In diesem Bereich findest du aktuelle Hinweise zu Epidemien und gesundheitliche Risiken im Reiseland und wie man sich davor schützt bzw. vorbeugt, Informationen zur Gesundheitsversorgung, Ärzte und Krankenhäuser.
Bei Malaria kommt ja bei den meisten immer eine Art diffuse Angst auf. Die Krankheit ist aber relativ einfach zu therapieren, wenn man sofort zum Arzt geht, sobald sich die gängigen Symptome melden. Hier ein kleiner Erfahrungsbericht vom Mai 2017
Nach 25 Jahren regelmässigen Aufenthalten in Malaria Gebieten (ohne Prophylaxe) hatten wir (endlich) auch einmal eine Malaria eingefangen.Ich hatte schon langsam den Glauben an die Statistik verloren -es hätte uns schon lange einmal treffen müssen- die Standardabweichung war langsam enorm und wurde immer grösser.
2 Wochen nachdem wir ein Risikogebiet (südliches Zimbawe) besucht haben, hat meine Frau am Morgen 38 Grad Fieber gehabt. Es war auch noch Montag Morgen...Passend waren wir gerade in Basel wo es ein gutes Tropeninstitut gibt. Da sind wir gleich hingefahren.
Eine nette deutsche Ärztin hat sofort Blut genommen und in die Analyse geschickt. 45 Min später, gab es keine Zweifel mehr. Malaria Tropica! Die Malaria Tropica ist eine sehr gefährliche Ausprägung und führt unbehandelt in 30% der Fälle zum vorzeitigen Ableben.
Also wurde gleich mit der Behandlung begonnen. Jeweils am Morgen und Abend 4 Tabletten Riamet von Novartis (liegt ja gleich um die Ecke der Hauptsitz) über 4 Tage.
Die Nacht soll dann etwas lästig gewesen sein, musste ich am nächsten Morgen von meiner Frau vernehmen. Zwei T-Shirts völlig durchgeschwitzt. Passend hatte ich am Morgen dann aber auch eine heisse Birne und wir sind dann gleich wieder zusammen ins Institut gefahren, quasi als fiebrige Zweckgemeinschaft. Also Bluttest für meine Frau um zu sehen ob die Parasiten abgebaut werden. Bluttest auch für mich und der war, wie lästig, aber irgendwie erwartet , auch positiv.
Die charmante deutsche Ärztin hat gesagt, dass sie mir das schon etwas gönnen würde und es nur gerecht wäre .... ( am Tag zuvor habe ich etwas "rumgewitzelt" .. weibliche Mücken und somit Malaria Trägerinnen sollen sich an Frauen halten, das sei schon in Ordnung....)
Meine erste Nacht gestaltete sich etwas spannender. Ich wurde wechselnd über einem Vulkan gegrillt oder hatte das Gefühl in einer Gletscherspalte zu nächtigen. War ähnlich wie ein Grippe.
Am Morgen ging es wieder zur Blutentnahme. Nach 2 Tagen waren die Parasiten bei meiner Frau zu 98% platt und bei mir auch, weil ich einen tieferen Anfangswert hatte. Am dritten Tag der Blutkontrolle, kam der Herr Professor, Leiter des Instituts mit einem breiten Grinsen und hat uns gratuliert. Das gerade 2 gleichzeitig eine Malaria mitbringen sei vor 18 Jahren das letzte Mal vorgekommen, nämlich bei ihm und seiner Frau
Mücken hatte es auf der ganzen Reise eigentlich praktisch keine. Ich hatte genau einen Stich, meine Frau zwei, wahrscheinlich war es das gleiche Viech und eine Art 6er im Lotto.
Ich will hier keine Malaria Diskussion lostreten, nur aufzeigen, dass die Krankheit sehr schnell und effizient behandelt werden kann. Voraussetzung ist, dass man innerhalb von 24h beim Auftreten von Symptomen (Fieber, Gliederschmerzen, Schüttelfrost) einen Bluttest macht und die Behandlung einleitet. Das geht auch unterwegs. In Afrika sind die Kliniken sehr gut in Erkennung von Malaria und haben meist auch die nötigen Medikamente, wenn man das nötige Kleingeld hat.
