Natuerlich hatten wir vier GPS-Geraete dabei und die Navisoftware auf dem 'Toughbook'. Aber diese Dinger dienten nur dem aufzeichnen des gefahrenen Kurses - denn wer ein richtiger Wuestenfahrer sein will, fuer den geht absolut rein gar nichts ueber den guten alten Kompass. Da koennen die Jungen noch was lernen
Kuno hat geschrieben:Ganz ohne Verlust ging es aber auch bei uns nicht ab: Wohl ein scharf geschliffener Eckzahn verurachte beim Buschtaxi einen platten Reifen
Das war bestimmt der fünf Meter lange Waran, der euch beim Vorbeifahren in den Reifen gebissen und diesen total zerfetzt hat.
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
Dann fuhren wir zuerst Richtung Gabes und auf den Abend hin dann nach Tozeur. Mag ein wenig seltsam zu lesen sein, denn man haette auch direkt nach Tozeur fahren koennen - aber das hatte wie ueblich mal wieder "historische Hintergruende"
So. Fertig Wueste & ab nach Norden. Aber natuerlich nicht direkt....
Zuerst nach el-Guettar und dann gegen Abend durch den beruehmten "Kasserine Pass". Dort hinten wohnen aber schon ein paar Leute - einen ruhigen & einsamen Campplatz zu finden ist daher nicht unbedingt die leichteste Uebung, denn man steht ueberall sofort auf einer Hofzufahrt.
Natuerlich ging auh wieder die Sonne unter. Die Zeit draengte. Und endlich fanden wir dann einen kleinen Pfad, der sich in die Huegel hinein fortsetzte. Fast ganz oben fand sich dann ein sehr guter Platz, der vom Tal aus nicht einzusehen war.
Super. Dachten wir und fingen an, das Nachtessen zuzubereiten. Immer gut, wenn man fuer die Nacht einen abgeschiedenen Platz hat, an dem man nicht gestoert wird...
...zehn Minuten spaeter waren wir dann allerdings nicht mehr so ganz alleine. Zuerst sah ich einen Mann aus einem Busch kommen, dann einen zweiten und am Schluss hatten wir wohl die ganze Buergerwehr vom Tal unten bei uns stehen. Die muessen sich sofort alarmiert haben, als sie fremde Autos bemerkten und kamen den Berg hoch um "nach dem Rechten zu sehen".
Da unsere Baerte aber trotz einer Woche ohne rasieren immer noch ziemlich kuerzer waren, als die von denen, fuer die sie uns eigentlich zuerst gehalten hatten, entspannte sich die Situation schnell wieder und sie verabschiedeten sich von uns.
Beeindruckend.
Wenn ich mir denke, wie bei uns oft reagiert wird, wenn man auf dem Grundstueck des Nachbarn etwas seltsames feststellt....
Le Kef. Wer auf seiner naechsten Tunesienreise dort durchfaehrt, der macht bestimmt keinen Fehler. Wirklich ein sehr nette Staedtchen mit sehr entspannten Leuten. Die alte Festung ist renoviert und kann besichtigt werden - mit einer super Aussicht:
War wohl mal eine groessere Baederstadt, dann von den Byzantinern in "reduzierter Form & befestigt" weitergefuehrt. spaeter muss es von den Tunesiern uebernommen worden sein, welche dann von der Regierung nach 'Neu Dougga' umgesidelt wurden, damit die antike Stadt ausgegraben und praesentiert werden konnte:
Was in dieser Ecke Tunesiens auch sehr interessant ist: Die Landschaft. Gerade die Uebergangszeit mit ihrem wechselnden Wetter verhilft zu faszinierenden Farben...
Bei aller landschaftlichen Schoenheit. Wer sich dort mit Landwirtschaft sein Brot verdient, der hat's nicht ganz einfach. Und vielleicht sollte man auch nicht vergessen, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass sich Amerikaner, Englaender, Italiener und Deutsche blutige und verlustreiche Kaempfe geliefert haben - hier der Friedhof von Oued Zarga: