Auswärtiges AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Stand: 01.02.2006 Unverändert gültig seit: 01.02.2006
Bei Ankunft am Flughafen sollten Reisende sich nur an als seriös bekannte Reiseunternehmen wenden und auf keinen Fall unbekannten "Helfern" Bargeld, Schecks, Personalpapiere und Flugscheine anvertrauen.Bei Individualreisen sollten zudem auch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. Beeinträchtigungen für Reisende können sich durch administrative Hürden, Gelegenheitskriminalität, Versorgungsengpässe sowie mangelhafte Infrastruktur (schlechter Straßenzustand, fehlende Nachrichtenverbindungen) ergeben.
Im Stadtzentrum von Antananarivo ist es tagsüber zu Raubüberfällen mit Schußwaffengebrauch auf Ausländer gekommen.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Personalpapieren -auch innerhalb von Hotels- verwandt werden.
Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 01.02.2006 - 31.01.2013
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 01.02.2006 - 31.01.2013
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 21.02.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 21.02.2008 (Unverändert gültig seit: 21.02.2008)
Aktueller Hinweis
Auftreten von Pesterkrankungen
Die über Pressemeldungen bekannt gewordenen Fälle der Beulenpest konzentrieren sich auf drei Infektionsherde (Nähe Majunga, sowie je 100 km südlich bzw. 50 km östlich von Antananarivo), die aber durch die Gesundheitsbehörden unter Kontrolle sind. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar. Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Gegenwärtig besteht kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Für Reisebeschränkungen gibt es derzeit keinen Anlass.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Bei Ankunft am Flughafen sollten Reisende sich nur an als seriös bekannte Reiseunternehmen wenden und auf keinen Fall unbekannten "Helfern" Bargeld, Schecks, Personalpapiere und Flugscheine anvertrauen. Bei Individualreisen sollten zudem auch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. Beeinträchtigungen für Reisende können sich durch administrative Hürden, Gelegenheitskriminalität, Versorgungsengpässe sowie mangelhafte Infrastruktur (schlechter Straßenzustand, fehlende Nachrichtenverbindungen) ergeben.
Tagsüber kann man sich in den Städten und im Land im allgemeinen frei und relativ sicher bewegen. Dennoch wurde auch von Überfällen, Diebstählen und Einbrüchen berichtet. Betroffen sind auch Touristen. Erhöhte Vorsicht ist angezeigt.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Personalpapieren -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar wird wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen und der entgegenkommenden Art seiner Bewohner als Reiseland immer beliebter.
Ohne Kenntnisse in der französischen - in ländlichen Gebieten auch der madagassischen - Sprache gestaltet sich eine individuelle, ungeführte Reise nach Madagaskar als schwierig und strapaziös. Zwischen den Küstenregionen und dem Hochland gibt es große Temperaturunterschiede.
Während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) sind viele nicht asphaltierte Straßen schwer oder gar nicht befahrbar.
Naturkatastrophen
Vor allem in den östlichen Küstenregionen können zwischen Ende Dezember und Ende März tropische Wirbelstürme und Zyklone auftreten.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Für die Einreise ist ein Reisepass erforderlich, der Personalausweis reicht nicht aus. Deutsche Kinderausweise mit Lichtbild werden uneingeschränkt anerkannt. Grundsätzlich ist für jedes Kind ein eigenes Ausweisdokument erforderlich.
Alle Einreisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum, das von der madagassischen Botschaft in 14612 Falkensee, Seepromenade 92 (Brandenburg); Tel.: 03322/2314-0, Fax: 03322/2314-29, E-mail: info@botschaft-madagaskar.de oder einem der Honorarkonsulate ausgestellt wird. Die Erteilung eines Touristenvisums bei Ankunft am Flughafen ist für die Dauer von max. 90 Tagen möglich (abhängig vom Rückflug - Verlängerung ausgeschlossen).
Für Arbeitsaufenthalte und andere Aufenthalte über 90 Tage (z.B. Praktika, etc.) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das nur bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Bei Überschreitung der Gültigkeitsdauer eines jeden Visums drohen sehr schnell Haft- und Geldstrafen. Es ist daher unerlässlich, bei einem Aufenthalt in Madagaskar über ein ausreichend langes Visum bzw. eine Aufenthaltserlaubnis zu verfügen, da die Botschaft bei den Folgen nicht eingreifen kann.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte (Videokameras) müssen bei der Einreise deklariert werden. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb von Madagaskar dürfen bis zu 1 Kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu. In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie. Verführung Minderjähriger wird streng geahndet und mit hohen Strafen belegt. Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist z.T. streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.).
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (www.who.int/ith/countries/en/index.html) gefordert. Bei Einreise aus Deutschland wird diese nicht verlangt.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus.
Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/cln_006/nn_975940/DE/ ... .pdf/30_06 ).rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebiete, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionenen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Seit 2002 sind keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine giftigen Schlangen. Dennoch sollte, wenn Schlangen angetroffen werden, ein gebührender Abstand eingehalten werden. Keinesfalls sollten sie angefasst, gefangen oder provoziert werden. Dagegen kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Ameisen, Frösche u.a.) vor. Auch diese Tiere sollten nicht angefasst oder gereizt werden, ansonsten gilt auch hier: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Chikungunya-Fieber: Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Mit dem Einsetzen der Regenzeit im November 2007 besteht die Gefahr eines erneuten Aufflammens. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellents, Kleidung, Verhalten etc.). Kranke oder schwangere Reisende in diese Regionen sollten vor Abreise ärztlichen Rat suchen.
Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be. Mit dem Einsetzen der Regenzeit im November 2007 besteht die Gefahr eines erneuten Aufflammens.
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete englisch- / französischsprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
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Reise/Sicherheitshinweis Madagaskar 25.02.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 25.02.2008 (Unverändert gültig seit: 25.02.2008)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Bei Ankunft am Flughafen sollten Reisende sich nur an als seriös bekannte Reiseunternehmen wenden und auf keinen Fall unbekannten "Helfern" Bargeld, Schecks, Personalpapiere und Flugscheine anvertrauen. Bei Individualreisen sollten zudem auch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. Beeinträchtigungen für Reisende können sich durch administrative Hürden, Gelegenheitskriminalität, Versorgungsengpässe sowie mangelhafte Infrastruktur (schlechter Straßenzustand, fehlende Nachrichtenverbindungen) ergeben.
Tagsüber kann man sich in den Städten und im Land im allgemeinen frei und relativ sicher bewegen. Dennoch wurde auch von Überfällen, Diebstählen und Einbrüchen berichtet. Betroffen sind auch Touristen. Erhöhte Vorsicht ist angezeigt.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Personalpapieren -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar wird wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen und der entgegenkommenden Art seiner Bewohner als Reiseland immer beliebter.
Sprache
Ohne Kenntnisse in der französischen - in ländlichen Gebieten auch der madagassischen - Sprache gestaltet sich eine individuelle, ungeführte Reise nach Madagaskar als schwierig und strapaziös. Zwischen den Küstenregionen und dem Hochland gibt es große Temperaturunterschiede.
Reisen über Land
Während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) sind viele nicht asphaltierte Straßen schwer oder gar nicht befahrbar.
Naturkatastrophen
Vor allem in den östlichen Küstenregionen können zwischen Ende Dezember und Ende März tropische Wirbelstürme und Zyklone auftreten.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Für die Einreise ist ein Reisepass erforderlich, der Personalausweis reicht nicht aus. Deutsche Kinderausweise mit Lichtbild werden uneingeschränkt anerkannt. Grundsätzlich ist für jedes Kind ein eigenes Ausweisdokument erforderlich.
Alle Einreisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum, das von der madagassischen Botschaft in 14612 Falkensee, Seepromenade 92 (Brandenburg); Tel.: 03322/2314-0, Fax: 03322/2314-29, E-mail: info@botschaft-madagaskar.de oder einem der Honorarkonsulate ausgestellt wird.
Die Erteilung eines Touristenvisums bei Ankunft am Flughafen ist für die Dauer von max. 90 Tagen möglich (abhängig vom Rückflug - Verlängerung ausgeschlossen); Kosten z.Zt. 57,- €.
Für Arbeitsaufenthalte und andere Aufenthalte über 90 Tage (z.B. Praktika, etc.) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das nur bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Bei Überschreitung der Gültigkeitsdauer eines jeden Visums drohen sehr schnell Haft- und Geldstrafen. Es ist daher unerlässlich, bei einem Aufenthalt in Madagaskar über ein ausreichend langes Visum bzw. eine Aufenthaltserlaubnis zu verfügen, da die Botschaft bei den Folgen nicht eingreifen kann.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte (Videokameras) müssen bei der Einreise deklariert werden. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb von Madagaskar dürfen bis zu 1 Kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu. In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie. Verführung Minderjähriger wird streng geahndet und mit hohen Strafen belegt. Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist z.T. streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.).
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (www.who.int/ith/countries/en/index.html) gefordert. Bei Einreise aus Deutschland wird diese nicht verlangt.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus.
Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebiete, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionenen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Seit 2002 sind keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine giftigen Schlangen. Dennoch sollte, wenn Schlangen angetroffen werden, ein gebührender Abstand eingehalten werden. Keinesfalls sollten sie angefasst, gefangen oder provoziert werden. Dagegen kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Ameisen, Frösche u.a.) vor. Auch diese Tiere sollten nicht angefasst oder gereizt werden, ansonsten gilt auch hier: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Chikungunya-Fieber
Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Auch 2007 sind vereinzelte Erkrankungen festgestellt worden. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellents, Kleidung, Verhalten etc.). Kranke oder schwangere Reisende in diese Regionen sollten vor Abreise ärztlichen Rat suchen.
Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Auftreten von Pesterkrankungen
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest werden im allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar. Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete englisch- / französischsprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 17.10.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 17.10.2008 (Unverändert gültig seit: 17.10.2008)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Bei Ankunft am Flughafen sollten Reisende sich nur an als seriös bekannte Reiseunternehmen wenden und auf keinen Fall unbekannten "Helfern" Bargeld, Schecks, Personalpapiere und Flugscheine anvertrauen. Bei Individualreisen sollten zudem auch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. Beeinträchtigungen für Reisende können sich durch administrative Hürden, Gelegenheitskriminalität, Versorgungsengpässe sowie mangelhafte Infrastruktur (schlechter Straßenzustand, fehlende Nachrichtenverbindungen) ergeben.
Tagsüber kann man sich in den Städten und im Land im allgemeinen frei und relativ sicher bewegen. Dennoch wurde auch von Überfällen, Diebstählen und Einbrüchen berichtet. Betroffen sind auch Touristen. Erhöhte Vorsicht ist angezeigt.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Personalpapieren -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar wird wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen und der entgegenkommenden Art seiner Bewohner als Reiseland immer beliebter.
Sprache
Ohne Kenntnisse in der französischen - in ländlichen Gebieten auch der madagassischen - Sprache gestaltet sich eine individuelle, ungeführte Reise nach Madagaskar als schwierig und strapaziös. Zwischen den Küstenregionen und dem Hochland gibt es große Temperaturunterschiede.
