Reise-/Sicherheitshinweis Simbabwe 31.01.2006 - 22.02.2013

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Simbabwe 31.01.2006 - 22.02.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand: 31.01.2006 Unverändert gültig seit: 31.01.2006
Bei Reisen nach Zimbabwe muß berücksichtigt werden, daß die schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem aus den Innenstädten von Harare und Bulawayo sind verstärkt Taschendiebstähle und "smash and grab"-Überfälle zu verzeichnen. Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Photoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden

Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Bei Reisen mit dem eigenen Auto ist zu beachten, dass Simbabwe unter erheblichem Treibstoffmangel leidet. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur sporadisch an öffentlichen Tankstellen erhältlich.

Für weitergehende Auskünfte steht die Deutsche Botschaft in Harare unter den Telefonnummern (00263-4) 308655 oder 308656 zur Verfügung. In Notfällen kann nach Dienstschluss der Bereitschaftsdienst unter der Nummer 011-601937 erreicht werden.
Auswärtiges Amt
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Simbabwe 01.03.2007

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand 01.03.2007 (Unverändert gültig seit: 01.03.2007)

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität: Bei Reisen nach Zimbabwe muß berücksichtigt werden, daß die schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem aus den Innenstädten von Harare und Bulawayo sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen. Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Photoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden

Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Für die Hauptstadt Harare ist ein Demonstrations- und Versammlungsverbot erlassen worden. Es ist nicht auszuschließen, dass dieses auf andere Städte des Landes ausgeweitet wird. Wegen erhöhter politischer Spannungen im Zusammenhang mit Arbeitsniederlegungen von Lehrern, Universitätspersonal, Ärzten und Krankenschwestern kann es dennoch zu Demonstrationen kommen. Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung der Demonstration verlassen und nicht fotografieren.

Reisen über Land / Straßenverkehr: Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten "über Land" verzichtet werden. Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen. Bei allen Fahrten wird empfohlen, die Fahrzeuge von innen zu verriegeln. Der Zustand der Mietwagen ist nicht mit dem in europäischen Ländern zu vergleichen. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass vor allem in Harare einige Fälle bekannt geworden sind, bei denen Diebe Autoreifen angestochen haben um, während der Fahrer den Reifen wechselt, Taschen aus dem Auto zu entwenden. Äußerste Achtsamkeit ist geboten. Am besten lässt man den Reifenwechsel bei einer Tankstelle machen. Es empfiehlt sich auch, bei Anmietung eine möglichst gute Versicherung abzuschließen, da man sonst, auch bei Fremdverschulden, für die Schäden am Mietwagen haften muss.

Planen Sie, mit dem eigenen oder einem Mietwagen durch das Land zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Versorgungslage mit Treibstoff informieren. Simbabwe leidet unter erheblichem Treibstoffmangel. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur sporadisch an öffentlichen Tankstellen erhältlich.

Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt. Diese sind wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem technischen Zustand.

Taxen gibt es vor allem von den großen Hotels aus. Man kann aber auch per Telefon ein Taxi rufen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet. Man kann jedoch auch einen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Allgemeine Reiseinformationen
Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas und umfasst ein Staatsgebiet von rund 390.000 qkm. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.

Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,-- (eine Einreise) bzw. USD 55,-- (mehrere Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Inhaber von deutschen Diplomaten- und Dienstpässen erhalten das Visum ebenfalls an der Grenze gebührenfrei. Der deutsche Kinderausweis wird uneingeschränkt anerkannt.

Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Mulitple-Entry-Visa benötigt. Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.

Auch die Einwanderungsbehörden in den größeren Städten können eine Visumverlängerung oder Änderung vornehmen. Zuständig ist jeweils das Department of Immigration.

Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.

Besondere Zollvorschriften
Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen.

Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis ( "Temporary Import Permit") notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, VIPs und sicherheitsrelevanter öffentlicher Gebäude ist nicht gestattet.

Homosexuelle Handlungen sind mit Strafe bedroht (Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft), werden von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, auch traditionell als unmoralisch empfunden.

Weitere Hinweise
Geld, Devisen, Tausch


Die Landeswährung ist der Zimbabwe-Dollar (ZWD). ZWD können bei offiziellen Wechselstuben, Banken und Hotels aus den wichtigsten Fremdwährungen eingetauscht werden. Der von der Zentralbank ermittelte Wechselkurs für den USD ist derzeit 1,-- USD = ca. 250,-- ZWD und für den Euro 1,-- EUR = 330,-- ZWD. Dieser Kurs gilt bei den Banken, Hotels und Tourismusunternehmen auch beim Einsatz von internationalen Kreditkarten und kann sich nach oben und unten verändern. Daneben wird der ZD auch auf dem sogenannten "Schwarzmarkt" mit größeren Abschlägen gehandelt. Der sogenannte Schwarzkurs ändert sich täglich. Es sollte aber auf jeden Fall vermieden werden, bei Privatpersonen auf der Straße Geld zu tauschen, auch wenn dort ggfs. bessere Kurse angeboten werden. Die Gefahr, dabei betrogen zu werden, ist zu groß. Wichtiger Hinweis: dieser "Schwarzmarkt" verstößt gegen die Devisenbestimmungen des Landes und ist illegal.

Touristen müssen in Simbabwe inzwischen die Unterkunft in Hotels sowie die Eintrittsgebühren in die Nationalparks bar in Devisen bezahlen. Hierbei sollte immer der passende Betrag bezahlt werden. Es empfiehlt sich daher, am besten USD in kleiner Stückelung mit nach Simbabwe zu bringen. Bei der Ausreise wird durch die Zollbehörden kontrolliert, ob man Devisen in offiziellen Wechselstuben getauscht hat. Quittungen über den Tausch sollten daher aufbewahrt werden.

Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über "Western Union" Geld aus Deutschland überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet "Western Union" mit der Reisebank zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist.

Medizinische Hinweise
Impfschutz: Eine Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt für alle Reisenden Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein.

HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Prophylaxe: Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

Die medizinische Versorgung ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Aufgrund der sich verschlechternden medizinischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und mangelhafter Ausstattung der Apotheken mit Medikamenten sollten Reisende eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Oft fehlen (insbesondere in ländlichen Gebieten) Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal. Bei Unfällen sollte, falls möglich, auf Einlieferung in ein privates Krankenhaus in Bulawayo oder Harare bestanden werden Die Aufnahme in private wie auch staatliche Krankenhäuser erfolgt jedoch nur, wenn entweder Vorkasse geleistet oder eine Garantieerklärung abgegeben wird. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung vor Ort wird zudem empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
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Reise-/Sicherheitshinweis Simbabwe 16.03.2007

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand 16.03.2007 (Unverändert gültig seit: 16.03.2007)

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität: Bei Reisen nach Zimbabwe muss berücksichtigt werden, dass die schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem aus den Innenstädten von Harare und Bulawayo sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen. Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden.

Politisches Umfeld:
Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Für die Hauptstadt Harare ist ein Demonstrations- und Versammlungsverbot erlassen worden. Es ist nicht auszuschließen, dass dieses auf andere Städte des Landes ausgeweitet wird. Wegen erhöhter politischer Spannungen ist mit sich häufenden Demonstrationen im ganzen Lande zu rechnen. Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung der Demonstration verlassen und nicht fotografieren. Insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit sollten Townships (sog. „high density suburbs“) und Stadtzentren, in denen die Regierung durch starke Polizeipräsenz eine de-facto-Ausgangssperre eingerichtet hat, gemieden werden.

Reisen über Land / Straßenverkehr: Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten "über Land" verzichtet werden. Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen. Bei allen Fahrten wird empfohlen, die Fahrzeuge von innen zu verriegeln. Der Zustand der Mietwagen ist nicht mit dem in europäischen Ländern zu vergleichen. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass vor allem in Harare einige Fälle bekannt geworden sind, bei denen Diebe Autoreifen angestochen haben um, während der Fahrer den Reifen wechselt, Taschen aus dem Auto zu entwenden. Äußerste Achtsamkeit ist geboten. Am besten lässt man den Reifenwechsel bei einer Tankstelle machen. Es empfiehlt sich auch, bei Anmietung eine möglichst gute Versicherung abzuschließen, da man sonst, auch bei Fremdverschulden, für die Schäden am Mietwagen haften muss.

Planen Sie, mit dem eigenen oder einem Mietwagen durch das Land zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Versorgungslage mit Treibstoff informieren. Simbabwe leidet unter erheblichem Treibstoffmangel. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur sporadisch an öffentlichen Tankstellen erhältlich.

Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt. Diese sind wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem technischen Zustand.

Taxen gibt es vor allem von den großen Hotels aus. Man kann aber auch per Telefon ein Taxi rufen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet. Man kann jedoch auch einen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Allgemeine Reiseinformationen
Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas und umfasst ein Staatsgebiet von rund 390.000 qkm. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.

Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,-- (eine Einreise) bzw. USD 55,-- (mehrere Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Inhaber von deutschen Diplomaten- und Dienstpässen erhalten das Visum ebenfalls an der Grenze gebührenfrei. Der deutsche Kinderausweis wird uneingeschränkt anerkannt.

Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Mulitple-Entry-Visa benötigt. Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.

Auch die Einwanderungsbehörden in den größeren Städten können eine Visumverlängerung oder Änderung vornehmen. Zuständig ist jeweils das Department of Immigration.

Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.

Besondere Zollvorschriften
Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen.

Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis ( "Temporary Import Permit") notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, VIPs und sicherheitsrelevanter öffentlicher Gebäude ist nicht gestattet.

Homosexuelle Handlungen sind mit Strafe bedroht (Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft), werden von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, auch traditionell als unmoralisch empfunden.

Weitere Hinweise
Geld, Devisen, Tausch

Die Landeswährung ist der Zimbabwe-Dollar (ZWD). ZWD können bei offiziellen Wechselstuben, Banken und Hotels aus den wichtigsten Fremdwährungen eingetauscht werden. Der von der Zentralbank ermittelte Wechselkurs für den USD ist derzeit 1,-- USD = ca. 250,-- ZWD und für den Euro 1,-- EUR = 330,-- ZWD. Dieser Kurs gilt bei den Banken, Hotels und Tourismusunternehmen auch beim Einsatz von internationalen Kreditkarten und kann sich nach oben und unten verändern. Daneben wird der ZD auch auf dem sogenannten "Schwarzmarkt" mit größeren Abschlägen gehandelt. Der sogenannte Schwarzkurs ändert sich täglich. Es sollte aber auf jeden Fall vermieden werden, bei Privatpersonen auf der Straße Geld zu tauschen, auch wenn dort ggfs. bessere Kurse angeboten werden. Die Gefahr, dabei betrogen zu werden, ist zu groß. Wichtiger Hinweis: dieser "Schwarzmarkt" verstößt gegen die Devisenbestimmungen des Landes und ist illegal.

Touristen müssen in Simbabwe inzwischen die Unterkunft in Hotels sowie die Eintrittsgebühren in die Nationalparks bar in Devisen bezahlen. Hierbei sollte immer der passende Betrag bezahlt werden. Es empfiehlt sich daher, am besten USD in kleiner Stückelung mit nach Simbabwe zu bringen. Bei der Ausreise wird durch die Zollbehörden kontrolliert, ob man Devisen in offiziellen Wechselstuben getauscht hat. Quittungen über den Tausch sollten daher aufbewahrt werden.

Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über "Western Union" Geld aus Deutschland überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet "Western Union" mit der Reisebank zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist.

Medizinische Hinweise
Impfschutz: Eine Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt für alle Reisenden Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein.

HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Prophylaxe: Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

Die medizinische Versorgung ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Aufgrund der sich verschlechternden medizinischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und mangelhafter Ausstattung der Apotheken mit Medikamenten sollten Reisende eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Oft fehlen (insbesondere in ländlichen Gebieten) Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal. Bei Unfällen sollte, falls möglich, auf Einlieferung in ein privates Krankenhaus in Bulawayo oder Harare bestanden werden Die Aufnahme in private wie auch staatliche Krankenhäuser erfolgt jedoch nur, wenn entweder Vorkasse geleistet oder eine Garantieerklärung abgegeben wird. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung vor Ort wird zudem empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt.
Auswärtige Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Simbabwe 18.07.2007

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand 18.07.2007 (Unverändert gültig seit: 18.07.2007)

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität: Bei Reisen nach Zimbabwe muss berücksichtigt werden, dass die schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem aus den Innenstädten von Harare und Bulawayo sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen. Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden.

Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Politisches Umfeld: Die wirtschaftliche und soziale Lage ist schwierig. Aufgrund der staatlich verordneten Preiskontrollen kommt es zu Engpässen bei der Versorgung mit Grundnahrungsmitteln (Mehl, Brot, Fleisch, Speiseöl u.a.). Die Versorgungslage mit elektrischem Strom und Trinkwasser ist nur teilweise gesichert.

Es kann örtlich überraschend zu Demonstrationen und/oder Ausschreitungen kommen. Obwohl sich Gewalt dabei vor allem gegen politische Gegner richtet, sind Übergriffe auf Unbeteiligte nicht auszuschließen.

Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung der Demonstration verlassen und nicht fotografieren. Insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit sollten Townships (sog. „high density suburbs“) und Stadtzentren, in denen die Regierung durch starke Polizeipräsenz eine de-facto-Ausgangssperre eingerichtet hat, gemieden werden. Eine plötzliche Verschlechterung der Lage kann nicht ausgeschlossen werden. Von den Sicherheitskräften ist oft nur beschränkte Hilfe zu erwarten.

Reisen über Land / Straßenverkehr: Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten "über Land" verzichtet werden. Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen. Bei allen Fahrten wird empfohlen, die Fahrzeuge von innen zu verriegeln. Der Zustand der Mietwagen ist nicht mit dem in europäischen Ländern zu vergleichen. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass vor allem in Harare einige Fälle bekannt geworden sind, bei denen Diebe Autoreifen angestochen haben um, während der Fahrer den Reifen wechselt, Taschen aus dem Auto zu entwenden. Äußerste Achtsamkeit ist geboten. Am besten lässt man den Reifenwechsel bei einer Tankstelle machen. Es empfiehlt sich auch, bei Anmietung eine möglichst gute Versicherung abzuschließen, da man sonst, auch bei Fremdverschulden, für die Schäden am Mietwagen haften muss.

Planen Sie, mit dem eigenen oder einem Mietwagen durch das Land zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Versorgungslage mit Treibstoff informieren. Simbabwe leidet unter erheblichem Treibstoffmangel. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur sporadisch an öffentlichen Tankstellen erhältlich.

Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt. Diese sind wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem technischen Zustand.

Taxen gibt es vor allem von den großen Hotels aus. Man kann aber auch per Telefon ein Taxi rufen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet. Man kann jedoch auch einen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Allgemeine Reiseinformationen
Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas und umfasst ein Staatsgebiet von rund 390.000 qkm. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.

Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,-- (eine Einreise) bzw. USD 55,-- (mehrere Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Inhaber von deutschen Diplomaten- und Dienstpässen erhalten das Visum ebenfalls an der Grenze gebührenfrei. Der deutsche Kinderausweis wird uneingeschränkt anerkannt.

Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Mulitple-Entry-Visa benötigt. Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.

Auch die Einwanderungsbehörden in den größeren Städten können eine Visumverlängerung oder Änderung vornehmen. Zuständig ist jeweils das Department of Immigration.

Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.

Besondere Zollvorschriften
Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen.

Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis ( "Temporary Import Permit") notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, VIPs und sicherheitsrelevanter öffentlicher Gebäude ist nicht gestattet.

Homosexuelle Handlungen sind mit Strafe bedroht (Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft), werden von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, auch traditionell als unmoralisch empfunden.

Weitere Hinweise

Geld, Devisen, Tausch


Die Landeswährung ist der Zimbabwe-Dollar (ZWD). ZWD können bei offiziellen Wechselstuben, Banken und Hotels aus den wichtigsten Fremdwährungen eingetauscht werden. Der von der Zentralbank ermittelte Wechselkurs für den USD ist derzeit 1,-- USD = ca. 250,-- ZWD und für den Euro 1,-- EUR = 330,-- ZWD. Dieser Kurs gilt bei den Banken, Hotels und Tourismusunternehmen auch beim Einsatz von internationalen Kreditkarten und kann sich nach oben und unten verändern. Daneben wird der ZD auch auf dem sogenannten "Schwarzmarkt" mit größeren Abschlägen gehandelt. Der sogenannte Schwarzkurs ändert sich täglich. Es sollte aber auf jeden Fall vermieden werden, bei Privatpersonen auf der Straße Geld zu tauschen, auch wenn dort ggfs. bessere Kurse angeboten werden. Die Gefahr, dabei betrogen zu werden, ist zu groß. Wichtiger Hinweis: dieser "Schwarzmarkt" verstößt gegen die Devisenbestimmungen des Landes und ist illegal.

Touristen müssen in Simbabwe inzwischen die Unterkunft in Hotels sowie die Eintrittsgebühren in die Nationalparks bar in Devisen bezahlen. Hierbei sollte immer der passende Betrag bezahlt werden. Es empfiehlt sich daher, am besten USD in kleiner Stückelung mit nach Simbabwe zu bringen. Bei der Ausreise wird durch die Zollbehörden kontrolliert, ob man Devisen in offiziellen Wechselstuben getauscht hat. Quittungen über den Tausch sollten daher aufbewahrt werden.

Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über "Western Union" Geld aus Deutschland überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet "Western Union" mit der Reisebank zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist.

Medizinische Hinweise
Impfschutz: Eine Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt für alle Reisenden Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein.

HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Prophylaxe: Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

Die medizinische Versorgung ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Aufgrund der sich verschlechternden medizinischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und mangelhafter Ausstattung der Apotheken mit Medikamenten sollten Reisende eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Oft fehlen (insbesondere in ländlichen Gebieten) Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal. Bei Unfällen sollte, falls möglich, auf Einlieferung in ein privates Krankenhaus in Bulawayo oder Harare bestanden werden Die Aufnahme in private wie auch staatliche Krankenhäuser erfolgt jedoch nur, wenn entweder Vorkasse geleistet oder eine Garantieerklärung abgegeben wird. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung am Ort wird zudem empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt.

Medizinische Hilfe ist nicht mehr ausreichend gewährleistet. Den Krankenhäusern fehlen Ärzte und Pflegepersonal. Ernstliche Verletzungen müssen im Ausland (Südafrika) behandelt werden.
Auswärtige Amt
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Reise/Sicherheitshinweis Simbabwe 27.11.2007

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Simbabwe:
Stand 27.11.2007 (Unverändert gültig seit: 27.11.2007)

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Bei Reisen nach Zimbabwe muss berücksichtigt werden, dass die schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem aus den Innenstädten von Harare und Bulawayo sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen. Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden.
Politisches Umfeld
Die wirtschaftliche und soziale Lage ist schwierig. Aufgrund der staatlich verordneten Preiskontrollen kommt es zu Engpässen bei der Versorgung mit Grundnahrungsmitteln. Mehl, Brot, Fleisch, Speiseöl u.a. sind in den Geschäften gar nicht mehr verfügbar oder nur zu stark überhöhten Preisen auf dem (illegalen) Schwarzmarkt vorhanden. Die Versorgungslage mit elektrischem Strom und Trinkwasser ist nicht mehr gesichert.
Es kann örtlich überraschend zu Demonstrationen und/oder Ausschreitungen kommen. Obwohl sich Gewalt dabei vor allem gegen politische Gegner richtet, sind Übergriffe auf Unbeteiligte nicht auszuschließen.
Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung der Demonstration verlassen und nicht fotografieren. Insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit sollten Townships (sog. „high density suburbs“) und Stadtzentren, in denen die Regierung durch starke Polizeipräsenz eine de-facto-Ausgangssperre eingerichtet hat, gemieden werden. Eine plötzliche Verschlechterung der Lage kann nicht ausgeschlossen werden. Von den Sicherheitskräften ist oft nur beschränkte Hilfe zu erwarten.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten "über Land" verzichtet werden. Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen. Bei allen Fahrten wird empfohlen, die Fahrzeuge von innen zu verriegeln.
Der Zustand der Mietwagen ist nicht mit dem in europäischen Ländern zu vergleichen. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass vor allem in Harare einige Fälle bekannt geworden sind, bei denen Diebe Autoreifen angestochen haben um, während der Fahrer den Reifen wechselt, Taschen aus dem Auto zu entwenden. Äußerste Achtsamkeit ist geboten. Am besten lässt man den Reifenwechsel bei einer Tankstelle durchführen. Es empfiehlt sich auch, bei Anmietung eine möglichst gute Versicherung abzuschließen, da man sonst, auch bei Fremdverschulden, für die Schäden am Mietwagen haften muss.
Planen Sie, mit dem eigenen oder einem Mietwagen durch das Land zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Versorgungslage mit Treibstoff informieren. Simbabwe leidet unter erheblichem Treibstoffmangel. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur sporadisch an öffentlichen Tankstellen erhältlich.
Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt. Diese sind wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem technischen Zustand.
Taxen gibt es vor allem von den großen Hotels aus. Man kann aber auch per Telefon ein Taxi rufen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet, die aber in vielen Fällen nicht funktionieren. Man sollte einen pauschalen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Allgemeine Reiseinformationen
Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas und umfasst ein Staatsgebiet von rund 390.000 qkm. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.
Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober.
Geld, Devisen, Tausch
Die Landeswährung ist der Zimbabwe-Dollar (ZWD), der bei offiziellen Wechselstuben, Banken und Hotels aus den wichtigsten Fremdwährungen eingetauscht werden kann. Privater Tausch auf dem sogenannten "Schwarzmarkt" verstößt gegen die Devisenbestimmungen des Landes und ist illegal. Es ist zu beachten, dass bei der teilweise noch möglichen Kreditkartenzahlung in Hotels für Mahlzeiten und Minibar die Preise in ZWD zum offiziellen Wechselkurs zugrunde gelegt werden. Auch z.B. einfache Getränke werden so exorbitant teuer. Von der Nutzung der Kreditkarte, außer zur Bezahlung der reinen Übernachtung, wird daher abgeraten.
Touristen müssen in Simbabwe inzwischen die Unterkunft in Hotels sowie die Eintrittsgebühren in die Nationalparks bar in Devisen bezahlen. Hierbei sollte immer der passende Betrag bezahlt werden. Es empfiehlt sich daher, am besten USD in kleiner Stückelung mit nach Simbabwe zu bringen. Bei der Ausreise wird durch die Zollbehörden kontrolliert, ob man Devisen in offiziellen Wechselstuben getauscht hat. Quittungen über den Tausch sollten daher aufbewahrt werden.
Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über "Western Union" Geld aus Deutschland überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet "Western Union" mit der Reisebank zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist. Geldanweisungen können auch über jede Postbank vorgenommen werden.
Fotografieren
Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum / Reisedokumente
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,-- (eine Einreise) bzw. USD 55,-- (mehrere Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Inhaber von deutschen Diplomaten- und Dienstpässen erhalten das Visum ebenfalls an der Grenze gebührenfrei. Der deutsche Kinderausweis wird uneingeschränkt anerkannt.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Mulitple-Entry-Visa benötigt. Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.
Auch die Einwanderungsbehörden in den größeren Städten können eine Visumverlängerung oder Änderung vornehmen. Zuständig ist jeweils das Department of Immigration.
Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis ( "Temporary Import Permit") notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.
Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten.
Homosexuelle Handlungen sind mit Strafe bedroht (Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft), werden von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, auch traditionell als unmoralisch empfunden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz: Eine Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt für alle Reisenden Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein.
HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.
Prophylaxe: Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Die medizinische Versorgung ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Aufgrund der sich verschlechternden medizinischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und mangelhafter Ausstattung der Apotheken mit Medikamenten sollten Reisende eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Oft fehlen (insbesondere in ländlichen Gebieten) Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal. Bei Unfällen sollte, falls möglich, auf Einlieferung in ein privates Krankenhaus in Bulawayo oder Harare bestanden werden Die Aufnahme in private wie auch staatliche Krankenhäuser erfolgt jedoch nur, wenn entweder Vorkasse geleistet oder eine Garantieerklärung abgegeben wird. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung am Ort wird zudem empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt.
Medizinische Hilfe ist nicht mehr ausreichend gewährleistet. Den Krankenhäusern fehlen Ärzte und Pflegepersonal. Ernstliche Verletzungen müssen im Ausland (Südafrika) behandelt werden.
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Reise/Sicherheitshinweis Simbabwe 21.02.2008

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Zimbabwe:
Stand 21.02.2008 (Unverändert gültig seit: 21.02.2008)

Aktueller Hinweis
Am 29. März 2008 finden in Simbabwe allgemeine Wahlen (Präsidentschafts-, Parlaments- und Kommunalwahlen) statt.
Es kann örtlich überraschend zu Demonstrationen und/oder Ausschreitungen kommen. Übergriffe auf Unbeteiligte sind nicht auszuschließen.
Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung der Demonstration sofort verlassen und nicht fotografieren.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Innenpolitische Situation
Die wirtschaftliche und soziale Lage ist seit Jahren schwierig und nimmt mittlerweile dramatische Formen an. Der Versuch, durch staatlich verordnete Preiskontrollen Engpässe bei der Versorgung mit Grundnahrungsmitteln zu überwinden, hat das Gegenteil erreicht: Mehl, Brot, Fleisch, Speiseöl u.a. sind in den Geschäften gar nicht mehr verfügbar oder nur zu stark überhöhten Preisen auf dem (illegalen) Schwarzmarkt vorhanden. Preise werden täglich angepasst. Dies gekoppelt mit einer chronischen Knappheit an Bargeld in lokaler Währung führt zu einem rasanten Anstieg der Preise auch in ausländischer Währung. Die Versorgungslage mit elektrischem Strom und Trinkwasser ist nicht mehr gesichert. Zum Teil tagelange Stromausfälle führen zu einem Kollaps der Kommunikation. Festnetztelefonverbindungen und Mobilfunknetzwerke funktionieren nur sporadisch.
Auch wegen der wirtschaftlich desolaten Lage kann es örtlich überraschend zu Demonstrationen und/oder Ausschreitungen kommen. Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung der Demonstration sofort verlassen und nicht fotografieren.
Insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit sollten Townships (sog. „high density suburbs“) und Stadtzentren, in denen die Regierung durch starke Polizeipräsenz eine de-facto-Ausgangssperre eingerichtet hat, gemieden werden. Eine plötzliche Verschlechterung der Lage kann nicht ausgeschlossen werden. Von den Sicherheitskräften ist oft nur beschränkte Hilfe zu erwarten.
Kriminalität
Bei Reisen nach Simbabwe muss berücksichtigt werden, dass die ausgesprochen schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem deutlichen Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem in den Innenstädten von Harare und Bulawayo, aber auch in den kleineren Städten, sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen.
Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden. Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen.
In jüngster Zeit werden vermehrt Einbruchdiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle in den wohlhabenderen Wohngebieten aller Städte gemeldet. Auch die Anwendung von Gewalt sowie der Einsatz von Schusswaffen, ein in Simbabwe bisher unübliches Phänomen, nimmt zu.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Den ehemaligen Charme eines angenehmen Touristen- und Reiselandes mit guter Infrastruktur hat Simbabwe fast vollständig eingebüßt. Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten "über Land" verzichtet werden.
Der Zustand der Mietwagen ist nicht mit dem in europäischen Ländern zu vergleichen. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass vor allem in Harare einige Fälle bekannt geworden sind, bei denen Diebe Autoreifen angestochen haben um, während der Fahrer den Reifen wechselt, Taschen aus dem Auto zu entwenden. Äußerste Achtsamkeit ist geboten. Am besten lässt man den Reifenwechsel bei einer Tankstelle durchführen. Es empfiehlt sich auch, bei Anmietung eine möglichst gute Versicherung abzuschließen, da man sonst, auch bei Fremdverschulden, für die Schäden am Mietwagen haften muss.
Planen Sie mit dem eigenen oder einem Mietwagen durch das Land zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Versorgungslage mit Treibstoff informieren. Simbabwe leidet unter erheblichem Treibstoffmangel. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Sogenannte Treibstoffcoupons werden zu täglich steigenden Preisen illegal gehandelt.
Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt. Diese sind wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem technischen Zustand.
Taxen gibt es vor allem von den großen Hotels aus. Man kann aber auch per Telefon ein Taxi rufen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet, die aber in den meisten Fällen nicht funktionieren. Man sollte einen pauschalen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Allgemeine Reiseinformationen
Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas und umfasst ein Staatsgebiet von rund 390.000 qkm. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.
Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober.
Geld, Devisen, Tausch
Die Landeswährung ist der Zimbabwe-Dollar (ZWD), der bei offiziellen Wechselstuben, Banken und Hotels aus den wichtigsten Fremdwährungen eingetauscht werden kann. Privater Tausch auf dem sogenannten "Schwarzmarkt" verstößt gegen die Devisenbestimmungen des Landes und ist illegal. Allerdings werden alle Preise in ZWD mittlerweile nach einem mehr oder weniger aktuellen Schwarzmarktkurs festgelegt, der ein vielfaches über dem offiziellen Umtauschkurs liegt. Es ist daher zu beachten, dass bei der teilweise noch möglichen Kreditkartenzahlung in Hotels für Mahlzeiten und Minibar die Preise in ZWD zum offiziellen Wechselkurs zugrunde gelegt werden. Auch z.B. einfache Getränke werden so exorbitant teuer. Von der Nutzung der Kreditkarte, außer zur Bezahlung der reinen Übernachtung, wird daher abgeraten.
Touristen müssen in Simbabwe inzwischen die Unterkunft in Hotels sowie die Eintrittsgebühren in die Nationalparks bar in Devisen bezahlen. Hierbei sollte immer der passende Betrag bezahlt werden. Es empfiehlt sich daher, am besten USD in kleiner Stückelung mit nach Simbabwe zu bringen. Bei der Ausreise wird durch die Zollbehörden kontrolliert, ob man Devisen in offiziellen Wechselstuben getauscht hat. Quittungen über den Tausch sollten daher aufbewahrt werden.
Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über "Western Union" Geld aus Deutschland überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet "Western Union" mit der Reisebank zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist. Geldanweisungen können auch über jede Postbank vorgenommen werden.
Fotografieren
Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum /Reisedokumente
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,-- (eine Einreise) bzw. USD 55,-- (mehrere Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Inhaber von deutschen Diplomaten- und Dienstpässen erhalten das Visum ebenfalls an der Grenze gebührenfrei.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Visum zur mehrfachen Einreise (Multiple-Entry-Visa) benötigt. Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen, um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.
Auch die Einwanderungsbehörden in den größeren Städten können eine Visumverlängerung oder Änderung vornehmen. Zuständig ist jeweils das Department of Immigration.
Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.

