Mist im Erg Oubari
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Kuno
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Mist im Erg Oubari
Nebst all dem Schönen, was ich auf meinem letzten Ausflug in den ERG OUBARI erleben durfte, es fielen mir doch einige Sachen auf, die wirklich nicht so toll sind. Ich erlaube mir einfach mal, diese hier zu präsentieren, ja? Vielleicht ist jemand nicht meiner Meinung. Kein Problem, dann kann er sich äussern (ich weiss, dass das die Reiseanbieter nie tun würden - die trauen sich alle nicht
)
Zuletzt geändert von Kuno am So 2. Mär 2008, 10:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Kuno
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Re: Mist im Erg Oubari
Hier haben wir das Seelen von TADEMKA. Irgendwer hat beschlossen, hier ein Feuer zu machen. Dabei ist ein Teil des Schilfgürtels (kommt wieder hoch) in Flammen aufgegangen und leider auch einige der netten Palmen. Müsste alles nicht sein; oder?






Zuletzt geändert von Kuno am So 2. Mär 2008, 10:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Kuno
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Re: Mist im Erg Oubari
So. Jetzt kommt ein weiterer ernstgemeinter Punkt: Seit ein gewisser Herr G.G. in seinem superguten Reiseführer LIBYEN schreibt, dass die ganzen Seen dank der Verdunstung salzig sind, dass man aber in einem gleich daneben gegrabenen Brunnen Süsswasser findet sind die Touristen alle davon überzeugt, dass man unmittelbar an der Wasserlinie ein Loch graben kann und dort reinstes Trinkwasser findet.
Meine lieben Damen und Herren Wüstenreisende; das ist ganz einfach nur Quatsch und ein Merkmal reduzierter Denkkapazität. Wer dort Süsswasser finden will, der muss sich schon etwas mehr Mühe geben. Merkt euch bitte, dass ihr ein peinliches Bild abggebt, wenn euch jemand beim graben dieser unzäligen und unnötigen Löcher photographiert

Meine lieben Damen und Herren Wüstenreisende; das ist ganz einfach nur Quatsch und ein Merkmal reduzierter Denkkapazität. Wer dort Süsswasser finden will, der muss sich schon etwas mehr Mühe geben. Merkt euch bitte, dass ihr ein peinliches Bild abggebt, wenn euch jemand beim graben dieser unzäligen und unnötigen Löcher photographiert

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Kuno
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Re: Mist im Erg Oubari
Touristencamps gibt es zum Glück erst am GABR OON. Aber weitere werden folgen und es besteht die sehr grosse Chance, dass die genau so schlecht sein werden, wie dieses am obengenannten See.
Hier richte ich mich nur sekundr an die Touristen (welche bitte ihren lokaen Reiseunternehmern ihre Meinung über die Betonhäuschen kundtun mögen! Ja, meine Damen - der Touaregführer, den ihr so bewundert soll sich auch ein wenig für den Erhalt der Resourcen einsetzen und die berühmte "Weisheit der Touareg" mal bei der zuständigen Stelle zum besten geben!).
Wie wäre es denn, wenn man aus dem Ruinendorf am GABR OON was für die Touristen herrichten würde? In genau diesem einfachen Stil, den die -evakuierte- Originalbevölkerung auch hatte? Denkt mal darüber nach, bevor ihr noch weitere Seen mit diesen blöden Betonbunkern verschandelt!

Hier richte ich mich nur sekundr an die Touristen (welche bitte ihren lokaen Reiseunternehmern ihre Meinung über die Betonhäuschen kundtun mögen! Ja, meine Damen - der Touaregführer, den ihr so bewundert soll sich auch ein wenig für den Erhalt der Resourcen einsetzen und die berühmte "Weisheit der Touareg" mal bei der zuständigen Stelle zum besten geben!).
Wie wäre es denn, wenn man aus dem Ruinendorf am GABR OON was für die Touristen herrichten würde? In genau diesem einfachen Stil, den die -evakuierte- Originalbevölkerung auch hatte? Denkt mal darüber nach, bevor ihr noch weitere Seen mit diesen blöden Betonbunkern verschandelt!

