Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Mia
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von Mia »

Fortsetzung
Der schönste „Schrott“, wird im Oman in Muscat im Militärmuseum, liebevoll gepflegt, in allen Ehren ausgestellt. Die Ausstellung ist sehr umfangreich und außerordentlich sehenswert. Im Freigelände finden sich viele alte Landys, treue Gefährten des Sultans, aus der Zeit des „Dhofaraufstandes“, der sich Anfang der 70ziger Jahre zuspitzte und der junge Regent sein Land gegen die von außen gesteuerten kommunistischen Rebellen verteidigen musste.
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Fortsetzung folgt
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Alexander
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von Alexander »

Mia hat geschrieben:Der schönste „Schrott“
Schrott nennst du das Mia :) Selbst ich als Toyofahrer bekomme bei diesen Bildern feuchte Augen. :wink:
Besonders das Kettenfahrzeug ist der Hammer. Schöne alte Geländefahrergeschichte.

Grüsse
Alexander
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Mia
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von Mia »

Extra für Alexander eine kleine Aufmunterung. Ein Verwandter vom "Gelben" (hat er eigentlich einen Namen?). Einträchtig stehen die Veteranen zusammen. Ich schwörs, von Zeit zu Zeit bekommen sie eine extra Wellnessbehandlung mit vorgewärmten Öl und so.
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Gruß
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Alexander
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von Alexander »

Oh Mia, das ist aber lieb von dir ;-)

Das ist ein besonders gut erhaltenes Stück Blech. Zumindestens macht es auf dem Foto den Eindruck.
Einen Namen hat mein BJ nicht. Ich nenne ihn nur immer liebevoll "meinen Toyo" 8)
Das mit der vorgewärmten Ölkur finde ich cool. Das haben die stählernen Rentner auch verdient.

Grüsse
Alexander
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Mia
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von Mia »

Fortsetzung
Museumsbesuche wecken sehr starke Bedürfnisse nach einem sehr guten Kaffee. In der Hotelhalle des "Al Bustan", das romantisch zwischen dem Meer und schroffen Felsen gelegen ist, wird sehr guter arabischer Kaffe serviert.
Manchmal spielt ein Musiker am Piano oder der Harfe klassische Musik, vielleicht auch das Scherzo aus den "Symphonic Impressions of Oman" von Lalo Schifrin.
Es duftet in diesem hohen prächtig ausgestatten Raum immer nach Weihrauch und im sehr exklusiven Shoppingcenter befindet sich ein Amouage-Laden. Amouage ist ein sehr kostbares Parfüm, das im Auftrag von Sultan Qaboos von Guy Robert erschaffen wurde.
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Eine richtige Leckerei, auf die man auf keinen Fall verzichten sollte, sind die frisch gepressten Fruchtsäfte, die in allen Variationen angeboten werden.
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Beim Schlürfen kann man auf jeden Fall wunderbar von der nächsten Dünentour träumen.
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Mia
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protea
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von protea »

WOW....tolle Fotos, da kommt Fernweh auf...für mich gehts erst mal in den Libanon. Dann steht der Oman aber auf jeden Fall auf der Liste für 2014 ( SPÄTESTENS) Vielen Dank für die tollen Berichte und Fotos!
Mia
Beiträge: 653
Registriert: Di 10. Mai 2011, 11:47

Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von Mia »

Fortsetzung
Sandroses Bedürfnis nach steinigen und vor allem nach sandhaltigen Landschaften ist nicht leicht zu stillen.
Nachdem sie letztes Jahr den Rikki Tikki Tavi Familienklan ihre Mutter und noch manch anderen in das Weihrauchland lockte, landete endlich auch Wildrose um die Kaffeefahrt mit Pflanzen- und Tierbeschau im Oman fort zu setzen.
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Doch alles der Reihe nach………..
Fortsetzung folgt
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Mia
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von Mia »

Sir und Sandrose waren wie immer nicht sandsatt geworden und kehrten alsbald in den Oman zurück Mit dabei waren Bababalu und Mamabaghira sowie deren Nachwuchs Rikki Tikki Tavi.
Eine Fahrt über die schönsten Bergpässe des Hajargebirge und einen Spaziergang in den berühmten Snakecanyon wollte sich Mamabaghira nicht entgehen lassen und so dampften sie bald nach der Ankunft in Muskat und der obligatorischen Bevorratung im Carrefour mit den gemieteten Benzinmeharis in Richtung Hat.
Die Berge präsentieren zur Begrüßung ihr schönes alpines Gesicht und der Eingang des Canyons war schnell erreicht. Einer Schlange gleich, windet sich das Tal in die Berge und hat nicht zu Unrecht den Namen Snakecanyon.
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Alle freuten sich auf eine kleine Wanderung nach der langen Hockerei im Flieger im Flughafen usw. und dem noch frostigen Europa entkommen zu sein, doch das Schaufenster der Natur bremste alsbald die sportliche Euphorie und es wurde ein wunderbar träger, fauler Nachmittag mit natürlich sanfter Fußpflege…..
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…und einem Zaungast, der sich den Hauptbestandteil des Picknicks sicherte und auf leisen Pfoten aus dem Staub machte.
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Kuno
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von Kuno »