Besondere Zollvorschriften
Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen.
Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis ( "Temporary Import Permit") notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, VIPs und sicherheitsrelevanter öffentlicher Gebäude ist nicht gestattet.
Homosexuelle Handlungen sind mit Strafe bedroht (Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft), werden von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, auch traditionell als unmoralisch empfunden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt für alle Reisenden Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein.
HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.
Prophylaxe
Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Die medizinische Versorgung ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Aufgrund der sich verschlechternden medizinischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und mangelhafter Ausstattung der Apotheken mit Medikamenten sollten Reisende eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Oft fehlen (insbesondere in ländlichen Gebieten) Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal. Bei Unfällen sollte, falls möglich, auf Einlieferung in ein privates Krankenhaus in Bulawayo oder Harare bestanden werden Die Aufnahme in private wie auch staatliche Krankenhäuser erfolgt jedoch nur, wenn entweder Vorkasse geleistet oder eine Garantieerklärung abgegeben wird. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung am Ort wird zudem empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt.
Medizinische Hilfe ist nicht mehr ausreichend gewährleistet. Den Krankenhäusern fehlen Ärzte und Pflegepersonal. Ernstliche Verletzungen müssen im Ausland (Südafrika) behandelt werden.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Reise/Sicherheitshinweis Simbabwe 25.03.2008

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Zimbabwe:
Stand 25.03.2008 (Unverändert gültig seit: 25.03.2008)

Aktueller Hinweis
Am 29. März 2008 finden in Simbabwe allgemeine Wahlen (Präsidentschafts-, Parlaments- und Kommunalwahlen) statt.
Es kann örtlich überraschend zu Demonstrationen und/oder Ausschreitungen kommen. Übergriffe auf Unbeteiligte sind nicht auszuschließen.
Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung der Demonstration sofort verlassen und nicht fotografieren. Ausländer dürfen ohne staatliche Akkreditierung zur Wahlbeobachtung die Wahllokale nicht aufsuchen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Innenpolitische Situation
Die wirtschaftliche und soziale Lage ist seit Jahren schwierig und nimmt mittlerweile dramatische Formen an. Der Versuch, durch staatlich verordnete Preiskontrollen Engpässe bei der Versorgung mit Grundnahrungsmitteln zu überwinden, hat das Gegenteil erreicht: Mehl, Brot, Fleisch, Speiseöl u.a. sind in den Geschäften gar nicht mehr verfügbar oder nur zu stark überhöhten Preisen auf dem (illegalen) Schwarzmarkt vorhanden. Preise werden täglich angepasst. Dies gekoppelt mit einer chronischen Knappheit an Bargeld in lokaler Währung führt zu einem rasanten Anstieg der Preise auch in ausländischer Währung. Die Versorgungslage mit elektrischem Strom und Trinkwasser ist nicht mehr gesichert. Zum Teil tagelange Stromausfälle führen zu einem Kollaps der Kommunikation. Festnetztelefonverbindungen und Mobilfunknetzwerke funktionieren nur sporadisch.
Auch wegen der wirtschaftlich desolaten Lage kann es örtlich überraschend zu Demonstrationen und/oder Ausschreitungen kommen. Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung der Demonstration sofort verlassen und nicht fotografieren.
Im Nachgang zu den Wahlen am 29. März können zudem angesichts der politischen Kräfteverhältnisse gewaltsame Auseinandersetzungen nicht ausgeschlossen werden. Es empfiehlt sich daher, bei Bewegungen im Lande direkt nach den Wahlen die Kontaktaufnahme mit der Botschaft.
Insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit sollten Townships (sog. „high density suburbs“) und Stadtzentren, in denen die Regierung durch starke Polizeipräsenz eine de-facto-Ausgangssperre eingerichtet hat, gemieden werden. Eine plötzliche Verschlechterung der Lage kann nicht ausgeschlossen werden. Von den Sicherheitskräften ist oft nur beschränkte Hilfe zu erwarten.
Kriminalität
Bei Reisen nach Simbabwe muss berücksichtigt werden, dass die ausgesprochen schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem deutlichen Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem in den Innenstädten von Harare und Bulawayo, aber auch in den kleineren Städten, sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen.
Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden. Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen.
In jüngster Zeit werden vermehrt Einbruchdiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle in den wohlhabenderen Wohngebieten aller Städte gemeldet. Auch die Anwendung von Gewalt sowie der Einsatz von Schusswaffen, ein in Simbabwe bisher unübliches Phänomen, nimmt zu.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Den ehemaligen Charme eines angenehmen Touristen- und Reiselandes mit guter Infrastruktur hat Simbabwe fast vollständig eingebüßt. Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten "über Land" verzichtet werden.
Der Zustand der Mietwagen ist nicht mit dem in europäischen Ländern zu vergleichen. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass vor allem in Harare einige Fälle bekannt geworden sind, bei denen Diebe Autoreifen angestochen haben um, während der Fahrer den Reifen wechselt, Taschen aus dem Auto zu entwenden. Äußerste Achtsamkeit ist geboten. Am besten lässt man den Reifenwechsel bei einer Tankstelle durchführen. Es empfiehlt sich auch, bei Anmietung eine möglichst gute Versicherung abzuschließen, da man sonst, auch bei Fremdverschulden, für die Schäden am Mietwagen haften muss.
Planen Sie mit dem eigenen oder einem Mietwagen durch das Land zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Versorgungslage mit Treibstoff informieren. Simbabwe leidet unter erheblichem Treibstoffmangel. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Sogenannte Treibstoffcoupons werden zu täglich steigenden Preisen illegal gehandelt.
Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt. Diese sind wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem technischen Zustand.
Taxen gibt es vor allem von den großen Hotels aus. Man kann aber auch per Telefon ein Taxi rufen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet, die aber in den meisten Fällen nicht funktionieren. Man sollte einen pauschalen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Allgemeine Reiseinformationen
Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas und umfasst ein Staatsgebiet von rund 390.000 qkm. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.
Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober.
Geld, Devisen, Tausch
Die Landeswährung ist der Zimbabwe-Dollar (ZWD), der bei offiziellen Wechselstuben, Banken und Hotels aus den wichtigsten Fremdwährungen eingetauscht werden kann. Privater Tausch auf dem sogenannten "Schwarzmarkt" verstößt gegen die Devisenbestimmungen des Landes und ist illegal. Allerdings werden alle Preise in ZWD mittlerweile nach einem mehr oder weniger aktuellen Schwarzmarktkurs festgelegt, der ein vielfaches über dem offiziellen Umtauschkurs liegt. Es ist daher zu beachten, dass bei der teilweise noch möglichen Kreditkartenzahlung in Hotels für Mahlzeiten und Minibar die Preise in ZWD zum offiziellen Wechselkurs zugrunde gelegt werden. Auch z.B. einfache Getränke werden so exorbitant teuer. Von der Nutzung der Kreditkarte, außer zur Bezahlung der reinen Übernachtung, wird daher abgeraten.
Touristen müssen in Simbabwe inzwischen die Unterkunft in Hotels sowie die Eintrittsgebühren in die Nationalparks bar in Devisen bezahlen. Hierbei sollte immer der passende Betrag bezahlt werden. Es empfiehlt sich daher, am besten USD in kleiner Stückelung mit nach Simbabwe zu bringen. Bei der Ausreise wird durch die Zollbehörden kontrolliert, ob man Devisen in offiziellen Wechselstuben getauscht hat. Quittungen über den Tausch sollten daher aufbewahrt werden.
Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über "Western Union" Geld aus Deutschland überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet "Western Union" mit der Reisebank zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist. Geldanweisungen können auch über jede Postbank vorgenommen werden.
Fotografieren
Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum /Reisedokumente
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,-- (eine Einreise) bzw. USD 55,-- (mehrere Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Inhaber von deutschen Diplomaten- und Dienstpässen erhalten das Visum ebenfalls an der Grenze gebührenfrei.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Visum zur mehrfachen Einreise (Multiple-Entry-Visa) benötigt. Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen, um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.
Auch die Einwanderungsbehörden in den größeren Städten können eine Visumverlängerung oder Änderung vornehmen. Zuständig ist jeweils das Department of Immigration.
Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.

Besondere Zollvorschriften
Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen.
Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis ( "Temporary Import Permit") notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, VIPs und sicherheitsrelevanter öffentlicher Gebäude ist nicht gestattet.
Homosexuelle Handlungen sind mit Strafe bedroht (Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft), werden von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, auch traditionell als unmoralisch empfunden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt für alle Reisenden Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein.
HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.
Prophylaxe
Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Die medizinische Versorgung ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Aufgrund der sich verschlechternden medizinischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und mangelhafter Ausstattung der Apotheken mit Medikamenten sollten Reisende eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Oft fehlen (insbesondere in ländlichen Gebieten) Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal. Bei Unfällen sollte, falls möglich, auf Einlieferung in ein privates Krankenhaus in Bulawayo oder Harare bestanden werden Die Aufnahme in private wie auch staatliche Krankenhäuser erfolgt jedoch nur, wenn entweder Vorkasse geleistet oder eine Garantieerklärung abgegeben wird. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung am Ort wird zudem empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt.
Medizinische Hilfe ist nicht ausreichend gewährleistet. Den Krankenhäusern fehlen Ärzte und Pflegepersonal. Ernstliche Verletzungen müssen im Ausland (Südafrika) behandelt werden.
Auswärtige Amt
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Alexander
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Reise/Sicherheitshinweis Simbabwe 02.05.2008

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Zimbabwe:
Stand 02.05.2008 (Unverändert gültig seit: 02.05.2008)