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Kuno
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Re: Mist im Erg Oubari
Kommen wir zu einem Thema, welches nun zu 100% nicht die Einheimischen sondern ausschliesslicht die Ausländer betrifft (auch die, welche angeblich "ökologisch" unterwegs sind): Die Scheisse rund um die besuchten Seen nimmt zu. Während man sich eine schöne Stelle zum Picknick aussucht, benutzt man die wind- und sichtgeschützten Plätze rundherum als Toilette.
Das finde ich nun wirklich SCHEISSE!
Wer wirklich einen Haufen setzen muss, der soll das doch bitteschön nicht gleich dort tun, wo sich der nächste Besucher wieder hinsetzen will. Ich schlage hier folgende Vorgehensweise vor:
A) Spaten vom Expeditionssurvivalauto nehmen.
B) Von den "schönen Plätzen" weg gehen.
C) Loch graben
D) Kacken
E) Wenn Arsch mit Papier abgewischt werden muss, dieses gleich verbrennen.
F) Loch zumachen.
G) Spaten wieder am Auto befgestigen (sonst wird er vergessen)
Und das geht alle an


Das finde ich nun wirklich SCHEISSE!
Wer wirklich einen Haufen setzen muss, der soll das doch bitteschön nicht gleich dort tun, wo sich der nächste Besucher wieder hinsetzen will. Ich schlage hier folgende Vorgehensweise vor:
A) Spaten vom Expeditionssurvivalauto nehmen.
B) Von den "schönen Plätzen" weg gehen.
C) Loch graben
D) Kacken
E) Wenn Arsch mit Papier abgewischt werden muss, dieses gleich verbrennen.
F) Loch zumachen.
G) Spaten wieder am Auto befgestigen (sonst wird er vergessen)
Und das geht alle an


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Kuno
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Re: Mist im Erg Oubari
Nachtrag zu obigem Beitrag:
1) Das Papier erst anzünden, wenn man es von sensiblen Körperstellen etwas entfernt hat, am besten, wenn es im Loch liegt. (Dieser Nachsatz erschin mir nötig, da ich immer noch die Leute im Kopf habe, die die sogenannten "Süsswasserlöcher" graben.
2) Scheisse zerfällt zu Staub und somit wird der Platz über kurz oder lang wieder sauber. Ich stelle mir immer wieder die Frage, wo der Staub dann hinweht? Bestimmt nicht auf mein Butterbrot; oder?
1) Das Papier erst anzünden, wenn man es von sensiblen Körperstellen etwas entfernt hat, am besten, wenn es im Loch liegt. (Dieser Nachsatz erschin mir nötig, da ich immer noch die Leute im Kopf habe, die die sogenannten "Süsswasserlöcher" graben.
2) Scheisse zerfällt zu Staub und somit wird der Platz über kurz oder lang wieder sauber. Ich stelle mir immer wieder die Frage, wo der Staub dann hinweht? Bestimmt nicht auf mein Butterbrot; oder?
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Kuno
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Re: Mist im Erg Oubari
Baden in den Seen.
Toll (denke ich, denn sonst würden's die Leute ja nicht tun
).
Weniger toll, ist, dass sich mehr und mehr Leute ihre eigene Sandrampe zu den Seeufern hinunterschieben. Was der Wind seltsamerweise in Jahrhunderten nicht schafft, das schaffen die Touristen (mehr und mehr auch solche mit einheimischen grünen Pässen) mit Leichtigkeit: Sand kommt hinunter ins Wasser.
Muss das nun wirklich sein?

Toll (denke ich, denn sonst würden's die Leute ja nicht tun
Weniger toll, ist, dass sich mehr und mehr Leute ihre eigene Sandrampe zu den Seeufern hinunterschieben. Was der Wind seltsamerweise in Jahrhunderten nicht schafft, das schaffen die Touristen (mehr und mehr auch solche mit einheimischen grünen Pässen) mit Leichtigkeit: Sand kommt hinunter ins Wasser.
Muss das nun wirklich sein?

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Kuno
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Re: Mist im Erg Oubari
Und jetzt wage ich mich auch noch gleich an den Oeko- und Wandertourismus rund um die sogenannten Manadaraseen.