Reisen über Land
Während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) sind viele nicht asphaltierte Straßen schwer oder gar nicht befahrbar.
Naturkatastrophen
Vor allem in den östlichen Küstenregionen können zwischen Ende Dezember und Ende März tropische Wirbelstürme und Zyklone auftreten.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Für die Einreise ist ein Reisepass erforderlich, der Personalausweis reicht nicht aus. Deutsche Kinderausweise mit Lichtbild werden uneingeschränkt anerkannt. Grundsätzlich ist für jedes Kind ein eigenes Ausweisdokument erforderlich.
Alle Einreisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum, das von der madagassischen Botschaft in 14612 Falkensee, Seepromenade 92 (Brandenburg); Tel.: 03322/2314-0, Fax: 03322/2314-29, E-mail: info@botschaft-madagaskar.de oder einem der Honorarkonsulate ausgestellt wird.
Die Erteilung eines Touristenvisums bei Ankunft am Flughafen ist für die Dauer von max. 90 Tagen möglich (abhängig vom Rückflug - Verlängerung ausgeschlossen); Kosten z.Zt. 65,- €.
Für Arbeitsaufenthalte und andere Aufenthalte über 90 Tage (z.B. Praktika, etc.) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das nur bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte (Videokameras) müssen bei der Einreise deklariert werden. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb von Madagaskar dürfen bis zu 1 Kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu. In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie. Verführung Minderjähriger wird streng geahndet und mit hohen Strafen belegt. Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.).
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (www.who.int/ith/countries/en/index.html) gefordert. Bei Einreise aus Deutschland wird diese nicht verlangt.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebiete, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionenen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Seit 2002 sind keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbes. im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga.. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine giftigen Schlangen. Dennoch sollte, wenn Schlangen angetroffen werden, ein gebührender Abstand eingehalten werden. Keinesfalls sollten sie angefasst, gefangen oder provoziert werden. Dagegen kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Ameisen, Frösche u.a.) vor. Auch diese Tiere sollten nicht angefasst oder gereizt werden, ansonsten gilt auch hier: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Chikungunya-Fieber
Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Auch 2007 sind vereinzelte Erkrankungen festgestellt worden. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellents, Kleidung, Verhalten etc.). Kranke oder schwangere Reisende in diese Regionen sollten vor Abreise ärztlichen Rat suchen.
Rift Valley-Fieber (RVF)
Seit Mitte April 2008 sind in den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, Vakinakaratra und Anosy über 400 Erkrankungen mit 17 Todesfällen aufgetreten. Übertragungswege: Mücken, Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamel), Nagetiere. Neben grippeartigen, 5 bis 8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämoraghisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und massiven Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmarks, Meningoenzephalitis), Netzhautläsionen (< 10% Virusaffektion!)
Prophylaxe:
Ein Impfstoff für den Menschen ist nicht erhältlich!
1. Der Genuss von gut durch gebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich
2. Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv)
3. Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe)
Behandlung:Symptomatisch (Impfstoff für Tiere)
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean/ Anrainer bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Auftreten von Pesterkrankungen
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest werden im allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar. Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete englisch- / französischsprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 13.03.2009
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 13.03.2009 (Unverändert gültig seit: 13.03.2009)
Aktueller Hinweis
Madagaskar befindet sich seit dem 26. Januar 2009 in einer schweren innenpolitischen Krise, die sowohl in der Hauptstadt Antananarivo als auch in einigen Provinzstädten zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen geführt hat. Die Lage ist nach wie vor nicht kalkulierbar, spontane Entwicklungen sind jederzeit möglich. Sowohl für Antananarivo als auch für die Städte der Provinz wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Vor diesem Gesamthintergrund wird derzeit von Reisen nach Madagaskar abgeraten.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Bei Ankunft am Flughafen sollten Reisende sich nur an als seriös bekannte Reiseunternehmen wenden und auf keinen Fall unbekannten "Helfern" Bargeld, Schecks, Personalpapiere und Flugscheine anvertrauen. Bei Individualreisen sollten zudem auch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. Beeinträchtigungen für Reisende können sich durch administrative Hürden, Gelegenheitskriminalität, Versorgungsengpässe sowie mangelhafte Infrastruktur (schlechter Straßenzustand, fehlende Nachrichtenverbindungen) ergeben.
Tagsüber kann man sich in den Städten und im Land im allgemeinen frei und relativ sicher bewegen. Dennoch wurde auch von Überfällen, Diebstählen und Einbrüchen berichtet. Betroffen sind auch Touristen. Erhöhte Vorsicht ist angezeigt.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Personalpapieren -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar wird wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen und der entgegenkommenden Art seiner Bewohner als Reiseland immer beliebter.
Sprache
Ohne Kenntnisse in der französischen - in ländlichen Gebieten auch der madagassischen - Sprache gestaltet sich eine individuelle, ungeführte Reise nach Madagaskar als schwierig und strapaziös. Zwischen den Küstenregionen und dem Hochland gibt es große Temperaturunterschiede.
Reisen über Land
Während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) sind viele nicht asphaltierte Straßen schwer oder gar nicht befahrbar.
Naturkatastrophen
Vor allem in den östlichen Küstenregionen können zwischen Ende Dezember und Ende März tropische Wirbelstürme und Zyklone auftreten.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Für die Einreise ist ein Reisepass erforderlich, der Personalausweis reicht nicht aus. Deutsche Kinderausweise mit Lichtbild werden uneingeschränkt anerkannt. Grundsätzlich ist für jedes Kind ein eigenes Ausweisdokument erforderlich.
Alle Einreisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum, das von der madagassischen Botschaft in 14612 Falkensee, Seepromenade 92 (Brandenburg); Tel.: 03322/2314-0, Fax: 03322/2314-29, E-mail: info@botschaft-madagaskar.de oder einem der Honorarkonsulate ausgestellt wird.
Die Erteilung eines Touristenvisums bei Ankunft am Flughafen ist für die Dauer von max. 90 Tagen möglich (abhängig vom Rückflug - Verlängerung ausgeschlossen); Kosten z.Zt. 65,- €.
Für Arbeitsaufenthalte und andere Aufenthalte über 90 Tage (z.B. Praktika, etc.) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das nur bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte (Videokameras) müssen bei der Einreise deklariert werden. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb von Madagaskar dürfen bis zu 1 Kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu. In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie. Verführung Minderjähriger wird streng geahndet und mit hohen Strafen belegt. Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.).
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (www.who.int/ith/countries/en/index.html) gefordert. Bei Einreise aus Deutschland wird diese nicht verlangt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebiete, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionenen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Seit 2002 sind keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbes. im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga.. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine giftigen Schlangen. Dennoch sollte, wenn Schlangen angetroffen werden, ein gebührender Abstand eingehalten werden. Keinesfalls sollten sie angefasst, gefangen oder provoziert werden. Dagegen kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Ameisen, Frösche u.a.) vor. Auch diese Tiere sollten nicht angefasst oder gereizt werden, ansonsten gilt auch hier: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Chikungunya-Fieber
Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Auch 2007 sind vereinzelte Erkrankungen festgestellt worden. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellents, Kleidung, Verhalten etc.). Kranke oder schwangere Reisende in diese Regionen sollten vor Abreise ärztlichen Rat suchen.
Rift Valley-Fieber (RVF)
Seit Mitte April 2008 sind in den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, Vakinakaratra und Anosy mehrere Hundert Erkrankungen aufgetreten, die z.T. einen tödlichen Verlauf hatten. Übertragungswege: Mücken, Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamel), Nagetiere. Neben grippeartigen, 5 bis 8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämoraghisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und massiven Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmarks, Meningoenzephalitis), Netzhautläsionen (< 10% Virusaffektion!)
RVF Prophylaxe
Ein Impfstoff für den Menschen ist nicht erhältlich!
1. Der Genuss von gut durch gebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich
2. Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv)
3. Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe)
RVF Behandlung
Symptomatisch (Impfstoff für Tiere)
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean/ Anrainer bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Auftreten von Pesterkrankungen
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest werden im allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar. Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete englisch- / französischsprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 08.04.2009
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 08.04.2009 (Unverändert gültig seit: 08.04.2009)
Aktuelle Hinweise
• Von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Madagaskar wird abgeraten.
Madagaskar befindet sich seit Ende Januar 2009 in einer schweren innenpolitischen Krise, die sowohl in der Hauptstadt Antananarivo als auch in den Regionen zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen mit Toten und Verletzten geführt hat.
Am 17. März 2009 fand ein nichtdemokratischer Regierungswechsel statt. Die Lage ist auch nach der Ernennung des „Übergangspräsidenten“, der mittlerweile beide Parlamentskammern auflöste und alle gewählten Bürgermeister ihrer Ämter entheben will, nicht kalkulierbar. Spontane Entwicklungen sind jederzeit möglich.
• Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean, um die Seychellen, Madagaskar und vor Kenia und Tansania angegriffen und gekapert.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch und kann ein wirksamer Schutz nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter
www.mschoa.org dringend empfohlen.
Sicherheitshinweise
Kriminalität
Bei Ankunft am Flughafen sollten Reisende sich nur an als seriös bekannte Reiseunternehmen wenden und auf keinen Fall unbekannten "Helfern" Bargeld, Schecks, Personalpapiere und Flugscheine anvertrauen. Bei Individualreisen sollten zudem auch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. Beeinträchtigungen für Reisende können sich durch administrative Hürden, Gelegenheitskriminalität, Versorgungsengpässe sowie mangelhafte Infrastruktur (schlechter Straßenzustand, fehlende Nachrichtenverbindungen) ergeben.
Tagsüber kann man sich in den Städten und im Land im allgemeinen frei und relativ sicher bewegen. Dennoch wurde auch von Überfällen, Diebstählen und Einbrüchen berichtet. Betroffen sind auch Touristen. Erhöhte Vorsicht ist angezeigt.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Personalpapieren -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar wird wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen und der entgegenkommenden Art seiner Bewohner als Reiseland immer beliebter.
Sprache
Ohne Kenntnisse in der französischen - in ländlichen Gebieten auch der madagassischen - Sprache gestaltet sich eine individuelle, ungeführte Reise nach Madagaskar als schwierig und strapaziös. Zwischen den Küstenregionen und dem Hochland gibt es große Temperaturunterschiede.
Reisen über Land
Während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) sind viele nicht asphaltierte Straßen schwer oder gar nicht befahrbar.
Naturkatastrophen
Vor allem in den östlichen Küstenregionen können zwischen Ende Dezember und Ende März tropische Wirbelstürme und Zyklone auftreten.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Für die Einreise ist ein Reisepass erforderlich, der Personalausweis reicht nicht aus. Deutsche Kinderausweise mit Lichtbild werden uneingeschränkt anerkannt. Grundsätzlich ist für jedes Kind ein eigenes Ausweisdokument erforderlich.
