte Dezember 2018, zu zahlreichen Todesopfern.

Oromo-und Amhara-Regionen
In den Oromo-und Amhara-Regionen kommt es seit der Wahl des neuen Premierministers zunehmend zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen. Reisende sollten besonders vorsichtig sein, Menschenansammlungen meiden und sich tagesaktuell über die Sicherheitslage informieren.

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Aufgrund eines bewaffneten Überfalls auf eine europäische Reisegruppe im November 2016 wird empfohlen, Reisen im Gebiet nördlich des Omo-Nationalparks nur mit professionellen Reiseveranstaltern in Begleitung von äthiopischen Sicherheitskräften zu unternehmen. Von Individualreisen in der Region wird abgeraten.
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Kontaktdaten:

Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 23.06.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Äthiopien:

Stand: 23.06.2019 (Unverändert gültig seit: 23.06.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

Am Abend des 22. Juni 2019 wurde in Addis Abeba der Generalstabchef der äthiopischen Armee erschossen. Zuvor kam es am selben Tag in Bahir Dar zu einem Staatsstreich gegen den Präsidenten der Region Amhara, auch dieser kam dabei zu Tode. Sicherheitskräfte haben den Staatsstreich im Übrigen vereitelt.

Bis zur weiteren Klärung der Lage wird empfohlen, im Stadtgebiet Addis Abeba von nicht notwendigen Fahrten abzusehen. Auch von Fahrten in die Region Amhara sollte abgesehen werden.

• Seien Sie besonders vorsichtig
• Vermeiden Sie Menschenansammlungen weiträumig
• Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Die Sicherheitslage in bestimmten Regionen Äthiopiens bleibt volatil. Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji.

Seit Dezember 2018 finden zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz im Westen des Landes. Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und Sicherheitskräften statt. Die Strecke von Asossa nach Nekemte war ebenfalls betroffen. Auch rund um Moyale, im Grenzgebiet zu Kenia, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.

Reisenden wird empfohlen, diese Gebiete zu meiden. In anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar sind Reisende zu besonderer Vorsicht aufgerufen.

Demonstration und größere Menschenansammlungen sollten gemieden, Reiserouten bzw. Aufenthaltsorte entsprechend angepasst und Anweisungen von Sicherheitskräften befolgt werden.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 24.06.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien:
Stand 24.06.2019
(Unverändert gültig seit: 24.06.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelles


Aktuelles
Am 22. Juni 2019 wurde in Addis Abeba der Generalstabchef der äthiopischen Armee erschossen. Am selben Tag kam in Bahir Dar der Präsident der Region Amhara bei einem Putschversuch zu Tode.
Im Stadtgebiet Addis Abeba ist die Lage ruhig, mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen der örtlichen Polizeikräfte ist zu rechnen.
  • Seien Sie bei Fahrten in die Region Amhara besonders vorsichtig.
  • Vermeiden Sie Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Die Sicherheitslage in bestimmten Regionen Äthiopiens bleibt volatil. Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. Seit Dezember 2018 finden zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz im Westen des Landes Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und Sicherheitskräften statt. Die Strecke von Asossa nach Nekemte war ebenfalls betroffen. Auch rund um Moyale, im Grenzgebiet zu Kenia, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.
  • Meiden Sie diese Gebiete.
  • Seien Sie auch in anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar besonders vorsichtig.
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 17.07.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Äthiopien:

Stand: 17.07.2019 (Unverändert gültig seit: 17.07.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelles

Innerhalb der Südregion SNNPR gibt es in verschiedenen Gebieten, insbesondere im Gebiet der Sidama, Unabhängigkeitsbestrebungen gegenüber der Regionalregierung.

Am 18. Juli 2019 und in den darauffolgenden Tagen kann es zu Protesten und Unruhen kommen. Bei Reisen nach bzw. Aufenthalten in der regionalen Hauptstadt Hawassa, sowie in den umliegenden Gebieten Sidama und Wolayta, ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Plötzlich auftretende Straßenblockaden sind möglich.

• Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
• Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
• Kehren Sie bei Straßenblockaden um und vermeiden Sie Diskussionen oder den Versuch, die Blockade zu umfahren oder gar zu durchbrechen.
• Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Am 22. Juni 2019 wurde in Addis Abeba der Generalstabchef der äthiopischen Armee erschossen. Am selben Tag kam in Bahir Dar der Präsident der Region Amhara bei einem Putschversuch zu Tode.

Im Stadtgebiet Addis Abeba ist die Lage ruhig, mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen der örtlichen Polizeikräfte ist zu rechnen.

• Seien Sie bei Fahrten in die Region Amhara besonders vorsichtig.
• Vermeiden Sie Menschenansammlungen weiträumig.
• Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Die Sicherheitslage in bestimmten Regionen Äthiopiens bleibt volatil. Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. Seit Dezember 2018 finden zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz im Westen des Landes Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und Sicherheitskräften statt. Die Strecke von Asossa nach Nekemte war ebenfalls betroffen. Auch rund um Moyale, im Grenzgebiet zu Kenia, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.

• Meiden Sie diese Gebiete.
• Seien Sie auch in anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar besonders vorsichtig.
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 30.07.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien:
Stand 30.07.2019
(Unverändert gültig seit: 30.07.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelles


Aktuelles
Auf Grund von Unabhängigkeitsbestrebungen in verschiedenen Gebieten der Südregion, insbesondere im Gebiet der Sidama kam es am 18. Juli 2019 und in den darauffolgenden Tagen zu Protesten und Unruhen mit mehreren Todesfällen. Die Region befindet sich unter Kontrolle der Bundesstreitkräfte, die Lage ist wieder ruhig.

Am 22. Juni 2019 wurde in Addis Abeba der Generalstabchef der äthiopischen Armee erschossen. Am selben Tag kam in Bahir Dar der Präsident der Region Amhara bei einem Putschversuch zu Tode.
Im Stadtgebiet Addis Abeba ist die Lage ruhig, mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen der örtlichen Polizeikräfte ist zu rechnen.

Die Sicherheitslage in bestimmten Regionen Äthiopiens bleibt volatil. Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. Seit Dezember 2018 finden zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz im Westen des Landes Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und Sicherheitskräften statt. Die Strecke von Asossa nach Nekemte war ebenfalls betroffen. Auch rund um Moyale, im Grenzgebiet zu Kenia, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.
  • Lassen Sie bei Reisen nach bzw. Aufenthalten in der regionalen Hauptstadt Hawassa, sowie in den umliegenden Gebieten Sidama und Wolayta, eine erhöhte Aufmerksamkeit walten.
  • Seien Sie bei Fahrten in die Region Amhara besonders vorsichtig.
  • Meiden Sie die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen.
  • Seien Sie auch in anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar besonders vorsichtig.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 04.10.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Äthiopien:

Stand: 04.10.2019 (Unverändert gültig seit: 04.10.2019)
Letzte Änderungen:
Aktuelles
Sicherheit (Innenpolitische Lage)

Aktuelles
Nördlich von Gondar ist es Anfang Oktober 2019 zweimal zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen, bei denen insgesamt über 20 Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet wurden.

Die Sicherheitslage in bestimmten Regionen Äthiopiens bleibt volatil. Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. Seit Dezember 2018 finden zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz im Westen des Landes Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und Sicherheitskräften statt. Die Strecke von Asossa nach Nekemte war ebenfalls betroffen. Auch rund um Moyale, im Grenzgebiet zu Kenia, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.

• Meiden Sie die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen.
• Seien Sie bei Fahrten in die Region Amhara besonders vorsichtig.
• Seien Sie auch in anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar besonders vorsichtig.
• Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
• Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
• Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Sicherheit
Innenpolitische Lage

Ein im Februar 2018 ausgerufener Notstand wurde Anfang Juni 2018 vorzeitig beendet. Der Ausrufung des Notstands waren Massendemonstrationen, gewalttätige Streiks, Straßenblockaden und teils gewaltsame Proteste gegen die äthiopische Regierung, überwiegend in der Region Oromia und auf den Hauptstraßen in der Umgebung von Addis Abeba, vorausgegangen. In den Randgebieten des Landes kommt es aber immer wieder zu Zwischenfällen.