Warum denn das? Ganz einfach, weil mich so eine Wandererin im Papageienkostüm und mit typisch männlicher (schlechtgewickelter) Touaregkopfbedeckung blöd angepflaumt hat als ich sie freundlich bat, ihren netten Haufen doch etwas einzugraben und das Papier anzuzünden
Der Normale Tourist:
A) Fliegt mit einem Flugzeug nach Tripolis und von dort
B) Meist mit einem relativ alten Brummer weiter nach SEBHA
C) Dort übernachtet er in einem Camp mit Pool und braucht fleissig kostbares Wasser.
D) Dann lässt er sich mit uralten stinkenden und öltropfenden 4x4 zu den Seen fahren.
E) Dort läuft er rundherum und lässt nur allzu gerne seine Marken zurück.
G) Dann fährt er zum nächsten See.
H) Dann das ganze RETOUR.
Der Oeko-Wandertourist:
Siehe die Punkte A) bis H) mit der Ausnahme von G) denn ein Teil der Wandergruppe läuft, während die anderen bereits erschöpft mit den sonst leer fahrenden Autos zum nächsten Punkt reisen.
Was mir noch in den Sinn kam: Während die paar übriggebliebenen Tiere in der Gegend auf Autos praktisch nicht mit Flucht reagieren, rennen sie in panischer Angst davon, wenn Fussgänger kommen.
Die abgebildete Gruppe steht hier nur als typisches Bild und ich habe persönlich nichts gegen eines der Mitglieder dieser Gruppe oder blablabla...


Warum denn das? Ganz einfach, weil mich so eine Wandererin im Papageienkostüm und mit typisch männlicher (schlechtgewickelter) Touaregkopfbedeckung blöd angepflaumt hat als ich sie freundlich bat, ihren netten Haufen doch etwas einzugraben und das Papier anzuzünden
Der Normale Tourist:
A) Fliegt mit einem Flugzeug nach Tripolis und von dort
B) Meist mit einem relativ alten Brummer weiter nach SEBHA
C) Dort übernachtet er in einem Camp mit Pool und braucht fleissig kostbares Wasser.
D) Dann lässt er sich mit uralten stinkenden und öltropfenden 4x4 zu den Seen fahren.
E) Dort läuft er rundherum und lässt nur allzu gerne seine Marken zurück.
G) Dann fährt er zum nächsten See.
H) Dann das ganze RETOUR.
Der Oeko-Wandertourist:
Siehe die Punkte A) bis H) mit der Ausnahme von G) denn ein Teil der Wandergruppe läuft, während die anderen bereits erschöpft mit den sonst leer fahrenden Autos zum nächsten Punkt reisen.
Was mir noch in den Sinn kam: Während die paar übriggebliebenen Tiere in der Gegend auf Autos praktisch nicht mit Flucht reagieren, rennen sie in panischer Angst davon, wenn Fussgänger kommen.
Die abgebildete Gruppe steht hier nur als typisches Bild und ich habe persönlich nichts gegen eines der Mitglieder dieser Gruppe oder blablabla...


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Kuno
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Re: Mist im Erg Oubari
So und jetzt zum Schluss noch was an alle, die nachdem sie die Mandara See "gemacht" haben mit einer Libyschen Airline zurück nach Tripolis fliegen:
A) Auch wenn es in der Wüste vielleicht angebracht war, während 2 Wochen nicht zu duschen. Eurer lokaler Führer und alle Fahrer haben sich gleich nach der Rückkehr sauber gewaschen und stinken nicht mehr wie ein toter Iltis. Es ist eine Zumutung an die anderen Leute im Fugzeug, peinlich für euch und eine Schande für das Volk welches ihr halt Gnade eurer Geburt reprsentiert, wenn ihr ungewaschen ins Flugzeug steigt. Liebe Reiseunternehmer, währet ihr so nett und würded ihr das euren Gästen so beibringen?
B) Nein, das schreib ich jetzt lieber nicht
A) Auch wenn es in der Wüste vielleicht angebracht war, während 2 Wochen nicht zu duschen. Eurer lokaler Führer und alle Fahrer haben sich gleich nach der Rückkehr sauber gewaschen und stinken nicht mehr wie ein toter Iltis. Es ist eine Zumutung an die anderen Leute im Fugzeug, peinlich für euch und eine Schande für das Volk welches ihr halt Gnade eurer Geburt reprsentiert, wenn ihr ungewaschen ins Flugzeug steigt. Liebe Reiseunternehmer, währet ihr so nett und würded ihr das euren Gästen so beibringen?
