Sicherheitshinweis AA Tunesien vom 12.2.2014 Saharagebiete
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Sicherheitshinweis AA Tunesien vom 12.2.2014 Saharagebiete
Das auswärtige Amt hat aktuell einen Sicherheitshinweis bezüglich der tunesischen Wüste herausgegeben.
Aktuelle Hinweise
Entführungen
Aufgrund des im Süden des Landes und besonders in den Wüstenregionen Tunesiens bestehenden Entführungsrisikos rät das Auswärtige Amt davon ab, Touren - auch organisierte Fahrten - in die tunesische Wüste zu unternehmen.
Von Touristenreisen und anderen nicht dringend notwendigen Reisen in das Gebiet südlich einer Linie, die von der Grenze zu Algerien über Tozeur - Douz – Medenine bis El Marsa (Fährstation nach Djerba) führt, wird ebenfalls abgeraten.
Generell wird empfohlen, außerhalb der Touristenzentren entlang der Mittelmeerküste besondere Vorsicht walten zu lassen.
Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
Aktuelle Hinweise
Entführungen
Aufgrund des im Süden des Landes und besonders in den Wüstenregionen Tunesiens bestehenden Entführungsrisikos rät das Auswärtige Amt davon ab, Touren - auch organisierte Fahrten - in die tunesische Wüste zu unternehmen.
Von Touristenreisen und anderen nicht dringend notwendigen Reisen in das Gebiet südlich einer Linie, die von der Grenze zu Algerien über Tozeur - Douz – Medenine bis El Marsa (Fährstation nach Djerba) führt, wird ebenfalls abgeraten.
Generell wird empfohlen, außerhalb der Touristenzentren entlang der Mittelmeerküste besondere Vorsicht walten zu lassen.
Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
Zuletzt geändert von winter am Do 13. Feb 2014, 23:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Rocky
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Re: Sicherheitshinweis Tunesien Betreff Entführung vom 12.2.
Wer wurde in TN wo am 12.02.2014 entführt?
Nachtrag
Der Threadstarter hat im Nachhinein die ursprüngliche reißerische Überschrift
"Sicherheitshinweis Tunesien Betreff Entführung vom 12.2.2014"
geändert.
Nachtrag
Der Threadstarter hat im Nachhinein die ursprüngliche reißerische Überschrift
"Sicherheitshinweis Tunesien Betreff Entführung vom 12.2.2014"
geändert.
Zuletzt geändert von Rocky am Fr 14. Feb 2014, 09:43, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Sicherheitshinweis Tunesien Betreff Entführung vom 12.2.
Sollte wohl heißen:
Sicherheitshinweis Tunesien vom 12.2.2014 Betreff Entführung
Das denkt sich der
Naglwitz
Sicherheitshinweis Tunesien vom 12.2.2014 Betreff Entführung
Das denkt sich der
Naglwitz
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Kuno
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Re: Sicherheitshinweis Tunesien Betreff Entführung vom 12.2.
Lieber Winter;
da hast du vielleicht etwas danebengegriffen. Nicht nur im Titel des Themas, denn aktuell sind fuer TN keine Entfuehrungen bekannt sondern auch darin, dass du faelschlicherweise die Meldung vom AA als brandneu auftischst - derselbe Text ist schon seit "ewiger Zeit" in den Sicherheitshinweisen des AA zu finden. Du kannst das zum Beispiel im entsprechenden Thema hier im Wuestenschiff nachlesen...
da hast du vielleicht etwas danebengegriffen. Nicht nur im Titel des Themas, denn aktuell sind fuer TN keine Entfuehrungen bekannt sondern auch darin, dass du faelschlicherweise die Meldung vom AA als brandneu auftischst - derselbe Text ist schon seit "ewiger Zeit" in den Sicherheitshinweisen des AA zu finden. Du kannst das zum Beispiel im entsprechenden Thema hier im Wuestenschiff nachlesen...
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Rocky
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Re: Sicherheitshinweis Tunesien Betreff Entführung vom 12.2.