Auf Grund von Unabhängigkeitsbestrebungen in verschiedenen Gebieten der Südregion, insbesondere im Gebiet der Sidama kam es Mitte Juli 2019 zu Protesten und Unruhen mit mehreren Todesfällen. Die Region befindet sich unter Kontrolle der Bundesstreitkräfte, die Lage ist wieder ruhig.

Am 22. Juni 2019 wurde in Addis Abeba der Generalstabchef der äthiopischen Armee erschossen. Am selben Tag kam in Bahir Dar der Präsident der Region Amhara bei einem Putschversuch zu Tode.
Im Stadtgebiet Addis Abeba ist die Lage ruhig, mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen der örtlichen Polizeikräfte ist zu rechnen.

• Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
• Lassen Sie bei Reisen nach bzw. Aufenthalten in der regionalen Hauptstadt Hawassa, sowie in den umliegenden Gebieten Sidama und Wolayta, eine erhöhte Aufmerksamkeit walten.
• Seien Sie bei Fahrten in die Region Amhara besonders vorsichtig.
• Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
• Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 23.10.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 23.10.2019
(Unverändert gültig seit: 23.10.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelles


Aktuelles
Seit dem 23. Oktober 2019 kommt es im Bundesstaat Oromia und anderen Orten mit Oromo-Bevölkerungsanteil (z.B. Dire Dawa, Harar) zu teils gewalttätigen Demonstrationen. Die Straße von Hawassa nach Addis Abeba ist derzeit an mehreren Orten wegen Blockaden nicht passierbar.

Bereits Mitte Oktober 2019 kam es zu Sperrungen und Blockaden auf der Verkehrsverbindung Addis Abeba – Dessie.

Westlich von Gondar ist es Anfang Oktober 2019 zweimal zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen, bei denen insgesamt über 20 Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet wurden.

Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. Seit Dezember 2018 finden zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz im Westen des Landes Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und Sicherheitskräften statt. Die Strecke von Asossa nach Nekemte war ebenfalls betroffen. Auch rund um Moyale, im Grenzgebiet zu Kenia, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.
  • Meiden Sie die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen.
  • Seien Sie auch in anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar besonders vorsichtig.
  • Sehen Sie von nicht notwendigen Fahrten in diesen Regionen und auf der Straße von Gondar Richtung Metema ab.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 25.10.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Äthiopien:

Stand: 25.10.2019 (Unverändert gültig seit: 25.10.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelles

Am 23. und 24. Oktober 2019 kam es im Bundesstaat Oromia und anderen Orten mit Oromo-Bevölkerungsanteil (z.B. Dire Dawa, Harar) zu teils gewalttätigen Demonstrationen.
Bereits Mitte Oktober 2019 kam es zu Sperrungen und Blockaden auf allen Hauptverkehrsverbindungen von und nach Addis Abeba.

Westlich von Gondar ist es Anfang Oktober 2019 zweimal zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen, bei denen insgesamt über 20 Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet wurden.

Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji.
Seit Dezember 2018 finden zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz im Westen des Landes Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und Sicherheitskräften statt. Die Strecke von Asossa nach Nekemte war ebenfalls betroffen.
Auch rund um Moyale, im Grenzgebiet zu Kenia, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.

• Meiden Sie die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen.
• Seien Sie auch in anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar besonders vorsichtig.
• Sehen Sie von nicht notwendigen Fahrten auf der Straße von Gondar Richtung Metema ab.
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 19.11.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Äthiopien:

Stand: 19.11.2019 (Unverändert gültig seit: 19.11.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelles
Sicherheit

Aktuelles
Am 20. November 2019 findet ein Referendum zur Frage der Gründung eines eigenen Regionalstaats Sidama statt. Es kann dabei und auch bei der Bekanntgabe des in den darauffolgenden Tagen zu erwartenden Ergebnisses wie in der Vergangenheit zu Protesten und gewaltsamen Ausschreitungen kommen..