B) Nein, das schreib ich jetzt lieber nicht
Re: Mist im Erg Oubari
Kann man bei Kuno einen Anflug von Frust erkennen?
Verständlich aus seinem Blickwinkel allemal.
Klaus
Verständlich aus seinem Blickwinkel allemal.
Klaus
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Angelika Baumann
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Re: Mist im Erg Oubari
Hallo zusammen,
Ich kann da nicht (nur) Frust erkennen. Es ist auch ein Ansatz für eine Diskussion über das Thema Tourismus allgemein.
Wir ALLE sind Touristen, egal ob individuell oder pauschal mit einer Reiseagentur. Wobei der Unterschied in der Verantwortung liegt. Ein Individualtourist ist für sich alleine verantwortlich. Bei einer Pauschalreise liegt die Verantwortung bei der Reiseagentur. Es ist an ihr, die Touristen über angepasstes Verhalten aufzuklären. Dass sie (die Reiseagenturen) dabei in einen Konflikt geraten, liegt auf der Hand. Den Touristen, von denen sie leben und somit auch von ihnen abhängig sind, Vorschriften zu machen, schmälert auf Dauer möglicherweise deren Anzahl und somit den Geldbeutel der Reiseagenturen.
Die Bevölkerung möchte am Tourismus Geld verdienen. Das ist erst einmal legitim. Dafür akzeptieren sie allerdings mitunter viel. In anderen Ländern geht das soweit, dass sogar die Schädigung uralter Kulturgüter in Kauf genommen wird (z. B. in Ägypten werden jeden Tag unzählige Touristen in die Königsgräber gelassen). Es wird auch zugelassen, dass sich die Touristen nicht angepasst verhalten dürfen. Da werden Busladungen knapp bekleideter Menschen an bestimmten Orten im Land „ausgekippt“ und man toleriert deren Verhalten, weil man von ihrem Geld abhängig ist. Man hat fast den Eindruck, die Bevölkerung verkauft sich.
In Tunesien findet man in Sandgebieten Schilder auf denen zu lesen ist, dass man die Dünen nicht befahren soll, um diese zu schützen. Wen man dort fahren sieht, sind die Reiseagenturen...
Und an den Mandara Seen ist es ganz genauso. Statt Rücksicht auf die Natur und deren sensible Ökosysteme Rücksicht zu nehmen, karrt man die Touristen dorthin kassiert das Geld und nimmt langfristig die Zerstörung dieses Ortes in Kauf – falls man überhaupt daran denkt - an die Zukunft...
Wenn man dann so weiter überlegt, kommt man irgendwann an den Punkt, an dem man überlegt:
- In welcher Form ist Tourismus vertretbar?
- Wie sieht nachhaltiger Tourismus (also der, von dem die Bevölkerung profitiert und die Natur nicht zerstört) aus?
- Was hinterlasse ich mit meiner Anwesenheit - auch als Individualtourist
- Kann Tourismus tatsächlich zur Völkerverständigung beitragen?
- Was kann ich tun, damit ich die Landschaft, die Bevölkerung nicht ausschließlich zu meinem - Freizeitvergnügen „benutze“?
- Wie sieht bewusstes Reisen aus?
Und wieder sind dabei die Reiseagenturen gefragt. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Art „Ehren-Kodex“ oder Qualitätsanforderung, welche die Agenturen erfüllen müssen? In vielen anderen Branchen sind heute Qualitätsmanagements zwingend.
Aber auch jede/r Einzelne von uns sollte sich die o. g. Fragen stellen. Allein: Mit der Auseinandersetzung mit diesen Themen ist schon ein Anfang gemacht.
Viele Grüße
Angelika
Ich kann da nicht (nur) Frust erkennen. Es ist auch ein Ansatz für eine Diskussion über das Thema Tourismus allgemein.
