Äthiopien | Überfall mit Toten am Erta Ale

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Birgitt
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Birgitt »

Kuno, die Afar-Region ist eine ganz spezielle Ecke und die Afar ein ganz spezielles Volk. In deren Land gelten eigene Regeln, die es zu beachten gilt und die u.a. besagen, dass man ihr Land nur mit Guide betreten darf usw. - Ich war noch nie in der Danakil, aber ich stelle mir die Handhabung vor wie die Handhabung in einem Nationalpark, d.h. ich muss meinen "Eintritt" zahlen und erst dann werde ich eingelassen, jedoch unter Beachtung des "Hausrechts". Als sichtbares Zeichen, dass ich bezahlt habe und das Hausrecht auch anerkenne, werde ich dann von einem (oder mehreren) dieser Stammesangehörigen begleitet, evtl. sogar in meinem Fahrzeug.

Wenn sich nun aber jemand diesen Regeln widersetzt, in dem er sich daran "vorbeimogelt" - vielleicht um Kosten zu sparen, vielleicht auch einfach, weil er die Landschaft lieber ungestört genießen möchte - dann sind genau diese Afar auch zur Stelle um mit dir "über diesen Hausfriedensbruch zu reden".

Solch sensible Ecken der Welt, von denen ich vorher weiß, dass sie sensibel sind (!), erfordern dann ein wenig Fingerspitzengefühl, um diese "Gespräche" mit dem Hausherrn - in diesem Fall den Afar - zu führen. Zu große Nervosität kann dann möglicherweise schnell zu Überreaktionen führen.

Dies soll nun nicht diesen Überfall entschuldigen (von dem man ja noch nicht weiß, wie er sich zugetragen hat), sondern nur erklären, wie es zu einer möglichen Eskalation kommen kann.

Steffen, korrigiere mich bitte, falls ich mir die Situation falsch vorstelle.

Gruß
Birgitt
Kuno
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Kuno »

Jetzt habe ich es auch verstanden. Das macht mir die Leute schon fast so symphatisch wie die Somali-Piraten :shake:
Birgitt
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Birgitt »

Nein Kuno, ich denke da besteht schon ein Unterschied -
die Piraten haben kein Hausrecht, an das es sich zu halten gilt.
Sie schnappen sich alles, was ihnen vor den Bug kommt!

Gruß
Birgitt
schu achbar ?

Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von schu achbar ? »

Es fehlt den Afar offensichtlich an einer bewusst gelebten Willkommenskultur und der ausreichenden Kultursensibilität gegenüber den Bräuchen und tradierten Verhaltensweisen der Migranten welche sich gern frei bewegen wenn sie ein Einreisevisum besitzen.
Ich schlage als erste Sofortmaßnahme vor, dass in den Hütten der Afar Pixi Bücher mit verschiedenfarbigen Menschen an die Kinder verteilt werden. Der äthiopische Verfassungsschutz hat offensichtlich gepennt, möglicherweise hat er schon seit Jahren beide Augen zugedrückt. Wie konnte Jahre lang der ASU ( afar-sozialistischer Untergrund) sein menschenverachtendes
Treiben ohne Widerstand der Zivilgesellschaft durchführen ?
Gibt es menschenfeindliches Gedankengut in der Mitte der äthiopischen Gesellschaft und kann eine zentrale Neo-Afar-Datei wirklich schon der gewünschte Meilenstein sein ?
Muss nicht allgemein ein Umdenken im Umgang mit Menschen aus fremden Kulturen stattfinden ?

Bescheuert , oder ?
Aber genau so klingt das hier bei uns.
Und warum gilt das nicht dort ?
Ganz einfach, weil es sich dort um archaische Clan - Anarchisten aus einer vergangenen Epoche in einer "national befreiten Zone" handelt und man sich das natürlich als Besucher vorher überlegen sollte.
Aber bitte kommt mir doch keiner mit Respekt, Hausrecht, Fingerspitzengefühl und sowas.
Leute mit Pick ups und automatischen Waffen haben für mich nicht den Unwissenheitsbonus der Yanomami-Indianer.
Die brauchen einfach mal ein bisschen Artilleriebeschuss , Entwaffnung und Knast.
Und zwar durch die Äthiopier selbst.
Schliesslich ist Äthiopien kein failed state wie Somalia und hat sowas wie ein Staatswesen.
Um in Somalia einzumarschieren reicht es ja auch.
Ich war bisher nur in Nordkenia und nicht in Äthiopien, aber trotzdem sage ich das jetzt einfach mal so, ganz ohne Fingerspitzengefühl.
Oder ist mein Urteil zu hart über das freie Naturvolk ?
steffen
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von steffen »

