Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 25.09.2009 - 20.01.2012

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 25.09.2009 - 20.01.2012

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Malawi:
Stand 25.09.2009 (Unverändert gültig seit: 25.09.2009)

Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Für Malawi besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Allgemeine Reiseinformationen
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Städte Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, so dass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich. Sie sollten generell vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf den z.T. ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist bei Tauschbüros und Banken möglich. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 8%. An Bankautomaten kann anhand der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld (Landeswährung) abgehoben werden, allerdings meist zu recht schlechten Wechselkursen.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dringend dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen kein Visum zur Einreise nach Malawi. Bei der Einreise erteilt der Grenzbeamte zunächst eine kostenlose Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen. Ist ein längerer Aufenthalt erwünscht, muss nach der Einreise ein entsprechender Antrag bei Malawi Immigration gestellt werden. Diese Behörde erteilt auf Antrag kostenpflichtige Verlängerungen bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen (Verlängerung um 30 Tage: MK 5000 = ca. EUR 25, Verlängerung um 60 Tage MK 10000 = ca. EUR 50). Nach 90 Tagen kann der Aufenthalt außerdem durch Beantragung einer kostenpflichtigen "Temporary Residence Permit" verlängert werden. Weitere Informationen erteilt die malawische Botschaft in Berlin bzw. Malawi Immigration nach der Einreise.
Flugreisende sollten im Besitz eines Rückflugtickets sein. Bei der Einreise aus anderen afrikanischen Ländern wird manchmal der Nachweis eines Gelbfieberschutzes verlangt. Der Impfausweis sollte mitgeführt werden.
Der deutsche Kinderausweis wird anerkannt, sofern darin ausreichend Platz für Ein- und Ausreisestempel ist. Für Kinder ab 7 Jahren ist allerdings ein Lichtbild erforderlich. Anderenfalls sollte die Einreise mit Kinderpass/-reisepass erfolgen.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten.
Das Ausführen von bis zu 3.000 Malawi Kwacha pro Person ist gestattet und wird am Flughafen streng kontrolliert.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit geahndet. Die Todesstrafe wird verhängt, aber seit 1994 nicht mehr vollstreckt.
Homosexualität unter Männern wird mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe geahndet.

Medizinische Hinweise
Aktuell
Wegen der neuen Influenza A(H1N1)-erfolgen an den Grenzen stichprobenartige Kontrollen bei Einreisenden auf grippeähnliche Symptome. In Verdachtsfällen werden Proben entnommen und nach Südafrika versandt. Eine Behandlung erfolgt i.d.R. in einem der Zentralkrankenhäuser. Das Land wurde vor kurzem mit 19.000 Dosen Tamiflu versorgt.
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Aufgrund der stichprobenartigen Gesundheitskontrollen ist es unbedingt ratsam, bei der Einreise einen Impfausweis bei sich zu führen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden (siehe http://www.rki.de/). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen wird zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Malawi !) bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS, Geschlechtskrankheiten
Diese Erkrankungen sind im Lande weit verbreitet. Die Prävalenz betrug im Jahre 2007 12 %. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In Malawi ist die Cholera endemisch (letzter grosser Ausbruch im November letzten Jahres, nicht zuletzt bedingt durch schlechte sanitäre Verhältnisse in den dicht besiedelten Slumbezirken Lilongwes).
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Hirnhautentzündung wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung auch bei einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen indiziert sein. (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Vorwiegend im Norden des Landes kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport) besonders im Malawisee. Süßwasserkontakt dort sollte daher grundsätzlich unterbleiben.
Medizinische Versorgung
Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen oder Erkrankungen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Malawi-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 28.01.2010

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Malawi:
Stand 28.01.2010
(Unverändert gültig seit: 28.01.2010)

Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Für Malawi besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Allgemeine Reiseinformationen
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Städte Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, so dass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich. Sie sollten generell vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf den z.T. ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist bei Tauschbüros und Banken möglich. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 8%. An Bankautomaten kann anhand der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld (Landeswährung) abgehoben werden, allerdings meist zu recht schlechten Wechselkursen.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dringend dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene
Reisepass - ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass - ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass - ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Reisepass - ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
weitere Anmerkungen
alleinreisende Kinder sollten eine von beiden Elternteile unterschriebene Reisegenehmigung bei sich führen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung)
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen kein Visum zur Einreise nach Malawi. Bei der Einreise erteilt der Grenzbeamte zunächst eine kostenlose Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen. Ist ein längerer Aufenthalt erwünscht, muss nach der Einreise ein entsprechender Antrag bei Malawi Immigration gestellt werden. Diese Behörde erteilt auf Antrag kostenpflichtige Verlängerungen bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen (Verlängerung um 30 Tage: MK 5000 = ca. EUR 25, Verlängerung um 60 Tage MK 10000 = ca. EUR 50). Nach 90 Tagen kann der Aufenthalt außerdem durch Beantragung einer kostenpflichtigen "Temporary Residence Permit" verlängert werden. Weitere Informationen erteilt die malawische Botschaft in Berlin bzw. Malawi Immigration nach der Einreise.
Flugreisende sollten im Besitz eines Rückflugtickets sein. Bei der Einreise aus anderen afrikanischen Ländern wird manchmal der Nachweis eines Gelbfieberschutzes verlangt. Der Impfausweis sollte mitgeführt werden.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten.
Das Ausführen von bis zu 3.000 Malawi Kwacha pro Person ist gestattet und wird am Flughafen streng kontrolliert.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit geahndet. Die Todesstrafe wird verhängt, aber seit 1994 nicht mehr vollstreckt.
Homosexualität unter Männern wird mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe geahndet.

Medizinische Hinweise
Aktuell
Wegen der neuen Influenza A(H1N1) erfolgen an den Grenzen stichprobenartige Kontrollen bei Einreisenden auf grippeähnliche Symptome. In Verdachtsfällen werden Proben entnommen und nach Südafrika versandt. Eine Behandlung erfolgt i.d.R. in einem der Zentralkrankenhäuser. Das Land wurde vor kurzem mit 19.000 Dosen Tamiflu versorgt.
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Aufgrund der stichprobenartigen Gesundheitskontrollen ist es unbedingt ratsam, bei der Einreise einen Impfausweis bei sich zu führen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden (siehe http://www.rki.de/). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen wird zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Malawi !) bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS, Geschlechtskrankheiten
Diese Erkrankungen sind im Lande weit verbreitet. Die Prävalenz betrug im Jahre 2007 12 %. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In Malawi ist die Cholera endemisch (letzter großer Ausbruch im November letzten Jahres, nicht zuletzt bedingt durch schlechte sanitäre Verhältnisse in den dicht besiedelten Slumbezirken Lilongwes).
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebieten) erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Hirnhautentzündung wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung auch bei einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen indiziert sein. (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Vorwiegend im Norden des Landes kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport) besonders im Malawisee. Süßwasserkontakt dort sollte daher grundsätzlich unterbleiben.
Medizinische Versorgung
Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen oder Erkrankungen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Malawi-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Quelle: Auswärtiges Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 28.04.2010

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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Malawi:
Stand 28.04.2010
(Unverändert gültig seit: 28.04.2010)

Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Für Malawi besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.
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Allgemeine Reiseinformationen
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Stadt Zomba, aber auch für Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten auch aufgrund der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, so dass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich. Sie sollten generell vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf den z.T. ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist bei Tauschbüros und Banken möglich. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 8%. An Bankautomaten kann anhand von Kreditkarten und der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld in Landeswährung abgehoben werden. Bei höheren Beträgen (Gegenwert über EUR 100) sind allerdings Mehrfachabhebungen erforderlich.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen:
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein, eigenes Reisedokument erforderlich
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja, allerdings nur mit Foto
weitere Anmerkungen alleinreisende Kinder sollten eine von beiden Elternteile unterschriebene Reisegenehmigung bei sich führen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung)
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen kein Visum zur Einreise nach Malawi. Bei der Einreise erteilt der Grenzbeamte zunächst eine kostenlose Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen. Ist ein längerer Aufenthalt erwünscht, muss nach der Einreise ein entsprechender Antrag bei Malawi Immigration gestellt werden. Diese Behörde erteilt auf Antrag kostenpflichtige Verlängerungen bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen (Verlängerung um 30 Tage: MK 5000 = ca. EUR 25, Verlängerung um 60 Tage MK 10000 = ca. EUR 50). Nach 90 Tagen kann der Aufenthalt außerdem durch Beantragung einer kostenpflichtigen "Temporary Residence Permit" verlängert werden. Weitere Informationen erteilt die zuständige malawische Botschaft bzw. Malawi Immigration nach der Einreise.
Flugreisende sollten im Besitz eines Rückflugtickets sein.
Da bisweilen bei der Einreise Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, sollte der Impfausweis auf jeden Fall mitgeführt werden. Bei der Einreise aus Nachbarländern oder Gelbfiebergebieten wird der Nachweis eines Gelbfieberschutzes (Impfausweis oder entsprechende Bescheinigung) verlangt.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten.
Das Ausführen von bis zu 3.000 Malawi Kwacha pro Person ist gestattet und wird am Flughafen streng kontrolliert.
Da es in Malawi einen akuten Devisenmangel gibt, sollte die Einfuhr größerer Mengen an Devisen (ab USD 3.000,00) bei der Einreise deklariert werden, um Probleme bei der Wiederausfuhr zu vermeiden.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen

Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit geahndet. Die Todesstrafe wird verhängt, aber seit 1994 nicht mehr vollstreckt.
Homosexualität unter Männern wird mit bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe geahndet.

