Muslime in Deutschland

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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schu achbar ?

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von schu achbar ? »

In einem Anfall von Dankbarkeit hat ein 21 jähriger Kosovo-Albaner sich f. die Luftangriffe auf Serbien u. das Ermöglichen seiner neuen unabhängigen Heimat durch die US Amerikaner erkenntlich gezeigt.
Er erschoss in einem Bus zwei Amerikaner u. verletzte weitere zwei.
Djihad Hintergrund ist gegeben.
Die deutsche Presse faselt mal wieder v. "Schiesserei".
Früher nannte man sowas Überfall.
Wenn Jemand abgestochen wird heisst das neuerdings auch "Messerstecherei".
Induziert irgendwie, dass beide Parteien an der Auseinandersetzung schuldig waren. Untergründige Täuschung v. Feinsten.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/att ... -1.1067283
Turi
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Turi »

In Europa sind es eben keine terroristischen Anschläge, da sind es immer "Einzeltäter", die jemand erschossen haben.

"ein islamistisches Motiv gehabt haben könnte"

bei den Arabern würde es heissen Al Qaida hat zugeschlagen.

Das nördliche Afrika ist tabu, jetzt auch noch Old Germany

Mal sehen wer in diesem Zusammenhang die ersten Reisewarnungen für Deutschland ausspricht :wink:

Da bleibt nur noch der Kosovo für den Urlaub
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
schu achbar ?

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von schu achbar ? »

Turi hat geschrieben:In Europa sind es eben keine terroristischen Anschläge, da sind es immer "Einzeltäter", die jemand erschossen haben.

"ein islamistisches Motiv gehabt haben könnte"
Verstehe garnicht warum die Medien da so rumeiern.
Wenn einer "Sieg XXXX !!" schreit u. zwei Südländer über den Haufen schiesst
sagt kein Mensch er könne ev. ein nationalistisches, rassistisches Motiv gehabt haben und sei wohl ein Einzeltäter.


Der junge Mann hatte Kontakte zu streng Gläubigen der heftigeren Kategorie, das sieht man schon bei Facebook.
Die Vergewaltigungsszene aus einem Video wo US Soldaten ein Mädchen vergewaltigen u. was ihn so aufgeregt haben soll.... war imho aus nem Spielfilm. Ein bisschen blöde ist er also auch noch.
Am absurdesten ist f. mich der Punkt, dass er als Balkan Moslem ja ein grosser US Fan sei müsste, genau wie die Kurden im Irak.
"Schlechter Umgang, falsche Freunde" würd mei Mudda sagen...
Birgitt
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Streit um Islamkonferenz

Beitrag von Birgitt »

"Gemeinsamkeiten stärken, Unterschiede bewältigen, Teilhabe fördern" - so werden im Internet die Ziele der Deutschen Islamkonferenz beschrieben. Davon ist das Gremium derzeit aber weit entfernt, denn nach der ersten Sitzung unter der Leitung des neuen Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich bestimmen gegenseitige Schuldzuweisungen und Misstrauen die Debatte. Besonders Friedrichs Idee, dass muslimische Verbände stärker mit Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten sollten, stieß Teilnehmern und Integrationsexperten bitter auf ...

Spalten statt zusammenführen?
30.03.2011 - tagesschau

Gruß
Birgitt
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Islam in Bayern / Muslimische Jugend im Internet

Beitrag von Birgitt »

Oft wird Muslimen in Deutschland ein grundsätzliches Misstrauen entgegengebracht, ganz gleich wie sehr sie sich um Integration bemühen. So auch im Fall der weltoffenen Moscheegemeinde in Penzberg, die noch immer als verfassungsfeindlich eingestuft wird ...

Bayrische Moscheegemeinde Penzberg: Integration unerwünscht?
01.04.2011 - Qantara

Im Internet trifft sich eine neue Generation von jungen deutschen Muslimen. Sie sind gebildet, europäisch und wollen offen zu ihrem Glauben stehen - in virtuellen Foren und auf der Straße, mit bedruckten T-Shirts. Für Kinder konservativer Elternhäuser bietet das Netz Integrationschancen, aber auch Gefahren ...

Muslimische Jugend im Internet: Muhammads Klicks
02.04.2011 - tagesschau

Gruß
Birgitt
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Islam in Deutschland

Beitrag von Birgitt »

Aus Politik und Zeitgeschichte

Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament"
Ausgabe: 13-14/2011
Seiten: 48
Erscheinungsdatum: 28.03.2011

Kostenlos zu beziehen bei Bundeszentrale für politische Bildung oder als PDF zum Download

Ob der Islam zu Deutschland gehört, ist eine immer wieder kontrovers geführte gesellschaftspolitische Debatte. Mit ihr verbinden sich Fragen nach der Identität unserer Gesellschaft wie nach der tatsächlichen Integration von Musliminnen und Muslimen. Es geht auch um die Rolle von Religionen im öffentlichen Raum und um ihr Verhältnis zum säkularen Rechtsstaat, an welchen die Debatten um eine "Institutionalisierung und Akademisierung des Islams" anknüpfen.

Spätestens seitdem sich "Gastarbeiter" aus muslimisch geprägten Ländern seit den 1960er Jahren dauerhaft in Deutschland niedergelassen haben, ist der Islam in allen seinen Facetten ein Teil der deutschen Realität. Mehr Austausch und die Bereitschaft zur gegenseitigen Akzeptanz sind nötig, möchte man Antworten finden auf die Herausforderungen, die sich aus einer sich religiös pluralisierenden, gleichzeitig aber weiter säkularisierenden Gesellschaft ergeben.



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Birgitt
LudwigH
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von LudwigH »

Der Islam ist schon da.

Die Frau hatten ihren Zukünftigen noch nie gesehen und die Ehe wurde am Telefon abgeschlossen. Trotzdem ist diese im Ausland geschlossene Ehe auch in Deutschland gültig, entschied jetzt das Pfälzische Oberlandesgericht (OLG) in Zweibrücken.

http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1 ... 0/1neo45e/

Ich kann mir als Frau nichts "schöneres" vorstellen als bei der Hochzeitsnacht für einen mir völlig unbekannten Mann die Beine .... zu machen. :kotz:

___________________________________________________________

”Nargess Eskandari-Grünberg, Bündnis90/Die Grünen über Migration in Frankfurt (Antwort auf die Beschwerde zu Integrationsproblemen von 50 Anwohnern):„Migration ist in Frankfurt eine Tatsache. Wenn Ihnen das nicht passt, müssen Sie woanders hinziehen.“
Zuletzt geändert von LudwigH am Fr 8. Apr 2011, 07:29, insgesamt 1-mal geändert.
schu achbar ?

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von schu achbar ? »

""Dem Islamischen Forum in Penzberg unter dem liberalen, aus Mazedonien stammenden Imam Benjamin Idriz, wirft der Verfassungsschutz Kontakte zu extremistischen Organisationen wie "Milli Görüs" und der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD) im Zeitraum 2007 bis 2009 vor.

Hintergrund sind vom Verfassungsschutz aufgezeichnete Telefongespräche des Imams mit Ibrahim El-Zayat, dem damaligen Vorsitzenden der IGD, aus denen angeblich eine Unterstützung des Imams für dessen Ziele hervorgehe. ""


Der Mann heisst nicht Benjamin, so wie Qantara ihn verniedlicht ala Benjamin Blümchen oder so.
Er heisst Bajrambejamin und will f. 20 bis 30 Mill. Euro ein "Zentrum für Islam in Europa" mitten in München bauen.
In seinen Schriften nennt er Leute als Vorzeigemuslime wie zB Doszo, dem Anführer der SS Division Hanschaar oder Isetbegovic, den alten Bosnien Präsi, der meinte Muslime u. Nichtmuslime hätten nix miteinander zu schaffen.

Und dann noch die Kontakte zur IGD.
Ich finde der ist nicht so dolle.
Hier mal was ausm Spiegel dazu.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 30,00.html

Qantara erscheint durch diese oberflächliche Abhandlung f. mich auch mal wieder in einem merkwürdigen Licht.
Zuletzt geändert von schu achbar ? am Do 7. Apr 2011, 23:38, insgesamt 1-mal geändert.
LudwigH
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von LudwigH »

schuh wir hören jetzt lieber auf, sonst erscheint der Verbalerotiker wieder.

___________________________________________________________

"Dieses Land ist unser Land und es ist unsere Pflicht es positiv zu verändern. Mit der Hilfe Allahs werden wir es zu unserem Paradies auf der Erde machen, um es der islamischen Ummah und der Menschheit insgesamt zur Verfügung zu stellen."

Ibrahim El-Zayat
schu achbar ?

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von schu achbar ? »

Dieser Spruch v. Zayad stand doch in einem muslimischen Jugendmagazin in einem längeren zusammenhängenden Text.

Daraufhin fällt mir der Ponchomann ein.
Der Ponchomann ist ein älterer Herr, der solche Sachen, Merkel, Türkeipolitik etc. kritisiert, das auf einen weiten Poncho schreibt und damit in Innenstädten herumläuft.
Nach seiner eigenen Aussage ist er schon geschlagen, angespuckt, beleidigt etc. worden. Von Deutschen u. Ausländern gleichermaßen.
Als Motivation für sein Tun gab er u.a. an. dass ihm ein 19 jähriger Türke mal den Inhalt der Freitagspredigt seiner Moschee in D.land gesagt habe.
Sie hies in Kurzform:
"Allah hat Euch dieses Land Deutschland geschenkt."

