Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Uganda:
Stand 24.11.2009 (Unverändert gültig seit: 24.11.2009)
Aktueller Hinweis
Im Vorfeld der Präsidenten- und Parlamentswahlen im Februar 2011 ist mit Demonstrationen zu rechnen, deren friedlicher Ablauf nicht immer gesichert sein wird. Die Sicherheitskräfte setzen bei deren Auflösung auch Schußwaffen ein.
Politische Demonstrationen und andere Menschenansammlungen entstehen oft spontan und sind damit zumindest für Ausländer nicht vorhersehbar; sie werden in den lokalen Zeitungen und im Radio nicht immer angekündigt. Es wird geraten, sich in solchen Fällen von den betroffenen Stadtteilen im allgemeinen und von Demonstrationen und anderen Menschenansammlungen im besonderen fern zu halten.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) gegeben hat.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis ("Boda Bodas") grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.
Reisen über Land
Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit. Die Sicherheitslage in Norduganda (Distrikte Gulu, Kitgum, Pader, Lira, Apac) ist so sicher, dass Reisen möglich ist.
Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).
Die Lage im Distrikt Bundibugyo ist derzeit stabil und Reisen in das dort gelegene Semliki Wildlife Reserve sowie den Semliki National Park möglich.
Reisen in die übrigen Landesteile Ugandas erfordern weiterhin ein gewisses Maß an Vorsicht.
Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können zusätzlich bei der Uganda Wildlife Authority www.uwa.org.ug und uwa@uwa.or.ug sowie beim Uganda Tourism Board www.visituganda.com und utb@starcom.co.ug und der Uganda Tourism Association www.uta.or.ug und ugandatourismassociation@gmail.com eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.
Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Allgemeine Reiseinformationen
Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.
Geld/Kreditkarten
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden.
An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, kann auch mit der deutschen EC-Karte (Maestro) Bargeld abgehoben werden. Der Höchstbetrag beträgt i.d.R. bis zu zweimal 700.000 Uganda-Schilling (700.000 UGX, ca. 250 €) täglich.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt. Visa mit längerer Aufenthaltsdauer, sowie für mehrere Einreisen (multiple entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen:
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
vorläufiger Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis Nein
vorläufiger Personalausweis Nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus und mit Lichtbild versehen
weitere Anmerkungen
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.
Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.
Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.
Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.
Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Uganda gehört zu den von der WHO identifizierten Gelbfieberinfektionsgebieten; eine Gelbfieberschutzimpfung für alle Reisende ist durchaus empfohlen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe http://www.rki.de/
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus (derzeit Ausbruch im Bukwo-Distrikt im Osten des Landes, s.u.), bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungssrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen. Malariachemoprophylaxe ist dringend angeraten.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• besonders in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht das Risiko einer lebensgefährlichen AIDSAIDS-Infektion. Das Gleiche gilt für Bluttransfusionen. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Sporadische und lokal beschränkte Choleraausbrüche werden öfter gemeldet (z. Zt. aktueller Ausbruch im Bugiri District / Buluguyi Sub-County) , ausgehend gewöhnlich von Flüchtlingslagern im Westen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo.
Zuletzt traten auch gehäuft Typhusfälle im Osten des Landes auf (Bukwo-Distrikt). Eine Typhusimpfung, die allerdings keinen vollkommenen Schutz gegen Typhus bietet und nicht von den unten angeführten allgemeinen Hygieneregeln entbindet, ist für Risikoreisende in diese Region möglich.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich, bietet allerdings keinen 100%-igen Schutz vor Infektion.
Hepatitis E
Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht - Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Ausgehend von sudanesischen Flüchtlingslagern hat sie sich im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) weiter ausgebreitet. Bei den bislang 160 Todesfällen (bei ca. 10.000 Erkrankungsfällen) im Raum Kitgum handelt es sich typischerweise fast nur um Schwangere. Die Infektion erfolgte durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertes Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich im Alltag als einzige und wirkungsvolle Schutzmaßnahme, das Trinkwasser abzukochen und die Hygiene zu beachten. Schwangere sollten die Region meiden.
Hämorrhagische Fieber
Ebola-Fieber (EHF) wurde zuletzt 2007 aus dem Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur DR Kongo, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, gemeldet. Bis zum Ende des Ausbruchs, das am 8. Januar 2008 vom Gesundheitsministerium in Kampala offiziell verkündet wurde, waren insgesamt 37 von den 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25 %). Das Infektionsgebiet lag in einer touristisch erschlossenen Region (Ruwenzori, Queen Elizabeth National Park), jedoch gab es keine Fälle bei Reisenden, da in der Regel der Kontakt mit erkrankten Personen sehr unwahrscheinlich ist.
Eine Marburgvirus-Infektion wurde bei einer Touristin im Juli 2008 nachgewiesen. Sie hatte zwei „Fledermaushöhlen“ besucht - eine Höhle in Fort Portal in West-Uganda, sowie die „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes). Die dort vorkommenden Fledermäuse scheinen das Marburgvirus zu übertragen. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Hämorrhagische Fieber führen häufig zu einer deutlichen Blutungsneigung mit Blutergüssen, Blutungen aus den Schleimhäuten der Augen, des Mundes und des Magen-Darm-Traktes. Die Behandlung ist symptomatisch, eine Impfung ist nicht möglich. Die Sterberate bei solchen Erkrankungen ist sehr hoch. Kontakte zu erkrankten Personen und deren Ausscheidungen (z. B. im Krankenhaus) sind zu vermeiden.
Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf folgender Website: www.whouganda.org
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Weitere Gesundheitsgefahren
In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Bilharziose, Leishmaniasis, Filariasis, Schlafkrankheit, zeckenübertragbare Erkrankungen, Hundebandwurm etc. Einige neue Poliofälle wurden erstmalig seit 1996 im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zur DR Kongo diagnostiziert.
Eine Beratung durch einem Tropenmediziner/Reisemediziner wird allgemein vor der Reise empfohlen, siehe http://www.dtg.org oder http://www.crm-web.de
Detailliertere Fachinformationen zu reiseassoziierten Erkrankungen finden Sie auch beim Robert-Koch-Institut unterfolgendem Link:
http://www.rki.de/cln_100/nn_196910/DE/ ... _node.html
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Sicherheitshinweis Uganda 10.11.2005 - 11.07.2011
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Uganda 24.11.2009
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Uganda 11.02.2010
Quelle: Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Uganda:
Stand 11.02.2010
(Unverändert gültig seit: 11.02.2010)
Aktuelle Hinweise
Im Vorfeld der Präsidenten- und Parlamentswahlen im Februar 2011 ist mit Demonstrationen zu rechnen, deren friedlicher Ablauf nicht immer gesichert sein wird. Die Sicherheitskräfte setzen bei der Auflösung von Demonstrationen auch Schusswaffen ein.
Politische Demonstrationen und andere Menschenansammlungen entstehen oft spontan und sind damit zumindest für Ausländer nicht vorhersehbar; sie werden in den lokalen Zeitungen und im Radio nicht immer angekündigt. Es wird geraten, sich in solchen Fällen von den betroffenen Stadtteilen im allgemeinen und von Demonstrationen und anderen Menschenansammlungen im besonderen fern zu halten.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) gegeben hat. Als besonders neuralgischer Punkt hat sich der Kreuzungsbereich um den Clock Tower in Kampala erwiesen. Hier ist besondere Vorsicht angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis ("Boda Bodas") grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.
Reisen über Land
Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit.
Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).
Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können bei der Deutschen Botschaft sowie der Uganda Wildlife Authority
www.uwa.org.ug
uwa@uwa.or.ug
beim Uganda Tourism Board
www.visituganda.com
utb@starcom.co.ug
und der Uganda Tourism Association
www.uta.or.ug
ugandatourismassociation@gmail.com
eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.
Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Allgemeine Reiseinformationen
Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.
Geld/Kreditkarten
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden.
An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, kann auch mit der deutschen EC-Karte (Maestro) Bargeld abgehoben werden. Der Höchstbetrag beträgt i.d.R. bis zu zweimal 700.000 Uganda-Schilling (1,4 Mio. UGX, rd. 530 €) täglich.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt. Visa mit längerer Aufenthaltsdauer, sowie für mehrere Einreisen (multiple entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene
Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass - ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
vorläufiger Reisepass - ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass - ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisepass - ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.
Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.
Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.
Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen,
Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.
Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Uganda gehört zu den von der WHO identifizierten Gelbfieberinfektionsgebieten; eine Gelbfieberschutzimpfung wird für alle Reisende empfohlen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe http://www.rki.de/ Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus (derzeit Ausbruch im Bukwo-Distrikt im Osten des Landes, s.u.), bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungssrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen. Malariachemoprophylaxe ist dringend angeraten.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
besonders in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht das Risiko einer lebensgefährlichen AIDS-Infektion. Das Gleiche gilt für Bluttransfusionen. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen, Cholera, Typhus
Sporadische und lokal beschränkte Choleraausbrüche (zuletzt im Bugiri District / Buluguyi Sub-County) werden öfter gemeldet.
Zuletzt traten gehäuft Typhusfälle im Osten des Landes auf (Bukwo-Distrikt). Eine Typhusimpfung, die allerdings keinen vollkommenen Schutz gegen Typhus bietet und nicht von den unten angeführten allgemeinen Hygieneregeln entbindet, ist für Risikoreisende in diese Region möglich.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich, bietet allerdings keinen 100%-igen Schutz vor Infektion.
Hepatitis E
Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht - Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Ausgehend von sudanesischen Flüchtlingslagern hat sie sich zuletzt im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) ausgebreitet. Die Infektion erfolgte durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertes Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich im Alltag als einzige und wirkungsvolle Schutzmaßnahme, das Trinkwasser abzukochen und die Hygiene zu beachten. Schwangere sollten die Region meiden.
Hämorrhagische Fieber
Ebola-Fieber (EHF) wurde zuletzt 2007 aus dem Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur „Demokratischen Republik Kongo“, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, gemeldet. Bis zum Ende des Ausbruchs, der am 8. Januar 2008 vom Gesundheitsministerium in Kampala offiziell verkündet wurde, waren 37 von insgesamt 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25 %). Das Infektionsgebiet lag in einer touristisch erschlossenen Region (Ruwenzori, Queen Elizabeth National Park), jedoch gab es keine Fälle bei Reisenden, da in der Regel der Kontakt mit erkrankten Personen sehr unwahrscheinlich ist.
Eine Marburgvirus-Infektion wurde bei einer Touristin im Juli 2008 nachgewiesen. Sie hatte zwei „Fledermaushöhlen“ besucht - eine Höhle in Fort Portal in West-Uganda, sowie die „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes). Die dort vorkommenden Fledermäuse scheinen das Marburgvirus zu übertragen. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Hämorrhagische Fieber führen häufig zu einer deutlichen Blutungsneigung mit Blutergüssen, Blutungen aus den Schleimhäuten der Augen, des Mundes und des Magen-Darm-Traktes. Die Behandlung ist symptomatisch, eine Impfung nicht möglich. Die Sterberate bei solchen Erkrankungen ist sehr hoch. Kontakte zu erkrankten Personen und deren Ausscheidungen (z. B. im Krankenhaus) sind zu vermeiden.
Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf folgender Website: www.whouganda.org
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) zur Folge haben kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Weitere Gesundheitsgefahren
In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Bilharziose, Leishmaniasis, Filariasis, Schlafkrankheit, zeckenübertragbare Erkrankungen, Hundebandwurm etc. Einige neue Poliofälle wurden erstmalig seit 1996 im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zur DR Kongo diagnostiziert.
Eine Beratung durch einem Tropenmediziner/Reisemediziner wird allgemein vor der Reise empfohlen, siehe www.dtg.org oder www.crm-web.de
Detailliertere Fachinformationen zu reiseassoziierten Erkrankungen finden Sie auch beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
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Reise-/Sicherheitshinweis Uganda 17.03.2010
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Uganda:
Stand 17.03.2010
(Unverändert gültig seit: 17.03.2010)
Aktuelle Hinweise
Im Vorfeld der Präsidenten- und Parlamentswahlen im Februar 2011 ist mit Demonstrationen zu rechnen, deren friedlicher Ablauf nicht immer gesichert sein wird. Die Sicherheitskräfte setzen bei der Auflösung von Demonstrationen auch Schusswaffen ein.
