Sklavenhandel

Kultur- und Politikgeschichte über die im Wüstenschiff behandelten Regionen.

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Alexander
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Sklavenhandel

Beitrag von Alexander »

1807 wurde in den britischen Kolonien der Sklavenhandel abgeschafft

Vor 200 Jahren, am 1. Mai 1807, wurde der Sklavenhandel in den Kolonien der britischen Krone verboten. Die Goldküste, das heutige Ghana, gehörte zu den Zentren des Handels ...

Deutschlandradio: Spurensuche nach 200 Jahren

Grüsse
Alexander
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Birgitt
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Sklavenhandel | 17 Millionen Tote

Beitrag von Birgitt »

Nicht nur Darfur: Ein französisches Buch zeigt, wie der muslimische Sklavenhandel Afrika ruinierte

Während der Chefankläger beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, Luis Moreno-Ocampo, erwägt, einen Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar Hassan al-Baschir Al-Baschir wegen Völkermord zu beantragen, sorgt in Frankreich ein Buch Tidiane N'Diayes für Aufsehen. Wird die sudanesische Regierung beschuldigt, arabische Milizen zu unterstützen, durch deren Terror in Darfur nach UN-Schätzungen in den vergangenen fünf Jahren 300 000 Schwarzafrikaner ums Leben gekommen sind, so rechnet der profunde Kenner der schwarzafrikanischen Geschichte unter dem Titel "Der verschleierte Völkermord" ("Le génocide voilé", Gallimard, 21,50 Euro) mit dem Sklavenhandel unter muslimischer Herrschaft ab. Seit dem 7. Jahrhundert seien dem rund 17 Millionen Menschen zum Opfer gefallen. Und während der europäische Sklavenhandel sich auf die 130 Jahre zwischen 1660 und 1790 konzentrierte, habe der arabisch-muslimische eine über 13 Jahrhunderte währende und bis nach Darfur fortwirkende Tradition ...

Siebzehn Millionen Tote
16.07.2008 - Die Welt

Gruß
Birgitt
mikepiller
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Re: Sklavenhandel

Beitrag von mikepiller »

Seid mir nicht böse, aber wir müssen ja irgendwie die furchtbare Dürre des alljährlich auftretenden Sommerloches irgendwie ausfüllen, lach.

Kurze Einleitung aus dem Netz gefischt:
"Die Tuareg gehören zu den bekanntesten Wüstenvölkern der Erde. Ihr Name bedeutet "Die von Gott Verlassenen", doch sie selber bezeichnen sich einfach als "freie Menschen". Sie können jederzeit ihre Zelte abbrechen, um zu gehen, wohin sie wollen. Nichts kann sie aufhalten, noch nicht einmal die menschenfeindliche Sahara."
Neigen wir nicht fast alle - mal mehr, mal weniger- dazu, im Vorfeld und bei unserem ersten Kontakt mit diesem edlen Volk der Wüste die träumenden Augen eines Kindes zu adaptieren?

OHNE nun die unbestritten interessante Kultur und insbesondere die Ausstrahlung dieses "mystischen Volkes" angreifen zu wollen- MIT dem WISSEN um ihre heutigen Schwierigkeiten, ihren Platz im politischen Gefüge jener Staaten zu finden, deren Boden immer ihr Lebensraum war und nun mehr und mehr der Vergangenheit entrissen wird...

Dieses Buch da oben wird sicherlich die Frage beantworten, wer diesen Sklavenhandel weitgehend kontrolliert hat.

Möglich, dass dem einen oder anderen dabei die rosarote Brille der mystischen Verklärung von der Nase gerissen wird! Aber DER muss es ja nicht lesen...

Kürzlich hat mir jemand gesagt, dass wir tief im Innern oft den Wunsch verspüren, dass ein kleines Märchen wahr wird- und dabei immer wieder auf die Schnauze fallen.