Aktueller Hinweis
Am 29. März 2008 fanden in Simbabwe allgemeine Wahlen (Präsidentschafts-, Parlaments-, Senats- und Kommunalwahlen) statt.
Die Situation ist derzeit angespannt. Zwar konnte die Opposition die Parlamentswahlen für sich entscheiden, das Ergebnis der Präsidentenwahl ist aber immer noch nicht verkündet worden. Es sieht derzeit alles nach einer Stichwahl aus, die voraussichtlich gegen Ende Mai stattfinden würde.
Es kann örtlich überraschend zu Demonstrationen und/oder Ausschreitungen kommen. Die Situation in den Städten ist bisher ruhig. Allerdings ist es in den ländlichen Gebieten bereits zu zahlreichen Fällen gewaltsamer Übergriffe gekommen. Jeder geplante Aufenthalt in Simbabwe sollte derzeit wohl überlegt sein. In jedem Fall ist besondere Aufmerksamkeit im Hinblick auf mögliche politische Auseinandersetzungen geboten.
Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung der Demonstration sofort verlassen und nicht fotografieren. Ausländer dürfen ohne staatliche Akkreditierung nicht über die aktuellen Entwicklungen im Land berichten. Das schließt auch das allgemeine Sammeln von Informationen, Gespräche mit der Bevölkerung oder Schnappschussfotografien mit der Handykamera ein, da dies als illegale journalistische Tätigkeit ausgelegt werden kann. Sollte sich ein geplanter Aufenthalt nicht verschieben lassen, halten Sie bitte unbedingt Kontakt mit der Botschaft.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Innenpolitische Situation
Die wirtschaftliche und soziale Lage ist seit Jahren schwierig und nimmt mittlerweile dramatische Formen an. Der Versuch, durch staatlich verordnete Preiskontrollen Engpässe bei der Versorgung mit Grundnahrungsmitteln zu überwinden, hat das Gegenteil erreicht: Mehl, Brot, Fleisch, Speiseöl u.a. sind in den Geschäften gar nicht mehr verfügbar oder nur zu stark überhöhten Preisen auf dem (illegalen) Schwarzmarkt vorhanden. Preise werden täglich angepasst. Dies gekoppelt mit einer chronischen Knappheit an Bargeld in lokaler Währung führt zu einem rasanten Anstieg der Preise auch in ausländischer Währung. Die Versorgungslage mit elektrischem Strom und Trinkwasser ist nicht mehr gesichert. Zum Teil tagelange Stromausfälle führen zu einem Kollaps der Kommunikation. Festnetztelefonverbindungen und Mobilfunknetzwerke funktionieren nur sporadisch.
Auch wegen der wirtschaftlich desolaten Lage kann es örtlich überraschend zu Demonstrationen und/oder Ausschreitungen kommen. Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung der Demonstration sofort verlassen und nicht fotografieren.
Im Nachgang zu den Wahlen am 29. März können zudem angesichts der politischen Kräfteverhältnisse gewaltsame Auseinandersetzungen nicht ausgeschlossen werden. Es empfiehlt sich daher, bei Bewegungen im Lande direkt nach den Wahlen die Kontaktaufnahme mit der Botschaft.
Insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit sollten Townships (sog. „high density suburbs“) und Stadtzentren, in denen die Regierung durch starke Polizeipräsenz eine de-facto-Ausgangssperre eingerichtet hat, gemieden werden. Eine plötzliche Verschlechterung der Lage kann nicht ausgeschlossen werden. Von den Sicherheitskräften ist oft nur beschränkte Hilfe zu erwarten.
Kriminalität
Bei Reisen nach Simbabwe muss berücksichtigt werden, dass die ausgesprochen schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem deutlichen Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem in den Innenstädten von Harare und Bulawayo, aber auch in den kleineren Städten, sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen.
Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden. Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen.
In jüngster Zeit werden vermehrt Einbruchdiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle in den wohlhabenderen Wohngebieten aller Städte gemeldet. Auch die Anwendung von Gewalt sowie der Einsatz von Schusswaffen, ein in Simbabwe bisher unübliches Phänomen, nimmt zu.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Den ehemaligen Charme eines angenehmen Touristen- und Reiselandes mit guter Infrastruktur hat Simbabwe fast vollständig eingebüßt. Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten "über Land" verzichtet werden.
Der Zustand der Mietwagen ist nicht mit dem in europäischen Ländern zu vergleichen. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass vor allem in Harare einige Fälle bekannt geworden sind, bei denen Diebe Autoreifen angestochen haben um, während der Fahrer den Reifen wechselt, Taschen aus dem Auto zu entwenden. Äußerste Achtsamkeit ist geboten. Am besten lässt man den Reifenwechsel bei einer Tankstelle durchführen. Es empfiehlt sich auch, bei Anmietung eine möglichst gute Versicherung abzuschließen, da man sonst, auch bei Fremdverschulden, für die Schäden am Mietwagen haften muss.
Planen Sie mit dem eigenen oder einem Mietwagen durch das Land zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Versorgungslage mit Treibstoff informieren. Simbabwe leidet unter erheblichem Treibstoffmangel. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Sogenannte Treibstoffcoupons werden zu täglich steigenden Preisen illegal gehandelt.
Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt. Diese sind wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem technischen Zustand.
Taxen gibt es vor allem von den großen Hotels aus. Man kann aber auch per Telefon ein Taxi rufen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet, die aber in den meisten Fällen nicht funktionieren. Man sollte einen pauschalen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Allgemeine Reiseinformationen
Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas und umfasst ein Staatsgebiet von rund 390.000 qkm. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.
Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober.
Geld, Devisen, Tausch
Die Landeswährung ist der Zimbabwe-Dollar (ZWD), der bei offiziellen Wechselstuben, Banken und Hotels aus den wichtigsten Fremdwährungen eingetauscht werden kann. Privater Tausch auf dem sogenannten "Schwarzmarkt" verstößt gegen die Devisenbestimmungen des Landes und ist illegal. Allerdings werden alle Preise in ZWD mittlerweile nach einem mehr oder weniger aktuellen Schwarzmarktkurs festgelegt, der ein vielfaches über dem offiziellen Umtauschkurs liegt. Es ist daher zu beachten, dass bei der teilweise noch möglichen Kreditkartenzahlung in Hotels für Mahlzeiten und Minibar die Preise in ZWD zum offiziellen Wechselkurs zugrunde gelegt werden. Auch z.B. einfache Getränke werden so exorbitant teuer. Von der Nutzung der Kreditkarte, außer zur Bezahlung der reinen Übernachtung, wird daher abgeraten.
Touristen müssen in Simbabwe inzwischen die Unterkunft in Hotels sowie die Eintrittsgebühren in die Nationalparks bar in Devisen bezahlen. Hierbei sollte immer der passende Betrag bezahlt werden. Es empfiehlt sich daher, am besten USD in kleiner Stückelung mit nach Simbabwe zu bringen. Bei der Ausreise wird durch die Zollbehörden kontrolliert, ob man Devisen in offiziellen Wechselstuben getauscht hat. Quittungen über den Tausch sollten daher aufbewahrt werden.
Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über "Western Union" Geld aus Deutschland überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet "Western Union" mit der Reisebank zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist. Geldanweisungen können auch über jede Postbank vorgenommen werden.
Fotografieren
Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum /Reisedokumente
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,-- (eine Einreise) bzw. USD 55,-- (mehrere Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Inhaber von deutschen Diplomaten- und Dienstpässen erhalten das Visum ebenfalls an der Grenze gebührenfrei.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Visum zur mehrfachen Einreise (Multiple-Entry-Visa) benötigt. Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen, um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.
Auch die Einwanderungsbehörden in den größeren Städten können eine Visumverlängerung oder Änderung vornehmen. Zuständig ist jeweils das Department of Immigration.
Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.

Besondere Zollvorschriften
Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen.
Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis ( "Temporary Import Permit") notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, VIPs und sicherheitsrelevanter öffentlicher Gebäude ist nicht gestattet.
Homosexuelle Handlungen sind mit Strafe bedroht (Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft), werden von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, auch traditionell als unmoralisch empfunden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt für alle Reisenden Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein.
HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.
Prophylaxe
Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Die medizinische Versorgung ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Aufgrund der sich verschlechternden medizinischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und mangelhafter Ausstattung der Apotheken mit Medikamenten sollten Reisende eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Oft fehlen (insbesondere in ländlichen Gebieten) Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal. Bei Unfällen sollte, falls möglich, auf Einlieferung in ein privates Krankenhaus in Bulawayo oder Harare bestanden werden Die Aufnahme in private wie auch staatliche Krankenhäuser erfolgt jedoch nur, wenn entweder Vorkasse geleistet oder eine Garantieerklärung abgegeben wird. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung am Ort wird zudem empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt.
Medizinische Hilfe ist nicht ausreichend gewährleistet. Den Krankenhäusern fehlen Ärzte und Pflegepersonal. Ernstliche Verletzungen müssen im Ausland (Südafrika) behandelt werden.
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Reise/Sicherheitshinweis Simbabwe 30.06.2008

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Zimbabwe:
Stand 30.06.2008 (Unverändert gültig seit: 30.06.2008)

Aktueller Hinweis
Die Situation in Simbabwe hat sich aufgrund nationaler Wahlen weiter verschärft, weshalb gegenwärtig von allen Reisen in das Land abgeraten wird. Der derzeitige Machthaber ließ sich erneut als Präsident vereidigen.
Wie sich die weitere Entwicklung im Land gestalten wird, bleibt abzuwarten. Landesweite Eskalationen können nicht ausgeschlossen werden. Seit Wochen kommt es zu zahlreichen gewaltsamen Übergriffen gegen die einheimische Bevölkerung.
Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung von Demonstrationen sofort verlassen und nicht fotografieren. Ausländer dürfen ohne staatliche Akkreditierung nicht über die aktuellen Entwicklungen im Land berichten. Das schließt auch das allgemeine Sammeln von Informationen, Gespräche mit der Bevölkerung oder Schnappschussfotografien mit der Handykamera ein, da dies als illegale journalistische Tätigkeit ausgelegt werden kann. Sollten Sie aus zwingenden Gründen dennoch nach Simbabwe reisen müssen, halten Sie bitte unbedingt Kontakt mit der Botschaft.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Innenpolitische Situation
Die wirtschaftliche und soziale Lage ist seit Jahren schwierig und nimmt mittlerweile dramatische Formen an. Der Versuch, durch staatlich verordnete Preiskontrollen Engpässe bei der Versorgung mit Grundnahrungsmitteln zu überwinden, hat das Gegenteil erreicht: Mehl, Brot, Fleisch, Speiseöl u.a. sind in den Geschäften gar nicht mehr verfügbar oder nur zu stark überhöhten Preisen auf dem (illegalen) Schwarzmarkt vorhanden. Preise werden täglich angepasst. Dies gekoppelt mit einer chronischen Knappheit an Bargeld in lokaler Währung führt zu einem rasanten Anstieg der Preise auch in ausländischer Währung. Die Versorgungslage mit elektrischem Strom und Trinkwasser ist nicht mehr gesichert. Zum Teil tagelange Stromausfälle führen zu einem Kollaps der Kommunikation. Festnetztelefonverbindungen und Mobilfunknetzwerke funktionieren nur sporadisch.
In Notfällen ist von den Sicherheitskräften in der Regel keine Hilfe zu erwarten.
Kriminalität
Bei Reisen nach Simbabwe muss berücksichtigt werden, dass die ausgesprochen schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem deutlichen Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem in den Innenstädten von Harare und Bulawayo, aber auch in den kleineren Städten, sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen.
Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden. Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen.
In jüngster Zeit werden vermehrt Einbruchdiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle in den wohlhabenderen Wohngebieten aller Städte gemeldet. Auch die Anwendung von Gewalt sowie der Einsatz von Schusswaffen, ein in Simbabwe bisher unübliches Phänomen, nimmt zu.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Den ehemaligen Charme eines angenehmen Touristen- und Reiselandes mit guter Infrastruktur hat Simbabwe fast vollständig eingebüßt. Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten "über Land" verzichtet werden.
Der Zustand der Mietwagen ist nicht mit dem in europäischen Ländern zu vergleichen. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass vor allem in Harare einige Fälle bekannt geworden sind, bei denen Diebe Autoreifen angestochen haben um, während der Fahrer den Reifen wechselt, Taschen aus dem Auto zu entwenden. Äußerste Achtsamkeit ist geboten. Am besten lässt man den Reifenwechsel bei einer Tankstelle durchführen. Es empfiehlt sich auch, bei Anmietung eine möglichst gute Versicherung abzuschließen, da man sonst, auch bei Fremdverschulden, für die Schäden am Mietwagen haften muss.
Planen Sie mit dem eigenen oder einem Mietwagen durch das Land zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Versorgungslage mit Treibstoff informieren. Simbabwe leidet unter erheblichem Treibstoffmangel. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Sogenannte Treibstoffcoupons werden zu täglich steigenden Preisen illegal gehandelt.
Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt. Diese sind wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem technischen Zustand.
Taxen gibt es vor allem von den großen Hotels aus. Man kann aber auch per Telefon ein Taxi rufen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet, die aber in den meisten Fällen nicht funktionieren. Man sollte einen pauschalen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Allgemeine Reiseinformationen
Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas und umfasst ein Staatsgebiet von rund 390.000 qkm. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.
Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober.
Geld, Devisen, Tausch
Die Landeswährung ist der Zimbabwe-Dollar (ZWD), der bei offiziellen Wechselstuben, Banken und Hotels aus den wichtigsten Fremdwährungen eingetauscht werden kann. Privater Tausch auf dem sogenannten "Schwarzmarkt" verstößt gegen die Devisenbestimmungen des Landes und ist illegal. Allerdings werden alle Preise in ZWD mittlerweile nach einem mehr oder weniger aktuellen Schwarzmarktkurs festgelegt, der ein vielfaches über dem offiziellen Umtauschkurs liegt. Es ist daher zu beachten, dass bei der teilweise noch möglichen Kreditkartenzahlung in Hotels für Mahlzeiten und Minibar die Preise in ZWD zum offiziellen Wechselkurs zugrunde gelegt werden. Auch z.B. einfache Getränke werden so exorbitant teuer. Von der Nutzung der Kreditkarte, außer zur Bezahlung der reinen Übernachtung, wird daher abgeraten.
Touristen müssen in Simbabwe inzwischen die Unterkunft in Hotels sowie die Eintrittsgebühren in die Nationalparks bar in Devisen bezahlen. Hierbei sollte immer der passende Betrag bezahlt werden. Es empfiehlt sich daher, am besten USD in kleiner Stückelung mit nach Simbabwe zu bringen. Bei der Ausreise wird durch die Zollbehörden kontrolliert, ob man Devisen in offiziellen Wechselstuben getauscht hat. Quittungen über den Tausch sollten daher aufbewahrt werden.
Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über "Western Union" Geld aus Deutschland überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet "Western Union" mit der Reisebank zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist. Geldanweisungen können auch über jede Postbank vorgenommen werden.
Fotografieren
Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum /Reisedokumente
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,-- (eine Einreise) bzw. USD 55,-- (mehrere Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Inhaber von deutschen Diplomaten- und Dienstpässen erhalten das Visum ebenfalls an der Grenze gebührenfrei.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Visum zur mehrfachen Einreise (Multiple-Entry-Visa) benötigt. Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen, um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.
Auch die Einwanderungsbehörden in den größeren Städten können eine Visumverlängerung oder Änderung vornehmen. Zuständig ist jeweils das Department of Immigration.
Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.

Besondere Zollvorschriften
Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen.
Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis ( "Temporary Import Permit") notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, VIPs und sicherheitsrelevanter öffentlicher Gebäude ist nicht gestattet.
Homosexuelle Handlungen sind mit Strafe bedroht (Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft), werden von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, auch traditionell als unmoralisch empfunden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt für alle Reisenden Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein.
HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.
Prophylaxe
Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Die medizinische Versorgung ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Aufgrund der sich verschlechternden medizinischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und mangelhafter Ausstattung der Apotheken mit Medikamenten sollten Reisende eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Oft fehlen (insbesondere in ländlichen Gebieten) Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal. Bei Unfällen sollte, falls möglich, auf Einlieferung in ein privates Krankenhaus in Bulawayo oder Harare bestanden werden Die Aufnahme in private wie auch staatliche Krankenhäuser erfolgt jedoch nur, wenn entweder Vorkasse geleistet oder eine Garantieerklärung abgegeben wird. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung am Ort wird zudem empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt.
Medizinische Hilfe ist nicht ausreichend gewährleistet. Den Krankenhäusern fehlen Ärzte und Pflegepersonal. Ernstliche Verletzungen müssen im Ausland (Südafrika) behandelt werden.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
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Reise-/Sicherheitshinweis Simbabwe 20.10.2008

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Zimbabwe:
Stand 20.10.2008 (Unverändert gültig seit: 20.10.2008)

Aktueller Hinweis
Aufgrund der anhaltenden politischen Krise in Simbabwe, die einhergeht mit einem dramatischen wirtschaftlichen Niedergang und mittlerweile auch der akuten Gefahr einer Hungerkatastrophe, rät das Auswärtige Amt weiterhin von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Simbabwe ab.

