Das Visum habe ich in der Tasche...

...und endlich geht es los. Nein, noch nicht ganz. Erst muß der Flieger noch repariert werden.
Hektisch verschraubt der Mechaniker wieder die Platte, die mit Elektronik gespickt ist. Schließlich klemmt er noch einige Plastikteile in die Decke. Ein Teil entgleitet ihm und sie fliegt mir nur Zentimeter am Auge vorbei an meine Stirne. Blut rinnt herunter. Eine Flugbegleiterin gerät sichtlich außer Fassung. Ob mir etwas passiert sei und ich blute ja fürchterlich. Sie bittet mich in ein "Séparée", zudem Fluggäste keinen Zutritt haben. Sie macht Meldung bei dem Captain und versorgt mich anschließend.
Von diesem Moment an habe ich die besondere Aufmerksamkeit von einigen hübschen Stewardessen

Bei der Immigration in Lagos fallen einige Schilder auf. Man scheint der Korruption den Kampf angesagt zu haben. Mehr Schein als sein? Ich werde es wohl in den nächsten Wochen feststellen. Am Schalter vor der Abfertigung wurde eine Stange angebracht, damit man nicht zu nahe mit dem Beamten in Kontakt kommt. Fragen werden nicht mir direkt gestellt, sondern durch einen Mittelsmann, der meine Antwort wieder dem Beamte zurück gibt.
Die ganze Einreiseprozedur dauert ca. 30 Minuten. Danach nochmal eine Stunde aufs Gepäck warten. Am Ausgang erwartet mich schon ein Kollege von unserer Security. Wir warten vor dem Flughafengebäude auf unser Fahrzeug. Überall herrscht Militärpräsenz. Unser Fahrzeug hält an. Ein mit AK47 bewaffneter Polizist steigt zu. Daran werde ich mich wohl erst noch gewöhnen müssen.

Auch der Geldwäsche scheint man den Kampf angesagt zu haben.
Willkommen in Nigeria!

In Nigeria ist gerade Regensaison. Entsprechend trübe ist der Himmel und entsprechend regnerisch ist das Wetter. Ich hatte in Dubai drei Monate keinen Regen. Ich habe ihn nicht vermisst.





Man mag es auf dem Bild nicht erkennen. Aber wir fahren auf einer Autobahn. Unsere heimatlichen Feldwege befinden sich wohl in besserem Zustand. Ein ständiges Ausweichen und Umfahren von Schlaglöchern.


Selbst bei diesem Wetter lassen sich die Straßenverkäufer nicht abhalten, ihre Ware anzubieten. Es ist ihre einzige Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch in Nigeria. Zu kaufen gibt es auf der Straße fast alles.


Gelegentlich schaut ein Junge neugierig ins Fahrzeug. Er ist wohl genauso neugierig auf den weißen Mann, der im Auto sitzt, nur von einer Glasscheibe entfernt, wie ich neugierig auf meine neue Umgebung bin.

Neben alten, ungepflegten Gebäuden gibt es auch schöne, die noch aus besseren Zeiten übrig geblieben sind.

In Afrika muss man auf alles gefasst sein.

Reliable Volkswagen. Auch in Nigeria baut man auf deutsche Zuverlässigkeit

Motorradbetankung auf afrikanisch

Und bei der Fahrzeugreparatur sieht es auch nicht viel besser aus.





















































































