Auswärtiges AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand: 20.01.2006 Unverändert gültig seit: 20.01.2006
In den nördlichen Landesteilen Ghanas kommt es gelegentlich zu Stammeskonflikten mit Auswirkungen auf die Sicherheitslage (z.B. nächtliche Ausgangssperren). Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden. Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren.
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Reise-/Sicherheitshinweis Ghana 20.01.2006 - 03.02.2011
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Auswärtiges AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand: 29.03.2006 Unverändert gültig seit: 29.03.2006
In den nördlichen Landesteilen Ghanas kommt es gelegentlich zu Stammeskonflikten mit Auswirkungen auf die Sicherheitslage (z.B. nächtliche Ausgangssperren). Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden.
In der Zeit vom 31.3. bis 8.4.2006 sollten Reisen nach Tamale, Yendi und Umgebung möglichst vermieden werden. In diesem Zeitraum soll das Begräbnis des 2002 in einem Konflikt ermordeten Oberhauptes von Dagbon stattfinden. Gleichzeitig finden am 4.4.2006 in Tamale Central Nachwahlen für den Parlamentssitz statt. Beide Ereignisse bergen aufgrund der angespannten Lage das Potential zu einer gewaltsamen Eskalation.
Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren.
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In den nördlichen Landesteilen Ghanas kommt es gelegentlich zu Stammeskonflikten mit Auswirkungen auf die Sicherheitslage (z.B. nächtliche Ausgangssperren). Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden.
In der Zeit bis zum 20.4. 2006 sollten Reisen nach Yendi und Umgebung möglichst vermieden werden. In diesem Zeitraum soll das Begräbnis des 2002 in einem Konflikt ermordeten Oberhauptes von Dagbon stattfinden. Das Ereigniss birgt aufgrund der angespannten Lage das Potential zu einer gewaltsamen Eskalation.
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Reise-/Sicherheitshinweis Ghana 04.05.2007
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand 04.05.2007 (Unverändert gültig seit: 04.05.2007)
Aktueller Hinweis
Vogelgrippe: Mit der Bestätigung durch das WHO-Referenzlabor in Kairo ist Ghana das 9. afrikanische Land, in dem die KLASSISCHE GEFLÜGELPEST (hochpathogene Form der AVIÄREN INFLUENZA, VOGELGRIPPE) durch H5N1 aufgetreten ist. Betroffen ist eine Hühnerfarm in der Nähe der Hafenstadt Tema östlich von Accra mit 1.600 Tieren. Menschliche Erkrankungen wurden bisher nicht bekannt. Es wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem oder rohem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“). Weitere Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema „Vogelgrippe“ unter den Informationen des Gesundheitsdienstes.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In den nördlichen Landesteilen Ghanas kommt es gelegentlich zu Stammeskonflikten mit Auswirkungen auf die Sicherheitslage (z.B. nächtliche Ausgangssperren). Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden.
Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren.
Allgemeine Reiseinformationen
Ghana mit einer Fläche von ca. 250.000 km2 hat etwa 20 Mio. Einwohner. Die Bevölkerung setzt sich aus zahlreichen Völkern und Stämmen zusammen. Nähere Informationen über Land und Leute sind beim Ghana Tourist Board, P.O.Box 3106, Accra, (gtb@africaonline.com.gh, www.ghanatourism.gov.gh) erhältlich.
Landeswährung ist der Cedi (C). Cedis können bei den staatlich zugelassenen FOREX-Büros getauscht werden. Die aktuellen Kurse sind dort zu erfragen. Auch die größeren Hotels sind autorisiert, Geldwechsel vorzunehmen; die Kurse sind jedoch geringfügig schlechter als bei den FOREX-Büros. Die günstigsten Kurse sind gegen Bargeld zu erzielen, auch Traveller Cheques werden akzeptiert - allerdings zu deutlich schlechteren Kursen. Kreditkarten werden nur in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert und sollten wegen der Missbrauchsgefahr auch nur dort benutzt werden. An einigen wenigen Bankautomaten ist in begrenztem Umfang (ca. 500.000 C) das Abheben von Bargeld mit einer VISA-Kreditkarte möglich. Für finanzielle Notfälle besteht die Möglichkeit des Geldtransfers über "Western Union" (Info 069-26 48 201, Frankfurt) von jeder deutschen Verkehrsbank (in Bahnhöfen und Flughäfen).
Zu Fremdwährungenein- und –ausfuhr siehe „Besondere Zollvorschriften“
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise ein Visum, das bei der ghanaischen Botschaft in Berlin (Touristen- und Geschäftsvisa) oder den Konsulaten (nur Geschäftsvisa) zu beantragen ist.
Der deutsche Kinderausweis wird zur Visaerteilung anerkannt. Ein Lichtbild ist ab dem 12. Lebensjahr obligatorisch. Der Eintrag des Kindes (bis zum 16. Lebensjahr) in den Reisepass eines Elternteils ersetzt den Kinderausweis. Beachten Sie bitte, dass seit dem 01.01.2006 der Kinderreisepass den Kinderausweis ersetzt. Alte Kinderausweise werden jedoch noch bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit anerkannt.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthalts noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumsverlängerung bzw. ein sog. Re-Entry-Visum benötigt. Beides ist in Accra beim Immigration Service nahe des Ako Adjei Interchange (Stadtteil North-Ridge; Tel: +233 (21) 258249/258250) erhältlich. Es empfiehlt sich hierbei eine frühzeitige Planung, da mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 14 Tagen gerechnet werden muss. Bitte beachten Sie, dass trotz einer von den ghanaischen Vertretungen im Ausland erteilten mehr als zweimonatigen Gültigkeit des Visums dieses bei der Einreise nach Ghana automatisch auf eine Gültigkeit von 60 Tagen beschränkt wird. Eine Verlängerung ist bei Bedarf rechtzeitig beim Immigration Service zu beantragen. Zur Zeit benötigen Sie dafür 1 Passbild, die Bearbeitungsgebühr beträgt pro verlängertem Monat 100.000 C.
Ein illegaler Aufenthalt (über die Gültigkeit des Visums hinaus) wird mit empfindlicher Geldstrafe sanktioniert. Es erfolgt die Aufnahme in die Visaversagungsdatei, so dass ein neues Visum nur nach Zustimmung des Ghana Immigration Service erteilt werden darf.Für die Ausreise aus Ghana muss das ghanaische Visum noch gültig sein.Erforderlich bei Einreise ist neben dem Reisedokument mit Visum auch ein internationaler Impfpass mit Eintrag einer gültigen Gelbfieberimpfung.
Besondere Zollvorschriften
Einfuhr:
Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie Gegenstände zum beruflichen Gebrauch dürfen zollfrei eingeführt werden. Zum eigenen Gebrauch dürfen 375 ml Spirituosen, 750 ml Wein und nicht mehr als 5 kg Tabakwaren eingeführt werden. Unbegleitetes Reisegepäck muss direkt bei Ankunft am Flughafen angemeldet werden, um zollfrei eingeführt werden zu können. Aktuelle Listen der Waren, die unter das Importverbot oder fallen oder eine Importerlaubnis benötigen, sind beim Ghana Customs, Excise and Preventive Service (CEPS, P.O. Box 68, Accra, Tel. +233 (21) 666842 – 5, 668319, Fax 666841, (www.ghanacustoms.gov.gh) erhältlich.Aktuelle Listen der Zolltarife (Current Tariff Schedules) für Gegenstände, die nicht zollfrei eingeführt werden können, sind ebenfalls in den Büros des CEPS erhältlich.Fremdwährungen dürfen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.
Ausfuhr:
Sollen Fremdwährungen bei Ausreise wieder ausgeführt werden, so muss dies bei Einreise deklariert werden.
Ghanaische Währung darf nur bis zu einem Betrag von 50.000 Cedis ausgeführt werden. Exportgenehmigungen sind u.a. für Antiquitäten und Edelmetalle erforderlich. Nähere Auskunft erteilt CEPS.
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es wird darauf hingewiesen, dass die Mindeststrafe in Ghana für Drogenbesitz bzw. -konsum, auch bei kleinsten Mengen, bei 5 Jahren Gefängnis liegt. Der Handel mit Drogen wird mit mindestens 10 Jahren Gefängnis bestraft.
Auch für die Förderung von Prostitution und homosexuelle Handlungen werden Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren verhängt.
Die 1982 eingeführten Beschränkungen beim Fotografieren sind in jüngster Zeit erheblich gelockert worden. Allerdings empfiehlt es sich nach wie vor nicht, militärische Anlagen, Truppen, Ministerien und öffentliche Gebäude, Züge und Eisenbahnanlagen, Häfen, Flughäfen, Flugzeuge, Brücken, Stauwerke oder größere Umspannanlagen der Elektrizitätswerke zu fotografieren. Ein striktes Fotografierverbot besteht vor allem im Umkreis des "Castle" in Accra, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts.
Da auch Personen sich nicht immer gern fotografieren lassen, empfiehlt sich eine vorherige Bitte um Erlaubnis.
Sonstige Informationen
Kriminalität:
Ghana ist ein gerade auch im Vergleich zu Europa sicheres Reiseland mit niedriger Kriminalitätsrate. In der Hauptstadt Accra ist aber mit der für eine Millionen-Einwohnerstadt üblichen Kriminalität zu rechnen. Am Flughafen Kotoka, im Geschäftsviertel Osu (besonders nachts) sowie in den Wohnbezirken von Ausländern (Stadtteile Cantonments, Labone und Airport Residential Area) kommt es gelegentlich zu Diebstahls- oder Gewaltdelikten.
Reisen über Land/Straßenverkehr:
Ghana verfügt über ein wachsendes Netz gut ausgebauter Überlandstraßen. Dennoch ist stets mit erheblichen Straßenschäden (tiefen Löchern) und unbefestigten Teilabschnitten zu rechnen. Die Unfallgefahr im Straßenverkehr ist sehr hoch. Nachtfahrten über Land sollten wegen des schlechten Straßenzustands und häufig unzureichender Beleuchtung der Straßen und anderer Fahrzeuge vermieden werden.
In den Städten stehen Taxis zur Verfügung, die entweder als Sammeltaxi oder vom Fahrgast alleine benutzt werden (in diesem Fall ist der Fahrpreis, der unter deutschem Preisniveau liegt, für vier Plätze zu entrichten). Es gibt keine Taxameter, so dass dringend empfohlen wird, den Preis vorher mit dem Fahrer auszuhandeln, da vor allem Europäer häufig übervorteilt werden. Halten Sie genügend kleine Scheine zum Wechslen vorrätig. Vereinzelt verlangen Taxifahrer von Ausländern eine Bezahlung des Fahrpreises in Devisen, was grundsätzlich abgelehnt werden sollte.
Straßennamen werden in Ghana zwar staatlich vergeben, sind aber in der Bevölkerung und auch unter den Taxifahrern kaum bekannt. Zur Orientierung dienen bekannte Gebäude (z.B. National Theater in Accra oder die großen Hotels). Im Gegensatz zu Europa muß der Fahrgast den Weg zum Fahrtziel zu kennen und den Taxifahrer zu instruieren. Für erste Fahrten vom Flughafen empfiehlt es sich, die bekannten großen Hotels anzusteuern und sich dann ggf. weiterleiten zu lassen. Mietwagen sind zumeist in den Hotels erhältlich. Taxen können auch tage- oder stundenweise angemietet werden (ca. 100 US$ pro Tag). Vorab sollte unbedingt geklärt werden, ob im Mietpreis bereits das Benzin enthalten ist. Ein öffentlicher Nah- und Fernverkehr ist in Ghana vorhanden, jedoch nur mühsam zu durchschauen, da es zwar feste Abfahrtspunkte und Fahrtrouten gibt, aber keine festen Abfahrtszeiten. Überlandfahrten per Bus sollten per STC Bussen durchgeführt werden. Kostengünstige Kleinbusse (Tro-Tros) sind oft technisch nicht straßentauglich und extrem unfallgefährdet.
Medizinische Hinweise
Impfschutz: Eine gültige Gelbfieberimpfung ist zur Einreise vorgeschrieben. Achten Sie darauf, dass Ihr internationaler Impfausweis vollständig ausgefüllt ist und insbesondere eine ärztliche Bestätigung Ihrer Blutgruppe enthält.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder (siehe Merkblatt des Gesundheitsdienstes) und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/cln_006/nn_975940/DE/ ... .pdf/30_06) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria: Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Zur Vorbeugung gegen mückenübertragene Infektionskrankheiten wird allen Reisenden empfohlen
· abends körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, möglichst langärmelige Hemden),
· besonders in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
· ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS: Durch sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Andere Infektionskrankheiten:
Durchfallerkrankungen und Cholera: Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Alternativ gefiltertes und abgekochtes Wasser benutzen, im Notfall auch desinfiziertes Wasser. Zum Zähneputzen möglichst Trinkwasser verwenden. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich die Hände mit Seife, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
Die Gefahr der Übertragung von Bilharziose (Schistosomiasis) besteht beim Baden und durch Wasserkontakt beim Angeln oder Segeln in Flüssen und Seen, z.B. im Volta - See und - Fluss.
Die medizinische Versorgung im Land ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist technisch und hygienisch in hohem Maße mangelhaft. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen, außerdem die Mitnahme einer ausreichenden.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Ghana durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/
einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/)
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
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Reise-/Sicherheitshinweis Ghana 26.07.2007
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Aktueller Hinweis
Vogelgrippe: Mit der Bestätigung durch das WHO-Referenzlabor in Kairo ist Ghana das 9. afrikanische Land, in dem die KLASSISCHE GEFLÜGELPEST (hochpathogene Form der AVIÄREN INFLUENZA, VOGELGRIPPE) durch H5N1 aufgetreten ist. Betroffen waren eine Hühnerfarm in der Nähe der Hafenstadt Tema östlich von Accra mit 1.600 Tieren sowie zu einem späteren Zeitpunkt Farmen in Sunyani (Brong Ahafo) und Aflao (Voltaregion, Grenze zu Togo). Menschliche Erkrankungen wurden bisher nicht bekannt. Es wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem oder rohem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“). Weitere Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema „Vogelgrippe“ unter den Informationen des Gesundheitsdienstes.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In den nördlichen Landesteilen Ghanas kommt es gelegentlich zu Konflikten zwischen den Ethnien mit Auswirkungen auf die Sicherheitslage (z.B. nächtliche Ausgangssperren). Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden.
Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren.
Allgemeine Reiseinformationen
Ghana mit einer Fläche von ca. 250.000 km2 hat etwa 20 Mio. Einwohner. Die Bevölkerung setzt sich aus zahlreichen Völkern und Ethnien zusammen. Nähere Informationen über Land und Leute sind beim Ghana Tourist Board, P.O.Box 3106, Accra, (gtb@africaonline.com.gh, www.ghanatourism.gov.gh) erhältlich.