Ja, dachte ich mir schon. Die Überschrift suggeriert aber Anderes.Naglwitz hat geschrieben:Sollte wohl heißen:
Sicherheitshinweis Tunesien vom 12.2.2014 Betreff Entführung ...
Und beim Auswärtigen Amt steht unter "Tunesien: Reise- und Sicherheitshinweise" "Unverändert gültig seit: 17.01.2014"
Und hier steht der Unsinn nochmal: http://www.tunesientourist.com/forum/vi ... =14&p=7737
So entstehen Gerüchte und Panik...
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Wolfgang K
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Re: Sicherheitshinweis Tunesien Betreff Entführung vom 12.2.
Lieber winter: dieser Hinweis bestand schon im Dezember (Linie Tozeur-Douz-Djerba)
Der Hinweis auf organisierten Touren ist von Mitte Januar 17.01.
Am 18.01 hast Du hier geschrieben:
Grüße
Wolfgang
Der Hinweis auf organisierten Touren ist von Mitte Januar 17.01.
Am 18.01 hast Du hier geschrieben:
die Meldung des AA am 17.01. war meiner Ansicht nach unmotiviert. Keine Begründung bekannt.Wir fühlen uns auch diese Jahr uneingeschränkt wohl und sicher in Tuneisen.[...] Das schlechteste, was wir Europäer Tunesien gegenüber tun können, ist das Land zu meiden (wozu es - aus unserer Sicht - auch definitiv keinen Grund gibt).
Grüße
Wolfgang
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Kuno
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Re: Sicherheitshinweis Tunesien Betreff Entführung vom 12.2.
...derselbe Wortlaut findet sich bereits letztes Jahr. Und wenn man noch weiter zurueckblaettern wuerde, so faende man ihn auch in den Sicherheitshinweisen des Jahres 2012...
Re: Sicherheitshinweis Tunesien Betreff Entführung vom 12.2.
Hallo zusammen,
war im Januar in Tunesien auch immer wieder mal online, um auf dem Laufenden zu bleiben - der Hinweis steht aber m.E. erst jetzt oben als Einstieg in die Meldung des AA. Und die konkrete Empfehlung, die Saharagebiete "südlich Linie Douz" zu meiden, gibt es, soweit ich es verfolgt habe, auch erst seit 2014. Panikmache ist das letzte, das ich damit beabsichtige - siehe meine persönliche Einschätzung zur Sicherheit derzeit in Tunesien (wir haben uns stets sicher gefühlt). ich glaube, wir waren im noch jungen Jahr 2014 bis dato die einzigen Offroadreisenden, die über 6 Wochen lang in Tunesien waren...
Wie dem auch sei: was uns ab ca. Mitte Januar aufgefallen ist, war ein insgesamt höheres Militäraufkommen u.a. am Tembaine mit vollbesetzten Mannschafts-LKW - das kann natürlich alle möglichen Gründe haben, keine Frage.
Schlussendlich muss sowieso jeder selbst entscheiden, inwieweit ihn eine Meldung bei seiner Routenplanung beeinflusst, oder nicht. Fakt ist, dass ich persönlich auf jeden Fall den Korridor entlang der algerischen Grenze insgesamt meiden würde - nicht nur im Süden sondern auch im Norden. Aber auch das darf jeder so handhaben, wie er es für richtig hält.
Übrigens; Da der Titel meines Beitrags offenbar zu Missverständnissen geführt hat, habe ich ihn geändert. Ich musste allerdings auch über den ersten Kommentar schmunzeln mit der Frage "wer wurde in Tunesien entführt?", was mir mal wieder gezeigt hat, dass die Beiträge teilweise erst gar nicht gelesen werden sondern gleich ein Antwortposting verfasst wird aufgrund einer Überschrift...