Das ist das eigentliche Problem.
Nicht Sharia , Koran etc.
Das relativiert sich möglicherweise doch mit der Zeit etwas u. einige Sachen wären mir pesönlich sogar ganz recht.
Aber dieser untergründige Verdacht man ziehe sich hier zum Teil Leute ran, denen es hauptsächlich um Kampf, Sieg u. Unterbuttern einer schwachen, selbstzweifelnden zergliederten Konsumgesellschaft geht - das ist das eigentlich Negative.
Alexander
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Alexander »

Etwas zum Thema Ausländer, Muslime, Kriminelle und andere Un- und Halbwahrheiten:

[table color=#EFD495]
[mrow]Die Behauptung[mcol]Die Tatsache
[mrow]Asylbewerber bekommen das Geld nachgeschmissen [col]Gezahlt wird ein Taschengeld von ca. 40 Euro pro Monat für den Haushaltsvorstand und 20 Euro für weitere Familienangehörige. Für Lebensmittel und Kleidung gibt es nur noch Essenspakete und Gutscheine, die Sozialhilfe liegt in ihrem Gesamtbetrag pro Person nach mehreren Gesetzesänderungen deutlich unter der, die Deutsche erhalten (Stand 2000).
Außerdem geht die Zahl der Asylbewerber seit der Änderung des Grundrechts-Artikels 1993 kontinuierlich zurück - von 438 000 im Jahr 1992 auf 95 333 in 1999 und ca. 71.000 im Jahr 2002.

Asylbewerber bekommen derzeit in den ersten vier Jahren ihres Aufenthalts in Deutschland Unterstützung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz - je nach Bundesland sind das Sachleistungen, Gutscheine oder Geldleistungen, maximal 230 Euro pro Monat für Erwachsene und 180 Euro für Kinder. Nach Ablauf dieser Frist haben aber alle Familienmitglieder Anspruch auf eine Erhöhung auf Hartz-IV-Niveau. Viele Städte und Gemeinden kamen dieser gesetzlich vorgeschriebenen Pflicht nicht nach. Etliche Flüchtlinge waren im Rechtsstreit mit den Kommunen schon erfolgreich und erstritten sich zum Teil hohe Nachzahlungen.
Derzeit leben etwa 130 000 Asylbewerber in Deutschland. Auch die erst jüngst Angekommenen erhalten möglicherweise zusätzliche Leistungen: Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz-IV-Regelsätzen bestehen nach Einschätzung von Juristen und Politikern erhebliche Zweifel daran, dass die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz verfassungsgemäß sind."
[mrow]Asylbewerber leben auf unsere Kosten und arbeiten nichts[col]Seit 1997 durften Asylbewerber, die nach dem Stichtag 15. Mai 1997 eingereist sind, gar nicht arbeiten - auch wenn sie wollen und sogar einen Arbeitsplatz fanden.
Die derzeitige Regierung hat dieses von der Kohl-Regierung erlassene Verbot gelockert. Jetzt dürfen Asylbewerber nach einem Jahr Aufenthalt in Deutschland arbeiten. Aber trotzdem nehmen sie niemanden einen Arbeitsplatz weg: sie können nur solche Arbeitsstellen annehmen bzw. vermittelt bekommen, für die keine Deutschen oder Angehörige der EU zur Verfügung stehen.

Diese Regelung ist für solche Menschen, die eine so genannte "Duldung" haben, also aus irgendwelchen Gründen nicht abgeschoben werden können, wieder verschärft worden. Das führte dazu, dass ausländische Arbeitnehmer mit einer Duldung, die teilweise seit Jahren z. B. in der Gastronomie arbeiteten, von einem Tag auf den anderen keine Arbeitserlaubnis mehr erhalten, sich damit ihren Lebensunterhalt nicht mehr selbst verdienen können und Sozialhilfe beantragen müssen."
[mrow]Das sind doch alles nur Wirtschaftsflüchtlinge, deren Asylantrag gar nicht anerkannt wird[col]Ausländer nehmen Deutschen keine Arbeitsplätze weg - sie schaffen teilweise selbst Stellen: Gerade die Türken - mit 2,1 Millionen die größte Gruppe der 7,4 Millionen Ausländer in Deutschland - sind zunehmend erfolgreiche Unternehmer, die über 160 000 Arbeitnehmer beschäftigen, darunter auch Deutsche, sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von ca. 18 Milliarden €.
Das Rheinisch-Westfälische Institut hat nachgewiesen, dass die ausländischen Arbeitskräfte, die zwischen 1988 und 1992 in die deutsche Wirtschaft integriert wurden, allein 1992 durch ihren Beitrag 90.000 neue Arbeitsplätze in vor- und weiterverarbeitenden Branchen entstehen ließen.
Außerdem kann ein Arbeitsplatz erst dann mit einem Nicht-EU-Ausländer besetzt werden, wenn sich zuvor kein Deutscher oder EU-Bürger für diese Stelle findet.
Innerhalb der EU gilt das Prinzip der Freizügigkeit, so wie jeder Deutsche sich in jedem anderen EU-Land eine Arbeit suchen kann, so gilt das natürlich auch für die Bürger der anderen EU-Länder in Deutschland.
Und wenn wir keine Ausländer beschäftigen würden, gäbe es in bestimmten Branchen wie z. B. der Gastronomie sehr schnell Engpässe. Und wir brauchen doch nur mal an die jährliche Wein- oder Spargelernte denken, wo es nicht einmal gelingt, deutsche Sozialhilfeempfänger für diese Tätigkeiten zu gewinnen.

In den neuen Bundesländern hat die Beteiligung ausländischer Investoren mit mehr als 13,3 Milliarden € 146.000 Arbeitsplätze gesichert bzw. neu geschaffen.

Ausländer sind von der Arbeitslosigkeit stärker als die Deutschen betroffen (die Quote betrug 1999 bei Ausländern 19,2 Prozent, bei Deutschen 11,7 Prozent). Als Arbeitslose erhalten Ausländer die gleichen Leistungen wie Deutsche - sie haben vorher während ihrer Berufstätigkeit auch die gleichen Versicherungsbeiträge entrichtet.

Nach einer RWI-Untersuchung geben die gut sieben Millionen Ausländer in Deutschland mit 50 Milliarden Euro Abgaben dem Gemeinwesen 15 Milliarden mehr, als sie selbst wieder an öffentlichen Leistungen bekommen.

Zur historischen Entwicklung der Situation der damals so genannten "Gastarbeiter" erschien ein lesenswerter Artikel in der Zeitschrift antifa, Ausgabe März/April 2010:

1965 trat ein Ausländergesetz in Kraft, das bewusst und gewollt gegen den Gleichheitsgrundsatz (Art. 3) des Grundgesetzes verstieß: »Der Staat, seine Einrichtungen und seine Rechtsordnungen sind für die eigenen Staatsangehörigen geschaffen, ihnen sind insbesondere die politischen Rechte (z. B. Wahlrecht, Versammlungsrecht) vorbehalten ... Fremde Staatsangehörige und Staatenlose stehen zu dem Aufenthaltsstaat nicht in einem Treue- und Rechtverhältnis mit eigenen Rechten und Pflichten. Ihnen gegenüber handelt der Staat nach Zweckmäßigkeitserwägungen, die nach politischen Zielen ausgerichtet sind.« Damit wurde der Status des Fremden konstituiert.

In den 1960er Jahren war die Bundesrepublik Deutschland noch weitgehend »Wirtschaftswunderland«. Aufstiegsträume waren weit verbreitet und eine »Bildungsoffensive« brachte tatsächlich Bewegung in die soziale und politische Landschaft. Während viele deutsche Arbeiter sich betrieblich weiterbilden und eine bescheidene Karriere machen konnten, wurden die am wenigsten qualifizierten und am schlechtesten bezahlten Arbeiten von den »Gastarbeitern« erledigt. Noch 1980 waren 68,7% der ausländischen Arbeiter und Arbeiterinnen als Ungelernte und Angelernte beschäftigt.

Entsprechend der Konzentration der Arbeitsplätze in der Industrie leben Migranten fast ausschließlich in städtischen Gebieten. Die ersten Jahre der Anwerbung verbrachten sie in völliger Segregation in Wohnheimen, teilweise auf Fabrikgeländen. Seit den 1970er Jahren bewohnen sie mit ihren Familien Wohngebiete, die sich dadurch auszeichnen, dass alle, die es sich aussuchen können, dort nicht wohnen: stark sanierungsbedürftige Innenstadtviertel oder weit draußen gelegene Plattenbausiedlungen.

Aus einer Befragung türkischer Arbeiter in den Jahren 1970/71 lässt sich klar ablesen, mit welchen Erwartungen sie kamen und wie schnell sie eines anderen belehrt wurden: 75% der Befragten erwarteten sich vor ihrer Einreise einen höheren Lebensstandard, nachher: 49% . Günstigere Wohnbedingungen erhofften 66%, nachher: 28%. Eigene berufliche Aufstiegschancen hatten 61% im Sinn (nachher: 33%) und für die Kinder hatten 47% mit besseren Ausbildungschancen gerechnet, nachher: 15%.

Ab 1973 steigt die Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik an, 1975 wird die Millionengrenze überschritten. Bis zum Ende der 1980er Jahre sterben Zechen, schließen Stahlwerke und Werften, fallen zehntausende gering qualifizierte Arbeitsplätze in der Industrie durch Automatisierung und neue Technologien weg. Zwischen 1973 und 1983 sinkt die Zahl der beschäftigten Ausländer um eine Million."
[mrow]Wir haben zu viele Ausländer in Deutschland, Deutschland ist doch kein Einwanderungsland[col]Gleich mal zu Beginn ein Blick in die "gute, alte (Kaiser-)Zeit", als noch alles "besser" war: 1910 betrug der Anteil der Ausländer in Deutschland 6,5 Millionen bei einer Gesamtbevölkerung von 65 Millionen - also ziemlich genau 10 Prozent! Heute leben 7,32 Millionen Migranten in Deutschland, das sind dagegen nur 8,9 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Entlarvend ist das Argument, es seien zu viele Ausländer in Deutschland, ganz besonders dann, wenn es von solchen Menschen kommt, die die Zeit des Naziterrors als politisches "Vorbild" sehen. 1944 befanden sich mehr als sieben Millionen so genannter Fremdarbeiter in Deutschland, ca. 20 Prozent aller Beschäftigten waren Ausländer! Womit klar wird, dass es denen, die "Ausländer raus" schreien, in Wirklichkeit darum geht, Ausländer als billige Arbeitskräfte, als rechtlose Sklaven zu behandeln - wie schon einmal während des "Tausendjährigen Reiches".