Birgitt in etwa so habe ich es gemeint.
Kuno hat geschrieben:Verstehe ich das jetzt richtig: Die Touristen wurden erschossen und entfuehrt, weil sie zuwenig Respekt zeigten, keine Weitsicht und Freundlichkeit mitbrachten :?:
Kuno das ist jetzt Wortklauberei.
Das was hier passiert ist, ist sehr wahrscheinlich -gesichert ist natürlich nichts- darauf zurück zu führen, dass sich bestimmte Reisende/Gruppen über bekannte und üblicherweise eingehaltene "Spielregeln" hinweg gesetzt haben. Meiner Erfahrung -mit einigen dieser Reisenden- nach ist die Motivation begründet in Respektlosigkeit, Engstirnigkeit, weitgehender Beratungsresistenz und oftmals fehlender Höflichkeit und Kinderstube begründet. Nach dem Motto ich habe bezahlt ich darf alles und die sollen sich mal nicht so haben. Gern auch mit dem Unterton: "Das steht den xxx gar nicht zu. Das ist alles Touri-nepp und ich weiss es besser, da ich schon soviele Länder dieser Erde gesehen habe."
Ich habe schon wirklich viel erlebt, aber man wird immer wieder aufs Neue und Drastische überrascht.

Natürlich ist dieses Verhalten aus unserer zivilisatorischer Sicht keine Begründung und Rechtfertigung für Gewalt, Mord und Entführung. Das ist unsere Sicht! Dort sind andere Spielregeln und wer dagegen verstößt, bringt oftmals nicht nur sich in Peinlichkeiten und Gefahr, sondern auch Unbeteiligte. Und das scheint dort vor sich gegangen zu sein, dass mehrere Gruppen an der selben Stelle im Camp waren (bei Ertale und Dallol üblich). Und da hat es dann auch vollkommen Unschuldige und eigentlich Unbeteiligte getroffen. Die Diskussion über den Grad von Unschuldigkeit möchte ich nicht führen (siehe oben).

Und um auf Deine Frage zu antworten. Höchstwahrscheinlich JA weil Einige genau die gefragten Eigenschaften nicht aufwiesen. Die Situation eskalierte und die Ergebnisse kennen wir. Wenn die Sache so abgelaufen ist wie mir aus Informationen vor Ort bekannt geworden ist.

Wir fordern auch, dass sich Besucher bei uns an die Regeln halten, welche wir aufstellen, auch wenn wir diese Regeln nicht zwingend durchsetzen. In Afar werden diese Regeln -leider- manchmal durchgesetzt und das anscheinend mit den dort verfügbaren und bewährten Möglichkeiten.

Artilleriebeschuss, und den ganzen Quatsch kann man sich echt klemmen. Was soll das Todfeinde schaffen???
Einfach mal an Regeln halten (auch wenn sie nicht komfortabel sind, Geld kosten, etc.). Fertig. Vor allem wenn man weiss was passieren kann.
Wer erinnert sich nicht an die "Entführungen" im Gilf ( Uweinat. Die Ursachen sind auch bekannt und lassen sich auf sehr gravierende Regelverstösse zurück führen. Sehr banal, aber die Schuld kann man nicht immer ohne weiteres auf Andere schieben.

Steffen

PS: Solche Leute sind übrigens leider genau diese die permanent und lautstark irgendwelche Rechte einfordern und schon die Polizei holen würden, noch bevor jemand den Fuss ohne zu Fragen über ihren Gartenzaun gesetzt hat. Genau diese Leute hatte ich schon in der Gruppe. Fremdschämen pur. Die Details möchte ich Euch ersparen.
Zuletzt geändert von steffen am Do 19. Jan 2012, 00:21, insgesamt 2-mal geändert.
Wolfgang16
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Wolfgang16 »

An Artilleriebeschuß hats sicher nicht gemangelt; Äthiopier und Eritreer haben sich da doch jahrzehntelang gekloppt. Vielleicht mußten die Afar einfach nur eine besondere Umgangsweise mit Fremden entwickeln, um dort zu überleben. :mrgreen: :roll:
Birgitt
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Birgitt »

steffen hat geschrieben:Und das scheint dort vor sich gegangen zu sein, dass mehrere Gruppen an der selben Stelle im Camp waren (bei Ertale und Dallol üblich).
Danke für deine Ausführungen, Steffen.
Verstehe ich das richtig, dass das größte Risiko darin liegt, das Camp evtl. mit einer Gruppe zu teilen, die die Regeln missachtet hat?