Politische Demonstrationen und andere Menschenansammlungen entstehen oft spontan und sind damit zumindest für Ausländer nicht vorhersehbar; sie werden in den lokalen Zeitungen und im Radio nicht immer angekündigt. Es wird geraten, sich in solchen Fällen von den betroffenen Stadtteilen im allgemeinen und von Demonstrationen und anderen Menschenansammlungen im besonderen fernzuhalten.
In der Nacht vom 16. auf 17. März 2010 brannten die im Stadtgebiet von Kampala gelegenen Kasubi Gräber, traditionelle Begräbnis- und Kultstätte des Königreichs Buganda, nieder. Die Gründe, die zu dem Feuer führten, konnten noch nicht geklärt werden. Punktuelle Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des Königs von Buganda und Vertretern der Staatsmacht sind nicht gänzlich auszuschließen. Vorsorglich sollten daher bis auf Weiteres die Bereiche Nakulabye und Kasubi sowie Hoima Road gemieden werden.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) gegeben hat. Als besonders neuralgischer Punkt hat sich der Kreuzungsbereich um den Clock Tower in Kampala erwiesen. Hier ist besondere Vorsicht angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis ("Boda Bodas") grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.
Reisen über Land
Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit.
Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).
Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können bei der Deutschen Botschaft sowie der Uganda Wildlife Authority
www.uwa.org.ug
uwa@uwa.or.ug
beim Uganda Tourism Board
www.visituganda.com
utb@starcom.co.ug
und der Uganda Tourism Association
www.uta.or.ug
ugandatourismassociation@gmail.com
eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.
Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Allgemeine Reiseinformationen
Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.
Geld/Kreditkarten
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden.
An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, kann auch mit der deutschen EC-Karte (Maestro) Bargeld abgehoben werden. Der Höchstbetrag beträgt i.d.R. bis zu zweimal 700.000 Uganda-Schilling (1,4 Mio. UGX, rd. 530 €) täglich.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt. Visa mit längerer Aufenthaltsdauer, sowie für mehrere Einreisen (multiple entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
vorläufiger Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus und mit Lichtbild versehen
weitere Anmerkungen
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.
Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.
Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.
Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen,
Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.
Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Uganda gehört zu den von der WHO identifizierten Gelbfieberinfektionsgebieten; eine Gelbfieberschutzimpfung wird für alle Reisende empfohlen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe http://www.rki.de/ Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus (derzeit Ausbruch im Bukwo-Distrikt im Osten des Landes, s.u.), bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungssrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen. Malariachemoprophylaxe ist dringend angeraten.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
besonders in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht das Risiko einer lebensgefährlichen AIDS-Infektion. Das Gleiche gilt für Bluttransfusionen. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen, Cholera, Typhus
Sporadische und lokal beschränkte Choleraausbrüche (zuletzt im Bugiri District / Buluguyi Sub-County) werden öfter gemeldet.
Zuletzt traten gehäuft Typhusfälle im Osten des Landes auf (Bukwo-Distrikt). Eine Typhusimpfung, die allerdings keinen vollkommenen Schutz gegen Typhus bietet und nicht von den unten angeführten allgemeinen Hygieneregeln entbindet, ist für Risikoreisende in diese Region möglich.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich, bietet allerdings keinen 100%-igen Schutz vor Infektion.
Hepatitis E
Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht - Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Ausgehend von sudanesischen Flüchtlingslagern hat sie sich zuletzt im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) ausgebreitet. Die Infektion erfolgte durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertes Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich im Alltag als einzige und wirkungsvolle Schutzmaßnahme, das Trinkwasser abzukochen und die Hygiene zu beachten. Schwangere sollten die Region meiden.
Hämorrhagische Fieber
Ebola-Fieber (EHF) wurde zuletzt 2007 aus dem Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur „Demokratischen Republik Kongo“, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, gemeldet. Bis zum Ende des Ausbruchs, der am 8. Januar 2008 vom Gesundheitsministerium in Kampala offiziell verkündet wurde, waren 37 von insgesamt 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25 %). Das Infektionsgebiet lag in einer touristisch erschlossenen Region (Ruwenzori, Queen Elizabeth National Park), jedoch gab es keine Fälle bei Reisenden, da in der Regel der Kontakt mit erkrankten Personen sehr unwahrscheinlich ist.
Eine Marburgvirus-Infektion wurde bei einer Touristin im Juli 2008 nachgewiesen. Sie hatte zwei „Fledermaushöhlen“ besucht - eine Höhle in Fort Portal in West-Uganda, sowie die „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes). Die dort vorkommenden Fledermäuse scheinen das Marburgvirus zu übertragen. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Hämorrhagische Fieber führen häufig zu einer deutlichen Blutungsneigung mit Blutergüssen, Blutungen aus den Schleimhäuten der Augen, des Mundes und des Magen-Darm-Traktes. Die Behandlung ist symptomatisch, eine Impfung nicht möglich. Die Sterberate bei solchen Erkrankungen ist sehr hoch. Kontakte zu erkrankten Personen und deren Ausscheidungen (z. B. im Krankenhaus) sind zu vermeiden.
Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf folgender Website: www.whouganda.org
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) zur Folge haben kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Weitere Gesundheitsgefahren
In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Bilharziose, Leishmaniasis, Filariasis, Schlafkrankheit, zeckenübertragbare Erkrankungen, Hundebandwurm etc. Einige neue Poliofälle wurden erstmalig seit 1996 im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zur DR Kongo diagnostiziert.
Eine Beratung durch einem Tropenmediziner/Reisemediziner wird allgemein vor der Reise empfohlen, siehe www.dtg.org oder www.crm-web.de
Detailliertere Fachinformationen zu reiseassoziierten Erkrankungen finden Sie auch beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Uganda 22.03.2010
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Uganda:
Stand 22.03.2010
(Unverändert gültig seit: 22.02.2010)
Aktuelle Hinweise
Im Vorfeld der Präsidenten- und Parlamentswahlen im Februar 2011 ist mit Demonstrationen zu rechnen, deren friedlicher Ablauf nicht immer gesichert sein wird. Die Sicherheitskräfte setzen bei der Auflösung von Demonstrationen auch Schusswaffen ein.
Politische Demonstrationen und andere Menschenansammlungen entstehen oft spontan und sind damit zumindest für Ausländer nicht vorhersehbar; sie werden in den lokalen Zeitungen und im Radio nicht immer angekündigt. Es wird geraten, sich in solchen Fällen von den betroffenen Stadtteilen im allgemeinen und von Demonstrationen und anderen Menschenansammlungen im besonderen fernzuhalten.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) gegeben hat. Als besonders neuralgischer Punkt hat sich der Kreuzungsbereich um den Clock Tower in Kampala erwiesen. Hier ist besondere Vorsicht angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis ("Boda Bodas") grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.
Reisen über Land
Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit.
Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).
Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können bei der Deutschen Botschaft sowie der Uganda Wildlife Authority
www.uwa.org.ug
uwa@uwa.or.ug
beim Uganda Tourism Board
www.visituganda.com
utb@starcom.co.ug
und der Uganda Tourism Association
www.uta.or.ug
ugandatourismassociation@gmail.com
eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.
Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Allgemeine Reiseinformationen
Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.
Geld/Kreditkarten
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden.
An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, kann auch mit der deutschen EC-Karte (Maestro) Bargeld abgehoben werden. Der Höchstbetrag beträgt i.d.R. bis zu zweimal 700.000 Uganda-Schilling (1,4 Mio. UGX, rd. 530 €) täglich.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt. Visa mit längerer Aufenthaltsdauer, sowie für mehrere Einreisen (multiple entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
vorläufiger Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus und mit Lichtbild versehen
weitere Anmerkungen
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.
Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.
Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.
Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen,
Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.
Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Uganda gehört zu den von der WHO identifizierten Gelbfieberinfektionsgebieten; eine Gelbfieberschutzimpfung wird für alle Reisende empfohlen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de/ Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus (derzeit Ausbruch im Bukwo-Distrikt im Osten des Landes, s.u.), bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungssrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen. Malariachemoprophylaxe ist dringend angeraten.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
besonders in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht das Risiko einer lebensgefährlichen AIDS-Infektion. Das Gleiche gilt für Bluttransfusionen. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen, Cholera, Typhus
Sporadische und lokal beschränkte Choleraausbrüche (zuletzt im Bugiri District / Buluguyi Sub-County) werden öfter gemeldet.
Zuletzt traten gehäuft Typhusfälle im Osten des Landes auf (Bukwo-Distrikt). Eine Typhusimpfung, die allerdings keinen vollkommenen Schutz gegen Typhus bietet und nicht von den unten angeführten allgemeinen Hygieneregeln entbindet, ist für Risikoreisende in diese Region möglich.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich, bietet allerdings keinen 100%-igen Schutz vor Infektion.
Hepatitis E
Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht - Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Ausgehend von sudanesischen Flüchtlingslagern hat sie sich zuletzt im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) ausgebreitet. Die Infektion erfolgte durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertes Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich im Alltag als einzige und wirkungsvolle Schutzmaßnahme, das Trinkwasser abzukochen und die Hygiene zu beachten. Schwangere sollten die Region meiden.
Hämorrhagische Fieber
Ebola-Fieber (EHF) wurde zuletzt 2007 aus dem Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur „Demokratischen Republik Kongo“, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, gemeldet. Bis zum Ende des Ausbruchs, der am 8. Januar 2008 vom Gesundheitsministerium in Kampala offiziell verkündet wurde, waren 37 von insgesamt 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25 %). Das Infektionsgebiet lag in einer touristisch erschlossenen Region (Ruwenzori, Queen Elizabeth National Park), jedoch gab es keine Fälle bei Reisenden, da in der Regel der Kontakt mit erkrankten Personen sehr unwahrscheinlich ist.
Eine Marburgvirus-Infektion wurde bei einer Touristin im Juli 2008 nachgewiesen. Sie hatte zwei „Fledermaushöhlen“ besucht - eine Höhle in Fort Portal in West-Uganda, sowie die „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes). Die dort vorkommenden Fledermäuse scheinen das Marburgvirus zu übertragen. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Hämorrhagische Fieber führen häufig zu einer deutlichen Blutungsneigung mit Blutergüssen, Blutungen aus den Schleimhäuten der Augen, des Mundes und des Magen-Darm-Traktes. Die Behandlung ist symptomatisch, eine Impfung nicht möglich. Die Sterberate bei solchen Erkrankungen ist sehr hoch. Kontakte zu erkrankten Personen und deren Ausscheidungen (z. B. im Krankenhaus) sind zu vermeiden.
Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf folgender Website: www.whouganda.org
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) zur Folge haben kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Weitere Gesundheitsgefahren
In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Bilharziose, Leishmaniasis, Filariasis, Schlafkrankheit, zeckenübertragbare Erkrankungen, Hundebandwurm etc. Einige neue Poliofälle wurden erstmalig seit 1996 im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zur DR Kongo diagnostiziert.
Eine Beratung durch einem Tropenmediziner/Reisemediziner wird allgemein vor der Reise empfohlen, siehe www.dtg.org oder www.crm-web.de
Detailliertere Fachinformationen zu reiseassoziierten Erkrankungen finden Sie auch beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Uganda 22.04.2010
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Uganda:
Stand 22.04.2010
(Unverändert gültig seit: 22.04.2010)
Aktuelle Hinweise
Im Vorfeld der Präsidenten- und Parlamentswahlen im Februar 2011 ist mit Demonstrationen zu rechnen, deren friedlicher Ablauf nicht immer gesichert sein wird. Die Sicherheitskräfte setzen bei der Auflösung von Demonstrationen auch Schusswaffen ein.
Politische Demonstrationen und andere Menschenansammlungen entstehen oft spontan und sind damit zumindest für Ausländer nicht vorhersehbar; sie werden in den lokalen Zeitungen und im Radio nicht immer angekündigt. Es wird geraten, sich in solchen Fällen von den betroffenen Stadtteilen im allgemeinen und von Demonstrationen und anderen Menschenansammlungen im besonderen fernzuhalten.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) gegeben hat. Als besonders neuralgischer Punkt hat sich der Kreuzungsbereich um den Clock Tower in Kampala erwiesen. Hier ist besondere Vorsicht angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis ("Boda Bodas") grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.
Reisen über Land
Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit.
Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).
Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können bei der Deutschen Botschaft sowie der Uganda Wildlife Authority
www.uwa.org.ug
uwa@uwa.or.ug
beim Uganda Tourism Board
www.visituganda.com
utb@starcom.co.ug
und der Uganda Tourism Association
www.uta.or.ug
ugandatourismassociation@gmail.com
eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.
Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Allgemeine Reiseinformationen
Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.
Geld/Kreditkarten
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden.
An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, kann auch mit der deutschen EC-Karte (Maestro) Bargeld abgehoben werden. Der Höchstbetrag beträgt i.d.R. bis zu zweimal 700.000 Uganda-Schilling (1,4 Mio. UGX, rd. 530 €) täglich.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt. Visa mit längerer Aufenthaltsdauer, sowie für mehrere Einreisen (multiple entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
vorläufiger Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus und mit Lichtbild versehen
weitere Anmerkungen
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.
Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.
Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.
Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen,
Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.
Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Uganda gehört zu den von der WHO identifizierten Gelbfieberinfektionsgebieten; eine Gelbfieberschutzimpfung für alle Reisende ist durchaus empfohlen. Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio (mehrere neue Poliofälle nachgewiesen, die vermutlich aus der benachbarten DR Kongo importiert wurden, Impfkampagnen wurden mittlerweile initiiert) ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und der jeweils aktuelle Influenzaschutz. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus (derzeit Ausbruch im Bukwo-Distrikt im Osten des Landes, s.u.) und Tollwut empfohlen. Eine Choleraimpfung in Abhängigkeit der aktuellen Ausbruchslage oder bei entsprechenden Reisebedingungen/ Katastropheneinsatz kann u.U. indiziert sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig. Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungsrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen. Malariachemoprophylaxe ist dringend angeraten.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
besonders in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Für 2008 wurde geschätzt, dass 5,4 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) mit HIV infiziert sind. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Sporadische - nicht nur lokal beschränkte, sondern sich jetzt auch weiter ausbreitende Choleraausbrüche - werden gemeldet (z. Zt. aktueller Ausbruch im Bugiri District / Buluguyi Sub-County), ausgehend gewöhnlich von Flüchtlingslagern im Westen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. In den Armutsvierteln Kampalas wurden mehrere Dutzend Cholerafälle gemeldet.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich, bietet allerdings keinen 100%-igen Schutz vor Infektion.
Zuletzt traten auch gehäuft Typhusfälle im Osten des Landes auf (Bukwo-Distrikt). Eine Typhusimpfung, die allerdings keinen vollkommenen Schutz gegen Typhus bietet und nicht von den unten angeführten allgemeinen Hygieneregeln entbindet, ist für Risikoreisende in diese Region möglich.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
In den Nationalparks des Landes, insbesondere dem Murchison-Falls National Park, besteht ein geringes, aber dennoch relevantes Infektionsrisiko, sich mit dem Erreger der Schlafkrankheit zu infizieren, der durch große Fliegen (Tsetsefliege) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. So infizierte sich erst in diesem Jahr ein europäischer Tourist an der Schlafkrankheit. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Hepatitis E
Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht, Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Ausgehend von sudanesischen Flüchtlingslagern hat sie sich im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) weiter ausgebreitet. Bei den bislang 160 Todesfällen (bei ca. 10.000 Erkrankungsfällen) im Raum Kitgum handelt es sich typischerweise fast nur um Schwangere. Die Infektion erfolgte durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertem Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich im Alltag als einzige und wirkungsvolle Schutzmaßnahme, das Trinkwasser abzukochen und die Hygiene zu beachten. Schwangere sollten die Region meiden.
Hämorrhagische Fieber
Ebola-Fieber (EHF) wurde zuletzt 2007 aus dem Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur DR Kongo, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, gemeldet. Bis zum Ende des Ausbruchs, das am 8. Januar 2008 vom Gesundheitsministerium in Kampala offiziell verkündet wurde, waren insgesamt 37 von den 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25 %). Das Infektionsgebiet lag in einer touristisch erschlossenen Region (Ruwenzori, Queen Elizabeth National Park), jedoch gab es keine Fälle bei Reisenden, da in der Regel der Kontakt mit erkrankten Personen sehr unwahrscheinlich ist.
Eine Marburgvirus-Infektion wurde bei einer Touristin im Juli 2008 nachgewiesen. Sie hatte zwei „Fledermaushöhlen“ besucht - eine Höhle in Fort Portal in West-Uganda, sowie die „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes). Die dort vorkommenden Fledermäuse scheinen das Marburgvirus zu übertragen. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Hämorrhagische Fieber führen häufig zu einer deutlichen Blutungsneigung mit Blutergüssen, Blutungen aus den Schleimhäuten der Augen, des Mundes und des Magen-Darm-Traktes. Die Behandlung ist symptomatisch, eine Impfung ist nicht möglich. Die Sterberate bei solchen Erkrankungen ist sehr hoch. Kontakte zu erkrankten Personen und deren Ausscheidungen (z. B. im Krankenhaus) sind zu vermeiden.
Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf der Website www.whouganda.org
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Weitere Gesundheitsgefahren
In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Bilharziose, Leishmaniasis, Filariasis, Schlafkrankheit, zeckenübertragbare Erkrankungen, Hundebandwurm etc. Einige neue Poliofälle wurden erstmalig seit 1996 im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zur DR Kongo diagnostiziert.
Eine Beratung durch einem Tropenmediziner/Reisemediziner wird allgemein vor der Reise empfohlen, siehe www.dtg.org oder www.crm-web.de
Detailliertere Fachinformationen zu reiseassoziierten Erkrankungen finden Sie auch beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Uganda 16.07.2010
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Uganda:
Stand 13.07.2010 (Unverändert gültig seit: 13.07.2010)
Aktuelle Hinweise
Im Vorfeld der Präsidenten- und Parlamentswahlen im Februar 2011 ist mit Demonstrationen zu rechnen, deren friedlicher Ablauf nicht immer gesichert sein wird. Die Sicherheitskräfte setzen bei der Auflösung von Demonstrationen auch Schusswaffen ein.
Am 11. Juli 2010 ist es in Kampala zu Bombenanschlägen gekommen, bei denen es über 60 Tote und noch mehr Verletzte gab. Über die Attentäter gibt es noch keine verlässliche Erkenntnisse. Das Auswärtige Amt rät dringend, in Kampala größere Menschenansammlungen, aus welchem Grunde auch immer sie entstehen, zu meiden.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) gegeben hat. Als besonders neuralgischer Punkt hat sich der Kreuzungsbereich um den Clock Tower in Kampala erwiesen. Hier ist besondere Vorsicht angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis ("Boda Bodas") grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.
Reisen über Land
Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit.
Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).
Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können bei der Deutschen Botschaft sowie der Uganda Wildlife Authority
www.uwa.org.ug
uwa@uwa.or.ug
beim Uganda Tourism Board
www.visituganda.com
utb@starcom.co.ug
und der Uganda Tourism Association
www.uta.or.ug
ugandatourismassociation@gmail.com
eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.
Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Allgemeine Reiseinformationen
Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.
Geld/Kreditkarten
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden.
An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, kann auch mit der deutschen EC-Karte (Maestro) Bargeld abgehoben werden. Der Höchstbetrag beträgt i.d.R. bis zu zweimal 700.000 Uganda-Schilling (1,4 Mio. UGX, rd. 530 €) täglich.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt. Visa mit längerer Aufenthaltsdauer, sowie für mehrere Einreisen (multiple entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
vorläufiger Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis Nein
vorläufiger Personalausweis Nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus und mit Lichtbild versehen
weitere Anmerkungen
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.
Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.
Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.
Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen,
Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.
Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Uganda gehört zu den von der WHO identifizierten Gelbfieberinfektionsgebieten; eine Gelbfieberschutzimpfung für alle Reisende ist durchaus empfohlen. Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio (mehrere neue Poliofälle nachgewiesen, die vermutlich aus der benachbarten DR Kongo importiert wurden, Impfkampagnen wurden mittlerweile initiiert) ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und der jeweils aktuelle Influenzaschutz. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus (derzeit Ausbruch im Bukwo-Distrikt im Osten des Landes, s.u.) und Tollwut empfohlen. Eine Choleraimpfung in Abhängigkeit der aktuellen Ausbruchslage oder bei entsprechenden Reisebedingungen/ Katastropheneinsatz kann u.U. indiziert sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig. Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungsrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen. Malariachemoprophylaxe ist dringend angeraten.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• besonders in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Für 2008 wurde geschätzt, dass 5,4 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) mit HIV infiziert sind. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Sporadische - nicht nur lokal beschränkte, sondern sich jetzt auch weiter ausbreitende Choleraausbrüche - werden gemeldet (z. Zt. aktueller Ausbruch im Bugiri District / Buluguyi Sub-County), ausgehend gewöhnlich von Flüchtlingslagern im Westen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. In den Armutsvierteln Kampalas wurden mehrere Dutzend Cholerafälle gemeldet.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich, bietet allerdings keinen 100%-igen Schutz vor Infektion.
Zuletzt traten auch gehäuft Typhusfälle im Osten des Landes auf (Bukwo-Distrikt). Eine Typhusimpfung, die allerdings keinen vollkommenen Schutz gegen Typhus bietet und nicht von den unten angeführten allgemeinen Hygieneregeln entbindet, ist für Risikoreisende in diese Region möglich.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
In den Nationalparks des Landes, insbesondere dem Murchison-Falls National Park, besteht ein geringes, aber dennoch relevantes Infektionsrisiko, sich mit dem Erreger der Schlafkrankheit zu infizieren, der durch große Fliegen (Tsetsefliege) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. So infizierte sich erst in diesem Jahr ein europäischer Tourist an der Schlafkrankheit. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Hepatitis E
Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht, Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Ausgehend von sudanesischen Flüchtlingslagern hat sie sich im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) weiter ausgebreitet. Bei den bislang 160 Todesfällen (bei ca. 10.000 Erkrankungsfällen) im Raum Kitgum handelt es sich typischerweise fast nur um Schwangere. Die Infektion erfolgte durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertem Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich im Alltag als einzige und wirkungsvolle Schutzmaßnahme, das Trinkwasser abzukochen und die Hygiene zu beachten. Schwangere sollten die Region meiden.
Hämorrhagische Fieber
Ebola-Fieber (EHF) wurde zuletzt 2007 aus dem Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur DR Kongo, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, gemeldet. Bis zum Ende des Ausbruchs, das am 8. Januar 2008 vom Gesundheitsministerium in Kampala offiziell verkündet wurde, waren insgesamt 37 von den 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25 %). Das Infektionsgebiet lag in einer touristisch erschlossenen Region (Ruwenzori, Queen Elizabeth National Park), jedoch gab es keine Fälle bei Reisenden, da in der Regel der Kontakt mit erkrankten Personen sehr unwahrscheinlich ist.
Eine Marburgvirus-Infektion wurde bei einer Touristin im Juli 2008 nachgewiesen. Sie hatte zwei „Fledermaushöhlen“ besucht - eine Höhle in Fort Portal in West-Uganda, sowie die „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes). Die dort vorkommenden Fledermäuse scheinen das Marburgvirus zu übertragen. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Hämorrhagische Fieber führen häufig zu einer deutlichen Blutungsneigung mit Blutergüssen, Blutungen aus den Schleimhäuten der Augen, des Mundes und des Magen-Darm-Traktes. Die Behandlung ist symptomatisch, eine Impfung ist nicht möglich. Die Sterberate bei solchen Erkrankungen ist sehr hoch. Kontakte zu erkrankten Personen und deren Ausscheidungen (z. B. im Krankenhaus) sind zu vermeiden.
Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf der Website www.whouganda.org
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Weitere Gesundheitsgefahren
In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Bilharziose, Leishmaniasis, Filariasis, Schlafkrankheit, zeckenübertragbare Erkrankungen, Hundebandwurm etc. Einige neue Poliofälle wurden erstmalig seit 1996 im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zur DR Kongo diagnostiziert.
