Hoi zäme
Von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, hat sich im vergangenen November im Iran Erstaunliches ereignet. Der iranische Präsident Hassan Rohani verkündete, dass es den Frauen im Iran nun auch erlaubt sei, ihr Haar offen zu tragen. Kopftuch, Tschador und Hedschab sind aber weiterhin erlaubt.
Diese Änderung betrifft natürlich auch ausländische Touristinnen. Wie es ums Krawatten-Verbot steht, ist mir unklar. Vielleicht gibt es auch hier eine Lockerung?
Gruss Bäärti
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kein Kopftuch im Iran
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Bäärti
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kein Kopftuch im Iran
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
Re: kein Kopftuch im Iran
Woher hast du denn diese Information ?
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Wolfgang K
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Re: kein Kopftuch im Iran
z.B. hier http://www.zeit.de/politik/ausland/2013 ... -gelockert
hatte es tatsächlich auch nicht gelesen.
Im Ernst: sind die verboten? dachte es wäre nur verpönt seit der Revolution.
Grüße
Wolfgang
hatte es tatsächlich auch nicht gelesen.
Schlechte Nachrichten verkaufen sich besser. Wäre das Verbot eingeführt anstatt aufgehoben worden hätte der SPON einen Liveticker geschaltet.Von der Öffentlichkeit kaum bemerkt,
Wobei man bei uns gerade erst angefangen hat das Krawatten-Gebot zu kämpfen.Wie es ums Krawatten-Verbot steht, ist mir unklar.
Im Ernst: sind die verboten? dachte es wäre nur verpönt seit der Revolution.
Grüße
Wolfgang
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Bäärti
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Re: kein Kopftuch im Iran
Ja Wolfgang - ich glaub richtig verboten sind die nicht, bloss nicht gerne gesehen. Verpönt, wie du sagst.Wolfgang K hat geschrieben:... sind die verboten? dachte es wäre nur verpönt seit der Revolution.
Gruss Bäärti
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der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
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Thomas Lehn
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Re: kein Kopftuch im Iran
Hallo Iran-Freunde,
wir waren von 15.11. bis 15.12.2013 bei unseren Freunden in Teheran und Isfahan, aber von einer Lockerung war überhaupt nicht die Rede, weder in den Medien, noch auf der Straße. Wir sind fast täglich mit unseren Freunden im Kontakt, wir würden eine Veränderung umgehend mitgeteilt bekommen.
Also weiterhin alles beim Alten...
Viele Grüße
Tommy
· · ·
wir waren von 15.11. bis 15.12.2013 bei unseren Freunden in Teheran und Isfahan, aber von einer Lockerung war überhaupt nicht die Rede, weder in den Medien, noch auf der Straße. Wir sind fast täglich mit unseren Freunden im Kontakt, wir würden eine Veränderung umgehend mitgeteilt bekommen.
Also weiterhin alles beim Alten...
Viele Grüße
Tommy
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- Achim Vogt
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Re: kein Kopftuch im Iran
Hier noch der ursprüngliche Artikel aus der Süddeutschen, aus dem die Zeit reichlich zitiert:
Revolution der Farben
(aus: Süddeutsche vom 16. November 2013)
Rudolph Chimelli ist einer der dienstältesten deutschen Korrespondenten. Er war sehr lange im Nahen Osten und ist mit einer Iranerin verheiratet, kennt das Land aus dem "Effeff". Ich kann mir kaum vorstellen, dass er sowas leichtfertig geschrieben hat, habe aber auch von Kolleginnen, die gerade im Iran unterwegs waren, nichts Derartiges gehört.
Viele Grüße
Achim
Revolution der Farben
(aus: Süddeutsche vom 16. November 2013)
Rudolph Chimelli ist einer der dienstältesten deutschen Korrespondenten. Er war sehr lange im Nahen Osten und ist mit einer Iranerin verheiratet, kennt das Land aus dem "Effeff". Ich kann mir kaum vorstellen, dass er sowas leichtfertig geschrieben hat, habe aber auch von Kolleginnen, die gerade im Iran unterwegs waren, nichts Derartiges gehört.
Viele Grüße
Achim
Re: kein Kopftuch im Iran
Hi,
kann Achim nur zustimmen:
die Kopftuchpflicht ist ebenso wenig aufgehoben wie die Regel, dass Krawatten bei Männern ein Signal westlicher Orientierung sind. Sie sind also nicht verpönt, jedenfalls für andere als offizielle Repräsentanten des Staates, sie sind lediglich Ausdruck einer Haltung.
Der Präsident hat lediglich im Wahlkampf letztes Jahr ebenso wie nach seiner Wahl von der Ausweitung bürgerlicher Freiheiten gesprochen. Er hat auch einige weitere Forderungen/Ankündigungen o.ä. in dieser Richtung geäußert. Aber in der Praxis ist es dabei geblieben.
Was man allerdings auf der Straße sehen kann, sind allenthalben leichte Strömungen in Richtung einer Liberalisierung.
Frauen lassen sich lässig mehr Zeit als je zuvor (seit 1979) mit dem Hochziehen und Zurechtrücken des Kopftuchs, Pärchen halten sich häufiger als bisher an den Händen, die Menschen nehmen sich die angekündigten Freiheiten hier und da und dort ein wenig mehr als früher und schaffen damit Fakten.
Allerdings sind die Iraner (aus Schaden?) klug genug, es damit nicht zu übertreiben, sondern ganz allmählich den normativen Zwang des Faktischen wirken zu lassen...
Aber das ist ja immerhin schon mal etwas!
Gruß aus Teheran,
Daniel
kann Achim nur zustimmen:
die Kopftuchpflicht ist ebenso wenig aufgehoben wie die Regel, dass Krawatten bei Männern ein Signal westlicher Orientierung sind. Sie sind also nicht verpönt, jedenfalls für andere als offizielle Repräsentanten des Staates, sie sind lediglich Ausdruck einer Haltung.
Der Präsident hat lediglich im Wahlkampf letztes Jahr ebenso wie nach seiner Wahl von der Ausweitung bürgerlicher Freiheiten gesprochen. Er hat auch einige weitere Forderungen/Ankündigungen o.ä. in dieser Richtung geäußert. Aber in der Praxis ist es dabei geblieben.
Was man allerdings auf der Straße sehen kann, sind allenthalben leichte Strömungen in Richtung einer Liberalisierung.
Frauen lassen sich lässig mehr Zeit als je zuvor (seit 1979) mit dem Hochziehen und Zurechtrücken des Kopftuchs, Pärchen halten sich häufiger als bisher an den Händen, die Menschen nehmen sich die angekündigten Freiheiten hier und da und dort ein wenig mehr als früher und schaffen damit Fakten.
Allerdings sind die Iraner (aus Schaden?) klug genug, es damit nicht zu übertreiben, sondern ganz allmählich den normativen Zwang des Faktischen wirken zu lassen...
Aber das ist ja immerhin schon mal etwas!
Gruß aus Teheran,
Daniel