Alle Einreisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum, das von der madagassischen Botschaft in 14612 Falkensee, Seepromenade 92 (Brandenburg); Tel.: 03322/2314-0, Fax: 03322/2314-29, E-mail: info@botschaft-madagaskar.de oder einem der Honorarkonsulate ausgestellt wird.
Die Erteilung eines Touristenvisums bei Ankunft am Flughafen ist für die Dauer von max. 90 Tagen möglich (abhängig vom Rückflug - Verlängerung ausgeschlossen); Kosten z.Zt. 65,- €.
Für Arbeitsaufenthalte und andere Aufenthalte über 90 Tage (z.B. Praktika, etc.) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das nur bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte (Videokameras) müssen bei der Einreise deklariert werden. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb von Madagaskar dürfen bis zu 1 Kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu. In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie. Verführung Minderjähriger wird streng geahndet und mit hohen Strafen belegt. Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.).
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (www.who.int/ith/countries/en/index.html) gefordert. Bei Einreise aus Deutschland wird diese nicht verlangt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebiete, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionenen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Seit 2002 sind keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbes. im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga.. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine giftigen Schlangen. Dennoch sollte, wenn Schlangen angetroffen werden, ein gebührender Abstand eingehalten werden. Keinesfalls sollten sie angefasst, gefangen oder provoziert werden. Dagegen kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Ameisen, Frösche u.a.) vor. Auch diese Tiere sollten nicht angefasst oder gereizt werden, ansonsten gilt auch hier: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Chikungunya-Fieber
Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Auch 2007 sind vereinzelte Erkrankungen festgestellt worden. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellents, Kleidung, Verhalten etc.). Kranke oder schwangere Reisende in diese Regionen sollten vor Abreise ärztlichen Rat suchen.
Rift Valley-Fieber (RVF)
Seit Mitte April 2008 sind in den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, Vakinakaratra und Anosy mehrere Hundert Erkrankungen aufgetreten, die z.T. einen tödlichen Verlauf hatten. Übertragungswege: Mücken, Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamel), Nagetiere. Neben grippeartigen, 5 bis 8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämoraghisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und massiven Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmarks, Meningoenzephalitis), Netzhautläsionen (< 10% Virusaffektion!)
RVF Prophylaxe
Ein Impfstoff für den Menschen ist nicht erhältlich!
1. Der Genuss von gut durch gebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich
2. Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv)
3. Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe)
RVF Behandlung
Symptomatisch (Impfstoff für Tiere)
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean/ Anrainer bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Auftreten von Pesterkrankungen
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest werden im allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar. Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete englisch- / französischsprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 14.04.2009
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 14.04.2009 (Unverändert gültig seit: 14.04.2009)
Aktuelle Hinweise
• Von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Madagaskar wird abgeraten.
Madagaskar befindet sich seit Ende Januar 2009 in einer schweren innenpolitischen Krise, die sowohl in der Hauptstadt Antananarivo als auch in den Regionen zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen mit Toten und Verletzten geführt hat.
Am 17. März 2009 fand ein nichtdemokratischer Regierungswechsel mit der Ernennung eines „Übergangspräsidenten“ statt. Die Lage hat sich inzwischen weitgehend beruhigt.
Eine verlässliche Voraussage zur Entwicklung der Sicherheitslage ist nur schwer möglich. Spontane gewaltsame Auseinandersetzungen sind nie auszuschließen. Es wird daher weiter empfohlen, vor allem in der Hauptstadt Antananarivo Demonstrationen und sonstige größere Menschenansammlungen zu meiden. Die Schwerpunktgebiete des Tourismus außerhalb der Hauptstadt blieben seit den Ausschreitungen im Februar bisher unbeeinträchtigt von Zwischenfällen. Der inländische Flugverkehr verläuft wieder normal, wenn auch reduziert. Mit kurzfristigen Flugplanänderungen muss gerechnet werden.
• Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean, um die Seychellen, Madagaskar und vor Kenia und Tansania angegriffen und gekapert.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch und kann ein wirksamer Schutz nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter
www.mschoa.org dringend empfohlen.
Sicherheitshinweise
Kriminalität
Bei Ankunft am Flughafen sollten Reisende sich nur an als seriös bekannte Reiseunternehmen wenden und auf keinen Fall unbekannten "Helfern" Bargeld, Schecks, Personalpapiere und Flugscheine anvertrauen. Bei Individualreisen sollten zudem auch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. Beeinträchtigungen für Reisende können sich durch administrative Hürden, Gelegenheitskriminalität, Versorgungsengpässe sowie mangelhafte Infrastruktur (schlechter Straßenzustand, fehlende Nachrichtenverbindungen) ergeben.
Tagsüber kann man sich in den Städten und im Land im allgemeinen frei und relativ sicher bewegen. Dennoch wurde auch von Überfällen, Diebstählen und Einbrüchen berichtet. Betroffen sind auch Touristen. Erhöhte Vorsicht ist angezeigt.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Personalpapieren -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar wird wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen und der entgegenkommenden Art seiner Bewohner als Reiseland immer beliebter.
Sprache
Ohne Kenntnisse in der französischen - in ländlichen Gebieten auch der madagassischen - Sprache gestaltet sich eine individuelle, ungeführte Reise nach Madagaskar als schwierig und strapaziös. Zwischen den Küstenregionen und dem Hochland gibt es große Temperaturunterschiede.
Reisen über Land
Während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) sind viele nicht asphaltierte Straßen schwer oder gar nicht befahrbar.
Naturkatastrophen
Vor allem in den östlichen Küstenregionen können zwischen Ende Dezember und Ende März tropische Wirbelstürme und Zyklone auftreten.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Für die Einreise ist ein Reisepass erforderlich, der Personalausweis reicht nicht aus. Deutsche Kinderausweise mit Lichtbild werden uneingeschränkt anerkannt. Grundsätzlich ist für jedes Kind ein eigenes Ausweisdokument erforderlich.
Alle Einreisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum, das von der madagassischen Botschaft in 14612 Falkensee, Seepromenade 92 (Brandenburg); Tel.: 03322/2314-0, Fax: 03322/2314-29, E-mail: info@botschaft-madagaskar.de oder einem der Honorarkonsulate ausgestellt wird.
Die Erteilung eines Touristenvisums bei Ankunft am Flughafen ist für die Dauer von max. 90 Tagen möglich (abhängig vom Rückflug - Verlängerung ausgeschlossen); Kosten z.Zt. 65,- €.
Für Arbeitsaufenthalte und andere Aufenthalte über 90 Tage (z.B. Praktika, etc.) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das nur bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte (Videokameras) müssen bei der Einreise deklariert werden. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb von Madagaskar dürfen bis zu 1 Kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu. In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie. Verführung Minderjähriger wird streng geahndet und mit hohen Strafen belegt. Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.).
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (www.who.int/ith/countries/en/index.html) gefordert. Bei Einreise aus Deutschland wird diese nicht verlangt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebiete, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionenen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Seit 2002 sind keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbes. im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga.. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine giftigen Schlangen. Dennoch sollte, wenn Schlangen angetroffen werden, ein gebührender Abstand eingehalten werden. Keinesfalls sollten sie angefasst, gefangen oder provoziert werden. Dagegen kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Ameisen, Frösche u.a.) vor. Auch diese Tiere sollten nicht angefasst oder gereizt werden, ansonsten gilt auch hier: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Chikungunya-Fieber
Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Auch 2007 sind vereinzelte Erkrankungen festgestellt worden. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellents, Kleidung, Verhalten etc.). Kranke oder schwangere Reisende in diese Regionen sollten vor Abreise ärztlichen Rat suchen.
Rift Valley-Fieber (RVF)
Seit Mitte April 2008 sind in den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, Vakinakaratra und Anosy mehrere Hundert Erkrankungen aufgetreten, die z.T. einen tödlichen Verlauf hatten. Übertragungswege: Mücken, Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamel), Nagetiere. Neben grippeartigen, 5 bis 8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämoraghisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und massiven Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmarks, Meningoenzephalitis), Netzhautläsionen (< 10% Virusaffektion!)
RVF Prophylaxe
Ein Impfstoff für den Menschen ist nicht erhältlich!
1. Der Genuss von gut durch gebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich
2. Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv)
3. Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe)
RVF Behandlung
Symptomatisch (Impfstoff für Tiere)
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean/ Anrainer bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Auftreten von Pesterkrankungen
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest werden im allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar. Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete englisch- / französischsprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 20.04.2009
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 20.04.2009 (Unverändert gültig seit: 20.04.2009)
Aktuelle Hinweise
• Madagaskar befindet sich seit Ende Januar 2009 in einer innenpolitischen Krise.
Am 17. März 2009 fand ein nichtdemokratischer Regierungswechsel mit der Ernennung eines „Übergangspräsidenten“ statt. Die Lage hat sich inzwischen weitgehend beruhigt.
Eine verlässliche Voraussage zur Entwicklung der Sicherheitslage ist nur schwer möglich. Spontane gewaltsame Auseinandersetzungen sind nie auszuschließen. Es wird daher weiter empfohlen, vor allem in der Hauptstadt Antananarivo Demonstrationen und sonstige größere Menschenansammlungen zu meiden. Die Schwerpunktgebiete des Tourismus außerhalb der Hauptstadt blieben seit den Ausschreitungen im Februar bisher unbeeinträchtigt von Zwischenfällen. Der inländische Flugverkehr verläuft wieder normal, wenn auch reduziert. Mit kurzfristigen Flugplanänderungen muss gerechnet werden.
• Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean, um die Seychellen, Madagaskar und vor Kenia und Tansania angegriffen und gekapert.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch und kann ein wirksamer Schutz nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter
www.mschoa.org dringend empfohlen.
Sicherheitshinweise
Kriminalität
Bei Ankunft am Flughafen sollten Reisende sich nur an als seriös bekannte Reiseunternehmen wenden und auf keinen Fall unbekannten "Helfern" Bargeld, Schecks, Personalpapiere und Flugscheine anvertrauen. Bei Individualreisen sollten zudem auch die üblichen Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden. Beeinträchtigungen für Reisende können sich durch administrative Hürden, Gelegenheitskriminalität, Versorgungsengpässe sowie mangelhafte Infrastruktur (schlechter Straßenzustand, fehlende Nachrichtenverbindungen) ergeben.
Tagsüber kann man sich in den Städten und im Land im allgemeinen frei und relativ sicher bewegen. Dennoch wurde auch von Überfällen, Diebstählen und Einbrüchen berichtet. Betroffen sind auch Touristen. Erhöhte Vorsicht ist angezeigt.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Personalpapieren -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar wird wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen und der entgegenkommenden Art seiner Bewohner als Reiseland immer beliebter.
Sprache
Ohne Kenntnisse in der französischen - in ländlichen Gebieten auch der madagassischen - Sprache gestaltet sich eine individuelle, ungeführte Reise nach Madagaskar als schwierig und strapaziös. Zwischen den Küstenregionen und dem Hochland gibt es große Temperaturunterschiede.