Eine Beratung durch einem Tropenmediziner/Reisemediziner wird allgemein vor der Reise empfohlen, siehe www.dtg.org oder www.crm-web.de
Detailliertere Fachinformationen zu reiseassoziierten Erkrankungen finden Sie auch beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Uganda 30.09.2010
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Uganda:
Stand 30.09.2010
(Unverändert gültig seit: 30.09.2010)
Aktuelle Hinweise
Im Umfeld der Präsidenten- und Parlamentswahlen im Februar 2011 ist mit Demonstrationen zu rechnen, deren friedlicher Ablauf nicht immer gesichert sein wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Sicherheitskräfte bei der Auflösung von Demonstrationen auch Schusswaffen einsetzen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Am 11. Juli 2010 ist es in der Hauptstadt Kampala zu Bombenanschlägen gekommen, bei denen es Dutzende Todesopfer und sehr viele Verletzte gab. Auch weiterhin ist von einer erhöhten Gefährdung von insbesondere "weichen Zielen" auszugehen. Größere Menschenansammlungen, aus welchen Grunde auch immer sie entstehen, sollten daher gemieden werden.
Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) bzw. verrringertem Verkehrsfluss gegeben hat. Als besonders neuralgische Punkte haben sich der Kreuzungsbereich um den Clock Tower und die Industrial Zone in Kampala erwiesen. Hier ist besondere Vorsicht angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis ("Boda Bodas") grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.
Reisen über Land
Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit.
Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).
Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können bei der Deutschen Botschaft sowie der Uganda Wildlife Authority (www.uwa.org.ug und uwa@uwa.or.ug), beim Uganda Tourism Board (www.visituganda.com und utb@starcom.co.ug) und der Uganda Tourism Association (www.uta.or.ug und ugandatourismassociation@gmail.com) eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.
Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Allgemeine Reiseinformationen
Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.
Geld/Kreditkarten
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden.
An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, kann auch mit der deutschen EC-Karte (Maestro) Bargeld abgehoben werden. Der Höchstbetrag beträgt i.d.R. bis zu zweimal 700.000 Uganda-Schilling (1,4 Mio. UGX, rd. 530 €) täglich.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt. Visa mit längerer Aufenthaltsdauer, sowie für mehrere Einreisen (multiple entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
vorläufiger Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus und mit Lichtbild versehen
weitere Anmerkungen
Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.
Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.
Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.
Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.
Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Uganda gehört zu den von der WHO identifizierten Gelbfieberinfektionsgebieten; eine Gelbfieberschutzimpfung für alle Reisende ist durchaus empfohlen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio (mehrere neue Poliofälle nachgewiesen, die vermutlich aus der benachbarten DR Kongo importiert wurden, Impfkampagnen wurden mittlerweile initiiert) ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und der jeweils aktuelle Influenzaschutz. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus (derzeit Ausbruch im Bukwo-Distrikt im Osten des Landes, s.u.) und Tollwut empfohlen. Eine Choleraimpfung in Abhängigkeit der aktuellen Ausbruchslage oder bei entsprechenden Reisebedingungen/ Katastropheneinsatz kann u.U. indiziert sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungsrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen. Malariachemoprophylaxe ist dringend angeraten.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:HIV/AIDS
- körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- besonders in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Für 2008 wurde geschätzt, dass 5,4 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) mit HIV infiziert sind. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Sporadische - nicht nur lokal beschränkte, sondern sich jetzt auch weiter ausbreitende Choleraausbrüche - werden gemeldet (z. Zt. aktueller Ausbruch im Bugiri District / Buluguyi Sub-County), ausgehend gewöhnlich von Flüchtlingslagern im Westen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. In den Armutsvierteln Kampalas wurden mehrere Dutzend Cholerafälle gemeldet.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich, bietet allerdings keinen 100%-igen Schutz vor Infektion.
Zuletzt traten auch gehäuft Typhusfälle im Osten des Landes auf (Bukwo-Distrikt). Eine Typhusimpfung, die allerdings keinen vollkommenen Schutz gegen Typhus bietet und nicht von den unten angeführten allgemeinen Hygieneregeln entbindet, ist für Risikoreisende in diese Region möglich.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
In den Nationalparks des Landes, insbesondere dem Murchison-Falls National Park, besteht ein geringes, aber dennoch relevantes Infektionsrisiko, sich mit dem Erreger der Schlafkrankheit zu infizieren, der durch große Fliegen (Tsetsefliege) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. So infizierte sich erst in diesem Jahr ein europäischer Tourist an der Schlafkrankheit. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Hepatitis E
Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht, Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Ausgehend von sudanesischen Flüchtlingslagern hat sie sich im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) weiter ausgebreitet. Bei den bislang 160 Todesfällen (bei ca. 10.000 Erkrankungsfällen) im Raum Kitgum handelt es sich typischerweise fast nur um Schwangere. Die Infektion erfolgte durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertem Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich im Alltag als einzige und wirkungsvolle Schutzmaßnahme, das Trinkwasser abzukochen und die Hygiene zu beachten. Schwangere sollten die Region meiden.
Hämorrhagische Fieber
Ebola-Fieber (EHF) wurde zuletzt 2007 aus dem Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur DR Kongo, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, gemeldet. Bis zum Ende des Ausbruchs, das am 8. Januar 2008 vom Gesundheitsministerium in Kampala offiziell verkündet wurde, waren insgesamt 37 von den 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25 %). Das Infektionsgebiet lag in einer touristisch erschlossenen Region (Ruwenzori, Queen Elizabeth National Park), jedoch gab es keine Fälle bei Reisenden, da in der Regel der Kontakt mit erkrankten Personen sehr unwahrscheinlich ist.
Eine Marburgvirus-Infektion wurde bei einer Touristin im Juli 2008 nachgewiesen. Sie hatte zwei „Fledermaushöhlen“ besucht - eine Höhle in Fort Portal in West-Uganda, sowie die „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes). Die dort vorkommenden Fledermäuse scheinen das Marburgvirus zu übertragen. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Hämorrhagische Fieber führen häufig zu einer deutlichen Blutungsneigung mit Blutergüssen, Blutungen aus den Schleimhäuten der Augen, des Mundes und des Magen-Darm-Traktes. Die Behandlung ist symptomatisch, eine Impfung ist nicht möglich. Die Sterberate bei solchen Erkrankungen ist sehr hoch. Kontakte zu erkrankten Personen und deren Ausscheidungen (z. B. im Krankenhaus) sind zu vermeiden.
Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf der Website www.who.int/countries/
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Weitere Gesundheitsgefahren
In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Bilharziose, Leishmaniasis, Filariasis, Schlafkrankheit, zeckenübertragbare Erkrankungen, Hundebandwurm etc. Einige neue Poliofälle wurden erstmalig seit 1996 im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zur DR Kongo diagnostiziert.
Eine Beratung durch einem Tropenmediziner/Reisemediziner wird allgemein vor der Reise empfohlen, siehe www.dtg.org oder www.crm.de
Detailliertere Fachinformationen zu reiseassoziierten Erkrankungen finden Sie auch beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Uganda 03.12.2010
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Uganda:
Stand 03.12.2010 (Unverändert gültig seit: 03.12.2010)
Aktuelle Hinweise
Untersuchungen zu im Norden des Landes aufgetretenen Fällen mit hämorrhagischen Fieber ähnlichem Krankheitbild sind bisher ergebnislos verlaufen. Auch konnten die Übertragungswege nicht geklärt werden. Betroffen sind hauptsächlich die Distrikte Abim, (Morulem sub-county), Agago (Omiya P'Chua, Adilang und Paimoi sub-counties) sowie Kitgum (Orum, Namokora und Kitgum Town Council). Ein weiteres Ausbreiten kann nicht ausgeschlossen werden.
Bis zur endgültigen Klärung, um welche Krankheit es sich handelt, sollte daher vorsorglich auf nicht notwendige Reisen in die Region verzichtet werden.
Im Umfeld der Präsidenten- und Parlamentswahlen im Februar 2011 ist mit Demonstrationen zu rechnen, deren friedlicher Ablauf nicht immer gesichert sein wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Sicherheitskräfte bei der Auflösung von Demonstrationen auch Schusswaffen einsetzen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Am 11. Juli 2010 ist es in der Hauptstadt Kampala zu Bombenanschlägen gekommen, bei denen es Dutzende Todesopfer und sehr viele Verletzte gab. Auch weiterhin ist von einer erhöhten Gefährdung von insbesondere "weichen Zielen" auszugehen. Größere Menschenansammlungen, aus welchen Grunde auch immer sie entstehen, sollten daher gemieden werden.
Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) bzw. verrringertem Verkehrsfluss gegeben hat. Als besonders neuralgische Punkte haben sich der Kreuzungsbereich um den Clock Tower und die Industrial Zone in Kampala erwiesen. Hier ist besondere Vorsicht angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis ("Boda Bodas") grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.
Reisen über Land
Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit.
Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).
Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können bei der Deutschen Botschaft sowie der Uganda Wildlife Authority (www.uwa.org.ug und uwa@uwa.or.ug), beim Uganda Tourism Board (www.visituganda.com und utb@starcom.co.ug) und der Uganda Tourism Association (www.uta.or.ug und ugandatourismassociation@gmail.com) eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.
Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Allgemeine Reiseinformationen
Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.
Geld/Kreditkarten
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden.
An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, kann auch mit der deutschen EC-Karte (Maestro) Bargeld abgehoben werden. Der Höchstbetrag beträgt i.d.R. bis zu zweimal 700.000 Uganda-Schilling (1,4 Mio. UGX, rd. 530 €) täglich.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt. Visa mit längerer Aufenthaltsdauer, sowie für mehrere Einreisen (multiple entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
vorläufiger Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus und mit Lichtbild versehen
weitere Anmerkungen
Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.
Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.
Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.
Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.
Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Uganda gehört zu den von der WHO identifizierten Gelbfieberinfektionsgebieten; eine Gelbfieberschutzimpfung für alle Reisende ist durchaus empfohlen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio (mehrere neue Poliofälle nachgewiesen, die vermutlich aus der benachbarten DR Kongo importiert wurden, Impfkampagnen wurden mittlerweile initiiert) ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und der jeweils aktuelle Influenzaschutz. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus (derzeit Ausbruch im Bukwo-Distrikt im Osten des Landes, s.u.) und Tollwut empfohlen. Eine Choleraimpfung in Abhängigkeit der aktuellen Ausbruchslage oder bei entsprechenden Reisebedingungen/ Katastropheneinsatz kann u.U. indiziert sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungsrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen. Malariachemoprophylaxe ist dringend angeraten.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• besonders in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Für 2008 wurde geschätzt, dass 5,4 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) mit HIV infiziert sind. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Sporadische - nicht nur lokal beschränkte, sondern sich jetzt auch weiter ausbreitende Choleraausbrüche - werden gemeldet (z. Zt. aktueller Ausbruch im Bugiri District / Buluguyi Sub-County), ausgehend gewöhnlich von Flüchtlingslagern im Westen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. In den Armutsvierteln Kampalas wurden mehrere Dutzend Cholerafälle gemeldet.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich, bietet allerdings keinen 100%-igen Schutz vor Infektion.
Zuletzt traten auch gehäuft Typhusfälle im Osten des Landes auf (Bukwo-Distrikt). Eine Typhusimpfung, die allerdings keinen vollkommenen Schutz gegen Typhus bietet und nicht von den unten angeführten allgemeinen Hygieneregeln entbindet, ist für Risikoreisende in diese Region möglich.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
In den Nationalparks des Landes, insbesondere dem Murchison-Falls National Park, besteht ein geringes, aber dennoch relevantes Infektionsrisiko, sich mit dem Erreger der Schlafkrankheit zu infizieren, der durch große Fliegen (Tsetsefliege) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. So infizierte sich erst in diesem Jahr ein europäischer Tourist an der Schlafkrankheit. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Hepatitis E
Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht, Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Ausgehend von sudanesischen Flüchtlingslagern hat sie sich im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) weiter ausgebreitet. Bei den bislang 160 Todesfällen (bei ca. 10.000 Erkrankungsfällen) im Raum Kitgum handelt es sich typischerweise fast nur um Schwangere. Die Infektion erfolgte durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertem Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich im Alltag als einzige und wirkungsvolle Schutzmaßnahme, das Trinkwasser abzukochen und die Hygiene zu beachten. Schwangere sollten die Region meiden.