Gruß
Birgitt
steffen
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von steffen »

Birgitt hat geschrieben:Danke für deine Ausführungen, Steffen.
Verstehe ich das richtig, dass das größte Risiko darin liegt, das Camp evtl. mit einer Gruppe zu teilen, die die Regeln missachtet hat?
Im konkreten Fall, und wenn es sich so zugetragen hat: JA.
Ansonsten wären diese Reisen nicht seit 2006 ein fester Bestandteil im Angebot von Diamir, bei dem bisher nix Derartiges passiert zu sein scheint.
Leider.
steffen
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von steffen »

schu achbar ? hat geschrieben:Aber bitte kommt mir doch keiner mit Respekt, Hausrecht, Fingerspitzengefühl und sowas.
Leute mit Pick ups und automatischen Waffen haben für mich nicht den Unwissenheitsbonus der Yanomami-Indianer.
Respekt und die anderen Begriffe sind nicht binär 1 oder 0. Es gibt da viele Zwischenstufen und man sollte da ein gewisses maß an Empathie für die Situation mitbringen um in fremden Ländern nicht zu doll anzuecken.

Leider ist es bei uns schon etwas üblich geworden ein "entweder oder" durchzuboxen. Die Welt ist vielfältiger. Also auch Grauschattierungen erfassen und anwenden.
Wolfgang16
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Wolfgang16 »

steffen hat geschrieben:Wer erinnert sich nicht an die "Entführungen" im Gilf ( Uweinat. Die Ursachen sind auch bekannt und lassen sich auf sehr gravierende Regelverstösse zurück führen. Sehr banal, aber die Schuld kann man nicht immer ohne weiteres auf Andere schieben.
Hallo steffen,

die Parallele verstehe ich nicht. Im Gilf und Uweinat gibts ja keine ansässige Bevölkerung. Ich erinnere mich jetzt nur an die gescheiterte Entführung/Raubüberfall von 2008, die angeblich von Banditen aus dem Tschad durchgeführt wurde.

Könntest du erläutern, welche "Regelverstösse" du meinst?
Danke
steffen
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von steffen »

es gab gruppen, welche ohne "begleitschutz" und permits unterwegs waren und dies bewusst abgelehnt haben. das war für nicht wenige leute in den oasen ersichtlich. ein anruf über reisegruppen ohne sicherheitspersonal an die entsprechenden stellen, setzt dann auch die relevanten kandidaten in gang, welche sich mit fahrzeugen, usw. eindecken wollten.
auch wenn eine gegend menschenleer ist, heisst das noch lange nicht, dass da nicht permanent diverse aktivitäten (schmuggler, patrolien, etc.) anzutreffen sind. und einiges an zwischenfällen am gilf und uweinat sind auf direkte fehler der betreffenden oder vorgänger- truppen zurück zu führen. infos finden sich im netz zuhauf.

es gab sicherlich auch anders motivierte entführungen bzw. zwischenfälle, aber das ist eher selten.
wer dorthin fährt informiert sich ausführlich über die do`s und dont`s. wenn man sich nicht dran hält, muss man mit höherer wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es schief geht.

rebellen aus dem tschad ist ein weiter begriff, welcher auch reguläre einheiten einschliessen kann.
Kuno
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Kuno »

Steffen; ich muss mich da Wolfgang16 schon etwas anschliessen. Mir sind auch keine Hinweise bekannt, dass sich im Gilf Entfuehrungen ereignet haben WEIL die betreffende Gruppe keinen "Fuehrer" dabei hatte. Die eine Gruppe, die in den sudan verschleppt wurde hatte sogar den Militaer dabei. Und dass es Leute aus den Oasen waren, die Angst um ihr Geschaeft hatten... die Theorie waere mindestens mir neu.

Du beantwortest Birgits Frage weiter oben sogar so, dass man selbst dann in Gefahr laeuft von diesen Afar ermordet zu werden, wenn man bezahlt hat, zufaellig aber im selben Camp uebernachtet, wie jemand, der nicht bezahlt hat. Ich glaube dir das, da du die Gegend und die Leute ja offenbar kennst. Unfassbar.

Von was Leben die Afar eigentlich? Wenn der Tourismus (sofern man dem so sagen kann) eine Einnahmequelle ist, so duerfte diese mindestens jetzt etwas spaerlicher fliessen. Hoffentlich bleibt aber noch genug uebrig, so dass man nicht bald ein Hilfsprojekt zur Rettung der "Afar Kultur" starten muss.