Verbreitete Gewalt in den Provinzen hat zwar deutlich abgenommen, es gibt aber immer noch einzelne Distrikte, die insbesondere für Ausländer als gefährlich eingestuft werden müssen.
Lediglich in die größeren Städte sind Reisen, insbesondere von Angehörigen humanitärer oder entwicklungsorientierter Organisationen, die bereits über Landeserfahrung verfügen oder von lokalen Partnern betreut werden, möglich.
Reisen zu den grenznah gelegenen Victoria-Fällen sind momentan unbedenklich, sofern die Einreise mit dem Flugzeug bzw. über die nächstgelegenen Grenzübergänge erfolgt und sich der Aufenthalt lediglich auf die unmittelbare Umgebung erstreckt.
Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung von Demonstrationen sofort verlassen und nicht fotografieren. Auch dürfen Ausländer ohne staatliche Akkreditierung nicht über die aktuellen Entwicklungen im Land berichten. Das schließt auch das allgemeine Sammeln von Informationen, Gespräche mit der Bevölkerung oder Schnappschussfotografien mit der Handykamera ein, da dies als illegale journalistische Tätigkeit ausgelegt werden kann. Sollten Sie aus zwingenden Gründen nach Simbabwe reisen müssen, halten Sie bitte unbedingt Kontakt mit der Botschaft.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Innenpolitische Situation
Die wirtschaftliche und soziale Lage hat mittlerweile dramatische Formen angenommen. Mehl, Brot, Fleisch, Speiseöl u.a. sind in den Geschäften gar nicht mehr verfügbar oder nur zu stark überhöhten Preisen auf dem (illegalen) Schwarzmarkt vorhanden. Trotz einer kürzlichen Währungsreform leidet Simbabwe weiter unter einer Hyperinflation. Die Versorgungslage mit elektrischem Strom und Trinkwasser ist nicht mehr gesichert. Zum Teil tagelange Stromausfälle führen zu einem Kollaps der Kommunikation. Festnetztelefonverbindungen und Mobilfunknetzwerke funktionieren nur sporadisch.
In Notfällen ist von den Sicherheitskräften in der Regel keine Hilfe zu erwarten.
Kriminalität
Bei Reisen nach Simbabwe muss berücksichtigt werden, dass die ausgesprochen schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem deutlichen Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem in den Innenstädten von Harare und Bulawayo, aber auch in den kleineren Städten, sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen.
Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden. Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen.
In jüngster Zeit werden vermehrt Einbruchdiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle in den wohlhabenderen Wohngebieten aller Städte gemeldet. Auch die Anwendung von Gewalt sowie der Einsatz von Schusswaffen, ein in Simbabwe bisher unübliches Phänomen, nimmt zu.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Den ehemaligen Charme eines angenehmen Touristen- und Reiselandes mit guter Infrastruktur hat Simbabwe fast vollständig eingebüßt. Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten "über Land" verzichtet werden.
Der Zustand der Mietwagen ist nicht mit dem in europäischen Ländern zu vergleichen. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass vor allem in Harare einige Fälle bekannt geworden sind, bei denen Diebe Autoreifen angestochen haben um, während der Fahrer den Reifen wechselt, Taschen aus dem Auto zu entwenden. Äußerste Achtsamkeit ist geboten. Am besten lässt man den Reifenwechsel bei einer Tankstelle durchführen. Es empfiehlt sich auch, bei Anmietung eine möglichst gute Versicherung abzuschließen, da man sonst, auch bei Fremdverschulden, für die Schäden am Mietwagen haften muss.
Planen Sie mit dem eigenen oder einem Mietwagen durch das Land zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Versorgungslage mit Treibstoff informieren. Simbabwe leidet unter erheblichem Treibstoffmangel. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. So genannte Treibstoffcoupons werden zu täglich steigenden Preisen illegal gehandelt.
Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt. Diese sind wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem technischen Zustand.
Taxen gibt es vor allem von den großen Hotels aus. Man kann aber auch per Telefon ein Taxi rufen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet, die aber in den meisten Fällen nicht funktionieren. Man sollte einen pauschalen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Allgemeine Reiseinformationen
Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas und umfasst ein Staatsgebiet von rund 390.000 qkm. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.
Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober.
Geld, Devisen, Tausch
Die Landeswährung ist der Zimbabwe-Dollar (ZWD), der bei offiziellen Wechselstuben, Banken und Hotels aus den wichtigsten Fremdwährungen eingetauscht werden kann. Privater Tausch auf dem sogenannten "Schwarzmarkt" verstößt gegen die Devisenbestimmungen des Landes und ist illegal. Allerdings werden alle Preise in ZWD mittlerweile nach einem mehr oder weniger aktuellen Schwarzmarktkurs festgelegt, der ein vielfaches über dem offiziellen Umtauschkurs liegt. Es ist daher zu beachten, dass bei der teilweise noch möglichen Kreditkartenzahlung in Hotels für Mahlzeiten und Minibar die Preise in ZWD zum offiziellen Wechselkurs zugrunde gelegt werden. Auch z.B. einfache Getränke werden so exorbitant teuer. Von der Nutzung der Kreditkarte, außer zur Bezahlung der reinen Übernachtung, wird daher abgeraten.
Touristen müssen in Simbabwe inzwischen die Unterkunft in Hotels sowie die Eintrittsgebühren in die Nationalparks bar in Devisen bezahlen. Hierbei sollte immer der passende Betrag bezahlt werden. Es empfiehlt sich daher, am besten USD in kleiner Stückelung mit nach Simbabwe zu bringen. Bei der Ausreise wird durch die Zollbehörden kontrolliert, ob man Devisen in offiziellen Wechselstuben getauscht hat. Quittungen über den Tausch sollten daher aufbewahrt werden.
Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über "Western Union" Geld aus Deutschland in kleineren Mengen überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet "Western Union" mit der Reisebank zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist. Geldanweisungen können auch über jede Postbank vorgenommen werden.
Fotografieren
Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum /Reisedokumente
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,-- (eine Einreise) bzw. USD 55,-- (mehrere Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Inhaber von deutschen Diplomaten- und Dienstpässen erhalten das Visum ebenfalls an der Grenze gebührenfrei.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Visum zur mehrfachen Einreise (Multiple-Entry-Visa) benötigt. Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen, um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.
Auch die Einwanderungsbehörden in den größeren Städten können eine Visumverlängerung oder Änderung vornehmen. Zuständig ist jeweils das Department of Immigration.
Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.

Besondere Zollvorschriften
Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen.
Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis ( "Temporary Import Permit") notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, VIPs und sicherheitsrelevanter öffentlicher Gebäude ist nicht gestattet.
Homosexuelle Handlungen sind mit Strafe bedroht (Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft), werden von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, auch traditionell als unmoralisch empfunden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt für alle Reisenden Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein.
HIV / Aids
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.
Prophylaxe
Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.
Malaria
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Aufgrund der sich verschlechternden medizinischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und mangelhafter Ausstattung der Apotheken mit Medikamenten sollten Reisende eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Oft fehlen (insbesondere in ländlichen Gebieten) Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal. Bei Unfällen sollte, falls möglich, auf Einlieferung in ein privates Krankenhaus in Bulawayo oder Harare bestanden werden Die Aufnahme in private wie auch staatliche Krankenhäuser erfolgt jedoch nur, wenn entweder Vorkasse geleistet oder eine Garantieerklärung abgegeben wird. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung am Ort wird zudem empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt.
Medizinische Hilfe ist nicht ausreichend gewährleistet. Den Krankenhäusern fehlen Ärzte und Pflegepersonal. Ernstliche Verletzungen müssen im Ausland (Südafrika) behandelt werden.
Auswärtige Amt
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Simbabwe 05.11.2008

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Zimbabwe:
Stand 05.11.2008 (Unverändert gültig seit: 05.11.2008)

Aktueller Hinweis
Aufgrund der anhaltenden politischen Krise in Simbabwe, die einhergeht mit einem dramatischen wirtschaftlichen Niedergang und mittlerweile auch der akuten Gefahr einer Hungerkatastrophe sowie einer landesweit grassierenden Cholera-Epidemie, rät das Auswärtige Amt weiterhin von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Simbabwe ab.

Verbreitete Gewalt in den Provinzen hat zwar deutlich abgenommen, es gibt aber immer noch einzelne Distrikte, die insbesondere für Ausländer als gefährlich eingestuft werden müssen.
Lediglich in die größeren Städte sind Reisen, insbesondere von Angehörigen humanitärer oder entwicklungsorientierter Organisationen, die bereits über Landeserfahrung verfügen oder von lokalen Partnern betreut werden, möglich.
Reisen zu den grenznah gelegenen Victoria-Fällen sind momentan unbedenklich, sofern die Einreise mit dem Flugzeug bzw. über die nächstgelegenen Grenzübergänge erfolgt und sich der Aufenthalt lediglich auf die unmittelbare Umgebung erstreckt.
Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung von Demonstrationen sofort verlassen und nicht fotografieren. Auch dürfen Ausländer ohne staatliche Akkreditierung nicht über die aktuellen Entwicklungen im Land berichten. Das schließt auch das allgemeine Sammeln von Informationen, Gespräche mit der Bevölkerung oder Schnappschussfotografien mit der Handykamera ein, da dies als illegale journalistische Tätigkeit ausgelegt werden kann. Sollten Sie aus zwingenden Gründen nach Simbabwe reisen müssen, halten Sie bitte unbedingt Kontakt mit der Botschaft.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Innenpolitische Situation
Die wirtschaftliche und soziale Lage hat mittlerweile dramatische Formen angenommen. Mehl, Brot, Fleisch, Speiseöl u.a. sind in den Geschäften gar nicht mehr verfügbar oder nur zu stark überhöhten Preisen auf dem (illegalen) Schwarzmarkt vorhanden. Trotz einer kürzlichen Währungsreform leidet Simbabwe weiter unter einer Hyperinflation. Die Versorgungslage mit elektrischem Strom und Trinkwasser ist nicht mehr gesichert. Zum Teil tagelange Stromausfälle führen zu einem Kollaps der Kommunikation. Festnetztelefonverbindungen und Mobilfunknetzwerke funktionieren nur sporadisch.
In Notfällen ist von den Sicherheitskräften in der Regel keine Hilfe zu erwarten.
Kriminalität
Bei Reisen nach Simbabwe muss berücksichtigt werden, dass die ausgesprochen schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem deutlichen Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem in den Innenstädten von Harare und Bulawayo, aber auch in den kleineren Städten, sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen.
Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden. Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen.
In jüngster Zeit werden vermehrt Einbruchdiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle in den wohlhabenderen Wohngebieten aller Städte gemeldet. Auch die Anwendung von Gewalt sowie der Einsatz von Schusswaffen, ein in Simbabwe bisher unübliches Phänomen, nimmt zu.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Den ehemaligen Charme eines angenehmen Touristen- und Reiselandes mit guter Infrastruktur hat Simbabwe fast vollständig eingebüßt. Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten "über Land" verzichtet werden.
Der Zustand der Mietwagen ist nicht mit dem in europäischen Ländern zu vergleichen. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass vor allem in Harare einige Fälle bekannt geworden sind, bei denen Diebe Autoreifen angestochen haben um, während der Fahrer den Reifen wechselt, Taschen aus dem Auto zu entwenden. Äußerste Achtsamkeit ist geboten. Am besten lässt man den Reifenwechsel bei einer Tankstelle durchführen. Es empfiehlt sich auch, bei Anmietung eine möglichst gute Versicherung abzuschließen, da man sonst, auch bei Fremdverschulden, für die Schäden am Mietwagen haften muss.
Planen Sie mit dem eigenen oder einem Mietwagen durch das Land zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Versorgungslage mit Treibstoff informieren. Simbabwe leidet unter erheblichem Treibstoffmangel. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. So genannte Treibstoffcoupons werden zu täglich steigenden Preisen illegal gehandelt.
Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt. Diese sind wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem technischen Zustand.
Taxen gibt es vor allem von den großen Hotels aus. Man kann aber auch per Telefon ein Taxi rufen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet, die aber in den meisten Fällen nicht funktionieren. Man sollte einen pauschalen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Allgemeine Reiseinformationen
Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas und umfasst ein Staatsgebiet von rund 390.000 qkm. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.
Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober.
Geld, Devisen, Tausch
Die Landeswährung ist der Zimbabwe-Dollar (ZWD), der bei offiziellen Wechselstuben, Banken und Hotels aus den wichtigsten Fremdwährungen eingetauscht werden kann. Privater Tausch auf dem sogenannten "Schwarzmarkt" verstößt gegen die Devisenbestimmungen des Landes und ist illegal. Allerdings werden alle Preise in ZWD mittlerweile nach einem mehr oder weniger aktuellen Schwarzmarktkurs festgelegt, der ein vielfaches über dem offiziellen Umtauschkurs liegt. Es ist daher zu beachten, dass bei der teilweise noch möglichen Kreditkartenzahlung in Hotels für Mahlzeiten und Minibar die Preise in ZWD zum offiziellen Wechselkurs zugrunde gelegt werden. Auch z.B. einfache Getränke werden so exorbitant teuer. Von der Nutzung der Kreditkarte, außer zur Bezahlung der reinen Übernachtung, wird daher abgeraten.
Touristen müssen in Simbabwe inzwischen die Unterkunft in Hotels sowie die Eintrittsgebühren in die Nationalparks bar in Devisen bezahlen. Hierbei sollte immer der passende Betrag bezahlt werden. Es empfiehlt sich daher, am besten USD in kleiner Stückelung mit nach Simbabwe zu bringen. Bei der Ausreise wird durch die Zollbehörden kontrolliert, ob man Devisen in offiziellen Wechselstuben getauscht hat. Quittungen über den Tausch sollten daher aufbewahrt werden.
Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über "Western Union" Geld aus Deutschland in kleineren Mengen überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet "Western Union" mit der Reisebank zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist. Geldanweisungen können auch über jede Postbank vorgenommen werden.
Fotografieren
Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum /Reisedokumente
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,-- (eine Einreise) bzw. USD 55,-- (mehrere Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Inhaber von deutschen Diplomaten- und Dienstpässen erhalten das Visum ebenfalls an der Grenze gebührenfrei.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Visum zur mehrfachen Einreise (Multiple-Entry-Visa) benötigt. Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen, um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.
Auch die Einwanderungsbehörden in den größeren Städten können eine Visumverlängerung oder Änderung vornehmen. Zuständig ist jeweils das Department of Immigration.
Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.

