Reisewarnung Sudan 19.06.2026 | Dringender Ausreiseaufruf

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Sudan 15.02.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Sudan
Stand 15.02.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militärputsch und Sicherheitslage; COVID-19)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Gesundheit (Malaria)


Aktuelles
Militärputsch und Sicherheitslage

Nach dem Militärputsch 2021 kann es weiterhin durch das Militär und Demonstranten zu Brücken- und Straßensperren sowie zu Schusswaffeneinsatz durch Sicherheitskräfte kommen.

Landesweit kann es immer wieder zu Großdemonstrationen kommen.
  • Meiden Sie unbedingt weiträumig größere Menschenansammlungen und Demonstrationen. Bleiben Sie bei angekündigten großen Protesten möglichst an einem sicheren Ort.
  • Halten Sie sich an die Anweisungen der Sicherheitsbehörden.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die Medien.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind.
COVID-19
Einreise

Bestimmungen zur Einreise ändern sich mit der Pandemielage häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei offiziellen Stellen Sudans.

Derzeit gelten keine COVID-19-bedingten Einreisebeschränkungen.

Ausreise und Transit
Ein COVID-19-Test ist für die Ausreise grundsätzlich nicht vorgeschrieben. Abhängig von der genutzten Fluggesellschaft und dem Zielland, kann dieser jedoch verpflichtend sein. Der internationale Flugverkehr findet statt.

Beschränkungen im Land
Derzeit gibt es keine COVID-19-bedingten Beschränkungen im Land.

Empfehlungen
  • Achten Sie auf die Einhaltung der AHA-Vorschriften und befolgen Sie zusätzlich die Hinweise lokaler Behörden.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Die innenpolitische und wirtschaftliche Lage bleiben nach dem Militärputsch 2021 angespannt. Gewaltsame Auseinandersetzungen und zum Teil erhebliche Verkehrsbehinderungen sind bei Protesten nicht ausgeschlossen.

Wegen Güterknappheit und Anpassung von Subventionen steigen die Preise für Grundnahrungsmittel stetig. Zugleich herrscht eine starke Inflation. Landesweit kann es zu einer Knappheit wichtiger Güter kommen, auch in der Khartum erfassen.

In den Grenzgebieten zu Äthiopien, Libyen, Ägypten und Tschad besteht das Risiko von Zusammenstößen sudanesischer Sicherheitskräfte mit bewaffneten Gruppen.

Die Grenzen zu Eritrea, Äthiopien und Tschad werden regelmäßig geschlossen und sind häufig von Zugangsbeschränkungen durch Sicherheitskräfte betroffen. Auch die Grenzen zu Libyen und der Zentralafrikanischen Republik können jederzeit für längere Zeiträume geschlossen werden.
An der Grenze zu Ägypten ist oft nur der Grenzübergang Assuan/Wadi Halfa geöffnet.
Abseits der Hauptverkehrsroute besteht die Gefahr von Landminen.

Region Darfur
In den fünf Darfur-Bundesstaaten (Zentraldarfur, Ostdarfur, Norddafur, Westdafur und Süddarfur) im Westen des Sudan gibt es vereinzelt gewaltsame Auseinandersetzungen und Banditenunwesen. Es besteht zudem ein sehr hohes Entführungsrisiko.

Reisen nach Darfur bedürfen in jedem Fall der vorherigen Genehmigung der sudanesischen Regierung. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen sollten die enge Abstimmung mit den Vereinten Nationen (VN) und der sudanesischen Regierung (HAC, Humanitarian Affairs Commission) suchen, bei Dienst- oder journalistischen Reisen mit der deutschen Botschaft in Khartum und den VN-Vertretungen in Khartum sowie dem VN-Sicherheitsdienst UNDSS.

Südkordofan (inkl. Abyei) Unity State und Blauer Nil
In den Regionen Südkordofan und Blauer Nil kann es zu militärischen Kampfhandlungen kommen.
In der Stadt Abyei und der gleichnamigen Grenzregion zwischen Sudan und Südsudan - die Grenze zwischen beiden Ländern ist umstritten - kann sich die derzeitige Ruhe abhängig von lokalen und regionalen Ereignissen sehr schnell ändern.

Auch in ländlichen Räumen in Südkordofan und Blauer Nil, vor allem in den Nuba-Bergen, kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen zwischen Armee und Rebellen.

Nördlicher Sudan
Im nördlichen Sudan, insbesondere für die Pyramiden von Meroe und Karima, ist die Sicherheitslage aufgrund der umfangreichen Militär- und Polizeipräsenz Ägyptens und des Sudan gegenwärtig unter Kontrolle.

Ostsudan
Es kann zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen oder zur Blockade der Straße zwischen Port Sudan und Khartum kommen.
  • Seien Sie bei allen Reisen in Sudan besonders vorsichtig.
  • nformieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Verlassen Sie auf dem Weg nach Ägypten die Hauptstrecke nicht.
  • Versuchen Sie nicht, Grenzen illegal zu übertreten.
  • Meiden Sie das zwischen Sudan und Ägypten umstrittene Hala’ib-Dreieck.
  • Planen Sie Reisen im Ostsudan sorgfältig und stimmen Sie sie mit den lokalen Behörden ab.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Gesundheit
Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria .
  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.
In der Sahara besteht ein geringes Malariarisiko, ansonsten besteht in den anderen Landesteilen ganzjährig ein hohes Risiko inklusive Khartum und Port Sudan.

Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in ca. 83 % der Fälle nachgewiesen.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.
Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist ganzjährig und landesweit eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.
  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.
Auswärtiges Amt

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Reisewarnung Sudan 15.04.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Sudan
Stand 15.04.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militärputsch und Sicherheitslage)
- Sicherheit
- Gesundheit (Impfschutz, Dengue-Fieber)


Aktuelles
Militärputsch und Sicherheitslage

Vor Reisen nach Sudan wird gewarnt.
  • Seit dem Morgen des 15. April kommt es zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem Militär und rivalisierenden Gruppen in Karthum und anderen Landesteilen. Auch der Flughafen in Khartum ist von den bewaffneten Auseinandersetzungen betroffen und der Flugbetrieb offenbar ausgesetzt. Die Lage ist unübersichtlich.
  • Bleiben Sie an einem sicheren Ort und meiden Sie alle Fahrtbewegungen.
  • Bitte wenden Sie sich hinsichtlich ggf. anstehender Flüge an Ihren Reiseveranstalter oder Ihre Fluggesellschaft.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die Medien.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Sie erhalten dann über die Botschaft weitere Informationen.
Sicherheit
Vor Reisen nach Sudan wird gewarnt.


Gesundheit
Impfschutz

Impfbestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist für alle Reisenden ab dem Alter von einem Jahr eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
Der Süden Sudans (südlich des 15. Breitengrades) gilt als Gelbfiebergebiet, eine Gelbfieberimpfung ist hier auch aus medizinischen Gründen empfohlen.
  • Bitte beachten Sie, dass laut WHO Einwohnern und Langzeitreisenden über vier Wochen eine Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) vier Wochen bis 12 Monate vor Ausreise benötigen, siehe Poliomyelitis. Falls Sie kürzer als vier Wochen im Land sind, ist ein vollständiger Impfschutz gegen Poliomyelitis empfohlen.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Polio, Gelbfieber (s.o.) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber, Hepatitis B, Typhus, Tollwut sowie Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung in den Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Dengue-Fieber
Dengue-Viren werden u.a. in der Provinz Khartum und im Südosten des Landes, einschließlich der Provinz Süd-Kordofan, durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.
  • Lassen Sie sich bezüglich einer Impfung von Tropen- und/oder Reisemedizinern beraten.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
Auswärtiges Amt

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Reisewarnung Sudan 17.04.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Sudan
Stand 17.04.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militärputsch und Sicherheitslage)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)


Aktuelles
Vor Reisen nach Sudan wird gewarnt.

Militärputsch und Sicherheitslage

Seit dem 15. April 2023 kommt es zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem Militär und rivalisierenden Gruppen in Khartum und anderen Landesteilen. Auch der Flughafen in Khartum ist von den bewaffneten Auseinandersetzungen betroffen; der Flugbetrieb ist ausgesetzt. Die Lage ist volatil und unübersichtlich.
  • Bleiben Sie an einem sicheren Ort, vermeiden Sie weiterhin jeden Aufenthalt auf Straßen sowie öffentlichen Plätzen und alle Fahrtbewegungen.
  • Teilen Sie sich zur Verfügung stehende Nahrungsmittel- und Wasservorräte sorgsam ein - sollten Sie zwingend auf neue Vorräte angewiesen sein, verfolgen Sie bitte offizielle Verlautbarungen zu weiteren Ankündigungen für vorübergehende Waffenruhen. Bedenken Sie aber, dass die bisher vereinbarten Waffenruhen nicht eingehalten wurden. Vergewissern Sie sich zusätzlich stets, dass Ihr Umfeld tatsächlich sicher genug ist; bewegen Sie sich nur in unmittelbarer Nähe Ihres derzeitigen Aufenthaltsortes.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Bitte wenden Sie sich hinsichtlich ggf. anstehender Flüge an Ihren Reiseveranstalter oder Ihre Fluggesellschaft.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die die lokalen und - mit der gebotenen Vorsicht - sozialen Medien.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten (insbesondere Telefonnummer / gegenwärtiger Aufenthaltsort inkl. genauer Adresse sowie Aufenthaltsdauer) aktuell sind und ergänzen Sie diese im Zweifelsfall umgehend. Sie erhalten dann über die Deutsche Botschaft Khartum weitere Informationen.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Siehe Aktuelles - Militärputsch und Sicherheitslage

Die innenpolitische und wirtschaftliche Lage bleiben nach dem Militärputsch 2021 angespannt. Gewaltsame Auseinandersetzungen und zum Teil erhebliche Verkehrsbehinderungen sind bei Protesten nicht ausgeschlossen.