Landeswährung ist der Cedi (C). Cedis können bei den staatlich zugelassenen FOREX-Büros getauscht werden. Die aktuellen Kurse sind dort zu erfragen. Auch die größeren Hotels sind autorisiert, Geldwechsel vorzunehmen; die Kurse sind jedoch geringfügig schlechter als bei den FOREX-Büros. Die günstigsten Kurse sind gegen Bargeld zu erzielen, auch Traveller Cheques werden akzeptiert - allerdings zu deutlich schlechteren Kursen. Kreditkarten werden nur in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert und sollten wegen der Missbrauchsgefahr auch nur dort benutzt werden. Anfang Juli 2007 führte die ghanaische Zentralbank eine Währungsreform durch, die Währung behält ihren Namen „Cedi“. 10.000 „alte“ Cedis sind nun 1 „neuer“ Ghana Cedi (GC). Bis zum 31.12.2007 kann der „alte“ Cedi weiterhin als reguläres Zahlungsmittel verwendet werden. Es ist auch möglich, den Zahlungsverkehr in beiden Währungen gleichzeitig abzuwickeln. Außerdem werden bis zum Jahresende sämtliche Waren in beiden Währungen ausgepreist, um den Übergang zu erleichtern. Nach dem 31.12.2007 werden die alten Scheine und Münzen nur noch von der Bank of Ghana und den kommerziellen Banken umgetauscht. Die neuen Scheine sind als 50 GC, 20 GC, 10 GC und 5 GC Noten erhältlich. Die Münzen werden als 1 GP (Ghana Pesewas), 5 GP, 10 GP, 20 GP und 50 GP ausgegeben. An den Bankautomaten ist in begrenztem Umfang (Limit setzt das kartenausgebende Institut) das Abheben von Bargeld mit einer Visa-Kreditkarte möglich. Mit einer Mastercard ist es nur möglich gegen Vorlage des Reisepasses und der Kreditkarte am Schalter der Barclays Bank Geld zu bekommen. Dies ist in den größeren Städten, in Accra nur in der Hauptgeschäftsstelle (High Street) möglich. Für finanzielle Notfälle besteht die Möglichkeit des Geldtransfers über "Western Union" (Info 069-26 48 201, Frankfurt) von jeder deutschen Verkehrsbank (in Bahnhöfen und Flughäfen).
Zu Fremdwährungenein- und –ausfuhr siehe „Besondere Zollvorschriften“
Kriminalität:
Ghana ist ein gerade auch im Vergleich zu Europa sicheres Reiseland mit niedriger Kriminalitätsrate. In der Hauptstadt Accra ist aber mit der für eine Millionen-Einwohnerstadt üblichen Kriminalität zu rechnen. Am Flughafen Kotoka, im Geschäftsviertel Osu (besonders nachts) sowie in den Wohnbezirken von Ausländern (Stadtteile Cantonments, Labone und Airport Residential Area) kommt es gelegentlich zu Diebstahls- oder Gewaltdelikten.
Reisen über Land/Straßenverkehr:
Ghana verfügt über ein wachsendes Netz gut ausgebauter Überlandstraßen. Dennoch ist stets mit erheblichen Straßenschäden (tiefen Löchern) und unbefestigten Teilabschnitten zu rechnen. Die Unfallgefahr im Straßenverkehr ist sehr hoch. Nachtfahrten über Land sollten wegen des schlechten Straßenzustands und häufig unzureichender Beleuchtung der Straßen und anderer Fahrzeuge vermieden werden.
In den Städten stehen Taxis zur Verfügung, die entweder als Sammeltaxi oder vom Fahrgast alleine benutzt werden (in diesem Fall ist der Fahrpreis, der unter deutschem Preisniveau liegt, für vier Plätze zu entrichten). Es gibt keine Taxameter, so dass dringend empfohlen wird, den Preis vorher mit dem Fahrer auszuhandeln, da vor allem Europäer häufig übervorteilt werden. Halten Sie genügend kleine Scheine zum Wechseln vorrätig. Vereinzelt verlangen Taxifahrer von Ausländern eine Bezahlung des Fahrpreises in Devisen, was grundsätzlich abgelehnt werden sollte.
Straßennamen werden in Ghana zwar staatlich vergeben, sind aber in der Bevölkerung und auch unter den Taxifahrern kaum bekannt. Zur Orientierung dienen bekannte Gebäude (z.B. National Theater in Accra oder die großen Hotels). Im Gegensatz zu Europa muß der Fahrgast den Weg zum Fahrtziel kennen und den Taxifahrer zu instruieren. Für erste Fahrten vom Flughafen empfiehlt es sich, die bekannten großen Hotels anzusteuern und sich dann ggf. weiterleiten zu lassen. Mietwagen sind zumeist in den Hotels erhältlich. Taxen können auch tage- oder stundenweise angemietet werden (ca. 100 US$ pro Tag). Vorab sollte unbedingt geklärt werden, ob im Mietpreis bereits das Benzin enthalten ist. Ein öffentlicher Nah- und Fernverkehr ist in Ghana vorhanden, jedoch nur mühsam zu durchschauen, da es zwar feste Abfahrtspunkte und Fahrtrouten gibt, aber keine festen Abfahrtszeiten. Überlandfahrten per Bus sollten per STC Bussen durchgeführt werden. Kostengünstige Kleinbusse (Tro-Tros) sind oft technisch nicht straßentauglich und extrem unfallgefährdet.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise ein Visum, das bei der ghanaischen Botschaft in Berlin (Touristen- und Geschäftsvisa) oder den Konsulaten (nur Geschäftsvisa) zu beantragen ist.
Der deutsche Kinderausweis wird zur Visaerteilung anerkannt. Ein Lichtbild ist ab dem 12. Lebensjahr obligatorisch. Der Eintrag des Kindes (bis zum 16. Lebensjahr) in den Reisepass eines Elternteils ersetzt den Kinderausweis. Beachten Sie bitte, dass seit dem 01.01.2006 der Kinderreisepass den Kinderausweis ersetzt. Alte Kinderausweise werden jedoch noch bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit anerkannt.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthalts noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumsverlängerung bzw. ein sog. Re-Entry-Visum benötigt. Beides ist in Accra beim Immigration Service nahe des Ako Adjei Interchange (Stadtteil North-Ridge; Tel: +233 (21) 258249/258250) erhältlich. Es empfiehlt sich hierbei eine frühzeitige Planung, da mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 14 Tagen gerechnet werden muss. Bitte beachten Sie, dass trotz einer von den ghanaischen Vertretungen im Ausland erteilten mehr als zweimonatigen Gültigkeit des Visums dieses bei der Einreise nach Ghana automatisch auf eine Gültigkeit von 60 Tagen beschränkt wird. Eine Verlängerung ist bei Bedarf rechtzeitig beim Immigration Service zu beantragen. Zur Zeit benötigen Sie dafür 1 Passbild, die Bearbeitungsgebühr beträgt pro verlängertem Monat 10 GC (100.000 alte Cedis).
Ein illegaler Aufenthalt (über die Gültigkeit des Visums hinaus) wird mit empfindlicher Geldstrafe sanktioniert. Es erfolgt die Aufnahme in die Visaversagungsdatei, so dass ein neues Visum nur nach Zustimmung des Ghana Immigration Service erteilt werden darf.Für die Ausreise aus Ghana muss das ghanaische Visum noch gültig sein.Erforderlich bei Einreise ist neben dem Reisedokument mit Visum auch ein internationaler Impfpass mit Eintrag einer gültigen Gelbfieberimpfung.
Besondere Zollvorschriften
Einfuhr:
Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie Gegenstände zum beruflichen Gebrauch dürfen zollfrei eingeführt werden. Zum eigenen Gebrauch dürfen 375 ml Spirituosen, 750 ml Wein und nicht mehr als 5 kg Tabakwaren eingeführt werden. Unbegleitetes Reisegepäck muss direkt bei Ankunft am Flughafen angemeldet werden, um zollfrei eingeführt werden zu können. Aktuelle Listen der Waren, die unter das Importverbot fallen oder eine Importerlaubnis benötigen, sind beim Ghana Customs, Excise and Preventive Service (CEPS, P.O. Box 68, Accra, Tel. +233 (21) 666842 – 5, 668319, Fax 666841, (www.ghanacustoms.gov.gh) erhältlich.Aktuelle Listen der Zolltarife (Current Tariff Schedules) für Gegenstände, die nicht zollfrei eingeführt werden können, sind ebenfalls in den Büros des CEPS erhältlich.Fremdwährungen dürfen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.
Ausfuhr:
Sollen Fremdwährungen bei Ausreise wieder ausgeführt werden, so muss dies bei Einreise deklariert werden.
Ghanaische Währung darf nur bis zu einem Betrag von 5 GC (50.000 alte Cedis) ausgeführt werden. Exportgenehmigungen sind u.a. für Antiquitäten und Edelmetalle erforderlich. Nähere Auskunft erteilt CEPS.
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es wird darauf hingewiesen, dass die Mindeststrafe in Ghana für Drogenbesitz bzw. -konsum, auch bei kleinsten Mengen, bei 5 Jahren Gefängnis liegt. Der Handel mit Drogen wird mit mindestens 10 Jahren Gefängnis bestraft.
Auch für die Förderung von Prostitution und homosexuelle Handlungen werden Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren verhängt.
Die 1982 eingeführten Beschränkungen beim Fotografieren sind in jüngster Zeit erheblich gelockert worden. Allerdings empfiehlt es sich nach wie vor nicht, militärische Anlagen, Truppen, Ministerien und öffentliche Gebäude, Züge und Eisenbahnanlagen, Häfen, Flughäfen, Flugzeuge, Brücken, Stauwerke oder größere Umspannanlagen der Elektrizitätswerke zu fotografieren. Ein striktes Fotografierverbot besteht vor allem im Umkreis des "Castle" in Accra, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts.
Da auch Personen sich nicht immer gern fotografieren lassen, empfiehlt sich eine vorherige Bitte um Erlaubnis.
Medizinische Hinweise
Impfschutz: Ghana ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr, www.who.int/ith/countries/en/index.html).
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt zudem Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder (siehe Merkblatt des Gesundheitsdienstes) und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/cln_006/nn_975940/DE/ ... .pdf/30_06) sollten auf aktuellem Stand sein.
Gelbfieber: In den vergangenen Jahren wurden zwischen 1 bis 61 Gelbfieberfälle pro Jahr (Upper West und Central Region) bestätigt.
Malaria: Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Ghana. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land, nur im Norden mit geringen saisonalen Schwankungen. Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist eine Chemoprophylaxe zu empfehlen, hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, möglichst langärmelige Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.), in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS: Großes Gesundheitsproblem, ca. 2,3% der erwachsenen Bevölkerung sind HIV-positiv (Zahl aus 2005), in einzelnen Risikogruppen deutlich höhere Durchseuchung. Durch sexuelle Kontakte,bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Auch in Ghana ist die klassische Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) aufgetreten, bisher keine menschlichen Erkrankungsfälle. Bei Reisen im Land sollte daher auf Kontakt mit Vögeln und Geflügel verzichtet werden, insbesondere auf den Besuch von Geflügelmärkten.
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“).
Andere Infektionskrankheiten:
Meningokokken-Krankheit: Der Norden Ghanas wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 100 bis 1000 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende in den Norden mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit slten Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. Volta-See und Volta-Fluss bei Ada). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen europäisch ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Accra ist ausreichend. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte fast aller Fachrichtungen vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken oder die Herz-Thoraxchirurgische Abteilung der Universitätsklinik Korle-Bu in Accra Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Accra haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, z.T. britischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die nach Ghana kommen, sollten einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung haben. Bei Langzeitaufenthalt kann zudem lokal eine Mitgliedschaft bei der deutsch geführten WEST AFRICAN RESCUE empfehlenswert sein.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Ghana durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Ghana 30.07.2007
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand 30.07.2007 (Unverändert gültig seit: 30.07.2007)
Aktueller Hinweis
Vogelgrippe: Mit der Bestätigung durch das WHO-Referenzlabor in Kairo ist Ghana das 9. afrikanische Land, in dem die KLASSISCHE GEFLÜGELPEST (hochpathogene Form der AVIÄREN INFLUENZA, VOGELGRIPPE) durch H5N1 aufgetreten ist. Betroffen waren eine Hühnerfarm in der Nähe der Hafenstadt Tema östlich von Accra mit 1.600 Tieren sowie zu einem späteren Zeitpunkt Farmen in Sunyani (Brong Ahafo) und Aflao (Voltaregion, Grenze zu Togo). Menschliche Erkrankungen wurden bisher nicht bekannt. Es wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem oder rohem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“). Weitere Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema „Vogelgrippe“ unter den Informationen des Gesundheitsdienstes.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die Sicherheitslage ist durch innenpolitische, soziale und wirtschaftliche Spannungen beeinträchtigt. Bei Reisen nach Guinea wird daher zur Vorsicht geraten.
Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften waren im Januar und Februar mehr als 110 Menschen getötet und hunderte verletzt worden. Der Generalstreik wurde am 27. Februar unterbrochen, der Ausnahmezustand am 23. Februar aufgehoben.
Reisen über Land / Straßenverkehr: Geteerte Straßenverbindungen bestehen zwischen Conakry und Boké, Labé, Kourémalé (Grenzübergang nach Bamako/Mali) und Forécariah. Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel (Taxis, Busse) ist wegen des technischen Zustands der Fahrzeuge nicht ohne Risiken. Schwere Unfälle sind häufig.
Reisende müssen sich auf Schikanen durch Zoll, Militär oder Polizei einstellen. Neben der ständig eingerichteten Straßensperre am sog. „km 36“ (Kourya/Coyah) muss auch mit nichtautorisierten Straßensperren gerechnet werden. Französische Sprachkenntnisse sind bei Reisen erforderlich.
Allgemeine Reiseinformationen
Ghana mit einer Fläche von ca. 250.000 km2 hat etwa 20 Mio. Einwohner. Die Bevölkerung setzt sich aus zahlreichen Völkern und Ethnien zusammen. Nähere Informationen über Land und Leute sind beim Ghana Tourist Board, P.O.Box 3106, Accra, (gtb@africaonline.com.gh, www.ghanatourism.gov.gh) erhältlich.
Landeswährung ist der Cedi (C). Cedis können bei den staatlich zugelassenen FOREX-Büros getauscht werden. Die aktuellen Kurse sind dort zu erfragen. Auch die größeren Hotels sind autorisiert, Geldwechsel vorzunehmen; die Kurse sind jedoch geringfügig schlechter als bei den FOREX-Büros. Die günstigsten Kurse sind gegen Bargeld zu erzielen, auch Traveller Cheques werden akzeptiert - allerdings zu deutlich schlechteren Kursen. Kreditkarten werden nur in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert und sollten wegen der Missbrauchsgefahr auch nur dort benutzt werden. Anfang Juli 2007 führte die ghanaische Zentralbank eine Währungsreform durch, die Währung behält ihren Namen „Cedi“. 10.000 „alte“ Cedis sind nun 1 „neuer“ Ghana Cedi (GC). Bis zum 31.12.2007 kann der „alte“ Cedi weiterhin als reguläres Zahlungsmittel verwendet werden. Es ist auch möglich, den Zahlungsverkehr in beiden Währungen gleichzeitig abzuwickeln. Außerdem werden bis zum Jahresende sämtliche Waren in beiden Währungen ausgepreist, um den Übergang zu erleichtern. Nach dem 31.12.2007 werden die alten Scheine und Münzen nur noch von der Bank of Ghana und den kommerziellen Banken umgetauscht. Die neuen Scheine sind als 50 GC, 20 GC, 10 GC und 5 GC Noten erhältlich. Die Münzen werden als 1 GP (Ghana Pesewas), 5 GP, 10 GP, 20 GP und 50 GP ausgegeben. An den Bankautomaten ist in begrenztem Umfang (Limit setzt das kartenausgebende Institut) das Abheben von Bargeld mit einer Visa-Kreditkarte möglich. Mit einer Mastercard ist es nur möglich gegen Vorlage des Reisepasses und der Kreditkarte am Schalter der Barclays Bank Geld zu bekommen. Dies ist in den größeren Städten, in Accra nur in der Hauptgeschäftsstelle (High Street) möglich. Für finanzielle Notfälle besteht die Möglichkeit des Geldtransfers über "Western Union" (Info 069-26 48 201, Frankfurt) von jeder deutschen Verkehrsbank (in Bahnhöfen und Flughäfen).