Besondere Zollvorschriften
Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen.
Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis ( "Temporary Import Permit") notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, VIPs und sicherheitsrelevanter öffentlicher Gebäude ist nicht gestattet.
Homosexuelle Handlungen sind mit Strafe bedroht (Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft), werden von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, auch traditionell als unmoralisch empfunden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt für alle Reisenden Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein.
HIV / Aids
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.
Prophylaxe
Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.
Malaria
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Aufgrund der sich verschlechternden medizinischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und mangelhafter Ausstattung der Apotheken mit Medikamenten sollten Reisende eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Oft fehlen (insbesondere in ländlichen Gebieten) Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal. Bei Unfällen sollte, falls möglich, auf Einlieferung in ein privates Krankenhaus in Bulawayo oder Harare bestanden werden Die Aufnahme in private wie auch staatliche Krankenhäuser erfolgt jedoch nur, wenn entweder Vorkasse geleistet oder eine Garantieerklärung abgegeben wird. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung am Ort wird zudem empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt.
Medizinische Hilfe ist nicht ausreichend gewährleistet. Den Krankenhäusern fehlen Ärzte und Pflegepersonal. Ernstliche Verletzungen müssen im Ausland (Südafrika) behandelt werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Simbabwe 02.12.2008

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Zimbabwe:
Stand 02.12.2008 (Unverändert gültig seit: 02.12.2008)

Aktueller Hinweis
Aufgrund der anhaltenden politischen Krise in Simbabwe, die einhergeht mit einem dramatischen wirtschaftlichen Niedergang und mittlerweile auch der akuten Gefahr einer Hungerkatastrophe sowie einer landesweit grassierenden Cholera-Epidemie, rät das Auswärtige Amt weiterhin von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Simbabwe ab.

Verbreitete Gewalt in den Provinzen hat zwar deutlich abgenommen, es gibt aber immer noch einzelne Distrikte, die insbesondere für Ausländer als gefährlich eingestuft werden müssen.
Lediglich in die größeren Städte sind Reisen, insbesondere von Angehörigen humanitärer oder entwicklungsorientierter Organisationen, die bereits über Landeserfahrung verfügen oder von lokalen Partnern betreut werden, möglich.
Reisen zu den grenznah gelegenen Victoria-Fällen sind momentan unbedenklich, sofern die Einreise mit dem Flugzeug bzw. über die nächstgelegenen Grenzübergänge erfolgt und sich der Aufenthalt lediglich auf die unmittelbare Umgebung erstreckt.
Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung von Demonstrationen sofort verlassen und nicht fotografieren. Auch dürfen Ausländer ohne staatliche Akkreditierung nicht über die aktuellen Entwicklungen im Land berichten. Das schließt auch das allgemeine Sammeln von Informationen, Gespräche mit der Bevölkerung oder Schnappschussfotografien mit der Handykamera ein, da dies als illegale journalistische Tätigkeit ausgelegt werden kann. Sollten Sie aus zwingenden Gründen nach Simbabwe reisen müssen, halten Sie bitte unbedingt Kontakt mit der Botschaft.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Innenpolitische Situation
Die wirtschaftliche und soziale Lage hat mittlerweile dramatische Formen angenommen. Mehl, Brot, Fleisch, Speiseöl u.a. sind in den Geschäften gar nicht mehr verfügbar oder nur zu stark überhöhten Preisen auf dem (illegalen) Schwarzmarkt vorhanden. Trotz einer kürzlichen Währungsreform leidet Simbabwe weiter unter einer Hyperinflation. Die Versorgungslage mit elektrischem Strom und Trinkwasser ist nicht mehr gesichert. Zum Teil tagelange Stromausfälle führen zu einem Kollaps der Kommunikation. Festnetztelefonverbindungen und Mobilfunknetzwerke funktionieren nur sporadisch.
In Notfällen ist von den Sicherheitskräften in der Regel keine Hilfe zu erwarten.
Kriminalität
Bei Reisen nach Simbabwe muss berücksichtigt werden, dass die ausgesprochen schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem deutlichen Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem in den Innenstädten von Harare und Bulawayo, aber auch in den kleineren Städten, sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen.
Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden. Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen.
In jüngster Zeit werden vermehrt Einbruchdiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle in den wohlhabenderen Wohngebieten aller Städte gemeldet. Auch die Anwendung von Gewalt sowie der Einsatz von Schusswaffen, ein in Simbabwe bisher unübliches Phänomen, nimmt zu.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Den ehemaligen Charme eines angenehmen Touristen- und Reiselandes mit guter Infrastruktur hat Simbabwe fast vollständig eingebüßt. Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten "über Land" verzichtet werden.
Der Zustand der Mietwagen ist nicht mit dem in europäischen Ländern zu vergleichen. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass vor allem in Harare einige Fälle bekannt geworden sind, bei denen Diebe Autoreifen angestochen haben um, während der Fahrer den Reifen wechselt, Taschen aus dem Auto zu entwenden. Äußerste Achtsamkeit ist geboten. Am besten lässt man den Reifenwechsel bei einer Tankstelle durchführen. Es empfiehlt sich auch, bei Anmietung eine möglichst gute Versicherung abzuschließen, da man sonst, auch bei Fremdverschulden, für die Schäden am Mietwagen haften muss.
Planen Sie mit dem eigenen oder einem Mietwagen durch das Land zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Versorgungslage mit Treibstoff informieren. Simbabwe leidet unter erheblichem Treibstoffmangel. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. So genannte Treibstoffcoupons werden zu täglich steigenden Preisen illegal gehandelt.
Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt. Diese sind wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem technischen Zustand.
Taxen gibt es vor allem von den großen Hotels aus. Man kann aber auch per Telefon ein Taxi rufen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet, die aber in den meisten Fällen nicht funktionieren. Man sollte einen pauschalen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Allgemeine Reiseinformationen
Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas und umfasst ein Staatsgebiet von rund 390.000 qkm. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.
Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober.
Geld, Devisen, Tausch
Die Landeswährung ist der Zimbabwe-Dollar (ZWD), der bei offiziellen Wechselstuben, Banken und Hotels aus den wichtigsten Fremdwährungen eingetauscht werden kann. Privater Tausch auf dem sogenannten "Schwarzmarkt" verstößt gegen die Devisenbestimmungen des Landes und ist illegal. Allerdings werden alle Preise in ZWD mittlerweile nach einem mehr oder weniger aktuellen Schwarzmarktkurs festgelegt, der ein vielfaches über dem offiziellen Umtauschkurs liegt. Es ist daher zu beachten, dass bei der teilweise noch möglichen Kreditkartenzahlung in Hotels für Mahlzeiten und Minibar die Preise in ZWD zum offiziellen Wechselkurs zugrunde gelegt werden. Auch z.B. einfache Getränke werden so exorbitant teuer. Von der Nutzung der Kreditkarte, außer zur Bezahlung der reinen Übernachtung, wird daher abgeraten.
Touristen müssen in Simbabwe inzwischen die Unterkunft in Hotels sowie die Eintrittsgebühren in die Nationalparks bar in Devisen bezahlen. Hierbei sollte immer der passende Betrag bezahlt werden. Es empfiehlt sich daher, am besten USD in kleiner Stückelung mit nach Simbabwe zu bringen. Bei der Ausreise wird durch die Zollbehörden kontrolliert, ob man Devisen in offiziellen Wechselstuben getauscht hat. Quittungen über den Tausch sollten daher aufbewahrt werden.
Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über "Western Union" Geld aus Deutschland in kleineren Mengen überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet "Western Union" mit der Reisebank zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist. Geldanweisungen können auch über jede Postbank vorgenommen werden.
Fotografieren
Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum /Reisedokumente
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,-- (eine Einreise) bzw. USD 55,-- (mehrere Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Inhaber von deutschen Diplomaten- und Dienstpässen erhalten das Visum ebenfalls an der Grenze gebührenfrei.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Visum zur mehrfachen Einreise (Multiple-Entry-Visa) benötigt. Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen, um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.
Auch die Einwanderungsbehörden in den größeren Städten können eine Visumverlängerung oder Änderung vornehmen. Zuständig ist jeweils das Department of Immigration.
Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.

Besondere Zollvorschriften
Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen.
Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis ( "Temporary Import Permit") notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, VIPs und sicherheitsrelevanter öffentlicher Gebäude ist nicht gestattet.
Homosexuelle Handlungen sind mit Strafe bedroht (Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft), werden von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, auch traditionell als unmoralisch empfunden.

Medizinische Hinweise
Cholera
In den ländlichen Gebieten Simbabwes (insbesondere Chinhoyi, Nyamapanda, Kariba) ist Cholera vor allem während der Regenzeiten zwischen November und März endemisch. Anfang September 2008 sind nun die ersten Fälle in Chitungwiza (1,1 Millionen Einwohner) südlich von Harare bekannt geworden, nach Presseberichten gibt es auch erste Erkrankungen in der Hauptstadt selbst und die Erkrankung nimmt dort bereits in den ärmeren Stadtteilen dramatische Formen an. Im Stadtteil Budiriro im Südwesten vom Harare sind alleine im Laufe eines Tages 10 Menschen gestorben und hunderte erkrankt. Viele Krankenhäuser sind völlig überlastet. Bislang sind landesweit 300 Patienten verstorben. Seit Ende 2007 haben die Bewohner häufig kein fließendes Wasser. Die Folgen sind ein Mangel an sauberem Trinkwasser und die Verstopfung von Abwasserrohren, wodurch diese brechen. Die Kombination aus verschmutzten Brunnen und gebrochenen Abwasserrohren bietet der Cholera einen fast idealen Brutplatz. Erwartungsgemäß wird der bevorstehende Regen die Situation daher weiter verschlechtern. Er wird die stehenden Abwässer in die ungeschützten Brunnen spülen.
Auf die einschlägigen Hygieneregeln wird verwiesen, grundsätzlich ist eine Choleraschutzimpfung erhältlich.
Impfschutz
Eine gültige Gelbfieberimpfung ist zur Einreise für alle Personen älter als 1 Jahr vorgeschrieben. Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden.
Das Auswärtige Amt empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Erkrankung (ACW135Y) und Typhus, ggf. Cholera.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Im gesamten Land kann es sporadisch zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Prophylaxe
Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.
Malaria
Malaria tritt landesweit auf: Hohes Risiko besteht im Norden (Sambesital) und Osten / Südosten (Grenze Mosambik und Südafrika, Viktoriafälle). Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Ein hohes Risiko besteht landesweit. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden..
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird daher allen Reisenden empfohlen
• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den frühen Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
Dengue-Fieber
diese von Stechmücken übertragene virale fiebrige Erkrankung existiert landesweit in auch von der Malaria, von der es sich klinisch zumindest zu Beginn nicht eindeutig differenzieren lässt, heimgesuchten Landesteilen. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme. Eine Impfung existiert nicht.
HIV / Aids
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure., nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist, gerade vor dem Hintergrund der politischen und wirtschaftlichen Situation des Landes, mit der in Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Aufgrund der sich verschlechternden medizinischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und mangelhafter Ausstattung der Apotheken mit Medikamenten sollten Reisende eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Oft fehlen (insbesondere in ländlichen Gebieten) Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal. Bei Unfällen sollte, falls möglich, auf Einlieferung in ein privates Krankenhaus in Bulawayo oder Harare bestanden werden Die Aufnahme in private wie auch staatliche Krankenhäuser erfolgt jedoch nur, wenn entweder Vorkasse geleistet oder eine Garantieerklärung abgegeben wird. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung am Ort wird zudem empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt.
Auswärtige Amt
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Simbabwe 20.01.2009

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Zimbabwe:
Stand 20.01.2009 (Unverändert gültig seit: 20.01.2009)

Aktueller Hinweis
Aufgrund der anhaltenden politischen Krise in Simbabwe, die einhergeht mit einem dramatischen wirtschaftlichen Niedergang und mittlerweile auch der akuten Gefahr einer Hungerkatastrophe sowie einer landesweit grassierenden Cholera-Epidemie, rät das Auswärtige Amt weiterhin von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Simbabwe ab.