Hämorrhagische Fieber
Ebola-Fieber (EHF) wurde zuletzt 2007 aus dem Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur DR Kongo, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, gemeldet. Bis zum Ende des Ausbruchs, das am 8. Januar 2008 vom Gesundheitsministerium in Kampala offiziell verkündet wurde, waren insgesamt 37 von den 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25 %). Das Infektionsgebiet lag in einer touristisch erschlossenen Region (Ruwenzori, Queen Elizabeth National Park), jedoch gab es keine Fälle bei Reisenden, da in der Regel der Kontakt mit erkrankten Personen sehr unwahrscheinlich ist.
Eine Marburgvirus-Infektion wurde bei einer Touristin im Juli 2008 nachgewiesen. Sie hatte zwei „Fledermaushöhlen“ besucht - eine Höhle in Fort Portal in West-Uganda, sowie die „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes). Die dort vorkommenden Fledermäuse scheinen das Marburgvirus zu übertragen. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Hämorrhagische Fieber führen häufig zu einer deutlichen Blutungsneigung mit Blutergüssen, Blutungen aus den Schleimhäuten der Augen, des Mundes und des Magen-Darm-Traktes. Die Behandlung ist symptomatisch, eine Impfung ist nicht möglich. Die Sterberate bei solchen Erkrankungen ist sehr hoch. Kontakte zu erkrankten Personen und deren Ausscheidungen (z. B. im Krankenhaus) sind zu vermeiden.
Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf der Website www.who.int/countries/
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Weitere Gesundheitsgefahren
In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Bilharziose, Leishmaniasis, Filariasis, Schlafkrankheit, zeckenübertragbare Erkrankungen, Hundebandwurm etc. Einige neue Poliofälle wurden erstmalig seit 1996 im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zur DR Kongo diagnostiziert.
Eine Beratung durch einem Tropenmediziner/Reisemediziner wird allgemein vor der Reise empfohlen, siehe www.dtg.org oder www.crm.de
Detailliertere Fachinformationen zu reiseassoziierten Erkrankungen finden Sie auch beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Uganda 21.12.2010
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Uganda:
Stand 21.12.2010
(Unverändert gültig seit: 21.12.2010)
Aktuelle HinweiseLandesspezifische Sicherheitshinweise
- Im Norden Ugandas sind Krankheitsfälle aufgetreten, die aufgrund ihrer Krankheitsbilder hämorrhagischen Fieber ähneln. Laboruntersuchungen der Weltgesundheitsorganisation WHO haben ergeben, dass Ebola- und Marburgfieber ausgeschlossen werden können. Aktuelle klinische - und Laboruntersuchungen weisen nun auf die Lungenpest hin, die in Uganda endemisch vorkommt. Betroffen waren hauptsächlich die Distrikte Abim, Agago, Kitgum und Lamwo. Einzelne Verdachtsfälle wurden auch aus dem tansanisch-ugandischen Grenzgebiet (auf tansanischer Seite Kagera Region) gemeldet.
Dem ugandischen Gesundheitsministerium zufolge gibt es aktuell keine neuen Krankheitsfälle.- Im Umfeld der Präsidenten- und Parlamentswahlen im Februar 2011 ist mit Demonstrationen zu rechnen, deren friedlicher Ablauf nicht immer gesichert sein wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Sicherheitskräfte bei der Auflösung von Demonstrationen auch Schusswaffen einsetzen.
Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Am 11. Juli 2010 ist es in der Hauptstadt Kampala zu Bombenanschlägen gekommen, bei denen es Dutzende Todesopfer und sehr viele Verletzte gab. Auch weiterhin ist von einer erhöhten Gefährdung von insbesondere "weichen Zielen" auszugehen. Größere Menschenansammlungen, aus welchen Grunde auch immer sie entstehen, sollten daher gemieden werden.
Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) bzw. verrringertem Verkehrsfluss gegeben hat. Als besonders neuralgische Punkte haben sich der Kreuzungsbereich um den Clock Tower und die Industrial Zone in Kampala erwiesen. Hier ist besondere Vorsi cht angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis ("Boda Bodas") grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.
Reisen über Land
Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit.
Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).
Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können bei der Deutschen Botschaft sowie der Uganda Wildlife Authority (www.uwa.org.ug und uwa@uwa.or.ug), beim Uganda Tourism Board (www.visituganda.com und utb@starcom.co.ug) und der Uganda Tourism Association (www.uta.or.ug und ugandatourismassociation@gmail.com) eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.
Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Allgemeine Reiseinformationen
Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.
Geld/Kreditkarten
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden.
An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, kann auch mit der deutschen EC-Karte (Maestro) Bargeld abgehoben werden. Der Höchstbetrag beträgt i.d.R. bis zu zweimal 700.000 Uganda-Schilling (1,4 Mio. UGX, rd. 530 €) täglich.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt. Visa mit längerer Aufenthaltsdauer, sowie für mehrere Einreisen (multiple entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
vorläufiger Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus und mit Lichtbild versehen
weitere Anmerkungen
Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.
Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.
Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.
Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.
Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Uganda gehört zu den von der WHO identifizierten Gelbfieberinfektionsgebieten; eine Gelbfieberschutzimpfung für alle Reisende ist durchaus empfohlen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio (mehrere neue Poliofälle nachgewiesen, die vermutlich aus der benachbarten DR Kongo importiert wurden, Impfkampagnen wurden mittlerweile initiiert) ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und der jeweils aktuelle Influenzaschutz. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus (derzeit Ausbruch im Bukwo-Distrikt im Osten des Landes, s.u.) und Tollwut empfohlen. Eine Choleraimpfung in Abhängigkeit der aktuellen Ausbruchslage oder bei entsprechenden Reisebedingungen/ Katastropheneinsatz kann u.U. indiziert sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungsrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen. Malariachemoprophylaxe ist dringend angeraten.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:HIV/AIDS
- körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- besonders in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Für 2008 wurde geschätzt, dass 5,4 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) mit HIV infiziert sind. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Sporadische - nicht nur lokal beschränkte, sondern sich jetzt auch weiter ausbreitende Choleraausbrüche - werden gemeldet (z. Zt. aktueller Ausbruch im Bugiri District / Buluguyi Sub-County), ausgehend gewöhnlich von Flüchtlingslagern im Westen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. In den Armutsvierteln Kampalas wurden mehrere Dutzend Cholerafälle gemeldet.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich, bietet allerdings keinen 100%-igen Schutz vor Infektion.
Zuletzt traten auch gehäuft Typhusfälle im Osten des Landes auf (Bukwo-Distrikt). Eine Typhusimpfung, die allerdings keinen vollkommenen Schutz gegen Typhus bietet und nicht von den unten angeführten allgemeinen Hygieneregeln entbindet, ist für Risikoreisende in diese Region möglich.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
In den Nationalparks des Landes, insbesondere dem Murchison-Falls National Park, besteht ein geringes, aber dennoch relevantes Infektionsrisiko, sich mit dem Erreger der Schlafkrankheit zu infizieren, der durch große Fliegen (Tsetsefliege) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. So infizierte sich erst in diesem Jahr ein europäischer Tourist an der Schlafkrankheit. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Hepatitis E
Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht, Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Ausgehend von sudanesischen Flüchtlingslagern hat sie sich im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) weiter ausgebreitet. Bei den bislang 160 Todesfällen (bei ca. 10.000 Erkrankungsfällen) im Raum Kitgum handelt es sich typischerweise fast nur um Schwangere. Die Infektion erfolgte durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertem Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich im Alltag als einzige und wirkungsvolle Schutzmaßnahme, das Trinkwasser abzukochen und die Hygiene zu beachten. Schwangere sollten die Region meiden.
Hämorrhagische Fieber
Ebola-Fieber (EHF) wurde zuletzt 2007 aus dem Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur DR Kongo, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, gemeldet. Bis zum Ende des Ausbruchs, das am 8. Januar 2008 vom Gesundheitsministerium in Kampala offiziell verkündet wurde, waren insgesamt 37 von den 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25 %). Das Infektionsgebiet lag in einer touristisch erschlossenen Region (Ruwenzori, Queen Elizabeth National Park), jedoch gab es keine Fälle bei Reisenden, da in der Regel der Kontakt mit erkrankten Personen sehr unwahrscheinlich ist.
Eine Marburgvirus-Infektion wurde bei einer Touristin im Juli 2008 nachgewiesen. Sie hatte zwei „Fledermaushöhlen“ besucht - eine Höhle in Fort Portal in West-Uganda, sowie die „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes). Die dort vorkommenden Fledermäuse scheinen das Marburgvirus zu übertragen. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Hämorrhagische Fieber führen häufig zu einer deutlichen Blutungsneigung mit Blutergüssen, Blutungen aus den Schleimhäuten der Augen, des Mundes und des Magen-Darm-Traktes. Die Behandlung ist symptomatisch, eine Impfung ist nicht möglich. Die Sterberate bei solchen Erkrankungen ist sehr hoch. Kontakte zu erkrankten Personen und deren Ausscheidungen (z. B. im Krankenhaus) sind zu vermeiden.
Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf der Website www.who.int/countries/
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Weitere Gesundheitsgefahren
In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Bilharziose, Leishmaniasis, Filariasis, Schlafkrankheit, zeckenübertragbare Erkrankungen, Hundebandwurm etc. Einige neue Poliofälle wurden erstmalig seit 1996 im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zur DR Kongo diagnostiziert.
Eine Beratung durch einem Tropenmediziner/Reisemediziner wird allgemein vor der Reise empfohlen, siehe www.dtg.org oder www.crm.de
Detailliertere Fachinformationen zu reiseassoziierten Erkrankungen finden Sie auch beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Uganda 29.12.2010
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Uganda:
Stand 29.12.2010 (Unverändert gültig seit: 29.12.2010)
Aktuelle Hinweise
• Am 27.Dezember 2010 wurden aus dem Norden Ugandas 183 Gelbfieberfälle gemeldet (Quelle: Ministry of Health Uganda, WHO, CDC). Betroffen sind die Distrikte Abim, Agago, Kitgum, Lamwo, Pader, Arua, Lira, Gulu, Kotido und Kaabong. Landesweit wird der Impfschutz gegen Gelbfieber dringend empfohlen!
• Des Weiteren sind im Norden Ugandas Krankheitsfälle aufgetreten, die aufgrund ihrer Krankheitsbilder hämorrhagischen Fieber ähneln. Laboruntersuchungen der Weltgesundheitsorganisation WHO haben ergeben, dass Ebola- und Marburgfieber ausgeschlossen werden können. Aktuelle klinische - und Laboruntersuchungen weisen nun auf die Lungenpest hin, die in Uganda endemisch vorkommt. Betroffen waren hauptsächlich die Distrikte Abim, Agago, Kitgum und Lamwo. Einzelne Verdachtsfälle wurden auch aus dem tansanisch-ugandischen Grenzgebiet (auf tansanischer Seite Kagera Region) gemeldet.
Dem ugandischen Gesundheitsministerium zufolge gibt es aktuell keine neuen Krankheitsfälle.
• Im Umfeld der Präsidenten- und Parlamentswahlen im Februar 2011 ist mit Demonstrationen zu rechnen, deren friedlicher Ablauf nicht immer gesichert sein wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Sicherheitskräfte bei der Auflösung von Demonstrationen auch Schusswaffen einsetzen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Am 11. Juli 2010 ist es in der Hauptstadt Kampala zu Bombenanschlägen gekommen, bei denen es Dutzende Todesopfer und sehr viele Verletzte gab. Auch weiterhin ist von einer erhöhten Gefährdung von insbesondere "weichen Zielen" auszugehen. Größere Menschenansammlungen, aus welchen Grunde auch immer sie entstehen, sollten daher gemieden werden.
Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) bzw. verrringertem Verkehrsfluss gegeben hat. Als besonders neuralgische Punkte haben sich der Kreuzungsbereich um den Clock Tower und die Industrial Zone in Kampala erwiesen. Hier ist besondere Vorsi cht angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis ("Boda Bodas") grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.
Reisen über Land
Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit.
Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).
Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können bei der Deutschen Botschaft sowie der Uganda Wildlife Authority (www.uwa.org.ug und uwa@uwa.or.ug), beim Uganda Tourism Board (www.visituganda.com und utb@starcom.co.ug) und der Uganda Tourism Association (www.uta.or.ug und ugandatourismassociation@gmail.com) eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.
Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Allgemeine Reiseinformationen
Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.
Geld/Kreditkarten
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden.