Die Ausländer, die von der deutschen Wirtschaft seit Anfang der 60er Jahre ins Land geholt wurden, haben wesentlich durch ihre Arbeit zu unserem "Wirtschaftswunder" beigetragen. Trotz Anwerbestopp kamen weiter Menschen aus anderen Ländern - legal -in unser Land, zum einen durch Familiennachzug, dann durch die Aussiedler aus den osteuropäischen Ländern. Teilweise leben diese Familien inzwischen in der dritten Generation hier, kennen ihr „Ursprungsland“ ebenso wie deutsche Touristen nur aus dem Urlaub, leben und arbeiten hier, haben ihren Lebensmittelpunkt hier. Sie werden aber immer noch als "Ausländer" behandelt: während in den meisten anderen europäischen Ländern die in diesem Land geborenen Menschen die jeweilige Staatsangehörigkeit dieses Landes erhalten (und dann in der Statistik auch nicht mehr als "Ausländer" auftauchen), war ein erster Schritt in diese Richtung in Deutschland 1999 erst nach langen Debatten möglich (und wir sollten nicht vergessen, dass die damalige CDU-Kampagne gegen eine verbesserte Integration trefflich als Stichwortgeber für Rechtsradikale geeignet war!). Diese Menschen werden in der Bevölkerungsstatistik als "Ausländer" geführt, obwohl sie längst keine mehr sind, sondern hier geboren und aufgewachsen, also höchsten noch "ausländischer" Abstammung sind. Und ihnen werden damit wesentliche Rechte vorenthalten wie z. B. das Wahlrecht, obwohl sie die gleichen Pflichten wie Deutsche haben, was Steuerzahlen usw. angeht.

Außerdem dürfen wir gerade für die Zukunft nicht außer acht lassen, dass die deutsche Bevölkerung zusehends vergreist und stark schrumpft. Das hat Folgen - für die sozialen Sicherungssysteme, für den Arbeitsmarkt, für die gesamte staatliche Entwicklung.
Derzeit ist in Deutschland bereits jeder fünfte Bürger über 60 Jahre alt - schon in drei Jahrzehnten wird das Land die zweitälteste Bevölkerung aller Staaten der Welt aufweisen. Und die Vereinten Nationen rechneten kürzlich fünf Szenarien der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland durch. Bei der mittleren Variante kämen demnach bis zum Jahr 2050 gut 200 000 Ausländer zusätzlich ins Land - doch selbst dann würde die Bevölkerung bis zum Jahr 2050 von derzeit 82 auf 73 Millionen sinken. Ohne jeden Zuzug gäbe es in der Mitte des 21.Jahrhunderts nur noch 59 Millionen Einwohner in Deutschland - das "Boot" ist also noch lange nicht "vol". Nur um die Bevölkerungszahl zu halten, müssten laut UNO jährlich 324 000 Zuwanderer nach Deutschland kommen.
Deutschland muss sich endlich einer rationalen Diskussion des Themas Zuwanderung stellen, um Konzepte zu ihrer Gestaltung zu entwickeln.

Der Berliner Migrationsforscher Rainer Münz prophezeite im Handelsblatt: "Bald wird der unfreundliche Westen mit erhobenen Händen um Nachschub von Menschen aus dem Ausland betteln." Wie Anfang der 60er Jahre.

Der Ausländeranteil von 8,9 Prozent ist auch 2002 stabil geblieben. 79,3 % der Ausländer stammen aus europäischen Ländern, und 20,9 Prozent der hier lebenden Ausländer wurden bereits in Deutschland geboren.

Etwa zwei Drittel der in Deutschland lebenden Ausländer lebte 2002 schon acht Jahre oder länger in Deutschland und hatte damit die für eine Einbürgerung notwendige Aufenthaltsdauer erreicht.

Die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer hat sich gegenüber dem Vorjahr nur um 0,2 Prozent erhöht.

Quelle: Ausländerzentralregister

2003 wurden nur noch 50.563 Asylanträge gestellt, knapp 29 Prozent weniger als im Vorjahr.

Insgesamt blieben, wenn man Zu- und Wegzüge gegeneinander aufrechnet, 2001 knapp 273.000 Migranten in Deutschland. 2002 lag die Zahl bei 219.000. Und im ersten Halbjahr 2003 lag der Wanderungssaldo bei 85.000. Bei den zuziehenden Ausländern ist der Anteil der 18 - 40-jährigen deutlich größer als bei der deutschen Bevölkerung.

Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung liegt bei 9 Prozent, der Anteil der Zuwanderer bei 0,25 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Quelle: Nürnberger Nachrichten, 17.01.04

Im Jahr 2004 wurden vom Nürnberger Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nur 960 Asylbewerber als Asylberechtigte anerkannt. Weiteren 1100 Menschen wurde Abschiebeschutz gewährt.
Ein breites Bündnis von Wohlfahrtsverbänden und Menschenrechtsorganisationen hat diese restriktive Politik der Nürnberger Behörde angesichts weltweiter Folter und Unterdrückung als widerrechtlich kritisiert.

Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung hat ihren 6. Bericht zur Lage der Ausländer in Deutschland abgegeben.
Demnach leben deutlich weniger Ausländer in Deutschland als bisher angenommen. Ihre Zahl sank in den vergangenen Jahren auf 6,7 Millionen. Gestiegen ist dagegen die Anzahl der Menschen mit Migrationshintergrund auf fast acht Millionen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Eingebürgerte, hier geborene Kinder von Ausländern und Aussiedlern. Über eine Million Menschen haben in den letzten fünf Jahren einen deutschen Pass bekommen. Jedes vierte in Deutschland geborene Kind hat heute einen Elternteil mit ausländischer Abstammung, jede fünfte Ehe ist binational.

Im letzten Jahr beantragten nur 17.458 Menschen Asyl in Deutschland. Damit ist deren Zahl (s. o.) weiter deutlich zurück gegangen.

Lt. Statistischem Bundesamt ist der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im vergangenen Jahr auf 18,7 Prozent der Bevölkerung gestiegen. Zwar ging die Zahl der Ausländer um 20.000 zurück, dafür wurden aber 287.000 mehr Deutsche aus Einwandererfamilien gezählt. Der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund stieg damit um 268.000 Personen auf 15,4 Millionen. Zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund werden die seit 1950 nach Deutschland Zugewanderten und deren Nachkommen gezählt.

Lt. aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind 2009 insgesamt 721.013 Menschen nach Deutschland gezogen, 114.700 davon waren Deutsche, 606.313 waren Ausländer. Den höchsten Anteil dabei hatten Zuwanderer aus Polen (122.795) und Rumänien (56.427), beides Länder, die zur EU gehören und damit keiner Zuwanderungsbeschränkung unterliegen. Der von manchen Politikern immer wieder genannte Anteil der angeblich hohen Zuwanderungsraten aus islamischen Ländern (Türkei, arabische Staaten) sieht folgendermaßen aus: 29.544 Menschen kamen aus der Türkei nach Deutschland, aus dem Irak waren es 12.199 (zum Vergleich: aus den USA wanderten 29.882 Menschen nach Deutschland ein).
Insgesamt hat Deutschland allerdings in den letzten zwei Jahren ein so genanntes Wanderungsdefizit: es gibt mehr Auswanderer als Einwanderer. 2009 lag dieses Defizit bei 12.085. Insgesamt wanderten letztes Jahr 578.809 Ausländer aus Deutschland aus (sowie 154.989 Deutsche). "
[mrow]Ausländer leben auf unsere Kosten und schaffen das Geld in ihr Heimatland[col]Das Gefühl vieler Deutschen, sie lebten heute gefährlicher als früher ist objektiv unbegründet. Auch die Behauptung, Ausländer tendieren mehr zu Gewalttaten als Deutsche halte einer Analyse nicht stand, meint der Leiter des Kriminologischen Instituts Niedersachsen, Christian Pfeiffer in einem Interview mit dem Handelsblatt. Unter den 7 Millionen Ausländern sank der Anteil der Tatverdächtigen von 1993 bis 1996 um fast 20 Prozent.

Im Gegensatz zu deutschen Kriminellen sind Ausländer in allen Delikten prozentual geringer vertreten. (Von 1993 bis 1996):

* Gewaltkriminalität: Steigerung bei Ausländern um 1,5%, bei Deutschen um 12,3%
* Schwerer Diebstahl: Senkung bei Deutschen 3,6%, bei Ausländern 27,3%
* Beim einfachen Diebstahl verzeichnet die Statistik gar einen Anstieg von 7,6% bei Deutschen und einen Rückgang um 39,8% bei Ausländern.
* Im Gesamtbild aller Delikte ergeben sich dann eine Steigerung von 9,3% bei Straftaten von Deutschen und eine Verringerung von 19,7% bei Straftaten von Ausländern.

Um das Bild noch weiter zu korrigieren: bei den in den Polizeistatistiken Genannten handelt es sich um Tatverdächtige; während deutsche Tatverdächtige letztlich zu etwa 30 Prozent verurteilt werden, liegt der Anteil bei Nichtdeutschen bei nur 25 Prozent - mit dunkler Hautfarbe und ausländischem Aussehen ist man halt schneller „verdächtig“.

Außerdem muss bei der Statistik berücksichtigt werden, dass bei der Nennung ausländischer Tatverdächtiger auch solche aus den Gruppen ausländische Touristen, Angehörige der bei uns stationierten NATO-Streitkräfte und Menschen ohne legale Aufenthaltserlaubnis mitgezählt werden. Diese Gruppen tauchen aber in der Bevölkerungsstatistik nicht als ausländische Mitbürger auf.

(Quelle: u. a. kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen)

Einzig in einem Delikt stehen Ausländer an der Spitze: Fast 100% der Tatverdächtigen sind Ausländer bei Verstößen gegen das Ausländer- oder Asylgesetz. Das liegt aber immerhin daran, dass Deutsche gegen diese Gesetze nicht verstoßen können, da sie ja keine Ausländer sind. Und teilweise reicht für ein „Vergehen“ schon die Tatsache, dass eine Aufenthaltserlaubnis ein paar Tage zu spät neu beantragt wurde oder ein Pass abgelaufen ist.