Verbreitete Gewalt in den Provinzen hat zwar deutlich abgenommen, es gibt aber immer noch einzelne Distrikte, die insbesondere für Ausländer als gefährlich eingestuft werden müssen.
Lediglich in die größeren Städte sind Reisen, insbesondere von Angehörigen humanitärer oder entwicklungsorientierter Organisationen, die bereits über Landeserfahrung verfügen oder von lokalen Partnern betreut werden, möglich.
Reisen zu den grenznah gelegenen Victoria-Fällen sind momentan unbedenklich, sofern die Einreise mit dem Flugzeug bzw. über die nächstgelegenen Grenzübergänge erfolgt und sich der Aufenthalt lediglich auf die unmittelbare Umgebung erstreckt.
Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung von Demonstrationen sofort verlassen und nicht fotografieren. Auch dürfen Ausländer ohne staatliche Akkreditierung nicht über die aktuellen Entwicklungen im Land berichten. Das schließt auch das allgemeine Sammeln von Informationen, Gespräche mit der Bevölkerung oder Schnappschussfotografien mit der Handykamera ein, da dies als illegale journalistische Tätigkeit ausgelegt werden kann. Sollten Sie aus zwingenden Gründen nach Simbabwe reisen müssen, halten Sie bitte unbedingt Kontakt mit der Botschaft.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Innenpolitische Situation
Die wirtschaftliche und soziale Lage hat mittlerweile dramatische Formen angenommen. Mehl, Brot, Fleisch, Speiseöl u.a. sind in den Geschäften gar nicht mehr verfügbar oder nur zu stark überhöhten Preisen auf dem (illegalen) Schwarzmarkt vorhanden. Trotz einer kürzlichen Währungsreform leidet Simbabwe weiter unter einer Hyperinflation. Die Versorgungslage mit elektrischem Strom und Trinkwasser ist nicht mehr gesichert. Zum Teil tagelange Stromausfälle führen zu einem Kollaps der Kommunikation. Festnetztelefonverbindungen und Mobilfunknetzwerke funktionieren nur sporadisch.
In Notfällen ist von den Sicherheitskräften in der Regel keine Hilfe zu erwarten.
Kriminalität
Bei Reisen nach Simbabwe muss berücksichtigt werden, dass die ausgesprochen schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem deutlichen Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem in den Innenstädten von Harare und Bulawayo, aber auch in den kleineren Städten, sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen.
Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden. Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen.
In jüngster Zeit werden vermehrt Einbruchdiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle in den wohlhabenderen Wohngebieten aller Städte gemeldet. Auch die Anwendung von Gewalt sowie der Einsatz von Schusswaffen, ein in Simbabwe bisher unübliches Phänomen, nimmt zu.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Den ehemaligen Charme eines angenehmen Touristen- und Reiselandes mit guter Infrastruktur hat Simbabwe fast vollständig eingebüßt. Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten "über Land" verzichtet werden.
Der Zustand der Mietwagen ist nicht mit dem in europäischen Ländern zu vergleichen. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass vor allem in Harare einige Fälle bekannt geworden sind, bei denen Diebe Autoreifen angestochen haben um, während der Fahrer den Reifen wechselt, Taschen aus dem Auto zu entwenden. Äußerste Achtsamkeit ist geboten. Am besten lässt man den Reifenwechsel bei einer Tankstelle durchführen. Es empfiehlt sich auch, bei Anmietung eine möglichst gute Versicherung abzuschließen, da man sonst, auch bei Fremdverschulden, für die Schäden am Mietwagen haften muss.
Planen Sie mit dem eigenen oder einem Mietwagen durch das Land zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Versorgungslage mit Treibstoff informieren. Simbabwe leidet unter erheblichem Treibstoffmangel. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. So genannte Treibstoffcoupons werden zu täglich steigenden Preisen illegal gehandelt.
Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt. Diese sind wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem technischen Zustand.
Taxen gibt es vor allem von den großen Hotels aus. Man kann aber auch per Telefon ein Taxi rufen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet, die aber in den meisten Fällen nicht funktionieren. Man sollte einen pauschalen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Allgemeine Reiseinformationen
Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas und umfasst ein Staatsgebiet von rund 390.000 qkm. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.
Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober.
Geld, Devisen, Tausch
Die Landeswährung ist der Zimbabwe-Dollar (ZWD), der bei offiziellen Wechselstuben, Banken und Hotels aus den wichtigsten Fremdwährungen eingetauscht werden kann. Privater Tausch auf dem so genannten "Schwarzmarkt" verstößt gegen die Devisenbestimmungen des Landes und ist illegal. Allerdings werden alle Preise in ZWD mittlerweile nach einem mehr oder weniger aktuellen Schwarzmarktkurs festgelegt, der ein vielfaches über dem offiziellen Umtauschkurs liegt. Es ist daher zu beachten, dass bei der teilweise noch möglichen Kreditkartenzahlung in Hotels für Mahlzeiten und Minibar die Preise in ZWD zum offiziellen Wechselkurs zugrunde gelegt werden. Auch z.B. einfache Getränke werden so exorbitant teuer. Von der Nutzung der Kreditkarte, außer zur Bezahlung der reinen Übernachtung, wird daher abgeraten.
Touristen müssen in Simbabwe inzwischen die Unterkunft in Hotels sowie die Eintrittsgebühren in die Nationalparks bar in Devisen bezahlen. Hierbei sollte immer der passende Betrag bezahlt werden. Es empfiehlt sich daher, am besten USD in kleiner Stückelung mit nach Simbabwe zu bringen. Bei der Ausreise wird durch die Zollbehörden kontrolliert, ob man Devisen in offiziellen Wechselstuben getauscht hat. Quittungen über den Tausch sollten daher aufbewahrt werden.
Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über "Western Union" Geld aus Deutschland in kleineren Mengen überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet "Western Union" mit der Reisebank zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist. Geldanweisungen können auch über jede Postbank vorgenommen werden.
Fotografieren
Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum /Reisedokumente
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,-- (eine Einreise) bzw. USD 55,-- (mehrere Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Inhaber von deutschen Diplomaten- und Dienstpässen erhalten das Visum ebenfalls an der Grenze gebührenfrei.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Visum zur mehrfachen Einreise (Multiple-Entry-Visa) benötigt. Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen, um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.
Auch die Einwanderungsbehörden in den größeren Städten können eine Visumverlängerung oder Änderung vornehmen. Zuständig ist jeweils das Department of Immigration.
Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.

Besondere Zollvorschriften
Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen.
Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis ( "Temporary Import Permit") notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, VIPs und sicherheitsrelevanter öffentlicher Gebäude ist nicht gestattet.
Homosexuelle Handlungen sind mit Strafe bedroht (Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft), werden von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, auch traditionell als unmoralisch empfunden.

Medizinische Hinweise
Cholera
In den ländlichen Gebieten Simbabwes (insbes. Chinhoyi, Nyamapanda, Kariba) ist Cholera v.a. während der Regenzeiten zwischen November und März endemisch.
Seit Anfang September 2008 die ersten Cholerafälle in der Stadt Chitungwiza (1,1 Millionen Einwohner) südlich von Harare bekannt wurden, hat sich diese Erkrankung nun landesweit inkl. der Hauptstadt Harare verbreitet und breitet sich immer schneller aus. Immer mehr Menschen fallen in Simbabwe der gefährlichen Cholera-Seuche zum Opfer. Die Letalitätsrate in ländlichen Gebieten beträgt bis zu 25 %.
Die Krankenhäuser, v.a. im ländlichen Bereich, sind oft nicht mehr in der Lage, das hohe Patientenaufkommen erfolgreich zu behandeln. Kompliziert wird die Situation durch massive Hygieneprobleme: Seit Ende 2007 haben die Bewohner häufig kein fließendes Wasser. Die Folgen sind ein Mangel an sauberem Trinkwasser und die Verstopfung von Abwasserrohren, wodurch diese brechen. Die Kombination aus verschmutzten Brunnen und gebrochenen Abwasserrohren bietet der Cholera einen fast idealen Brutplatz. Erwartungsgemäß wird der bevorstehende Regen die Situation daher weiter verschlechtern: Er wird die stehenden Abwässer in die ungeschützten Brunnen spülen.
Auf die einschlägigen Hygieneregeln wird verwiesen, grundsätzlich ist eine Choleraschutzimpfung erhältlich, die Risikoreisende nach Rücksprache mit einem Tropenmediziner erwägen sollten.
Impfschutz
Eine gültige Gelbfieberimpfung ist zur Einreise für alle Personen älter als 1 Jahr, bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet, vorgeschrieben.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden.
Das Auswärtige Amt empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Typhus, ggf. auch gegen Cholera (s.o.).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Im gesamten Land kann es sporadisch zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Malaria
Malaria tritt landesweit auf. Besonders hohe Risiken bestehen im Norden (Sambesital) und Osten/Südosten (Grenze Mosambik und Südafrika, Viktoriafälle). Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen.
Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden..
Denguefieber
Diese von Stechmücken übertragene virale fiebrige Erkrankung existiert landesweit in auch von der Malaria (von der es sich klinisch zumindest zu Beginn nicht eindeutig differenzieren lässt) heimgesuchten Landesteilen. Schutz vor Mückenstichen ist die einzige Vorsorgemaßnahme. Eine Impfung existiert nicht.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird daher allen Reisenden empfohlen
• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden)
• in den frühen Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / Aids
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Prophylaxe
Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen. Einmalhandtücher verwenden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist, gerade vor dem Hintergrund der politischen und wirtschaftlichen Situation des Landes, mit der in Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Aufgrund der sich verschlechternden medizinischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und mangelhafter Ausstattung der Apotheken mit Medikamenten sollten Reisende eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Oft fehlen (insbesondere in ländlichen Gebieten) Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal. Bei Unfällen sollte, falls möglich, auf Einlieferung in ein privates Krankenhaus in Bulawayo oder Harare bestanden werden Die Aufnahme in private wie auch staatliche Krankenhäuser erfolgt jedoch nur, wenn entweder Vorkasse geleistet oder eine Garantieerklärung abgegeben wird. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung am Ort wird zudem empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Reise-/Sicherheitshinweis Simbabwe 13.04.2009

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Zimbabwe:
Stand 13.04.2009 (Unverändert gültig seit: 13.04.2009)

Aktuelle Hinweise
Die allgemeine Situation in Simbabwe hat sich seit Antritt der neuen Koalitionsregierung deutlich entspannt. Das Warenangebot hat sich in den letzten Monaten spürbar verbessert, dies gilt auch für die Versorgung mit Treibstoff. Mit dem Wegfall der einstigen Landeswährung hat auch die Hyperinflation aufgehört. Generell akzeptierte Zahlungsmittel sind nunmehr in erster Linie der US-Dollar und der südafrikanische Rand, in Einzelfällen auch andere Fremdwährungen. Reisen nach Simbabwe sind somit grundsätzlich möglich, allerdings muss weiterhin von Einschränkungen ausgegangen werden.
In einzelnen Landesteilen ist es gerade in jüngster Zeit wieder zu Farmbesetzungen gekommen, in Einzelfällen auch unter Gewaltanwendung.
Die Choleraepidemie ist noch nicht vollkommen abgeklungen.
Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung von Demonstrationen sofort verlassen und nicht fotografieren. Auch dürfen Ausländer ohne staatliche Akkreditierung nicht über die aktuellen Entwicklungen im Land berichten. Das schließt auch das allgemeine Sammeln von Informationen, Gespräche mit der Bevölkerung oder Schnappschussfotografien mit der Handykamera ein, da dies als illegale journalistische Tätigkeit ausgelegt werden kann.

Sicherheitshinweise
Innenpolitische Situation
Simbabwe leidet weiter unter einer tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Krise. Mit Antritt der Koalitionsregierung Mitte Februar 2009 konnte der Abwärtstrend in einigen wichtigen Bereichen (Gesundheit, Bildung, Inflation) immerhin gestoppt werden. Insgesamt gibt es vermehrt Anzeichen, dass der neuen Regierung ein genereller Umschwung gelingen könnte. Bis zu einer Rückkehr zu stabiler Aufwärtsbewegung ist es allerdings noch ein weiter und mühsamer Weg.
Die Versorgungslage mit elektrischem Strom und Trinkwasser ist flächendeckend weiterhin nicht gesichert. Die Einführung des US-Dollars als generellem Zahlungsmittel hat zu einer spürbaren Verbesserung der Telekommunikation geführt.
Sein repressives Image hat Simbabwe bislang noch nicht überwinden können. Es gibt weiterhin politische Gefangene, die Zustände in den Haftanstalten sind katastrophal und die illegalen Farmbesetzungen konnten noch nicht gestoppt werden.
In Notfällen ist von den Sicherheitskräften in der Regel keine Hilfe zu erwarten.
Kriminalität
Bei Reisen nach Simbabwe muss berücksichtigt werden, dass die ausgesprochen schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem deutlichen Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem in den Innenstädten von Harare und Bulawayo, aber auch in den kleineren Städten, sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen.
Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden. Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen.
In jüngster Zeit werden vermehrt Einbruchdiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle in den wohlhabenderen Wohngebieten aller Städte gemeldet. Auch die Anwendung von Gewalt sowie der Einsatz von Schusswaffen, ein in Simbabwe bisher unübliches Phänomen, nimmt zu.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Den ehemaligen Charme eines angenehmen Touristen- und Reiselandes mit guter Infrastruktur hat Simbabwe fast vollständig eingebüßt. Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten "über Land" verzichtet werden.
Der Zustand der Mietwagen ist nicht mit dem in europäischen Ländern zu vergleichen. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass vor allem in Harare einige Fälle bekannt geworden sind, bei denen Diebe Autoreifen angestochen haben um, während der Fahrer den Reifen wechselt, Taschen aus dem Auto zu entwenden. Äußerste Achtsamkeit ist geboten. Am besten lässt man den Reifenwechsel bei einer Tankstelle durchführen. Es empfiehlt sich auch, bei Anmietung eine möglichst gute Versicherung abzuschließen, da man sonst, auch bei Fremdverschulden, für die Schäden am Mietwagen haften muss.
Planen Sie mit dem eigenen oder einem Mietwagen durch das Land zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Versorgungslage mit Treibstoff informieren. Simbabwe leidet unter erheblichem Treibstoffmangel. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. So genannte Treibstoffcoupons werden zu täglich steigenden Preisen illegal gehandelt.
Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt. Diese sind wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem technischen Zustand.
Taxen gibt es vor allem von den großen Hotels aus. Man kann aber auch per Telefon ein Taxi rufen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet, die aber in den meisten Fällen nicht funktionieren. Man sollte einen pauschalen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Allgemeine Reiseinformationen
Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas und umfasst ein Staatsgebiet von rund 390.000 qkm. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.
Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober.
Geld, Devisen, Tausch
Nachdem zwischenzeitlich der Simbabwe-Dollar aufgrund der Hyperinflation und mangels Kaufkraft vom Markt verschwunden ist, werden alle Dienstleistungen und Produkte bar in Devisen bezahlt. An erster Stelle wird der US-Dollar und der südafrikanische Rand gehandelt. Da es für beide Währungen kaum Münzen gibt, werden die Rechnungen entsprechend auf- oder abgerundet. Reisende sollten daher für ihren Aufenthalt die entsprechende Bargeldmenge mitbringen. Das Mitführen größerer Bargeldmengen erhöht aber das Diebstahlsrisiko. Es wird daher geraten, nach Ankunft größere Geldbeträge in Hotels etc. im Safe zu deponieren. Erfahrungen über den Einsatz von Kreditkarten liegen gegenwärtig nicht vor.
Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über „Western Union“ Geld aus Deutschland in kleineren Mengen überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet „Western Union“ mit der „Reisebank“ zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist.
Fotografieren
Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum /Reisedokumente
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,-- (eine Einreise) bzw. USD 55,-- (mehrere Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Inhaber von deutschen Diplomaten- und Dienstpässen erhalten das Visum ebenfalls an der Grenze gebührenfrei.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Visum zur mehrfachen Einreise (Multiple-Entry-Visa) benötigt. Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen, um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.
Auch die Einwanderungsbehörden in den größeren Städten können eine Visumverlängerung oder Änderung vornehmen. Zuständig ist jeweils das Department of Immigration.
Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.

Besondere Zollvorschriften
Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen.
Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis ( "Temporary Import Permit") notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, VIPs und sicherheitsrelevanter öffentlicher Gebäude ist nicht gestattet.
Homosexuelle Handlungen sind mit Strafe bedroht (Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft), werden von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, auch traditionell als unmoralisch empfunden.

