Mabrous, sicher kann man unterschiedlicher Meinung sein und darüber diskutieren. Dazu ist das Forum ja auch da. Hier im Wüstenschiff legen wir Wert darauf, dass diese Diskussionen in einem freundlichen und respektvollen Ton geführt werden. Bitte halte du dich auch daran
When Mali's Tuareg nomads launched a rebellion in January, many in Africa thought it would be just the latest in a long line of desert uprisings to be swiftly placated with offers of cash and jobs. Some optimists mused that the indigo-turbaned northerners might even take on the local arm of al Qaeda, which was plying a disruptive trade in Western hostages and trafficked goods. But instead, the Tuaregs' struggle for an independent homeland has been hijacked by better-armed Islamists from Mali and abroad, creating a safe haven for militants in the Sahara that is already being compared to similar bastions elsewhere. "We are in an early stage of Afghanistan and Somalia. There is no doubt in my mind," said Ahmedou Ould-Abdallah, a Mauritanian diplomat who has been a United Nations envoy in both west Africa and Somalia.
""We are in an early stage of Afghanistan and Somalia. There is no doubt in my mind," said Ahmedou Ould-Abdallah, a Mauritanian diplomat who has been a United Nations envoy in both west Africa and Somalia."
Birgitt, das sind genau die Aussagen, die mir Sorgen machen. An anderer Stelle hast du schon einen Presselink eingestellt, wo ein Zusammenhang Tuareg-AQIM-Polisario hergestellt wird.
Entwickelt sich da ein ganz unheimliches boesartiges Geschwuer in Afrika?
Finanziert aus den Einahmen aus dem Drogenverkauf nach Europa und den bereitwillig und grosszuegig bezahlten Loesegelder fuer die Geiseln...
Aber ich kann gut nachvollziehen warum viele von ihnen uns einfach hassen
Mir ist in zwei Jahrzehnten Afrika kein merklicher Hass entgegengeschlagen. Auch anderen hier wohl kaum, sonst würden sie nicht oft Jahre ihrer Zeit dort verbringen oder gleich ganz dort Leben.
Wenn Du - sofern du eines der Länder kennst, von denen Du schreibst - andere Erfahrungen gemacht hast, dann könnte es an Dir leigen. Wenn ich Deinen frechen Auftritt betrachte habe ich einen Verdacht warum Du hier und da nicht gerne gesehen bist.
Tschuss,aus einem viel mehr tolerantes Land
Bei deinem Ton und Deinen plumpen und undifferenzierten Phrasen muss es ein sehr tolerantes und auch geduldiges Land sein.
Pickelnd waren die Hinterlassenschaften der Kolonialmächte nicht, aber Afrika hat seit etwa 1960 gegenüber anderen Weltgegenden eher verloren, nicht aufgeholt. Das spricht eindeutig gegen die Kleptokraten an der Macht (die bei den Kolonalherren gelernt haben mögen). Wir spielen nur alle bei de Scheinlösungen mit - es gibt Unterstützung für Wahlen, ohne staatlichen Strukturen, die irgendwas einhalten können, ohne Rechtsstaatlchkeit, in der eine Demokratie-tragende Mittelschicht erst entstehen könnte, und am Tag nach der Wahl zieht die Medienkarawane weiter.
Das gehört angesprochen (und wird es hier auch), nur entschuldigt das nicht, was gerade in Mali abläuft. Ja, das wird ein failed state, ja da werden sich bisher nicht vorhandene Irre einnisten, wenn die Algerier wieder mal Zauberlehrling spielen, bis ihnen die Sache entgleitet, wären sie auch mal zur Rechenschaft zu ziehen - ändern aber nichts an der absolut unerfreulichen Situation.
Rechenexempel mit einem Mittelamerika-Forscher zur dort üblichen Narco-(schatten)wirtschaft hat um die 40 Mio "Ertrag in der Sahel-Region" ergeben. Ja, das war eine grobe Schätzung beim Mittagessen, aber ob es 30 oder 50 Mio sind ist auch schon recht egal..
