Muslime in Deutschland

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Kuno
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Kuno »

Alexaner - eure "Verfassung".... damit meinst du doch das sog. "Reinheitsgebot"; oder nicht?
Alexander
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Alexander »

Kuno, ich sehe schon. Wir kennen uns viel zu lange. Du durchschaust mich zu leicht
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Birgitt
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Muslime in Deutschland - Interview mit Naika Foroutan

Beitrag von Birgitt »

Eine neue Studie beleuchtet die Lebenswelten junger Muslime in Deutschland. Britta Mersch sprach mit Naika Foroutan vom Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin über die Ergebnisse ...

''Junge Muslime möchten das Land mitgestalten''
14.08.2012 - Qantara / Goethe Institut

Gruß
Birgitt
Kuno
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Kuno »

Wenn diese Umfrage tatsaechlich die Realtiaet wiederspiegelt, dann sieht das Bild so aus:

Junge Deutsch-Türken finden Koran-Aktion gut

Eine repräsentative Studie zu Deutsch-Türken bringt ein überraschendes Ergebnis: Unter jungen Migranten befürworten fast zwei Drittel die umstrittene Koranverteilaktion von Salafisten in Fußgängerzonen. Viele zeigen sich bereit, die Islamisten mit Spenden zu unterstützen.

Besonders bedenklich stimmt mich dieser Satz:

Auffällig ist, dass unter den Befragten, die keinen oder einen niedrigen Schulabschluss haben, die Zustimmung zu der Koranverteilung am niedrigsten ist.

Heisst das jetzt, dass es genau diese Muslime sind, die in DE einen guten Schulabschluss erzielt haben, die nun die Salafisten unterstuetzen?

Den gesamten Artikel kann man im SPON nachlesen: http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 50346.html
martin1101
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von martin1101 »

ich habe während unserer Reise dieses sehr interessante Buch (Studie) zu diesem Thema gelesen.

(ist natürlich nur die "extremere" Seite und ich will damit keinesfalls ausdrücken, dass dies für alle Muslime zutrifft, ganz im Gegenteil. Aber es ist eine Entwicklung, die zum Nachdenken veranlasst.

Wolfgang Schmidt: Jung deutsch Taliban


siehe: http://wuestenschiff.de/phpbb/viewtopic.php?f=9&t=48418
kann ich nur empfehlen

Danke an Birgitt für diesen Tip.

Martin
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Alexander
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben: Auffällig ist, dass unter den Befragten, die keinen oder einen niedrigen Schulabschluss haben, die Zustimmung zu der Koranverteilung am niedrigsten ist.
Das hätte ich jetzt nicht erwartet. Ich ging eher davon aus, dass Menschen mit geringer Bildung sich eher von diesen Ströhmungen beeinflussen lassen.

Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Kuno »

So ging es mir auch, Alexander...

Aber nur, weil man sich halt auch bei diesem Thema gerne von immer wieder repetierten Aussagen einlullen laesst.

Auch in diesem Forum wurde schon die Meinung vertreten, dass viele Muslime halt aus laendlichen, traditionellen Gegenden stammen, wo es kaum Ausbildung gab und wo ein rueckstaendiges und patriarchalisches System der Normalzustand war.

...aber waren nicht schon die Attentaeter auf die Twintowers in New York Hochschulabgaenger?
Bodensee
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Bodensee »

Da empfehle ich doch mal die Fotostrecke zu besichtigen:

http://www.spiegel.de/fotostrecke/studi ... 86223.html

Schlecht bis sehr schlecht wird die Koranverteilung beurteilt von
59 % der Befragten mit niedrigem Schulabschluss
45 % der Befragten mit mittlerem Schulabschluss
53 % der Befragten mit hohem Schulabschluss

Zieht man Statistikfehler in Betracht, dann ist die Ablehnung beim niedrigen und hohen Schulabschluss etwa ausgeglichen...
Bodensee
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Bodensee »

Jetzt kommen die Schlagzeilen:
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... rheit.html

Hier ist die Pressemitteilung über die Studie, 19 Seiten, lesenswert, nicht nur für Journis..
http://www.infogmbh.de/wertewelten/Wert ... eilung.pdf
Von rund 2,7 Mio potenziellen Auskunftgebern wurden 1011 telefonisch befragt.
Die Info GmbH von Dr. Holger L. beschäftigt im Schnitt 27 Personen und ist nach den Angaben im Bundesanzeiger ein hochprofitables Unternehmen.
Und noch etwas zum Schmunzeln bezüglich Fragestellung bei Umfragen:
http://www.gfs-zh.ch/?pid=99
Kuno
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Kuno »

Tausend Personen. Ist die Befragung einer so geringen Anzahl von Leuten ueberhaupt statistisch relevant? Dabei geht es nicht nur um die relative Anzahl der befragten Personen im Verhaletnis zur Gesamtanzahl von Muslimen. Man muss auch noch beruecksichtigen, wann und wo die Befragung durchgefuehrt wurde - das heisst, ob eine "ausgeglichene Menge" befragt wurde oder nicht. Wenn man zB. die Leute nach dem Verlassen der Moschee am Freitag befragt, dann bezieht man die, die nicht in die Moschee gehen nicht in die Umfrage mit ein (aber das wird die Befragungsfirma schon beruecksischtigt haben).

Umfragen werden in der Schweiz auch gerne gemacht. Dabei liegen die Institute, die vom Staatsfernsehen beauftragt werden in ihrem Resultat sehr oft dort, wo sie unser Fernsehen gerne haben will (natuerlich nicht, um das Abstimmungsverhalten noch zu beeinflussen) - "leider" kommt die Abstimmung dann aber gerne ganz anders heraus...
Wolfgang K
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Wolfgang K »

Eine Stichprobengröße von 1000 ist vollkommen ausreichend.
Schlecht bis sehr schlecht wird die Koranverteilung beurteilt von
59 % der Befragten mit niedrigem Schulabschluss
45 % der Befragten mit mittlerem Schulabschluss
53 % der Befragten mit hohem Schulabschluss

Zieht man Statistikfehler in Betracht, dann ist die Ablehnung beim niedrigen und hohen Schulabschluss etwa ausgeglichen...
Das Konfidenzintervall der Studie ist je nach Frage max +/- 3,1%. Gehen wir mal großzügig davon aus, dass das 95% Konfidenzintervall gemeint ist, dann sind umgangssprachlich gesagt alle Abweichungen von mehr als 3,1% mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% kein Zufall, sondern existieren tatsächlich als Abweichungen in der Grundgesamtheit, also den 2,7 in Deutschland leben Türken. Also eine recht "sichere" Aussage.



Die Erfahrung zeigt folgendes:

Wenn das Ergebnis einer Studie nicht den Erwartungen entspricht schließt man automatisch auf „Fehler“ in der Studie.

Entspricht das Ergebnis den Erwartungen, kommt man schnell zu dem Schluss, dass man das Geld hätte sparen können, da man „es ja schon vorher wusste“.
:mrgreen:

Grüße
Wolfgang
Kuno
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Kuno »

Danke fuer die Erlaeuterungen, Wolfgang. Ich atte eigentlich gehofft, dass 1'000 Befragte nicht repraesentativ sein wuerden - schade, dass sich das nicht bestaetigt hat.

Wechseln wir von Deutschland nur kurz nach Norwegen. Dort hatte man sich nach dem kuerzlichen Attentat auf der Utoiainsel redlich bemueht, sich selber einzureden, dass man eine friedliche, tolerante Multikultigesellschaft sei. Es gibt aber offensichtlich welche - nicht aus dem rechtsradikalen Spektrum - die das nicht so sehen:

We do not want to be a part of norwegian society. And we do not consider it necessary either to move away from Norway, because we were born and grew up here. And Allah’s earth belongs to everybody.