Medizinische Hinweise
Cholera
In den ländlichen Gebieten Simbabwes( insbes. Chinhoyi, Nyamapanda, Kariba) ist Cholera v.a. während der Regenzeiten zwischen November und März endemisch.
Seit Anfang September 2008 die ersten Cholerafälle in der Stadt Chitungwiza (1,1 Millionen Einwohner) südlich von Harare bekannt wurden, hat sich diese Erkrankung nun landesweit inkl. der Hauptstadt Harare verbreitet und breitet sich immer schneller aus. Immer mehr Menschen fallen in Simbabwe der gefährlichen Cholera-Seuche zum Opfer. Die Letalitätsrate in ländlichen Gebieten beträgt bis zu 25 %.
Die Krankenhäuser, v.a. im ländlichen Bereich, sind oft nicht mehr in der Lage, das hohe Patientenaufkommen erfolgreich zu behandeln. Kompliziert wird die Situation durch massive Hygieneprobleme: Seit Ende 2007 haben die Bewohner häufig kein fließendes Wasser. Die Folgen sind ein Mangel an sauberem Trinkwasser und die Verstopfung von Abwasserrohren, wodurch diese brechen. Die Kombination aus verschmutzten Brunnen und gebrochenen Abwasserrohren bietet der Cholera einen fast idealen Brutplatz. Erwartungsgemäß wird der bevorstehende Regen die Situation daher weiter verschlechtern: Er wird die stehenden Abwässer in die ungeschützten Brunnen spülen.
Auf die einschlägigen Hygieneregeln wird verwiesen, grundsätzlich ist eine Choleraschutzimpfung erhältlich, die Risikoreisende nach Rücksprache mit einem Tropenmediziner erwägen sollten.
Impfschutz
Eine gültige Gelbfieberimpfung ist zur Einreise für alle Personen älter als 1 Jahr, bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet, vorgeschrieben.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden.
Das Auswärtige Amt empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Typhus, ggf. auch gegen Cholera (s.o.).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Im gesamten Land kann es sporadisch zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Malaria
Malaria tritt landesweit auf. Besonders hohe Risiken bestehen im Norden (Sambesital) und Osten/Südosten (Grenze Mosambik und Südafrika, Viktoriafälle). Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen.
Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden..
Denguefieber
Diese von Stechmücken übertragene virale fiebrige Erkrankung existiert landesweit in auch von der Malaria (von der es sich klinisch zumindest zu Beginn nicht eindeutig differenzieren lässt) heimgesuchten Landesteilen. Schutz vor Mückenstichen ist die einzige Vorsorgemaßnahme. Eine Impfung existiert nicht.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird daher allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den frühen Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / Aids
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Prophylaxe
Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen. Einmalhandtücher verwenden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist, gerade vor dem Hintergrund der politischen und wirtschaftlichen Situation des Landes, mit der in Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Aufgrund der sich verschlechternden medizinischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und mangelhafter Ausstattung der Apotheken mit Medikamenten sollten Reisende eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Oft fehlen (insbesondere in ländlichen Gebieten) Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal. Bei Unfällen sollte, falls möglich, auf Einlieferung in ein privates Krankenhaus in Bulawayo oder Harare bestanden werden Die Aufnahme in private wie auch staatliche Krankenhäuser erfolgt jedoch nur, wenn entweder Vorkasse geleistet oder eine Garantieerklärung abgegeben wird. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung am Ort wird zudem empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt.


Auswärtige Amt
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Simbabwe 21.08.2009

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Zimbabwe:
Stand 21.08.2009 (Unverändert gültig seit: 21.08.2009)

Aktuelle Hinweise
Die allgemeine Situation in Simbabwe hat sich seit Antritt der neuen Koalitionsregierung deutlich entspannt. Das Warenangebot hat sich in den letzten Monaten spürbar verbessert, dies gilt auch für die Versorgung mit Treibstoff. Mit dem Wegfall der einstigen Landeswährung hat auch die Hyperinflation aufgehört. Generell akzeptierte Zahlungsmittel sind nunmehr in erster Linie der US-Dollar und der südafrikanische Rand, in Einzelfällen auch andere Fremdwährungen. Reisen nach Simbabwe sind somit grundsätzlich möglich, allerdings muss weiterhin von Einschränkungen ausgegangen werden.
In einzelnen Landesteilen ist es gerade in jüngster Zeit wieder zu Farmbesetzungen gekommen, in Einzelfällen auch unter Gewaltanwendung.
Ausländer sollten die unmittelbare Umgebung von Demonstrationen sofort verlassen und nicht fotografieren. Auch dürfen Ausländer ohne staatliche Akkreditierung nicht über die aktuellen Entwicklungen im Land berichten. Das schließt auch das allgemeine Sammeln von Informationen, Gespräche mit der Bevölkerung oder Schnappschussfotografien mit der Handykamera ein, da dies als illegale journalistische Tätigkeit ausgelegt werden kann.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Innenpolitische Situation
Simbabwe leidet weiter unter einer tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Krise. Mit Antritt der Koalitionsregierung Mitte Februar 2009 konnte der Abwärtstrend in einigen wichtigen Bereichen (Gesundheit, Bildung, Inflation) immerhin gestoppt werden. Insgesamt gibt es vermehrt Anzeichen, dass der neuen Regierung ein genereller Umschwung gelingen könnte. Bis zu einer Rückkehr zu stabiler Aufwärtsbewegung ist es allerdings noch ein weiter und mühsamer Weg.
Die Versorgungslage mit elektrischem Strom und Trinkwasser ist flächendeckend weiterhin nicht gesichert. Die Einführung des US-Dollars als generellem Zahlungsmittel hat zu einer spürbaren Verbesserung der Telekommunikation geführt.
Sein repressives Image hat Simbabwe bislang noch nicht überwinden können. Es gibt weiterhin politische Gefangene, die Zustände in den Haftanstalten sind katastrophal und die illegalen Farmbesetzungen konnten noch nicht gestoppt werden.
In Notfällen ist von den Sicherheitskräften in der Regel keine Hilfe zu erwarten.
Kriminalität
Bei Reisen nach Simbabwe muss berücksichtigt werden, dass die ausgesprochen schwierige politische, wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung zu einem deutlichen Anstieg der Kriminalität geführt hat. Vor allem in den Innenstädten von Harare und Bulawayo, aber auch in den kleineren Städten, sind verstärkt Taschendiebstähle und „smash and grab“-Überfälle zu verzeichnen.
Im Auto sollten daher die Fenster immer geschlossen und die Türen von innen verriegelt sein. Handtaschen, Fotoapparate usw. sollten nicht sichtbar im Auto liegen, Spaziergänge sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht unternommen werden. Nachts besteht ein erhöhtes Überfallrisiko, besonders in den Städten, an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen.
In jüngster Zeit werden vermehrt Einbruchdiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle in den wohlhabenderen Wohngebieten aller Städte gemeldet. Auch die Anwendung von Gewalt sowie der Einsatz von Schusswaffen, ein in Simbabwe bisher unübliches Phänomen, nimmt zu.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Den ehemaligen Charme eines angenehmen Touristen- und Reiselandes mit guter Infrastruktur hat Simbabwe fast vollständig eingebüßt. Bei Reisen mit dem eigenen PKW oder Mietwagen sollten die Hauptstraßen nicht verlassen werden. Wegen erhöhter Unfallgefahr sollte nach Einbruch der Dunkelheit auf Fahrten "über Land" verzichtet werden.
Der Zustand der Mietwagen ist nicht mit dem in europäischen Ländern zu vergleichen. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte wissen, dass vor allem in Harare einige Fälle bekannt geworden sind, bei denen Diebe Autoreifen angestochen haben um, während der Fahrer den Reifen wechselt, Taschen aus dem Auto zu entwenden. Äußerste Achtsamkeit ist geboten. Am besten lässt man den Reifenwechsel bei einer Tankstelle durchführen. Es empfiehlt sich auch, bei Anmietung eine möglichst gute Versicherung abzuschließen, da man sonst, auch bei Fremdverschulden, für die Schäden am Mietwagen haften muss.
Planen Sie mit dem eigenen oder einem Mietwagen durch das Land zu fahren, sollten Sie sich unbedingt vorher über die Versorgungslage mit Treibstoff informieren. Simbabwe leidet unter erheblichem Treibstoffmangel. Diesel und Benzin sind, wenn überhaupt, nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. So genannte Treibstoffcoupons werden zu täglich steigenden Preisen illegal gehandelt.
Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt. Diese sind wegen fehlender Ersatzteile und mangelhafter Wartung oftmals in schlechtem technischen Zustand.
Taxen gibt es vor allem von den großen Hotels aus. Man kann aber auch per Telefon ein Taxi rufen. Grundsätzlich sind die Fahrzeuge mit Taxametern ausgestattet, die aber in den meisten Fällen nicht funktionieren. Man sollte einen pauschalen Preis aushandeln. Dies empfiehlt sich insbesondere bei einer längeren Fahrt.

Allgemeine Reiseinformationen
Simbabwe liegt am Rande des Tropengürtels im Südosten Afrikas und umfasst ein Staatsgebiet von rund 390.000 qkm. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.
Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober.
Geld, Devisen, Tausch
Nachdem zwischenzeitlich der Simbabwe-Dollar aufgrund der Hyperinflation und mangels Kaufkraft vom Markt verschwunden ist, werden alle Dienstleistungen und Produkte bar in Devisen bezahlt. An erster Stelle wird der US-Dollar und der südafrikanische Rand gehandelt. Da es für beide Währungen kaum Münzen gibt, werden die Rechnungen entsprechend auf- oder abgerundet. Reisende sollten daher für ihren Aufenthalt die entsprechende Bargeldmenge mitbringen. Das Mitführen größerer Bargeldmengen erhöht aber das Diebstahlsrisiko. Es wird daher geraten, nach Ankunft größere Geldbeträge in Hotels etc. im Safe zu deponieren. Erfahrungen über den Einsatz von Kreditkarten liegen gegenwärtig nicht vor.
Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über „Western Union“ Geld aus Deutschland in kleineren Mengen überweisen zu lassen. Eine Filiale befindet sich in Harare in Nr. 12 Samora Machel Avenue. In Deutschland arbeitet „Western Union“ mit der „Reisebank“ zusammen, die auf den Bahnhöfen in allen größeren Städten zu finden ist.
Fotografieren
Das Fotografieren und Filmen von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, Polizisten, VIPs und sicherheitsrelevanten Gebäuden (z. B. der Amtssitz des Präsidenten "Zimbabwe House" oder auch "State House" auf der Borrowdale Road in Harare) ist verboten. Darauf sollte unbedingt geachtet werden!

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum /Reisedokumente
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Simbabwe ein Visum. Dieses wird bei der Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo oder Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Hierbei ist eine Gebühr von USD 30,-- (eine Einreise) bzw. USD 55,-- (mehrere Einreisen) in Devisen bar zu entrichten. Inhaber von deutschen Diplomaten- und Dienstpässen erhalten das Visum ebenfalls an der Grenze gebührenfrei.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthaltes noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumverlängerung bzw. gegebenenfalls eine Änderung in ein Visum zur mehrfachen Einreise (Multiple-Entry-Visa) benötigt. Beides ist beim Department of Immigration, Linquenda House, Nelson Mandela Ave. zu erhalten. Es empfiehlt sich, die Änderung oder Verlängerung rechtzeitig zu beantragen, um unangenehme Folgen wie Verschiebung der Abreise zu vermeiden.
Auch die Einwanderungsbehörden in den größeren Städten können eine Visumverlängerung oder Änderung vornehmen. Zuständig ist jeweils das Department of Immigration.
Bei der Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber-Gefahr besteht, muss ein internationaler Impfpass mit einer gültigen Impfung gegen Gelbfieber vorgelegt werden. Für Reisende, die aus Deutschland über London oder Johannesburg einreisen ist diese Impfung nicht vorgeschrieben.

Besondere Zollvorschriften
Bei Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona-Skulpturen, die zum Verkauf bestimmt sind, muss eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Die Vorschriften können sich ständig ändern, daher empfiehlt es sich, direkt beim Zoll in Harare nachzufragen.
Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für die Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis ( "Temporary Import Permit") notwendig, die man an jedem internationalen Flughafen Simbabwes erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Das Fotografieren von Militäranlagen und -fahrzeugen, Soldaten, VIPs und sicherheitsrelevanter öffentlicher Gebäude ist nicht gestattet.
Homosexuelle Handlungen sind mit Strafe bedroht (Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Haft), werden von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und, wie in vielen anderen afrikanischen Ländern, auch traditionell als unmoralisch empfunden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe http://www.rki.de/ Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Tollwut empfohlen.
Wegen der noch nicht erfolgten Entwarnung bezüglich des landesweiten Choleraausbruchs vor wenigen Monaten kann eine Choleraimpfung für Risikoreisende (z.B. Entwicklungshelfer bei Einsätzen in bekannten Choleragebiete oder in sozialen oder medizinischen Einrichtungen) sinnvoll sein.
Malaria
Malaria tritt landesweit auf. Besonders hohe Risiken bestehen im Norden (Sambesital) und Osten/Südosten (Grenze Mosambik und Südafrika, Viktoriafälle). Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen.
Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird daher allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den frühen Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/Aids
HIV/AIDS ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In den ländlichen Gebieten Simbabwes (insbes. Chinhoyi, Nyamapanda, Kariba) ist Cholera v. a. während der Regenzeiten zwischen November und März endemisch. Die im September 2008 ausgebrochene Choleraepidemie mit knapp 100.000 Erkrankten, von denen 4.200 verstorben sind, ist mittlerweile unter Kontrolle. Es bestehen jedoch weiterhin massive Hygieneprobleme im gesamten Land. Seit Ende 2007 haben die Bewohner häufig kein fließendes Wasser mehr. Die Folgen sind ein Mangel an sauberem Trinkwasser, einhergehend mit der Zunahme von Durchfallerkrankungen - auch der Cholera. Die diesbezügliche Versorgungslage ist in den Krankenhäusern, v. a. im ländlichen Bereich, bei hohem Patientenaufkommen oft völlig unzureichend.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Im Norden des Landes (v. a. im Karibabecken) kann es sporadisch zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist, gerade vor dem Hintergrund der politischen und wirtschaftlichen Situation des Landes, mit der in Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Aufgrund der sich verschlechternden medizinischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern und mangelhafter Ausstattung der Apotheken mit Medikamenten sollten Reisende eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Oft fehlen (insbesondere in ländlichen Gebieten) Ärzte und qualifiziertes Pflegepersonal. Bei Unfällen sollte, falls möglich, auf Einlieferung in ein privates Krankenhaus in Bulawayo oder Harare bestanden werden Die Aufnahme in private wie auch staatliche Krankenhäuser erfolgt jedoch nur, wenn entweder Vorkasse geleistet oder eine Garantieerklärung abgegeben wird. Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine notwendige Behandlung am Ort wird zudem empfohlen, vor Antritt der Reise eine weltweit gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug einschließt.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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