Medizinische Hinweise
Aktuell
Wegen der neuen Influenza A(H1N1) erfolgen an den Grenzen stichprobenartige Kontrollen bei Einreisenden auf grippeähnliche Symptome. In Verdachtsfällen werden Proben entnommen und nach Südafrika versandt. Eine Behandlung erfolgt i.d.R. in einem der Zentralkrankenhäuser. Das Land wurde vor kurzem mit 19.000 Dosen Tamiflu versorgt.
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Aufgrund der stichprobenartigen Gesundheitskontrollen ist es unbedingt ratsam, bei der Einreise einen Impfausweis bei sich zu führen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden (siehe http://www.rki.de/). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen wird zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, insbesondere in der Nähe des Malawisees. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Malawi !) bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS, Geschlechtskrankheiten
Diese Erkrankungen sind im Lande weit verbreitet. Die Prävalenz betrug im Jahre 2007 12 %. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In Malawi ist die Cholera endemisch (letzter großer Ausbruch im November letzten Jahres, nicht zuletzt bedingt durch schlechte sanitäre Verhältnisse in den dicht besiedelten Slumbezirken Lilongwes).
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebiete) erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Hirnhautentzündung wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung auch bei einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen indiziert sein. (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Vorwiegend im Norden des Landes kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport) besonders im Malawisee. Süßwasserkontakt dort sollte daher grundsätzlich unterbleiben.
Medizinische Versorgung
Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen oder Erkrankungen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Malawi-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Auswärtiges Amt
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 21.05.2010

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Malawi:
Stand 21.05.2010 (Unverändert gültig seit: 21.05.2010)

Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Für Malawi besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Allgemeine Reiseinformationen
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Stadt Zomba, aber auch für Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten auch aufgrund der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, so dass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich. Sie sollten generell vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf den z.T. ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist bei Tauschbüros und Banken möglich. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 8%. An Bankautomaten kann anhand von Kreditkarten und der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld in Landeswährung abgehoben werden. Bei höheren Beträgen (Gegenwert über EUR 100) sind allerdings Mehrfachabhebungen erforderlich.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen:
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein, eigenes Reisedokument erforderlich
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja, allerdings nur mit Foto
weitere Anmerkungen alleinreisende Kinder sollten eine von beiden Elternteile unterschriebene Reisegenehmigung bei sich führen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung)

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen kein Visum zur Einreise nach Malawi. Bei der Einreise erteilt der Grenzbeamte zunächst eine kostenlose Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen. Ist ein längerer Aufenthalt erwünscht, muss nach der Einreise ein entsprechender Antrag bei Malawi Immigration gestellt werden. Diese Behörde erteilt auf Antrag kostenpflichtige Verlängerungen bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen (Verlängerung um 30 Tage: MK 5000 = ca. EUR 25, Verlängerung um 60 Tage MK 10000 = ca. EUR 50). Nach 90 Tagen kann der Aufenthalt außerdem durch Beantragung einer kostenpflichtigen "Temporary Residence Permit" verlängert werden. Weitere Informationen erteilt die zuständige malawische Botschaft bzw. Malawi Immigration nach der Einreise.
Flugreisende sollten im Besitz eines Rückflugtickets sein.
Da bisweilen bei der Einreise Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, sollte der Impfausweis auf jeden Fall mitgeführt werden. Bei der Einreise aus Nachbarländern oder Gelbfiebergebieten wird der Nachweis eines Gelbfieberschutzes (Impfausweis oder entsprechende Bescheinigung) verlangt.


Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten.
Das Ausführen von bis zu 3.000 Malawi Kwacha pro Person ist gestattet und wird am Flughafen streng kontrolliert.
Da es in Malawi einen akuten Devisenmangel gibt, sollte die Einfuhr größerer Mengen an Devisen (ab USD 3.000,00) bei der Einreise deklariert werden, um Probleme bei der Wiederausfuhr zu vermeiden.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit geahndet. Die Todesstrafe wird verhängt, aber seit 1994 nicht mehr vollstreckt.
Homosexuelle Handlungen unter Männern kann mit hohen Freiheitsstrafen (bis zu 15 Jahre) geahndet werden.

Medizinische Hinweise
Aktuell
Wegen der neuen Influenza A(H1N1) erfolgen an den Grenzen stichprobenartige Kontrollen bei Einreisenden auf grippeähnliche Symptome. In Verdachtsfällen werden Proben entnommen und nach Südafrika versandt. Eine Behandlung erfolgt i.d.R. in einem der Zentralkrankenhäuser. Das Land wurde vor kurzem mit 19.000 Dosen Tamiflu versorgt.
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Aufgrund der stichprobenartigen Gesundheitskontrollen ist es unbedingt ratsam, bei der Einreise einen Impfausweis bei sich zu führen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden (siehe http://www.rki.de/). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen wird zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, insbesondere in der Nähe des Malawisees. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Malawi !) bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS, Geschlechtskrankheiten
Diese Erkrankungen sind im Lande weit verbreitet. Die Prävalenz betrug im Jahre 2007 12 %. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In Malawi ist die Cholera endemisch (letzter großer Ausbruch im November letzten Jahres, nicht zuletzt bedingt durch schlechte sanitäre Verhältnisse in den dicht besiedelten Slumbezirken Lilongwes).
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebiete) erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Hirnhautentzündung wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung auch bei einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen indiziert sein. (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Vorwiegend im Norden des Landes kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport) besonders im Malawisee. Süßwasserkontakt dort sollte daher grundsätzlich unterbleiben.
Medizinische Versorgung
Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen oder Erkrankungen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Malawi-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 17.01.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Malawi:
Stand 17.01.2011
(Unverändert gültig seit: 17.01.2011)

Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Für Malawi besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Allgemeine Reiseinformationen
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Stadt Zomba, aber auch für Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten auch aufgrund der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, sodass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich und sollten unbedingt vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist bei Tauschbüros und Banken möglich. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 6 - 8 %. An Bankautomaten kann anhand von Kreditkarten und der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld in Landeswährung abgehoben werden. Bei höheren Beträgen (Gegenwert über EUR 100) sind allerdings Mehrfachabhebungen erforderlich.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Ein reise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein, eigenes Reisedokument erforderlich
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja, allerdings nur mit Foto
weitere Anmerkungen alleinreisende Kinder sollten eine von beiden Elternteile unterschriebene Reisegenehmigung bei sich führen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung)
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen kein Visum zur Einreise nach Malawi. Bei der Einreise erteilt der Grenzbeamte zunächst eine kostenlose Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen. Ist ein längerer Aufenthalt erwünscht, muss nach der Einreise ein entsprechender Antrag bei Malawi Immigration gestellt werden. Diese Behörde erteilt auf Antrag kostenpflichtige Verlängerungen bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen (Verlängerung um 30 Tage: MK 5000 = ca. EUR 25, Verlängerung um 60 Tage MK 10000 = ca. EUR 50). Nach 90 Tagen kann der Aufenthalt außerdem durch Beantragung einer kostenpflichtigen "Temporary Residence Permit" verlängert werden. Weitere Informationen erteilt die zuständige malawische Botschaft bzw. Malawi Immigration nach der Einreise.
Flugreisende sollten im Besitz eines Rückflugtickets sein.
Da bisweilen bei der Einreise Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, sollte der Impfausweis auf jeden Fall mitgeführt werden. Bei der Einreise aus Nachbarländern oder Gelbfiebergebieten wird der Nachweis eines Gelbfieberschutzes (Impfausweis oder entsprechende Bescheinigung) verlangt.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten.
Da es in Malawi einen akuten Devisenmangel gibt, sollte die Einfuhr größerer Mengen an Devisen (ab USD 3.000,00) bei der Einreise deklariert werden, um Probleme bei der Wiederausfuhr zu vermeiden. Die Ausfuhr von Landeswährung und Devisen wird streng kontrolliert.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit geahndet. Die Todesstrafe wird verhängt, aber seit 1994 nicht mehr vollstreckt.
Homosexuelle Handlungen können mit hohen Freiheitsstrafen (bis zu 5 Jahre) geahndet werden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Aufgrund der stichprobenartigen Gesundheitskontrollen ist es unbedingt ratsam, bei der Einreise einen Impfausweis mitzuführen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Vor allem im Süden des Landes kommt es derzeit zu einem größeren Masernausbruch, sodass ein entsprechender Impfschutz (MMR) angeraten ist. Als Reiseimpfungen wird zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, insbesondere in der Nähe des Malawisees. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Malawi !) bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS, Geschlechtskrankheiten
Diese Erkrankungen sind im Lande weit verbreitet. Die Prävalenz betrug im Jahre 2007 12 %. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In Malawi ist die Cholera endemisch. Der letzte große Ausbruch war im November 2009, nicht zuletzt bedingt durch schlechte sanitäre Verhältnisse in den dicht besiedelten Slumbezirken Lilongwes.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebiete) erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Hirnhautentzündung wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung auch bei einer Aufenthaltsdauer unter vier Wochen indiziert sein (→ Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Vorwiegend im Norden des Landes kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport). Auch der Malawisee ist nicht überall bilharziosefrei. Nach dem Kontakt mit Süßwasser sollte immer ein Bilharziosetest vorgenommen werden.
Medizinische Versorgung
Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen oder Erkrankungen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Malawi-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
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Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 19.01.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Malawi:
Stand 19.01.2011
(Unverändert gültig seit: 19.01.2011)

Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Für Malawi besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Allgemeine Reiseinformationen
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Stadt Zomba, aber auch für Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten auch aufgrund der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, sodass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich und sollten unbedingt vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung sollte in Malawi nur in offiziellen Tauschbüros (Money Bureau) und Banken erfolgen, da alle anderen Umtauschmöglichkeiten als illegal gelten und zu strafrechtlicher Verfolgung führen können. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 6 - 8%. An Bankautomaten kann anhand von Kreditkarten und der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld in Landeswährung abgehoben werden. Bei höheren Beträgen (Gegenwert über EUR 100) sind allerdings Mehrfachabhebungen erforderlich.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Ein reise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein, eigenes Reisedokument erforderlich
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja, allerdings nur mit Foto
weitere Anmerkungen alleinreisende Kinder sollten eine von beiden Elternteile unterschriebene Reisegenehmigung bei sich führen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung)
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen kein Visum zur Einreise nach Malawi. Bei der Einreise erteilt der Grenzbeamte zunächst eine kostenlose Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen. Ist ein längerer Aufenthalt erwünscht, muss nach der Einreise ein entsprechender Antrag bei Malawi Immigration gestellt werden. Diese Behörde erteilt auf Antrag kostenpflichtige Verlängerungen bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen (Verlängerung um 30 Tage: MK 5000 = ca. EUR 25, Verlängerung um 60 Tage MK 10000 = ca. EUR 50). Nach 90 Tagen kann der Aufenthalt außerdem durch Beantragung einer kostenpflichtigen "Temporary Residence Permit" verlängert werden. Weitere Informationen erteilt die zuständige malawische Botschaft bzw. Malawi Immigration nach der Einreise.
Flugreisende sollten im Besitz eines Rückflugtickets sein.
Da bisweilen bei der Einreise Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, sollte der Impfausweis auf jeden Fall mitgeführt werden. Bei der Einreise aus Nachbarländern oder Gelbfiebergebieten wird der Nachweis eines Gelbfieberschutzes (Impfausweis oder entsprechende Bescheinigung) verlangt.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten.
Da es in Malawi einen akuten Devisenmangel gibt, wird die Ausfuhr von Devisen streng kontrolliert.
Touristen können Devisen in unbegrenzter Höhe einführen – der Betrag muss allerdings bei der Einreise deklariert werden. Diese Erklärung sowie Umtauschquittungen und Devisenzahlungen sind aufzubewahren, um den Verbleib der Devisen während des Malawi-Aufenthaltes nachweisen zu können.
Einwohner Malawis dürfen bei Auslandsreisen bis zu maximal USD 5.000 (Geschäftsreisen, medizinische Behandlung) bzw. USD 3.000 (Privatreisen) mit sich führen. Der legale Erwerb dieser Devisen muss im Reisepass durch eine entsprechende Bestätigung von Money Bureau oder Geschäftsbank nachgewiesen werden. Ohne diesen Nachweis können Devisen bei der Ausreise abgenommen werden.
Auch wenn die Landeswährung nicht frei konvertierbar ist, ist ihre Ausfuhr ebenfalls eingeschränkt. Sowohl Touristen als auch Einwohner dürfen bei der Ausreise maximal MWK 3.000 pro Person mit sich führen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit geahndet. Die Todesstrafe wird verhängt, aber seit 1994 nicht mehr vollstreckt.
Homosexuelle Handlungen stehen unter Strafe und können mit hohen Freiheitsstrafen (bis zu 14 Jahren) geahndet werden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Aufgrund der stichprobenartigen Gesundheitskontrollen ist es unbedingt ratsam, bei der Einreise einen Impfausweis mitzuführen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Vor allem im Süden des Landes kommt es derzeit zu einem größeren Masernausbruch, sodass ein entsprechender Impfschutz (MMR) angeraten ist. Als Reiseimpfungen wird zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, insbesondere in der Nähe des Malawisees. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Malawi !) bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS, Geschlechtskrankheiten
Diese Erkrankungen sind im Lande weit verbreitet. Die Prävalenz betrug im Jahre 2007 12 %. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In Malawi ist die Cholera endemisch. Der letzte große Ausbruch war im November 2009, nicht zuletzt bedingt durch schlechte sanitäre Verhältnisse in den dicht besiedelten Slumbezirken Lilongwes.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebiete) erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Hirnhautentzündung wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung auch bei einer Aufenthaltsdauer unter vier Wochen indiziert sein (→ Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Vorwiegend im Norden des Landes kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport). Auch der Malawisee ist nicht überall bilharziosefrei. Nach dem Kontakt mit Süßwasser sollte immer ein Bilharziosetest vorgenommen werden.
Medizinische Versorgung
Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen oder Erkrankungen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Malawi-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Auswärtiges Amt
Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 14.07.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Malawi:
Stand 14.07.2011
(Unverändert gültig seit: 14.07.2011)

Aktueller Hinweis
In MWI herrscht derzeit akuter Treibstoffmangel. Von Autoreisen durch das Land sollte daher entweder abgesehen, oder es sollte eine ausreichende Reserve mitgeführt werden. Für den 20. Juli 2011 ist zudem eine landesweite Demonstration angekündigt worden. Reisen sollten daher an diesem Tag mit besonderer Vorsicht unternommen und größere Menschenansammlungen möglichst vermieden werden.

Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Für Malawi besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Allgemeine Reiseinformationen
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Stadt Zomba, aber auch für Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten auch aufgrund der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, sodass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich und sollten unbedingt vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung sollte in Malawi nur in offiziellen Tauschbüros (Money Bureau) und Banken erfolgen, da alle anderen Umtauschmöglichkeiten als illegal gelten und zu strafrechtlicher Verfolgung führen können. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 6 - 8%. An Bankautomaten kann anhand von Kreditkarten und der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld in Landeswährung abgehoben werden. Bei höheren Beträgen (Gegenwert über EUR 100) sind allerdings Mehrfachabhebungen erforderlich.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Ein reise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein, eigenes Reisedokument erforderlich
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja, allerdings nur mit Foto
weitere Anmerkungen alleinreisende Kinder sollten eine von beiden Elternteile unterschriebene Reisegenehmigung bei sich führen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung)
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen kein Visum zur Einreise nach Malawi. Bei der Einreise erteilt der Grenzbeamte zunächst eine kostenlose Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen. Ist ein längerer Aufenthalt erwünscht, muss nach der Einreise ein entsprechender Antrag bei Malawi Immigration gestellt werden. Diese Behörde erteilt auf Antrag kostenpflichtige Verlängerungen bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen (Verlängerung um 30 Tage: MK 5000 = ca. EUR 25, Verlängerung um 60 Tage MK 10000 = ca. EUR 50). Nach 90 Tagen kann der Aufenthalt außerdem durch Beantragung einer kostenpflichtigen "Temporary Residence Permit" verlängert werden. Weitere Informationen erteilt die zuständige malawische Botschaft bzw. Malawi Immigration nach der Einreise.
Flugreisende sollten im Besitz eines Rückflugtickets sein.
Da bisweilen bei der Einreise Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, sollte der Impfausweis auf jeden Fall mitgeführt werden. Bei der Einreise aus Nachbarländern oder Gelbfiebergebieten wird der Nachweis eines Gelbfieberschutzes (Impfausweis oder entsprechende Bescheinigung) verlangt.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten.
Da es in Malawi einen akuten Devisenmangel gibt, wird die Ausfuhr von Devisen streng kontrolliert.
Touristen können Devisen in unbegrenzter Höhe einführen – der Betrag muss allerdings bei der Einreise deklariert werden. Diese Erklärung sowie Umtauschquittungen und Devisenzahlungen sind aufzubewahren, um den Verbleib der Devisen während des Malawi-Aufenthaltes nachweisen zu können.
Einwohner Malawis dürfen bei Auslandsreisen bis zu maximal USD 5.000 (Geschäftsreisen, medizinische Behandlung) bzw. USD 3.000 (Privatreisen) mit sich führen. Der legale Erwerb dieser Devisen muss im Reisepass durch eine entsprechende Bestätigung von Money Bureau oder Geschäftsbank nachgewiesen werden. Ohne diesen Nachweis können Devisen bei der Ausreise abgenommen werden.
Auch wenn die Landeswährung nicht frei konvertierbar ist, ist ihre Ausfuhr ebenfalls eingeschränkt. Sowohl Touristen als auch Einwohner dürfen bei der Ausreise maximal MWK 3.000 pro Person mit sich führen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit geahndet. Die Todesstrafe wird verhängt, aber seit 1994 nicht mehr vollstreckt.
Homosexuelle Handlungen stehen unter Strafe und können mit hohen Freiheitsstrafen (bis zu 14 Jahren) geahndet werden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Aufgrund der stichprobenartigen Gesundheitskontrollen ist es unbedingt ratsam, bei der Einreise einen Impfausweis mitzuführen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Vor allem im Süden des Landes kommt es derzeit zu einem größeren Masernausbruch, sodass ein entsprechender Impfschutz (MMR) angeraten ist. Als Reiseimpfungen wird zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, insbesondere in der Nähe des Malawisees. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Malawi !) bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS, Geschlechtskrankheiten
Diese Erkrankungen sind im Lande weit verbreitet. Die Prävalenz betrug im Jahre 2007 12 %. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In Malawi ist die Cholera endemisch. Der letzte große Ausbruch war im November 2009, nicht zuletzt bedingt durch schlechte sanitäre Verhältnisse in den dicht besiedelten Slumbezirken Lilongwes.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebiete) erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Hirnhautentzündung wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung auch bei einer Aufenthaltsdauer unter vier Wochen indiziert sein (→ Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Vorwiegend im Norden des Landes kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport). Auch der Malawisee ist nicht überall bilharziosefrei. Nach dem Kontakt mit Süßwasser sollte immer ein Bilharziosetest vorgenommen werden.
Medizinische Versorgung
Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen oder Erkrankungen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Malawi-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 21.07.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Malawi:
Stand 21.07.2011
(Unverändert gültig seit: 21.07.2011)

Aktueller Hinweis
Am 20. Juli 2011 kam es landesweit zu regierungskritischen Demonstrationen, die teilweise gewaltsam verliefen. Am 21. Juli wurden die Proteste fortgesetzt. Die Sicherheitslage in Malawi bleibt angespannt. Aus mehreren Städten des Landes werden Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitsorganen gemeldet. Ersten Angaben zufolge soll es Verletzte und Tote gegeben haben.
Die Zufahrtsstraßen zur Hauptstadt Lilongwe sind durch bewaffnete Sicherheitsorgane abgeriegelt. Die Bewegungsfreiheit ist daher und wegen der weiterhin existenten Treibstoffkrise stark eingeschränkt.
Weitere spontane Demonstrationen sind möglich. Reisende sollten Menschenansammlungen möglichst meiden. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte bis auf weiteres das Haus nicht verlassen werden.

Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Für Malawi besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Allgemeine Reiseinformationen
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Stadt Zomba, aber auch für Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten auch aufgrund der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, sodass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich und sollten unbedingt vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung sollte in Malawi nur in offiziellen Tauschbüros (Money Bureau) und Banken erfolgen, da alle anderen Umtauschmöglichkeiten als illegal gelten und zu strafrechtlicher Verfolgung führen können. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 6 - 8%. An Bankautomaten kann anhand von Kreditkarten und der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld in Landeswährung abgehoben werden. Bei höheren Beträgen (Gegenwert über EUR 100) sind allerdings Mehrfachabhebungen erforderlich.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Ein reise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein, eigenes Reisedokument erforderlich
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja, allerdings nur mit Foto
weitere Anmerkungen alleinreisende Kinder sollten eine von beiden Elternteile unterschriebene Reisegenehmigung bei sich führen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung)
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen kein Visum zur Einreise nach Malawi. Bei der Einreise erteilt der Grenzbeamte zunächst eine kostenlose Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen. Ist ein längerer Aufenthalt erwünscht, muss nach der Einreise ein entsprechender Antrag bei Malawi Immigration gestellt werden. Diese Behörde erteilt auf Antrag kostenpflichtige Verlängerungen bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen (Verlängerung um 30 Tage: MK 5000 = ca. EUR 25, Verlängerung um 60 Tage MK 10000 = ca. EUR 50). Nach 90 Tagen kann der Aufenthalt außerdem durch Beantragung einer kostenpflichtigen "Temporary Residence Permit" verlängert werden. Weitere Informationen erteilt die zuständige malawische Botschaft bzw. Malawi Immigration nach der Einreise.
Flugreisende sollten im Besitz eines Rückflugtickets sein.
Da bisweilen bei der Einreise Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, sollte der Impfausweis auf jeden Fall mitgeführt werden. Bei der Einreise aus Nachbarländern oder Gelbfiebergebieten wird der Nachweis eines Gelbfieberschutzes (Impfausweis oder entsprechende Bescheinigung) verlangt.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten.
Da es in Malawi einen akuten Devisenmangel gibt, wird die Ausfuhr von Devisen streng kontrolliert.
Touristen können Devisen in unbegrenzter Höhe einführen – der Betrag muss allerdings bei der Einreise deklariert werden. Diese Erklärung sowie Umtauschquittungen und Devisenzahlungen sind aufzubewahren, um den Verbleib der Devisen während des Malawi-Aufenthaltes nachweisen zu können.
Einwohner Malawis dürfen bei Auslandsreisen bis zu maximal USD 5.000 (Geschäftsreisen, medizinische Behandlung) bzw. USD 3.000 (Privatreisen) mit sich führen. Der legale Erwerb dieser Devisen muss im Reisepass durch eine entsprechende Bestätigung von Money Bureau oder Geschäftsbank nachgewiesen werden. Ohne diesen Nachweis können Devisen bei der Ausreise abgenommen werden.
Auch wenn die Landeswährung nicht frei konvertierbar ist, ist ihre Ausfuhr ebenfalls eingeschränkt. Sowohl Touristen als auch Einwohner dürfen bei der Ausreise maximal MWK 3.000 pro Person mit sich führen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit geahndet. Die Todesstrafe wird verhängt, aber seit 1994 nicht mehr vollstreckt.
Homosexuelle Handlungen stehen unter Strafe und können mit hohen Freiheitsstrafen (bis zu 14 Jahren) geahndet werden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Aufgrund der stichprobenartigen Gesundheitskontrollen ist es unbedingt ratsam, bei der Einreise einen Impfausweis mitzuführen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes http://www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Vor allem im Süden des Landes kommt es derzeit zu einem größeren Masernausbruch, sodass ein entsprechender Impfschutz (MMR) angeraten ist. Als Reiseimpfungen wird zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, insbesondere in der Nähe des Malawisees. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Malawi !) bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS, Geschlechtskrankheiten
Diese Erkrankungen sind im Lande weit verbreitet. Die Prävalenz betrug im Jahre 2007 12 %. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In Malawi ist die Cholera endemisch. Der letzte große Ausbruch war im November 2009, nicht zuletzt bedingt durch schlechte sanitäre Verhältnisse in den dicht besiedelten Slumbezirken Lilongwes.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebiete) erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Hirnhautentzündung wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung auch bei einer Aufenthaltsdauer unter vier Wochen indiziert sein (→ Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Vorwiegend im Norden des Landes kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport). Auch der Malawisee ist nicht überall bilharziosefrei. Nach dem Kontakt mit Süßwasser sollte immer ein Bilharziosetest vorgenommen werden.
Medizinische Versorgung
Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen oder Erkrankungen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Malawi-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 22.07.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Malawi:
Stand 22.07.2011
(Unverändert gültig seit: 22.07.2011)

Aktueller Hinweis
Im Zusammenhang mit regierungskritischen Demonstrationen am 20. und 21. Juli 2011 kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen und Zusammenstößen von Demonstranten mit bewaffneten Sicherheitsorganen. Dabei gab es Verletzte und nach Medienberichten 18 Todesopfer.
Seitdem hat sich die Sicherheitslage vorerst entspannt. Weitere spontane Demonstrationen sind allerdings jederzeit möglich. In der nördlichen Stadt Mzuzu sollen heute die Todesopfer der Auseinandersetzungen beerdigt werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im Zusammenhang mit diesen Beerdigungen erneut zu Unruhen kommt.
Reisende sollten Menschenansammlungen möglichst meiden. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte bis auf weiteres das Haus nicht verlassen werden. Reisen nach Malawi sind zurzeit mit Unwägbarkeiten und Unsicherheiten verbunden, da zusätzlich zu den Ereignissen der letzten Tage auch noch Treibstoffmangel herrscht. Von Autoreisen durch das Land sollte daher entweder abgesehen, oder es sollte eine ausreichende Reserve mitgeführt werden.

Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Für Malawi besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Allgemeine Reiseinformationen
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Stadt Zomba, aber auch für Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten auch aufgrund der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, sodass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich und sollten unbedingt vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung sollte in Malawi nur in offiziellen Tauschbüros (Money Bureau) und Banken erfolgen, da alle anderen Umtauschmöglichkeiten als illegal gelten und zu strafrechtlicher Verfolgung führen können. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 6 - 8%. An Bankautomaten kann anhand von Kreditkarten und der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld in Landeswährung abgehoben werden. Bei höheren Beträgen (Gegenwert über EUR 100) sind allerdings Mehrfachabhebungen erforderlich.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Ein reise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein, eigenes Reisedokument erforderlich
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja, allerdings nur mit Foto
weitere Anmerkungen alleinreisende Kinder sollten eine von beiden Elternteile unterschriebene Reisegenehmigung bei sich führen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung)
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen kein Visum zur Einreise nach Malawi. Bei der Einreise erteilt der Grenzbeamte zunächst eine kostenlose Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen. Ist ein längerer Aufenthalt erwünscht, muss nach der Einreise ein entsprechender Antrag bei Malawi Immigration gestellt werden. Diese Behörde erteilt auf Antrag kostenpflichtige Verlängerungen bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen (Verlängerung um 30 Tage: MK 5000 = ca. EUR 25, Verlängerung um 60 Tage MK 10000 = ca. EUR 50). Nach 90 Tagen kann der Aufenthalt außerdem durch Beantragung einer kostenpflichtigen "Temporary Residence Permit" verlängert werden. Weitere Informationen erteilt die zuständige malawische Botschaft bzw. Malawi Immigration nach der Einreise.
Flugreisende sollten im Besitz eines Rückflugtickets sein.
Da bisweilen bei der Einreise Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, sollte der Impfausweis auf jeden Fall mitgeführt werden. Bei der Einreise aus Nachbarländern oder Gelbfiebergebieten wird der Nachweis eines Gelbfieberschutzes (Impfausweis oder entsprechende Bescheinigung) verlangt.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten.
Da es in Malawi einen akuten Devisenmangel gibt, wird die Ausfuhr von Devisen streng kontrolliert.
Touristen können Devisen in unbegrenzter Höhe einführen – der Betrag muss allerdings bei der Einreise deklariert werden. Diese Erklärung sowie Umtauschquittungen und Devisenzahlungen sind aufzubewahren, um den Verbleib der Devisen während des Malawi-Aufenthaltes nachweisen zu können.
Einwohner Malawis dürfen bei Auslandsreisen bis zu maximal USD 5.000 (Geschäftsreisen, medizinische Behandlung) bzw. USD 3.000 (Privatreisen) mit sich führen. Der legale Erwerb dieser Devisen muss im Reisepass durch eine entsprechende Bestätigung von Money Bureau oder Geschäftsbank nachgewiesen werden. Ohne diesen Nachweis können Devisen bei der Ausreise abgenommen werden.
Auch wenn die Landeswährung nicht frei konvertierbar ist, ist ihre Ausfuhr ebenfalls eingeschränkt. Sowohl Touristen als auch Einwohner dürfen bei der Ausreise maximal MWK 3.000 pro Person mit sich führen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit geahndet. Die Todesstrafe wird verhängt, aber seit 1994 nicht mehr vollstreckt.
Homosexuelle Handlungen stehen unter Strafe und können mit hohen Freiheitsstrafen (bis zu 14 Jahren) geahndet werden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Aufgrund der stichprobenartigen Gesundheitskontrollen ist es unbedingt ratsam, bei der Einreise einen Impfausweis mitzuführen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Vor allem im Süden des Landes kommt es derzeit zu einem größeren Masernausbruch, sodass ein entsprechender Impfschutz (MMR) angeraten ist. Als Reiseimpfungen wird zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, insbesondere in der Nähe des Malawisees. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Malawi !) bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS, Geschlechtskrankheiten
Diese Erkrankungen sind im Lande weit verbreitet. Die Prävalenz betrug im Jahre 2007 12 %. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In Malawi ist die Cholera endemisch. Der letzte große Ausbruch war im November 2009, nicht zuletzt bedingt durch schlechte sanitäre Verhältnisse in den dicht besiedelten Slumbezirken Lilongwes.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebiete) erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Hirnhautentzündung wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung auch bei einer Aufenthaltsdauer unter vier Wochen indiziert sein (→ Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Vorwiegend im Norden des Landes kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport). Auch der Malawisee ist nicht überall bilharziosefrei. Nach dem Kontakt mit Süßwasser sollte immer ein Bilharziosetest vorgenommen werden.
Medizinische Versorgung
Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen oder Erkrankungen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Malawi-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 04.08.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Malawi:
Stand 04.08.2011
(Unverändert gültig seit: 04.08.2011)