"Es gibt das Tuareg-Azawad im Nordwesten des Niger, das maurische Azawad im Westen des Niger und das Niger-Azawad, das die verschiedensten Flussanrainer umfasst." Selbst eine Region oder Provinz Azawad wäre also in drei Unter-Provinzen eingeteilt. Und das wäre im weitesten Sinne eine weitere Aufsplitterung des Landes.
Die Lage im Norden Malis ist verworrener denn je. Erst wollten die Tuareg nicht mit den Islamisten, dann doch, dann doch nicht. Ein Ende der Gewalt ist nicht in Sicht. Tausende Menschen sind schon ins Nachbarland Mauretanien geflohen.
Islamisten und Tuareg-Rebellen bekämpfen sich im Norden Malis
Bamako (AFP) Im Norden von Mali haben sich Tuareg-Rebellen und die kurzzeitig mit ihnen verbündeten Islamisten heftige Gefechte geliefert. Kämpfer der Nationalen Befreiungsbewegung von Azawad (MNLA) und der islamistischen Bewegung Ansar Dine hätten sich in der Nacht zum Freitag am Stadtrand von Kidal gegenseitig unter Beschuss genommen, sagt ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung der Nachrichtenagentur AFP. Es habe heftige Schusswechsel gegeben. Einem Bewohner der Stadt zufolge hatten die Kämpfer von Ansar Dine im Norden von Kidal ihre Stellungen. Eine Gruppe der MNLA war demnach im Süden der Stadt postiert. http://www.zeit.de/news/2012-06/08/mali ... s-08124202
Rebellen beherrschen derzeit Teile Malis. Die Afrikanische Union will im Norden des Landes eingreifen und die Einheit des Landes wieder herstellen.
Die Afrikanische Union (AU) hat die UN aufgefordert, eine Militärintervention im Norden Malis zu unterstützen. Bei einer Konferenz in Abidjan einigten sich Vertreter von AU, der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas und der Vereinten Nationen am Donnerstagabend darauf, formell UN-Unterstützung anzufordern. Mit dieser sollen die territoriale Einheit des westafrikanischen Landes so rasch wie möglich wiederhergestellt und "Terroristen bekämpft" werden. Der Norden Malis wird seit zwei Monaten von verfeindeten Tuareg-Rebellen und islamistischen Milizen beherrscht.... http://diepresse.com/home/politik/ausse ... k/index.do
Götz Krieger hat geschrieben:Islamisten und Tuareg-Rebellen bekämpfen sich im Norden Malis
das musste ja kommen, nachdem in Kidal demonstrierende Tuaregfrauen von Ansar Din-Mitgliedern (Tuaregmänner) mit Knüppeln verprügelt und auseinandergetrieben wurden. http://www.toumastpress.com/actualites/ ... ttues.html
Hi Kuno,
ja, in dem Artikel steht:
Pour la première fois dans notre histoire, des hommes Touareg (obscurantistes d'Ansar Adine) ont battus et blessés des femmes Touareg en pleine journée au centre-ville de Kidal.
zu deutsch:
Zum ersten Mal in unserer Geschichte haben Tuaregmänner (Dunkelmänner von Ansar Din) Tuaregfrauen am heiterhellen Tag im Zentrum von Kidal geschlagen und verletzt.
Weiter unten steht, dass die Frauen gegen Ansar Din und deren islamistisches Gedankengut und Handeln protestiert haben.
Und nur damit wr uns recht verstehen: Ich habe nichts gegen religioese Menschen - aber gegen die, die glauben, dass sie den anderen nicht nur mit erhobenem Zeigefinger das Hoellenfeuer androhen muessen sondern ihre Ansichten auch noch mit Gewalt in die, die ihnen nicht hinterherlaufen wollen einpruegeln.
Der link mit der MPRLT bezog sich auch nur auf ein post von Seite 13 glaube ich; da ging's um die Gruppen in Mali und ganz besonders im Azawad und wer denn nun wer ist usw.