Wenn man zu lange wartet, kann man auf der Intensivstation vorsprechen, dann wird alles viel komplizierter und unter Umständen auch lebensgefährlich. Bei mir war es nach 2 Tagen praktisch durch, am dritten Tag konnte ich schon wieder Sport treiben.
mit eurem nett beschriebenen Erlebnis hast du schön illustriert, wie wichtig der Zeitfaktor bei der Behandlung von Malaria ist.
Mich hatte es mal in jungen Jahren 1991 in Lome erwischt. Am Morgen nach den ersten Symptomen zur Blutuntersuchung, am Nachmittag mit positivem Ergebnis (M. tropica) und Rezept in die Apotheke. Damals war in dieser Region noch Fansidar das Therapiemedikament. Dann zwei Tage bei Alice in der Hängematte - und alles war überstanden.
Wie es anders laufen kann, sah man im Juni 1996 bei unserem damaligen Wirtschaftsminister Günter Rexrodt. Er hatte sich die Malaria Ende Mai bei einem Südafrika-Besuch zugezogen und die Symptome dann für einen ordentlichen grippalen Infekt gehalten. Als Spitzenpolitiker war er gewohnt, solche Krankheiten mit allen möglichen Mittelchen zu unterdrücken, um alle Termine einhalten zu können.
Am 8. Juni kam er dann schwer erkrankt ins KH auf die Intensiv. Laut damaligen Medienberichten war es wirklich knapp. Er brauchte dann zweieinhalb Monate(!), bis er seine Arbeit wieder aufnehmen konnte.
Reist man in Risikogebiete, sollte man sich vorher genau über die Symptome einer Malaria-Erkrankung informieren. Damals hieß es: treten von sechs möglichen Anzeichen zwei zusammen auf, sollte man umgehend eine Blutuntersuchung machen lassen. Das ist in den Risikogebieten für Ärzte und KH eine ganz normale Sache und kostet auch nicht viel.
Das Traurige: die einheimische Bevölkerung kann sich die Untersuchung und ggfs. das Medikament häufig nicht leisten (1991 kostete mich die Therapiepackung Fansidar keine 3 DM !!). Daher sterben weiterhin jedes Jahr ca. 1 Million Menschen an Malaria - vor allem Kinder.
In Afrika sind die Kliniken sehr gut in Erkennung von Malaria und haben meist auch die nötigen Medikamente, wenn man das nötige Kleingeld hat.
Muss ich leider widersprechen, bin derzeit noch in Lisboa, Tropenabteilung, und vertreibe mir die Wartezeit. Hoffe bin morgen zu Hause und dann erzähle ich gerne mehr zu meiner Malaria Erfahrung im Januar ....
Ein Freund von mir wohnt in Conakry und ist letztes Jahr fast an Malaria gestorben. Zwar wurde sie rechtzeitig diagnostiziert und auch behandelt. Es stellte sich aber heraus, dass die Medikamente chinesische Fälschungen waren... seither habe ich immer eine Packung Riamet auf meinen Reisen (ohne Prophylaxe) dabei.
Das ist ein grosses Problem mit gefälschten Medis und deine Strategie eigenes Riamet dabei zu haben sicher nicht schlecht.
Sonst ist es wie Horst schreibt, bei Symptomen möglichst schnell, möglichst innerhalb von 24h zur Blutuntersuchung und das können sie in Afrika an den meisten Orten sehr gut. Einfach bei Fieber Riamet einwerfen würde ich nicht, man sollte schon sicher sein, dass es eine Malaria ist. Für Fieber kann es in Afrika zig andere Gründe geben.
Ich bin auf die Auskunft von Karl Heinz gespannt was er dort unten erlebt hat.
nichts ist schlimmer als ein gepflegtes Halbwissen, vor allem bei der Gesundheit. Und nichts anders kann es sein den selbst bei 3 unterschiedlichen Ärzten bekommt man i.d.R. vier Meinungen.
Zur Vorgeschichte, hatte bereits in den 90gern mal Malaria Tropica aus Tansania mitgebracht. Behandlung jedoch in Deutschland.
2007 hat es mich im Kongo im Busch schwer erwischt, musste Selbstmedikation machen, also nicht sicher ob wirklich Malaria.
Dezember 2017 Start der Tour, Tansania, Uganda, Ruanda und Kongo.
13.01.2018 Mwanza, Tansania
Wollte eigentlich heute in die Masai fahren. Verplempere jedoch den ganzen Vormittag im Bett mit Kaffee und Musik.
Um 12:30 messe ich das erste mal Fieber 38,44. Nun messe ich jede Stunde mal mehr mal weniger, jedoch geht es mir ansonsten gut.