An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, kann auch mit der deutschen EC-Karte (Maestro) Bargeld abgehoben werden. Der Höchstbetrag beträgt i.d.R. bis zu zweimal 700.000 Uganda-Schilling (1,4 Mio. UGX, rd. 530 €) täglich.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt. Visa mit längerer Aufenthaltsdauer, sowie für mehrere Einreisen (multiple entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
vorläufiger Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus und mit Lichtbild versehen
weitere Anmerkungen
Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.
Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.
Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.
Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.
Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Uganda gehört zu den von der WHO identifizierten Gelbfieberinfektionsgebieten; eine Gelbfieberschutzimpfung für alle Reisende wird insbesondere im Hinblick auf den aktuellen Gelbfieberausbruch in den nördlichen Landesteilen dringend empfohlen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio (mehrere neue Poliofälle nachgewiesen, die vermutlich aus der benachbarten DR Kongo importiert wurden, Impfkampagnen wurden mittlerweile initiiert) ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und der jeweils aktuelle Influenzaschutz. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus (derzeit Ausbruch im Bukwo-Distrikt im Osten des Landes, s.u.) und Tollwut empfohlen. Eine Choleraimpfung in Abhängigkeit der aktuellen Ausbruchslage oder bei entsprechenden Reisebedingungen/ Katastropheneinsatz kann u.U. indiziert sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungsrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen. Malariachemoprophylaxe ist dringend angeraten.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• besonders in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Für 2008 wurde geschätzt, dass 5,4 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) mit HIV infiziert sind. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Sporadische - nicht nur lokal beschränkte, sondern sich jetzt auch weiter ausbreitende Choleraausbrüche - werden gemeldet (z. Zt. aktueller Ausbruch im Bugiri District / Buluguyi Sub-County), ausgehend gewöhnlich von Flüchtlingslagern im Westen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. In den Armutsvierteln Kampalas wurden mehrere Dutzend Cholerafälle gemeldet.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich, bietet allerdings keinen 100%-igen Schutz vor Infektion.
Zuletzt traten auch gehäuft Typhusfälle im Osten des Landes auf (Bukwo-Distrikt). Eine Typhusimpfung, die allerdings keinen vollkommenen Schutz gegen Typhus bietet und nicht von den unten angeführten allgemeinen Hygieneregeln entbindet, ist für Risikoreisende in diese Region möglich.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
In den Nationalparks des Landes, insbesondere dem Murchison-Falls National Park, besteht ein geringes, aber dennoch relevantes Infektionsrisiko, sich mit dem Erreger der Schlafkrankheit zu infizieren, der durch große Fliegen (Tsetsefliege) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. So infizierte sich erst in diesem Jahr ein europäischer Tourist an der Schlafkrankheit. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Hepatitis E
Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht, Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Ausgehend von sudanesischen Flüchtlingslagern hat sie sich im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) weiter ausgebreitet. Bei den bislang 160 Todesfällen (bei ca. 10.000 Erkrankungsfällen) im Raum Kitgum handelt es sich typischerweise fast nur um Schwangere. Die Infektion erfolgte durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertem Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich im Alltag als einzige und wirkungsvolle Schutzmaßnahme, das Trinkwasser abzukochen und die Hygiene zu beachten. Schwangere sollten die Region meiden.
Hämorrhagische Fieber
Ebola-Fieber (EHF) wurde zuletzt 2007 aus dem Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur DR Kongo, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, gemeldet. Bis zum Ende des Ausbruchs, das am 8. Januar 2008 vom Gesundheitsministerium in Kampala offiziell verkündet wurde, waren insgesamt 37 von den 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25 %). Das Infektionsgebiet lag in einer touristisch erschlossenen Region (Ruwenzori, Queen Elizabeth National Park), jedoch gab es keine Fälle bei Reisenden, da in der Regel der Kontakt mit erkrankten Personen sehr unwahrscheinlich ist.
Eine Marburgvirus-Infektion wurde bei einer Touristin im Juli 2008 nachgewiesen. Sie hatte zwei „Fledermaushöhlen“ besucht - eine Höhle in Fort Portal in West-Uganda, sowie die „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes). Die dort vorkommenden Fledermäuse scheinen das Marburgvirus zu übertragen. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Hämorrhagische Fieber führen häufig zu einer deutlichen Blutungsneigung mit Blutergüssen, Blutungen aus den Schleimhäuten der Augen, des Mundes und des Magen-Darm-Traktes. Die Behandlung ist symptomatisch, eine Impfung ist nicht möglich. Die Sterberate bei solchen Erkrankungen ist sehr hoch. Kontakte zu erkrankten Personen und deren Ausscheidungen (z. B. im Krankenhaus) sind zu vermeiden.
Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf der Website www.who.int/countries/
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Weitere Gesundheitsgefahren
In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Bilharziose, Leishmaniasis, Filariasis, Schlafkrankheit, zeckenübertragbare Erkrankungen, Hundebandwurm etc. Einige neue Poliofälle wurden erstmalig seit 1996 im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zur DR Kongo diagnostiziert.
Eine Beratung durch einem Tropenmediziner/Reisemediziner wird allgemein vor der Reise empfohlen, siehe www.dtg.org oder www.crm.de
Detailliertere Fachinformationen zu reiseassoziierten Erkrankungen finden Sie auch beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Uganda 05.01.2011
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Uganda:
Stand 05.01.2011
(Unverändert gültig seit: 05.01.2011)
Aktuelle HinweiseLandesspezifische Sicherheitshinweise
- Bis zum 3. Januar 2011wurden aus dem Norden Ugandas mehrere Hundert Gelbfieberfälle, darunter 48 Todesfälle, gemeldet (Quelle: Ministry of Health Uganda, WHO, CDC). Betroffen sind die Distrikte Abim, Agago, Kitgum, Lamwo, Pader, Arua, Lira, Gulu, Kotido und Kaabong. Landesweit wird der Impfschutz gegen Gelbfieber dringend empfohlen! Die Gelbfieberimpfstoffreserven in Uganda selbst sind zur Zeit noch limitiert, die notwendige Impfkampagne läuft daher bislang nur schleppend an. Laboruntersuchungen der Weltgesundheitsorganisation WHO konnten Ebola- und Marburgfieber als Ursache für obigen Krankheitsausbruch ausschließen. Auch die anfangs gestellte Verdachtsdiagnose der Lungenpest wurde mittlerweile vom Gesundheitsministerium in Kampala verworfen. Dem ugandischen Gesundheitsministerium zufolge ist die Zahl der Gelbfieber-Neuinfektionen stark rückläufig.
- Im Umfeld der Präsidenten- und Parlamentswahlen im Februar 2011 ist mit Demonstrationen zu rechnen, deren friedlicher Ablauf nicht immer gesichert sein wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Sicherheitskräfte bei der Auflösung von Demonstrationen auch Schusswaffen einsetzen.
Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Am 11. Juli 2010 ist es in der Hauptstadt Kampala zu Bombenanschlägen gekommen, bei denen es Dutzende Todesopfer und sehr viele Verletzte gab. Auch weiterhin ist von einer erhöhten Gefährdung von insbesondere "weichen Zielen" auszugehen. Größere Menschenansammlungen, aus welchen Grunde auch immer sie entstehen, sollten daher gemieden werden.
Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) bzw. verrringertem Verkehrsfluss gegeben hat. Als besonders neuralgische Punkte haben sich der Kreuzungsbereich um den Clock Tower und die Industrial Zone in Kampala erwiesen. Hier ist besondere Vorsi cht angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis ("Boda Bodas") grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.
Reisen über Land
Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit.
Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).
Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können bei der Deutschen Botschaft sowie der Uganda Wildlife Authority (www.uwa.org.ug und uwa@uwa.or.ug), beim Uganda Tourism Board (www.visituganda.com und utb@starcom.co.ug) und der Uganda Tourism Association (www.uta.or.ug und ugandatourismassociation@gmail.com) eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.
Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Allgemeine Reiseinformationen
Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.
Geld/Kreditkarten
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden.
An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, kann auch mit der deutschen EC-Karte (Maestro) Bargeld abgehoben werden. Der Höchstbetrag beträgt i.d.R. bis zu zweimal 700.000 Uganda-Schilling (1,4 Mio. UGX, rd. 530 €) täglich.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt. Visa mit längerer Aufenthaltsdauer, sowie für mehrere Einreisen (multiple entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
vorläufiger Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus und mit Lichtbild versehen
weitere Anmerkungen
Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.
Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.
Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.
Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.
Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Uganda gehört zu den von der WHO identifizierten Gelbfieberinfektionsgebieten; eine Gelbfieberschutzimpfung für alle Reisende wird insbesondere im Hinblick auf den aktuellen Gelbfieberausbruch in den nördlichen Landesteilen dringend empfohlen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio (mehrere neue Poliofälle nachgewiesen, die vermutlich aus der benachbarten DR Kongo importiert wurden, Impfkampagnen wurden mittlerweile initiiert) ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und der jeweils aktuelle Influenzaschutz. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus (derzeit Ausbruch im Bukwo-Distrikt im Osten des Landes, s.u.) und Tollwut empfohlen. Eine Choleraimpfung in Abhängigkeit der aktuellen Ausbruchslage oder bei entsprechenden Reisebedingungen/ Katastropheneinsatz kann u.U. indiziert sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungsrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen. Malariachemoprophylaxe ist dringend angeraten.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:HIV/AIDS
- körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- besonders in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Für 2008 wurde geschätzt, dass 5,4 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) mit HIV infiziert sind. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Sporadische - nicht nur lokal beschränkte, sondern sich jetzt auch weiter ausbreitende Choleraausbrüche - werden gemeldet (z. Zt. aktueller Ausbruch im Bugiri District / Buluguyi Sub-County), ausgehend gewöhnlich von Flüchtlingslagern im Westen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. In den Armutsvierteln Kampalas wurden mehrere Dutzend Cholerafälle gemeldet.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich, bietet allerdings keinen 100%-igen Schutz vor Infektion.
Zuletzt traten auch gehäuft Typhusfälle im Osten des Landes auf (Bukwo-Distrikt). Eine Typhusimpfung, die allerdings keinen vollkommenen Schutz gegen Typhus bietet und nicht von den unten angeführten allgemeinen Hygieneregeln entbindet, ist für Risikoreisende in diese Region möglich.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
In den Nationalparks des Landes, insbesondere dem Murchison-Falls National Park, besteht ein geringes, aber dennoch relevantes Infektionsrisiko, sich mit dem Erreger der Schlafkrankheit zu infizieren, der durch große Fliegen (Tsetsefliege) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. So infizierte sich erst in diesem Jahr ein europäischer Tourist an der Schlafkrankheit. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Hepatitis E
Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht, Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Ausgehend von sudanesischen Flüchtlingslagern hat sie sich im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) weiter ausgebreitet. Bei den bislang 160 Todesfällen (bei ca. 10.000 Erkrankungsfällen) im Raum Kitgum handelt es sich typischerweise fast nur um Schwangere. Die Infektion erfolgte durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertem Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich im Alltag als einzige und wirkungsvolle Schutzmaßnahme, das Trinkwasser abzukochen und die Hygiene zu beachten. Schwangere sollten die Region meiden.
Hämorrhagische Fieber
Ebola-Fieber (EHF) wurde zuletzt 2007 aus dem Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur DR Kongo, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, gemeldet. Bis zum Ende des Ausbruchs, das am 8. Januar 2008 vom Gesundheitsministerium in Kampala offiziell verkündet wurde, waren insgesamt 37 von den 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25 %). Das Infektionsgebiet lag in einer touristisch erschlossenen Region (Ruwenzori, Queen Elizabeth National Park), jedoch gab es keine Fälle bei Reisenden, da in der Regel der Kontakt mit erkrankten Personen sehr unwahrscheinlich ist.
Eine Marburgvirus-Infektion wurde bei einer Touristin im Juli 2008 nachgewiesen. Sie hatte zwei „Fledermaushöhlen“ besucht - eine Höhle in Fort Portal in West-Uganda, sowie die „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes). Die dort vorkommenden Fledermäuse scheinen das Marburgvirus zu übertragen. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Hämorrhagische Fieber führen häufig zu einer deutlichen Blutungsneigung mit Blutergüssen, Blutungen aus den Schleimhäuten der Augen, des Mundes und des Magen-Darm-Traktes. Die Behandlung ist symptomatisch, eine Impfung ist nicht möglich. Die Sterberate bei solchen Erkrankungen ist sehr hoch. Kontakte zu erkrankten Personen und deren Ausscheidungen (z. B. im Krankenhaus) sind zu vermeiden.
Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf der Website www.who.int/countries/
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Weitere Gesundheitsgefahren
In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Bilharziose, Leishmaniasis, Filariasis, Schlafkrankheit, zeckenübertragbare Erkrankungen, Hundebandwurm etc. Einige neue Poliofälle wurden erstmalig seit 1996 im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zur DR Kongo diagnostiziert.
Eine Beratung durch einem Tropenmediziner/Reisemediziner wird allgemein vor der Reise empfohlen, siehe www.dtg.org oder www.crm.de
Detailliertere Fachinformationen zu reiseassoziierten Erkrankungen finden Sie auch beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Uganda 15.02.2011
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Uganda:
Stand 15.02.2011 (Unverändert gültig seit: 15.02.2011)
Aktuelle Hinweise
Am 18. Februar 2011 finden in Uganda Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Mit Verkündung des Endergebnisses ist am frühen Abend des 20. Februar 1011 zu rechnen. Bis Mitte März werden darüber hinaus zahlreiche Wahlen auf unterschiedlicher Ebene folgen.
Wenn auch der bisherige Wahlkampf ohne nennenswerte Störungen bzw. Zwischenfälle verlaufen ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es vereinzelt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen wird. Kritisch dürfte insbesondere die Zeit nach Verkündung des Wahlergebnisses sein. Brennpunkte möglicher Auseinandersetzungen sind erfahrungsgemäß die Innenbezirke Kampalas und der übrigen größeren Städte des Landes. Auch sind sporadische Auseinandersetzungen zwischen Lagern konkurrierender Kandidaten auf dem Land nicht gänzlich auszuschließen.
Darüber hinausgehende Einschätzungen zu einzelnen Regionen, Städten oder Stadtbezirken können nicht seriös gemacht werden, da die potentielle Gefährdungslage von zahlreichen Faktoren abhängig ist.
Es wird empfohlen, Demonstrationen und große Menschenansammlungen zu meiden. Die Sicherheitskräfte zeigen demonstrativ Stärke und haben „Null Toleranz“ im Falle gewaltsamer Ausschreitungen angekündigt! Sofern es zu nicht angemeldeten oder gewalttätigen Demonstrationen kommt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Sicherheitskräfte zur Auflösung der Demonstrationen als letztes Mittel auch Schusswaffen einsetzen. Sofern es zu Auseinandersetzungen kommen sollte, sind lokale Versorgungsengpässe nicht auszuschließen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Am 11. Juli 2010 ist es in der Hauptstadt Kampala zu Bombenanschlägen gekommen, bei denen es Dutzende Todesopfer und sehr viele Verletzte gab. Auch weiterhin ist von einer erhöhten Gefährdung von insbesondere "weichen Zielen" auszugehen. Größere Menschenansammlungen, aus welchen Grunde auch immer sie entstehen, sollten daher gemieden werden.
Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) bzw. verrringertem Verkehrsfluss gegeben hat. Als besonders neuralgische Punkte haben sich der Kreuzungsbereich um den Clock Tower und die Industrial Zone in Kampala erwiesen. Hier ist besondere Vorsi cht angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis ("Boda Bodas") grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.
Reisen über Land
Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit.
Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).
Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können bei der Deutschen Botschaft sowie der Uganda Wildlife Authority (www.uwa.org.ug und uwa@uwa.or.ug), beim Uganda Tourism Board (www.visituganda.com und utb@starcom.co.ug) und der Uganda Tourism Association (www.uta.or.ug und ugandatourismassociation@gmail.com) eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.
Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Allgemeine Reiseinformationen
Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.
Geld/Kreditkarten
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden.
An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, kann auch mit der deutschen EC-Karte (Maestro) Bargeld abgehoben werden. Der Höchstbetrag beträgt i.d.R. bis zu zweimal 700.000 Uganda-Schilling (1,4 Mio. UGX, rd. 530 €) täglich.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt. Visa mit längerer Aufenthaltsdauer, sowie für mehrere Einreisen (multiple entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
vorläufiger Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis Nein
vorläufiger Personalausweis Nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus und mit Lichtbild versehen
weitere Anmerkungen
Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.
Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.
Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.
Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.
Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Uganda gehört zu den von der WHO identifizierten Gelbfieberinfektionsgebieten; eine Gelbfieberschutzimpfung für alle Reisenden wird insbesondere im Hinblick auf den aktuellen Gelbfieberausbruch in den Distrikten Abim, Agago, Kitgum, Lamwo, Pader, Arua, Lira, Gulu, Kotido und Kaabong im Norden des Landes dringend empfohlen. Die Gelbfieberimpfstoffreserven in Uganda selbst sind zur Zeit noch limitiert, der Impfstoff also im Lande nur zögerlich erhältlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio (mehrere neue Poliofälle nachgewiesen, die vermutlich aus der benachbarten DR Kongo importiert wurden, Impfkampagnen wurden mittlerweile initiiert) ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und der jeweils aktuelle Influenzaschutz. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus (derzeit Ausbruch im Bukwo-Distrikt im Osten des Landes, s.u.) und Tollwut empfohlen. Eine Choleraimpfung in Abhängigkeit der aktuellen Ausbruchslage oder bei entsprechenden Reisebedingungen/ Katastropheneinsatz kann u.U. indiziert sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungsrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen. Malariachemoprophylaxe ist dringend angeraten.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• besonders in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Für 2008 wurde geschätzt, dass 5,4 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) mit HIV infiziert sind. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Sporadische - nicht nur lokal beschränkte, sondern sich jetzt auch weiter ausbreitende Choleraausbrüche - werden gemeldet (z. Zt. aktueller Ausbruch im Bugiri District / Buluguyi Sub-County), ausgehend gewöhnlich von Flüchtlingslagern im Westen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. In den Armutsvierteln Kampalas wurden mehrere Dutzend Cholerafälle gemeldet.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich, bietet allerdings keinen 100%-igen Schutz vor Infektion.
Zuletzt traten auch gehäuft Typhusfälle im Osten des Landes auf (Bukwo-Distrikt). Eine Typhusimpfung, die allerdings keinen vollkommenen Schutz gegen Typhus bietet und nicht von den unten angeführten allgemeinen Hygieneregeln entbindet, ist für Risikoreisende in diese Region möglich.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
In den Nationalparks des Landes, insbesondere dem Murchison-Falls National Park, besteht ein geringes, aber dennoch relevantes Infektionsrisiko, sich mit dem Erreger der Schlafkrankheit zu infizieren, der durch große Fliegen (Tsetsefliege) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. So infizierte sich erst in diesem Jahr ein europäischer Tourist an der Schlafkrankheit. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Hepatitis E
Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht, Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Ausgehend von sudanesischen Flüchtlingslagern hat sie sich im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) weiter ausgebreitet. Bei den bislang 160 Todesfällen (bei ca. 10.000 Erkrankungsfällen) im Raum Kitgum handelt es sich typischerweise fast nur um Schwangere. Die Infektion erfolgte durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertem Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich im Alltag als einzige und wirkungsvolle Schutzmaßnahme, das Trinkwasser abzukochen und die Hygiene zu beachten. Schwangere sollten die Region meiden.
Hämorrhagische Fieber
Ebola-Fieber (EHF) wurde zuletzt 2007 aus dem Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur DR Kongo, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, gemeldet. Bis zum Ende des Ausbruchs, das am 8. Januar 2008 vom Gesundheitsministerium in Kampala offiziell verkündet wurde, waren insgesamt 37 von den 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25 %). Das Infektionsgebiet lag in einer touristisch erschlossenen Region (Ruwenzori, Queen Elizabeth National Park), jedoch gab es keine Fälle bei Reisenden, da in der Regel der Kontakt mit erkrankten Personen sehr unwahrscheinlich ist.
Eine Marburgvirus-Infektion wurde bei einer Touristin im Juli 2008 nachgewiesen. Sie hatte zwei „Fledermaushöhlen“ besucht - eine Höhle in Fort Portal in West-Uganda, sowie die „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes). Die dort vorkommenden Fledermäuse scheinen das Marburgvirus zu übertragen. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Hämorrhagische Fieber führen häufig zu einer deutlichen Blutungsneigung mit Blutergüssen, Blutungen aus den Schleimhäuten der Augen, des Mundes und des Magen-Darm-Traktes. Die Behandlung ist symptomatisch, eine Impfung ist nicht möglich. Die Sterberate bei solchen Erkrankungen ist sehr hoch. Kontakte zu erkrankten Personen und deren Ausscheidungen (z. B. im Krankenhaus) sind zu vermeiden.
Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf der Website www.who.int/countries/
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Weitere Gesundheitsgefahren
In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Bilharziose, Leishmaniasis, Filariasis, Schlafkrankheit, zeckenübertragbare Erkrankungen, Hundebandwurm etc. Einige neue Poliofälle wurden erstmalig seit 1996 im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zur DR Kongo diagnostiziert.
Eine Beratung durch einem Tropenmediziner/Reisemediziner wird allgemein vor der Reise empfohlen, siehe www.dtg.org oder www.crm.de
Detailliertere Fachinformationen zu reiseassoziierten Erkrankungen finden Sie auch beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Uganda 02.03.2011
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Uganda:
Stand 02.03.2011 (Unverändert gültig seit: 02.03.2011)
Aktuelle Hinweise
Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in Uganda sind weitestgehend ohne nennenswerte Störungen bzw. Zwischenfälle verlaufen. Staatspräsident Museveni wurde im Amt bestätigt. Bis Mitte März werden noch weitere Wahlen (u.a. kommunal) folgen.
Bei den Bürgermeisterwahlen in Kampala kam es allerdings zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, so dass die Wahl abgebrochen und auf unbestimmte Zeit verschoben wurde.
Die Opposition hat zum friedlichen Protest gegen das aus ihrer Sicht nicht demokratisch zustande gekommene Ergebnis bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen aufgerufen. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass es in den kommenden Wochen noch vereinzelt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen wird. Brennpunkte möglicher Auseinandersetzungen dürften erfahrungsgemäß die Innenbezirke Kampalas und der übrigen größeren Städte des Landes sein. Auch sind sporadische Auseinandersetzungen zwischen Lagern konkurrierender Kandidaten auf dem Land nicht gänzlich auszuschließen.
Darüber hinausgehende Einschätzungen zu einzelnen Regionen, Städten oder Stadtbezirken können nicht seriös gemacht werden, da die potentielle Gefährdungslage von zahlreichen Faktoren abhängig ist.
Es wird empfohlen, Demonstrationen und große Menschenansammlungen zu meiden. Die Sicherheitskräfte zeigen unverändert demonstrativ Stärke und haben „Null Toleranz“ im Falle gewaltsamer Ausschreitungen angekündigt! Sofern es zu nicht angemeldeten oder gewalttätigen Demonstrationen kommt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass Sicherheitskräfte zur Auflösung der Demonstrationen als letztes Mittel auch Schusswaffen einsetzen. Sofern es zu Auseinandersetzungen kommen sollte, sind lokale Versorgungsengpässe nicht auszuschließen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
Angesichts möglicher Aktivitäten terroristischer Gruppen wird, wie in anderen Ländern dieser Region, auch in Uganda zu erhöhter Vorsicht geraten.
Am 11. Juli 2010 ist es in der Hauptstadt Kampala zu Bombenanschlägen gekommen, bei denen es Dutzende Todesopfer und sehr viele Verletzte gab. Auch weiterhin ist von einer erhöhten Gefährdung von insbesondere "weichen Zielen" auszugehen. Größere Menschenansammlungen, aus welchen Grunde auch immer sie entstehen, sollten daher gemieden werden.