1999 besaßen 26,6 % der von der Polizei ermittelten Tatverdächtigen (d. h. noch nicht, dass es auch wirklich die Täter waren und als solche verurteilt wurden!) nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Allerdings sind bestimmte Ausländergruppen, unter denen es ebenfalls Tatverdächtige gab, zwar in der Kriminalitätsstatistik, nicht aber in der Bevölkerungsstatistik enthalten wie z. B. Touristen, Besucher, Grenzpendler und ausländische Streitkräfte (s. o.).
1999 waren etwa 30 Prozent aller von Ausländern begangenen Delikte solche wie unerlaubte Einreise, Scheinehe oder Einschleusen von Ausländern. Delikte also, die Deutsche nicht begehen können. An der Ostgrenze Deutschlands ist der Unterschied besonders extrem: in Sachsen wurden mit den Verstößen bei den Einwanderungsbestimmungen 21 Prozent der Straftaten von Ausländern begangen, ohne diese Verstöße waren es nur noch acht Prozent.
Die Kriminalität von Deutschen und Ausländern ist mit den herkömmlichen Methoden nur schwer zu vergleichen, weil die Zusammensetzung der Gruppen völlig verschieden ist. Wenn es um Gewalt, Sachbeschädigung, Diebstahl und Raub geht, dann sind auch unter den Deutschen die Tatverdächtigen überdurchschnittlich oft arbeitslos, männlichen Geschlechts und zwischen 14 und 21 Jahre alt, gehören zu den unteren Einkommensschichten und leben in Großstädten. Setzt man diesen Maßstab auch bei Ausländern an, stellt man schnell fest, dass der Anteil junger, großstädtischer, arbeitsloser und ärmerer Männer bei den Ausländern höher ist als bei der deutschen Bevölkerung. Sie gehören aber wie die vergleichbare deutsche Bevölkerungsgruppe zu den "Risikogruppen" für härtere Straftaten. Wenn dann der statistische Anteil an Tatverdächtigen bei Ausländern höher als bei Deutschen liegt, so ist eben auch der höhere Anteil der Risikogruppen an der ausländischen Wohnbevölkerung ein Grund hierfür - nicht aber die Nationalität.

Ergänzung (Februar 2005):

Christian Pfeiffer, der Leiter des Kriminologischen Instituts in Hannover erklärt, dass die zunehmende Furcht der Deutschen vor Kriminalität unbegründet sei. So ist die Zahl der Sexualmorde zwischen 1993 und 2003 um 37,5 % zurückgegangen, die Zahl der Morde sogar um 40,8 Prozent! In der Öffentlichkeit entstehe allerdings durch die Berichterstattung der Privatsender der entgegengesetzte Eindruck.

Besonders problematisch ist der Umgang mit Ausländern. "Wenn ein Deutscher von einem Deutschen verprügelt wird, zeigt er das in 20 Prozent der Fälle an. Wird er von einem Ausländer geschlagen, meldet er das zu 30 Prozent". Auch Richter hätten im Strafmaß bei Ausländern stärker als bei Deutschen zugelegt.

Quelle: Nürnberger Nachrichten/dpa, 15.02.2005

Aus der im Mai 2006 vorgelegten Kriminalitätsstatistik des Bundesinnenministers Schäuble:
Der erfreuliche Trend eines überproportionalen Rückgang der nichtdeutschen Tatverdächtigen setzt sich fort. Nachdem deren Zahl in den Jahren 2003 uns 2004 bereits um 2,3 % bzw. 1,2 % gesunken war, ist 2005 nochmals ein spürbares Minus von 5 % zu verzeichnen (deutsche Tatverdächtige: -2,4 %)."
[mrow]Deutschland ist doch kein Einwanderungsland (Teil 2), wir werden überfremdet[col]Was ist eigentlich "typisch deutsch"?

Carl Zuckmayer formuliert dies in seinem Theaterstück „Des Teufels General“ sehr treffend:
"Und jetzt stellen Sie sich doch mal Ihre Ahnenreihe vor - seit Christi Geburt. Da war ein römischer Feldhauptmann, ein schwarzer Kerl, braun wie ne reife Olive, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürzhändler in die Familie, das war ein ernster Mensch, der ist noch vor der Heirat Christ geworden und hat die katholische Familientradition begründet. Und dann kam ein griechischer Arzt dazu, oder ein keltischer Legionär, ein Graubündner Landsknecht, ein schwedischer Reiter, ein Soldat Napoleons, ein desertierter Kosak, ein Schwarzwälder Flözer, ein wandernder Müllerbursch vom Elsass, ein dicker Schiffer aus Holland, ein Magyar, ein Pandur, ein Offizier aus Wien, ein französischer Schauspieler, ein böhmischer Musikant - das alles hat am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt - und - und der Goethe, der kam aus demselben Topf, und der Beethoven, und der Gutenberg (...) Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt - wie die Wasser aus den Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem, großen, lebendigen Strom zusammenrinnen.“ Es gibt keine Deutschen, die über Jahrhunderte „deutsche“ Vorfahren nachweisen kann. Die Nachkommen all dieser Völker, die in Mitteleuropa lebtenb oder durchzogen, sind das deutsche Volk - ein Eintopf mit Zutaten aus der ganzen Welt.

Also, was bitte ist "deutsch", was bitte ist "Überfremdung"?

Aber auch hier mal einige Zahlen (denn das, was manche Menschen als Vorurteile pflegen, stimmt nicht immer mit der Realität überein):
So sind 1997 und 1998 mehr Ausländer aus Deutschland fortgezogen als hergekommen. Der zahlenmäßige Zuwanderungsgewinn in den Jahren vor 1997 lag vor allem an den Spätaussiedlern, Asylbewerbern und Kriegsflüchtlingen, nicht aber an Arbeitsimmigranten.
Bei den Aussiedlern gibt es einen massiven Rückgang: kamen 1990 noch rund 400.000 Aussiedler nach Deutschland, waren es 1999 nur noch 100.000.
Die Zahl der Asylbewerber ist ebenfalls rückläufig: sie betrug 1992 noch über 400.000, 1999 lag sie bei rund 90.000 jährlich, im Jahr 2000 bereits unter 79.000 und im Jahr 2002 kamen nur noch 71.127 Asylbewerber nach Deutschland.

Und eine Begriffserklärung: es wird viel von Menschen mit "Migrationshintergrund" gesprochen, die dabei genannten Zahlen sind deutlich höher als die Zahlen des Ausländeranteils in Deutschland. Das wird dann gerne als Beweis dafür genommen, dass viel mehr Ausländer in Deutschland leben, als bisher zugegeben wurde. Ist aber falsch: bei Menschen mit Migrationshintergrund handelt es sich generell um Menschen, die aus einem anderen Land gekommen sind, also über die Grenze nach Deutschland gekommen sind. Und da gehören auch die vielen Spätaussiedler dazu. Menschen, die in keiner Statistik als "Ausländer" gezählt wurden oder werden, weil sie von Anfang an als Deutsche gelten - aber nichts desto trotz einen "Migrationshintergrund" haben.

Und dann noch ganz nebenbei: die "deutsche" Staatsbürgerschaft gibt es erst seit 1934! Bis dahin gab es nur die Staatsbürgerschaft der Länder des Deutschen Reiches. Im Pass stand dann also: "bayerisch" oder preußisch".


März 2005, Anmerkungen zur "Visa-Affäre":

Derzeit wird die vorübergehend erleichterte Erteilung von Einreisevisa an der deutschen Botschaft in der Ukraine von den Unionsparteien und verschiedenen Medien dazu genutzt, das Horrorbild eines ungebremsten Zuzugs von Schwarzarbeitern und Zwangsprostituierten aus der Ukraine an die Wand zu malen. Wie sehen dagegen die Fakten aus?
Lt. Auskunft der Zentrale der Ermittlungsbehörde "Finanzkontrolle Schwarzarbeit" wurden im letzten Jahr 91.000 Strafverfahren wegen illegaler Beschäftigung eingeleitet. Insgesamt richtete sich die Hälfte (!) der Ermittlungen gegen Deutsche, die andere Hälfte gegen Ausländer, wobei in erster Linie Polen, Tschechen, Ungarn und Menschen aus Ex-Jugoslawien betroffen waren. "Ukrainische Bürger waren und sind eine Seltenheit". Selbst nach einer Umfrage bei den zuständigen Hauptzollämtern ergab sich kein anderes Bild. Die Fahnder, die täglich Baustellen und Betriebe kontrollieren, wussten nichts von einer "Schwemme" ukrainischer Schwarzarbeiter.
"Es mag sein, dass Hunderttausende mit erschlichenen Visa eingereist sind", so Horst, der Sprecher der "Finanzkontrolle Schwarzarbeit", "aber die meisten sind offenbar auch wieder ganz normal in ihre Heimat zurückgekehrt."
Und auch in der Statistik des Bundeskriminalamtes hinterließen die Ukrainer keine besonderen Spuren, es fehlen die Hinweise auf die angeblich scharenweise eingereisten Kriminellen und Prostituierten. Das "Lagebild Menschenhandel" des BKA lenkt den Blick in erster Linie auf Litauen, Lettland und Bulgarien. Die Zahl ukrainischer Opfer von Menschenhändlern ist von 174 im Jahr 1999 auf 103 im Jahr 2003 gesunken!.
Auch in der allgemeinen Kriminalitätsstatistik spielen ukrainische Staatsangehörige nur eine untergeordnete Rolle. Ihr Gesamtanteil an den nichtdeutschen Tatverdächtigen lag lt. BKA in den Jahren 2001 und 2002 - als besonders viele Ukrainer einreisten - bei nur drei Prozent. 2003 sank der Anteil auf 2,3 Prozent.
Alles Zahlen, die belegen, dass derzeit von verschiedenen Gruppierungen bzw. Parteien die Visa-Affäre aufgebauscht wird. Damit wird Stimmung gegen Ausländer gemacht, damit wird ein ganzes Volk, das der Ukraine, zu Kriminellen gestempelt. "
[mrow]Stichwort "Parallelgesellschaft"[col]Die türkischstämmige Soziologin Necla Kelek hat die Thesen ihres Buches „Die fremde Braut“ bei einer Tagung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg vorgestellt.
Jede zweite in Deutschland lebende Türkin hat sich demnach ihren Partner nicht selbst aussuchen können, sondern ist Opfer einer Zwangsehe. Dass Zwangsehen nach wie vor auf der Tagesordnung sind, hält auch der aktuelle Migrationsbericht der Bundesregierung (Juni 2005) fest.
„Import-Bräute“ sind teils minderjährige Frauen, die in der Türkei aufwachsen. Ihre Eltern entscheiden, dass sie einen nach Deutschland ausgewanderten Landsmann heiraten sollen. Sie kommen nach Deutschland, kennen weder die Sprache, Geschichte, Strukturen und Kultur dieses Landes und bewegen sich nur im Umfeld ihrer Familie. Diese Abschottung reproduzieren sie bei ihren Kindern und tragen damit zur Entstehung einer Parallelgesellschaft bei, in der weiterhin Zwangsehen, aber auch „Ehrenmorde“ möglich sind, bei denen Brüder ihre Schwestern töten, wenn diese eine Affäre mit einem nicht genehmigten Partner eingehen oder aus dem Familienverbund ausscheiden wollen.
Kelek kritisiert in diesem Zusammenhang auch die „Multi-Kulti-Romantik“, mit der manche Deutsche über diese Fehlentwicklung hinweggesehen hätten. Da habe es zu lange eine „falsche Toleranz“ auch gegenüber fundamentalistischen Strömungen von Muslimen in Deutschland gegeben.
Die Gleichberechtigung der Frau ist für die Autorin die Nagelprobe dafür, ob Integration gelingen kann. „Denn wer die Gleichberechtigung nicht will, der will eine geteilte Gesellschaft und keine echte Demokratie“."
[mrow]Stichwort „Kopftuch“[col]Prominente Deutsch-Türken haben an die Musliminnen in Deutschland appelliert, als Zeichen ihrer Integrationsbereitschaft das Kopftuch abzulegen: Wer sich verschleiere, grenze sich bewusst von der deutschen Gesellschaft ab.

„Das Kopftuch ist ein Symbol der Frauenunterdrückung. Wer von Frauen verlangt, dass sie ihren Kopf und das Haar verhüllen, macht sie zu einem Sexualobjekt“, sagte Ekin Deligöz, Bundestagsabgeordnete der Grünen, der „Bild am Sonntag“. Deligöz richtete sich an die muslimischen Frauen: „Kommt im Heute an, kommt in Deutschland an. Ihr lebt hier, also legt das Kopftuch ab!“

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Lale Akgün kritisierte das Kopftuch als diskriminierend und forderte Gleichberechtigung für Musliminnen. „Es geht nicht an, dass der türkische Mann im modischen Anzug auf die Straße geht - und seine Frau neben ihm muss einen unscheinbaren, bodenlangen Mantel und ein Kopftuch tragen.“

Quelle: Spiegel Online, 15.10.06"
[mrow]Die Rütli-Schule in Berlin und die Folgen[col]„Voraussetzung zur Integration ist nach Überzeugung Stoibers das Beherrschen der deutschen Sprache. Hinzukommen müssen, so Stoiber weiter, spürbare Sanktionen bei Nichterfüllung der Deutschpflicht.“ So die CSU und der bayerische Ministerpräsident Stoiber am 04. April 2006 als Reaktion auf die Ereignisse in der Berliner Rütli-Schule.

Kennt Stoiber überhaupt die Realität in Bayern? Anscheinend nicht. Eine offizielle Statistik des Kultusministeriums für das laufende Schuljahr 2005/2006 weist aus, dass von 13.500 eingeschulten Migrantenkindern nur 208 (!!!) keine ausreichenden Deutschkenntnisse hatten. Das sind nur ca. 1,5 Prozent! Diese Schüler wurden ein Jahr zurückgestellt. Und nur 448 Kinder dieser 13.500 Kinder hatten keinen Kindergarten besucht.(Quelle: Nürnberger Nachrichten v. 4.04.06)

Trotzdem wurde heute im bayerischen Kabinett beschlossen, Sanktionen gegen die Familien einzuführen, deren Kinder keine ausreichenden Deutschkenntnisse haben – eine populistische Maßnahme, die davon ausgeht, die mangelnden Deutschkenntnisse seien die Regel. Aber da zeigt die Statistik des Kultusministeriums etwas anderes.

Und die angebliche Kriminalität der ausländischen Jugendlichen? Am Beispiel Nürnbergs zeigt die Statistik, dass es keine signifikanten Unterschiede zwischen deutschen Jugendlichen und Jugendlichen ausländischer Herkunft gibt. Dies wurde im März 2006 auch ausdrücklich von der Polizei bei der Vorstellung des Sicherheitsberichtes im Stadtrat betont.

Ein nicht zu unterschätzendes Manko der gegenwärtigen Diskussion ist, dass sie – was die Zukunftsperspektiven der Jugendlichen auf Hauptschulen betrifft – auf Jugendliche mit Migrationshintergrund beschränkt wird. Aber davon, dass die Hauptschule tatsächlich – was die berufliche Perspektive angeht – zum Abstellgleis geworden ist, sind auch die deutschen Jugendlichen betroffen, die einen Hauptschulabschluss machen. Vielleicht wäre es sinnvoller, sich mal Gedanken um die Aufhebung des streng getrennten Schulsystems zu machen, über die Einführung von flächendeckenden Ganztagsschulen und die stärkere Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schultypen nachzudenken. Nicht nur die Ergebnisse der Pisa-Studie, auch solche Ereignisse wie in der Berliner Rütli-Schule und die Perspektivlosigkeit von Hauptschülern zeigt, dass etwas faul ist im Bildungssystem. "
[mrow]Dezember 2007
Überfall auf einen Rentner in München[col]Das Thema “Ausländergewalt” steht in diesen Tagen wieder ganz oben in den Schlagzeilen der Boulevard-Zeitungen. Es geht es um einen brutalen Überfall auf einen Rentner in München. Da es sich bei den Tätern um Jugendliche handelt, die griechischer bzw. der türkischer Herkunft sind, wird sofort ein generelles Problem konstruiert.

Die beiden Jugendlichen haben ihr Opfer aber offenbar ausgesucht, weil er sie in der Bahn gebeten hatte, nicht zu rauchen. Nur zum Vergleich - bevor hier ein „deutschfeindlicher“ Übergriff konstruiert wird: In Potsdam wurde ein Schwarzer während ein Schlägerei rassistisch beschimpft , es soll sich dabei aber nicht um eine rassistische Tat gehandelt haben…

Koch - der um seine Wiederwahl als hessischer Ministerpräsident fürchtet - aber hat aus Wiesbaden die Tat und ihre Ursachen sofort knallhart analysiert: “Wir haben zu viele kriminelle Ausländer” und “Wer sich nicht an die Regeln hält, der muss weg.” Bei der Verwendung derartiger NPD-Parolen vergisst Koch aber: Viele Jugendlichen sind zwar auf dem Papier keine Deutschen, praktisch sind sie aber Bürger dieses Landes - wenn auch zweiter oder dritter Klasse. Viele wurden hier geboren oder sind schon seit vielen Jahre hier (und können z. B. als EU-Bürger gar nicht abgeschoben werden). Und dass die Kinder und Enkelkinder der Immigranten weiter als „Ausländer“ von der Politik an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden (und werden), keine Perspektive haben, ist keine Folge von rot-grünen „Multi-Kulti-Träumereien“: In den entscheidenden Jahren, in denen die Weichen gegen eine Integration gestellt wurden, regierte die CDU/CSU mit Kanzler Kohl. Und gerade Politiker wie Koch sind es, die - anstatt sich für eine vernünftige Integration einzusetzen - weiterhin mit rassistischen Parolen und rassistischer Politik Wahlen gewinnen (wollen). Es ist kein Zufall, dass gerade Koch jetzt unmittelbar vor den Landtagswahlen in Hessen wieder NPD-Parolen hoffähig macht: seinen ersten Wahlsieg in Hessen erreichte er mit einer Unterschriftensammlung gegen eine Modernisierung des Staatsbürgerrechts durch die damalige Rot-Grüne Bundesregierung. Alles, was nach vernünftiger Integration aussieht, bekämpfen und bei den Folgen dann die rassistischen Parolen rausholen - das ist eine Politik, die Probleme nicht löst, sondern letztendlich Pogromstimmungen anheizt.

weitere Informationen zum Thema:

Die polizeilichen Daten schlüsseln die Entwicklung der Gewaltverbrechen durch Jugendliche in unterschiedliche Vergehen auf:

Die Zahl der Tötungsdelikte, verübt von Jugendlichen, ist in den vergangenen zehn Jahren um 30 Prozent zurückgegangen.

Die Zahl der Raubtaten sank um 20 Prozent.

Erschreckend dagegen ist ein Anstieg bei Körperverletzungen. Seit Mitte der neunziger Jahre ist die Zahl der angezeigten Prügeleien, Messerstechereien und anderen Verletzungen mit jugendlichen Tätern um 60 Prozent gestiegen.

Alarmierende Zahlen, die Experten aber darauf zurückführen, dass Opfer immer öfter Anzeige erstatten würden. Eine Studie der Innenministerkonferenz verweist nachdrücklich darauf, dass kriminologische Forschungen zu dem Ergebnis kommen, dass vor allem „die steigende Anzeigebereitschaft“ für die Zahlen verantwortlich ist. Weiterhin verzeichnet die Studie der Innenminister bundesweit bei den nichtdeutschen jugendlichen Tatverdächtigen einen Rückgang von 26,1 auf knapp 25 Prozent.

Die Situation in Mittelfranken: 28 Prozent aller Tatverdächtigen sind Jugendliche, also unter 21 Jahre alt. Bei deutschen Tatverdächtigen macht der Jugendanteil 30 Prozent aus, bei den ausländischen Tatverdächtigen nur knapp 23 Prozent (Nürnberger Nachrichten v. 4. Januar 2008).

Bessere Bildungspolitik anstatt Boot-Camps
Was sind die Gründe für die Gewalt? Kriminologe Pfeiffer macht vor allem die fehlende soziale Integration für die grassierende Gewalt unter Einwandererkindern verantwortlich. Dort wo der Anteil von Migranten auf den Gymnasien höher sei, nehme auch die Gewalt ab. „Die Konflikte in unserer Winner-und-Loser-Gesellschaft werden immer deutlicher und schlagen immer häufiger in Hass um“, sagt er.

Und das nicht nur auf Seiten der oft perspektivlosen Einwandererkinder. Rechtsextreme und gewalttätige Migranten seien zwei Seiten derselben Medaille. „Sie sind Zwillinge im Geiste“, sagt Pfeiffer. In Familien von Rechtsextremen oder gewalttätigen Migranten sei oft viel misshandelt worden, auch bei den rechtsradikalen Tätern gäbe es starke Machokulturen. „Die Strukturen sind so ähnlich, dass es schon absurd ist, wie sie sich hassen.“ „Die nehmen beide nicht viel Rücksicht wenn es um Gewalt gegen Andersdenkende geht“, sagt auch Berlins Polizeipräsident Glietsch.

(Quelle u. a. „Spiegel online“)"
[mrow]Die Sache mit den Moscheen[col]Der preußische König Friedrich II schreibt im Juni 1740: „Alle Religionen sind gleich und gut, wenn nur die Leute, die sich zu ihnen bekennen, ehrliche Leute sind. Und wenn Türken und Heiden kämen und wollten das Land bevölkern, dann würden wir ihnen Moscheen und Kirchen bauen“.
Wilhelm II genehmigte 1915 den ersten Moscheebau in Deutschland, in Berlin gründete sich 1922 die „Islamische Gemeine Berlin“, der Muslime aus 41 Nationen angehörten. Im Stadtteil Wilmersdorf wurde von dieser Gemeinde eine Moschee errichtet.

Also alles nichts neues.

Und zur Erinnerung: Im Artikel 4 unseres Grundgesetzes heißt es: Die Freiheit des Glaubens (...) und die Freiheit des religiösen (...) Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Damit ist eigentlich schon alles gesagt: Muslime gehören zu Deutschland, sie leben teilweise seit mehreren Generationen hier und haben selbstverständlich das Recht, ihre Religion auszuüben. Und dazu gehört auch die Errichtung von entsprechenden Gebäuden. Und wenn jemand der Meinung ist, diese Gebäude, also Moscheen mit oder ohne Minarette, passen nicht in unser Städtebild: genau das war eine der Begründungen der Nazis, im Umfeld der Pogromnacht die Synagogen der Juden abzureißen. Sie passten angeblich mit ihrer „orientalischen“ Architektur nicht zu Deutschland. Also auch nicht neues: der alte Rassismus in neuer Verpackung, mit einem neuen Feindbild."
[mrow]Die Sache mit der Scharia[col]Immer wieder wird die Angst davor geschürt, dass die Scharia an Stelle unserer Gesetze treten würde, wenn noch mehr Moslems in Deutschland leben würden.
Allerdings: „Wir praktizieren islamisches Recht seit Jahren. Und das ist auch gut so“, sagte Hilmar Krüger, Professor für ausländisches Privatrecht an der Universität Köln, dem SPIEGEL.
Vor allem im Familien- und Erbrecht fänden Normen der Scharia Anwendung. So werden etwa Jordanier in Deutschland nach jordanischem Recht verheiratet - und geschieden. Und sogar Frauen, die in ihrem Herkunftsland rechtmäßig eine polygame Ehe eingehen, können in Deutschland Ansprüche geltend machen: Unterhaltszahlungen, vom Ehemann erworbene Anrechte auf Sozialleistungen und einen Teil des Erbes.
Immer wieder berufen sich deutsche Richter auf die Scharia: So lehnte das Bundessozialgericht in Kassel vor einigen Jahren die Klage einer Marokkanerin mit dem Verweis auf islamisches Recht ab. Die Witwe hatte sich geweigert, die Rente ihres Mannes mit der Zweitfrau zu teilen. Beiden Gattinnen stehe der gleiche Rentenanteil zu, betonten die Richter.
Das Nebeneinander verschiedener Rechtsvorstellungen sei „Ausdruck der Globalisierung“, sagt der Erlanger Jurist und Islamwissenschaftler Mathias Rohe, „wir wenden islamisches Recht genauso an wie französisches.“ Doch während etwa Kanada für seine Einwanderer grundsätzlich keine ausländischen Rechtsregeln anerkennt, lässt das deutsche Recht solche Normen gelten - solange sie nicht der öffentlichen Ordnung und den Grundrechten zuwiderlaufen. Zwangsehen und Steinigungen sind deshalb verboten.

Quelle: Spiegel Online, 09.10.10"
[mrow]Die Sache mit der Integrationsverweigerung[col]Einige Politiker sprechen von einer Million Integrationsverweigerern in Deutschland, doch dafür gibt es keinerlei Belege. Einige Ausländerbehörden und Arbeitsagenturen in Städten mit einem hohen Zuwandereranteil schätzen den Anteil der Unwilligen im Promillebereich oder maximal auf wenige Prozent. Eine Studie im Auftrag des Bundesinnenministeriums kam 2009 zu dem Ergebnis, dass etwa zehn Prozent der muslimischen Schülerinnen nicht an Klassenfahrten teilnehmen, weil die Eltern dies nicht wollen. Dies wird als Indiz für Integrationsunwilligkeit gewertet. Aber ebenfalls fünf Prozent der andersgläubigen Mädchen verzichteten auf solche Fahrten. Sind damit z. B. Katholiken auch integrationsunwillig?

Und die angebliche hohe Zahl der Abbrüche bei den Integrationskursen hält auch keiner Überprüfung stand. In der Regel gibt es für Abbrüche triftige Gründe: Arbeitsaufnahme, Krankheit, Schwangerschaft usw. Die große Zahl der Abbrecher holen diese Kurse nach. Außerdem ist es sehr widersprüchlich, wenn auf der einen Seite Zuwanderer diese Kurse besuchen sollen, auf der anderen Seite aber nicht genügend Kurse angeboten werden und teilweise monatelange Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen."
[mrow]Zur Diskussion des Buches von Thilo Sarrazin Teil 1[col]Von: Sigmar Gabriel, Vorsitzender der SPD in der „ZEIT“, 15.9.2010:

Sarrazin hält das Entstehen von »oben« und »unten« in unserer Gesellschaft für das Ergebnis natürlicher Auslese durch Vererbung: »Intelligenz ist aber zu 50 bis 80 Prozent erblich. Deshalb bedeutet ein schichtabhängig unterschiedliches generatives Verhalten leider auch, dass sich das vererbte intellektuelle Potenzial der Bevölkerung kontinuierlich verdünnt.« (S. 91/92)

(...) Für Sarrazin beruht die Schichtung einer Gesellschaft somit ganz überwiegend auf natürlicher biologischer Auslese. Einflussfaktoren wie Einkommensverhältnisse, Bildung, Sozialstatus, kulturelle Prägung, Integration oder Desintegration in den Arbeitsmarkt sind für ihn zu vernachlässigende Restgrößen. Der Erfolg oder Misserfolg einer Gesellschaft ist für Sarrazin deshalb vor allem davon abhängig, dass die »richtigen« Menschen viele Kinder bekommen, um ihre Intelligenz zu vererben. Und die anderen weniger. Wenn Deutschland also in den Pisa-Schultests schlecht abschneidet, dann nicht wegen eines falschen Bildungssystems – wie alle internationalen Bildungsforscher meinen – , sondern weil wir seit Jahrzehnten in unserem Land eine falsche Geburtenpolitik betreiben. Denn: »Das Muster des generativen Verhaltens in Deutschland seit Mitte der sechziger Jahre ist nicht nur keine Darwinsche natürliche Zuchtwahl im Sinne von ›survival of the fittest‹, sondern eine kulturell bedingte, vom Menschen selbst gesteuerte negative Selektion, die den einzigen nachwachsenden Rohstoff, den Deutschland hat, nämlich Intelligenz, relativ und absolut in hohem Tempo vermindert.« (S. 353)

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Mit »vom Menschen gesteuerter negativer Selektion« meint Thilo Sarrazin nicht nur die Zuwanderung muslimischer Migranten, wenn dies auch aus seiner Sicht schon schlimm genug wäre. Er meint auch zu hohe Sozialhilfesätze, die es unteren Schichten ermöglichen, Kinder zu ernähren. Damit – so die Sarrazinsche Logik – gibt es nur Anreize für den falschen Genpool. Thilo Sarrazins Bevölkerungspolitik hat nicht »nur« Aische und Ali im Sinn. Es geht ihm auch um Kevin und Cornelia, wenn sie nicht aus der richtigen Schicht kommen.

Das gleiche gilt für ihn auch für den Länderfinanzausgleich zwischen dem Süden und dem Norden Deutschlands, weil » die in Schwaben lebenden Menschen durchschnittlich einen höheren Intelligenzquotienten haben als jene in der Uckermark (…)«. (S. 24) Nicht die Deindustriealisierung des Nordostens nach der Wiedervereinigung ist also schuld am hohen Anteil von Hartz-IV-Empfängern, sondern die genetisch bedingt weniger tüchtige Bevölkerung (vgl. S. 77). Wer denen im Norden oder im Nordosten Geld gibt, der schmeißt für Thilo Sarrazin nur Geld zum Fenster heraus, denn Geld macht nicht klüger. Es führt nur dazu, dass die Dummen weiter unter sich bleiben können. Aber eigentlich ist das Ganze noch viel schlimmer, denn selbst die Abwanderung aus dem Norden in den Süden ist kein Ausweg: Wenn sich nämlich die Norddeutschen mit den Süddeutschen durch Abwanderung und Heirat vermischen, sinkt die durchschnittliche Intelligenz der Süddeutschen. Wohlgemerkt: Dieser absurde Unsinn stammt nicht aus einer Aschermittwochsrede in Bayern, sondern aus dem medial wie kein zweites Buch gehypten angeblichen »Integrations«-Bestseller Thilo Sarrazins.