Aktueller Hinweis
Im Zusammenhang mit regierungskritischen Demonstrationen am 20. und 21. Juli 2011 kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen und Zusammenstößen von Demonstranten mit bewaffneten Sicherheitsorganen. Dabei gab es Verletzte und nach Medienberichten 18 Todesopfer.
Seitdem hat sich die Sicherheitslage vorerst entspannt. Allerdings sind für den 17. August erneut Demonstrationen in allen Landesteilen geplant. Sollten diese stattfinden, ist nicht auszuschließen, dass es wieder zu Gewaltausbrüchen kommt. Auch vor dem 17. August sind weitere spontane Demonstrationen jederzeit möglich.
Reisende sollten Demonstrationszüge und andere Menschenansammlungen möglichst meiden. Vor allem am 17. August und in den darauffolgenden Tagen ist mit einer durch Straßensperren der Sicherheitsorgane eingeschränkten Bewegungsfreiheit zu rechnen.
Durch weiterhin herrschenden Treibstoffmangel sind Reisen nach Malawi mit zusätzlichen Unwägbarkeiten und Unsicherheiten verbunden. Benzin und Diesel sind an den Tankstellen meist entweder gar nicht oder nur nach stundenlangem Schlangestehen erhältlich. Von Autoreisen durch das Land sollte daher entweder abgesehen, oder es sollte eine ausreichende Reserve mitgeführt werden.

Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Für Malawi besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Allgemeine Reiseinformationen
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Stadt Zomba, aber auch für Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten auch aufgrund der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, sodass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich und sollten unbedingt vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung sollte in Malawi nur in offiziellen Tauschbüros (Money Bureau) und Banken erfolgen, da alle anderen Umtauschmöglichkeiten als illegal gelten und zu strafrechtlicher Verfolgung führen können. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 6 - 8%. An Bankautomaten kann anhand von Kreditkarten und der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld in Landeswährung abgehoben werden. Bei höheren Beträgen (Gegenwert über EUR 100) sind allerdings Mehrfachabhebungen erforderlich.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Ein reise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein, eigenes Reisedokument erforderlich
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja, allerdings nur mit Foto
weitere Anmerkungen alleinreisende Kinder sollten eine von beiden Elternteile unterschriebene Reisegenehmigung bei sich führen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung)
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen kein Visum zur Einreise nach Malawi. Bei der Einreise erteilt der Grenzbeamte zunächst eine kostenlose Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen. Ist ein längerer Aufenthalt erwünscht, muss nach der Einreise ein entsprechender Antrag bei Malawi Immigration gestellt werden. Diese Behörde erteilt auf Antrag kostenpflichtige Verlängerungen bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen (Verlängerung um 30 Tage: MK 5000 = ca. EUR 25, Verlängerung um 60 Tage MK 10000 = ca. EUR 50). Nach 90 Tagen kann der Aufenthalt außerdem durch Beantragung einer kostenpflichtigen "Temporary Residence Permit" verlängert werden. Weitere Informationen erteilt die zuständige malawische Botschaft bzw. Malawi Immigration nach der Einreise.
Flugreisende sollten im Besitz eines Rückflugtickets sein.
Da bisweilen bei der Einreise Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, sollte der Impfausweis auf jeden Fall mitgeführt werden. Bei der Einreise aus Nachbarländern oder Gelbfiebergebieten wird der Nachweis eines Gelbfieberschutzes (Impfausweis oder entsprechende Bescheinigung) verlangt.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten.
Da es in Malawi einen akuten Devisenmangel gibt, wird die Ausfuhr von Devisen streng kontrolliert.
Touristen können Devisen in unbegrenzter Höhe einführen – der Betrag muss allerdings bei der Einreise deklariert werden. Diese Erklärung sowie Umtauschquittungen und Devisenzahlungen sind aufzubewahren, um den Verbleib der Devisen während des Malawi-Aufenthaltes nachweisen zu können.
Einwohner Malawis dürfen bei Auslandsreisen bis zu maximal USD 5.000 (Geschäftsreisen, medizinische Behandlung) bzw. USD 3.000 (Privatreisen) mit sich führen. Der legale Erwerb dieser Devisen muss im Reisepass durch eine entsprechende Bestätigung von Money Bureau oder Geschäftsbank nachgewiesen werden. Ohne diesen Nachweis können Devisen bei der Ausreise abgenommen werden.
Auch wenn die Landeswährung nicht frei konvertierbar ist, ist ihre Ausfuhr ebenfalls eingeschränkt. Sowohl Touristen als auch Einwohner dürfen bei der Ausreise maximal MWK 3.000 pro Person mit sich führen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit geahndet. Die Todesstrafe wird verhängt, aber seit 1994 nicht mehr vollstreckt.
Homosexuelle Handlungen stehen unter Strafe und können mit hohen Freiheitsstrafen (bis zu 14 Jahren) geahndet werden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Aufgrund der stichprobenartigen Gesundheitskontrollen ist es unbedingt ratsam, bei der Einreise einen Impfausweis mitzuführen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Vor allem im Süden des Landes kommt es derzeit zu einem größeren Masernausbruch, sodass ein entsprechender Impfschutz (MMR) angeraten ist. Als Reiseimpfungen wird zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, insbesondere in der Nähe des Malawisees. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Malawi !) bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS, Geschlechtskrankheiten
Diese Erkrankungen sind im Lande weit verbreitet. Die Prävalenz betrug im Jahre 2007 12 %. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In Malawi ist die Cholera endemisch. Der letzte große Ausbruch war im November 2009, nicht zuletzt bedingt durch schlechte sanitäre Verhältnisse in den dicht besiedelten Slumbezirken Lilongwes.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebiete) erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Hirnhautentzündung wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung auch bei einer Aufenthaltsdauer unter vier Wochen indiziert sein (→ Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Vorwiegend im Norden des Landes kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport). Auch der Malawisee ist nicht überall bilharziosefrei. Nach dem Kontakt mit Süßwasser sollte immer ein Bilharziosetest vorgenommen werden.
Medizinische Versorgung
Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen oder Erkrankungen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Malawi-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
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Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 16.08.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Malawi:
Stand 16.08.2011
(Unverändert gültig seit: 16.08.2011)

Aktueller Hinweis
Im Zusammenhang mit regierungskritischen Demonstrationen am 20. und 21. Juli 2011 kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen und Zusammenstößen von Demonstranten mit bewaffneten Sicherheitsorganen. Dabei gab es Verletzte und zahlreiche Todesopfer.
Die für 17./18. August geplanten Demonstrationen wurden offiziell von den Organisatoren verschoben. Dennoch sind vereinzelte Proteste sowie gewaltsame Ausschreitungen nicht auszuschließen. Reisenden wird dringend empfohlen, Demonstrationszüge und andere Menschenansammlungen zu meiden und nach Möglichkeit zuhause bzw. im Hotel zu bleiben.
Durch weiterhin herrschenden Treibstoffmangel sind Reisen nach Malawi mit zusätzlichen Unwägbarkeiten und Unsicherheiten verbunden. Benzin und Diesel sind an den Tankstellen meist entweder gar nicht oder nur nach stundenlangem Schlangestehen erhältlich. Von Autoreisen durch das Land sollte daher entweder abgesehen, oder es sollte eine ausreichende Reserve mitgeführt werden.

Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Für Malawi besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Allgemeine Reiseinformationen
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Stadt Zomba, aber auch für Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten auch aufgrund der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, sodass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich und sollten unbedingt vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung sollte in Malawi nur in offiziellen Tauschbüros (Money Bureau) und Banken erfolgen, da alle anderen Umtauschmöglichkeiten als illegal gelten und zu strafrechtlicher Verfolgung führen können. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 6 - 8%. An Bankautomaten kann anhand von Kreditkarten und der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld in Landeswährung abgehoben werden. Bei höheren Beträgen (Gegenwert über EUR 100) sind allerdings Mehrfachabhebungen erforderlich.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Ein reise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein, eigenes Reisedokument erforderlich
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja, allerdings nur mit Foto
weitere Anmerkungen alleinreisende Kinder sollten eine von beiden Elternteile unterschriebene Reisegenehmigung bei sich führen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung)
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen kein Visum zur Einreise nach Malawi. Bei der Einreise erteilt der Grenzbeamte zunächst eine kostenlose Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen. Ist ein längerer Aufenthalt erwünscht, muss nach der Einreise ein entsprechender Antrag bei Malawi Immigration gestellt werden. Diese Behörde erteilt auf Antrag kostenpflichtige Verlängerungen bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen (Verlängerung um 30 Tage: MK 5000 = ca. EUR 25, Verlängerung um 60 Tage MK 10000 = ca. EUR 50). Nach 90 Tagen kann der Aufenthalt außerdem durch Beantragung einer kostenpflichtigen "Temporary Residence Permit" verlängert werden. Weitere Informationen erteilt die zuständige malawische Botschaft bzw. Malawi Immigration nach der Einreise.
Flugreisende sollten im Besitz eines Rückflugtickets sein.
Da bisweilen bei der Einreise Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, sollte der Impfausweis auf jeden Fall mitgeführt werden. Bei der Einreise aus Nachbarländern oder Gelbfiebergebieten wird der Nachweis eines Gelbfieberschutzes (Impfausweis oder entsprechende Bescheinigung) verlangt.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten.
Da es in Malawi einen akuten Devisenmangel gibt, wird die Ausfuhr von Devisen streng kontrolliert.
Touristen können Devisen in unbegrenzter Höhe einführen – der Betrag muss allerdings bei der Einreise deklariert werden. Diese Erklärung sowie Umtauschquittungen und Devisenzahlungen sind aufzubewahren, um den Verbleib der Devisen während des Malawi-Aufenthaltes nachweisen zu können.
Einwohner Malawis dürfen bei Auslandsreisen bis zu maximal USD 5.000 (Geschäftsreisen, medizinische Behandlung) bzw. USD 3.000 (Privatreisen) mit sich führen. Der legale Erwerb dieser Devisen muss im Reisepass durch eine entsprechende Bestätigung von Money Bureau oder Geschäftsbank nachgewiesen werden. Ohne diesen Nachweis können Devisen bei der Ausreise abgenommen werden.
Auch wenn die Landeswährung nicht frei konvertierbar ist, ist ihre Ausfuhr ebenfalls eingeschränkt. Sowohl Touristen als auch Einwohner dürfen bei der Ausreise maximal MWK 3.000 pro Person mit sich führen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit geahndet. Die Todesstrafe wird verhängt, aber seit 1994 nicht mehr vollstreckt.
Homosexuelle Handlungen stehen unter Strafe und können mit hohen Freiheitsstrafen (bis zu 14 Jahren) geahndet werden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Aufgrund der stichprobenartigen Gesundheitskontrollen ist es unbedingt ratsam, bei der Einreise einen Impfausweis mitzuführen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Vor allem im Süden des Landes kommt es derzeit zu einem größeren Masernausbruch, sodass ein entsprechender Impfschutz (MMR) angeraten ist. Als Reiseimpfungen wird zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, insbesondere in der Nähe des Malawisees. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Malawi !) bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS, Geschlechtskrankheiten
Diese Erkrankungen sind im Lande weit verbreitet. Die Prävalenz betrug im Jahre 2007 12 %. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In Malawi ist die Cholera endemisch. Der letzte große Ausbruch war im November 2009, nicht zuletzt bedingt durch schlechte sanitäre Verhältnisse in den dicht besiedelten Slumbezirken Lilongwes.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebiete) erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Hirnhautentzündung wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung auch bei einer Aufenthaltsdauer unter vier Wochen indiziert sein (→ Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Vorwiegend im Norden des Landes kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport). Auch der Malawisee ist nicht überall bilharziosefrei. Nach dem Kontakt mit Süßwasser sollte immer ein Bilharziosetest vorgenommen werden.
Medizinische Versorgung
Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen oder Erkrankungen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Malawi-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 19.08.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Malawi:
Stand 19.08.2011
(Unverändert gültig seit: 19.08.2011)

Aktueller Hinweis
Im Zusammenhang mit regierungskritischen Demonstrationen am 20. und 21. Juli 2011 kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen und Zusammenstößen von Demonstranten mit bewaffneten Sicherheitsorganen. Dabei gab es Verletzte und zahlreiche Todesopfer.
Ursprünglich für den 17./18. August angekündigte Demonstrationen wurden von den Organisatoren vorerst verschoben. Dennoch sind vereinzelte Proteste auch weiterhin nicht auszuschließen. Reisenden wird geraten, Demonstrationszüge und andere Menschenansammlungen zu meiden.
Durch weiterhin herrschenden Treibstoffmangel sind Reisen nach Malawi mit zusätzlichen Unwägbarkeiten und Unsicherheiten verbunden. Benzin und Diesel sind an den Tankstellen meist entweder gar nicht oder nur nach stundenlangem Schlangestehen erhältlich. Von Autoreisen durch das Land sollte daher entweder abgesehen, oder es sollte eine ausreichende Reserve mitgeführt werden.

Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Für Malawi besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Allgemeine Reiseinformationen
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Stadt Zomba, aber auch für Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten auch aufgrund der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, sodass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich und sollten unbedingt vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung sollte in Malawi nur in offiziellen Tauschbüros (Money Bureau) und Banken erfolgen, da alle anderen Umtauschmöglichkeiten als illegal gelten und zu strafrechtlicher Verfolgung führen können. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 6 - 8%. An Bankautomaten kann anhand von Kreditkarten und der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld in Landeswährung abgehoben werden. Bei höheren Beträgen (Gegenwert über EUR 100) sind allerdings Mehrfachabhebungen erforderlich.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Ein reise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein, eigenes Reisedokument erforderlich
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja, allerdings nur mit Foto
weitere Anmerkungen alleinreisende Kinder sollten eine von beiden Elternteile unterschriebene Reisegenehmigung bei sich führen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung)
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen kein Visum zur Einreise nach Malawi. Bei der Einreise erteilt der Grenzbeamte zunächst eine kostenlose Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen. Ist ein längerer Aufenthalt erwünscht, muss nach der Einreise ein entsprechender Antrag bei Malawi Immigration gestellt werden. Diese Behörde erteilt auf Antrag kostenpflichtige Verlängerungen bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen (Verlängerung um 30 Tage: MK 5000 = ca. EUR 25, Verlängerung um 60 Tage MK 10000 = ca. EUR 50). Nach 90 Tagen kann der Aufenthalt außerdem durch Beantragung einer kostenpflichtigen "Temporary Residence Permit" verlängert werden. Weitere Informationen erteilt die zuständige malawische Botschaft bzw. Malawi Immigration nach der Einreise.
Flugreisende sollten im Besitz eines Rückflugtickets sein.
Da bisweilen bei der Einreise Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, sollte der Impfausweis auf jeden Fall mitgeführt werden. Bei der Einreise aus Nachbarländern oder Gelbfiebergebieten wird der Nachweis eines Gelbfieberschutzes (Impfausweis oder entsprechende Bescheinigung) verlangt.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten.
Da es in Malawi einen akuten Devisenmangel gibt, wird die Ausfuhr von Devisen streng kontrolliert.
Touristen können Devisen in unbegrenzter Höhe einführen – der Betrag muss allerdings bei der Einreise deklariert werden. Diese Erklärung sowie Umtauschquittungen und Devisenzahlungen sind aufzubewahren, um den Verbleib der Devisen während des Malawi-Aufenthaltes nachweisen zu können.
Einwohner Malawis dürfen bei Auslandsreisen bis zu maximal USD 5.000 (Geschäftsreisen, medizinische Behandlung) bzw. USD 3.000 (Privatreisen) mit sich führen. Der legale Erwerb dieser Devisen muss im Reisepass durch eine entsprechende Bestätigung von Money Bureau oder Geschäftsbank nachgewiesen werden. Ohne diesen Nachweis können Devisen bei der Ausreise abgenommen werden.
Auch wenn die Landeswährung nicht frei konvertierbar ist, ist ihre Ausfuhr ebenfalls eingeschränkt. Sowohl Touristen als auch Einwohner dürfen bei der Ausreise maximal MWK 3.000 pro Person mit sich führen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit geahndet. Die Todesstrafe wird verhängt, aber seit 1994 nicht mehr vollstreckt.
Homosexuelle Handlungen stehen unter Strafe und können mit hohen Freiheitsstrafen (bis zu 14 Jahren) geahndet werden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Aufgrund der stichprobenartigen Gesundheitskontrollen ist es unbedingt ratsam, bei der Einreise einen Impfausweis mitzuführen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Vor allem im Süden des Landes kommt es derzeit zu einem größeren Masernausbruch, sodass ein entsprechender Impfschutz (MMR) angeraten ist. Als Reiseimpfungen wird zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, insbesondere in der Nähe des Malawisees. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Malawi !) bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS, Geschlechtskrankheiten
Diese Erkrankungen sind im Lande weit verbreitet. Die Prävalenz betrug im Jahre 2007 12 %. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In Malawi ist die Cholera endemisch. Der letzte große Ausbruch war im November 2009, nicht zuletzt bedingt durch schlechte sanitäre Verhältnisse in den dicht besiedelten Slumbezirken Lilongwes.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebiete) erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Hirnhautentzündung wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung auch bei einer Aufenthaltsdauer unter vier Wochen indiziert sein (→ Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Vorwiegend im Norden des Landes kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport). Auch der Malawisee ist nicht überall bilharziosefrei. Nach dem Kontakt mit Süßwasser sollte immer ein Bilharziosetest vorgenommen werden.
Medizinische Versorgung
Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen oder Erkrankungen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Malawi-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 16.09.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Malawi:
Stand 16.09.2011
(Unverändert gültig seit: 16.09.2011)