Wegen Güterknappheit und Anpassung von Subventionen steigen die Preise für Grundnahrungsmittel stetig. Zugleich herrscht eine starke Inflation. Landesweit kann es zu einer Knappheit wichtiger Güter kommen, auch in der Khartum erfassen.

In den Grenzgebieten zu Äthiopien, Libyen, Ägypten und Tschad besteht das Risiko von Zusammenstößen sudanesischer Sicherheitskräfte mit bewaffneten Gruppen.

Die Grenzen zu Eritrea, Äthiopien und Tschad werden regelmäßig geschlossen und sind häufig von Zugangsbeschränkungen durch Sicherheitskräfte betroffen. Auch die Grenzen zu Libyen und der Zentralafrikanischen Republik können jederzeit für längere Zeiträume geschlossen werden.
An der Grenze zu Ägypten ist oft nur der Grenzübergang Assuan/Wadi Halfa geöffnet.
Abseits der Hauptverkehrsroute besteht die Gefahr von Landminen.

Region Darfur
In den fünf Darfur-Bundesstaaten (Zentraldarfur, Ostdarfur, Norddafur, Westdafur und Süddarfur) im Westen des Sudan gibt es vereinzelt gewaltsame Auseinandersetzungen und Banditenunwesen. Es besteht zudem ein sehr hohes Entführungsrisiko.

Reisen nach Darfur bedürfen in jedem Fall der vorherigen Genehmigung der sudanesischen Regierung. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen sollten die enge Abstimmung mit den Vereinten Nationen (VN) und der sudanesischen Regierung (HAC, Humanitarian Affairs Commission) suchen, bei Dienst- oder journalistischen Reisen mit der deutschen Botschaft in Khartum und den VN-Vertretungen in Khartum sowie dem VN-Sicherheitsdienst UNDSS.

Südkordofan (inkl. Abyei) Unity State und Blauer Nil
In den Regionen Südkordofan und Blauer Nil kann es zu militärischen Kampfhandlungen kommen.
In der Stadt Abyei und der gleichnamigen Grenzregion zwischen Sudan und Südsudan - die Grenze zwischen beiden Ländern ist umstritten - kann sich die derzeitige Ruhe abhängig von lokalen und regionalen Ereignissen sehr schnell ändern.

Auch in ländlichen Räumen in Südkordofan und Blauer Nil, vor allem in den Nuba-Bergen, kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen zwischen Armee und Rebellen.

Nördlicher Sudan
Im nördlichen Sudan, insbesondere für die Pyramiden von Meroe und Karima, ist die Sicherheitslage aufgrund der umfangreichen Militär- und Polizeipräsenz Ägyptens und des Sudan gegenwärtig unter Kontrolle.

Ostsudan
Es kann zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen oder zur Blockade der Straße zwischen Port Sudan und Khartum kommen.
  • Seien Sie bei allen Reisen in Sudan besonders vorsichtig.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Verlassen Sie auf dem Weg nach Ägypten die Hauptstrecke nicht.
  • Versuchen Sie nicht, Grenzen illegal zu übertreten.
  • Meiden Sie das zwischen Sudan und Ägypten umstrittene Hala’ib-Dreieck.
  • Planen Sie Reisen im Ostsudan sorgfältig und stimmen Sie sie mit den lokalen Behörden ab.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Auswärtiges Amt


Siehe dazu:

BPfeilB Sudan - Schwere Unruhen

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Reisewarnung Sudan 25.04.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Sudan
Stand 25.04.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Militärputsch und Sicherheitslage)
- Reiseinfos


Aktuelles
Vor Reisen nach Sudan wird gewarnt.

Militärputsch und Sicherheitslage

Seit dem 15. April 2023 kommt es zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem sudanesischen Militär und der paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF) in Khartum und anderen Landesteilen. Auch der Flughafen in Khartum ist von den bewaffneten Auseinandersetzungen betroffen; der Flugbetrieb ist ausgesetzt. Die Lage ist volatil, unübersichtlich und kann sich sehr schnell ändern. Trinkwasser, Nahrungsmittel, Medikamente, Strom und Kraftstoff sind nur begrenzt verfügbar und können aufgrund der Kämpfe und der damit verbundenen Gefahren für Leib und Leben oft nicht beschafft werden. Krankenhäuser sind nur noch vereinzelt in Betrieb. Internet und Mobilfunk können jederzeit ausfallen. Die deutsche Botschaft in Khartum ist derzeit geschlossen.
  • Bleiben Sie an einem sicheren Ort, vermeiden Sie weiterhin jeden Aufenthalt auf Straßen sowie öffentlichen Plätzen und alle Fahrtbewegungen.
  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung für Sudan.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten (insbesondere alle Telefonnummern/gegenwärtiger Aufenthaltsort inkl. genauer Adresse sowie Aufenthaltsdauer) aktuell sind und ergänzen Sie diese im Zweifelsfall umgehend. Sollten Sie den Sudan inzwischen verlassen habe, so vermerken Sie dies bitte ebenfalls.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Teilen Sie sich zur Verfügung stehende Nahrungsmittel- und Wasservorräte sorgsam ein - sollten Sie zwingend auf neue Vorräte angewiesen sein, verfolgen Sie bitte offizielle Verlautbarungen zu weiteren Ankündigungen für vorübergehende Waffenruhen. Vergewissern Sie sich zusätzlich stets, dass Ihr Umfeld tatsächlich sicher genug ist; bewegen Sie sich nur in unmittelbarer Nähe Ihres derzeitigen Aufenthaltsortes und seien Sie äußerst vorsichtig.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die lokalen und - mit der gebotenen Vorsicht - sozialen Medien.
Reiseinfos
Die deutsche Botschaft in Khartum ist derzeit geschlossen und kann im Notfall keine konsularische Hilfe vor Ort garantieren.
Auswärtiges Amt


