Regie: Mati Diop
Frankreich, Senegal, Benin 2024 - 67 min. Kinostart: 24.10.2024
Im Jahr 2021 reisen 26 Objekte aus dem Königreich Dahomey von Paris zurück ins heutige Benin. Wie werden diese Kunstschätze, die einst den Vorfahren gestohlen wurden, in einem Land aufgenommen werden, das sich in ihrer Abwesenheit neu erfunden hat? ... mehr bei MUBI
Mati Diops Filmsprache bedient sich des Gespenstischen [...] Das Unbelebte wird belebt und doch ist es tot [...] Sein Material erzählt Geschichten, die ihrer ursprünglichen Mythen entrissen sind [...] Diop gelingt damit ein origineller Zugriff auf Kolonialismus, Ausbeutung und Gewalt sowie die dominanzkulturellen Narrative, mit denen sich bereits ihre früheren Werke kritisch befassten [...] Diops Film provoziert die Frage, ob es möglich oder überhaupt notwendig ist, diesen gestohlenen Werken eine neue Form von Aura zu verleihen oder ihre alten, womöglich verlorengegangenen Effekte zu reproduzieren. Und er testet, inwiefern er sich selbst dem Auratischen nähern kann, indem er aus einem anderen, zwischen allen Schranken stehenden gespenstischen Raum und Erfahrungsschatz zum Publikum spricht, der allein der Kunst und Projektion vorbehalten ist. Indem er sich mit seiner Fremdsprache, seinen Klängen und Suggestionen in Gedanken schleust, Gedanken übernimmt, Welten auch dort eröffnet, wo ihre Wahrheiten tief verborgen, verdrängt und eingeschlossen wurden ... mehr bei kino.zeit.de