Allen gute Reisen - und Tunesien ist und bleibt ein wunderbares Reiseland.
war im Januar in Tunesien auch immer wieder mal online, um auf dem Laufenden zu bleiben - der Hinweis steht aber m.E. erst jetzt oben als Einstieg in die Meldung des AA. Und die konkrete Empfehlung, die Saharagebiete "südlich Linie Douz" zu meiden, gibt es, soweit ich es verfolgt habe, auch erst seit 2014. Panikmache ist das letzte, das ich damit beabsichtige - siehe meine persönliche Einschätzung zur Sicherheit derzeit in Tunesien (wir haben uns stets sicher gefühlt). ich glaube, wir waren im noch jungen Jahr 2014 bis dato die einzigen Offroadreisenden, die über 6 Wochen lang in Tunesien waren...
Wie dem auch sei: was uns ab ca. Mitte Januar aufgefallen ist, war ein insgesamt höheres Militäraufkommen u.a. am Tembaine mit vollbesetzten Mannschafts-LKW - das kann natürlich alle möglichen Gründe haben, keine Frage.
Schlussendlich muss sowieso jeder selbst entscheiden, inwieweit ihn eine Meldung bei seiner Routenplanung beeinflusst, oder nicht. Fakt ist, dass ich persönlich auf jeden Fall den Korridor entlang der algerischen Grenze insgesamt meiden würde - nicht nur im Süden sondern auch im Norden. Aber auch das darf jeder so handhaben, wie er es für richtig hält.
Übrigens; Da der Titel meines Beitrags offenbar zu Missverständnissen geführt hat, habe ich ihn geändert. Ich musste allerdings auch über den ersten Kommentar schmunzeln mit der Frage "wer wurde in Tunesien entführt?", was mir mal wieder gezeigt hat, dass die Beiträge teilweise erst gar nicht gelesen werden sondern gleich ein Antwortposting verfasst wird aufgrund einer Überschrift...
Allen gute Reisen - und Tunesien ist und bleibt ein wunderbares Reiseland.
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Rocky
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Re: Sicherheitshinweis Tunesien Betreff Entführung vom 12.2.
Ich habe Deinen Beitrag sehr genau und mehrmals gelesen. Aber Deine reißerische Überschrift "Sicherheitshinweis Tunesien Betreff Entführung vom 12.2.2014" suggeriert durch den "Betreff Entführung vom 12.02.2014", daß es in TN eine Entführung am 12.02.2014 gab. Aber im Netz habe ich Nichts gefunden und dass AA hatte auch nichts Neues.winter hat geschrieben:...
Übrigens; Da der Titel meines Beitrags offenbar zu Missverständnissen geführt hat, habe ich ihn geändert. Ich musste allerdings auch über den ersten Kommentar schmunzeln mit der Frage "wer wurde in Tunesien entführt?", was mir mal wieder gezeigt hat, dass die Beiträge teilweise erst gar nicht gelesen werden sondern gleich ein Antwortposting verfasst wird aufgrund einer Überschrift...
...
Daher meine Frage wer in TN entführt wurde.
Und in der Überschrift steht als Datum 12.02.2014. Das AA gibt aber an, die Hinweise zuletzt am 17.01.2014 geändert zu haben. Und andere User haben ja auch festgestellt, daß die Infos in Startthread noch älter sind.
Ich finde es sowieso nicht sinnvoll, daß jedesmal wenn das AA ihren Text verändert, hier und anderswo gleich sehr Fleißige neue Threads starten, ohne daß die Situation im jeweiligen Land sich grundsätzlich geändert hat.
Manche starten da sogar Threads über Länder, die nichts mit Afrika, Naher Osten, Seidenstraße u.ä. zu tun haben, sondern in der EU sind.
-
Wolfgang K
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Re: Sicherheitshinweis AA Tunesien vom 12.2.2014 Saharagebie
Hallo winter
das stammt aus spätestens 2012, wurde aber im Herbst 2013 von Tatouine auf Djerba "angehoben"
Grüße
Wolfgang
die Saharagebiete "südlich Linie Douz" zu meiden, gibt es, soweit ich es verfolgt habe, auch erst seit 2014
das stammt aus spätestens 2012, wurde aber im Herbst 2013 von Tatouine auf Djerba "angehoben"
Grüße
Wolfgang
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Wolfgang K
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Re: Sicherheitshinweis AA Tunesien vom 12.2.2014 Saharagebie
Hallo Leute,
ich finde es irgendwie seltsam, dass hier die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Geschehnisse in Tunesien (scheinbar?) keinen interessieren.