Immer Freude an einer Debatte habend..

mit dem kritischen linken und dem Märchen suchendem rechten Auge grüßend
Micha
desertrover
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Re: Sklavenhandel

Beitrag von desertrover »

Es wird uns ja immer versucht weis zu machen, daß Afrika vor Ankunft der Weißen sprich Kolonialisten, ein absolutes Paradies gewesen sei.
Lapidar formuliert: Es herrschte allseits Friede, Freude, Eierkuchen.
Dem war nicht so, in Afrika hat es schon immer, wie überall auf der Erde, furchtbare Kriege und Unterdrückung Schwächerer gegeben.
Die Sklaven wurden im Kontinentinneren von stärkeren Stämmen der Küste ( z. B Suaheli ) oder im Norden ( Sahara ) von islamisierten Völkern, die bereits durch Jahrhunderte des Handels mit Omanis etc. reich und mächtig und damit stark geworden waren, eingefangen.
Die A/A haben sich selbst die Hände kaum schmutzig gemacht.
Auch wenn man bei uns in den 1980er Jahren glaubte, den Frieden mit Abrüstung zu sichern zeigt ein Blick in die Geschichtsbücher, daß immer der Stärkere den Schwächeren unterjochte.
So geschehen auch in Afrika.
Die "Früchte" der weißen Sklaverei sieht man heute in den USA, der Karibik und Südamerika, in Europa in UK und Holland etc.
Wo aber sind die Nachkommen der Millionen Schwarzafrikaner, die nach Arabien / Asien verschleppt wurden?
Wo schreit Afrika hier auf und fordert "Entwicklungshilfe"?
Oder wissen die Afrikaner, daß ihre Forderungen in Arabien/Asian sowieso verhallen?!
M.A.n. wurden die in A/A ankommenden Afrikaner ( m ) sofort kastriert, die Frauen ( wenn optisch ansprechend ) verschwanden in den Harems oder wurden als Hausmagd missbraucht.
Sollten die Männer nicht kastriert worden sein und hätten sich mit Afrikanerinnen fortgeplanzt, so wurden die Kinder sofort getötet.
Was ich sagen will ist, es gibt augenscheinlich keine Nachfahren der afrikanischen Sklaven in A/A. Ergo wurden sie alle irgenwie umgebracht.
Macht ja aus sich der A/A auch Sinn, denn der "Vorrat" war ja unerschöpflich, warum also "züchten"?
Die in "" gesetzten Begriffe sind bewußte so gewählt um die Härte und Unmenschlichkeit der, ich denke es war nicht anders , Tatsachen und die damit verbundene Moral der Versklaver, die heute kaum von der damaligen abweicht, nur wird sie heute besser versteckt, zu verdeutlichen.
Man muß sich doch z.B. nur Dubai und seine Fremdarbeiter ansehen.
Stürzt ein XYZ beim Bau vom Burj al Arab oder ähnlichen Bauwerken: Wen interessiert´s? Am wenigsten den Bauherren/ Araber!
Grüße und happy rovering
Stephan
schu achbar ?

Re: Sklavenhandel

Beitrag von schu achbar ? »

@desertrover

Deine Ausführungen sehe ich ähnlich.

Was allerdings Dubai in der Jetztzeit betrifft sollte man bedenken,
dass viele Arbeiter selbst Moslems sind, namentlich Bangladeshi und Pakistani. Inder natürlich auch, aber selbst von denen sind ein Teil Muslime.
Die Arbeitswelt dort ist hart u. für unsere Verhältnisse ungerecht u. unsozial.
Allerdings kommen die Arbeiter gerne , da es in ihren Heimatländern kaum Arbeit gibt und wenn , dann unter ähnlich beschiss...Bedingungen.

Nochmal zur Sklaverei in Arabien:
Hier mal ein 5 teiliger Arte Bericht bei youtube, der echt sehenswert ist
Link zu Teil 1

Birgitt
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Sklaverei | Frauen flohen häufiger

Beitrag von Birgitt »

Westafrikanische Sklavinnen nutzten Anfang des 20. Jahrhunderts soziale und familiäre Netzwerke zur Flucht aus der Sklaverei. Ein FWF-Projekt der Uni Wien widmet sich diesen Sklavenfrauen und ihren individuellen Fluchtgeschichten ...