Seit dem 23. Oktober 2019 führen wiederholt Proteste im Bundesstaat Oromia und anderen Orten mit Oromo-Bevölkerungsanteil (z.B. Dire Dawa, Harar) zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Straßenblockaden, die auch Todesopfer und Verletzte forderten.
Bereits Mitte Oktober 2019 kam es zu Sperrungen und Blockaden auf allen Hauptverkehrsverbindungen von und nach Addis Abeba.

Westlich von Gondar ist es Anfang Oktober 2019 zweimal zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen, bei denen insgesamt über 20 Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet wurden.

Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji.
Seit Dezember 2018 finden zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz im Westen des Landes Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und Sicherheitskräften statt. Die Strecke von Asossa nach Nekemte war ebenfalls betroffen.
Auch rund um Moyale, im Grenzgebiet zu Kenia, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.

• Meiden Sie das Gebiet der Sidama und umliegende Regionen bis auf weiteres.
• Meiden Sie die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen.
• Seien Sie auch in anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar besonders vorsichtig.
• Sehen Sie von nicht notwendigen Fahrten auf der Straße von Gondar Richtung Metema ab.
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Sicherheit
Von Reisen
- in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga sowie
- in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region ohne Begleitung durch äthiopische Sicherheitskräfte wird abgeraten.

Von nicht erforderlichen Reisen
- in die Region Benishangul-Gumez
- in die Grenzgebiete zwischen Gumez-und Oromia (West Welega und Kelem Welega) und
- in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 27.11.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 27.11.2019
(Unverändert gültig seit: 27.11.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelles (Teilentfall)


Aktuelles
Seit dem 23. Oktober 2019 führen wiederholt Proteste im Bundesstaat Oromia und anderen Orten mit Oromo-Bevölkerungsanteil (z.B. Dire Dawa, Harar) zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Straßenblockaden, die auch Todesopfer und Verletzte forderten.
Bereits Mitte Oktober 2019 kam es zu Sperrungen und Blockaden auf allen Hauptverkehrsverbindungen von und nach Addis Abeba.

Westlich von Gondar ist es Anfang Oktober 2019 zweimal zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen, bei denen insgesamt über 20 Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet wurden.

Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji.
Seit Dezember 2018 finden zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz im Westen des Landes Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und Sicherheitskräften statt. Die Strecke von Asossa nach Nekemte war ebenfalls betroffen.
Auch rund um Moyale, im Grenzgebiet zu Kenia, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.

• Meiden Sie das Gebiet der Sidama und umliegende Regionen bis auf weiteres.
• Meiden Sie die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen.
• Seien Sie auch in anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar besonders vorsichtig.
• Sehen Sie von nicht notwendigen Fahrten auf der Straße von Gondar Richtung Metema ab.
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 20.12.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Äthiopien:

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Letzte Änderungen:
Aktuelles
Sicherheit (Innenpolitische Lage)

Aktuelles
Die Region Wolayta strebt verstärkt nach bundesstaatlicher Unabhängigkeit, für Dezember 2019 wurden, nicht nur in der größten Stadt Soddo, Demonstrationen angekündigt.

Westlich von Gondar ist es Anfang Oktober 2019 zweimal zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen, bei denen insgesamt über 20 Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet wurden. Die Region Amhara ist weiter unruhig, Universitäten, nicht nur in dieser Region, können Ausgangspunkt spontaner Demonstrationen sein.

Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. Auch im Grenzgebiet zu Kenia, rund um Moyale, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.
Seit Dezember 2018 finden zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz im Westen des Landes Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und Sicherheitskräften statt.

• Meiden Sie die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen.
• Seien Sie auch in anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar besonders vorsichtig.
• Seien Sie bei Fahrten in die Region Oromia und Amhara besonders vorsichtig.
• Sehen Sie von nicht notwendigen Fahrten auf der Straße von Gondar Richtung Metema ab.
• Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
• Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
• Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Sicherheit (Innenpolitische Lage)
Die Sicherheitslage in bestimmten Regionen Äthiopiens bleibt volatil und es kommt regelmäßig zu Unruhen mit Protesten und Streiks mit teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen und Straßenblockaden.