Siehe dazu:

BPfeilB Sudan | Welchen Einfluss haben welche Staaten?

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Reisewarnung Sudan 27.04.2023 | Dringender Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Sudan
Stand 27.04.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Bewaffnete Auseinandersetzungen)
- Sicherheit (Reisewarnung/Ausreiseaufforderung; Innenpolitische Lage; Kriminalität)


Aktuelles
Vor Reisen nach Sudan wird gewarnt.

Deutsche Staatsangehörige werden dringend aufgefordert, Sudan zu verlassen.

Bewaffnete Auseinandersetzungen

Seit dem 15. April 2023 kommt es zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem sudanesischen Militär und der paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF) in Khartum und anderen Landesteilen. Auch der Flughafen in Khartum ist von den bewaffneten Auseinandersetzungen betroffen; der Flugbetrieb ist ausgesetzt. Ein derzeit vereinbarter Waffenstillstand wird immer wieder verletzt. Die Lage ist volatil, unübersichtlich und kann sich sehr schnell ändern. Die deutsche Botschaft in Khartum ist bis auf Weiteres geschlossen und kann keine konsularische Unterstützung mehr leisten.

In den vergangenen Tagen haben Deutschland und andere Staaten zahlreiche Evakuierungsflüge aus Khartum durchgeführt. Die Bundeswehr plant keine weiteren Flüge mehr.

Darüber hinaus ist in den vergangenen Tagen vielen Personen die Ausreise über Port Sudan gelungen. Es liegen derzeit keine gesicherten Erkenntnisse über die Bedingungen entlang der Fahrtroute von Khartum nach Port Sudan vor.

Ab Port Sudan gibt es derzeit verschiedene Ausreisemöglichkeiten, so haben einige Staaten Evakuierungsflüge von dort durchgeführt. Auch Ausreisemöglichkeiten per Schiff haben sich ergeben, u.a. über den Anbieter „Namma Shipping Lines“ per Fähre nach Djidda (Saudi-Arabien). Auch Saudi-Arabien hat angeboten, deutsche Staatsangehörige im Rahmen verfügbarer Kapazitäten per Schiff von Port Sudan nach Djidda zu befördern.
  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung und Ausreiseaufforderung für Sudan.
  • Falls Sie eine Ausreise nach Djidda beabsichtigen, melden Sie sich bitte beim Büro der Botschaft von Saudi-Arabien im Hotel Al-Rabwa in Port Sudan.
  • Falls Sie sich noch in Sudan befinden und ausreisen möchten, sollten Sie daher auch erwägen, sich nach Port Sudan zu begeben. Bitte beachten Sie, dass die Fahrt auf eigenes Risiko erfolgen muss.
  • Wägen Sie immer das Risiko einer Bewegung von Ihrem aktuellen Standort sorgfältig ab, da es an vielen Orten weiterhin zu Kampfhandlungen kommen kann.
  • Bleiben Sie ansonsten an einem sicheren Ort, vermeiden Sie weiterhin, soweit möglich, Aufenthalte auf Straßen sowie öffentlichen Plätzen und Fahrtbewegungen.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind und ergänzen Sie diese im Zweifelsfall. Sollten Sie den Sudan inzwischen verlassen haben, so vermerken Sie dies bitte dort ebenfalls.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Teilen Sie sich zur Verfügung stehende Nahrungsmittel- und Wasservorräte sorgsam ein - sollten Sie zwingend auf neue Vorräte angewiesen sein, verfolgen Sie bitte offizielle Verlautbarungen zu weiteren Ankündigungen für vorübergehende Waffenruhen. Vergewissern Sie sich zusätzlich stets, dass Ihr Umfeld tatsächlich sicher genug ist; bewegen Sie sich nur in unmittelbarer Nähe Ihres derzeitigen Aufenthaltsortes und seien Sie äußerst vorsichtig.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die lokalen und - mit der gebotenen Vorsicht - sozialen Medien.
Sicherheit
Vor Reisen nach Sudan wird gewarnt.

Deutsche Staatsangehörige werden dringend aufgefordert, Sudan zu verlassen.

Innenpolitische Lage

Siehe Aktuelles - Bewaffnete Auseinandersetzungen

Die innenpolitische und wirtschaftliche Lage hat sich seit Beginn der bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem sudanesischen Militär und der RSF drastisch verschärft. Gewaltsame Auseinandersetzungen im ganzen Land führen zu Versorgungsengpässen und zu eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten.