Sklaverei: Frauen flohen häufiger
22.08.2009 | Die Presse

Gruß
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African slavery apology 'needed'

Beitrag von Birgitt »

Traditional African rulers should apologise for the role they played in the slave trade, a Nigerian rights group has said in a letter to chiefs. "We cannot continue to blame the white men, as Africans particularly the traditional rulers, are not blameless," said the Civil Rights Congress. The letter said some collaborated or actively sold off their subjects. The group said it was time for African leaders to copy the US and the UK who have already said they were sorry ...

African slavery apology 'needed'
12.11.2009 - BBC

Gruß
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Sklaverei | Flucht und Widerstand

Beitrag von Birgitt »

Marie Rodet forscht in einem Hertha-Firnberg-Projekt über das Ende der Sklaverei in Mali

Offiziell wurde die Sklaverei in Mali 1905 von den französischen Kolonialherren abgeschafft. Lange nach Ende des transatlantischen Sklavenhandels (1818) war die interne Sklaverei noch gängig und blieb bis zur Unabhängigkeit des Landes 1960 aktuell ...

Flucht und Widerstand
01.12.2009 - Standard

Gruß
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Sklaverei | Der verschleierte Völkermord

Beitrag von Birgitt »

In der Geschichte wird gern den Europäern die Schuld an Afrikas Elend gegeben. Doch als Kolonialmächte profitierten sie ab dem 17. Jahrhundert von einem System, das die Araber etabliert hatten. Über 17 Millionen Menschen waren bereits wegen muslimischer Sklavenhändler gestorben ...

Beim Sklavenhandel lernten Christen von Muslimen
29.03.2010 - Welt


Siehe dazu auch

:arrow: Buchtipp: "Der verschleierte Völkermord"

Gruß
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Sklavenhandel | Tippu Tip, einer der berüchtigsten Sklavenhändler

Beitrag von Alexander »

Einige Informationsquellen über Tippu Tip, einen der berüchtigsten Sklavenhändler:

Die blutige Spur des Tippu Tip
Er war der letzte große Sklavenhändler in Zentralafrika. Und er wurde der erste große Kolonialgouverneur der Europäer. Vor 100 Jahren starb Tippu Tip. Doch sein Erbe reicht bis in die Kriege der Gegenwart mehr...

Notizen zur Biografie eines Sklavenhändlers
Tippu Tip und die Weißen
Von Birgit Schwaner

Am Anfang das Wort - und die Ordnung der Namen. Vielleicht traditionell abendländischer Stil: Der Besetzung eines Landes mit Waffengewalt geht die Besetzung mit Namen voraus. Die Umbenennung strategisch wichtiger oder spektakulärer "Landschaftsteile" wie Flüsse, Gebirge, Wasserfälle geschieht im Sinn der künftigen "Herren" (bzw. kündigt deren Auftreten an). Doch geschieht sie noch nicht durch diese selbst, sondern erst einmal durch eine Art Vorhut aus Einzelnen und kleinen Gruppen, den sogenannten Entdeckern, den Wissenschaftern und Missionaren. mehr...

Grüsse
Alexander
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Sklaven und Sklavenjäger | Rabehs Reich am Tschadsee

Beitrag von Alexander »

Liest man Berichte über die Eroberung Zentralafrikas, so entdeckt man schnell, dass die Hauptlast der Kämpfe und Strapazen von schwarzen Soldaten getragen wurde. Ägypten hatte bereits 1823 den Sudan unterworfen, um sich dort Rekruten für seine Armee zu besorgen. Auch bei den arabischen Sklavenhändlern, die von Norden und Osten immer weiter ins Landesinnere vorstießen, bildeten schwarze Sklaven die Hauptmacht ihrer Streitkräfte. Bei diesen Sklavenhändlern besorgten sich dann die Europäer oft den Grundstock ihrer Kolonialarmeen; ob es sich hierbei um die Sudanesen der Briten, die Senegalesen der Franzosen, die Askaris der Deutschen oder die Force Publique des Kongo Freistaates handelte ...

Sklaven und Sklavenjäger - Rabehs Reich am Tschadsee
Quelle: kriegsreisende.de

Grüsse
Alexander
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Weltgeschichte der Sklaverei

Beitrag von Birgitt »

In seiner im vergangenen Jahr erschienenen provokanten "Weltgeschichte der Sklaverei" deutet Egon Flaig die Welt des Islam als das "größte und langlebigste sklavistische System" der Geschichte. Allerdings neigt der Rostocker Althistoriker dazu, die Komplexität der islamischen Sklaverei zu ignorieren, wohl um sich nicht über Gebühr von seiner Grundthese vom erobernden Islam abbringen zu lassen. In Bezug auf den Islam in Afrika etwa hätte Flaig auf eine lange Forschungstradition zurückgreifen können ...

Islam und Scharia in Afrika: Mehr als Sklaverei
02.06.2010 - FAZ


Siehe dazu auch:

:arrow: Buchtipp: "Weltgeschichte der Sklaverei"

:arrow: Buchtipp: "Weißes Gold"


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Anti-Slavery International

Beitrag von Birgitt »

Anti-Slavery International ist die älteste Menschenrechtsorganisation der Welt. Die Wurzeln der Organisation reichen bis in das Jahr 1787 zurück. Der Einsatz dieser Bewegungen führte dazu, dass im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland der Sklavenhandel 1807 abgeschafft wurde. 1833 folgte das Verbot der Sklaverei als Ganzes. Andere europäische Länder behielten die Sklavenhaltung in ihren Kolonien jedoch noch länger bei ...

Die älteste Menschenrechtsorganisation
01.09.2010 - talk excite

https://www.antislavery.org

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How an Ethiopian slave became a South African teacher

Beitrag von Birgitt »

When Neville Alexander used to visit his maternal grandmother Bisho Jarsa as a boy, he never suspected the extraordinary story of how she had come from Ethiopia to the South African city of Port Elizabeth. Bisho was one of a group of Ethiopian slaves freed by a British warship in 1888 off the coast of Yemen, then taken round the African coast and placed in the care of missionaries in South Africa. "We were overawed in her presence and by the way she would mumble to herself in this language none of us understood," recalls Mr Alexander, now 74. This was Ethiopia's Oromo language, Bisho's mother tongue, which she reverted to as she grew older ...

How an Ethiopian slave became a South African teacher
25.08.2011 - BBC

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Sklavenhandel | Forderungen nach Reparationen

Beitrag von Birgitt »

Afrikanische und karibische Staaten fordern von Großbritannien, Frankreich oder den USA Reparationen für deren Beteiligung am Sklavenhandel. Auch Zahlen stehen im Raum ...
Lässt sich der Schaden, den der transatlantische Sklavenhandel verursacht hat, beziffern? [...] Man kann es zumindest versuchen. Die Brattle Group, eine in Boston ansässige Beratungsfirma, legte vor einigen Monaten einen Bericht vor, demzufolge sich der Gesamtschaden durch den Sklavenhandel zwischen Afrika und Amerika auf 108 Billionen Dollar beläuft [...] Trotz dieser enormen Summe betonen die Autoren, dass es sich nur um eine Annäherung handle ...
Wann verwandelt sich ein Verbrechen in Geschichte?
01.01.2024 - Süddeutsche

Report on Reparations for Transatlantic Chattel Slavery in the Americas and the Caribbean
08.06.2023 - Brattle Group


Zum Thema siehe auch:

BPfeilB Sklaverei im Mittelmeerraum

BPfeilB Sklaverei in Afrika - auch heute noch

Gruß
Birgitt
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