Sicherheits“diskussionen“ machen ohne die Betrachtung der Hintergründe keinen Sinn.
Dass die Empfehlungen des AA das Ergebnis von Schlussfolgerungen aus dem politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Geschehen sind - oder sein sollten – geht unter.
Ich mag die AA Empfehlungen bzw. Schlussfolgerungen nicht bewerten weil das Amt das Zustandekommen und Anlässe für die Empfehlungen nicht nachvollziehbar darlegt.
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die das AA für vollkommen paranoid halten, aber ich kann die Stellungnahmen zum Süden Tunesiens immer weniger verstehen. Mich interessiert eigentlich nicht die Empfehlung, sondern die Gründe bzw. konkreten Anlässe und Anzeichen dafür wie sich eine Lageeinschätzung bildet.
Wenn das geflügelte Wort „Jeder muss sich sein eigenes Bild machen und für sich selbst entscheiden“ gilt, dann trägt das AA nicht dazu bei.
Wer die lokale Presse verfolgt wird über die Hinweise auf Anschlagspläne und sonstwie regional agierende Kriminelle, die man dem Milieu von Ansar Sharia, AQIM aber auch den Schnittmengen mit Schmugglern von Waren aller Art zuordnen kann nicht übersehen. Die unterschiedlichsten Bewertungen der Vorgänge sind auch in Tunesien stark politisiert und daher auch mit Vorsicht zu genießen. Aber: Keine Hinweise auf den Süden, wenn man mal von den üblichen Hakeleien direkt an der libyschen Grenze absieht. Letzter relevanter Hinweis stammt aus Kebili aus dem letzten Herbst, der in der Razzia durch eine Spezialeinheit (wir hatten das Thema) gipfelte.
Im Norden gibt es fast täglich Festnahmen von „gefährlichen Terroristen“ von denen etliche mit Gewalt und Toten einhergehen. Bei manchen Festnahmen sind die Funde an Waffen und Sprengstoffen beachtlich. Im Süden drehen sich Vorfälle allenfalls um Schmuggler und deren Scharmützel untereinander.
Wie man aber auf einen Linie Douz - Medenine – Djerba kommt wenn es speziell um Entführungen geht ist mir schleierhaft.
Eine mögliche Erklärung für die ständige Betonung von Gefahren um Süden liegt womöglich darin, dass auch den meisten Tunesiern die Wüste nicht geheuer ist, wodurch alle möglichen Gefährdungen vor allem dort hin projiziert werden. Anhaltspunkte dafür, dass es im Süden abseits der Schmuggelrouten und Grenzen Gegenden gibt, in denen sich problematische Leute zurückziehen oder frei bewegen, gibt es nicht. Zumal die Gegend zu dünn besiedelt ist, als dass ungewöhnlicher Verkehr hier nicht auffällt, aber dennoch zu viel los ist (Militär, Polizei, GN und andere) als dass sich hier jemand unbemerkt länger aufhalten oder agieren könnte.
Die Hotspots sind die Algerische und die Libysche Grenze und: Großraum Tunis (!!).
Warum schreib ich das hier: Weil ich hoffe, dass doch noch eine vernünftige Sammlung von relevanten Ereignissen oder Anzeichen (positiv wie negativ) und deren objektive Bewertung zusammenkommt, anstatt – seid mit nicht böse – die Erkenntnis, dass die Tunesier extrem nett und gastfreundlich sind. Das ist jedem klar der mal da war. Die Probleme von denen wir sprechen definieren sich geradezu dadurch, dass sie im Straßenbild eben nicht zu erkennen und den Tunesiern selbst ebenso zu wieder und angsteinflößend sind.
Irgendwo zwischen Panikmeldungen wie der obigen und „Analysen“ wie: „die Leute sind so nett und daher fühle ich mich so sicher“, muss es in so einem Forum doch irgendwas Fundiertes zusammenkommen.