Reisen über Land
Während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) sind viele nicht asphaltierte Straßen schwer oder gar nicht befahrbar.
Naturkatastrophen
Vor allem in den östlichen Küstenregionen können zwischen Ende Dezember und Ende März tropische Wirbelstürme und Zyklone auftreten.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Für die Einreise ist ein Reisepass erforderlich, der Personalausweis reicht nicht aus. Deutsche Kinderausweise mit Lichtbild werden uneingeschränkt anerkannt. Grundsätzlich ist für jedes Kind ein eigenes Ausweisdokument erforderlich.
Alle Einreisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum, das von der madagassischen Botschaft in 14612 Falkensee, Seepromenade 92 (Brandenburg); Tel.: 03322/2314-0, Fax: 03322/2314-29, E-mail: info@botschaft-madagaskar.de oder einem der Honorarkonsulate ausgestellt wird.
Die Erteilung eines Touristenvisums bei Ankunft am Flughafen ist für die Dauer von max. 90 Tagen möglich (abhängig vom Rückflug - Verlängerung ausgeschlossen); Kosten z.Zt. 65,- €.
Für Arbeitsaufenthalte und andere Aufenthalte über 90 Tage (z.B. Praktika, etc.) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das nur bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Wertvolle elektronische Geräte (Videokameras) müssen bei der Einreise deklariert werden. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb von Madagaskar dürfen bis zu 1 Kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu. In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie. Verführung Minderjähriger wird streng geahndet und mit hohen Strafen belegt. Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.).
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (www.who.int/ith/countries/en/index.html) gefordert. Bei Einreise aus Deutschland wird diese nicht verlangt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebiete, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionenen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Seit 2002 sind keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbes. im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga.. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine giftigen Schlangen. Dennoch sollte, wenn Schlangen angetroffen werden, ein gebührender Abstand eingehalten werden. Keinesfalls sollten sie angefasst, gefangen oder provoziert werden. Dagegen kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Ameisen, Frösche u.a.) vor. Auch diese Tiere sollten nicht angefasst oder gereizt werden, ansonsten gilt auch hier: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Chikungunya-Fieber
Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Auch 2007 sind vereinzelte Erkrankungen festgestellt worden. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellents, Kleidung, Verhalten etc.). Kranke oder schwangere Reisende in diese Regionen sollten vor Abreise ärztlichen Rat suchen.
Rift Valley-Fieber (RVF)
Seit Mitte April 2008 sind in den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, Vakinakaratra und Anosy mehrere Hundert Erkrankungen aufgetreten, die z.T. einen tödlichen Verlauf hatten. Übertragungswege: Mücken, Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamel), Nagetiere. Neben grippeartigen, 5 bis 8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämoraghisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und massiven Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmarks, Meningoenzephalitis), Netzhautläsionen (< 10% Virusaffektion!)
RVF Prophylaxe
Ein Impfstoff für den Menschen ist nicht erhältlich!
1. Der Genuss von gut durch gebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich
2. Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv)
3. Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe)
RVF Behandlung
Symptomatisch (Impfstoff für Tiere)
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean/ Anrainer bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Auftreten von Pesterkrankungen
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest werden im allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar. Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete englisch- / französischsprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 01.08.2009
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 01.08.2009 (Unverändert gültig seit: 01.08.2009)
Aktuelle Hinweise
• Nach den Unruhen des ersten Halbjahres 2009 sind Reisen nach Madagaskar derzeit wieder möglich.
Allerdings ist die seit Ende Januar diesen Jahres andauernde politische Krise bisher nicht gelöst. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität ist gegenwärtig noch nicht abzusehen.
In den letzten Wochen ist ein deutlicher Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen. Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - sind nicht auszuschließen. Betroffen sind vor allem die Hauptstadt Antananarivo und hier insbesondere das Stadtzentrum um Analekely und die Avenue de l'Independance.
Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der Botschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln.
• Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean, um die Seychellen, Madagaskar und vor Kenia und Tansania angegriffen und gekapert.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch und kann ein wirksamer Schutz nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Taschendiebstähle, aber auch bewaffnete Überfälle, haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen.
Ausländische Reisende, bei denen Geld oder Wertsachen vermutet werden, sind mittlerweile auch in Madagaskar vermehrt Ziel von Übergriffen.
Besondere Vorsicht ist geboten im Stadtzentrum von Antananarivo, in der Umgebung der Hotels und der von Ausländern bevorzugten Restaurants sowie generell bei Menschenansammlungen und an den Stationen der Überlandtaxis. Auch Touristenziele können betroffen sein. Berichtet wurde von Überfällen in Diego Suarez (Montagne des Francais), Tuléar und Morondava.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend angeraten, eine beglaubigte des Passes mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall sichtbar im Wagen liegen.
Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar ist wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen ein interessantes Reiseziel. Die Touristenregionen und Nationalparks sind seit den Ausschreitungen im Februar diesen Jahres von weiteren Unruhen verschont geblieben.
Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse von großem Vorteil, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.
Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist gut ausgebaut, wenngleich in der Folge der innenpolitischen Krise einige Flugverbindungen gestrichen wurden und Verspätungen nie auszuschließen sind.
Die Infrastruktur des Straßennetzes wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mittlerweile sind – ausgehend von Antananarivo – bis auf Fort Dauphin, die wichtigsten Küstenstädte auf Asphaltstraßen erreichbar.
Dennoch gibt es noch immer eine große Anzahl von nicht befestigten Straßen, die während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) zum Teil nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind sowie Regionen, die von der Außenwelt völlig abgeschnitten und lediglich zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen sind.
Auf den Hauptachsen kommt es seit kurzem vermehrt zu bewaffneten Überfällen, vor allem auf Überlandtaxis.
Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten auf jeden Fall vermieden werden.
Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren Zyklonen und tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Vor allem betroffen sind die östlichen, westlichen und südwestlichen Küstenregionen.
Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit der Visa-Karte Geld gezogen werden kann. Die Mastercard wird nur bei einer Bank, der BNI, akzeptiert. Eine Geldversorgung über EC-Karten (Maestro bzw.Cirrus) ist nicht möglich.
Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Fluggesellschaften sowie Supermärkte akzeptieren in der Regel die Visa-Karte. Manchmal wird ein Bankaufschlag von 3 % fällig.
Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es gute Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen Krise ist der Tourismus in Madagaskar allerdings eingebrochen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.
Das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Zain (ehemals Celtel) und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und auch viele ländliche Regionen erreichbar. Roaming funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch möglich, für einen Gegenwert von ca. 1,50 Euro eine lokale SIM-Karte zu erwerben – diese ermöglicht Telefonie und SMS mit Pre-Paid-Karte.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Für die Einreise ist ein Reisepass erforderlich, der Personalausweis reicht nicht aus. Deutsche Kinderausweise mit Lichtbild bzw. Kinderreisepässe werden uneingeschränkt anerkannt. Grundsätzlich ist für jedes Kind ein eigenes Ausweisdokument erforderlich.
Alle Einreisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Visum
Grundsätzlich benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Madagaskar ein gebührenpflichtiges Visum (Kosten z.Zt. 50,- €), das vor Reiseantritt von der madagassischen Botschaft in
14612 Falkensee (Brandenburg)
Seepromenade 92
Tel.: 03322/2314-0
Fax: 03322/2314-29
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
einem der madagassischen Honorarkonsulate oder bei Ankunft am Flughafen (140.000,- Ariary, derzeit 60.- Euro) ausgestellt wird.
Aufgrund einer Sonderregelung, die bis zum 31.12.2009 begrenzt ist, erhalten Reisende, die sich bis zu 30 Tagen in Madagaskar aufhalten wollen, derzeit ein kostenfreies Visum bei Einreise am Flughafen.
Es ist auf jeden Fall ein Rück- bzw. Weiterflugticket vorzulegen.
Für Arbeits- und andere Aufenthalte von mehr als 90 Tagen (z.B. Praktika) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das nur bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht striktes Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu.
In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie.
Ein besonderes Augenmerk der madagassischen Justiz gilt „Sextouristen“. Sie werden in Madagaskar unnachgiebig verfolgt und müssen mit Freiheitsstrafen von 5-10 Jahren plus hoher Geldstrafe rechnen.
Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Haftbedingungen in Madagaskar sind prekär (überfüllte Gefängnisse, mangelhafte Ernährung und nur rudimentäre medizinische Versorgung). Die Untersuchungshaft kann sich über Jahre hinziehen.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.) und wird ebenfalls mit Haftstrafe geahndet.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als 1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (www.who.int/ith/countries/en/index.html) gefordert. Bei Einreise aus Deutschland wird diese nicht verlangt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebiete, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• ganztägig (Dengue, s.u.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Seit 2002 sind keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbes. im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga.. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine giftigen Schlangen. Dennoch sollte, wenn Schlangen angetroffen werden, ein gebührender Abstand eingehalten werden. Keinesfalls sollten sie angefasst, gefangen oder provoziert werden. Dagegen kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Ameisen, Frösche u.a.) vor. Auch diese Tiere sollten nicht angefasst oder gereizt werden, ansonsten gilt auch hier: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Chikungunya-Fieber
Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Auch in den Folgejahren sind vereinzelte Erkrankungen festgestellt worden. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellents, Kleidung, Verhalten etc.). Kranke oder schwangere Reisende in diese Regionen sollten vor Abreise ärztlichen Rat suchen.
Rift Valley-Fieber (RVF)
Seit Mitte April 2008 sind in den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, Vakinakaratra und Anosy mehrere Hundert Erkrankungen aufgetreten, die z.T. einen tödlichen Verlauf hatten. Übertragungswege: Mücken, Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamel), Nagetiere. Neben grippeartigen, 5 bis 8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämoraghisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und massiven Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmarks, Meningoenzephalitis), Netzhautläsionen (< 10% Virusaffektion!)
RVF Prophylaxe
Ein Impfstoff für den Menschen ist nicht erhältlich!
• Der Genuss von gut durch gebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich.
• Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv).
• Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe)
RVF Behandlung
Symptomatisch (Impfstoff für Tiere)
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean/ Anrainer bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Auftreten von Pesterkrankungen
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest werden im allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar. Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete englisch- / französischsprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
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- Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 17.09.2009
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 17.09.2009 (Unverändert gültig seit: 17.09.2009)
Aktuelle Hinweise
• Die seit Ende Januar diesen Jahres andauernde politische Krise ist bisher nicht gelöst, eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität gegenwärtig noch nicht abzusehen. Jederzeit mögliche politisch motivierte Demonstrationen können leicht in gewalttätige Auseinandersetzungen münden, die sich auchgegen Ausländer richten könnten. Besucher sollten besondere Vorsicht walten lassen und den Innenstadtbereich Antananarivos meiden.
• In letzter Zeit ist ein deutlicher Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen. Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - sind nicht auszuschließen. Betroffen sind vor allem die Hauptstadt Antananarivo und hier insbesondere das Stadtzentrum um Analekely und die Avenue de l'Independance.
• Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der Botschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln.
• Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean, um die Seychellen, Madagaskar und vor Kenia und Tansania angegriffen und gekapert.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch und kann ein wirksamer Schutz nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Taschendiebstähle, aber auch bewaffnete Überfälle, haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen.
Ausländische Reisende, bei denen Geld oder Wertsachen vermutet werden, sind mittlerweile auch in Madagaskar vermehrt Ziel von Übergriffen.
Besondere Vorsicht ist geboten im Stadtzentrum von Antananarivo, in der Umgebung der Hotels und der von Ausländern bevorzugten Restaurants sowie generell bei Menschenansammlungen und an den Stationen der Überlandtaxis. Auch Touristenziele können betroffen sein. Berichtet wurde von Überfällen in Diego Suarez (Montagne des Francais), Tuléar und Morondava.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend angeraten, eine beglaubigte Kopie des Passes mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall sichtbar im Wagen liegen.
Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar ist wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen ein interessantes Reiseziel. Die Touristenregionen und Nationalparks sind seit den Ausschreitungen im Februar diesen Jahres von weiteren Unruhen verschont geblieben.
Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse von großem Vorteil, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.
Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist gut ausgebaut, wenngleich in der Folge der innenpolitischen Krise einige Flugverbindungen gestrichen wurden und Verspätungen nie auszuschließen sind.
Die Infrastruktur des Straßennetzes wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mittlerweile sind – ausgehend von Antananarivo – bis auf Fort Dauphin, die wichtigsten Küstenstädte auf Asphaltstraßen erreichbar.
Dennoch gibt es noch immer eine große Anzahl von nicht befestigten Straßen, die während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) zum Teil nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind sowie Regionen, die von der Außenwelt völlig abgeschnitten und lediglich zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen sind.
Auf den Hauptachsen kommt es seit kurzem vermehrt zu bewaffneten Überfällen, vor allem auf Überlandtaxis.
Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten auf jeden Fall vermieden werden.
Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren Zyklonen und tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Vor allem betroffen sind die östlichen, westlichen und südwestlichen Küstenregionen.
Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit der Visa-Karte Geld gezogen werden kann. Die Mastercard wird nur bei einer Bank, der BNI, akzeptiert. Eine Geldversorgung über EC-Karten (Maestro bzw.Cirrus) ist nicht möglich.
Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Fluggesellschaften sowie Supermärkte akzeptieren in der Regel die Visa-Karte. Manchmal wird ein Bankaufschlag von 3 % fällig.
Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es gute Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen Krise ist der Tourismus in Madagaskar allerdings eingebrochen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.
Das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Zain (ehemals Celtel) und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und auch viele ländliche Regionen erreichbar. Roaming funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch möglich, für einen Gegenwert von ca. 1,50 Euro eine lokale SIM-Karte zu erwerben – diese ermöglicht Telefonie und SMS mit Pre-Paid-Karte.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Für die Einreise ist ein Reisepass erforderlich, der Personalausweis reicht nicht aus. Deutsche Kinderausweise mit Lichtbild bzw. Kinderreisepässe werden uneingeschränkt anerkannt. Grundsätzlich ist für jedes Kind ein eigenes Ausweisdokument erforderlich.
Alle Einreisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Visum
Grundsätzlich benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Madagaskar ein gebührenpflichtiges Visum (Kosten z.Zt. 50,- €), das vor Reiseantritt von der madagassischen Botschaft in
14612 Falkensee (Brandenburg)
Seepromenade 92
Tel.: 03322/2314-0
Fax: 03322/2314-29
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
einem der madagassischen Honorarkonsulate oder bei Ankunft am Flughafen (140.000,- Ariary, derzeit 60.- Euro) ausgestellt wird.
Aufgrund einer Sonderregelung, die bis zum 31.12.2009 begrenzt ist, erhalten Reisende, die sich bis zu 30 Tagen in Madagaskar aufhalten wollen, derzeit ein kostenfreies Visum bei Einreise am Flughafen.
Es ist auf jeden Fall ein Rück- bzw. Weiterflugticket vorzulegen.
Für Arbeits- und andere Aufenthalte von mehr als 90 Tagen (z.B. Praktika) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das nur bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht striktes Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu.
In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie.
Ein besonderes Augenmerk der madagassischen Justiz gilt „Sextouristen“. Sie werden in Madagaskar unnachgiebig verfolgt und müssen mit Freiheitsstrafen von 5-10 Jahren plus hoher Geldstrafe rechnen.
Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Haftbedingungen in Madagaskar sind prekär (überfüllte Gefängnisse, mangelhafte Ernährung und nur rudimentäre medizinische Versorgung). Die Untersuchungshaft kann sich über Jahre hinziehen.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.) und wird ebenfalls mit Haftstrafe geahndet.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden (siehe http://www.rki.de/). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebieten, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• ganztägig (siehe unten Chikungunya, Dengue.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Seit 2002 sind keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Chikungunya-Fieber
Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Auch 2007 und 2008 sind vereinzelte Erkrankungen in den Küstengebieten festgestellt worden. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.).
Rift Valley-Fieber (RVF)
Eine Epidemie wurde 2008 aus den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, der Provinz Fianarantsoa,Vakinakaratra und Anosy mit 400 Erkrankungen und 17 Todesfällen gemeldet. Die Übertragung erfolgt durch Mückenstich und Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamele, Nagetiere). Neben grippeartigen 5-8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämorrhagisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und inneren Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmark Meningoenzephalitis) oder Netzhautläsionen.
Eine kausale Behandlung ist nicht möglich, prophylaktischen Maßnahmen sind: Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv), Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe). Genuss von gut durchgebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich.
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Pest
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest (in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina) werden im allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar (ab Oktober). Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen üblich: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch, Französisch sprechende Ärzte. Zusätzlich stellt die anhaltende unruhige politische Lage im Lande (vor allem in mehreren Stadtteilen Antananarivos) eine weitere Belastung des Gesundheitssystem dar, so dass kurzfristige Leistungs- bzw. Funktionseinschränkungen nicht auszuschließen sind. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 20.11.2009
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 20.11.2009 (Unverändert gültig seit: 20.11.2009)
Aktuelle Hinweise
Die seit Ende Januar diesen Jahres andauernde politische Krise ist bisher nicht gelöst. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität gegenwärtig noch nicht abzusehen.
In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die in gewalttätige Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich.
Es wird empfohlen, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.
In letzter Zeit ist ein deutlicher Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen. Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - sind nicht auszuschließen. Betroffen ist auch hier die Hauptstadt Antananarivo und insbesondere das Stadtzentrum um Analekely und die Avenue de l'Indépendance.
Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der Botschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln.
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean, um die Seychellen, Madagaskar und vor Kenia und Tansania angegriffen und gekapert.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch und kann ein wirksamer Schutz nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Taschendiebstähle, aber auch bewaffnete Überfälle, haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen.
Ausländische Reisende, bei denen Geld oder Wertsachen vermutet werden, sind mittlerweile auch in Madagaskar vermehrt Ziel von Übergriffen.
Besondere Vorsicht ist geboten im Stadtzentrum von Antananarivo, in der Umgebung der Hotels und der von Ausländern bevorzugten Restaurants sowie generell bei Menschenansammlungen und an den Stationen der Überlandtaxis. Auch Touristenziele können betroffen sein. Berichtet wurde von Überfällen in Diego Suarez (Montagne des Francais), Tuléar und Morondava.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend angeraten, eine beglaubigte Kopie des Passes mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall sichtbar im Wagen liegen.
Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar ist wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen ein interessantes Reiseziel. Die Touristenregionen und Nationalparks sind seit den Ausschreitungen im Februar diesen Jahres von weiteren Unruhen verschont geblieben.
Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse von großem Vorteil, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.
Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist gut ausgebaut, wenngleich in der Folge der innenpolitischen Krise einige Flugverbindungen gestrichen wurden und Verspätungen nie auszuschließen sind.
Die Infrastruktur des Straßennetzes wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mittlerweile sind – ausgehend von Antananarivo – bis auf Fort Dauphin, die wichtigsten Küstenstädte auf Asphaltstraßen erreichbar.
Dennoch gibt es noch immer eine große Anzahl von nicht befestigten Straßen, die während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) zum Teil nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind sowie Regionen, die von der Außenwelt völlig abgeschnitten und lediglich zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen sind.
Auf den Hauptachsen kommt es seit kurzem vermehrt zu bewaffneten Überfällen, vor allem auf Überlandtaxis.
Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten auf jeden Fall vermieden werden.
Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren Zyklonen und tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Vor allem betroffen sind die östlichen, westlichen und südwestlichen Küstenregionen.
Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit der Visa-Karte Geld gezogen werden kann. Die Mastercard wird nur bei einer Bank, der BNI, akzeptiert. Eine Geldversorgung über EC-Karten (Maestro bzw.Cirrus) ist nicht möglich.
Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Fluggesellschaften sowie Supermärkte akzeptieren in der Regel die Visa-Karte. Manchmal wird ein Bankaufschlag von 3 % fällig.
Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es gute Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen Krise ist der Tourismus in Madagaskar allerdings eingebrochen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.
Das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Zain (ehemals Celtel) und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und auch viele ländliche Regionen erreichbar. Roaming funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch möglich, für einen Gegenwert von ca. 1,50 Euro eine lokale SIM-Karte zu erwerben – diese ermöglicht Telefonie und SMS mit Pre-Paid-Karte.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Grundsätzlich benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Madagaskar ein gebührenpflichtiges Visum (Kosten z.Zt. 50,- €), das vor Reiseantritt von der madagassischen Botschaft in
14612 Falkensee (Brandenburg)
Seepromenade 92
Tel.: 03322/2314-0
Fax: 03322/2314-29
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
einem der madagassischen Honorarkonsulate oder bei Ankunft am Flughafen (140.000,- Ariary, derzeit 60.- Euro) ausgestellt wird.
Aufgrund einer Sonderregelung, die bis zum 31.12.2009 begrenzt ist, erhalten Reisende, die sich bis zu 30 Tagen in Madagaskar aufhalten wollen, derzeit ein kostenfreies Visum bei Einreise am Flughafen.
Es ist auf jeden Fall ein Rück- bzw. Weiterflugticket vorzulegen.
Für Arbeits- und andere Aufenthalte von mehr als 90 Tagen (z.B. Praktika) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das nur bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen:
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen:
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja, mit eigenem Passfotofoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, mit eigenem Passfoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Weitere Anmerkungen: Alleinreisende Minderjährige, die nicht in Madagaskar wohnhaft sind,sollten darüber hinaus auch eine amtlich beglaubigte Einverständnis-erklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten in französischer Sprache mitführen.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht striktes Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu.
In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie.
Ein besonderes Augenmerk der madagassischen Justiz gilt „Sextouristen“. Sie werden in Madagaskar unnachgiebig verfolgt und müssen mit Freiheitsstrafen von 5-10 Jahren plus hoher Geldstrafe rechnen.
Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Haftbedingungen in Madagaskar sind prekär (überfüllte Gefängnisse, mangelhafte Ernährung und nur rudimentäre medizinische Versorgung). Die Untersuchungshaft kann sich über Jahre hinziehen.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.) und wird ebenfalls mit Haftstrafe geahndet.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden siehe http://www.rki.de/ Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebieten, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• ganztägig (siehe unten Chikungunya, Dengue.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Seit 2002 sind keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Chikungunya-Fieber
Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Auch 2007 und 2008 sind vereinzelte Erkrankungen in den Küstengebieten festgestellt worden. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.).
Rift Valley-Fieber (RVF)
Eine Epidemie wurde 2008 aus den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, der Provinz Fianarantsoa,Vakinakaratra und Anosy mit 400 Erkrankungen und 17 Todesfällen gemeldet. Die Übertragung erfolgt durch Mückenstich und Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamele, Nagetiere). Neben grippeartigen 5-8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämorrhagisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und inneren Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmark Meningoenzephalitis) oder Netzhautläsionen.
Eine kausale Behandlung ist nicht möglich, prophylaktischen Maßnahmen sind: Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv), Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe). Genuss von gut durchgebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich.
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Pest
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest (in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina) werden im allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar (ab Oktober). Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen üblich: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch, Französisch sprechende Ärzte. Zusätzlich stellt die anhaltende unruhige politische Lage im Lande (vor allem in mehreren Stadtteilen Antananarivos) eine weitere Belastung des Gesundheitssystem dar, so dass kurzfristige Leistungs- bzw. Funktionseinschränkungen nicht auszuschließen sind. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 10.12.2009
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 10.12.2009 (Unverändert gültig seit: 10.12.2009)
Aktuelle Hinweise
• Die seit Ende Januar 2009 andauernde politische Krise ist bisher nicht gelöst. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität gegenwärtig noch nicht abzusehen. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die in gewalttätige Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.
• In letzter Zeit ist ein deutlicher Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen. Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - sind nicht auszuschließen. Betroffen ist auch hier die Hauptstadt Antananarivo und insbesondere das Stadtzentrum um Analekely und die Avenue de l'Indépendance.
• Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der Botschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln.
• Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Taschendiebstähle, aber auch bewaffnete Überfälle, haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen.
Ausländische Reisende, bei denen Geld oder Wertsachen vermutet werden, sind mittlerweile auch in Madagaskar vermehrt Ziel von Übergriffen.
Besondere Vorsicht ist geboten im Stadtzentrum von Antananarivo, in der Umgebung der Hotels und der von Ausländern bevorzugten Restaurants sowie generell bei Menschenansammlungen und an den Stationen der Überlandtaxis. Auch Touristenziele können betroffen sein. Berichtet wurde von Überfällen in Diego Suarez (Montagne des Francais), Tuléar und Morondava.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend angeraten, eine beglaubigte Kopie des Passes mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall sichtbar im Wagen liegen.
Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar ist wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen ein interessantes Reiseziel. Die Touristenregionen und Nationalparks sind seit den Ausschreitungen im Februar diesen Jahres von weiteren Unruhen verschont geblieben.
Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse von großem Vorteil, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.
Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist gut ausgebaut, wenngleich in der Folge der innenpolitischen Krise einige Flugverbindungen gestrichen wurden und Verspätungen nie auszuschließen sind.
Die Infrastruktur des Straßennetzes wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mittlerweile sind – ausgehend von Antananarivo – bis auf Fort Dauphin, die wichtigsten Küstenstädte auf Asphaltstraßen erreichbar.
Dennoch gibt es noch immer eine große Anzahl von nicht befestigten Straßen, die während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) zum Teil nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind sowie Regionen, die von der Außenwelt völlig abgeschnitten und lediglich zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen sind.
Auf den Hauptachsen kommt es seit kurzem vermehrt zu bewaffneten Überfällen, vor allem auf Überlandtaxis.
Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten auf jeden Fall vermieden werden.
Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren Zyklonen und tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Vor allem betroffen sind die östlichen, westlichen und südwestlichen Küstenregionen.
Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit der Visa-Karte Geld gezogen werden kann. Die Mastercard wird nur bei einer Bank, der BNI, akzeptiert. Eine Geldversorgung über EC-Karten (Maestro bzw.Cirrus) ist nicht möglich.
Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Fluggesellschaften sowie Supermärkte akzeptieren in der Regel die Visa-Karte. Manchmal wird ein Bankaufschlag von 3 % fällig.
Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es gute Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen Krise ist der Tourismus in Madagaskar allerdings eingebrochen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.
Das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Zain (ehemals Celtel) und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und auch viele ländliche Regionen erreichbar. Roaming funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch möglich, für einen Gegenwert von ca. 1,50 Euro eine lokale SIM-Karte zu erwerben – diese ermöglicht Telefonie und SMS mit Pre-Paid-Karte.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Grundsätzlich benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Madagaskar ein gebührenpflichtiges Visum (Kosten z.Zt. 50,- €), das vor Reiseantritt von der madagassischen Botschaft in
14612 Falkensee (Brandenburg)
Seepromenade 92
Tel.: 03322/2314-0
Fax: 03322/2314-29
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
einem der madagassischen Honorarkonsulate oder bei Ankunft am Flughafen (140.000,- Ariary, derzeit 60.- Euro) ausgestellt wird.
Aufgrund einer Sonderregelung, die bis zum 31.12.2009 begrenzt ist, erhalten Reisende, die sich bis zu 30 Tagen in Madagaskar aufhalten wollen, derzeit ein kostenfreies Visum bei Einreise am Flughafen.
Es ist auf jeden Fall ein Rück- bzw. Weiterflugticket vorzulegen.
Für Arbeits- und andere Aufenthalte von mehr als 90 Tagen (z.B. Praktika) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das nur bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen:
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen:
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja, mit eigenem Passfotofoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, mit eigenem Passfoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Weitere Anmerkungen: Alleinreisende Minderjährige, die nicht in Madagaskar wohnhaft sind,sollten darüber hinaus auch eine amtlich beglaubigte Einverständnis-erklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten in französischer Sprache mitführen.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht striktes Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu.
In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie.
Ein besonderes Augenmerk der madagassischen Justiz gilt „Sextouristen“. Sie werden in Madagaskar unnachgiebig verfolgt und müssen mit Freiheitsstrafen von 5-10 Jahren plus hoher Geldstrafe rechnen.
Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Haftbedingungen in Madagaskar sind prekär (überfüllte Gefängnisse, mangelhafte Ernährung und nur rudimentäre medizinische Versorgung). Die Untersuchungshaft kann sich über Jahre hinziehen.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.) und wird ebenfalls mit Haftstrafe geahndet.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden siehe http://www.rki.de/ Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebieten, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• ganztägig (siehe unten Chikungunya, Dengue.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Seit 2002 sind keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Chikungunya-Fieber
Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Auch 2007 und 2008 sind vereinzelte Erkrankungen in den Küstengebieten festgestellt worden. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.).
Rift Valley-Fieber (RVF)
Eine Epidemie wurde 2008 aus den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, der Provinz Fianarantsoa,Vakinakaratra und Anosy mit 400 Erkrankungen und 17 Todesfällen gemeldet. Die Übertragung erfolgt durch Mückenstich und Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamele, Nagetiere). Neben grippeartigen 5-8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämorrhagisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und inneren Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmark Meningoenzephalitis) oder Netzhautläsionen.
Eine kausale Behandlung ist nicht möglich, prophylaktischen Maßnahmen sind: Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv), Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe). Genuss von gut durchgebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich.
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Pest
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest (in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina) werden im allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar (ab Oktober). Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen üblich: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch, Französisch sprechende Ärzte. Zusätzlich stellt die anhaltende unruhige politische Lage im Lande (vor allem in mehreren Stadtteilen Antananarivos) eine weitere Belastung des Gesundheitssystem dar, so dass kurzfristige Leistungs- bzw. Funktionseinschränkungen nicht auszuschließen sind. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 13.01.2010
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Madagaskar:
Stand 13.01.2010 (Unverändert gültig seit: 13.01.2010)
Aktuelle Hinweise
• Die seit Ende Januar 2009 andauernde politische Krise ist bisher nicht gelöst. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität gegenwärtig noch nicht abzusehen. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die in gewalttätige Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.
• In letzter Zeit ist ein deutlicher Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen. Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - sind nicht auszuschließen. Betroffen ist auch hier die Hauptstadt Antananarivo und insbesondere das Stadtzentrum um Analekely und die Avenue de l'Indépendance.
• Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der Botschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln.
• Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Taschendiebstähle, aber auch bewaffnete Überfälle, haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen.
Ausländische Reisende, bei denen Geld oder Wertsachen vermutet werden, sind mittlerweile auch in Madagaskar vermehrt Ziel von Übergriffen.
Besondere Vorsicht ist geboten im Stadtzentrum von Antananarivo, in der Umgebung der Hotels und der von Ausländern bevorzugten Restaurants sowie generell bei Menschenansammlungen und an den Stationen der Überlandtaxis. Auch Touristenziele können betroffen sein. Berichtet wurde von Überfällen in Diego Suarez (Montagne des Francais), Tuléar und Morondava.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend angeraten, eine beglaubigte Kopie des Passes mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall sichtbar im Wagen liegen.
Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar ist wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen ein interessantes Reiseziel. Die Touristenregionen und Nationalparks sind seit den Ausschreitungen im Februar diesen Jahres von weiteren Unruhen verschont geblieben.
Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse von großem Vorteil, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.
Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist gut ausgebaut, wenngleich in der Folge der innenpolitischen Krise einige Flugverbindungen gestrichen wurden und Verspätungen nie auszuschließen sind.
Die Infrastruktur des Straßennetzes wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mittlerweile sind – ausgehend von Antananarivo – bis auf Fort Dauphin, die wichtigsten Küstenstädte auf Asphaltstraßen erreichbar.
Dennoch gibt es noch immer eine große Anzahl von nicht befestigten Straßen, die während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) zum Teil nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind sowie Regionen, die von der Außenwelt völlig abgeschnitten und lediglich zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen sind.
Auf den Hauptachsen kommt es seit kurzem vermehrt zu bewaffneten Überfällen, vor allem auf Überlandtaxis.
Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten auf jeden Fall vermieden werden.
Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren Zyklonen und tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Vor allem betroffen sind die östlichen, westlichen und südwestlichen Küstenregionen.
Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit der Visa-Karte Geld gezogen werden kann. Die Mastercard wird nur bei einer Bank, der BNI, akzeptiert. Eine Geldversorgung über EC-Karten (Maestro bzw.Cirrus) ist nicht möglich.
Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Fluggesellschaften sowie Supermärkte akzeptieren in der Regel die Visa-Karte. Manchmal wird ein Bankaufschlag von 3 % fällig.
Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es gute Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen Krise ist der Tourismus in Madagaskar allerdings eingebrochen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.
Das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Zain (ehemals Celtel) und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und auch viele ländliche Regionen erreichbar. Roaming funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch möglich, für einen Gegenwert von ca. 1,50 Euro eine lokale SIM-Karte zu erwerben – diese ermöglicht Telefonie und SMS mit Pre-Paid-Karte.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Grundsätzlich benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Madagaskar ein gebührenpflichtiges Visum (Kosten z.Zt. 50,- €), das vor Reiseantritt
- von der madagassischen Botschaft in
14612 Falkensee (Brandenburg)
Seepromenade 92
Tel.: 03322/2314-0
Fax: 03322/2314-29
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
- einem der madagassischen Honorarkonsulate
- oder bei Ankunft am Flughafen ausgestellt wird.
Aufgrund einer Sonderregelung zur Förderung des Tourismus erhalten Reisende, die sich bis zu 30 Tagen in Madagaskar aufhalten wollen, bis auf Weiteres ein kostenfreies Visum bei Einreise am Flughafen.
Für einen Aufenthalt von 30 bis 60 Tagen werden Gebühren i.H.v. 100.000,- Ariary (45,- Euro), für einen Aufenthalt von 60 bis 90 Tagen 140.000,- Ariary (60,- Euro) erhoben.
Es ist auf jeden Fall ein Rück- bzw. Weiterflugticket vorzulegen.
Für Arbeits- und andere Aufenthalte von mehr als 90 Tagen (z.B. Praktika) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das nur bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja, mit eigenem Passfotofoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, mit eigenem Passfoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Weitere Anmerkungen Alleinreisende Minderjährige, die nicht in Madagaskar wohnhaft sind,sollten darüber hinaus auch eine amtlich beglaubigte Einverständnis-erklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten in französischer Sprache mitführen.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht striktes Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu.
In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie.
Ein besonderes Augenmerk der madagassischen Justiz gilt „Sextouristen“. Sie werden in Madagaskar unnachgiebig verfolgt und müssen mit Freiheitsstrafen von 5-10 Jahren plus hoher Geldstrafe rechnen.
Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Haftbedingungen in Madagaskar sind prekär (überfüllte Gefängnisse, mangelhafte Ernährung und nur rudimentäre medizinische Versorgung). Die Untersuchungshaft kann sich über Jahre hinziehen.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.) und wird ebenfalls mit Haftstrafe geahndet.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden siehe http://www.rki.de/ Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebieten, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• ganztägig (siehe unten Chikungunya, Dengue.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Seit 2002 sind keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Chikungunya-Fieber
Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Auch 2007 und 2008 sind vereinzelte Erkrankungen in den Küstengebieten festgestellt worden. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.).
Rift Valley-Fieber (RVF)
Eine Epidemie wurde 2008 aus den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, der Provinz Fianarantsoa,Vakinakaratra und Anosy mit 400 Erkrankungen und 17 Todesfällen gemeldet. Die Übertragung erfolgt durch Mückenstich und Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamele, Nagetiere). Neben grippeartigen 5-8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämorrhagisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und inneren Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmark Meningoenzephalitis) oder Netzhautläsionen.
Eine kausale Behandlung ist nicht möglich, prophylaktischen Maßnahmen sind: Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv), Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe). Genuss von gut durchgebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich.
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Pest
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest (in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina) werden im allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar (ab Oktober). Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen üblich: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch, Französisch sprechende Ärzte. Zusätzlich stellt die anhaltende unruhige politische Lage im Lande (vor allem in mehreren Stadtteilen Antananarivos) eine weitere Belastung des Gesundheitssystem dar, so dass kurzfristige Leistungs- bzw. Funktionseinschränkungen nicht auszuschließen sind. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 15.03.2010
Quelle: Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 15.03.2010
(Unverändert gültig seit: 15.03.2010)
Aktuelle Hinweise
Die seit Ende Januar 2009 andauernde politische Krise ist bisher nicht gelöst. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität gegenwärtig noch nicht abzusehen. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die in gewalttätige Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.
In letzter Zeit ist ein deutlicher Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen. Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - sind nicht auszuschließen. Betroffen ist auch hier die Hauptstadt Antananarivo und insbesondere das Stadtzentrum um Analekely und die Avenue de l'Indépendance.
Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der Botschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln.
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
Taschendiebstähle, aber auch bewaffnete Überfälle, haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen.
Ausländische Reisende, bei denen Geld oder Wertsachen vermutet werden, sind mittlerweile auch in Madagaskar vermehrt Ziel von Übergriffen.
Besondere Vorsicht ist geboten im Stadtzentrum von Antananarivo, in der Umgebung der Hotels und der von Ausländern bevorzugten Restaurants sowie generell bei Menschenansammlungen und an den Stationen der Überlandtaxis. Auch Touristenziele können betroffen sein. Berichtet wurde von Überfällen in Diego Suarez (Montagne des Francais), Tuléar und Morondava.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen -auch innerhalb von Hotels- verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend angeraten, eine beglaubigte Kopie des Passes mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall sichtbar im Wagen liegen.
Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar ist wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen ein interessantes Reiseziel. Die Touristenregionen und Nationalparks sind seit den Ausschreitungen im Februar diesen Jahres von weiteren Unruhen verschont geblieben.
Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse von großem Vorteil, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.
Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist gut ausgebaut, wenngleich in der Folge der innenpolitischen Krise einige Flugverbindungen gestrichen wurden und Verspätungen nie auszuschließen sind.
Die Infrastruktur des Straßennetzes wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mittlerweile sind – ausgehend von Antananarivo – bis auf Fort Dauphin, die wichtigsten Küstenstädte auf Asphaltstraßen erreichbar.
Dennoch gibt es noch immer eine große Anzahl von nicht befestigten Straßen, die während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) zum Teil nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind sowie Regionen, die von der Außenwelt völlig abgeschnitten und lediglich zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen sind.
Auf den Hauptachsen kommt es seit kurzem vermehrt zu bewaffneten Überfällen, vor allem auf Überlandtaxis.
Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten auf jeden Fall vermieden werden.
Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren Zyklonen und tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Vor allem betroffen sind die östlichen, westlichen und südwestlichen Küstenregionen.
Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit der Visa-Karte Geld gezogen werden kann. Die Mastercard wird nur bei einer Bank, der BNI, akzeptiert. Eine Geldversorgung über EC-Karten (Maestro bzw.Cirrus) ist nicht möglich.
Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Fluggesellschaften sowie Supermärkte akzeptieren in der Regel die Visa-Karte. Manchmal wird ein Bankaufschlag von 3 % fällig.
Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es gute Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen Krise ist der Tourismus in Madagaskar allerdings eingebrochen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.
Das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Zain (ehemals Celtel) und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und auch viele ländliche Regionen erreichbar. Roaming funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch möglich, für einen Gegenwert von ca. 1,50 Euro eine lokale SIM-Karte zu erwerben – diese ermöglicht Telefonie und SMS mit Pre-Paid-Karte.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Grundsätzlich benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Madagaskar ein gebührenpflichtiges Visum (Kosten z.Zt. 50,- €), das vor Reiseantritt
- von der madagassischen Botschaft in
14612 Falkensee (Brandenburg)
Seepromenade 92
Tel.: 03322/2314-0
Fax: 03322/2314-29
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
- einem der madagassischen Honorarkonsulate
- oder bei Ankunft am Flughafen ausgestellt wird.
Aufgrund einer Sonderregelung zur Förderung des Tourismus erhalten Reisende, die sich bis zu 30 Tagen in Madagaskar aufhalten wollen, bis auf Weiteres sowohl bei der zuständigen madagassischen Auslandsvertretung als auch bei Einreise am Flughafen ein kostenfreies Visum.
Bei Visumerteilung am Flughafen werden für einen Aufenthalt von 30 bis 60 Tagen Gebühren i.H.v. 100.000,- Ariary (derzeit 45,- Euro), für einen Aufenthalt von 60 bis 90 Tagen 140.000,- Ariary (derzeit 60,- Euro) erhoben.
Es ist auf jeden Fall ein Rück- bzw. Weiterflugticket vorzulegen.
Hinweis:
Die Gebührensätze der madagassischen Auslandsvertretung www.botschaft-madagaskar.de müssen nicht zwingend mit den am Flughafen erhobenen Gebühren übereinstimmen.
Für Arbeits- und andere Aufenthalte von mehr als 90 Tagen (z.B. Praktika) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das ausschließlich bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja, mit eigenem Passfotofoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, mit eigenem Passfoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Weitere Anmerkungen Alleinreisende Minderjährige, die nicht in Madagaskar wohnhaft sind,sollten darüber hinaus auch eine amtlich beglaubigte Einverständnis-erklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten in französischer Sprache mitführen.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht striktes Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu.
In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie.
Ein besonderes Augenmerk der madagassischen Justiz gilt „Sextouristen“. Sie werden in Madagaskar unnachgiebig verfolgt und müssen mit Freiheitsstrafen von 5-10 Jahren plus hoher Geldstrafe rechnen.
Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Haftbedingungen in Madagaskar sind prekär (überfüllte Gefängnisse, mangelhafte Ernährung und nur rudimentäre medizinische Versorgung). Die Untersuchungshaft kann sich über Jahre hinziehen.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.) und wird ebenfalls mit Haftstrafe geahndet.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden siehe http://www.rki.de/ Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebieten, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
ganztägig (siehe unten Chikungunya, Dengue.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Seit 2002 sind keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Chikungunya-Fieber
Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Auch 2007 und 2008 sind vereinzelte Erkrankungen in den Küstengebieten festgestellt worden. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.).
Rift Valley-Fieber (RVF)
Eine Epidemie wurde 2008 aus den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, der Provinz Fianarantsoa,Vakinakaratra und Anosy mit 400 Erkrankungen und 17 Todesfällen gemeldet. Die Übertragung erfolgt durch Mückenstich und Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamele, Nagetiere). Neben grippeartigen 5-8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämorrhagisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und inneren Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmark Meningoenzephalitis) oder Netzhautläsionen.
Eine kausale Behandlung ist nicht möglich, prophylaktischen Maßnahmen sind: Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv), Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe). Genuss von gut durchgebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich.
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Pest
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest (in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina) werden im allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar (ab Oktober). Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen üblich: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch, Französisch sprechende Ärzte. Zusätzlich stellt die anhaltende unruhige politische Lage im Lande (vor allem in mehreren Stadtteilen Antananarivos) eine weitere Belastung des Gesundheitssystem dar, so dass kurzfristige Leistungs- bzw. Funktionseinschränkungen nicht auszuschließen sind. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 29.06.2010
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 29.06.2010
(Unverändert gültig seit: 29.06.2010)
Aktuelle HinweiseLandesspezifische Sicherheitshinweise
- Die seit Ende Januar 2009 andauernde politische Krise ist bisher nicht gelöst. Eine Rückkehr zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität gegenwärtig noch nicht abzusehen. In der Hauptstadt Antananarivo sind politisch motivierte Demonstrationen, die in gewalttätige Auseinandersetzungen münden können, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, vor allem im Innenstadtbereich Antananarivos besondere Vorsicht walten zu lassen und Menschenansammlungen zu meiden.