Zu Fremdwährungenein- und –ausfuhr siehe „Besondere Zollvorschriften“
Kriminalität:
Ghana ist ein gerade auch im Vergleich zu Europa sicheres Reiseland mit niedriger Kriminalitätsrate. In der Hauptstadt Accra ist aber mit der für eine Millionen-Einwohnerstadt üblichen Kriminalität zu rechnen. Am Flughafen Kotoka, im Geschäftsviertel Osu (besonders nachts) sowie in den Wohnbezirken von Ausländern (Stadtteile Cantonments, Labone und Airport Residential Area) kommt es gelegentlich zu Diebstahls- oder Gewaltdelikten.
Reisen über Land/Straßenverkehr:
Ghana verfügt über ein wachsendes Netz gut ausgebauter Überlandstraßen. Dennoch ist stets mit erheblichen Straßenschäden (tiefen Löchern) und unbefestigten Teilabschnitten zu rechnen. Die Unfallgefahr im Straßenverkehr ist sehr hoch. Nachtfahrten über Land sollten wegen des schlechten Straßenzustands und häufig unzureichender Beleuchtung der Straßen und anderer Fahrzeuge vermieden werden.
In den Städten stehen Taxis zur Verfügung, die entweder als Sammeltaxi oder vom Fahrgast alleine benutzt werden (in diesem Fall ist der Fahrpreis, der unter deutschem Preisniveau liegt, für vier Plätze zu entrichten). Es gibt keine Taxameter, so dass dringend empfohlen wird, den Preis vorher mit dem Fahrer auszuhandeln, da vor allem Europäer häufig übervorteilt werden. Halten Sie genügend kleine Scheine zum Wechseln vorrätig. Vereinzelt verlangen Taxifahrer von Ausländern eine Bezahlung des Fahrpreises in Devisen, was grundsätzlich abgelehnt werden sollte.
Straßennamen werden in Ghana zwar staatlich vergeben, sind aber in der Bevölkerung und auch unter den Taxifahrern kaum bekannt. Zur Orientierung dienen bekannte Gebäude (z.B. National Theater in Accra oder die großen Hotels). Im Gegensatz zu Europa muß der Fahrgast den Weg zum Fahrtziel kennen und den Taxifahrer zu instruieren. Für erste Fahrten vom Flughafen empfiehlt es sich, die bekannten großen Hotels anzusteuern und sich dann ggf. weiterleiten zu lassen. Mietwagen sind zumeist in den Hotels erhältlich. Taxen können auch tage- oder stundenweise angemietet werden (ca. 100 US$ pro Tag). Vorab sollte unbedingt geklärt werden, ob im Mietpreis bereits das Benzin enthalten ist. Ein öffentlicher Nah- und Fernverkehr ist in Ghana vorhanden, jedoch nur mühsam zu durchschauen, da es zwar feste Abfahrtspunkte und Fahrtrouten gibt, aber keine festen Abfahrtszeiten. Überlandfahrten per Bus sollten per STC Bussen durchgeführt werden. Kostengünstige Kleinbusse (Tro-Tros) sind oft technisch nicht straßentauglich und extrem unfallgefährdet.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise ein Visum, das bei der ghanaischen Botschaft in Berlin (Touristen- und Geschäftsvisa) oder den Konsulaten (nur Geschäftsvisa) zu beantragen ist.
Der deutsche Kinderausweis wird zur Visaerteilung anerkannt. Ein Lichtbild ist ab dem 12. Lebensjahr obligatorisch. Der Eintrag des Kindes (bis zum 16. Lebensjahr) in den Reisepass eines Elternteils ersetzt den Kinderausweis. Beachten Sie bitte, dass seit dem 01.01.2006 der Kinderreisepass den Kinderausweis ersetzt. Alte Kinderausweise werden jedoch noch bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit anerkannt.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthalts noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumsverlängerung bzw. ein sog. Re-Entry-Visum benötigt. Beides ist in Accra beim Immigration Service nahe des Ako Adjei Interchange (Stadtteil North-Ridge; Tel: +233 (21) 258249/258250) erhältlich. Es empfiehlt sich hierbei eine frühzeitige Planung, da mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 14 Tagen gerechnet werden muss. Bitte beachten Sie, dass trotz einer von den ghanaischen Vertretungen im Ausland erteilten mehr als zweimonatigen Gültigkeit des Visums dieses bei der Einreise nach Ghana automatisch auf eine Gültigkeit von 60 Tagen beschränkt wird. Eine Verlängerung ist bei Bedarf rechtzeitig beim Immigration Service zu beantragen. Zur Zeit benötigen Sie dafür 1 Passbild, die Bearbeitungsgebühr beträgt pro verlängertem Monat 10 GC (100.000 alte Cedis).
Ein illegaler Aufenthalt (über die Gültigkeit des Visums hinaus) wird mit empfindlicher Geldstrafe sanktioniert. Es erfolgt die Aufnahme in die Visaversagungsdatei, so dass ein neues Visum nur nach Zustimmung des Ghana Immigration Service erteilt werden darf.Für die Ausreise aus Ghana muss das ghanaische Visum noch gültig sein.Erforderlich bei Einreise ist neben dem Reisedokument mit Visum auch ein internationaler Impfpass mit Eintrag einer gültigen Gelbfieberimpfung.
Besondere Zollvorschriften
Einfuhr:
Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie Gegenstände zum beruflichen Gebrauch dürfen zollfrei eingeführt werden. Zum eigenen Gebrauch dürfen 375 ml Spirituosen, 750 ml Wein und nicht mehr als 5 kg Tabakwaren eingeführt werden. Unbegleitetes Reisegepäck muss direkt bei Ankunft am Flughafen angemeldet werden, um zollfrei eingeführt werden zu können. Aktuelle Listen der Waren, die unter das Importverbot fallen oder eine Importerlaubnis benötigen, sind beim Ghana Customs, Excise and Preventive Service (CEPS, P.O. Box 68, Accra, Tel. +233 (21) 666842 – 5, 668319, Fax 666841, (www.ghanacustoms.gov.gh) erhältlich.Aktuelle Listen der Zolltarife (Current Tariff Schedules) für Gegenstände, die nicht zollfrei eingeführt werden können, sind ebenfalls in den Büros des CEPS erhältlich.Fremdwährungen dürfen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.
Ausfuhr:
Sollen Fremdwährungen bei Ausreise wieder ausgeführt werden, so muss dies bei Einreise deklariert werden.
Ghanaische Währung darf nur bis zu einem Betrag von 5 GC (50.000 alte Cedis) ausgeführt werden. Exportgenehmigungen sind u.a. für Antiquitäten und Edelmetalle erforderlich. Nähere Auskunft erteilt CEPS.
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es wird darauf hingewiesen, dass die Mindeststrafe in Ghana für Drogenbesitz bzw. -konsum, auch bei kleinsten Mengen, bei 5 Jahren Gefängnis liegt. Der Handel mit Drogen wird mit mindestens 10 Jahren Gefängnis bestraft.
Auch für die Förderung von Prostitution und homosexuelle Handlungen werden Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren verhängt.
Die 1982 eingeführten Beschränkungen beim Fotografieren sind in jüngster Zeit erheblich gelockert worden. Allerdings empfiehlt es sich nach wie vor nicht, militärische Anlagen, Truppen, Ministerien und öffentliche Gebäude, Züge und Eisenbahnanlagen, Häfen, Flughäfen, Flugzeuge, Brücken, Stauwerke oder größere Umspannanlagen der Elektrizitätswerke zu fotografieren. Ein striktes Fotografierverbot besteht vor allem im Umkreis des "Castle" in Accra, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts.
Da auch Personen sich nicht immer gern fotografieren lassen, empfiehlt sich eine vorherige Bitte um Erlaubnis.
Medizinische Hinweise
Impfschutz: Ghana ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr, www.who.int/ith/countries/en/index.html).
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt zudem Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder (siehe Merkblatt des Gesundheitsdienstes) und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/cln_006/nn_975940/DE/ ... .pdf/30_06) sollten auf aktuellem Stand sein.
Gelbfieber: In den vergangenen Jahren wurden zwischen 1 bis 61 Gelbfieberfälle pro Jahr (Upper West und Central Region) bestätigt.
Malaria: Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Ghana. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land, nur im Norden mit geringen saisonalen Schwankungen. Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist eine Chemoprophylaxe zu empfehlen, hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, möglichst langärmelige Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.), in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS: Großes Gesundheitsproblem, ca. 2,3% der erwachsenen Bevölkerung sind HIV-positiv (Zahl aus 2005), in einzelnen Risikogruppen deutlich höhere Durchseuchung. Durch sexuelle Kontakte,bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Auch in Ghana ist die klassische Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) aufgetreten, bisher keine menschlichen Erkrankungsfälle. Bei Reisen im Land sollte daher auf Kontakt mit Vögeln und Geflügel verzichtet werden, insbesondere auf den Besuch von Geflügelmärkten.
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“).
Andere Infektionskrankheiten:
Meningokokken-Krankheit: Der Norden Ghanas wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 100 bis 1000 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende in den Norden mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit slten Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. Volta-See und Volta-Fluss bei Ada). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen europäisch ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Accra ist ausreichend. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte fast aller Fachrichtungen vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken oder die Herz-Thoraxchirurgische Abteilung der Universitätsklinik Korle-Bu in Accra Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Accra haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, z.T. britischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die nach Ghana kommen, sollten einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung haben. Bei Langzeitaufenthalt kann zudem lokal eine Mitgliedschaft bei der deutsch geführten WEST AFRICAN RESCUE empfehlenswert sein.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Ghana durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
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Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand 31.07.2007 (Unverändert gültig seit: 31.07.2007)
Aktueller Hinweis
Vogelgrippe: Mit der Bestätigung durch das WHO-Referenzlabor in Kairo ist Ghana das 9. afrikanische Land, in dem die KLASSISCHE GEFLÜGELPEST (hochpathogene Form der AVIÄREN INFLUENZA, VOGELGRIPPE) durch H5N1 aufgetreten ist. Betroffen waren eine Hühnerfarm in der Nähe der Hafenstadt Tema östlich von Accra mit 1.600 Tieren sowie zu einem späteren Zeitpunkt Farmen in Sunyani (Brong Ahafo) und Aflao (Voltaregion, Grenze zu Togo). Menschliche Erkrankungen wurden bisher nicht bekannt. Es wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem oder rohem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“). Weitere Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema „Vogelgrippe“ unter den Informationen des Gesundheitsdienstes.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In den nördlichen Landesteilen Ghanas kommt es gelegentlich zu Stammeskonflikten mit Auswirkungen auf die Sicherheitslage (z.B. nächtlichen Ausgangssperren). Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden. Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren.
Allgemeine Reiseinformationen
Ghana mit einer Fläche von ca. 250.000 km2 hat etwa 20 Mio. Einwohner. Die Bevölkerung setzt sich aus zahlreichen Völkern und Ethnien zusammen. Nähere Informationen über Land und Leute sind beim Ghana Tourist Board, P.O.Box 3106, Accra, (gtb@africaonline.com.gh, www.ghanatourism.gov.gh) erhältlich.
Landeswährung ist der Cedi (C). Cedis können bei den staatlich zugelassenen FOREX-Büros getauscht werden. Die aktuellen Kurse sind dort zu erfragen. Auch die größeren Hotels sind autorisiert, Geldwechsel vorzunehmen; die Kurse sind jedoch geringfügig schlechter als bei den FOREX-Büros. Die günstigsten Kurse sind gegen Bargeld zu erzielen, auch Traveller Cheques werden akzeptiert - allerdings zu deutlich schlechteren Kursen. Kreditkarten werden nur in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert und sollten wegen der Missbrauchsgefahr auch nur dort benutzt werden. Anfang Juli 2007 führte die ghanaische Zentralbank eine Währungsreform durch, die Währung behält ihren Namen „Cedi“. 10.000 „alte“ Cedis sind nun 1 „neuer“ Ghana Cedi (GC). Bis zum 31.12.2007 kann der „alte“ Cedi weiterhin als reguläres Zahlungsmittel verwendet werden. Es ist auch möglich, den Zahlungsverkehr in beiden Währungen gleichzeitig abzuwickeln. Außerdem werden bis zum Jahresende sämtliche Waren in beiden Währungen ausgepreist, um den Übergang zu erleichtern. Nach dem 31.12.2007 werden die alten Scheine und Münzen nur noch von der Bank of Ghana und den kommerziellen Banken umgetauscht. Die neuen Scheine sind als 50 GC, 20 GC, 10 GC und 5 GC Noten erhältlich. Die Münzen werden als 1 GP (Ghana Pesewas), 5 GP, 10 GP, 20 GP und 50 GP ausgegeben. An den Bankautomaten ist in begrenztem Umfang (Limit setzt das kartenausgebende Institut) das Abheben von Bargeld mit einer Visa-Kreditkarte möglich. Mit einer Mastercard ist es nur möglich gegen Vorlage des Reisepasses und der Kreditkarte am Schalter der Barclays Bank Geld zu bekommen. Dies ist in den größeren Städten, in Accra nur in der Hauptgeschäftsstelle (High Street) möglich. Für finanzielle Notfälle besteht die Möglichkeit des Geldtransfers über "Western Union" (Info 069-26 48 201, Frankfurt) von jeder deutschen Verkehrsbank (in Bahnhöfen und Flughäfen).
Zu Fremdwährungenein- und –ausfuhr siehe „Besondere Zollvorschriften“
Kriminalität:
Ghana ist ein gerade auch im Vergleich zu Europa sicheres Reiseland mit niedriger Kriminalitätsrate. In der Hauptstadt Accra ist aber mit der für eine Millionen-Einwohnerstadt üblichen Kriminalität zu rechnen. Am Flughafen Kotoka, im Geschäftsviertel Osu (besonders nachts) sowie in den Wohnbezirken von Ausländern (Stadtteile Cantonments, Labone und Airport Residential Area) kommt es gelegentlich zu Diebstahls- oder Gewaltdelikten.
Reisen über Land/Straßenverkehr:
Ghana verfügt über ein wachsendes Netz gut ausgebauter Überlandstraßen. Dennoch ist stets mit erheblichen Straßenschäden (tiefen Löchern) und unbefestigten Teilabschnitten zu rechnen. Die Unfallgefahr im Straßenverkehr ist sehr hoch. Nachtfahrten über Land sollten wegen des schlechten Straßenzustands und häufig unzureichender Beleuchtung der Straßen und anderer Fahrzeuge vermieden werden.
In den Städten stehen Taxis zur Verfügung, die entweder als Sammeltaxi oder vom Fahrgast alleine benutzt werden (in diesem Fall ist der Fahrpreis, der unter deutschem Preisniveau liegt, für vier Plätze zu entrichten). Es gibt keine Taxameter, so dass dringend empfohlen wird, den Preis vorher mit dem Fahrer auszuhandeln, da vor allem Europäer häufig übervorteilt werden. Halten Sie genügend kleine Scheine zum Wechseln vorrätig. Vereinzelt verlangen Taxifahrer von Ausländern eine Bezahlung des Fahrpreises in Devisen, was grundsätzlich abgelehnt werden sollte.