Um 22.30 steigt das Fieber über 40,00 ich nehme Paracetamol 1000 mg. Von nun an beginnt das große Schwitzen, ich will es nicht jedes mal Schreiben, ich liege quasi die nächsten drei Tage in meiner eigenen Suppe.
Was mich irritiert, keine weiteren Beschwerden, keine Kopf oder Glieder-schmerzen, nichts. In Uganda hatte ich Tze-Tze ohne ende. Hunderte im östlichen Bereich des Murchison NP. Und ich habe auch einige Stiche abbekommen. Taste meinen Körper ab ob ich irgendwo eine Beule habe, finde jedoch nichts.
14.01.2018
An Schlaf war nicht zu denken, mache den ersten Malaria Schnelltest. Negativ. (gabControl, habe ich dabei) Vormittags sinkt das Fieber es geht mir gut.
Ab 17:00 wird es wieder übel, fürchterliche Nacht, jedoch keine anderen Beschwerden. In der Nacht mache ich den zweiten Malaria Test, negativ.
15.01.2018
Fahre in der früh ins Krankenhaus, Bugando! Ziemliches Theater dort, typisch für Tansania, eine undurchschaubare Bürokratie! Bis ich dem Arzt gegenüber sitze vergehen 3 Stunden. Sie gibt mir dann eine Krankenschwester mit die mich zur Blutabnahme führen soll. Die Dolln ist so blöd, dass wir 2 Stunden, (ZWEI) brauchen bis ich bezahlt und Blut abgenommen bekomme. Ich bin ziemlich fertig mit der Welt, hatte vergessen etwas zum Trinken mit zu nehmen. Großer Fehler!
Das Taxi bringt mich zurück, ich kaufe Wasser und trinke und trinke. Am Fahrzeug kotze ich erst mal kräftig und anhaltend, bis nur noch Galle kommt.
Ich mache mir Sorgen um meinen Wasserhaushalt, mische Cola mit Salz und Wasser und trinke mit den Strohalm. Das behalte ich drin. Ein Elektrolyt Gemisch kotze ich vorher sofort wieder aus.
Um 17:00 bekomme ich wie versprochen eine SMS von der Ärztin, Alle Blut Tests negativ. Ich soll :
Paracetamol 1000 mg, alle vier Stunden
Cefodox 200 mg, 2 x 1 täglich, 7 Tage
Artesiane 80, entspricht Artemeter 80 mg oder 1 ml, folgendermaßen Spritzen, 180 mg sofort, nach 12 Stunden und nach 24 Stunden eine weitere Dosis.
Nur gut, dass sie davon ausgeht das ich mir das alles selbst Spritzen kann! Und dass mit den 180 mg ist einfach ein Schreibfehler.
Ich bin zu schwach und schicke meinen Taxler los, mache ihn klar das er ohne Medikamente nicht zurück kommen soll. Er ist smart und nach einer halben Stunde zurück, fettes Trinkgeld.
Nach der Spritze geht es mir deutlich besser, auch diese Nacht ist an Schlaf nicht zu denken. Das Fahrzeug ist trotz offener Tür eine Tropfsteinhöhle.
Nicht zu vergessen: ich glühe dermaßen, dass wenn ich die Brille zum Lesen aufsetzen will diese sofort beschlägt, ich bin ziemlich hilflos, kann nicht googeln was ich da einnehme und muss mit der Lupe Lesen ob ich die Spritze i.m. oder ggf. Vene geben muss.
16.01.2018
Am Morgen geht es ganz gut, fahre gegen Mittag ins Krankenhaus um die Behandlung nochmals zu klären. Die Ärztin hat jetzt keine Zeit, Sprechstunde nur Vormittags. Aber es geht mir gut, ich kann mich wieder durchsetzen. Alles ok. nur das ich vergessen habe nach bereits 12 Stunden die zweite Spritze zu setzen. Das holen wir jetzt nach.
17.01.2018
Mein Rückflug geht am 22.01.2018 von Arusha aus. Damit ich heute schlafen konnte habe ich eine Rohypnol genommen. In der früh fahre ich los. Es geht ganz gut. Für die Nacht finde ich einen schönen Platz im Busch und am Morgen fühle ich mich wieder auf dem Damm.