DASS viele Leute Bedarf nach einem differenzierten Austausch haben weiß ich ganz sicher, weil sich viele Telefonate und Mails darum drehen.
Warum klappt das hier nicht?
Grüße
Wolfgang
ich finde es irgendwie seltsam, dass hier die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Geschehnisse in Tunesien (scheinbar?) keinen interessieren.
Sicherheits“diskussionen“ machen ohne die Betrachtung der Hintergründe keinen Sinn.
Dass die Empfehlungen des AA das Ergebnis von Schlussfolgerungen aus dem politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Geschehen sind - oder sein sollten – geht unter.
Ich mag die AA Empfehlungen bzw. Schlussfolgerungen nicht bewerten weil das Amt das Zustandekommen und Anlässe für die Empfehlungen nicht nachvollziehbar darlegt.
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die das AA für vollkommen paranoid halten, aber ich kann die Stellungnahmen zum Süden Tunesiens immer weniger verstehen. Mich interessiert eigentlich nicht die Empfehlung, sondern die Gründe bzw. konkreten Anlässe und Anzeichen dafür wie sich eine Lageeinschätzung bildet.
Wenn das geflügelte Wort „Jeder muss sich sein eigenes Bild machen und für sich selbst entscheiden“ gilt, dann trägt das AA nicht dazu bei.
Wer die lokale Presse verfolgt wird über die Hinweise auf Anschlagspläne und sonstwie regional agierende Kriminelle, die man dem Milieu von Ansar Sharia, AQIM aber auch den Schnittmengen mit Schmugglern von Waren aller Art zuordnen kann nicht übersehen. Die unterschiedlichsten Bewertungen der Vorgänge sind auch in Tunesien stark politisiert und daher auch mit Vorsicht zu genießen. Aber: Keine Hinweise auf den Süden, wenn man mal von den üblichen Hakeleien direkt an der libyschen Grenze absieht. Letzter relevanter Hinweis stammt aus Kebili aus dem letzten Herbst, der in der Razzia durch eine Spezialeinheit (wir hatten das Thema) gipfelte.
Im Norden gibt es fast täglich Festnahmen von „gefährlichen Terroristen“ von denen etliche mit Gewalt und Toten einhergehen. Bei manchen Festnahmen sind die Funde an Waffen und Sprengstoffen beachtlich. Im Süden drehen sich Vorfälle allenfalls um Schmuggler und deren Scharmützel untereinander.
Wie man aber auf einen Linie Douz - Medenine – Djerba kommt wenn es speziell um Entführungen geht ist mir schleierhaft.
Eine mögliche Erklärung für die ständige Betonung von Gefahren um Süden liegt womöglich darin, dass auch den meisten Tunesiern die Wüste nicht geheuer ist, wodurch alle möglichen Gefährdungen vor allem dort hin projiziert werden. Anhaltspunkte dafür, dass es im Süden abseits der Schmuggelrouten und Grenzen Gegenden gibt, in denen sich problematische Leute zurückziehen oder frei bewegen, gibt es nicht. Zumal die Gegend zu dünn besiedelt ist, als dass ungewöhnlicher Verkehr hier nicht auffällt, aber dennoch zu viel los ist (Militär, Polizei, GN und andere) als dass sich hier jemand unbemerkt länger aufhalten oder agieren könnte.
Die Hotspots sind die Algerische und die Libysche Grenze und: Großraum Tunis (!!).
Warum schreib ich das hier: Weil ich hoffe, dass doch noch eine vernünftige Sammlung von relevanten Ereignissen oder Anzeichen (positiv wie negativ) und deren objektive Bewertung zusammenkommt, anstatt – seid mit nicht böse – die Erkenntnis, dass die Tunesier extrem nett und gastfreundlich sind. Das ist jedem klar der mal da war. Die Probleme von denen wir sprechen definieren sich geradezu dadurch, dass sie im Straßenbild eben nicht zu erkennen und den Tunesiern selbst ebenso zu wieder und angsteinflößend sind.