Die Froesche halten sie aber schoen schlank im Oman!
Tilmann
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von Tilmann »

Moin Kuno,
die Frösche sind gut trainiert!
Gruß Til
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Mia
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von Mia »

Bababalu scharrte schon am frühen Morgen mit der Gummihufe, er will jetzt sofort in dieDünen der Rub al Khali. Es sei nur mal nebenbei seine unglaubliche logistische Meisterleistungen erwähnt, sein Mehari zu entladen, beladen, des Abends die Zelte aufzubauen und Morgens wieder ab, jederzeit für das leibliche Wohl von Rikki Tikki Tavi und Mamabaghira zu sorgen und immer noch bei der Kaffeepause zu wissen, wo er das Nutella verstaut hatte.
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Der Tagestemparatur betrug 42° Celsius, die Hitze wurde aber am Abend von einem immer heftiger wehenden Wind davongetragen.
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Das Nachtlager wurde trotzdem auf einer etwas erhöhten geraden Sandfläche mit wunderschöner Aussicht aufgebaut. Das sollte sich doch noch als Glück erweisen......
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Mia
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von Mia »

Von der ungewohnten Schwüle des Tages waren Rikki Tikki Tavi müde und trollten sich bald nachdem die Dunkelheit ihre Schwingen über die Wüste gebreitet hatte, in ihre Schlafsäcke.
Friede kehrte in der Wüste ein.
Aber nur ganz kurz..
Wetterleuchten zeigte sich am südwestlichen Horizont und leises Grollen war nicht mehr zu überhören und wurde immer lauter. Nun schlief keiner mehr.
Immer schneller und zorniger blitzte es. In dem kurzen gleißenden Licht wurden die Dünen jetzt mit scharfen Konturen sichtbar und am Himmel broddelten gigantischen Wolkenheere. Das Gewitter flog ungestüm auf die verblüfften Menschlein zu und entlud hemmungslos eine Regenflut über ihnen.
Das Inferno tobte über 2 Stunden, die trockene Nachtruhe war gründlich gewässert und keiner hat diese Sensation fotografiert..
Sir ist schuld, immer regnet es wenn er dabei ist und Scrapy nicht. Schon aus Rostschutzgründen trifft Scrapy normalerweise aufwendige Vorbeugemaßnahmen gegen übermäßige Feuchtigkeit von oben.
(Aber der war wahrscheinlich in Albanien um neue Methoden der Deterbekämpfgung zu erlernen)
Verständlicherweise waren Rikki Tikki Tavi am Morgen etwas betröbbelt und hatten erst wieder gute Laune, als Papabalu trockene Kleidung aus dem Ladebauch des Benzinmeharis zauberte und tröstende Schnurrlaute und üppige Nutellabrote von Mamabaghira empfingen.

Ein frischer Wind fegte durch die Wolkenfetzen am Himmel, bald schien die Sonne freundlich und leckte gierig die Feuchtigkeit von den frisch gewaschenen Dünen. Es brach regelrechte Fotografierwut aus.
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Alexander
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von Alexander »

aaaaahhhhhhhh fantastische Fotos 8) 8) 8)

Das habe ich auch noch nicht gesehen, dass sich eine Düne nach dem Regen buchstäblich schält

Bild

Vielen Dank für die einmaligen Wüstenregenfotos.

Grüsse
Alexander
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von Mia »

Es war ein Spaß die höchsten Dünen zu erklimmen.
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Die Aussicht mit den vielen Sand- Erd- und Rottönen war gigantisch
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Einige der gewählten Überfahrten bei der anschließenden Rundfahrt, waren aber nicht wünschenwert fest genug durch den Regen geworden.
Die Gummihufen der Meharis, der Rasse Toyota, fuhren sich in dem Naß- Trockengemisch des Sandes ziemlich fest .
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Die mühselige Bergungsarbeit dauerte....
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Mia
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Re: Wo der Weihrauch wächst, ein omanisches Reisemärchen

Beitrag von Mia »

Bergungsarbeiten können schon mal dauern......
RikkiTikkiTavi hatten genug von arider Wüste und ähnlichen Legenden. Die eidesstattliche Versicherung der Erwachsenen, es würde hier nur alle 20 Jahre regnen, entlockte nur gequältes nachsichtiges Lächeln. Die Kids hatten etwas von Schildkröten gelesen und die wollten sie sehen.
Mamabaghira fand eine kleine Abwechslung auch angemesssen und der Trupp dampfte auf die Insel Masiera.
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Die Insel war zwar wunderschön, das Wetter perfekt und ein Strand, der zum Baden einlud, Schildkröten fanden sie keine.
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Also zurück zum Festland und an der Küste konnten sie vom Steilufer unzählige Schildkröten beim Planschen beobachten.
Die folgenden Schildkrötenbilder sind alle mit freundlicher Genehmigung von Bababalu
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