23.01.2018 Deutschland
Arzttermin in Deutschland. Am nächsten Tag Blut Abnahme und am Tag darauf die Ergebnisse. Nur die Entzündungswerte etwas erhöht, Nachprüfung in 5 bis 6 Wochen. Ich fahre nach Portugal.
03.02.2018 Portugal
Fast auf die Stunde drei Wochen später habe ich wieder Fieber. Diesmal mit Schüttelfrost die ersten drei Stunden. Mit Wadenwickel behandelt.
04.02.2018
den ganzen Tag geht es gut, kein Fieber, Essen trinken alles normal. Um 19.00 geht es wieder los, Schüttelfrost in einem bis dahin unbekannten Ausmaß. Fieber, Wadenwickel.
05.02.2018
Ich versuche einen Arzttermin zu bekommen, im Gegensatz zu Afrika hilft durchsetzen hier wenig. In der Privat Klinik könnte ich, nach langen Bitten, am nächsten Abend kommen. Im Krankenhaus in Viseu warte ich vier Stunden, wohl gemerkt in der Notaufnahme, dann merke ich das mir die Kräfte schwinden. Es ist der dritte Tag. Ich frage ob sie mir in der Notaufnahme ein Bett geben können ich muss mich hinlegen sonst kann ich für nichts garantieren. Ich soll noch etwas warten, nur ein bisschen. Das kann hier von 30 Minuten bis drei Stunden alles sein. Leckt mich am Arsch! Ich gehe ins Auto, auf dem Heimweg kotze ich fünf mal und mache mir fast in die Hose. Zwei weitere Stopps zu Erholung sind nötig. Angekommen, meine Freundin macht sich große Sorgen ich bin gelb und grün im Gesicht, schicke ich einen Freund in die Apo um zu klären ob ich hier auch das Artesiane 80 bekomme. Als er zurück kommt das es hier nur Tabletten keine Ampullen gibt, spritze ich mir die beiden übrig gebliebenen Ampullen und lass für nächsten Tag die Tabletten bestellen.
06.02.2018
Kurz nach 9 Uhr ist mein Freund mit den Tabletten da:
Airalam Azevedos, Artemeter 20 mg und Lumefantrina 120 mg. 4 Stück alle 12 Stunden sechs mal.
Ich muss mich mehr mal übergeben und habe starken Durchfall, Fieber bis 39:00 und nur leichtes Schwitzen.
07.02.2018
Heute geht es wieder und ich fahre nach Lissabon in das Tropen Institut.
08.02.2018
Endliche einen Arzttermin, eine (1) Stunde fragt er mich aus. Lässt sich Zeit und ist dass, was man allgemein für einen guten Arzt hält. Blutabnahme und endlich ein Resultat, Malaria!
Seine Aussagen:
das Mittel aus Afrika hat zwar gewirkt, jedoch, da NUR Artemeter gegeben wurde die Malaria eben nicht vernichtet.
Ich soll Malarone nicht als Stand by nehmen, dass obige Mittel wäre viel besser.
Beim Trinken muss ich zukünftig darauf achten, die Hälfte des Tagespensum isotonisch!
Bis heut gehts, warten wir mal ab, im Sommer gehts wieder nach Afrika und eins noch:
Ich habe beim ADAC, Notrufzentrale, dort habe ich meine Auslandskrankenversicherung, versucht einen guten Arzt in Mwanza zu bekommen, lächerlich. O Ton, wir können ihnen nicht helfen, es gibt sechs angesehene Krankenhäuser in Mwanza, und wenn sie zu schwach sind müssen sie halt ein Taxi nehmen.
In Portugal wollte ich von den gleichen Trollos wissen ob es in Portugal ein Tropen Institut oder Klinik gibt, Nein! Mein Gott die Portugiesen haben mit Brasilien, Mosambik, Angola einiges auf zu bieten nur keine Malaria o.ä.. Und einen deutsch sprechenden Arzt gibt es natürlich auch nicht.
Ich glaube die können dort nicht mal googeln, Lesen wohl noch Karten! Und oder halten sich an: genügt es nicht, dass ich auf der Arbeit bin, nun soll ich auch noch was TUN!
In diesem Sinne, allzeit Gesunde fahrt, Karl Heinz
Das liest sich ja halbwegs dramatisch. Erstaunt hat mich, dass sie in Tansania die Malaria nicht enteckt haben. In Deutschland wundert mich das weniger, die haben nicht viel Routine mit solchen Krankheiten.