Die Preise für Grundnahrungsmittel, Strom und Transport sind drastisch angestiegen. Der Zugang zu Bargeld ist stark beschränkt.

Berichten zufolge sind einige Grenzen zu Nachbarstaaten geschlossen worden bzw. häufig von Zugangsbeschränkungen durch Sicherheitskräfte betroffen. Abseits der Hauptverkehrsroute auf dem Weg von Khartum nach Ägypten, in den Kordofans und Blue Nile besteht die Gefahr von Landminen.

Region Darfur
In den fünf Darfur-Bundesstaaten (Zentraldarfur, Ostdarfur, Norddafur, Westdafur und Süddarfur) im Westen des Sudan gibt es vereinzelt gewaltsame Auseinandersetzungen und Banditenunwesen. Sie sind teils ebenfalls von dem bewaffneten Konflikt zwischen dem sudanesischen Militär und der RSF betroffen. Es besteht zudem ein sehr hohes Entführungsrisiko.

Reisen nach Darfur bedürfen in jedem Fall der vorherigen Genehmigung der sudanesischen Regierung. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen sollten die enge Abstimmung mit den Vereinten Nationen (VN) und der sudanesischen Regierung (HAC, Humanitarian Affairs Commission) suchen, bei Dienst- oder journalistischen Reisen mit dem Auswärtigen Amt und dem VN-Sicherheitsdienst UNDSS.

Südkordofan (inkl. Abyei), Unity State und Blauer Nil
In den Regionen Südkordofan und Blauer Nil kann es zu militärischen Kampfhandlungen kommen.
In der Stadt Abyei und der gleichnamigen Grenzregion zwischen Sudan und Südsudan - die Grenze zwischen beiden Ländern ist umstritten - kann sich die Lage abhängig von lokalen und regionalen Ereignissen sehr schnell ändern.

Auch in ländlichen Räumen in Südkordofan und Blauer Nil, vor allem in den Nuba-Bergen, kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen zwischen Armee und Rebellen.

Norden Sudans
Im Norden Sudans, insbesondere in der Region der Pyramiden von Meroe und Karima, ist die Sicherheitslage aufgrund der gewaltsamen bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem sudanesischen Militär und der RSF undurchsichtig. Es kann zu Kampfhandlungen kommen.

Ostsudan
Es kann zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen sowie zwischen der Armee und RSF kommen. Eine Blockade der Straße zwischen Port Sudan und Khartum ist jederzeit möglich.
  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung und Ausreiseaufforderung für Sudan.
  • Sollten Sie sich aktuell in Sudan aufhalten, wägen Sie immer das Risiko einer Bewegung von Ihrem aktuellen Standort sorgfältig ab, da es an vielen Orten weiterhin zu Kampfhandlungen kommen kann.
  • Bleiben Sie ansonsten an einem sicheren Ort, vermeiden Sie weiterhin soweit möglich Aufenthalte auf Straßen sowie öffentlichen Plätzen und Fahrtbewegungen.
  • Versuchen Sie nicht, Grenzen illegal zu übertreten.
  • Meiden Sie das zwischen Sudan und Ägypten umstrittene Hala’ib-Dreieck.
Kriminalität
Die Kriminalität in Khartum und anderen Städten nimmt zu. Im Zuge der Kampfhandlungen haben (Auto-)Einbrüche, Diebstähle und Überfälle landesweit stark zugenommen.

Außerhalb der Städte, insbesondere in entlegenen Gebieten abseits der Verbindungsstraßen längs des Nils, muss nebst bewaffneter Auseinandersetzungen mit Bandenkriminalität, bewaffneten Überfällen und auch Entführungen gerechnet werden.
  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung und Ausreiseaufforderung für Sudan.
  • Sollten Sie sich aktuell in Sudan aufhalten, wägen Sie immer das Risiko einer Bewegung von Ihrem aktuellen Standort sorgfältig ab, da es an vielen Orten weiterhin zu Kampfhandlungen kommen kann.
  • Bleiben Sie ansonsten an einem sicheren Ort, vermeiden Sie weiterhin soweit möglich Aufenthalte auf Straßen sowie öffentlichen Plätzen und Fahrtbewegungen.
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Siehe dazu:

BPfeilB Sudan | Gewalt hat Auswirkungen auf Nachbarländer

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Reisewarnung Sudan 14.09.2023 | Dringender Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Sudan
Stand 14.09.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Bewaffnete Auseinandersetzungen)
- Einreise und Zoll (Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19)
- Gesundheit (Malaria)


Aktuelles
Vor Reisen nach Sudan wird gewarnt.

Deutsche Staatsangehörige werden dringend aufgefordert, Sudan zu verlassen.