(....) Thilo Sarrazin scheut sich in seinem Buch auch nicht, Vorschläge dafür zu machen, wie man diese gezielte Auswahl von scheinbar werthaltigeren Eltern voranbringen könnte: »Es könnte beispielsweise bei abgeschlossenem Studium für jedes Kind, das vor Vollendung des 30. Lebensjahres der Mutter geboren wird, eine staatliche Prämie von 50000 Euro ausgesetzt werden. (…) Die Prämie – und das wird die politische Klippe sein – dürfte allerdings nur selektiv eingesetzt werden, nämlich für jene Gruppen, bei denen eine höhere Fruchtbarkeit zur Verbesserung der sozioökonomischen Qualität der Geburtenstruktur besonders erwünscht ist.« (S. 389/390)

Die Forderung, hohe staatliche Gebärprämien gezielt für unter 30-jährige Akademikerinnen auszuloben, klingt schon einigermaßen absurd. Die dann allerdings beschriebene politische Aufgabe, diese nur jenen Frauen zukommen zu lassen, die aus der richtigen gesellschaftlichen Gruppe kommen, ist zutiefst verstörend: Sarrazin würde diese Prämie eben nicht jeder Akademikerin geben, sondern nur dann, wenn sie in seinen Augen eine Förderung verdient, weil sie über ein besseres genetisches Potenzial verfügt. Wenn sie also aus einer sozial erwünschten Gruppe oder Schicht kommt. Und die Definition der zu fördernden Gruppe oder Schicht ist nach Sarrazins Auffassung die Aufgabe der Politik. Welch ein Wahnsinn! Spätestens jetzt ist klar: Thilo Sarrazin führt keine Integrations-, sondern eine Selektionsdebatte. "
[mrow]Zur Diskussion des Buches von Thilo Sarrazin Teil 2[col]September 2010:

Sarrazin schafft Muslime ab
Der Sarrazin-Mythos: Kaum einer hat ihn gelesen, aber eine Mehrheit gibt ihm Recht - Stellungnahme von Ismail Ertug (SPD), Mitglied des Europäischen Parlaments

„Ich gebe Thilo Sarrazin nicht in allen Fragen recht“, lautet der meist gehörte Halbsatz dieser Tage in Deutschland, „aber ganz Unrecht hat er nicht“. Womit er Recht haben soll, würde ich gerne wissen. Ein verlegenes Schulterzucken ist die häufigste Reaktion auf die Nachfrage, auf welche Thesen des promovierten Volkswirts aus Gera sich die Zustimmung bezieht.

Die Vermutung, dass es nicht Sarrazins Argumente sind, die eine Mehrheit der deutschen überzeugen, wird genährt von weiteren Beobachtungen der hysterischen Mediendebatte der letzten Tage. Da sitzt der Bundesbankvorstand wie ein Häuflein Elend in der Wohlfühlsendung von Starmoderator Reinhold Beckmann und kommt gegen die wortgewaltigen Gäste Ranga Yogeshwar (Wissenschaftsjournalist), Aygül Özkan (CDU-Integrationsministerin in Niedersachsen), Renate Künast (Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen) und Thomas Sonnenburg (Sozialpädagoge und Streetworker) kaum zu Wort – nicht etwa, weil ihn die Kontrahenten niedergeschrien hätten. Vielmehr war dem Provokateur bei der Widerlegung seiner Zahlenbasis nicht viel mehr als ein vieldeutiges Gatzen und Stottern zu entlocken.

Viel Bauch, wenig Hirn
Dennoch war die Zustimmung für das SPD-Mitglied auf Abruf überwältigend – etwa 70 Prozent fanden demnach das Stottern des Bundesbankers triftiger als die freundlich und mit Quellenangaben formulierte Gegenposition der Praktiker aus Politik, Wissenschaft und Sozialarbeit. Die Schlussfolgerung, dass es nicht am überzeugenden Auftritt des frisch gebackenen Bestseller-Autors gelegen haben kann, sei erlaubt. Sarrazin trifft natürlich ein Bauchgefühl, dass gar nicht widerlegt werden möchte. Nur: Mit einem Bauchgefühl lässt sich keine verantwortungsvolle Politik für ein ganzes Land gestalten.

Deshalb an dieser Stelle einige Gegenthesen zu den Behauptungen des ehemaligen Berliner Finanzsenators, der im Kern behauptet: Muslimische Mitbürger sind genetisch bedingt dümmer, aus kulturellen Gründen nicht integrierbar und aufgrund ihrer vermuteten höheren Geburtenrate dabei, die „deutsche“ Ur-Bevölkerung zu verdrängen.

1) Zur Kompetenz eines Bankers
Thilo Sarrazin ist promovierter Volkswirt und kein Evolutionsbiologe. Wäre er wie Yogeshwar Wissenschaftsjournalist, würde er zumindest über Methoden verfügen, sich einer fachfremden Materie objektiv zu nähern und den aktuellen Forschungsstand objektiv zu reflektieren. Sarrazin kann und will dies nicht. Er bedient sich wie jeder Laie wahllos in der historischen Fundgrube des Wissenschaftsbetriebs und pickt sich passende Fragmente heraus – von Darwin bis zur höchst umstrittenen Zwillingsforschung von Charles Murray und Richard Herrnstein. Gemein haben seine Quellen: Sie sind überholt, mitnichten common sense und zusammen dann ungefähr so wissenschaftlich wie die nationalsozialistische Rassenideologie.

2) Biologie aus der Klamottenkiste
Leitmotiv des Buches ist das Auslesepostulat des Biologen Harry Laughlin (1880-1943): „Die Gesellschaft muss Erbgut als etwas betrachten, das der Gesellschaft gehört und nicht allein dem einzelnen.“ Die Konsequenz formulierte Irving Fisher 1912, als er eine neue Einwanderungsgesetzgebung in Amerika forderte – nach den Maßstäben einer sozialdarwinistischen Auswahl der Besten. Jenseits der moralischen Fragwürdigkeit dieser Position sprechen schon die Jahreszahlen für sich. Die Vorstellung eines von Genen determinierten Menschen ist längst widerlegt.

Nahezu alle angeblichen Entdeckungen vom „Methusalem-Gen“ über das „Kettenraucher-Gen“ bis zu diversen Krankheitsgenen erwiesen sich als Fälschungen oder Fehler. Es bleibt lediglich eine Hand voll bereits bekannter Erbkrankheiten. Die Neuro-Wissenschaftler Michael Meaney und der Pharmakologe Moshe Szyf (McGill University in Montreal/Kanada) wiesen nach, dass Erfahrungen, Gefühle, Umwelteinflüsse, Schadstoffe und der Lebensstil die Arbeitsweise von Genen in wenigen Monaten verändern können – mit anderen Worten: Gene sind weit lern- und anpassungsfähiger als Thilo Sarrazins überkommene Gedankenwelt.

3) Die Mär von der vererbten Intelligenz
Wie beim Schachern auf dem von ihm so gering geschätzten Basar geht es bei Sarrazin zu, wenn er versucht den Grad des erblichen Anteils der Intelligenz festzulegen. Bei Beckmann sprach er von einem Mischungsverhältnis zwischen vererbt und gelernt von fünfzig bis achtzig Prozent, im Buch von sechzig Prozent, in einer Fußnote heißt es, eine „Erblichkeitsannahme von 80 Prozent“ sei „grundsätzlich schlüssig“. Das sind Unterschiede! Würde der IQ nur zu fünfzig Prozent vom Genpool abhängen, bestünde eine exakt gleich große Wahrscheinlichkeit, ihn durch Bildung zu verbessern. Bei achtzig Prozent wäre der Bildungsweg nahezu vorbestimmt.

Verschiedene Studien von Intelligenzforschern wie dem Psychologen Eric Turkheimer (University of Virginia in Charlottesville/USA) oder den französischen Psychologen Christiane Capron und Michel Duyme führen zu dem Schluss, dass Intelligenzunterschiede zwischen Kindern reicher und armer Familien nicht erblich bedingt sind – von Mittelschichtseltern adoptierte Kinder haben im Schnitt einen um 12 Punkte höheren IQ als die in ihren armen Familien verbliebenen Geschwister. Daraus folgt: Die These von der Verdummung der deutschen Gesellschaft durch die angebliche höhere Fertilität muslimischer Mitbürger ist nicht nur eine rassistische Unverschämtheit, sie ist eine peinliche Dummheit.

4) Die Legende von den nicht integrierbaren Muslimen
Über die Feststellung, dass die Integration muslimischer, also vor allem türkischer Einwanderer, nicht vollständig geglückt ist, herrscht weitgehend Einigkeit. Nicht allerdings über die Ursachen. Während Sarrazin drei Millionen Menschen pauschal Integrationswillen und Intelligenz abspricht, sprechen Integrationserfolge in Kanada und den skandinavischen Ländern eine ganz andere Sprache – eine exzellente Betreuung etwa durch Paten und konsequenter Sprachunterricht haben dort zu einer raschen Identifikation mit der neuen Heimat geführt. Sarrazin lädt die Folgen der verfehlten deutschen Anwerbungspolitik der 1960er Jahre allein auf den Schultern von Menschen ab, die mit ihrem Fleiß den deutschen Wohlstand mit aufgebaut haben.

Angeworben wurden damals Bauern und Hilfsarbeiter aus Anatolien, die vielleicht eine zwei jährige Volkschulbildung genossen. Kann man ihnen, denen deutlich gemacht wurde, dass sie nur Gäste auf Zeit seien, vorwerfen, dass sie zuhause mit ihren Kindern nicht deutsch kommunizierten oder froh waren, dass nebenan Menschen einzogen, die dieselbe Geschichte erlebten? Dass diese Menschen trotz ihrer Herkunft nicht dümmer sind, zeigen die zahlreichen Karrieren, die sie selbst und ihre Kinder dennoch trotz widriger Umstände hingelegt haben: Türkische Unternehmer haben in den vergangenen 30 Jahren in Deutschland mehr als 75 000 Unternehmen aufgebaut und beschäftigen heute fast 330 000 Arbeitskräfte. Übrigens: Trotz aller Unkenrufe passen sich Muslime auch bei der rapide sinkenden Geburtenrate deutschen Gepflogenheiten an.