Straßennamen werden in Ghana zwar staatlich vergeben, sind aber in der Bevölkerung und auch unter den Taxifahrern kaum bekannt. Zur Orientierung dienen bekannte Gebäude (z.B. National Theater in Accra oder die großen Hotels). Im Gegensatz zu Europa muß der Fahrgast den Weg zum Fahrtziel kennen und den Taxifahrer zu instruieren. Für erste Fahrten vom Flughafen empfiehlt es sich, die bekannten großen Hotels anzusteuern und sich dann ggf. weiterleiten zu lassen. Mietwagen sind zumeist in den Hotels erhältlich. Taxen können auch tage- oder stundenweise angemietet werden (ca. 100 US$ pro Tag). Vorab sollte unbedingt geklärt werden, ob im Mietpreis bereits das Benzin enthalten ist. Ein öffentlicher Nah- und Fernverkehr ist in Ghana vorhanden, jedoch nur mühsam zu durchschauen, da es zwar feste Abfahrtspunkte und Fahrtrouten gibt, aber keine festen Abfahrtszeiten. Überlandfahrten per Bus sollten per STC Bussen durchgeführt werden. Kostengünstige Kleinbusse (Tro-Tros) sind oft technisch nicht straßentauglich und extrem unfallgefährdet.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise ein Visum, das bei der ghanaischen Botschaft in Berlin (Touristen- und Geschäftsvisa) oder den Konsulaten (nur Geschäftsvisa) zu beantragen ist.
Der deutsche Kinderausweis wird zur Visaerteilung anerkannt. Ein Lichtbild ist ab dem 12. Lebensjahr obligatorisch. Der Eintrag des Kindes (bis zum 16. Lebensjahr) in den Reisepass eines Elternteils ersetzt den Kinderausweis. Beachten Sie bitte, dass seit dem 01.01.2006 der Kinderreisepass den Kinderausweis ersetzt. Alte Kinderausweise werden jedoch noch bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit anerkannt.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthalts noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumsverlängerung bzw. ein sog. Re-Entry-Visum benötigt. Beides ist in Accra beim Immigration Service nahe des Ako Adjei Interchange (Stadtteil North-Ridge; Tel: +233 (21) 258249/258250) erhältlich. Es empfiehlt sich hierbei eine frühzeitige Planung, da mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 14 Tagen gerechnet werden muss. Bitte beachten Sie, dass trotz einer von den ghanaischen Vertretungen im Ausland erteilten mehr als zweimonatigen Gültigkeit des Visums dieses bei der Einreise nach Ghana automatisch auf eine Gültigkeit von 60 Tagen beschränkt wird. Eine Verlängerung ist bei Bedarf rechtzeitig beim Immigration Service zu beantragen. Zur Zeit benötigen Sie dafür 1 Passbild, die Bearbeitungsgebühr beträgt pro verlängertem Monat 10 GC (100.000 alte Cedis).
Ein illegaler Aufenthalt (über die Gültigkeit des Visums hinaus) wird mit empfindlicher Geldstrafe sanktioniert. Es erfolgt die Aufnahme in die Visaversagungsdatei, so dass ein neues Visum nur nach Zustimmung des Ghana Immigration Service erteilt werden darf.Für die Ausreise aus Ghana muss das ghanaische Visum noch gültig sein.Erforderlich bei Einreise ist neben dem Reisedokument mit Visum auch ein internationaler Impfpass mit Eintrag einer gültigen Gelbfieberimpfung.
Besondere Zollvorschriften
Einfuhr:
Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie Gegenstände zum beruflichen Gebrauch dürfen zollfrei eingeführt werden. Zum eigenen Gebrauch dürfen 375 ml Spirituosen, 750 ml Wein und nicht mehr als 5 kg Tabakwaren eingeführt werden. Unbegleitetes Reisegepäck muss direkt bei Ankunft am Flughafen angemeldet werden, um zollfrei eingeführt werden zu können. Aktuelle Listen der Waren, die unter das Importverbot fallen oder eine Importerlaubnis benötigen, sind beim Ghana Customs, Excise and Preventive Service (CEPS, P.O. Box 68, Accra, Tel. +233 (21) 666842 – 5, 668319, Fax 666841, (www.ghanacustoms.gov.gh) erhältlich.Aktuelle Listen der Zolltarife (Current Tariff Schedules) für Gegenstände, die nicht zollfrei eingeführt werden können, sind ebenfalls in den Büros des CEPS erhältlich.Fremdwährungen dürfen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.
Ausfuhr:
Sollen Fremdwährungen bei Ausreise wieder ausgeführt werden, so muss dies bei Einreise deklariert werden.
Ghanaische Währung darf nur bis zu einem Betrag von 5 GC (50.000 alte Cedis) ausgeführt werden. Exportgenehmigungen sind u.a. für Antiquitäten und Edelmetalle erforderlich. Nähere Auskunft erteilt CEPS.
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es wird darauf hingewiesen, dass die Mindeststrafe in Ghana für Drogenbesitz bzw. -konsum, auch bei kleinsten Mengen, bei 5 Jahren Gefängnis liegt. Der Handel mit Drogen wird mit mindestens 10 Jahren Gefängnis bestraft.
Auch für die Förderung von Prostitution und homosexuelle Handlungen werden Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren verhängt.
Die 1982 eingeführten Beschränkungen beim Fotografieren sind in jüngster Zeit erheblich gelockert worden. Allerdings empfiehlt es sich nach wie vor nicht, militärische Anlagen, Truppen, Ministerien und öffentliche Gebäude, Züge und Eisenbahnanlagen, Häfen, Flughäfen, Flugzeuge, Brücken, Stauwerke oder größere Umspannanlagen der Elektrizitätswerke zu fotografieren. Ein striktes Fotografierverbot besteht vor allem im Umkreis des "Castle" in Accra, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts.
Da auch Personen sich nicht immer gern fotografieren lassen, empfiehlt sich eine vorherige Bitte um Erlaubnis.
Medizinische Hinweise
Impfschutz: Ghana ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr, www.who.int/ith/countries/en/index.html).
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt zudem Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder (siehe Merkblatt des Gesundheitsdienstes) und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/cln_006/nn_975940/DE/ ... .pdf/30_06) sollten auf aktuellem Stand sein.
Gelbfieber: In den vergangenen Jahren wurden zwischen 1 bis 61 Gelbfieberfälle pro Jahr (Upper West und Central Region) bestätigt.
Malaria: Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Ghana. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land, nur im Norden mit geringen saisonalen Schwankungen. Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist eine Chemoprophylaxe zu empfehlen, hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, möglichst langärmelige Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.), in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS: Großes Gesundheitsproblem, ca. 2,3% der erwachsenen Bevölkerung sind HIV-positiv (Zahl aus 2005), in einzelnen Risikogruppen deutlich höhere Durchseuchung. Durch sexuelle Kontakte,bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Auch in Ghana ist die klassische Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) aufgetreten, bisher keine menschlichen Erkrankungsfälle. Bei Reisen im Land sollte daher auf Kontakt mit Vögeln und Geflügel verzichtet werden, insbesondere auf den Besuch von Geflügelmärkten.
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“).
Andere Infektionskrankheiten:
Meningokokken-Krankheit: Der Norden Ghanas wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 100 bis 1000 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende in den Norden mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit slten Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. Volta-See und Volta-Fluss bei Ada). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen europäisch ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Accra ist ausreichend. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte fast aller Fachrichtungen vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken oder die Herz-Thoraxchirurgische Abteilung der Universitätsklinik Korle-Bu in Accra Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Accra haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, z.T. britischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die nach Ghana kommen, sollten einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung haben. Bei Langzeitaufenthalt kann zudem lokal eine Mitgliedschaft bei der deutsch geführten WEST AFRICAN RESCUE empfehlenswert sein.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Ghana durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise/Sicherheitshinweis Ghana 16.05.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Ghana:
Stand 16.05.2008 (Unverändert gültig seit: 16.05.2008)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In den nördlichen Landesteilen Ghanas kommt es gelegentlich zu Stammeskonflikten mit Auswirkungen auf die Sicherheitslage (z.B. nächtlichen Ausgangssperren). Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden. Zur Zeit besteht in Bawku in der Upper East Region (und den umliegenden Orten Zabugu, Binduri, Pusiga und Zoosi) nach bewaffneten Auseinandersetzungen eine Ausgangssperre von 15.00 Uhr bis 7.00 Uhr.
Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren.
Allgemeine Reiseinformationen
Ghana mit einer Fläche von ca. 250.000 km2 hat etwa 20 Mio. Einwohner. Die Bevölkerung setzt sich aus zahlreichen Völkern und Ethnien zusammen. Nähere Informationen über Land und Leute sind beim Ghana Tourist Board, P.O.Box 3106, Accra, (gtb@africaonline.com.gh, www.ghanatourism.gov.gh) erhältlich.
Geld / Kreditkarten
Landeswährung ist der Cedi (C). Cedis können bei den staatlich zugelassenen FOREX-Büros getauscht werden. Die aktuellen Kurse sind dort zu erfragen. Auch die größeren Hotels sind autorisiert, Geldwechsel vorzunehmen; die Kurse sind jedoch geringfügig schlechter als bei den FOREX-Büros. Die günstigsten Kurse sind gegen Bargeld zu erzielen, auch Traveller Cheques werden akzeptiert - allerdings zu deutlich schlechteren Kursen.
Kreditkarten werden nur in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert und sollten wegen der Missbrauchsgefahr auch nur dort benutzt werden.
An den Bankautomaten ist in begrenztem Umfang (Limit setzt das kartenausgebende Institut) das Abheben von Bargeld mit einer Visa-Kreditkarte möglich. Mit einer Mastercard ist es nur möglich gegen Vorlage des Reisepasses und der Kreditkarte am Schalter der Barclays Bank Geld zu bekommen. Dies ist in den größeren Städten, in Accra nur in der Hauptgeschäftsstelle (High Street) möglich. Für finanzielle Notfälle besteht die Möglichkeit des Geldtransfers über "Western Union" (Info 069-26 48 201, Frankfurt) von jeder deutschen Verkehrsbank (in Bahnhöfen und Flughäfen).
Anfang Juli 2007 führte die ghanaische Zentralbank eine Währungsreform durch, die Währung behält ihren Namen „Cedi“. 10.000 „alte“ Cedis sind nun 1 „neuer“ Ghana Cedi (GC). Bis zum 31.12.2007 konnte der „alte“ Cedi noch als Zahlungsmittel verwendet werden. Seit dem 31.12.2007 werden die alten Scheine und Münzen nur noch von der Bank of Ghana und den kommerziellen Banken umgetauscht. Die neuen Scheine sind als 50 GC, 20 GC, 10 GC und 5 GC Noten erhältlich. Die Münzen werden als 1 GP (Ghana Pesewas), 5 GP, 10 GP, 20 GP und 50 GP ausgegeben.
Zu Fremdwährungenein- und –ausfuhr siehe „Besondere Zollvorschriften“
Kriminalität
Ghana ist ein gerade auch im Vergleich zu Europa sicheres Reiseland mit niedriger Kriminalitätsrate. In der Hauptstadt Accra ist aber mit der für eine Millionen-Einwohnerstadt üblichen Kriminalität zu rechnen. Am Flughafen Kotoka, im Geschäftsviertel Osu (besonders nachts) sowie in den Wohnbezirken von Ausländern (Stadtteile Cantonments, Labone und Airport Residential Area) kommt es gelegentlich zu Diebstahls- oder Gewaltdelikten.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Ghana verfügt über ein wachsendes Netz gut ausgebauter Überlandstraßen. Dennoch ist stets mit erheblichen Straßenschäden (tiefen Löchern) und unbefestigten Teilabschnitten zu rechnen. Die Unfallgefahr im Straßenverkehr ist sehr hoch. Nachtfahrten über Land sollten wegen des schlechten Straßenzustands und häufig unzureichender Beleuchtung der Straßen und anderer Fahrzeuge vermieden werden.
In den Städten stehen Taxis zur Verfügung, die entweder als Sammeltaxi oder vom Fahrgast alleine benutzt werden (in diesem Fall ist der Fahrpreis, der unter deutschem Preisniveau liegt, für vier Plätze zu entrichten). Es gibt keine Taxameter, so dass dringend empfohlen wird, den Preis vorher mit dem Fahrer auszuhandeln, da vor allem Europäer häufig übervorteilt werden. Halten Sie genügend kleine Scheine zum Wechseln vorrätig. Vereinzelt verlangen Taxifahrer von Ausländern eine Bezahlung des Fahrpreises in Devisen, was grundsätzlich abgelehnt werden sollte.
Straßennamen werden in Ghana zwar staatlich vergeben, sind aber in der Bevölkerung und auch unter den Taxifahrern kaum bekannt. Zur Orientierung dienen bekannte Gebäude (z.B. National Theater in Accra oder die großen Hotels). Im Gegensatz zu Europa muß der Fahrgast den Weg zum Fahrtziel kennen und den Taxifahrer zu instruieren. Für erste Fahrten vom Flughafen empfiehlt es sich, die bekannten großen Hotels anzusteuern und sich dann ggf. weiterleiten zu lassen.
Mietwagen
Mietwagen sind zumeist in den Hotels erhältlich. Taxen können auch tage- oder stundenweise angemietet werden (ca. 100 US$ pro Tag). Vorab sollte unbedingt geklärt werden, ob im Mietpreis bereits das Benzin enthalten ist. Öffentlicher Nah- und Fernverkehr
Ein öffentlicher Nah- und Fernverkehr ist in Ghana vorhanden, jedoch nur mühsam zu durchschauen, da es zwar feste Abfahrtspunkte und Fahrtrouten gibt, aber keine festen Abfahrtszeiten. Überlandfahrten per Bus sollten per STC Bussen durchgeführt werden. Kostengünstige Kleinbusse (Tro-Tros) sind oft technisch nicht straßentauglich und extrem unfallgefährdet.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise ein Visum, das bei der ghanaischen Botschaft in Berlin (Touristen- und Geschäftsvisa) oder den Konsulaten (nur Geschäftsvisa) zu beantragen ist.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthalts noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumsverlängerung bzw. ein sog. Re-Entry-Visum benötigt. Beides ist in Accra beim Immigration Service nahe des Ako Adjei Interchange (Stadtteil North-Ridge; Tel: +233 (21) 258249/258250) erhältlich. Es empfiehlt sich hierbei eine frühzeitige Planung, da mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 14 Tagen gerechnet werden muss.
Bitte beachten Sie, dass trotz einer von den ghanaischen Vertretungen im Ausland erteilten mehr als zweimonatigen Gültigkeit des Visums dieses bei der Einreise nach Ghana automatisch auf eine Gültigkeit von 60 Tagen beschränkt wird. Eine Verlängerung ist bei Bedarf rechtzeitig beim Immigration Service zu beantragen. Zur Zeit benötigen Sie dafür 1 Passbild, die Bearbeitungsgebühr beträgt pro verlängertem Monat 10 GC (100.000 alte Cedis).
Ein illegaler Aufenthalt (über die Gültigkeit des Visums hinaus) wird mit empfindlicher Geldstrafe sanktioniert. Es erfolgt die Aufnahme in die Visaversagungsdatei, so dass ein neues Visum nur nach Zustimmung des Ghana Immigration Service erteilt werden darf.
Für die Ausreise aus Ghana muss das ghanaische Visum noch gültig sein.
Reisedokumente
Der deutsche Kinderausweis wird zur Visaerteilung anerkannt. Ein Lichtbild ist ab dem 12. Lebensjahr obligatorisch. Der Eintrag des Kindes (bis zum 16. Lebensjahr) in den Reisepass eines Elternteils ersetzt den Kinderausweis. Beachten Sie bitte, dass seit dem 01.01.2006 der Kinderreisepass den Kinderausweis ersetzt. Alte Kinderausweise werden jedoch noch bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit anerkannt.