Hoffentlich ist wenigstens diese Gruppierung nicht repraesentativ...

Wer mehr lesen moechte, kann das hier tun: http://www.examiner.com/article/muslims ... b_articles
Wolfgang K
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Wolfgang K »

So, und weil ich so wenig Haare habe werd’ ich noch eins spalten :mrgreen: (dann bin ich aber still)

Den Begriff „Repräsentativität“ gibt es als Fachbegriff nicht. Das ist ein Presse-Wort.
Ebenso wenig kann das Ergebnis einer Umfrage „repräsentativ“ sein.
Umgangssprachlich meint diese Verwendung ob ein Ergebnis „stimmt“ oder klarer formuliert: Ob sich das Ergebnis auf die Grundgesamtheit übertragen läst. Hier gibt es aber kein ja oder nein, sondern nur Fehlerwahrscheinlichkeiten. . Seriöse Ergebnispräsentationen geben diese Fehrlerwahrscheinlichkeiten zumindest im Kleingedruckten an.

Der Begriff „repräsentativ“ bezieht sich nur auf die Art der Erhebung - nämlich mittels einer Stichprobe – aber niemals auf das Ergebnis. Man möchte zur Messung von etwas nicht alle Leute befragen, sondern nur einen Teil, der dann die Grundgesamtheit (alle über die man einen Aussage machen will) repräsentiert. Eine „repräsentative Umfrage“ bedeutet also nur, dass man eine Stichprobe genommen hat anstatt alle zu Fragen (Vollerhebung). Mehr nicht. Ob die Ergebnisse „stimmen“ ist ein ganz anders Thema. (siehe meinen vorherigen Beitrag).

Eins noch: Die Stichprobengröße ist kein Garant für die Qualität der Ergebnisse. Wichtig ist die Betrachtung mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Ergebnis durch Zufall entsteht. Das sollten nicht mehr als 5% besser 2% sein.
Ein beliebiges Vergrößern der Stichprobe bringt dann nicht mehr viel. Die Ergebnisse ändern sich dann ohnehin nicht mehr.

Der größte Einfluss entsteht durch die Befragung selbst: Wann, wo durch wen gefragt wurde und was vorher gefragt wurde hat immer einen Einfluss auf das absolute Ergebnis.

Daher ist mit Absolutzahlen Vorsicht geboten, da das „wann, wo durch wen“ und vorherige Fragen immer ein Ergebnis beeinflussen können. Ob jetzt tatsächlich 33% oder 37% einen Keks kaufen werden kann man daher nicht sicher sagen. Das macht Wahlprognosen so schwer. Belegbar ist aber ob Rentner etwas 2%-Punkte eher tun als Jugendliche, also nicht die Absoluten Zahlen, sondern die Zusammenhänge.

So, genug geschwätzt.

Grüße
Wolfgang
Birgitt
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Schulanfang II: Islamunterricht in NRW

Beitrag von Birgitt »

Im neuen Schuljahr führt NRW als erstes Bundesland einen islamischen Religionsunterricht ein. Doch der Start an den Grundschulen könnte holprig werden: Bisher fehlen noch der amtliche Lehrplan und regulär ausgebildete islamische Religionslehrer ...

Start ohne Lehrplan und Religionslehrer
22.08.2012 - WDR

Gruß
Birgitt
Alexander
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Alexander »

Salafisten-Führer droht mit Anschlägen in Deutschland

"Ihr werdet nicht mehr in Sicherheit leben": Ein untergetauchter Salafist soll Deutschland in einem Video zum "Kriegsgebiet" erklären. mehr...

Bei dem Salafisten handelt es sich um Dennis C., der im Mai bei Ausschreitungen in DE dabei war. Bei den Ausschreitungen wurden einige Polizisten niedergestochen.

Grüsse
Alexander
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