Irgendwo zwischen Panikmeldungen wie der obigen und „Analysen“ wie: „die Leute sind so nett und daher fühle ich mich so sicher“, muss es in so einem Forum doch irgendwas Fundiertes zusammenkommen.
DASS viele Leute Bedarf nach einem differenzierten Austausch haben weiß ich ganz sicher, weil sich viele Telefonate und Mails darum drehen.
Warum klappt das hier nicht?
Grüße
Wolfgang
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landcruiser.
- Beiträge: 874
- Registriert: Mi 9. Okt 2013, 13:08
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Re: Sicherheitshinweis AA Tunesien vom 12.2.2014 Saharagebie
Moin Wolfgang,
denke das "hier" bezieht sich auf D usw., nicht auf das Forum?
Ich meine, es liegt daran, dass wir "hier" keine keine Informationen bekommen, belastbare sowieso nicht, weil es, außer einem recht überschaubaren Kreis, niemand interessiert.
ADAC u.ä. mediale Ereignisse sind wichtiger ...
Reisende, die zurückkommen können wenig beitragen.
Man liest regelmäßig: "keine Probleme, alles wunderbar".
Ganz einfach weil es den meisten so geht und sie es genau so empfinden.
Nach aktuellen Vorfällen (?), wie am Djebel Chambi, muss man suchen.
Aktuell findet man nichts, nur Nachrichten aus 2013. Was soll man davon halten?
Den Überfall in Sbeitla im Februar 2013 fanden die Medien nicht erwähnenswert.
Das die Lage nach der neuen Verfassung nicht unbedingt sofort, wenn überhaupt, besser wird, kann man nur vermuten.
Die Bärtigen sind öffentlich weiter auf ihrer friedlichen Schiene unterwegs und machen Werbung für ihre Sache, den Dschihad.
Was sie nicht-öffentlich planen, erfahren wir erst wenn es soweit ist (siehe letztes Jahr die beiden versuchten Selbstmordattentate).
Die Saudis haben ihr Interesse an einem sicheren Gürtel Nordafrika als Abschottung gegen den "liberalen Westen (Norden)" mit Sicherheit nicht verloren und werden die Jungs weiter unterstützen.
Dazu die Lage in Mali, die "üblichen" Schmugglerbanden + Waffenschmuggel wohl aus Richtung Libyen ins Grenzgebiet TUN/Algerien auf dem Weg nach Mali und die Situation in Libyen, machen sie Situation in TUN nicht einfacher.
Nur einschätzen kann ein Risiko kaum jemand.
Welches Risiko?
Normale Kriminalität?
Anschläge von Islamisten?
Entführungen (durch wen)?
Vor Ort hört man von den Offiziellen auch kaum etwas Verwertbares.
Einerseits auf Sicherheit ihrer Gäste bedacht, andererseits den Einnahmen für die Führer in die angeblichen Sperrgebiete nicht abgeneigt.
Mich würden auch Infos aus erster Hand von kundigen Einheimischen interessieren.
Nur wo bekommt man die?
Da siehst du mich auch ratlos!
Grüße
Uwe
denke das "hier" bezieht sich auf D usw., nicht auf das Forum?
Ich meine, es liegt daran, dass wir "hier" keine keine Informationen bekommen, belastbare sowieso nicht, weil es, außer einem recht überschaubaren Kreis, niemand interessiert.
ADAC u.ä. mediale Ereignisse sind wichtiger ...
Reisende, die zurückkommen können wenig beitragen.
Man liest regelmäßig: "keine Probleme, alles wunderbar".
Ganz einfach weil es den meisten so geht und sie es genau so empfinden.
Nach aktuellen Vorfällen (?), wie am Djebel Chambi, muss man suchen.
Aktuell findet man nichts, nur Nachrichten aus 2013. Was soll man davon halten?
Den Überfall in Sbeitla im Februar 2013 fanden die Medien nicht erwähnenswert.
Das die Lage nach der neuen Verfassung nicht unbedingt sofort, wenn überhaupt, besser wird, kann man nur vermuten.