Bewaffnete Auseinandersetzungen

Seit dem 15. April 2023 kommt es zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem sudanesischen Militär (SAF) und der paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF) in Khartum und anderen Landesteilen. Auch der Flughafen in Khartum ist von den bewaffneten Auseinandersetzungen betroffen; der Flugbetrieb von und nach Khartum ist ausgesetzt, der Flughafen in Port Sudan operiert und fliegt zahlreiche Destinationen in der Region an. Vereinbarte Waffenruhen werden immer wieder verletzt. Die Lage ist volatil, unübersichtlich und kann sich sehr schnell ändern. Die deutsche Botschaft in Khartum ist bis auf Weiteres geschlossen und kann keine konsularische Unterstützung mehr leisten.

Die von Deutschland und anderen Staaten durchgeführten Evakuierungsflüge sind abgeschlossen.

Vielen Personen ist die Ausreise über Port Sudan oder auf dem Landweg nach Ägypten gelungen. Es liegen derzeit keine gesicherten Erkenntnisse über die Bedingungen entlang der Fahrtroute von Khartum nach Port Sudan bzw. an die ägyptische Grenze vor. Berichten zufolge kommt es an den Grenzübergängen zu teils sehr langen Wartezeiten, die Versorgungslage (auch Nahrungsmittel, Trinkwasser) in Grenznähe ist sehr schlecht und die sanitäre Versorgung offenbar nicht gewährleistet.

Ab Port Sudan gibt es Ausreisemöglichkeiten per Schiff und inzwischen auch wieder per Flugzeug zu zahlreichen Destinationen in der Region. Bei der Ausreise in Nachbarländer sind die dort jeweils geltenden Einreisevorschriften bzw. Visumerfordernisse zu beachten.
  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung und Ausreiseaufforderung für Sudan.
  • Falls Sie sich noch in Sudan befinden und ausreisen möchten, sollten Sie daher auch erwägen, sich nach Port Sudan oder Ägypten zu begeben. Bitte beachten Sie, dass die Fahrt auf eigenes Risiko erfolgen muss.
  • Wägen Sie immer das Risiko einer Bewegung von Ihrem aktuellen Standort sorgfältig ab, da es an vielen Orten weiterhin zu Kampfhandlungen kommen kann.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind und ergänzen Sie diese im Zweifelsfall. Sollten Sie den Sudan inzwischen verlassen haben, so vermerken Sie dies bitte dort ebenfalls.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Teilen Sie sich zur Verfügung stehende Nahrungsmittel- und Wasservorräte sorgsam ein - sollten Sie zwingend auf neue Vorräte angewiesen sein, verfolgen Sie bitte offizielle Verlautbarungen zu weiteren Ankündigungen für vorübergehende Waffenruhen. Vergewissern Sie sich zusätzlich stets, dass Ihr Umfeld tatsächlich sicher genug ist; bewegen Sie sich nur in unmittelbarer Nähe Ihres derzeitigen Aufenthaltsortes und seien Sie äußerst vorsichtig.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die lokalen und - mit der gebotenen Vorsicht - sozialen Medien.
Einreise und Zoll
Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19

Bestimmungen zur Einreise ändern sich häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei den offiziellen Stellen Sudans sowie der für Deutschland zuständigen Vertretung. Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.

Gesundheit
Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Malaria .
  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.
In der Sahara besteht ein geringes Malariarisiko, ansonsten besteht in den anderen Landesteilen ganzjährig ein hohes Risiko inklusive Khartum und Port Sudan.

Plasmodium falciparum (Erreger der Malaria tropica) wird in ca. 83% der Fälle nachgewiesen.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.
Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist ganzjährig und landesweit eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.
  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.
Auswärtiges Amt


Siehe auch:

BPfeilB Sudan | Gewalt ebbt nicht ab

Gruß
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Beiträge: 35234
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reisewarnung Sudan 23.04.2024 | Dringender Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Sudan
Stand 23.04.2024

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Bewaffnete Auseinandersetzungen)


Aktuelles
Vor Reisen nach Sudan wird gewarnt.

Deutsche Staatsangehörige werden dringend aufgefordert, Sudan zu verlassen.

Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer siehe hier.

Bewaffnete Auseinandersetzungen

Seit April 2023 kommt es zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem sudanesischen Militär (SAF) und der paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF) in Khartum und anderen Landesteilen. Auch der Flughafen in Khartum ist von den bewaffneten Auseinandersetzungen betroffen; der Flugbetrieb von und nach Khartum ist ausgesetzt, der Flughafen in Port Sudan operiert und fliegt diverse Destinationen in der Region an.