- In letzter Zeit ist ein deutlicher Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen. Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - sind nicht auszuschließen. Betroffen ist auch hier die Hauptstadt Antananarivo und insbesondere das Stadtzentrum um Analekely und die Avenue de l'Indépendance.
- Deutschen Staatsangehörigen, die sich länger in Madagaskar aufhalten, wird empfohlen, der Botschaft ihre Kontaktdaten zu übermitteln.
- Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Inzwischen werden auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Jemen und Oman angegriffen und gekapert. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe unverändert hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Centre unter www.mschoa.org dringend empfohlen.
Kriminalität
Taschendiebstähle, aber auch bewaffnete Überfälle, haben in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Ausländische Reisende, bei denen Geld oder Wertsachen vermutet werden, sind mittlerweile auch in Madagaskar vermehrt Ziel von Übergriffen.
Besondere Vorsicht ist geboten im Stadtzentrum von Antananarivo, in der Umgebung der Hotels und der von Ausländern bevorzugten Restaurants sowie generell bei Menschenansammlungen und an den Stationen der Überlandtaxis.
Auch Touristenziele können betroffen sein. Es gab bewaffnete Überfälle auf Touristen in Diego Suarez (Montagne des Francais), Tuléar, Morondava und Nosy Be.
Die Gewaltbereitschaft hat zugenommen.
Nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen abgeraten. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb von Hotels - verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend angeraten, eine beglaubigte Kopie des Passes mit sich zu führen.
Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Zeit die Türen von innen zu verriegeln und die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall sichtbar im Wagen liegen.
Allgemeine Reiseinformationen
Madagaskar ist wegen seiner einzigartigen Flora und Fauna, seiner abwechslungsreichen Landschaften und Klimazonen ein interessantes Reiseziel. Die Touristenregionen und Nationalparks sind seit den Ausschreitungen im Februar diesen Jahres von weiteren Unruhen verschont geblieben.
Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse von großem Vorteil, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.
Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist gut ausgebaut, wenngleich in der Folge der innenpolitischen Krise einige Flugverbindungen gestrichen wurden und Verspätungen nie auszuschließen sind.
Die Infrastruktur des Straßennetzes wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mittlerweile sind – ausgehend von Antananarivo – bis auf Fort Dauphin, die wichtigsten Küstenstädte auf Asphaltstraßen erreichbar.
Dennoch gibt es noch immer eine große Anzahl von nicht befestigten Straßen, die während der Regenzeit (Australsommer Dezember bis April) zum Teil nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind sowie Regionen, die von der Außenwelt völlig abgeschnitten und lediglich zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen sind.
Auf den Hauptachsen kommt es seit kurzem vermehrt zu bewaffneten Überfällen, vor allem auf Überlandtaxis.
Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten auf jeden Fall vermieden werden.
Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren Zyklonen und tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Vor allem betroffen sind die östlichen, westlichen und südwestlichen Küstenregionen.
Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit der Visa-Karte Geld gezogen werden kann. Die Mastercard wird nur bei einer Bank, der BNI, akzeptiert. Eine Geldversorgung über EC-Karten (Maestro bzw.Cirrus) ist nicht möglich.
Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Fluggesellschaften sowie Supermärkte akzeptieren in der Regel die Visa-Karte. Manchmal wird ein Bankaufschlag von 3 % fällig.
Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es gute Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen Krise ist der Tourismus in Madagaskar allerdings eingebrochen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.
Das Mobilfunknetz ist sehr gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Zain (ehemals Celtel) und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und auch viele ländliche Regionen erreichbar. Roaming funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch möglich, für einen Gegenwert von ca. 1,50 Euro eine lokale SIM-Karte zu erwerben – diese ermöglicht Telefonie und SMS mit Pre-Paid-Karte.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Grundsätzlich benötigen deutsche Staatsangehörige für die Einreise nach Madagaskar ein gebührenpflichtiges Visum (Kosten z.Zt. 50,- €), das vor Reiseantritt
- von der madagassischen Botschaft in
14612 Falkensee (Brandenburg)
Seepromenade 92
Tel.: 03322/2314-0
Fax: 03322/2314-29
E-Mail: info@botschaft-madagaskar.de
- einem der madagassischen Honorarkonsulate
- oder bei Ankunft am Flughafen ausgestellt wird.
Aufgrund einer Sonderregelung zur Förderung des Tourismus erhalten Reisende, die sich bis zu 30 Tagen in Madagaskar aufhalten wollen, bis auf Weiteres sowohl bei der zuständigen madagassischen Auslandsvertretung als auch bei Einreise am Flughafen ein kostenfreies Visum.
Bei Visumerteilung am Flughafen werden für einen Aufenthalt von 30 bis 60 Tagen Gebühren i.H.v. 100.000,- Ariary (derzeit 45,- Euro), für einen Aufenthalt von 60 bis 90 Tagen 140.000,- Ariary (derzeit 60,- Euro) erhoben.
Es ist auf jeden Fall ein Rück- bzw. Weiterflugticket vorzulegen.
Hinweis:
Die Gebührensätze der madagassischen Auslandsvertretung www.botschaft-madagaskar.de müssen nicht zwingend mit den am Flughafen erhobenen Gebühren übereinstimmen.
Für Arbeits- und andere Aufenthalte von mehr als 90 Tagen (z.B. Praktika) ist es erforderlich, bereits bei der Einreise über ein sogenanntes „visa transformable“ zu verfügen, das ausschließlich bei einer madagassischen Auslandsvertretung erhältlich ist.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Vorläufiger Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Reisepass Ja, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Ja, mit eigenem Passfotofoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt) Ja, mit eigenem Passfoto, mindestens 6 Monate Gültigkeit bei Einreise
Weitere Anmerkungen Alleinreisende Minderjährige, die nicht in Madagaskar wohnhaft sind,sollten darüber hinaus auch eine amtlich beglaubigte Einverständnis-erklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten in französischer Sprache mitführen.
Vergehen gegen die madagassischen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen werden unnachgiebig geahndet. Es drohen hohe Geld- und ggfls. sogar Haftstrafen.
Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.
Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude) besteht striktes Fotografierverbot.
Verschiedene Orte sind ”fady”, d.h. für Ausländer tabu.
In Madagaskar wird Ehebruch mit Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Hinzu kommt ein Schadenersatzanspruch gegen die Täter. Dies gilt auch für Pädophilie.
Ein besonderes Augenmerk der madagassischen Justiz gilt „Sextouristen“. Sie werden in Madagaskar unnachgiebig verfolgt und müssen mit Freiheitsstrafen von 5-10 Jahren plus hoher Geldstrafe rechnen.
Da nicht auszuschließen ist, dass Ausländer gezielt in eine kompromittierende Situation gebracht werden sollen, ist beim Kontakt zu jungen Mädchen und Frauen besondere Vorsicht geboten.
Die Haftbedingungen in Madagaskar sind prekär (überfüllte Gefängnisse, mangelhafte Ernährung und nur rudimentäre medizinische Versorgung). Die Untersuchungshaft kann sich über Jahre hinziehen.
Die Ausfuhr von und der Handel mit bestimmten einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist streng verboten (Lemuren, Schildkröten u.a.) und wird ebenfalls mit Haftstrafe geahndet.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein hohes Risiko besteht in den Küstenregionen und Regenwaldgebieten, ein mittleres Risiko in den Höhenlagen, im Landesinneren und in der Hauptstadt. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:HIV/AIDS
- ganztägig (siehe unten Chikungunya, Dengue.) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Seit 2002 sind keine Fälle neuer Choleraerkrankungen bekannt geworden. Betroffen sind vor allem jene Bevölkerungsgruppen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Chikungunya-Fieber
Im April und Mai 2006 ist es an der Nord- und Ostküste zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya-Fieber gekommen. Auch 2007 und 2008 sind vereinzelte Erkrankungen in den Küstengebieten festgestellt worden. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung, in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten vorrangig Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl auf. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Maßnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.).
Rift Valley-Fieber (RVF)
Eine Epidemie wurde 2008 aus den Regionen Alaotra Mangoro, Analamanga, Itasy, der Provinz Fianarantsoa,Vakinakaratra und Anosy mit 400 Erkrankungen und 17 Todesfällen gemeldet. Die Übertragung erfolgt durch Mückenstich und Kontakt mit Körpersekreten infizierter Tiere (Kühe, Schafe, Kamele, Nagetiere). Neben grippeartigen 5-8 Tagen dauernden Symptomen entwickeln ca. 0,5 % der Patienten Komplikationen: Hirnhautentzündung, Hämorrhagisches Fieber mit Zusammenbruch des Gerinnungssystems und inneren Blutungen, Entzündung des Hirn- u- Rückenmark Meningoenzephalitis) oder Netzhautläsionen.
Eine kausale Behandlung ist nicht möglich, prophylaktischen Maßnahmen sind: Mückenschutz (Mücken vorwiegend tagaktiv), Meiden von engem Kontakt mit Schafen, Rindern, Kamelen, Ziegen (Viehmärkte, Schlachthöfe). Genuss von gut durchgebratenem Fleisch und aufbereiteter Milch (aus Supermärkten) ist weiterhin unbedenklich.
Dengue-Fieber
Die für den Raum Indischer Ozean bekannten Dengue-Epidemien sind in Madagaskar bisher wenig aufgetreten. Anfang 2006 kam es zu einer schwach ausgeprägten Dengue-Fieber-Epidemie in Toamasina (Tamatave), Mahajanga und Nosy Be.
Pest
Gelegentlich auftretende Fälle der Beulenpest (in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina) werden im allgemeinen von den Gesundheitsbehörden rasch unter Kontrolle gebracht. Das Auftreten der durch Rattenflöhe verbreiteten Krankheit erfolgt praktisch jährlich zum Beginn der Regenzeit in Madagaskar (ab Oktober). Wegen des mit Malaria verwandten Krankheitsbildes im Anfangsstadium (Fieber, Schüttelfrost) erfolgt die richtige Diagnose und Behandlung gerade in abgelegenen Gebieten verspätet. Grundlage für den Ausbruch der Pest ist die oft erbärmliche Hygienelage in den Armenvierteln und in ländlichen Regionen. Es besteht normalerweise kein Grund zur Besorgnis für Ausländer und Touristen. Pesterkrankungen von Ausländern sind in Madagaskar seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorgekommen.
Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen üblich: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch, Französisch sprechende Ärzte. Zusätzlich stellt die anhaltende unruhige politische Lage im Lande (vor allem in mehreren Stadtteilen Antananarivos) eine weitere Belastung des Gesundheitssystem dar, so dass kurzfristige Leistungs- bzw. Funktionseinschränkungen nicht auszuschließen sind. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de