Erforderlich bei Einreise ist neben dem Reisedokument mit Visum auch ein internationaler Impfpass mit Eintrag einer gültigen Gelbfieberimpfung.
Besondere Zollvorschriften
Einfuhr
Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie Gegenstände zum beruflichen Gebrauch dürfen zollfrei eingeführt werden. Zum eigenen Gebrauch dürfen 375 ml Spirituosen, 750 ml Wein und nicht mehr als 5 kg Tabakwaren eingeführt werden. Unbegleitetes Reisegepäck muss direkt bei Ankunft am Flughafen angemeldet werden, um zollfrei eingeführt werden zu können. Aktuelle Listen der Waren, die unter das Importverbot fallen oder eine Importerlaubnis benötigen, sind beim Ghana Customs, Excise and Preventive Service (CEPS, P.O. Box 68, Accra, Tel. +233 (21) 666842 – 5, 668319, Fax 666841, (www.ghanacustoms.gov.gh) erhältlich.Aktuelle Listen der Zolltarife (Current Tariff Schedules) für Gegenstände, die nicht zollfrei eingeführt werden können, sind ebenfalls in den Büros des CEPS erhältlich.Fremdwährungen dürfen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.
Ausfuhr
Sollen Fremdwährungen bei Ausreise wieder ausgeführt werden, so muss dies bei Einreise deklariert werden.
Ghanaische Währung darf nur bis zu einem Betrag von 5 GC (50.000 alte Cedis) ausgeführt werden. Exportgenehmigungen sind u.a. für Antiquitäten und Edelmetalle erforderlich. Nähere Auskunft erteilt CEPS.
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es wird darauf hingewiesen, dass die Mindeststrafe in Ghana für Drogenbesitz bzw. -konsum, auch bei kleinsten Mengen, bei 5 Jahren Gefängnis liegt. Der Handel mit Drogen wird mit mindestens 10 Jahren Gefängnis bestraft.
Auch für die Förderung von Prostitution und homosexuelle Handlungen werden Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren verhängt.
Die 1982 eingeführten Beschränkungen beim Fotografieren sind in jüngster Zeit erheblich gelockert worden. Allerdings empfiehlt es sich nach wie vor nicht, militärische Anlagen, Truppen, Ministerien und öffentliche Gebäude, Züge und Eisenbahnanlagen, Häfen, Flughäfen, Flugzeuge, Brücken, Stauwerke oder größere Umspannanlagen der Elektrizitätswerke zu fotografieren. Ein striktes Fotografierverbot besteht vor allem im Umkreis des "Castle" in Accra, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts.
Da auch Personen sich nicht immer gern fotografieren lassen, empfiehlt sich eine vorherige Bitte um Erlaubnis.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Ghana ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr, www.who.int/ith/countries/en/index.html). In den vergangenen Jahren wurden zwischen 1 bis 61 Gelbfieberfälle pro Jahr (Upper West und Central Region) bestätigt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt zudem Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder (siehe Merkblatt des Gesundheitsdienstes) und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/cln_006/nn_975940/DE/ ... .pdf/30_06) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Ghana. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land, nur im Norden mit geringen saisonalen Schwankungen. Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist eine Chemoprophylaxe zu empfehlen, hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, möglichst langärmelige Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.), in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
Großes Gesundheitsproblem, ca. 2,3% der erwachsenen Bevölkerung sind HIV-positiv (Zahl aus 2005), in einzelnen Risikogruppen deutlich höhere Durchseuchung. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Vogelgrippe
Im Jahr 2007 trat erstmalig in Ghana die durch H5N1 verursachte KLASSISCHE GEFLÜGELPEST (hochpathogene Form der AVIÄREN INFLUENZA, VOGELGRIPPE) in der Nähe der Hafenstadt Tema östlich von Accra, in Sunyani (Brong Ahafo) und in Aflao (Voltaregion, Grenze zu Togo) auf. Menschliche Erkrankungen wurden bisher nicht bekannt. Es wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“). Weitere Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema „Vogelgrippe“ finden Sie in Informationen des Gesundheitsdienstes in der rechten Spalte.
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“).
Andere Infektionskrankheiten
Meningokokken-Krankheit
Der Norden Ghanas wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 100 bis 1000 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende in den Norden mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber
kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit selten Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzig mögliche Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. Volta-See und Volta-Fluss bei Ada, Boti Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen europäisch ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Accra ist ausreichend. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte fast aller Fachrichtungen vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken oder die Herz-Thoraxchirurgische Abteilung der Universitätsklinik Korle-Bu in Accra Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Accra haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, z.T. britischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die nach Ghana kommen, sollten einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung haben. Bei Langzeitaufenthalt kann zudem lokal eine Mitgliedschaft bei der deutsch geführten WEST AFRICAN RESCUE empfehlenswert sein.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Ghana durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
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Reise/Sicherheitshinweise Ghana 21.05.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Ghana:
Stand 21.05.2008 (Unverändert gültig seit: 21.05.2008)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In den nördlichen Landesteilen Ghanas kommt es gelegentlich zu Stammeskonflikten mit Auswirkungen auf die Sicherheitslage (z.B. nächtlichen Ausgangssperren). Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden. Zur Zeit besteht in Bawku in der Upper East Region (und den umliegenden Orten Zabugu, Binduri, Pusiga und Zoosi) nach bewaffneten Auseinandersetzungen eine Ausgangssperre von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr.
Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren.
Allgemeine Reiseinformationen
Ghana mit einer Fläche von ca. 250.000 km2 hat etwa 20 Mio. Einwohner. Die Bevölkerung setzt sich aus zahlreichen Völkern und Ethnien zusammen. Nähere Informationen über Land und Leute sind beim Ghana Tourist Board, P.O.Box 3106, Accra, (gtb@africaonline.com.gh, www.ghanatourism.gov.gh) erhältlich.
Geld / Kreditkarten
Landeswährung ist der Cedi (C). Cedis können bei den staatlich zugelassenen FOREX-Büros getauscht werden. Die aktuellen Kurse sind dort zu erfragen. Auch die größeren Hotels sind autorisiert, Geldwechsel vorzunehmen; die Kurse sind jedoch geringfügig schlechter als bei den FOREX-Büros. Die günstigsten Kurse sind gegen Bargeld zu erzielen, auch Traveller Cheques werden akzeptiert - allerdings zu deutlich schlechteren Kursen.
Kreditkarten werden nur in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert und sollten wegen der Missbrauchsgefahr auch nur dort benutzt werden.
An den Bankautomaten ist in begrenztem Umfang (Limit setzt das kartenausgebende Institut) das Abheben von Bargeld mit einer Visa-Kreditkarte möglich. Mit einer Mastercard ist es nur möglich gegen Vorlage des Reisepasses und der Kreditkarte am Schalter der Barclays Bank Geld zu bekommen. Dies ist in den größeren Städten, in Accra nur in der Hauptgeschäftsstelle (High Street) möglich. Für finanzielle Notfälle besteht die Möglichkeit des Geldtransfers über "Western Union" (Info 069-26 48 201, Frankfurt) von jeder deutschen Verkehrsbank (in Bahnhöfen und Flughäfen).
Anfang Juli 2007 führte die ghanaische Zentralbank eine Währungsreform durch, die Währung behält ihren Namen „Cedi“. 10.000 „alte“ Cedis sind nun 1 „neuer“ Ghana Cedi (GC). Bis zum 31.12.2007 konnte der „alte“ Cedi noch als Zahlungsmittel verwendet werden. Seit dem 31.12.2007 werden die alten Scheine und Münzen nur noch von der Bank of Ghana und den kommerziellen Banken umgetauscht. Die neuen Scheine sind als 50 GC, 20 GC, 10 GC und 5 GC Noten erhältlich. Die Münzen werden als 1 GP (Ghana Pesewas), 5 GP, 10 GP, 20 GP und 50 GP ausgegeben.
Zu Fremdwährungenein- und –ausfuhr siehe „Besondere Zollvorschriften“
Kriminalität
Ghana ist ein gerade auch im Vergleich zu Europa sicheres Reiseland mit niedriger Kriminalitätsrate. In der Hauptstadt Accra ist aber mit der für eine Millionen-Einwohnerstadt üblichen Kriminalität zu rechnen. Am Flughafen Kotoka, im Geschäftsviertel Osu (besonders nachts) sowie in den Wohnbezirken von Ausländern (Stadtteile Cantonments, Labone und Airport Residential Area) kommt es gelegentlich zu Diebstahls- oder Gewaltdelikten.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Ghana verfügt über ein wachsendes Netz gut ausgebauter Überlandstraßen. Dennoch ist stets mit erheblichen Straßenschäden (tiefen Löchern) und unbefestigten Teilabschnitten zu rechnen. Die Unfallgefahr im Straßenverkehr ist sehr hoch. Nachtfahrten über Land sollten wegen des schlechten Straßenzustands und häufig unzureichender Beleuchtung der Straßen und anderer Fahrzeuge vermieden werden.
In den Städten stehen Taxis zur Verfügung, die entweder als Sammeltaxi oder vom Fahrgast alleine benutzt werden (in diesem Fall ist der Fahrpreis, der unter deutschem Preisniveau liegt, für vier Plätze zu entrichten). Es gibt keine Taxameter, so dass dringend empfohlen wird, den Preis vorher mit dem Fahrer auszuhandeln, da vor allem Europäer häufig übervorteilt werden. Halten Sie genügend kleine Scheine zum Wechseln vorrätig. Vereinzelt verlangen Taxifahrer von Ausländern eine Bezahlung des Fahrpreises in Devisen, was grundsätzlich abgelehnt werden sollte.
Straßennamen werden in Ghana zwar staatlich vergeben, sind aber in der Bevölkerung und auch unter den Taxifahrern kaum bekannt. Zur Orientierung dienen bekannte Gebäude (z.B. National Theater in Accra oder die großen Hotels). Im Gegensatz zu Europa muß der Fahrgast den Weg zum Fahrtziel kennen und den Taxifahrer zu instruieren. Für erste Fahrten vom Flughafen empfiehlt es sich, die bekannten großen Hotels anzusteuern und sich dann ggf. weiterleiten zu lassen.
Mietwagen
Mietwagen sind zumeist in den Hotels erhältlich. Taxen können auch tage- oder stundenweise angemietet werden (ca. 100 US$ pro Tag). Vorab sollte unbedingt geklärt werden, ob im Mietpreis bereits das Benzin enthalten ist. Öffentlicher Nah- und Fernverkehr
Ein öffentlicher Nah- und Fernverkehr ist in Ghana vorhanden, jedoch nur mühsam zu durchschauen, da es zwar feste Abfahrtspunkte und Fahrtrouten gibt, aber keine festen Abfahrtszeiten. Überlandfahrten per Bus sollten per STC Bussen durchgeführt werden. Kostengünstige Kleinbusse (Tro-Tros) sind oft technisch nicht straßentauglich und extrem unfallgefährdet.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise ein Visum, das bei der ghanaischen Botschaft in Berlin (Touristen- und Geschäftsvisa) oder den Konsulaten (nur Geschäftsvisa) zu beantragen ist.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthalts noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumsverlängerung bzw. ein sog. Re-Entry-Visum benötigt. Beides ist in Accra beim Immigration Service nahe des Ako Adjei Interchange (Stadtteil North-Ridge; Tel: +233 (21) 258249/258250) erhältlich. Es empfiehlt sich hierbei eine frühzeitige Planung, da mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 14 Tagen gerechnet werden muss.
Bitte beachten Sie, dass trotz einer von den ghanaischen Vertretungen im Ausland erteilten mehr als zweimonatigen Gültigkeit des Visums dieses bei der Einreise nach Ghana automatisch auf eine Gültigkeit von 60 Tagen beschränkt wird. Eine Verlängerung ist bei Bedarf rechtzeitig beim Immigration Service zu beantragen. Zur Zeit benötigen Sie dafür 1 Passbild, die Bearbeitungsgebühr beträgt pro verlängertem Monat 10 GC (100.000 alte Cedis).
Ein illegaler Aufenthalt (über die Gültigkeit des Visums hinaus) wird mit empfindlicher Geldstrafe sanktioniert. Es erfolgt die Aufnahme in die Visaversagungsdatei, so dass ein neues Visum nur nach Zustimmung des Ghana Immigration Service erteilt werden darf.
Für die Ausreise aus Ghana muss das ghanaische Visum noch gültig sein.
Reisedokumente
Der deutsche Kinderausweis wird zur Visaerteilung anerkannt. Ein Lichtbild ist ab dem 12. Lebensjahr obligatorisch. Der Eintrag des Kindes (bis zum 16. Lebensjahr) in den Reisepass eines Elternteils ersetzt den Kinderausweis. Beachten Sie bitte, dass seit dem 01.01.2006 der Kinderreisepass den Kinderausweis ersetzt. Alte Kinderausweise werden jedoch noch bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit anerkannt.
Erforderlich bei Einreise ist neben dem Reisedokument mit Visum auch ein internationaler Impfpass mit Eintrag einer gültigen Gelbfieberimpfung.
Besondere Zollvorschriften
Einfuhr
Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie Gegenstände zum beruflichen Gebrauch dürfen zollfrei eingeführt werden. Zum eigenen Gebrauch dürfen 375 ml Spirituosen, 750 ml Wein und nicht mehr als 5 kg Tabakwaren eingeführt werden. Unbegleitetes Reisegepäck muss direkt bei Ankunft am Flughafen angemeldet werden, um zollfrei eingeführt werden zu können. Aktuelle Listen der Waren, die unter das Importverbot fallen oder eine Importerlaubnis benötigen, sind beim Ghana Customs, Excise and Preventive Service (CEPS, P.O. Box 68, Accra, Tel. +233 (21) 666842 – 5, 668319, Fax 666841, (www.ghanacustoms.gov.gh) erhältlich.Aktuelle Listen der Zolltarife (Current Tariff Schedules) für Gegenstände, die nicht zollfrei eingeführt werden können, sind ebenfalls in den Büros des CEPS erhältlich.Fremdwährungen dürfen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.
Ausfuhr
Sollen Fremdwährungen bei Ausreise wieder ausgeführt werden, so muss dies bei Einreise deklariert werden.
Ghanaische Währung darf nur bis zu einem Betrag von 5 GC (50.000 alte Cedis) ausgeführt werden. Exportgenehmigungen sind u.a. für Antiquitäten und Edelmetalle erforderlich. Nähere Auskunft erteilt CEPS.
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es wird darauf hingewiesen, dass die Mindeststrafe in Ghana für Drogenbesitz bzw. -konsum, auch bei kleinsten Mengen, bei 5 Jahren Gefängnis liegt. Der Handel mit Drogen wird mit mindestens 10 Jahren Gefängnis bestraft.
Auch für die Förderung von Prostitution und homosexuelle Handlungen werden Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren verhängt.
Die 1982 eingeführten Beschränkungen beim Fotografieren sind in jüngster Zeit erheblich gelockert worden. Allerdings empfiehlt es sich nach wie vor nicht, militärische Anlagen, Truppen, Ministerien und öffentliche Gebäude, Züge und Eisenbahnanlagen, Häfen, Flughäfen, Flugzeuge, Brücken, Stauwerke oder größere Umspannanlagen der Elektrizitätswerke zu fotografieren. Ein striktes Fotografierverbot besteht vor allem im Umkreis des "Castle" in Accra, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts.