Vereinbarte Waffenruhen werden nicht eingehalten. Die Lage ist volatil, unübersichtlich und kann sich sehr schnell ändern. Die deutsche Botschaft in Khartum ist geschlossen und kann daher keine konsularische Unterstützung vor Ort leisten.
  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung und Ausreiseaufforderung für Sudan.
  • Wenn Sie trotz Reisewarnung für beruflich unvermeidbare Aufenthalte nach Sudan reisen müssen, seien Sie sich der erheblichen Gefährdung bewusst und vergewissern Sie sich eines sorgfältig und professionell ausgearbeiteten Sicherheitskonzepts.
  • Treffen Sie mit Ihren Angehörigen umfassende Vorkehrungen für den Fall, dass Sie z.B. wegen eines Anschlags, kriegerischer Auseinandersetzungen, einer Entführung oder eines Unfalls nicht wie geplant aus Sudan zurückkehren können. Sie sollten beispielsweise Vollmachten für private und berufliche Erledigungen hinterlassen, ein Testament verfassen und Sorgerechtsfragen klären, falls Sie Kinder haben. Wägen Sie immer das Risiko einer Bewegung von Ihrem aktuellen Standort sorgfältig ab, da es an vielen Orten weiterhin zu Kampfhandlungen kommen kann.
  • Wägen Sie immer das Risiko einer Bewegung von Ihrem aktuellen Standort sorgfältig ab, da es an vielen Orten weiterhin zu Kampfhandlungen kommen kann.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts. Wenn Sie Sudan wieder verlassen haben, so vermerken Sie dies bitte dort ebenfalls.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Teilen Sie sich zur Verfügung stehende Nahrungsmittel- und Wasservorräte sorgsam ein - sollten Sie zwingend auf neue Vorräte angewiesen sein, verfolgen Sie bitte offizielle Verlautbarungen zu weiteren Ankündigungen für vorübergehende Waffenruhen. Vergewissern Sie sich zusätzlich stets, dass Ihr Umfeld tatsächlich sicher genug ist; bewegen Sie sich nur in unmittelbarer Nähe Ihres derzeitigen Aufenthaltsortes und seien Sie äußerst vorsichtig.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die lokalen und - mit der gebotenen Vorsicht - sozialen Medien.
Auswärtiges Amt


Siehe auch:

BPfeilB Sudan | Massaker, Vertreibungen und kein Ende der Gewalt

Gruß
Birgitt
Birgitt
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Reisewarnung Sudan 19.06.2026 | Dringender Ausreiseaufruf

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Sudan
Stand 19.06.2026

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Bewaffnete Auseinandersetzungen)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr)


Aktuelles
Vor Reisen nach Sudan wird gewarnt.

Deutsche Staatsangehörige werden dringend aufgefordert, Sudan zu verlassen.

Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer siehe hier.

Bewaffnete Auseinandersetzungen

Seit 2023 kommt es in Sudan zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem sudanesischen Militär (SAF) und der paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF). Auch der Flughafen in Khartum ist betroffen. Der internationale Flugbetrieb von und nach Khartum ist ausgesetzt, vom Flughafen in Port Sudan werden diverse Destinationen in der Region angeflogen.

Vereinbarte Waffenruhen werden nicht eingehalten. Die Lage ist volatil, unübersichtlich und kann sich sehr schnell ändern. Die deutsche Botschaft in Khartum ist geschlossen und kann daher keine konsularische Unterstützung vor Ort leisten.
  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung und Ausreiseaufforderung für Sudan.
  • Wenn Sie trotz Reisewarnung für beruflich unvermeidbare Aufenthalte nach Sudan reisen müssen, seien Sie sich der erheblichen Gefährdung bewusst und vergewissern Sie sich eines sorgfältig und professionell ausgearbeiteten Sicherheitskonzepts.
  • Treffen Sie mit Ihren Angehörigen umfassende Vorkehrungen für den Fall, dass Sie z.B. wegen eines Anschlags, kriegerischer Auseinandersetzungen, einer Entführung oder eines Unfalls nicht wie geplant aus Sudan zurückkehren können. Sie sollten beispielsweise Vollmachten für private und berufliche Erledigungen hinterlassen, ein Testament verfassen und Sorgerechtsfragen klären, falls Sie Kinder haben. Wägen Sie immer das Risiko einer Bewegung von Ihrem aktuellen Standort sorgfältig ab, da es an vielen Orten weiterhin zu Kampfhandlungen kommen kann.
  • Wägen Sie immer das Risiko einer Bewegung von Ihrem aktuellen Standort sorgfältig ab, da es an vielen Orten weiterhin zu Kampfhandlungen kommen kann.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts. Wenn Sie Sudan wieder verlassen haben, so vermerken Sie dies bitte dort ebenfalls.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf, wenn Sie Zugang zu Strom haben.
  • Teilen Sie sich zur Verfügung stehende Nahrungsmittel- und Wasservorräte sorgsam ein - sollten Sie zwingend auf neue Vorräte angewiesen sein, verfolgen Sie bitte offizielle Verlautbarungen zu weiteren Ankündigungen für vorübergehende Waffenruhen. Vergewissern Sie sich zusätzlich stets, dass Ihr Umfeld tatsächlich sicher genug ist; bewegen Sie sich nur in unmittelbarer Nähe Ihres derzeitigen Aufenthaltsortes und seien Sie äußerst vorsichtig.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die lokalen und - mit der gebotenen Vorsicht - sozialen Medien.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Siehe Aktuelles - Bewaffnete Auseinandersetzungen.

Die innenpolitische und wirtschaftliche Lage hat sich seit Beginn der bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem sudanesischen Militär und der RSF drastisch verschärft. Gewaltsame Auseinandersetzungen, vor allem in den Kordofan- und Darfurstaaten, führen zu Versorgungsengpässen und zu eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten. Der gesamte Sudan ist vom Drohnenkrieg betroffen.