Die Bärtigen sind öffentlich weiter auf ihrer friedlichen Schiene unterwegs und machen Werbung für ihre Sache, den Dschihad.
Was sie nicht-öffentlich planen, erfahren wir erst wenn es soweit ist (siehe letztes Jahr die beiden versuchten Selbstmordattentate).
Die Saudis haben ihr Interesse an einem sicheren Gürtel Nordafrika als Abschottung gegen den "liberalen Westen (Norden)" mit Sicherheit nicht verloren und werden die Jungs weiter unterstützen.
Dazu die Lage in Mali, die "üblichen" Schmugglerbanden + Waffenschmuggel wohl aus Richtung Libyen ins Grenzgebiet TUN/Algerien auf dem Weg nach Mali und die Situation in Libyen, machen sie Situation in TUN nicht einfacher.
Nur einschätzen kann ein Risiko kaum jemand.
Welches Risiko?
Normale Kriminalität?
Anschläge von Islamisten?
Entführungen (durch wen)?
Vor Ort hört man von den Offiziellen auch kaum etwas Verwertbares.
Einerseits auf Sicherheit ihrer Gäste bedacht, andererseits den Einnahmen für die Führer in die angeblichen Sperrgebiete nicht abgeneigt.
Mich würden auch Infos aus erster Hand von kundigen Einheimischen interessieren.
Nur wo bekommt man die?
Da siehst du mich auch ratlos!
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Uwe
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Kuno
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Re: Sicherheitshinweis AA Tunesien vom 12.2.2014 Saharagebie
Nun, da wuere ich in einer Wette ganz gerne dagegenhalten. Es hilft natuerlich wenn man Arabisch kann - oder wenigstens Franzoesisch. Wem beide Sprachen fremd sind, der koennte es zum Beispiel auch mit englisch versuchen. Einfach gleich mal aktuell zu heute:landcruiser. hat geschrieben:Nach aktuellen Vorfällen (?), wie am Djebel Chambi, muss man suchen.
Aktuell findet man nichts, nur Nachrichten aus 2013. Was soll man davon halten?
Den Überfall in Sbeitla im Februar 2013 fanden die Medien nicht erwähnenswert.
http://www.blick.ch/news/ausland/touris ... 76294.html
http://www.dailynewsegypt.com/2014/02/1 ... -ministry/
http://www.shanghaidaily.com/article/ar ... ?id=200863
Oder hier, vor ein paar Tagen:
http://uk.news.yahoo.com/tunisia-police ... ml#dPEwkGr
http://allafrica.com/stories/201402141299.html
http://www.aa.com.tr/en/rss/288004--tun ... orist-acts
Es wird einem zwar nicht gerade auf die Tuerschwelle gelegt, aber dass man nichts finden kann, das stimmt natuerlich nicht wirklich...
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Bäärti
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- Wohnort: südlich von Luzern... im Herzen der Schweiz, da wos am schönsten ist.
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Re: Sicherheitshinweis AA Tunesien vom 12.2.2014 Saharagebie
Hoi zäme
Mir kommen zu Tunesien zu Beispiel der misslungen Bombenanschlag auf das Riadh Palms Hotel in Sousse Ende Oktober 13 in den Sinn. Oder kurz vorher starben bei Gefechten in Béja neun Islamisten. Auch im Oktober gab es zudem Gefechte in Sidi Bouzid und Sidi Ali Ben Aoun (Zwischen Kairouan und Gafsa) mit einigen Toten.
Oder letzte Woche in Raoued nördlich von Tunis gab es schwere Gefechte zwischen Militär und den Bärtigen mit mindestens 7 Toten. Und so weiter und so weiter …
Also als „problemlos“ würde ich die Sicherheitslage in Tunesien nicht bezeichnen.
Gruss Bäärti
.
Mir kommen zu Tunesien zu Beispiel der misslungen Bombenanschlag auf das Riadh Palms Hotel in Sousse Ende Oktober 13 in den Sinn. Oder kurz vorher starben bei Gefechten in Béja neun Islamisten. Auch im Oktober gab es zudem Gefechte in Sidi Bouzid und Sidi Ali Ben Aoun (Zwischen Kairouan und Gafsa) mit einigen Toten.