Wir ALLE sind Touristen, egal ob individuell oder pauschal mit einer Reiseagentur. Wobei der Unterschied in der Verantwortung liegt. Ein Individualtourist ist für sich alleine verantwortlich. Bei einer Pauschalreise liegt die Verantwortung bei der Reiseagentur. Es ist an ihr, die Touristen über angepasstes Verhalten aufzuklären. Dass sie (die Reiseagenturen) dabei in einen Konflikt geraten, liegt auf der Hand. Den Touristen, von denen sie leben und somit auch von ihnen abhängig sind, Vorschriften zu machen, schmälert auf Dauer möglicherweise deren Anzahl und somit den Geldbeutel der Reiseagenturen.
Die Bevölkerung möchte am Tourismus Geld verdienen. Das ist erst einmal legitim. Dafür akzeptieren sie allerdings mitunter viel. In anderen Ländern geht das soweit, dass sogar die Schädigung uralter Kulturgüter in Kauf genommen wird (z. B. in Ägypten werden jeden Tag unzählige Touristen in die Königsgräber gelassen). Es wird auch zugelassen, dass sich die Touristen nicht angepasst verhalten dürfen. Da werden Busladungen knapp bekleideter Menschen an bestimmten Orten im Land „ausgekippt“ und man toleriert deren Verhalten, weil man von ihrem Geld abhängig ist. Man hat fast den Eindruck, die Bevölkerung verkauft sich.
In Tunesien findet man in Sandgebieten Schilder auf denen zu lesen ist, dass man die Dünen nicht befahren soll, um diese zu schützen. Wen man dort fahren sieht, sind die Reiseagenturen...
Und an den Mandara Seen ist es ganz genauso. Statt Rücksicht auf die Natur und deren sensible Ökosysteme Rücksicht zu nehmen, karrt man die Touristen dorthin kassiert das Geld und nimmt langfristig die Zerstörung dieses Ortes in Kauf – falls man überhaupt daran denkt - an die Zukunft...
Wenn man dann so weiter überlegt, kommt man irgendwann an den Punkt, an dem man überlegt:
- In welcher Form ist Tourismus vertretbar?
- Wie sieht nachhaltiger Tourismus (also der, von dem die Bevölkerung profitiert und die Natur nicht zerstört) aus?
- Was hinterlasse ich mit meiner Anwesenheit - auch als Individualtourist
- Kann Tourismus tatsächlich zur Völkerverständigung beitragen?
- Was kann ich tun, damit ich die Landschaft, die Bevölkerung nicht ausschließlich zu meinem - Freizeitvergnügen „benutze“?
- Wie sieht bewusstes Reisen aus?
Und wieder sind dabei die Reiseagenturen gefragt. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Art „Ehren-Kodex“ oder Qualitätsanforderung, welche die Agenturen erfüllen müssen? In vielen anderen Branchen sind heute Qualitätsmanagements zwingend.
Aber auch jede/r Einzelne von uns sollte sich die o. g. Fragen stellen. Allein: Mit der Auseinandersetzung mit diesen Themen ist schon ein Anfang gemacht.
Viele Grüße
Angelika
Re: Mist im Erg Oubari
Ich habe leider auch solche Sachen erlebt... An unserem ersten Nachtrastplatz in der Wüste hatte es auf einem kleinen Plateau eine riesige Mülldeponie. Konservenbüchsen, leere Plastikflaschen, sonstiger Plastikabfall... Wir haben dann allesweggeräumt. An einem anderen Ort brummten unglaublich viele Fliegen. Schnell konnte ich feststellen warum, Exkremente wurden nicht richtig vergraben, mehrere gebrauchte Tampons lagen herum... *kotz*
Allerdings Kuno, solltest du nicht nur die Touristen verurteilen, die pauschal verreisen. Nicht jeder hat die nötigen Fahrzeugkenntnisse und Zeit die Reise selbst zu unternehmen. Und nicht jeden reizt es, mit einem Fahrzeug in der Wüste unterwegs zu sein
Ich denke das "Problem" bei Pauschalvereisenden sind häufig die fehlenden Kenntnisse über Land, Leute und Ökologie, man bereitet sich leider häufg nicht so intensiv auf eine Reise vor, wie einer, der selber verreist. Darum fehlen auch die Kenntniss und das Verständis für die Wüste.