Ich habe im Netz nicht viel ueber die Afra finden koennen. Hat vielleicht jemand einen Link, damit ich mich da einmal etwas einlesen kann?
Guido3

Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Guido3 »

Laut Medienberichten von heute morgen - das war Thema bei der Presseschau auf Klassikradio - hatte die Gruppe eine bewaffnete Begleitung. Ansonsten ist die Berichterstattung in deutschen Medien mal wieder extrem ätzend. "Diese Reise ist der große Kick für Abenteurer, die schon alles gesehen haben." Oder "Das ist für Leute, die einen existenziellen Kick suchen."

Ich kenne die Gegend nur aus Bildbänden von Michael Poliza und Michael Martin. Das viele die Gegend als extrem schön und interessant empfinden, scheint in deutschen Medien keine denkbare Kategorie zu sein. Wer den extremen Kick oder das existenzielle Risiko sucht, bucht sicher nicht bei Diamar, sondern bei Babel Travel Reisen durch Irak, Somalia oder Afghanistan mit Robert Young Pelton (Autor des Buches "The World’s Most Dangerous Places").

http://images.michaelpoliza.com/eoa/h15ca2f8d#h15ca2f8d
http://images.michaelpoliza.com/eoa/h4d04abc#h4d04abc
http://images.michaelpoliza.com/eoa/hf8685ce#hf8685ce


Beste Grüße

Guido
steffen
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von steffen »

Um Gerüchtebildung und Verallgemeinerungen etwas entgegen zu wirken.
Im Afar gab es einen tragischen Zwischenfall, welcher dort nicht regelmäßig vorkommt. Es scheinen mehrere Faktoren zusammen gekommen zu sein, welche in eine stark eskalierende Situation mit Toten, Verletzten und Entführten mündete.
Die Informationslage ist noch sehr unübersichtlich.

@Kuno
Rein formal müsste man Deine Frage mit Ja beantworten, welches der Situation aber nicht gerecht wird. Dies kann in mehr oder weniger starken Ausprägung überall auf der Welt passieren.
Scheinbar waren die "korrekte/n" Gruppe/n zur falschen Zeit am falschen Platz. Da eigentlich alle in diese Gegend Reisenden die Spielregeln kennen, kommt dieser Fall eigentlich nicht vor. Nun ist es aber passiert. Es waren anscheinend 22 Leute dort. Das ist deutlich mehr als eine normale Gruppengröße (meist 8-12). Ich denke mal, dass es 3 Gruppen waren. Dafür spricht auch die Mischung der Nationen in den Nachrichten. Es ist ja nicht per se so, nur weil man nicht bezahlt hat wird man erschossen. Das ist zu einfach gedacht. Es würde im Umkehrschluss bedeuten, dass man Gefahr läuft zu ertrinken, wenn man Kreuzfahrten bucht bei denen der Kapitän ein Italiener ist. Ein Risiko ist da, aber nicht zwingend gegeben. Und irgendwie verlässt man sich auch darauf, dass andere Leute sich an die Regeln halten.
Die Afar selber bestehen natürlich auch aus diversen Gruppierungen und Machtverbänden. Und es können auch da einfach mal ein paar Leute austicken.
Auch wenn es ein platter Vergleich ist, aber Du kannst als Fussballfan auf dem Bahnhof Opfer einer Schlägerei werden, weil zwei andere Fangruppen sich nicht mögen, ins Streiten kommen und dann rumprügeln. Auch da kommen Unbeteiligte zwischen die Fronten.

Tourismus und Salzhandel ist eine wesentliche Einnahmequelle der Afar. Ein Freund aus Mekelle schrieb mir, dass mittlerweile pro Tag in der Saison 50-100 Reisende zum Ertale fahren. Das sind je nach Wegstrecke 180-250 km. In Mekelle steht immer 1-2 Hubschrauber, welche u.a. genutzt werden um Leute aus der Danakil raus zu holen (Unfall, krank, etc.). Also das ist schon recht gut organisiert. Der Tourismus wird jetzt also erst einmal wegbrechen.
Walter
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Wohnort: Öst

Regierung spricht von „Terrorangriff“

Beitrag von Walter »

Die Hintergründe des Überfalls auf eine Reisegruppe mit fünf toten Touristen, darunter ein Österreicher, in Äthiopien sind weiter unklar. Die äthiopische Regierung machte von der eritreischen Regierung ausgebildete Terroristen dafür verantwortlich.
aus: http://www.orf.at/#/stories/2100343/
Antworten