Oder letzte Woche in Raoued nördlich von Tunis gab es schwere Gefechte zwischen Militär und den Bärtigen mit mindestens 7 Toten. Und so weiter und so weiter …
Also als „problemlos“ würde ich die Sicherheitslage in Tunesien nicht bezeichnen.
Gruss Bäärti
.
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
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Wolfgang K
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Re: Sicherheitshinweis AA Tunesien vom 12.2.2014 Saharagebie
Hallo Uwe,
mit dem „hier“ hatte ich schon das Forum angepeilt.
Meine Erfahrung ist, dass je weiter man nach Norden und auch Osten kommt die Leute für ihre eigenen Wohngegend mit der Einschätzung düsterer werden. Das kann subjektive Empfinden sein, aber der Blick in die tunesische Tagepresse zeigt durchaus Anlass dazu.
Es gilt aber auch da immer Vorsicht. Im Cafe wird viel erzählt – auch an kurzen Tagen. An langen um so mehr.
Dennoch ergibt sich für mich ein Muster, das der Norden fast problematischer scheint. (heute wieder eine Sache in Jendouba, falsche Straßensperre, 4 Tote)
Dass die deutschsprachige Presse mit ganz wenigen gelegentlichen Ausnahmen der letzte Ort ist, an dem man etwas zu den Vorgängen hinter den Kulissen in Nordafrika erfährt ist leider unwiderlegbar.
Im nicht deutschsprachigen Ausland das schon anders.
Auch Reisende schreiben hier oft interessante Details, aber vieles landet hier nicht. Etvl. weil keiner unnötige Unsicherheit streuen will?!
Jedenfalls reise ich entspannter, wenn ich zumindest ungefähr weiß was sich tut.
Ich habe manchmal das Gefühl, dass man wenn man über Ereignisse berichtet den Eindruck vermittelt ins Panik Horn zu blasen. Auch wenn ich die französischsprachige Presse jeden Tag durchforste bin ich mir nicht sicher ob das hier jemanden interessiert, oder ob eh alle das gleiche lesen und sich ihre eigenen Gedanken machen.
mit dem „hier“ hatte ich schon das Forum angepeilt.
Die meisten Tunesier beziehen ihre Informationen über die Vorgänge im Land wie wir die Informationen aus Berlin: Aus den Medien.Mich würden auch Infos aus erster Hand von kundigen Einheimischen interessieren.
Meine Erfahrung ist, dass je weiter man nach Norden und auch Osten kommt die Leute für ihre eigenen Wohngegend mit der Einschätzung düsterer werden. Das kann subjektive Empfinden sein, aber der Blick in die tunesische Tagepresse zeigt durchaus Anlass dazu.
Es gilt aber auch da immer Vorsicht. Im Cafe wird viel erzählt – auch an kurzen Tagen. An langen um so mehr.
Dennoch ergibt sich für mich ein Muster, das der Norden fast problematischer scheint. (heute wieder eine Sache in Jendouba, falsche Straßensperre, 4 Tote)
Dass die deutschsprachige Presse mit ganz wenigen gelegentlichen Ausnahmen der letzte Ort ist, an dem man etwas zu den Vorgängen hinter den Kulissen in Nordafrika erfährt ist leider unwiderlegbar.
Im nicht deutschsprachigen Ausland das schon anders.
Auch Reisende schreiben hier oft interessante Details, aber vieles landet hier nicht. Etvl. weil keiner unnötige Unsicherheit streuen will?!
Jedenfalls reise ich entspannter, wenn ich zumindest ungefähr weiß was sich tut.
Ich habe manchmal das Gefühl, dass man wenn man über Ereignisse berichtet den Eindruck vermittelt ins Panik Horn zu blasen. Auch wenn ich die französischsprachige Presse jeden Tag durchforste bin ich mir nicht sicher ob das hier jemanden interessiert, oder ob eh alle das gleiche lesen und sich ihre eigenen Gedanken machen.