Im Oktober 2019 führten Proteste im Bundesstaat Oromia und anderen Orten mit Oromo-Bevölkerungsanteil (z.B. Dire Dawa, Harar) zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Straßenblockaden, die auch Todesopfer und Verletzte forderten.
Mitte Oktober 2019 kam es zu Sperrungen und Blockaden auf allen Hauptverkehrsverbindungen von und nach Addis Abeba.

Unabhängigkeitsbestrebungen in verschiedenen Gebieten der Südregion, insbesondere im Gebiet der Sidama, führten seit Mitte Juli 2019 zu Protesten und Unruhen mit mehreren Todesfällen, die Lage ist seit Durchführung eines Referendums zur (bundesstaatlichen) Unabhängigkeit im November 2019 ruhig. Auch die Region Wolayta strebt nach bundesstaatlicher Unabhängigkeit, mit unangekündigten Demonstrationen und Auseinandersetzungen im Gebiet Wolayta ist jederzeit zu rechnen.

Ein anhaltender Konflikt zwischen Issa und Afar kann jederzeit zu Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zu Djibouti führen.

Am 22. Juni 2019 wurde in Addis Abeba der Generalstabchef der äthiopischen Streitkräfte erschossen. Stunden zuvor kam in Bahir Dar der Präsident der Region Amhara gewaltsam zu Tode.

In den Randgebieten des Landes kommt es immer wieder zu Zwischenfällen.

• Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
• Lassen Sie bei Reisen nach bzw. Aufenthalten in der regionalen Hauptstadt Hawassa, sowie in den umliegenden Gebieten Sidama und Wolayta, eine erhöhte Aufmerksamkeit walten.
• Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
• Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
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Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 03.03.2020

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Äthiopien:

Stand: 03.03.2020 (Unverändert gültig seit: 03.03.2020)

Letzte Änderungen:
Aktuelles (Wahlen)
Sicherheit

Aktuelles (Wahlen)
Am 29. August 2020 finden Parlamentswahlen in Äthiopien statt. Mit zunehmender Intensität des Wahlkampfs ist landesweit sowohl mit angemeldeten als auch unangekündigten Demonstrationen aller politischen Akteure zu rechnen. Bereits Ende Februar 2020 kam es anlässlich eines Wahlkampauftritts von Premierminister Abiy in der Regionalstadt Ambo zu einem Angriff, der unter seinen Anhängern viele Verletzte forderte. Am 29. Februar 2020 wurden bei Protesten in Turmi (Maji District im Bundesstaat SNNPR) sechs Menschen getötet.
Sicherheit

Von Reisen
- in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga
sowie
- in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region ohne Begleitung durch äthiopische Sicherheitskräfte wird abgeraten.

Von nicht erforderlichen Reisen
- in die Region Benishangul-Gumez
- in die Grenzgebiete zwischen Gumez-und Oromia (West Welega und Kelem Welega)
und
- in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten.

Terrorismus


In den vergangenen Jahren wurden in Äthiopien vereinzelt Bombenanschläge verübt bzw. konnten Anschlagsversuche vereitelt werden. Die erhöhte Gefahr von Anschlägen besteht fort. Im April 2019 wurden in Addis Abeba mehrere ausländische Personen mit dem Verdacht festgenommen, konkret Anschläge auf öffentliche Veranstaltungen und Einrichtungen in der Hauptstadt vorbereitet zu haben, Dabei wurden Waffen sichergestellt. Durch das militärische Engagements Äthiopiens in Somalia v. a. im Hinblick auf die dortige Terrororganisation al-Shabaab werden regelmäßig Drohungen gegen in Somalia engagierte Länder bekundet. Auch der Standort Addis Abeba, als Sitz der Afrikanischen Union (AU), erhöht die Attraktivität für mögliche Terroranschläge. Die äthiopische Regierung warnt vor Aktivitäten al-Shabaabs in Äthiopien.

• Seien Sie insbesondere an belebten Orten, in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, als auch größerer Hotels und bei besonderen Anlässen und Großveranstaltungen besonders aufmerksam.
• Achten Sie auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z.B. Taschen, Pakete oder Textilbündel und melden diese ggf. der Polizei.
• Verhalten Sie sich möglichst unauffällig und meiden Sie größere Menschenansammlungen.
• Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis .


Innenpolitische Lage

Die Sicherheitslage in bestimmten Regionen Äthiopiens bleibt volatil und es kommt regelmäßig zu Unruhen mit Protesten und Streiks mit teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen und Straßenblockaden.

Westlich von Gondar ist es Anfang Oktober 2019 zweimal zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen, bei denen insgesamt über 20 Zivilisten und Sicherheitskräfte getötet wurden. Universitäten können Ausgangspunkt spontaner Demonstrationen sein.

Im Oktober 2019 führten Proteste im Bundesstaat Oromia und anderen Orten mit Oromo-Bevölkerungsanteil (z.B. Dire Dawa, Harar) zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Straßenblockaden, die auch Todesopfer und Verletzte forderten.
Unabhängigkeitsbestrebungen in verschiedenen Gebieten der Südregion, insbesondere im Gebiet der Sidama, führten seit Mitte Juli 2019 zu Protesten und Unruhen mit mehreren Todesfällen. Seit Durchführung eines Referendums zur (bundesstaatlichen) Unabhängigkeit im November 2019 ist diese Region ruhig. Auch die Region Wolayta strebt nach bundesstaatlicher Unabhängigkeit.

Ein anhaltender Konflikt zwischen Issa und Afar kann jederzeit zu Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zu Djibouti führen.

Am 22. Juni 2019 wurde in Addis Abeba der Generalstabchef der äthiopischen Streitkräfte erschossen. Stunden zuvor kam in Bahir Dar der Präsident der Region Amhara gewaltsam zu Tode.

In den Randgebieten des Landes kommt es immer wieder zu Zwischenfällen.

• Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
• Lassen Sie bei Reisen nach bzw. Aufenthalten in der regionalen Hauptstadt Hawassa, sowie in den umliegenden Gebieten Sidama und Wolayta, eine erhöhte Aufmerksamkeit walten.
• Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
• Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Grenzgebiet zu Eritrea

Von eigenständigen Reisen ohne Begleitung durch äthiopische Sicherheitskräfte in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region wird abgeraten.


Bei Fahrten in das direkte Grenzgebiet zu Eritrea und in die Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.

Es wird davon abgeraten, die Straße Eli Dar Richtung Assab zu befahren. Dort muss auch mit neu verlegten Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea sowie die Öffnung der Grenze im September 2018 hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.

Grenzgebiet zu Somalia

Von Reisen in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga wird abgeraten.
Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der ONLF, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen. In der gesamten Somali Region (Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Größere Truppenbewegungen erfolgen auch grenzüberschreitend.

• Unternehmen Sie Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia aufgrund möglicher –auch grenzüberschreitender- Militäraktionen gegen Al-Shabaab-Kämpfer nur in enger Abstimmung mit den äthiopischen Behörden.

Grenzgebiet zu Sudan und Südsudan

Von nicht erforderlichen Reisen in die Region Benishangul-Gumez wird abgeraten.
Die Lage in Sudan, insbesondere mit möglichen Flüchtlingsbewegungen in Richtung Äthiopien, ist wegen nicht auszuschließender Zwischenfälle und Übergriffe unwägbar. Auch in der Gambella-Region kam es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen. Die Lage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten. Dies gilt aufgrund der zunehmend angespannten Sicherheitslage auch für die amharische Grenzregion zu Sudan.

• Meiden Sie das Grenzgebiet zu Südsudan.