Da auch Personen sich nicht immer gern fotografieren lassen, empfiehlt sich eine vorherige Bitte um Erlaubnis.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Ghana ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr, www.who.int/ith/countries/en/index.html). In den vergangenen Jahren wurden zwischen 1 bis 61 Gelbfieberfälle pro Jahr (Upper West und Central Region) bestätigt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt zudem Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder (siehe Merkblatt des Gesundheitsdienstes) und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/cln_006/nn_975940/DE/ ... .pdf/30_06) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Ghana. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land, nur im Norden mit geringen saisonalen Schwankungen. Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist eine Chemoprophylaxe zu empfehlen, hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, möglichst langärmelige Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.), in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
Großes Gesundheitsproblem, ca. 2,3% der erwachsenen Bevölkerung sind HIV-positiv (Zahl aus 2005), in einzelnen Risikogruppen deutlich höhere Durchseuchung. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Vogelgrippe
Im Jahr 2007 trat erstmalig in Ghana die durch H5N1 verursachte KLASSISCHE GEFLÜGELPEST (hochpathogene Form der AVIÄREN INFLUENZA, VOGELGRIPPE) in der Nähe der Hafenstadt Tema östlich von Accra, in Sunyani (Brong Ahafo) und in Aflao (Voltaregion, Grenze zu Togo) auf. Menschliche Erkrankungen wurden bisher nicht bekannt. Es wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“). Weitere Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema „Vogelgrippe“ finden Sie in Informationen des Gesundheitsdienstes in der rechten Spalte.
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“).
Andere Infektionskrankheiten
Meningokokken-Krankheit
Der Norden Ghanas wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 100 bis 1000 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende in den Norden mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber
kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit selten Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzig mögliche Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. Volta-See und Volta-Fluss bei Ada, Boti Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen europäisch ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Accra ist ausreichend. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte fast aller Fachrichtungen vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken oder die Herz-Thoraxchirurgische Abteilung der Universitätsklinik Korle-Bu in Accra Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Accra haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, z.T. britischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die nach Ghana kommen, sollten einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung haben. Bei Langzeitaufenthalt kann zudem lokal eine Mitgliedschaft bei der deutsch geführten WEST AFRICAN RESCUE empfehlenswert sein.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Ghana durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
Jahr in den vergangenen Jahren.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Ghana 05.11.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Ghana:
Stand 05.11.2008 (Unverändert gültig seit: 05.11.2008)
Aktueller Hinweis
Am 7. Dezember 2008 finden in Ghana Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Sollte keiner der Präsidentschaftskandidaten bei der ersten Wahlrunde die einfache Mehrheit erreichen, wird es am 28. Dezember eine Stichwahl geben. Im Vorfeld der Wahlen ist es vereinzelt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Während des Wahltags bzw. der Wahltage wie auch in der Zeit nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse der Präsidentschaftswahl kann es in einzelnen Landesteilen zu Unruhen und gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen. Ghana-Reisenden wird empfohlen, an den Wahltagen wie auch in den Wochen nach den Wahlen größere Menschenansammlungen zu meiden und sich mit politischen Bekundungen zurückzuhalten.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In den nördlichen Landesteilen Ghanas wird die Sicherheitslage durch gelegentliche Konflikte zwischen lokalen Bevölkerungsgruppen beeinträchtigt; nächtliche Ausgangssperren können die Folge sein. Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden. Seit mehr als einem Jahr besteht in Bawku in der Upper East Region und den umliegenden Orten Gushiegu, Zabugu, Binduri, Pusiga und Zoosi nach bewaffneten Auseinandersetzungen eine Ausgangssperre von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr.
Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren.
Allgemeine Reiseinformationen
Ghana mit einer Fläche von ca. 250.000 km2 hat etwa 20 Mio. Einwohner. Die Bevölkerung setzt sich aus zahlreichen Völkern und Ethnien zusammen. Nähere Informationen über Land und Leute sind beim Ghana Tourist Board, P.O.Box 3106, Accra, (gtb@africaonline.com.gh, www.ghanatourism.gov.gh) erhältlich.
Geld / Kreditkarten
Landeswährung ist der Cedi (GHC). Cedis können bei den staatlich zugelassenen FOREX-Büros getauscht werden. Die aktuellen Kurse sind dort zu erfragen. Auch die größeren Hotels sind autorisiert, Geldwechsel vorzunehmen; die Kurse sind jedoch geringfügig schlechter als bei den FOREX-Büros. Die günstigsten Kurse sind gegen Bargeld zu erzielen, auch Traveller Cheques werden akzeptiert - allerdings zu deutlich schlechteren Kursen.
Kreditkarten werden nur in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert und sollten wegen der Missbrauchsgefahr auch nur dort benutzt werden.
An den Bankautomaten ist in begrenztem Umfang (Limit setzt das kartenausgebende Institut) das Abheben von Bargeld mit einer Visa-Kreditkarte möglich. Mit einer Mastercard besteht lediglich die Möglichkeit, gegen Vorlage des Reisepasses und der Kreditkarte am Schalter der Barclays Bank Geld zu bekommen. Dies ist in den größeren Städten, in Accra nur in der Hauptgeschäftsstelle (High Street), möglich. Für finanzielle Notfälle besteht die Möglichkeit des Geldtransfers über "Western Union" (Info 069-26 48 201, Frankfurt) von jeder deutschen Verkehrsbank, die i.d.R. in Bahnhöfen und Flughäfen angesiedelt sind.
Anfang Juli 2007 führte die ghanaische Zentralbank eine Währungsreform durch, die Währung behält ihren Namen „Cedi“. 10.000 „alte“ Cedis sind nun 1 „neuer“ Ghana Cedi (GHC). „Alte“ Cedi können seit Ende 2007 nicht mehr als Zahlungsmittel verwendet werden. Scheine und Münzen können nur noch von der Bank of Ghana und den kommerziellen Banken umgetauscht werden. Die neuen Scheine sind als 50 GHC, 20 GHC, 10 GHC ,5 GHC und 1 GHC Noten erhältlich. Die Münzen werden als 1 GP (Ghana Pesewa), 5 GP, 10 GP, 20 GP und 50 GP ausgegeben.
Zu Fremdwährungsein- und –ausfuhr siehe „Besondere Zollvorschriften“
Kriminalität
Ghana ist gerade auch im Vergleich zu Europa und anderen afrikanischen Ländern ein sicheres Reiseland mit landesweit niedriger Kriminalitätsrate. In der Hauptstadt Accra ist allerdings eine Zunahme von Gewalttaten zu verzeichnen. Vor allem am Flughafen Kotoka, im Geschäftsviertel Osu (insbesondere nachts) sowie in den Wohnbezirken von Ausländern (Stadtteile Cantonments, Labone und Airport Residential Area) werden allwöchentlich Diebstahls- oder Gewaltdelikte registriert. Vorsicht ist auch bei Buchung von außerhalb der Innenstadt von Accra gelegenen kleineren Hotels geboten.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Ghana verfügt über ein wachsendes Netz gut ausgebauter Überlandstraßen. Dennoch ist stets mit erheblichen Straßenschäden (tiefen Löchern) und unbefestigten Teilabschnitten zu rechnen. Die Unfallgefahr im Straßenverkehr ist sehr hoch. Nachtfahrten über Land sollten wegen des schlechten Straßenzustands und häufig unzureichender Beleuchtung der Straßen und anderer Fahrzeuge vermieden werden.
In den Städten stehen Taxis zur Verfügung, die entweder als Sammeltaxi oder vom Fahrgast alleine benutzt werden (in diesem Fall ist der Fahrpreis, der erheblich unter deutschem Preisniveau liegt, für vier Plätze zu entrichten). Es gibt keine Taxameter, so dass dringend empfohlen wird, den Preis vorher mit dem Fahrer auszuhandeln. Vor allem Nicht-Afrikaner werden häufig übervorteilt (auch bei Taxifahrten vom Flughafen in die Stadt). Halten Sie genügend kleine Scheine zum Wechseln bereit. Vereinzelt verlangen Taxifahrer von Ausländern eine Bezahlung des Fahrpreises in Devisen, was grundsätzlich abgelehnt werden sollte.
Straßennamen werden in Ghana zwar staatlich vergeben, sind aber in der Bevölkerung und auch unter den Taxifahrern kaum bekannt. Zur Orientierung dienen bekannte Gebäude (z.B. National Theater in Accra oder die großen Hotels). Im Gegensatz zu Europa muss der Fahrgast den Weg zum Fahrtziel kennen und den Taxifahrer instruieren. Für erste Fahrten vom Flughafen empfiehlt es sich, die bekannten großen Hotels anzusteuern und sich dann ggf. weiterleiten zu lassen.
Mietwagen
Mietwagen sind zumeist in den Hotels erhältlich. Taxen können auch tage- oder stundenweise angemietet werden (ca. 100 US$ pro Tag). Vorab sollte unbedingt geklärt werden, ob das Benzin im Mietpreis bereits enthalten ist.
Öffentlicher Nah- und Fernverkehr
Ein öffentlicher Nah- und Fernverkehr ist in Ghana vorhanden, jedoch nur mühsam zu durchschauen, da es zwar feste Abfahrtspunkte und Fahrtrouten, aber keine festen Abfahrtszeiten gibt. Überlandfahrten per Bus sollten mit den klimatisierten STC Bussen durchgeführt werden. Kostengünstige Kleinbusse (Tro-Tros) sind oft technisch nur bedingt straßentauglich und somit extrem unfallgefährdet.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise ein Visum, das bei der ghanaischen Botschaft in Berlin (Touristen- und Geschäftsvisa) oder den Konsulaten (nur Geschäftsvisa) zu beantragen ist.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthalts noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumsverlängerung bzw. ein sog. Re-Entry-Visum benötigt. Beides ist in Accra beim Immigration Service nahe des Ako Adjei Interchange (Stadtteil North-Ridge; Tel: +233 (21) 258249/258250) erhältlich. Es empfiehlt sich hierbei eine frühzeitige Planung, da mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 14 Tagen gerechnet werden muss.
Bitte beachten Sie, dass trotz einer von den ghanaischen Vertretungen im Ausland erteilten mehr als zweimonatigen Gültigkeit des Visums dieses bei der Einreise nach Ghana automatisch auf eine Gültigkeit von 60 Tagen beschränkt wird. Eine Verlängerung ist bei Bedarf rechtzeitig beim Immigration Service zu beantragen. Zur Zeit benötigen Sie dafür 1 Passbild, die Bearbeitungsgebühr beträgt pro verlängertem Monat 10 GHC.
Ein illegaler Aufenthalt (über die Gültigkeit des Visums hinaus) wird mit empfindlicher Geldstrafe sanktioniert. Es erfolgt die Aufnahme in die Visaversagungsdatei, so dass ein neues Visum nur nach Zustimmung des Ghana Immigration Service erteilt werden darf.
Für die Ausreise aus Ghana muss das ghanaische Visum noch gültig sein.
Reisedokumente
Der deutsche Kinderausweis wird zur Visaerteilung anerkannt. Ein Lichtbild ist ab dem 12. Lebensjahr obligatorisch. Der Eintrag des Kindes (bis zum 16. Lebensjahr) in den Reisepass eines Elternteils ersetzt den Kinderausweis. Beachten Sie bitte, dass seit dem 01.01.2006 der Kinderreisepass den Kinderausweis ersetzt. Alte Kinderausweise werden jedoch noch bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit anerkannt.
Erforderlich bei Einreise ist neben dem Reisedokument mit Visum auch ein internationaler Impfpass mit Eintrag einer gültigen Gelbfieberimpfung.
Besondere Zollvorschriften
Einfuhr
Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie Gegenstände zum beruflichen Gebrauch dürfen zollfrei eingeführt werden. Zum eigenen Gebrauch dürfen 375 ml Spirituosen, 750 ml Wein und nicht mehr als 5 kg Tabakwaren eingeführt werden. Unbegleitetes Reisegepäck muss direkt bei Ankunft am Flughafen angemeldet werden, um zollfrei eingeführt werden zu können. Aktuelle Listen der Waren, die unter das Importverbot fallen oder eine Importerlaubnis benötigen, sind beim Ghana Customs, Excise and Preventive Service (CEPS, P.O. Box 68, Accra, Tel. +233 (21) 666842 – 5, 668319, Fax 666841, (www.ghanacustoms.gov.gh) erhältlich.
Aktuelle Listen der Zolltarife (Current Tariff Schedules) für Gegenstände, die nicht zollfrei eingeführt werden können, sind ebenfalls in den Büros des CEPS erhältlich.
Fremdwährungen dürfen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.
Ausfuhr
Sollen Fremdwährungen bei Ausreise wieder ausgeführt werden, so muss dies bei Einreise deklariert werden.
Ghanaische Währung darf nur bis zu einem Betrag von 5 GHC ausgeführt werden. Exportgenehmigungen sind u.a. für Antiquitäten und Edelmetalle erforderlich. Nähere Auskunft erteilt CEPS.
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es wird darauf hingewiesen, dass die Mindeststrafe in Ghana für Drogenbesitz bzw. -konsum, auch bei kleinsten Mengen, bei 5 Jahren Gefängnis liegt. Der Handel mit Drogen wird mit mindestens 10 Jahren Gefängnis bestraft.
Auch für die Förderung von Prostitution und homosexuelle Handlungen werden Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren verhängt.
Die 1982 eingeführten Beschränkungen beim Fotografieren sind in jüngster Zeit erheblich gelockert worden. Allerdings empfiehlt es sich nach wie vor nicht, militärische Anlagen, Truppen, Ministerien und öffentliche Gebäude, Züge und Eisenbahnanlagen, Häfen, Flughäfen, Flugzeuge, Brücken, Stauwerke oder größere Umspannanlagen der Elektrizitätswerke zu fotografieren. Ein striktes Fotografierverbot besteht vor allem im Umkreis des „Castle“ in Accra, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts und des Verteidigungsministeriums („Burmacamp“)
Da auch Personen sich nicht immer gern fotografieren lassen, empfiehlt sich eine vorherige Bitte um Erlaubnis.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Ghana ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr, siehe auch www.who.int/ith/countries/en/index.html). In den vergangenen Jahren wurden zwischen 1 bis 61 Gelbfieberfälle pro Jahr (Upper West und Central Region) bestätigt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt zudem Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder (siehe Merkblatt des Gesundheitsdienstes) und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/cln_100/nn_969736/DE/ ... .pdf/30_08) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den schwerwiegendsten Erkrankungen in Ghana. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft Malaria - insbesondere die gefährliche Malaria tropica - bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land, nur im Norden mit geringen saisonalen Schwankungen. Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist eine Chemoprophylaxe zu empfehlen, hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, möglichst langärmelige Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.), in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
Für 2007 wurde geschätzt, dass 1,9% der erwachsenen Bevölkerung mit HIV infiziert sind. Die Infektionsrate von Schwangeren liegt bei 3,4 % (2006), von Prostituierten bei 38 % (2006). Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Vogelgrippe
Im Jahr 2007 trat erstmalig in Ghana die durch H5N1 verursachte KLASSISCHE GEFLÜGELPEST (hochpathogene Form der AVIÄREN INFLUENZA, VOGELGRIPPE) in der Nähe der Hafenstadt Tema östlich von Accra, in Sunyani (Brong Ahafo) und in Aflao (Voltaregion, Grenze zu Togo) auf. Menschliche Erkrankungen wurden bisher nicht bekannt. Es wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“). Weitere Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema „Vogelgrippe“ finden Sie in Informationen des Gesundheitsdienstes in der rechten Spalte.