Kriminalität
Nach Einbruch der Dunkelheit sollte – mit Ausnahme der größeren Straßen im Zentrum Kampalas, die als sicher gelten – auf Spaziergänge verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für die Außenbezirke der Hauptstadt. Nachtfahrten mit dem Kfz sind innerhalb von Kampala sowie auf der Strecke Kampala – Entebbe/Flughafen möglich; aufgrund schlecht beleuchteter Straßen, mangelnder Verkehrssicherheit vieler Fahrzeuge und der Fahrweise von Verkehrsteilnehmern wird aber empfohlen, auf Nachtfahrten möglichst zu verzichten. Auch bei Tagesfahrten in städtischen Bereichen sollten Fenster und Türen regelmäßig von innen verschlossen bleiben, da es in den letzten Monaten verschiedene Diebstähle aus Fahrzeugen bei verkehrsbedingtem Halt im Straßenverkehr (Stau, Kreuzungen) bzw. verrringertem Verkehrsfluss gegeben hat. Als besonders neuralgische Punkte haben sich der Kreuzungsbereich um den Clock Tower und die Industrial Zone in Kampala erwiesen. Hier ist besondere Vorsi cht angebracht. Taschen sowie andere Wertgegenstände sollten daher unbedingt verdeckt transportiert werden.
Wegen des deutlich erhöhten Unfallrisikos wird von der Nutzung von Motorradtaxis ("Boda Bodas") grundsätzlich abgeraten. Darüber hinaus ist es in Einzelfällen zu teilweise schwerwiegenden Übergriffen von Motorradtaxi-Fahrern auf unbegleitete, weibliche Passagiere gekommen.
Reisen über Land
Das Auswärtige Amt rät bei Reisen innerhalb von Uganda generell zu Vorsicht und Wachsamkeit.
Von Reisen in die Region Karamoja im Nordosten an der Grenze zu Kenia (Distrikte Kaabong, Kotido, Moroto, Nakapiripirit) wird abgeraten, da dort Übergriffe durch kriminelle Elemente sowie eine Gefährdung bei Entwaffnungsaktionen der ugandischen Streitkräfte nicht ausgeschlossen werden können. Ein Besuch des Kidepo-Nationalparks ist möglich, sofern die Anreise per Flugzeug erfolgt (wird von den Reiseveranstaltern angeboten).
Aktuelle Information zur Sicherheitslage in touristischen Zielorten können bei der Deutschen Botschaft sowie der Uganda Wildlife Authority (www.uwa.org.ug und uwa@uwa.or.ug), beim Uganda Tourism Board (www.visituganda.com und utb@starcom.co.ug) und der Uganda Tourism Association (www.uta.or.ug und ugandatourismassociation@gmail.com) eingeholt werden. Bitte formulieren Sie Ihre Anfragen auf englisch.
Straßenverkehr/Fahrten zum Flughafen Entebbe
Bei Reisen über Land, die in der Regel mit einem Kraftfahrzeug erfolgen, sollte ein zuverlässiges lokales Reiseunternehmen in Anspruch genommen werden. Erhöhte Unfallgefahr besteht aufgrund technischer Mängel an ugandischen Kraftfahrzeugen und überhöhter Geschwindigkeiten. Nächtliche Fahrten außerhalb Kampalas sind im besonderen Maße unfall- und überfallgefährdet und sollten unterlassen werden.
Für Fahrten mit Taxis auf der 45 km lange Straßenverbindung zwischen Kampala und dem internationalen Flughafen Entebbe sollten nur als seriös bekannte Taxi-Unternehmen herangezogen werden (beim Reiseveranstalter oder im Hotel zu erfragen). Bietet das Hotel einen Bustransfer vom und zum Flughafen, sollte dieser genutzt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen verschärft wurden, so dass die Fluggesellschaften empfehlen, 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Allgemeine Reiseinformationen
Ohne englische Sprachkenntnisse ist Reisen in Uganda schwierig.
Geld/Kreditkarten
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Kampala und einigen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar, die problemlos gewechselt werden können, sofern es sich um neue Scheine (ab 2002) handelt. Reiseschecks erzielen einen ungünstigen Umtauschkurs und können nur in größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden.
An den Geldautomaten der Stanbic Bank, die in allen städtischen Zentren vertreten ist, kann auch mit der deutschen EC-Karte (Maestro) Bargeld abgehoben werden. Der Höchstbetrag beträgt i.d.R. bis zu zweimal 700.000 Uganda-Schilling (1,4 Mio. UGX, rd. 530 €) täglich.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum. Visa können vor Reiseantritt bei der ugandischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Einreisevisa werden aber auch am Flughafen Entebbe und an verschiedenen Grenzübergangsstellen, gültig für 30 Tage, gegen eine Gebühr von derzeit 50 US-Dollar ausgestellt. Visa mit längerer Aufenthaltsdauer, sowie für mehrere Einreisen (multiple entry) werden am Flughafen nicht ausgestellt.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
vorläufiger Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Reisepass ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja: Gültigkeit drei Monate über Reise hinaus und mit Lichtbild versehen
weitere Anmerkungen
Über diese Hinweise hinausgehende Fragen zu den Einreisebestimmungen müssten Sie bitte direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate des Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Das Mitführen von einer Flasche Alkohol oder Wein ist abgabenfrei.
Wertvolle elektronische Geräte sollten bei der Einreise deklariert werden, sofern der Umfang der mitgeführten Geräte den üblichen Rahmen von Reisegepäck übersteigt.
Devisen können in unbegrenzter Höhe eingeführt werden und sind nicht deklarierungspflichtig.
Die Einfuhr pornografischen Materials ist nicht gestattet.
Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit Strafen geahndet.
Es ist verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Im Zweifelsfalle sollte zuvor gefragt werden.
Der Konsum von Alkohol verstößt nicht gegen die guten Sitten, sofern dieser in den entsprechenden Lokalitäten und nicht auf der Straße erfolgt.
Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in Uganda strafbar. Das Höchststrafmaß beträgt lebenslänglich.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Uganda gehört zu den von der WHO identifizierten Gelbfieberinfektionsgebieten; eine Gelbfieberschutzimpfung für alle Reisenden wird insbesondere im Hinblick auf den aktuellen Gelbfieberausbruch in den Distrikten Abim, Agago, Kitgum, Lamwo, Pader, Arua, Lira, Gulu, Kotido und Kaabong im Norden des Landes dringend empfohlen. Die Gelbfieberimpfstoffreserven in Uganda selbst sind zur Zeit noch limitiert, der Impfstoff also im Lande nur zögerlich erhältlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio (mehrere neue Poliofälle nachgewiesen, die vermutlich aus der benachbarten DR Kongo importiert wurden, Impfkampagnen wurden mittlerweile initiiert) ggf. auch gegen Keuchhusten (Pertussis), Mumps, Masern, Röteln (MMR) und der jeweils aktuelle Influenzaschutz. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus (derzeit Ausbruch im Bukwo-Distrikt im Osten des Landes, s.u.) und Tollwut empfohlen. Eine Choleraimpfung in Abhängigkeit der aktuellen Ausbruchslage oder bei entsprechenden Reisebedingungen/ Katastropheneinsatz kann u.U. indiziert sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Landesweit und ganzjährig besteht ein hohes Übertragungsrisiko, verstärkt während der Monate maximalen Niederschlags (April bis Mai, November). Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in über 85% der Fälle nachgewiesen. Malariachemoprophylaxe ist dringend angeraten.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• besonders in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Für 2008 wurde geschätzt, dass 5,4 % der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) mit HIV infiziert sind. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Sporadische - nicht nur lokal beschränkte, sondern sich jetzt auch weiter ausbreitende Choleraausbrüche - werden gemeldet (z. Zt. aktueller Ausbruch im Bugiri District / Buluguyi Sub-County), ausgehend gewöhnlich von Flüchtlingslagern im Westen an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. In den Armutsvierteln Kampalas wurden mehrere Dutzend Cholerafälle gemeldet.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich, bietet allerdings keinen 100%-igen Schutz vor Infektion.
Zuletzt traten auch gehäuft Typhusfälle im Osten des Landes auf (Bukwo-Distrikt). Eine Typhusimpfung, die allerdings keinen vollkommenen Schutz gegen Typhus bietet und nicht von den unten angeführten allgemeinen Hygieneregeln entbindet, ist für Risikoreisende in diese Region möglich.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen/Darminfektionen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: kochen, schälen oder desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
In den Nationalparks des Landes, insbesondere dem Murchison-Falls National Park, besteht ein geringes, aber dennoch relevantes Infektionsrisiko, sich mit dem Erreger der Schlafkrankheit zu infizieren, der durch große Fliegen (Tsetsefliege) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. So infizierte sich erst in diesem Jahr ein europäischer Tourist an der Schlafkrankheit. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Hepatitis E
Die Hepatitis E (infektiöse Gelbsucht, Virustyp E) ist eine weltweit, sporadisch und epidemisch vorkommende, oral übertragbare Virusinfektion der Leber. Ernsthafte Erkrankungen kommen besonders bei Schwangeren vor. Eine chronische Verlaufsform ist nicht bekannt. Ausgehend von sudanesischen Flüchtlingslagern hat sie sich im Norden Ugandas (Pader-Distrikt, Yumbe-Distrikt in der West-Nile Region, Kitgum-Distrikt) weiter ausgebreitet. Bei den bislang 160 Todesfällen (bei ca. 10.000 Erkrankungsfällen) im Raum Kitgum handelt es sich typischerweise fast nur um Schwangere. Die Infektion erfolgte durch mit menschlichen Fäkalien kontaminiertem Trinkwasser. Die genaue Bedeutung einer Ansteckung durch infizierte Lebensmittel wird derzeit noch analysiert. Da es eine Impfung gegen dieses Virus derzeit nicht gibt, empfiehlt sich im Alltag als einzige und wirkungsvolle Schutzmaßnahme, das Trinkwasser abzukochen und die Hygiene zu beachten. Schwangere sollten die Region meiden.
Hämorrhagische Fieber
Ebola-Fieber (EHF) wurde zuletzt 2007 aus dem Bundibugyo-Distrikt an der ugandischen Westgrenze zur DR Kongo, zwischen Albert- und Edwardsee gelegen, gemeldet. Bis zum Ende des Ausbruchs, das am 8. Januar 2008 vom Gesundheitsministerium in Kampala offiziell verkündet wurde, waren insgesamt 37 von den 149 infizierten Patienten verstorben (Letalität: 25 %). Das Infektionsgebiet lag in einer touristisch erschlossenen Region (Ruwenzori, Queen Elizabeth National Park), jedoch gab es keine Fälle bei Reisenden, da in der Regel der Kontakt mit erkrankten Personen sehr unwahrscheinlich ist.
Eine Marburgvirus-Infektion wurde bei einer Touristin im Juli 2008 nachgewiesen. Sie hatte zwei „Fledermaushöhlen“ besucht - eine Höhle in Fort Portal in West-Uganda, sowie die „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes). Die dort vorkommenden Fledermäuse scheinen das Marburgvirus zu übertragen. Fledermaushöhlen sollten nicht besucht werden.
Hämorrhagische Fieber führen häufig zu einer deutlichen Blutungsneigung mit Blutergüssen, Blutungen aus den Schleimhäuten der Augen, des Mundes und des Magen-Darm-Traktes. Die Behandlung ist symptomatisch, eine Impfung ist nicht möglich. Die Sterberate bei solchen Erkrankungen ist sehr hoch. Kontakte zu erkrankten Personen und deren Ausscheidungen (z. B. im Krankenhaus) sind zu vermeiden.
Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburgvirus-Erkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf der Website www.who.int/countries/
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Weitere Gesundheitsgefahren
In Uganda kommt eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Bilharziose, Leishmaniasis, Filariasis, Schlafkrankheit, zeckenübertragbare Erkrankungen, Hundebandwurm etc. Einige neue Poliofälle wurden erstmalig seit 1996 im Nordwesten des Landes im Grenzgebiet zur DR Kongo diagnostiziert.
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Zuletzt geändert von Alexander am Fr 4. Mär 2011, 12:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sicherheitshinweis Uganda 10.11.2005 - 11.07.2011
Hi Alexander,
ich seh die "Warnung" nicht , nur Hinweise .
LG, M.
ich seh die "Warnung" nicht , nur Hinweise .
LG, M.
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Alexander
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- Beiträge: 24253
- Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
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Re: Sicherheitshinweis Uganda 10.11.2005 - 11.07.2011
Hi Mathilda,
dank für den Hinweis. Schlecht gearbeitet
Hatte die Autocompletefunktion einen Streich gespielt.
Ich habe es geändert
Viele Grüsse
Alexander
dank für den Hinweis. Schlecht gearbeitet
Ich habe es geändert
Viele Grüsse
Alexander
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