Grenzgebiet zu Kenia

Von nicht erforderlichen Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten.
Das Risiko von Entführungen an der somalisch-kenianischen Grenze, die ggf. auch ausstrahlen können, ist weiterhin hoch; es bestehen zudem Unsicherheitsfaktoren im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Stammesauseinandersetzungen.

Minengefahr besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen ferner in der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Region). Rund um den Grenzübergang Moyale führten gewaltsame Zusammenstöße zwischen den Volksgruppen der Somali- und Oromia Region sowie den Sicherheitskräften mehrfach, zuletzt Mitte Dezember 2018, zu zahlreichen Todesopfern.

• Seien Sie bei unabdingbaren Reisen besonders vorsichtig.
• Informieren Sie sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.

Oromo-und Amhara-Regionen

In den Oromo-und Amhara-Regionen kommt es seit der Wahl von Premierminister Abiy zunehmend zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen.

Süd-Omo-Zone

Im November 2016 erfolgte ein bewaffneter Überfall auf eine europäische Reisegruppe.

• Informieren Sie sich für Reisen in der Süd Omo Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.
• Unternehmen Sie in der Region nördlich des Omo-Nationalparks keine Individualreisen, sondern nur mit professioneller Begleitung.

Kriminalität

In Addis Abeba kommt es regelmäßig zu Taschendiebstählen und gelegentlich auch zu Raubüberfällen auf Passanten. Insbesondere stehen auch Ausländer als lohnendes Ziel im Fokus von Kriminellen. Solche Straftaten sind auch in anderen Städten und im Ländlichen möglich.
Zusätzlich führen Meinungsverschiedenheiten und Missverständnissen gelegentlich zu gewaltsamen Übergriffen.
Bei Anmietung von Wohnraum und Mietwagen verlangen Vermieter häufig eine Passkopie, z.T. zur Weitergabe an Behörden.

• Seien Sie besonders vorsichtig, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit.
• Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.
• Führen Sie stets mehrere Kopien des Reisepasses mit, wenn Sie Wohnraum oder Mietwagen vor Ort anmieten möchten.
• Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
• Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
• Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 09.10.2020

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Äthiopien
Stand 09.10.2020
(Unverändert gültig seit: 09.10.2020)

Letzte Änderungen:
- Aktuelles


Aktuelles
Am 17. August 2020 kam es im Bundesstaat Oromia (Shashamane, Dodola, Adaba; in Orten von East & West Hararghe) zu gewaltsamen Protesten.
In Folge des gewaltsamen Todes des Oromo-Künstlers Hacalu Hundeessaa am 29. Juni 2020 kam es in der Hauptstadt Addis Abeba und im Bundesstaat Oromia zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.

Die für den 29. August 2020 geplanten Parlamentswahlen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben, sollen nach aktuellen Verlautbarungen jedoch im äthiopischen Kalenderjahr 2013 (11.09.2020 – 10.09.2021) stattfinden.

Ende Februar 2020 kam es anlässlich eines Wahlkampauftritts von Premierminister Abiy in der Regionalstadt Ambo zu einem Angriff, der unter seinen Anhängern viele Verletzte forderte.

Am 29. Februar 2020 wurden bei Protesten in Turmi (Maji District im Bundesstaat SNNPR) sechs Menschen getötet.

Die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen sind von wiederholten gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen geprägt. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. Auch im Grenzgebiet zu Kenia, rund um Moyale, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße, zuletzt am 2. April 2020.
Seit Dezember 2018 finden zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz im Westen des Landes Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und Sicherheitskräften statt. Sofern Sie sich im Lande befinden und aus zwingenden Gründen reisen müssen:
  • Meiden Sie Fahrten in die Region Oromia.
  • Meiden Sie die Grenzgebiete der Oromo- und Somali-Regionen.
  • Seien Sie auch in anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar besonders vorsichtig.
  • Seien Sie bei Fahrten in die Region Amhara besonders vorsichtig.
  • Sehen Sie von nicht notwendigen Fahrten auf der Straße von Gondar Richtung Metema ab.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Auswärtiges Amt

Hinweise zum Corona-Virus in Äthiopien siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

Gruß
Birgitt
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