Am Gabrun-See sahen wir eine Gruppe italienischer Touristen. Die liefen doch tatsächlich mit kurzen Hosen, und die Damen mit Spaghettiträgershirts herum... Das fand ich doch recht grauselig, wir geben uns solche Mühe uns den Sitten des Landes anzupassen, während andere sich wie die Elefanten im Porzellanladen geben.
Allerdings Kuno, solltest du nicht nur die Touristen verurteilen, die pauschal verreisen. Nicht jeder hat die nötigen Fahrzeugkenntnisse und Zeit die Reise selbst zu unternehmen. Und nicht jeden reizt es, mit einem Fahrzeug in der Wüste unterwegs zu sein
Ich denke das "Problem" bei Pauschalvereisenden sind häufig die fehlenden Kenntnisse über Land, Leute und Ökologie, man bereitet sich leider häufg nicht so intensiv auf eine Reise vor, wie einer, der selber verreist. Darum fehlen auch die Kenntniss und das Verständis für die Wüste.
Am Gabrun-See sahen wir eine Gruppe italienischer Touristen. Die liefen doch tatsächlich mit kurzen Hosen, und die Damen mit Spaghettiträgershirts herum... Das fand ich doch recht grauselig, wir geben uns solche Mühe uns den Sitten des Landes anzupassen, während andere sich wie die Elefanten im Porzellanladen geben.
Re: Mist im Erg Oubari
Hallo!
Auch wenn jetzt ein Aufschrei durch die Runde geht:
Wie hoch ist der Anteil von uns "Foristen"an der Ausweitung dieses NICHT-NACHALTIGEN TOURISMUS,wenn wir für jeden Listen mit Waypoints,"Geheimtipps"(die ja nun keine mehr sind) veröffentlichen?
Wenn wir unsere Erfahrungen,die wir uns zT durch Studium der Literatur-nicht nur der offroad-Reisführer-,durch Kontakt mit Einheimischen usw erarbeitet haben,schön aufbereitet für die Waypointfraktion darstellen,die das ganze "Geschwafel"von Ressourcen,Menschenwürde usw für Hirngespinste der Birkenstock und Müsli-Heinis halten?
Wenn wir über abenteuerliche Erlebnisse berichten und wie cool und einfach wir alle auftauchenden Probleme und Gefahren gemeistert haben ohne zu berichten,wie man sich fühlt,wenn man "sprachlos" mit einem Bewaffneten konfrontiert wird,der einem irgendwelche Vorschriften verdeutlichen will und wie schnell es dann mit der"europäischen"Überlegenheit vorbei ist
Wie zum Beispiel:Wenn ein Offizieller in der Pampa die Papiere in die Brusttasche steckt-direkt vor dem Knast-und sagt wenn Ihr meiner Meinung seid,können wir über die Herausgabe der Papiere verhandeln
Gottes Tierreich ist gross,und unsere "nachhaltige" Wüstenfraktion stellt nur einen verschwindend geringen Teil dieses Reiches dar.
Nachdenkliche Grüsse Uli
Auch wenn jetzt ein Aufschrei durch die Runde geht:
Wie hoch ist der Anteil von uns "Foristen"an der Ausweitung dieses NICHT-NACHALTIGEN TOURISMUS,wenn wir für jeden Listen mit Waypoints,"Geheimtipps"(die ja nun keine mehr sind) veröffentlichen?
Wenn wir unsere Erfahrungen,die wir uns zT durch Studium der Literatur-nicht nur der offroad-Reisführer-,durch Kontakt mit Einheimischen usw erarbeitet haben,schön aufbereitet für die Waypointfraktion darstellen,die das ganze "Geschwafel"von Ressourcen,Menschenwürde usw für Hirngespinste der Birkenstock und Müsli-Heinis halten?
Wenn wir über abenteuerliche Erlebnisse berichten und wie cool und einfach wir alle auftauchenden Probleme und Gefahren gemeistert haben ohne zu berichten,wie man sich fühlt,wenn man "sprachlos" mit einem Bewaffneten konfrontiert wird,der einem irgendwelche Vorschriften verdeutlichen will und wie schnell es dann mit der"europäischen"Überlegenheit vorbei ist
Wie zum Beispiel:Wenn ein Offizieller in der Pampa die Papiere in die Brusttasche steckt-direkt vor dem Knast-und sagt wenn Ihr meiner Meinung seid,können wir über die Herausgabe der Papiere verhandeln
Gottes Tierreich ist gross,und unsere "nachhaltige" Wüstenfraktion stellt nur einen verschwindend geringen Teil dieses Reiches dar.