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“).
Andere Infektionskrankheiten
Meningokokken-Krankheit
Der Norden Ghanas wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 100 bis 1000 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende in den Norden mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber
kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit selten Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzig mögliche Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. Volta-See und Volta-Fluss bei Ada, Boti Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen europäisch ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Accra ist ausreichend. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte fast aller Fachrichtungen vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken, in schweren Fällen die Herz-Thoraxchirurgische Abteilung der Universitätsklinik Korle-Bu in Accra oder bei Unfallverletzungen das 37 Military Hospital in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Accra haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, z.T. britischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die nach Ghana kommen, sollten einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung haben. Bei Langzeitaufenthalt kann zudem lokal eine Mitgliedschaft bei der deutsch geführten WEST AFRICAN RESCUE empfehlenswert sein.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Ghana durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Ghana 12.12.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Ghana:
Stand 12.12.2008 (Unverändert gültig seit: 12.12.2008)
Aktueller Hinweis
Nach den am 7. Dezember 2008 erfolgten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen ist für die Wahl des Staatspräsidenten eine Stichwahl notwendig, sie wird am 28. Dezember 2008 stattfinden. Im Vorfeld der Wahlen ist es vereinzelt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Während des Wahltags bzw. der Wahltage wie auch in der Zeit nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse der Präsidentschaftswahl kann es in einzelnen Landesteilen zu Unruhen und gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen. Ghana-Reisenden wird empfohlen, an den Wahltagen wie auch in den Wochen nach den Wahlen größere Menschenansammlungen zu meiden und sich mit politischen Bekundungen zurückzuhalten.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In den nördlichen Landesteilen Ghanas wird die Sicherheitslage durch gelegentliche Konflikte zwischen lokalen Bevölkerungsgruppen beeinträchtigt; nächtliche Ausgangssperren können die Folge sein. Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden. Seit mehr als einem Jahr besteht in Bawku in der Upper East Region und den umliegenden Orten Gushiegu, Zabugu, Binduri, Pusiga und Zoosi nach bewaffneten Auseinandersetzungen eine Ausgangssperre von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr.
Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren.
Allgemeine Reiseinformationen
Ghana mit einer Fläche von ca. 250.000 km2 hat etwa 20 Mio. Einwohner. Die Bevölkerung setzt sich aus zahlreichen Völkern und Ethnien zusammen. Nähere Informationen über Land und Leute sind beim Ghana Tourist Board, P.O.Box 3106, Accra, (gtb@africaonline.com.gh, www.ghanatourism.gov.gh) erhältlich.
Geld / Kreditkarten
Landeswährung ist der Cedi (GHC). Cedis können bei den staatlich zugelassenen FOREX-Büros getauscht werden. Die aktuellen Kurse sind dort zu erfragen. Auch die größeren Hotels sind autorisiert, Geldwechsel vorzunehmen; die Kurse sind jedoch geringfügig schlechter als bei den FOREX-Büros. Die günstigsten Kurse sind gegen Bargeld zu erzielen, auch Traveller Cheques werden akzeptiert - allerdings zu deutlich schlechteren Kursen.
Kreditkarten werden nur in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert und sollten wegen der Missbrauchsgefahr auch nur dort benutzt werden.
An den Bankautomaten ist in begrenztem Umfang (Limit setzt das kartenausgebende Institut) das Abheben von Bargeld mit einer Visa-Kreditkarte möglich. Mit einer Mastercard besteht lediglich die Möglichkeit, gegen Vorlage des Reisepasses und der Kreditkarte am Schalter der Barclays Bank Geld zu bekommen. Dies ist in den größeren Städten, in Accra nur in der Hauptgeschäftsstelle (High Street), möglich. Für finanzielle Notfälle besteht die Möglichkeit des Geldtransfers über "Western Union" (Info 069-26 48 201, Frankfurt) von jeder deutschen Verkehrsbank, die i.d.R. in Bahnhöfen und Flughäfen angesiedelt sind.
Anfang Juli 2007 führte die ghanaische Zentralbank eine Währungsreform durch, die Währung behält ihren Namen „Cedi“. 10.000 „alte“ Cedis sind nun 1 „neuer“ Ghana Cedi (GHC). „Alte“ Cedi können seit Ende 2007 nicht mehr als Zahlungsmittel verwendet werden. Scheine und Münzen können nur noch von der Bank of Ghana und den kommerziellen Banken umgetauscht werden. Die neuen Scheine sind als 50 GHC, 20 GHC, 10 GHC ,5 GHC und 1 GHC Noten erhältlich. Die Münzen werden als 1 GP (Ghana Pesewa), 5 GP, 10 GP, 20 GP und 50 GP ausgegeben.
Zu Fremdwährungsein- und –ausfuhr siehe „Besondere Zollvorschriften“
Kriminalität
Ghana ist gerade auch im Vergleich zu Europa und anderen afrikanischen Ländern ein sicheres Reiseland mit landesweit niedriger Kriminalitätsrate. In der Hauptstadt Accra ist allerdings eine Zunahme von Gewalttaten zu verzeichnen. Vor allem am Flughafen Kotoka, im Geschäftsviertel Osu (insbesondere nachts) sowie in den Wohnbezirken von Ausländern (Stadtteile Cantonments, Labone und Airport Residential Area) werden allwöchentlich Diebstahls- oder Gewaltdelikte registriert. Vorsicht ist auch bei Buchung von außerhalb der Innenstadt von Accra gelegenen kleineren Hotels geboten.
Reisen über Land / Straßenverkehr
Ghana verfügt über ein wachsendes Netz gut ausgebauter Überlandstraßen. Dennoch ist stets mit erheblichen Straßenschäden (tiefen Löchern) und unbefestigten Teilabschnitten zu rechnen. Die Unfallgefahr im Straßenverkehr ist sehr hoch. Nachtfahrten über Land sollten wegen des schlechten Straßenzustands und häufig unzureichender Beleuchtung der Straßen und anderer Fahrzeuge vermieden werden.
In den Städten stehen Taxis zur Verfügung, die entweder als Sammeltaxi oder vom Fahrgast alleine benutzt werden (in diesem Fall ist der Fahrpreis, der erheblich unter deutschem Preisniveau liegt, für vier Plätze zu entrichten). Es gibt keine Taxameter, so dass dringend empfohlen wird, den Preis vorher mit dem Fahrer auszuhandeln. Vor allem Nicht-Afrikaner werden häufig übervorteilt (auch bei Taxifahrten vom Flughafen in die Stadt). Halten Sie genügend kleine Scheine zum Wechseln bereit. Vereinzelt verlangen Taxifahrer von Ausländern eine Bezahlung des Fahrpreises in Devisen, was grundsätzlich abgelehnt werden sollte.
Straßennamen werden in Ghana zwar staatlich vergeben, sind aber in der Bevölkerung und auch unter den Taxifahrern kaum bekannt. Zur Orientierung dienen bekannte Gebäude (z.B. National Theater in Accra oder die großen Hotels). Im Gegensatz zu Europa muss der Fahrgast den Weg zum Fahrtziel kennen und den Taxifahrer instruieren. Für erste Fahrten vom Flughafen empfiehlt es sich, die bekannten großen Hotels anzusteuern und sich dann ggf. weiterleiten zu lassen.
Mietwagen
Mietwagen sind zumeist in den Hotels erhältlich. Taxen können auch tage- oder stundenweise angemietet werden (ca. 100 US$ pro Tag). Vorab sollte unbedingt geklärt werden, ob das Benzin im Mietpreis bereits enthalten ist.
Öffentlicher Nah- und Fernverkehr
Ein öffentlicher Nah- und Fernverkehr ist in Ghana vorhanden, jedoch nur mühsam zu durchschauen, da es zwar feste Abfahrtspunkte und Fahrtrouten, aber keine festen Abfahrtszeiten gibt. Überlandfahrten per Bus sollten mit den klimatisierten STC Bussen durchgeführt werden. Kostengünstige Kleinbusse (Tro-Tros) sind oft technisch nur bedingt straßentauglich und somit extrem unfallgefährdet.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise ein Visum, das bei der ghanaischen Botschaft in Berlin (Touristen- und Geschäftsvisa) oder den Konsulaten (nur Geschäftsvisa) zu beantragen ist.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthalts noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumsverlängerung bzw. ein sog. Re-Entry-Visum benötigt. Beides ist in Accra beim Immigration Service nahe des Ako Adjei Interchange (Stadtteil North-Ridge; Tel: +233 (21) 258249/258250) erhältlich. Es empfiehlt sich hierbei eine frühzeitige Planung, da mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 14 Tagen gerechnet werden muss.
Bitte beachten Sie, dass trotz einer von den ghanaischen Vertretungen im Ausland erteilten mehr als zweimonatigen Gültigkeit des Visums dieses bei der Einreise nach Ghana automatisch auf eine Gültigkeit von 60 Tagen beschränkt wird. Eine Verlängerung ist bei Bedarf rechtzeitig beim Immigration Service zu beantragen. Zur Zeit benötigen Sie dafür 1 Passbild, die Bearbeitungsgebühr beträgt pro verlängertem Monat 10 GHC.
Ein illegaler Aufenthalt (über die Gültigkeit des Visums hinaus) wird mit empfindlicher Geldstrafe sanktioniert. Es erfolgt die Aufnahme in die Visaversagungsdatei, so dass ein neues Visum nur nach Zustimmung des Ghana Immigration Service erteilt werden darf.
Für die Ausreise aus Ghana muss das ghanaische Visum noch gültig sein.
Reisedokumente
Der deutsche Kinderausweis wird zur Visaerteilung anerkannt. Ein Lichtbild ist ab dem 12. Lebensjahr obligatorisch. Der Eintrag des Kindes (bis zum 16. Lebensjahr) in den Reisepass eines Elternteils ersetzt den Kinderausweis. Beachten Sie bitte, dass seit dem 01.01.2006 der Kinderreisepass den Kinderausweis ersetzt. Alte Kinderausweise werden jedoch noch bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit anerkannt.
Erforderlich bei Einreise ist neben dem Reisedokument mit Visum auch ein internationaler Impfpass mit Eintrag einer gültigen Gelbfieberimpfung.
Besondere Zollvorschriften
Einfuhr
Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie Gegenstände zum beruflichen Gebrauch dürfen zollfrei eingeführt werden. Zum eigenen Gebrauch dürfen 375 ml Spirituosen, 750 ml Wein und nicht mehr als 5 kg Tabakwaren eingeführt werden. Unbegleitetes Reisegepäck muss direkt bei Ankunft am Flughafen angemeldet werden, um zollfrei eingeführt werden zu können. Aktuelle Listen der Waren, die unter das Importverbot fallen oder eine Importerlaubnis benötigen, sind beim Ghana Customs, Excise and Preventive Service (CEPS, P.O. Box 68, Accra, Tel. +233 (21) 666842 – 5, 668319, Fax 666841, (www.ghanacustoms.gov.gh) erhältlich.
Aktuelle Listen der Zolltarife (Current Tariff Schedules) für Gegenstände, die nicht zollfrei eingeführt werden können, sind ebenfalls in den Büros des CEPS erhältlich.
Fremdwährungen dürfen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.
Ausfuhr
Sollen Fremdwährungen bei Ausreise wieder ausgeführt werden, so muss dies bei Einreise deklariert werden.
Ghanaische Währung darf nur bis zu einem Betrag von 5 GHC ausgeführt werden. Exportgenehmigungen sind u.a. für Antiquitäten und Edelmetalle erforderlich. Nähere Auskunft erteilt CEPS.
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es wird darauf hingewiesen, dass die Mindeststrafe in Ghana für Drogenbesitz bzw. -konsum, auch bei kleinsten Mengen, bei 5 Jahren Gefängnis liegt. Der Handel mit Drogen wird mit mindestens 10 Jahren Gefängnis bestraft.
Auch für die Förderung von Prostitution und homosexuelle Handlungen werden Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren verhängt.
Die 1982 eingeführten Beschränkungen beim Fotografieren sind in jüngster Zeit erheblich gelockert worden. Allerdings empfiehlt es sich nach wie vor nicht, militärische Anlagen, Truppen, Ministerien und öffentliche Gebäude, Züge und Eisenbahnanlagen, Häfen, Flughäfen, Flugzeuge, Brücken, Stauwerke oder größere Umspannanlagen der Elektrizitätswerke zu fotografieren. Ein striktes Fotografierverbot besteht vor allem im Umkreis des „Castle“ in Accra, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts und des Verteidigungsministeriums („Burmacamp“)
Da auch Personen sich nicht immer gern fotografieren lassen, empfiehlt sich eine vorherige Bitte um Erlaubnis.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Ghana ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr, siehe auch www.who.int/ith/countries/en/index.html). In den vergangenen Jahren wurden zwischen 1 bis 61 Gelbfieberfälle pro Jahr (Upper West und Central Region) bestätigt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt zudem Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder (siehe Merkblatt des Gesundheitsdienstes) und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/cln_100/nn_969736/DE/ ... .pdf/30_08) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den schwerwiegendsten Erkrankungen in Ghana. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft Malaria - insbesondere die gefährliche Malaria tropica - bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land, nur im Norden mit geringen saisonalen Schwankungen. Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist eine Chemoprophylaxe zu empfehlen, hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, möglichst langärmelige Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.), in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
Für 2007 wurde geschätzt, dass 1,9% der erwachsenen Bevölkerung mit HIV infiziert sind. Die Infektionsrate von Schwangeren liegt bei 3,4 % (2006), von Prostituierten bei 38 % (2006). Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Vogelgrippe
Im Jahr 2007 trat erstmalig in Ghana die durch H5N1 verursachte KLASSISCHE GEFLÜGELPEST (hochpathogene Form der AVIÄREN INFLUENZA, VOGELGRIPPE) in der Nähe der Hafenstadt Tema östlich von Accra, in Sunyani (Brong Ahafo) und in Aflao (Voltaregion, Grenze zu Togo) auf. Menschliche Erkrankungen wurden bisher nicht bekannt. Es wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“). Weitere Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema „Vogelgrippe“ finden Sie in Informationen des Gesundheitsdienstes in der rechten Spalte.
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“).
Andere Infektionskrankheiten
Meningokokken-Krankheit
Der Norden Ghanas wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 100 bis 1000 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende in den Norden mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber
kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit selten Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzig mögliche Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. Volta-See und Volta-Fluss bei Ada, Boti Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen europäisch ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Accra ist ausreichend. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte fast aller Fachrichtungen vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken, in schweren Fällen die Herz-Thoraxchirurgische Abteilung der Universitätsklinik Korle-Bu in Accra oder bei Unfallverletzungen das 37 Military Hospital in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Accra haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, z.T. britischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die nach Ghana kommen, sollten einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung haben. Bei Langzeitaufenthalt kann zudem lokal eine Mitgliedschaft bei der deutsch geführten WEST AFRICAN RESCUE empfehlenswert sein.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Ghana durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
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Reise-/Sicherheitshinweis Ghana 11.01.2009
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Ghana
Stand 11.01.2009
(Unverändert gültig seit: 06.01.2009)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In den nördlichen Landesteilen Ghanas wird die Sicherheitslage durch gelegentliche Konflikte zwischen lokalen Bevölkerungsgruppen beeinträchtigt; nächtliche Ausgangssperren können die Folge sein. Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden. Seit mehr als einem Jahr besteht in Bawku in der Upper East Region und den umliegenden Orten Gushiegu, Zabugu, Binduri, Pusiga und Zoosi nach bewaffneten Auseinandersetzungen eine Ausgangssperre von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr.
Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren.
Es gibt Leute die WISSEN ALLES - es gibt Leute die WISSEN es BESSER - aber am schlimmsten sind die die meinen ALLES BESSER ZU WISSEN!
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Reise-/Sicherheitshinweis Ghana 28.05.2010
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Ghana:
Stand 28.05.2010 (Unverändert gültig seit: 28.05.2010)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
In der Provinz Upper East wird die Sicherheitslage durch gelegentliche gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen lokalen Bevölkerungsgruppen beeinträchtigt. Eine baldige Lösung dieser Konflikte ist nicht abzusehen. Vor Reisen in diese Regionen sollten daher aktuelle Informationen zur Lage eingeholt werden. Derzeit besteht in Bawku (Bawku Municipality) eine Ausgangssperre von 16 Uhr bis 6 Uhr morgens. In Gushiegu besteht eine Ausgangssperre von Mitternacht bis 4 Uhr morgens.
Bei Reisen in die Grenzregionen und in die Nachbarländer wird dringend empfohlen, die dort geltenden Sicherheitshinweise sorgfältig zu studieren.
Allgemeine Reiseinformationen
Kriminalität
Es werden verstärkt Fälle von Internet- und Vorauszahlungsbetrug registriert, die ihren Ursprung in Ghana haben. Hierbei werden häufig Liebesbeziehungen oder gar Heiratsabsichten per Internet angebahnt, die in betrügerischer Absicht getätigt werden. Die Deutsche Botschaft in Accra hat hierzu ein Merkblatt erstellt, das über folgenden Link abrufbar ist
http://www.accra.diplo.de/Vertretung/ac ... =Daten.pdf
Ghana ist im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern ein relativ sicheres Reiseland mit landesweit niedriger Kriminalitätsrate. In der Hauptstadt Accra ist allerdings eine Zunahme von Gewalttaten zu verzeichnen. Vor allem am Flughafen Kotoka, im Geschäftsviertel Osu (insbesondere nachts) sowie in den Wohnbezirken von Ausländern (Stadtteile Cantonments, Labone und Airport Residential Area) werden allwöchentlich Diebstahls- oder Gewaltdelikte registriert. Vorsicht ist auch bei Buchung von außerhalb der Innenstadt von Accra gelegenen kleineren Hotels geboten.
Geld / Kreditkarten
Landeswährung ist der Cedi (GHC). Cedis können bei den staatlich zugelassenen FOREX-Büros getauscht werden. Die aktuellen Kurse sind dort zu erfragen. Auch die größeren Hotels sind autorisiert, Geldwechsel vorzunehmen; die Kurse sind jedoch geringfügig schlechter als bei den FOREX-Büros. Die günstigsten Kurse sind gegen Bargeld zu erzielen, auch Traveller Cheques werden akzeptiert - allerdings zu deutlich schlechteren Kursen.
Kreditkarten werden nur in größeren Hotels und Restaurants akzeptiert und sollten wegen der Missbrauchsgefahr auch nur dort benutzt werden.
An den Bankautomaten ist in begrenztem Umfang (Limit setzt das kartenausgebende Institut) das Abheben von Bargeld mit einer Visa-Kreditkarte möglich. Mit einer Mastercard besteht lediglich die Möglichkeit, gegen Vorlage des Reisepasses und der Kreditkarte am Schalter der Barclays Bank Geld zu bekommen. Dies ist in den größeren Städten, in Accra nur in der Hauptgeschäftsstelle (High Street), möglich. Für finanzielle Notfälle besteht die Möglichkeit des Geldtransfers über "Western Union" (Info 069-26 48 201, Frankfurt) von jeder deutschen Verkehrsbank, die i.d.R. in Bahnhöfen und Flughäfen angesiedelt sind.
Anfang Juli 2007 führte die ghanaische Zentralbank eine Währungsreform durch, die Währung behält ihren Namen „Cedi“. 10.000 „alte“ Cedis sind nun 1 „neuer“ Ghana Cedi (GHC). „Alte“ Cedi können seit Ende 2007 nicht mehr als Zahlungsmittel verwendet werden. Scheine und Münzen können nur noch von der Bank of Ghana und den kommerziellen Banken umgetauscht werden. Die neuen Scheine sind als 50 GHC, 20 GHC, 10 GHC ,5 GHC und 1 GHC Noten erhältlich. Die Münzen werden als 1 GP (Ghana Pesewa), 5 GP, 10 GP, 20 GP und 50 GP ausgegeben.
Zu Fremdwährungsein- und -ausfuhr siehe „Besondere Zollvorschriften“
Reisen über Land / Straßenverkehr
Ghana verfügt über ein wachsendes Netz gut ausgebauter Überlandstraßen. Dennoch ist stets mit erheblichen Straßenschäden (tiefen Löchern) und unbefestigten Teilabschnitten zu rechnen. Die Unfallgefahr im Straßenverkehr ist sehr hoch. Nachtfahrten über Land sollten wegen des schlechten Straßenzustands und häufig unzureichender Beleuchtung der Straßen und anderer Fahrzeuge vermieden werden.
In den Städten stehen Taxis zur Verfügung, die entweder als Sammeltaxi oder vom Fahrgast alleine benutzt werden (in diesem Fall ist der Fahrpreis, der erheblich unter deutschem Preisniveau liegt, für vier Plätze zu entrichten). Es gibt keine Taxameter, so dass dringend empfohlen wird, den Preis vorher mit dem Fahrer auszuhandeln. Vor allem Nicht-Afrikaner werden häufig übervorteilt (auch bei Taxifahrten vom Flughafen in die Stadt). Halten Sie genügend kleine Scheine zum Wechseln bereit. Vereinzelt verlangen Taxifahrer von Ausländern eine Bezahlung des Fahrpreises in Devisen, was grundsätzlich abgelehnt werden sollte.
Straßennamen werden in Ghana zwar staatlich vergeben, sind aber in der Bevölkerung und auch unter den Taxifahrern kaum bekannt. Zur Orientierung dienen bekannte Gebäude (z.B. National Theater in Accra oder die großen Hotels). Im Gegensatz zu Europa muss der Fahrgast den Weg zum Fahrtziel kennen und den Taxifahrer instruieren. Für erste Fahrten vom Flughafen empfiehlt es sich, die bekannten großen Hotels anzusteuern und sich dann ggf. weiterleiten zu lassen.
Mietwagen
Mietwagen sind zumeist in den Hotels erhältlich. Taxen können auch tage- oder stundenweise angemietet werden (ca. 100 US$ pro Tag). Vorab sollte unbedingt geklärt werden, ob das Benzin im Mietpreis bereits enthalten ist.
Öffentlicher Nah- und Fernverkehr
Ein öffentlicher Nah- und Fernverkehr ist in Ghana vorhanden, jedoch nur mühsam zu durchschauen, da es zwar feste Abfahrtspunkte und Fahrtrouten, aber keine festen Abfahrtszeiten gibt. Überlandfahrten per Bus sollten mit den klimatisierten STC Bussen durchgeführt werden. Kostengünstige Kleinbusse (Tro-Tros) sind oft technisch nur bedingt straßentauglich und somit extrem unfallgefährdet.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise ein Visum, das bei der ghanaischen Botschaft in Berlin (Touristen- und Geschäftsvisa) oder den Konsulaten (nur Geschäftsvisa) zu beantragen ist.
Ist beabsichtigt, den Aufenthalt über den im Visum gewährten Zeitraum hinaus zu verlängern oder während des Aufenthalts noch eines der Nachbarländer zu besuchen, wird eine Visumsverlängerung bzw. ein sog. Re-Entry-Visum benötigt. Beides ist in Accra beim Immigration Service nahe des Ako Adjei Interchange (Stadtteil North-Ridge; Tel: +233 (21) 258249/258250) erhältlich. Es empfiehlt sich hierbei eine frühzeitige Planung, da mit einer Bearbeitungszeit von mindestens 14 Tagen gerechnet werden muss.
Bitte beachten Sie, dass trotz einer von den ghanaischen Vertretungen im Ausland erteilten mehr als zweimonatigen Gültigkeit des Visums dieses bei der Einreise nach Ghana automatisch auf eine Gültigkeit von 60 Tagen beschränkt wird. Eine Verlängerung ist bei Bedarf rechtzeitig beim Immigration Service zu beantragen. Zur Zeit benötigen Sie dafür 1 Passbild, die Bearbeitungsgebühr beträgt pro verlängertem Monat 10 GHC.
Ein illegaler Aufenthalt (über die Gültigkeit des Visums hinaus) wird mit empfindlicher Geldstrafe sanktioniert. Es erfolgt die Aufnahme in die Visaversagungsdatei, so dass ein neues Visum nur nach Zustimmung des Ghana Immigration Service erteilt werden darf.
Für die Ausreise aus Ghana muss das ghanaische Visum noch gültig sein.
Reisedokumente
Mit folgenden Dokumenten ist die Einreise für deutsche Staatsangehörige möglich:
Reisedokumente Erwachsene Einreise möglich / Bedingungen:
Reisepass Ja: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Vorläufiger Reisepass Ja: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
Weitere Anmerkungen Es besteht Visumpflicht (Einholung des Visums über die ghanaische Auslandsvertretungen vor Reiseantritt) - Achtung bei beabsichtigtem Arbeits- /Freiwilligenaufenthalt - es gelten dann Sonderregelungen
Reisedokumente Kinder/Jugendliche
Kinderreisepass Ja: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Reisepass Ja: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Personalausweis Nein
Vorläufiger Personalausweis Nein
bereits vorhandener Eintrag in den Reisepass eines Elternteils (Kindereinträge in Reisepässe der Eltern sind seit dem 1.11.2007 nicht mehr möglich) Nein
Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt)
Ja: Gültigkeit sechs Monate über Reise hinaus
Weitere Anmerkungen Es besteht Visumpflicht (Einholung des Visums über die ghanaische Auslandsvertretungen vor Reiseantritt)
Erforderlich bei Einreise ist neben dem Reisedokument mit Visum auch ein internationaler Impfpass mit Eintrag einer gültigen Gelbfieberimpfung.
Besondere Zollvorschriften
Einfuhr
Gegenstände für den persönlichen Gebrauch sowie Gegenstände zum beruflichen Gebrauch dürfen zollfrei eingeführt werden. Zum eigenen Gebrauch dürfen 375 ml Spirituosen, 750 ml Wein und nicht mehr als 5 kg Tabakwaren eingeführt werden. Unbegleitetes Reisegepäck muss direkt bei Ankunft am Flughafen angemeldet werden, um zollfrei eingeführt werden zu können. Aktuelle Listen der Waren, die unter das Importverbot fallen oder eine Importerlaubnis benötigen, sind beim Ghana Customs, Excise and Preventive Service (CEPS, P.O. Box 68, Accra, Tel. +233 (21) 666842 – 5, 668319, Fax 666841, (www.ghanacustoms.gov.gh) erhältlich.
Aktuelle Listen der Zolltarife (Current Tariff Schedules) für Gegenstände, die nicht zollfrei eingeführt werden können, sind ebenfalls in den Büros des CEPS erhältlich.
Fremdwährungen dürfen in unbegrenzter Höhe eingeführt werden.
Ausfuhr
Sollen Fremdwährungen bei Ausreise wieder ausgeführt werden, so muss dies bei Einreise deklariert werden.
Ghanaische Währung darf nur bis zu einem Betrag von 5 GHC ausgeführt werden. Exportgenehmigungen sind u.a. für Antiquitäten und Edelmetalle erforderlich. Nähere Auskunft erteilt CEPS.
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Es wird darauf hingewiesen, dass die Mindeststrafe in Ghana für Drogenbesitz bzw. -konsum, auch bei kleinsten Mengen, bei 5 Jahren Gefängnis liegt. Der Handel mit Drogen wird mit mindestens 10 Jahren Gefängnis bestraft.
Auch für die Förderung von Prostitution und homosexuelle Handlungen werden Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren verhängt.
Die 1982 eingeführten Beschränkungen beim Fotografieren sind in jüngster Zeit erheblich gelockert worden. Allerdings empfiehlt es sich nach wie vor nicht, militärische Anlagen, Truppen, Ministerien und öffentliche Gebäude, Züge und Eisenbahnanlagen, Häfen, Flughäfen, Flugzeuge, Brücken, Stauwerke oder größere Umspannanlagen der Elektrizitätswerke zu fotografieren. Ein striktes Fotografierverbot besteht vor allem im Umkreis des „Castle“ in Accra, dem Amtssitz des Staatsoberhaupts und des Verteidigungsministeriums („Burmacamp“)
Da auch Personen sich nicht immer gern fotografieren lassen, empfiehlt sich eine vorherige Bitte um Erlaubnis.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Ghana ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr, siehe auch www.who.int/ith/countries/en/index.html). In den vergangenen Jahren wurden zwischen 1 bis 61 Gelbfieberfälle pro Jahr (Upper West und Central Region) bestätigt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt zudem Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder (siehe Merkblatt des Gesundheitsdienstes) und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/cln_100/nn_969736/DE/ ... .pdf/30_08) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den schwerwiegendsten Erkrankungen in Ghana. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender, nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft Malaria - insbesondere die gefährliche Malaria tropica - bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Es besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land, nur im Norden mit geringen saisonalen Schwankungen. Neben der notwendigen Expositionsprophylaxe ist eine Chemoprophylaxe zu empfehlen, hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, möglichst langärmelige Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.), in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
Für 2007 wurde geschätzt, dass 1,9% der erwachsenen Bevölkerung mit HIV infiziert sind. Die Infektionsrate von Schwangeren liegt bei 3,4 % (2006), von Prostituierten bei 38 % (2006). Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und bei Blutkontakten/-transfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Vogelgrippe
Im Jahr 2007 trat erstmalig in Ghana die durch H5N1 verursachte KLASSISCHE GEFLÜGELPEST (hochpathogene Form der AVIÄREN INFLUENZA, VOGELGRIPPE) in der Nähe der Hafenstadt Tema östlich von Accra, in Sunyani (Brong Ahafo) und in Aflao (Voltaregion, Grenze zu Togo) auf. Menschliche Erkrankungen wurden bisher nicht bekannt. Es wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“). Weitere Informationen des Auswärtigen Amts zum Thema „Vogelgrippe“ finden Sie in Informationen des Gesundheitsdienstes in der rechten Spalte.
Bitte beachten Sie auch die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de veröffentlichten aktuellen Informationen („Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“).
Andere Infektionskrankheiten
Meningokokken-Krankheit
Der Norden Ghanas wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 100 bis 1000 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende in den Norden mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber
kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit selten Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzig mögliche Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. Volta-See und Volta-Fluss bei Ada, Boti Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen europäisch ausgebildete Fachärzte. Die ärztliche Versorgung in Accra ist ausreichend. Die Stadt ist Sitz eines Regionalarztes des Auswärtigen Amtes und verfügt auch über einige deutsch sprechende Ärzte. Außerdem sind englisch sprechende Fachärzte fast aller Fachrichtungen vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken, in schweren Fällen die Herz-Thoraxchirurgische Abteilung der Universitätsklinik Korle-Bu in Accra oder bei Unfallverletzungen das 37 Military Hospital in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Accra haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, z.T. britischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die nach Ghana kommen, sollten einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung haben. Bei Langzeitaufenthalt kann zudem lokal eine Mitgliedschaft bei der deutsch geführten WEST AFRICAN RESCUE empfehlenswert sein.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Ghana durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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