Aktueller Hinweis
Im Zusammenhang mit regierungskritischen Demonstrationen kam es im Juli 2011 zu gewaltsamen Ausschreitungen und Zusammenstößen von Demonstranten mit bewaffneten Sicherheitsorganen. Dabei gab es Verletzte und zahlreiche Todesopfer.
Für Mitte August angekündigte Demonstrationen wurden von den Organisatoren kurzfristig verschoben, nachdem sich die Zivilgesellschaftsorganisationen und die Regierung zu einem Dialog unter Beteiligung der Vereinten Nationen bereiterklärt hatten.
Dieser Dialogprozess scheint nun vorerst gescheitert zu sein. Für den 21. September wurde landesweit zu neuen Demonstrationen in Form von Mahnwachen aufgerufen. Die Sicherheitslage könnte kritischer werden. Reisenden wird dringend empfohlen, Demonstrationszüge und andere Menschenansammlungen zu meiden.

Weiterhin herrscht Treibstoffmangel. Benzin und Diesel sind an den Tankstellen meist entweder gar nicht oder nur nach stundenlangem Schlangestehen erhältlich. Reisen nach Malawi sind daher mit zusätzlichen Unwägbarkeiten und Unsicherheiten verbunden Von Autoreisen durch das Land sollte entweder abgesehen, oder es sollte eine ausreichende Reserve mitgeführt werden.

Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Für Malawi besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Allgemeine Reiseinformationen
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Stadt Zomba, aber auch für Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten auch aufgrund der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, sodass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich und sollten unbedingt vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung sollte in Malawi nur in offiziellen Tauschbüros (Money Bureau) und Banken erfolgen, da alle anderen Umtauschmöglichkeiten als illegal gelten und zu strafrechtlicher Verfolgung führen können. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 6 - 8%. An Bankautomaten kann anhand von Kreditkarten und der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld in Landeswährung abgehoben werden. Bei höheren Beträgen (Gegenwert über EUR 100) sind allerdings Mehrfachabhebungen erforderlich.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Ein reise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein, eigenes Reisedokument erforderlich
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja, allerdings nur mit Foto
weitere Anmerkungen alleinreisende Kinder sollten eine von beiden Elternteile unterschriebene Reisegenehmigung bei sich führen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung)
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen kein Visum zur Einreise nach Malawi. Bei der Einreise erteilt der Grenzbeamte zunächst eine kostenlose Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen. Ist ein längerer Aufenthalt erwünscht, muss nach der Einreise ein entsprechender Antrag bei Malawi Immigration gestellt werden. Diese Behörde erteilt auf Antrag kostenpflichtige Verlängerungen bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen (Verlängerung um 30 Tage: MK 5000 = ca. EUR 25, Verlängerung um 60 Tage MK 10000 = ca. EUR 50). Nach 90 Tagen kann der Aufenthalt außerdem durch Beantragung einer kostenpflichtigen "Temporary Residence Permit" verlängert werden. Weitere Informationen erteilt die zuständige malawische Botschaft bzw. Malawi Immigration nach der Einreise.
Flugreisende sollten im Besitz eines Rückflugtickets sein.
Da bisweilen bei der Einreise Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, sollte der Impfausweis auf jeden Fall mitgeführt werden. Bei der Einreise aus Nachbarländern oder Gelbfiebergebieten wird der Nachweis eines Gelbfieberschutzes (Impfausweis oder entsprechende Bescheinigung) verlangt.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten.
Da es in Malawi einen akuten Devisenmangel gibt, wird die Ausfuhr von Devisen streng kontrolliert.
Touristen können Devisen in unbegrenzter Höhe einführen – der Betrag muss allerdings bei der Einreise deklariert werden. Diese Erklärung sowie Umtauschquittungen und Devisenzahlungen sind aufzubewahren, um den Verbleib der Devisen während des Malawi-Aufenthaltes nachweisen zu können.
Einwohner Malawis dürfen bei Auslandsreisen bis zu maximal USD 5.000 (Geschäftsreisen, medizinische Behandlung) bzw. USD 3.000 (Privatreisen) mit sich führen. Der legale Erwerb dieser Devisen muss im Reisepass durch eine entsprechende Bestätigung von Money Bureau oder Geschäftsbank nachgewiesen werden. Ohne diesen Nachweis können Devisen bei der Ausreise abgenommen werden.
Auch wenn die Landeswährung nicht frei konvertierbar ist, ist ihre Ausfuhr ebenfalls eingeschränkt. Sowohl Touristen als auch Einwohner dürfen bei der Ausreise maximal MWK 3.000 pro Person mit sich führen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit geahndet. Die Todesstrafe wird verhängt, aber seit 1994 nicht mehr vollstreckt.
Homosexuelle Handlungen stehen unter Strafe und können mit hohen Freiheitsstrafen (bis zu 14 Jahren) geahndet werden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Aufgrund der stichprobenartigen Gesundheitskontrollen ist es unbedingt ratsam, bei der Einreise einen Impfausweis mitzuführen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Vor allem im Süden des Landes kommt es derzeit zu einem größeren Masernausbruch, sodass ein entsprechender Impfschutz (MMR) angeraten ist. Als Reiseimpfungen wird zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, insbesondere in der Nähe des Malawisees. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Malawi !) bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS, Geschlechtskrankheiten
Diese Erkrankungen sind im Lande weit verbreitet. Die Prävalenz betrug im Jahre 2007 12 %. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In Malawi ist die Cholera endemisch. Der letzte große Ausbruch war im November 2009, nicht zuletzt bedingt durch schlechte sanitäre Verhältnisse in den dicht besiedelten Slumbezirken Lilongwes.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebiete) erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Hirnhautentzündung wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung auch bei einer Aufenthaltsdauer unter vier Wochen indiziert sein (→ Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Vorwiegend im Norden des Landes kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport). Auch der Malawisee ist nicht überall bilharziosefrei. Nach dem Kontakt mit Süßwasser sollte immer ein Bilharziosetest vorgenommen werden.
Medizinische Versorgung
Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen oder Erkrankungen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Malawi-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Auswärtiges Amt

Gruß
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Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 12.10.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Malawi:
Stand 12.10.2011

Landesspezifischer Sicherheitshinweis
Im Zusammenhang mit regierungskritischen Demonstrationen kam es im Juli 2011 zu gewaltsamen Ausschreitungen und Zusammenstößen von Demonstranten mit bewaffneten Sicherheitsorganen. Dabei gab es Verletzte und zahlreiche Todesopfer.
Es ist möglich, dass erneute Großkundgebungen geplant werden. Sollten diese stattfinden, könnte die Sicherheitslage kritischer werden. Reisenden in Malawi wird empfohlen, die aktuelle Berichterstattung in den Medien zu verfolgen und Demonstrationszüge und andere Menschenansammlungen zu meiden.

Allgemeine Reiseinformationen
In Malawi herrscht seit Monaten Treibstoffmangel. Benzin und Diesel sind an den Tankstellen meist entweder gar nicht oder nur nach stundenlangem Schlangestehen erhältlich. Ein Ende der Treibstoffkrise ist nicht abzusehen. Reisen nach Malawi sind daher mit zusätzlichen Unwägbarkeiten und Unsicherheiten verbunden Von Autoreisen durch das Land sollte entweder abgesehen, oder es sollte eine ausreichende Reserve mitgeführt werden.
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Stadt Zomba, aber auch für Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten auch aufgrund der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, sodass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich und sollten unbedingt vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung sollte in Malawi nur in offiziellen Tauschbüros (Money Bureau) und Banken erfolgen, da alle anderen Umtauschmöglichkeiten als illegal gelten und zu strafrechtlicher Verfolgung führen können. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 6 - 8%. An Bankautomaten kann anhand von Kreditkarten und der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld in Landeswährung abgehoben werden. Bei höheren Beträgen (Gegenwert über EUR 100) sind allerdings Mehrfachabhebungen erforderlich.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:

Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
vorläufiger Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Einreise
Reisepass ja, Gültigkeit noch mindestens 6 Monate ab Ein reise
Personalausweis nein
vorläufiger Personalausweis nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) nein, eigenes Reisedokument erforderlich
noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) ja, allerdings nur mit Foto
weitere Anmerkungen alleinreisende Kinder sollten eine von beiden Elternteile unterschriebene Reisegenehmigung bei sich führen (auf Englisch und mit Unterschriftsbeglaubigung)
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen bei einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen kein Visum zur Einreise nach Malawi. Bei der Einreise erteilt der Grenzbeamte zunächst eine kostenlose Aufenthaltsgenehmigung von 30 Tagen. Ist ein längerer Aufenthalt erwünscht, muss nach der Einreise ein entsprechender Antrag bei Malawi Immigration gestellt werden. Diese Behörde erteilt auf Antrag kostenpflichtige Verlängerungen bis zu einer Gesamtaufenthaltsdauer von 90 Tagen (Verlängerung um 30 Tage: MK 5000 = ca. EUR 25, Verlängerung um 60 Tage MK 10000 = ca. EUR 50). Nach 90 Tagen kann der Aufenthalt außerdem durch Beantragung einer kostenpflichtigen "Temporary Residence Permit" verlängert werden. Weitere Informationen erteilt die zuständige malawische Botschaft bzw. Malawi Immigration nach der Einreise.
Flugreisende sollten im Besitz eines Rückflugtickets sein.
Da bisweilen bei der Einreise Gesundheitskontrollen durchgeführt werden, sollte der Impfausweis auf jeden Fall mitgeführt werden. Bei der Einreise aus Nachbarländern oder Gelbfiebergebieten wird der Nachweis eines Gelbfieberschutzes (Impfausweis oder entsprechende Bescheinigung) verlangt.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist verboten.
Da es in Malawi einen akuten Devisenmangel gibt, wird die Ausfuhr von Devisen streng kontrolliert.
Touristen können Devisen in unbegrenzter Höhe einführen – der Betrag muss allerdings bei der Einreise deklariert werden. Diese Erklärung sowie Umtauschquittungen und Devisenzahlungen sind aufzubewahren, um den Verbleib der Devisen während des Malawi-Aufenthaltes nachweisen zu können.
Einwohner Malawis dürfen bei Auslandsreisen bis zu maximal USD 5.000 (Geschäftsreisen, medizinische Behandlung) bzw. USD 3.000 (Privatreisen) mit sich führen. Der legale Erwerb dieser Devisen muss im Reisepass durch eine entsprechende Bestätigung von Money Bureau oder Geschäftsbank nachgewiesen werden. Ohne diesen Nachweis können Devisen bei der Ausreise abgenommen werden.
Auch wenn die Landeswährung nicht frei konvertierbar ist, ist ihre Ausfuhr ebenfalls eingeschränkt. Sowohl Touristen als auch Einwohner dürfen bei der Ausreise maximal MWK 3.000 pro Person mit sich führen.

Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit geahndet. Die Todesstrafe wird verhängt, aber seit 1994 nicht mehr vollstreckt.
Homosexuelle Handlungen stehen unter Strafe und können mit hohen Freiheitsstrafen (bis zu 14 Jahren) geahndet werden.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich. Aufgrund der stichprobenartigen Gesundheitskontrollen ist es unbedingt ratsam, bei der Einreise einen Impfausweis mitzuführen.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes http://www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Vor allem im Süden des Landes kommt es derzeit zu einem größeren Masernausbruch, sodass ein entsprechender Impfschutz (MMR) angeraten ist. Als Reiseimpfungen wird zusätzlich Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, insbesondere in der Nähe des Malawisees. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt kann insbesondere die gefährliche Malaria tropica (über 85% der Fälle in Malawi !) bei nicht-immunen Europäern tödlich verlaufen. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS, Geschlechtskrankheiten
Diese Erkrankungen sind im Lande weit verbreitet. Die Prävalenz betrug im Jahre 2007 12 %. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
In Malawi ist die Cholera endemisch. Der letzte große Ausbruch war im November 2009, nicht zuletzt bedingt durch schlechte sanitäre Verhältnisse in den dicht besiedelten Slumbezirken Lilongwes.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraimpfung ist für Risikoreisende (Reisende in Endemiegebiete) erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Hirnhautentzündung wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit übertragen. Entsprechend der Reiseform und Reisezeit kann eine Impfung auch bei einer Aufenthaltsdauer unter vier Wochen indiziert sein (→ Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY).
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Vorwiegend im Norden des Landes kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeidung der Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit offenen Jeeps) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Kontakt mit Süßwassergewässern (Baden, Waten, Wassersport). Auch der Malawisee ist nicht überall bilharziosefrei. Nach dem Kontakt mit Süßwasser sollte immer ein Bilharziosetest vorgenommen werden.
Medizinische Versorgung
Der Standard der medizinischen Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen. Bei Verkehrsunfällen oder Erkrankungen außerhalb der Städte ist die Notfallversorgung nicht gesichert. Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen. Malawi-Reisende sollten eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich führen.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Malawi 20.01.2012

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Malawi:
Stand 20.01.2012
(Unverändert gültig seit: 20.01.2012)

Letzte Änderung:
Allgemeine Reiseinformationen - Kleidung


Allgemeine Reiseinformationen
In Malawi herrscht seit Monaten Treibstoffmangel. Benzin und Diesel sind an den Tankstellen meist entweder gar nicht oder nur nach stundenlangem Schlangestehen erhältlich. Ein Ende der Treibstoffkrise ist nicht abzusehen. Reisen nach Malawi sind daher mit zusätzlichen Unwägbarkeiten und Unsicherheiten verbunden Von Autoreisen durch das Land sollte entweder abgesehen, oder es sollte eine ausreichende Reserve mitgeführt werden.
Malawi verzeichnet eine angestiegene Kriminalität mit vermehrten Diebstählen, in Einzelfällen auch mit Gewaltanwendung. Dies gilt insbesondere für die Stadt Zomba, aber auch für Lilongwe, Blantyre und die Touristenziele Senga Bay (Salima), Nkhata Bay und Cape Maclear. Reisenden wird empfohlen, abendliche Spaziergänge, Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit und Nachtfahrten, insbesondere außerhalb von Städten, sowie Fahrten abseits der Hauptstraßen zu vermeiden. Autofenster und –türen sollten immer verriegelt sein, da Diebe oft stehende Fahrzeuge an Ampeln und Kreuzungen ins Visier nehmen. Abendliche und nächtliche Spaziergänge sollten auch aufgrund der teils aggressiven streunenden Hunde vermieden werden.
Auch wenn es offiziell diesbezüglich keine Vorschriften gibt, sollten Reisende vor allem bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten die lokalen Gepflogenheiten bei der Wahl der Kleidung berücksichtigen. Malawische Frauen tragen in aller Regel lange Röcke ("chitenje") und Oberteile, die die Schultern bedecken. Kurze Röcke oder Hosen sind auf dem Land nicht üblich und sind gelegentlich in den großen Städten schon Auslöser von Beschimpfungen und Übergriffen auf Frauen gewesen.
Ohne Kenntnisse der englischen Sprache gestaltet sich eine Reise in Malawi schwierig. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, dagegen privat betriebene Minibusse und die sog. "Stagecoach"- Busse, die für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die Sicherheitsstandards der Busse sowie die Fahrweise der Busfahrer sind bedenklich, sodass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Überlandfahrten bei Dunkelheit bergen generell erhöhte Unfall- und Überfallrisiken in sich und sollten unbedingt vermieden werden. Vorsicht ist auch vor sogenannten „tour-guides“ geboten, die ihre Dienste als Reiseleiter anbieten. Von Dezember bis April ist Regenzeit, was das Fortkommen auf ungeteerten Straßen erschweren kann. Meist ist der Süden des Landes betroffen, bei Fahrten auf unbefestigten Straßen in der Regenzeit sollten unbedingt vorher Informationen zum Straßenzustand eingeholt werden.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung sollte in Malawi nur in offiziellen Tauschbüros (Money Bureau) und Banken erfolgen, da alle anderen Umtauschmöglichkeiten als illegal gelten und zu strafrechtlicher Verfolgung führen können. Die Mitnahme von Reiseschecks in US-Dollar wird empfohlen, auch wenn diese lediglich in den größeren Städten eingelöst werden. Kreditkarten werden von größeren Hotels und Reisebüros akzeptiert, meist jedoch mit einem hohen Aufschlag von ca. 6 - 8%. An Bankautomaten kann anhand von Kreditkarten und der deutschen EC-Karte (maestro) Bargeld in Landeswährung abgehoben werden. Bei höheren Beträgen (Gegenwert über EUR 100) sind allerdings Mehrfachabhebungen erforderlich.
Seit Mitte 2009 führt die malawische Einwanderungsbehörde (Immigration) verstärkt Personenkontrollen durch. Dabei werden regelmäßig Nachweise zu gültigen Reisedokumenten und Aufenthaltstiteln verlangt. Nach Aussage des Chief Immigration Officers müssen keine Originale dieser Unterlagen vorgelegt werden. Das Auswärtige Amt rät aus diesem Grunde dazu, jederzeit eine Kopie des Reisepasses und ggfs. der gültigen malawischen Aufenthaltsgenehmigung bei sich zu führen. Ersatzweise werden Unterlagen empfohlen, die auf einen laufenden Prozess bei Immigration und Aufenthaltsgenehmigung hinweisen. Diese Dokumente können z.B. bei Straßensperren oder Polizeikontrollen sowie auch vereinzelt in Hotels oder und Restaurants verlangt werden. Falls Sie zum Ziel einer solchen Aktion werden und es sich nicht um uniformierte Beamte handelt, wird geraten, sich höflich einen Ausweis vorlegen zu lassen.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt

MODERATOR-NOTE:   Die Reise-/Sicherheitshinweise Malawi wurden seitens AA vollständig überarbeitet. Wir haben dazu einen neuen Thread gestartet: Reise-/Sicherheitshinweise Malawi ab 18.06.2012

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