Nachdenkliche Grüsse Uli
ein 47iger und 68iger mit 78iger
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Kuno
- Beiträge: 9586
- Registriert: Mi 3. Mai 2006, 10:21
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Re: Mist im Erg Oubari
Hey; ich bin ganz und gar nicht frustriert. Habe auf diesem kleinen Ausflug auch eine ganze Menge Klopapierfreie Fotos machen können
Ich verurteile auch niemanden aufgrund seiner Art zu reisen; im Gegenteil - jeder so wie er kann und mag. Das einzige, was ich eigentlich bemerke ist der Fakt, dass wir Touristen uns unsere schönsten Reiseziele gleich selber zukacken
Wenn wir da noch einmal den UMM EL MA'A bemühen wollen. JEDER / JEDE & JEDES derdiedas dort übernachtet ist ja scharf darauf, am frühen Morgen bei Windstille die sich spiegelnde Düne auf der glatten Wasseroberfläche zu photographieren; oder etwa nicht? Suuuuuuuuuuuuuper, wenn gerade am Abend vorher die Wandervögel ihre Spur über diese sonst unberührte Dünenflanke gezogen haben. Noch viel superer ist es, wenn ein paar sehr fitte Leutchen noch gleich "Hallo D" oder ähnliches in die Düne reingestapft haben :?
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Aber wie gesagt - kein Frust bei mir. Ich war sehr erfreut, dass sich die beiden mir vorher unbekannten Fahrer sehr um uns bemüht hatten und den Abfall so penibel eingesammelt hatten, dass sich meine touristischen Begleiter tatsächlich nicht getraut hatten, ihre Zigarettenstummel wegzuwerfen
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Eine Grundsatzdiskussion über den Tourismus möchte ich hier aber bitteschön nicht entfacht haben. Das ist ales nur esotherischer Quatsch, der halt im Normalfall weit an der Realität vorbeischiesst! Jeder, der durch die Wüste tappt hinterlässt Spuren und kleine Häufchen. Macht's einfach so, dass die, die nach euch kommen, die Gegend auch noch geniessen können.
>>> Und übrigens: Wer mit dem gemieteten Helikopter an die Seen fliegt, der hinterlässt keine Reifenspuren. Im Gegenteil, der aufgewirbelte Sand deckt viele Spuren wieder zu
Wenn wir da noch einmal den UMM EL MA'A bemühen wollen. JEDER / JEDE & JEDES derdiedas dort übernachtet ist ja scharf darauf, am frühen Morgen bei Windstille die sich spiegelnde Düne auf der glatten Wasseroberfläche zu photographieren; oder etwa nicht? Suuuuuuuuuuuuuper, wenn gerade am Abend vorher die Wandervögel ihre Spur über diese sonst unberührte Dünenflanke gezogen haben. Noch viel superer ist es, wenn ein paar sehr fitte Leutchen noch gleich "Hallo D" oder ähnliches in die Düne reingestapft haben :?
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Aber wie gesagt - kein Frust bei mir. Ich war sehr erfreut, dass sich die beiden mir vorher unbekannten Fahrer sehr um uns bemüht hatten und den Abfall so penibel eingesammelt hatten, dass sich meine touristischen Begleiter tatsächlich nicht getraut hatten, ihre Zigarettenstummel wegzuwerfen
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Eine Grundsatzdiskussion über den Tourismus möchte ich hier aber bitteschön nicht entfacht haben. Das ist ales nur esotherischer Quatsch, der halt im Normalfall weit an der Realität vorbeischiesst! Jeder, der durch die Wüste tappt hinterlässt Spuren und kleine Häufchen. Macht's einfach so, dass die, die nach euch kommen, die Gegend auch noch geniessen können.
>>> Und übrigens: Wer mit dem gemieteten Helikopter an die Seen fliegt, der hinterlässt keine Reifenspuren. Im Gegenteil, der aufgewirbelte Sand deckt viele Spuren wieder zu