5) Nur ein toter Muslim ist ein integrierter Muslim
Am Ende der Lektüre, die eine Ansammlung von pseudowissenschaftlichen Fundstücken aneinanderreihte, bleibt die Frage: Was wollte uns Herr Sarrazin damit sagen? Denn seine abschließende Forderung nach mehr Bildung klingt doch außerordentlich seltsam, nachdem er sich vorher redlich bemüht hatte, die Unbelehrbarkeit von Muslimen genetisch abzuleiten. Ich muss deshalb ein Zitat bemühen, das der selbst ernannte Tabubrecher im „Lettre“-Interview im letzten Herbst abgesondert hat: Araber und Türken, die keine andere produktive Funktion außer dem Gemüsehandel hätten oder gar von Hartz IV und Transfereinkommen lebten, müssten sich „auswachsen“. Auf Nachfrage bestätigt der sozialdemokratische Parteibuchträger die Befürchtung, er könne damit wirklich meinen, Muslime in unserem Land ließen sich nur integrieren, sofern sie aussterben.

6) Fazit
Fassen wir zusammen: Thilo Sarrazins Weltsicht beruht auf von der aktuellen Forschung längst überholten sozialdarwinistischen Annahmen. Insofern könnte man sein Buch als absurd ignorieren. Nur: Der Mann ist ein notorischer Spalter, der durch sein mediales Mitteilungsbedürfnis den inneren Frieden in Deutschland und das Ansehen der Bundesrepublik gefährdet. Kann so ein Mann als Vorstand der Bundesbank unser Land international vertreten? Wir hören die Bedenken, dass es juristisch keinen Weg gebe, ihn von seinem Posten zu entbinden. Eine ketzerische Frage: Ist es vorstellbar, dass ein Bundesbankvorstand auch den Holocaust leugnet und im Amt bleibt, weil er sich fachlich nichts zu Schulden kommen ließ? "
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Quellen: u. a. Nürnberger Nachrichten, div. Tageszeitungen und Zeitschriften, Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge, Veröffentlichungen des Innenministeriums.
Zusammengestellt: http://www.loester.net/

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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schu achbar ?

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von schu achbar ? »

Wen man sich vorher ein bisschen mit dem Thema bschäftigt hat , dann merkt man ganz schnell, dass diese Antifa Fritzen alle möglichen Zahlen zwischen 1960 u. heute zusammenrühren müssen, erst von Kriminalitätsrate sprechen u. dann Folgesatz plötzlich prozentuale Veränderungen raushauen, aber die eigentliche Rate nicht mehr ansprechen.
So zieht sich das durch den ganzen Text, ein bisschen Nazikeule noch dazu für Leute die keine Minarette mögen und Sarrazin der stottert und sabbert oder so ähnlich.
Dabei dürfte ja wohl bekannt sein, dass gerade das 3. Reich hervorragend mit Muslimen zusammengearbeitet hat. Hitler hat den Islam bewundert.
Da können die Muslime nix für, Hitler hat auch gerne Schokoladentorte gegessen, da kann die Torte auch nix zu.
Aber Leute, die so eine Veränderung als negativ sehen mit Rassiten u. Nazis in einen Topf zu werfen ist doch absurd.

Diese Antideutschen haben noch nie in den Koran reingeschaut, noch nie
orientalische Menschen hier über deren ehrliche Ansichten über uns oder Juden oder unsere Lebensweise befragt, sonst würden sie nicht so ein verträumtes Weltbild haben.

Massive Zuwanderung bzw. hohe Geburtenraten von Geringqualifizierten
bringt nur den Vermietern u. Konsumgüterherstellern etwas.
Normalbürgern bringt sie nur Verschlechterung der eigenen Lebensverhältnisse u. kostet unter dem Strich viel Geld.
Auch wenn mal überspitzt gesagt 100.000 Dönerbuden 600.000 Arbeitsplätze schaffen. Steuern kommen da nicht viele bei rum.
Die Migrationskosten sind sehr hoch, es gibt da gruselige Berechnungen v. Herwig Birg zB.
Hier nur ein kleiner Beitrag, es gibt endlose Tabellen v. diesem Prof
http://www.herwig-birg.de/downloads/dok ... derung.pdf
Das mit der Superqualifikation muss auch nicht sein und wäre auch ungerecht das immer zu verlangen.
Es gibt auch genug problematische Deutsche.
Aber wenn man schon so dumm war die uns von der Türkei aufgedrängten
(kein Witz, es ging v. der türkischen Regierung aus) Gastarbeiter nicht wieder irgendwann mit Geld u. etwas Berufserfahrung wieder zur Existengründung wieder heim zu schicken..... warum muss man jetzt
durch tausend Kniffe v. Familiennachzug bis Legalisieren v. Illegalen nicht Rauschaffen v. Kosovo- etc Flüchtlingen u. demnächst Nordafrika Flüchtlingen das Problem noch verschärfen ?

Die wahnsinnig hohe Zahl von jungen Türken aber auch anderen MiHigrus ohne jeglichen Schulabschluss trotz 3ter Generation ist doch schon schwierig genug.
Aber nein, ganz legal kann man sich die Aishe vom Dorf ranholen u. man startet quasi wieder in der ersten Generation.

Wenn es wirklich so wenig harte Gewalttäter darunter gibt ( was natürlich anhand der wirklichen Statistik ein Witz ist) , dann kann man sie ja des Landes verweisen.
Sind ja angeblich nicht viele, ist ja dann nicht so schlimm.
:roll:
Alles in allem muss man doch , falls man nicht den ganzen Tag im Büro hockt, wirklich mal feststellen, dass die Kopftuchdichte sehr zugenommen hat u. das ist alles kein Problem mit diesem wieder hippen Abgrenzungssymbol ?
Und dieser hippe Islamstyle mit diesem Fascho ähnlichen Türkennazi
Background, wie auf dem T Shirt im Parallelthread - für die Linken anscheinend kein Problem. Messereinsatz auch nicht, alles ganz normal.
Warscheinlich wegen der schlimmen Diskriminierungen und so....
Solange der Nationalist schwarze Haare hat ist alles in Butter, Hauptsache er ist nicht deutsch.
Echt beknackt. Ich glaub die würdens auch noch akzeptieren, wenn sie irgendwann mal eine Ungläubigensteuer zahlen dürften.
Is ja auch irgendwie ok wegen Hitler und so, muss man schon verstehen :mrgreen: Wollen ja auch ein schönes Auto fahren :roll:
Alexander
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Alexander »

schu achbar ? hat geschrieben: Auch wenn mal überspitzt gesagt 100.000 Dönerbuden 600.000 Arbeitsplätze schaffen. Steuern kommen da nicht viele bei rum.
Jörg,
bevor bei dir jetzt die geistige Kernschmelze einsetzt, hör doch einfach mal auf Quellen wie PI zu lesen.

Auch wenn bei den 600.000 "nicht viel Steuern bei rum kommen", handelt es sich immerhin um 600.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. 600.000 Menschen, die nicht auf Arbeitslosenhilfe bzw Hartz 4 angewiesen sind.

Hitler??? Es ist schon interessant, auf welch einfachem Niveau du hier diskutierst.

Grüsse
Alexander
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schu achbar ?

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von schu achbar ? »

Man muss nur Gewalttäter rigoros rausschmeissen, Nachzug verhindern u. diese ganzen Asylnummern, die fast immer in Ewigkeitsduldung münden beenden.
Wenn man auf den Verkauf von Technologie u. nicht von Oliven angewiesen ist brauch man qualifizierte Einwanderer - das ist doch logisch.
Doofe Deutsche gibts ja schon genug.
Das ganze Theater geht doch so weit, bis hier vielen der Kragen platzt u.
dann kriegen es ide anständigen Zuzögler vielleicht von den deutschen Asozialen knüppeldick.
Und das will ja wohl keiner. Idioten raushalten befördert auch das Ansehen der vernünftigen Ausländer.
Ich will aber nicht immer noch mehr unqualifizierten Zuzug, ich will nicht auf der Strasse angepöbelt u. bedroht werden auch nicht neue Moscheen mit zweifelhaften Imamen.
Was wir haben reicht jetzt langsam.
PI ist ein Blog von radikalen Zionisten, die Palis hassen, also ganz sicher nicht mein Club. Allerdings kann man dort prima Links kriegen, zugegebenermaßen.
Was die Nazis anbetrifft:
Die " Deutschland muss bunter werden" Fraktion fängt doch imer damit an. Alles was nicht so Rot oder Grüm denkt ist Nazi oder Rassist u. gehört verprügelt.
Dabei eh es nur darum mögichst viele Nationalisten u. leicht reizbare Machotypen draussen zu halten. Die gibts hier auch bei eutschen , aber lange nicht in so einer Konzentration.
Das überdurchschnittlich viele Nazifans bei Muslimen zu finden sind dürfte ja wohl keines weiteren Beweises zu brauchen. Die stehen da halt drauf , weil sie immer noch so merkwürdige Ausrottungsfantasien pflegen.
Kann ich auch nix für.
Mit PI Hassmenschen hab ich nichts am Hut, deshalb habe ich noch nie dahin verlinkt u. werde es auch nicht tun.
Das heisst aber nicht, dass sie auch mal recht haben können, genau wie Grüne auch nal recht haben können.
Ich hoffe das ist jetzt geklärt.
Alexander
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Alexander »

Alexander hat geschrieben: Auch wenn bei den 600.000 "nicht viel Steuern bei rum kommen", handelt es sich immerhin um 600.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. 600.000 Menschen, die nicht auf Arbeitslosenhilfe bzw Hartz 4 angewiesen sind.
Jörg,
du hast die Angewohnheit, nicht auf Argumente einzugehen, die deine Thesen widerlegen. Anstatt darauf einzugehen, drehst du ungeniert deine häßlichen Gebetsmühlen.

Grüsse
Alexander
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