Die Preise für Grundnahrungsmittel, Strom und Transport sind erheblich angestiegen. Der Zugang zu Bargeld ist eingeschränkt. Bei beruflich unvermeidbaren Reisen sollten USD oder EUR mitgeführt werden.

Die Landgrenzen zu den Nachbarstaaten sind geschlossen bzw. häufig von Zugangsbeschränkungen durch Sicherheitskräfte betroffen. Abseits der Hauptverkehrsroute auf dem Weg von Khartum nach Ägypten, in den Kordofans und Blue Nile besteht die Gefahr von Landminen.

Region Darfur
In den Bundesstaaten Zentraldarfur, Ostdarfur, Norddarfur, Westdarfur und Süddarfur im Westen Sudans gibt es vereinzelt gewaltsame Auseinandersetzungen und kriminelle Banden. Diese Bundesstaaten sind teils ebenfalls von dem bewaffneten Konflikt zwischen dem sudanesischen Militär und der RSF betroffen. Es besteht zudem ein sehr hohes Entführungsrisiko.

Reisen nach Darfur bedürfen in jedem Fall der vorherigen Genehmigung der sudanesischen Regierung.

Südkordofan (inkl. Abyei), Unity State und Blauer Nil
In den Regionen Südkordofan und Blauer Nil kommt es aktuell zu militärischen Kampfhandlungen.
In der Stadt Abyei und der gleichnamigen Grenzregion zwischen Sudan und Südsudan - die Grenze zwischen beiden Ländern ist umstritten - kann sich die Lage abhängig von lokalen und regionalen Ereignissen sehr schnell ändern.

Norden Sudans
Im Norden Sudans, insbesondere in der Region der Pyramiden von Meroe und Karima, ist die Sicherheitslage aufgrund der gewaltsamen bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen dem sudanesischen Militär und der RSF undurchsichtig. Es kann zu Kampfhandlungen und Drohnenangriffen kommen.

Ostsudan
Es kann zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen sowie zwischen der Armee und RSF kommen. Eine Blockade der Straße zwischen Port Sudan und Khartum ist jederzeit möglich.
  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung und Ausreiseaufforderung für Sudan.
  • Sollten Sie sich aktuell in Sudan aufhalten, wägen Sie immer das Risiko einer Bewegung von Ihrem aktuellen Standort sorgfältig ab, da es an vielen Orten weiterhin zu Kampfhandlungen kommen kann.
  • Versuchen Sie nicht, Grenzen illegal zu übertreten.
  • Meiden Sie das zwischen Sudan und Ägypten umstrittene Hala’ib-Dreieck.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Siehe Aktuelles.

Der Luftverkehr entspricht nicht europäischen Sicherheitsstandards. Flugreisen von Port Sudan nach Khartum werden von verschiedenen sudanesischen Fluggesellschaften angeboten. Alle sudanesischen Luftfahrtunternehmen stehen auf der gemeinschaftlichen Liste unsicherer Fluggesellschaften der EU. Es kann zu Drohnenangriffen auf die Flughäfen von Port Sudan und Khartum kommen.

Die Infrastruktur in Sudan ist in vielerlei Hinsicht unzureichend. Versorgungsmängel (u. a. Treibstoffknappheit, Medikamentenmangel) sind weit verbreitet.

Alle ausländischen Reisenden benötigen für Reisen außerhalb Khartums eine Reisegenehmigung (travel permit), wenn sie beabsichtigen, in Konfliktregionen zu reisen, siehe auch Innenpolitische Lage. Auch für Reisen außerhalb von Port Sudan sind „travel permits“ der von der sudanesischen Armee eingesetzten Regierung notwendig.

Die Unfallgefahr bei Fahrten über Land darf wegen schlechter Straßen, fehlender Markierungen und der nicht selten riskanten Fahrweise nicht unterschätzt werden. Nachtfahrten sollten ganz vermieden werden. Eine defensive Fahrweise ist dringend zu empfehlen. Medizinische Hilfe bei Unfällen steht in der Regel nicht zur Verfügung.

Aufgrund bewaffneter Auseinandersetzungen, Stammeskonflikten und der nach wie vor angespannten Situation in manchen Teilen des Südens, Westens und Ostens des Landes, ist eine Durchquerung Sudans weder in Nord-Süd- noch in Ost-West-Richtung gefahrlos möglich.

Beim Versuch, Grenzen illegal zu überqueren, bestehen Gefahren durch nicht oder unzureichend gekennzeichnete Minenfelder sowie der längerfristigen Inhaftierung.
  • Fahren Sie vorsichtig und defensiv sowie möglichst nur in Gruppen mit mehreren Geländefahrzeugen.
  • Führen Sie bei Überlandfahrten möglichst mehrere Kopien Ihrer Reisedokumente mit, da diese manchmal an Kontrollposten eingesammelt werden.
Auswärtiges Amt

Siehe auch:

BPfeilB Sudan | Rebellen stellen eigene Regierung auf

Gruß
Birgitt
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