Ich kann nur jedem dringend empfehlen gleich in ein Tropeninstitut zu gehen, wenn er oder sie irgendwelche Symptome aus einem Risikogebiet mitbringt. Die wissen dort schnell was Sache ist.
Auf dem Tropeninstitut Basel habe ich folgenden Fall mitbekommen.
Eine 60 jährige die in Botswana in den Ferien war hat Zuhause Fieber bekommen. Prophylaxe hat sie keine genommen und auch sonst von Malaria keine Ahnung. Nach 4 Tagen wurde das Fieber immer schlimmer und sie hat den Hausarzt kommen lassen. Der hat ihr fiebersenkende Mittel gegeben und eine Blutprobe gemacht. Die würde er an ein Labor schicken, aber da Freitag war, hat er gemeint, das Resultat sei erst am Montag da. Er würde sich wieder melden.
Zum Glück hat ein fähiger Mitarbeiter des Labors, die Malaria Tropica -am späten Freitag Nachmittag- im kritischen Stadium erkannt und gleich reagiert. Der Hausarzt war nicht mehr erreichbar, der hatte schon Wochenende! Das Labor hat dann via das Tropeninstitut versucht die Dame zu kontaktieren. Am Ende hat die Polizei die Wohnung aufgebrochen wo die gute Frau im Fieber Delirium lag. Die hatte dann 3 Wochen auf der Intensivstation verbracht und nur knapp überlebt...Es gibt nichts, was es nicht gibt.
Danke für die Berichte euer leidvollen Malaria Erkrankungen.
In Ländern wie Tansania etc. kann man sich leider nicht auf den sonst "angeblichen" Goldstandard der Malaria Diagnose - den Blut Test verlassen. Dafür benötigt es wikrlich gut ausgebildetes Personal, dass sogar oft auch in Europa außerhalb der Tropeninstitute nicht vorhanden ist. Deshalb wird in den Ländern Afrikas vermehrt auf die Schnelltests zurück gegriffen, da diese einfach in der Anwendung sind.
Dazu muss man jedoch festhalten, dass die Qualität der Schnelltest sehr unterschiedlich ist. Der Schlüssel zur Qualität ist die sog. "Sensitivität" des Tests. Das bedeutet, bei welcher Konzentration von Parasiten im Blut der Test bereits anspricht. Das ist umso bedeutsamer, da am Beginn einer Malaria Infektion die Parasiten Dichte im Blut noch gering ist, das Fieber jedoch schon hoch sein kann. Der (schlechte)Test wird angewand und zeigt ein negatives Ergebnis, der Patient als auch der Arzt !! glauben es ist keine Malaria. Ein möglicherweise folgenschwerer Irrtum. Bis der Test anspricht kann es bereits zu spät sein. Niemals auf Schnelltests in Afrika verlassen. Das gilt auch für viele Medikamente aus indischer oder chinesischer Herkunft.
Wir empfehlen nur Tests zu kaufen, die von der WHO getestet wurden und eine sehr hohe Sensitivität aufweisen. Leider sind die meisten Tests in Europa schwer zu erhalten.
Artesunate darf nie alleine zur Behandlung der Malaria angewendet werden. Artesunate und deren Derivate sind der am schnellsten wirksame Stoff zur raschen Reduzierung der Parasiten im Blut und können leben retten.
Der Haken daran ist jedoch, dass die Halbwertszeit nur ca. 0,5-1 Stunde beträgt. Das beduetet, das Medikament wirkt nach einer Stunde nicht mehr, und die Parsiten vermehren sich weiter rasant. Deshalb werden zur Behandlung der sog. unkomplizierten Malaria nur mehr sog. Kombinationspräparate verwendet (wie z.B. Riamet bzw. in Afrika unter dem Namen Coartem die als zweiten Wirkstoff Lumefrantin enthalten). Dieser Wirkstoff hat eine höhere Halbwertszeit und sorgt daher in der Regel für eine vollständige Heilung der Malaria in drei Tagen.
Wir haben uns die "Care start" Tests aus Australien schicken lassen. Wurden bei uns nicht einmal verzollt. Kosten nur ca. ein Drittel im Vergleich zu diversen Tests in D,A oder CH.
muss lt. WHO Spitze sein. Müsste eigentlich in Europa zu bekommen sein. Haben aber den Aufwand nicht betrieben.
Wenn jemand eine Bezugsquelle findet, möge er diese bitte nennen.