Straßenbedingungen Mongolei

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MissFuManchu
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Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von MissFuManchu »

Hallo zusammen,

Ich habe leider keinen Vorstellungsbereich gefunden, deswegen kurz hier: mein Name ist Micha und ich bin mit meinem Mann und unserem Camper seit September unterwegs von München nach Thailand. Derzeit sind wir in Nepal.

Wir überlegen gerade unsere Route zu ändern und statt Thailand über China, die Mongolei und Russland zu fahren. Eine Agentur für China haben wir schon.

Kann mir hier jemand etwas zu den Straßenbedingungen in der Mongolei sagen? Ist es ohne Allrad möglich, sofern man sich an die Hauptstraßen hält oder muss man immer damit rechnen im Matsch zu versinken.

Wir werden voraussichtlich am 1.September dort ankommen.

Liebe Grüße aus Kathmandu
Micha
abacus
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Re: Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von abacus »

Hallo Micha,

es gibt einige Reiseberichte von Leuten die es mit 2-Rad und bissl Bodenfreieit geschafft haben. Aber insbesondere im Norden muss man damit rechnen, dass Füsse mehr Wasser führen als geplant und dann Strecken unpassierbar werden. Und dann halt wirklich an die Hauptstrecken halten, Matschlöcher gibts nämlich schon ...

Grüße
abacus
Christian Desertrider
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Re: Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von Christian Desertrider »

Wenn mit Hauptstrecke der Weg über Ulan Bator nach Ulan Ude gemeint ist (Grenze Kjachta), dann ist das kein Problem, die Strecke ist geteert. Auch sonst im Land wird eifrig geteert, aber sofern die Grenze bei Tashanta (einer der 3 für Ausländer offenen Strassenübergänge von der Mongolei nach Russland) überquert werden soll, gibt es immer noch Pistenabschnitte. Die Mongol Rallye kommt dort aber auch durch, wobei es teils sehr einfache Fahrzeuge und ungeübte Fahrer sind. Bei Regen ist dort auf den ungeteerten Abschnitten mit Matsch zu rechnen.
Heinz
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Re: Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von Heinz »

Hallo Micha,
ich bin 2011 mit MB Vito Frontantrieb die Südroute von Ulaan Baatar nach Altai, Ölgii zur Grenze Russland gefahren.
Klausmong
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Re: Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von Klausmong »

Wie schon geschrieben, von China über Ulaanbaatar bis Ulan Ude ist Asphaltstrasse.

Wenn man die Südroute nach Tashanta nimmt dann hat man maximal die Hälfte davon Asphalt oder vorbereitet, aber man kann das ohne 4x4 fahren.

Allerdings habe ich selbst Wohnmobile getroffen, die umgekehrt haben, nicht weil sie fahrerisch nicht durchkommen, sondern weil die Rüttelpisten Ihre Wagen zerstört haben ( Scheiben raugeflogen, Aufbau kaputt vibriert und verzogen usw...
Da benötigt es Offroadtaugliche Camper.

Und die Nordroute nach Tashanta würde ich mit einem normalen Auto wegen der vielen Sandstrecken und Wasserdurchfahrten nicht empfehlen.
StreunerAR
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Re: Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von StreunerAR »

Heinz hat geschrieben:… ich bin 2011 mit MB Vito Frontantrieb die Südroute von Ulaan Baatar nach Altai, Ölgii zur Grenze Russland gefahren.
Klingt für mich interessant und deswegen möchte ich mich gerne einklinken. Im Sommer möchte ich mit einer losen Reisegruppe, mit der ich schon öfter unterwegs war, per Auto (Straßen-Pkw, kein Allrad) von Deutschland in die Mongolei fahren, von wo aus die Leute wieder heimfliegen wollen. Einige Mitfahrer wollen nicht durch Sibirien fahren, sondern stattdessen durch Kasachstan, was natürlich 2 Ein- und Ausreisen in Rußland bedingt. Weil ich mich um die Streckenplanung und Navigation kümmern werde, benötige ich verläßliche Erfahrungswerte über das Straßennetz (Befahrbarkeit, durchschnittliche Reisezeiten usw.). Deine Bemerkung, Heinz, mit einem Vito gefahren zu sein, hat mir schon mal Hoffnung gemacht.

Als ich die oben genannte Einschränkung erfahren habe, dachte ich natürlich sofort daran, Richtung Semei zu fahren, dort nach Rußland zu wechseln, an den landschaftlichen Schönheiten des Altai zu schnuppern und dann in die westliche Mongolei einzureisen und ostwärts Richtung Hauptstadt zu fahren. Vor 2 Jahren hatte ich am Yssik-Köl in Kirgisistan einen russischen Gleitschirmflieger aus Nowosibirsk kennengelernt, der von der Schönheit des Altai geschwärmt hatte.

Ein Blick auf verschiedene Landkarten der Mongolei rief danach leider Ernüchterung hervor: auf den ersten Blick schaut es so aus, als gäbe es überhaupt kein zusammenhängendes Straßennetz und als sei der Westteil mit der Mitte und dem Osten gar nicht verbunden. Mit Geländewagen und viel Zeit wird man sicher irgendwie durchkommen, aber wie schaut es mit Straßen-PKW aus? Opentopomap macht schon mehr Hoffnung; da ist eine südliche Strecke gelb eingezeichnet, welche du vermutlich gefahren bist: Ѳлгий, Ховд, Алтай, Баянхонгор, Арвайхээр. Bei der von Klausmong beschriebenen „südlichen Strecke” scheint es sich um die gleiche zu handeln.
fordfahrer
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Re: Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von fordfahrer »

Hi,
zuerst könnte ich Dich auf unseren Reisebericht vom Sommer 16 verweisen. (siehe schönste Reiseberichte Sektion)

Wir sind ja in den 2 Wochen nur eine kleine Runde gefahren. Арвайхээр - Ulaanbaatar ist Ok, wenn auch mit vielen Strassenschäden. Wir hatten auch ein Baustelle dabei und dann ging es für 20 km auf's Feld.
Sicherlich kann man versuchen, die Teerstrassen mit dem PKW zu fahren. Es wird sehr lange dauern oder hat ein großes Potential von mechanischen Verlussten. Ihr müsst Euch bewusst sein, dass Ihr auch Teerstrassen die interessanten Sachen der Mongolei nur bedingt erreichen könnt. Zeit ist eine andere Sache. Die Strecke wird ziemlich lange dauern.
Was ich nicht verstehe - Ihr wollt die Autos dann dort lassen?
Das, denke ich, wird in der Mongolei so einfach nichts. Macht Euch da bitte noch kundig, sonst kann das richtig viel Geld kosten.
Je weiter weg man von der Haupstadt kommt, umso weniger Infrastruktur ist da. Es gibt am Ende nur noch UAZ, full size Land Crusier, Mitsubishi Busse und kleine KIA LKW. Helfen kann da am Ende niemand und die mechanische Belastung für die Autos ist sehr groß.
VG
Christian
StreunerAR
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Re: Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von StreunerAR »

Hallo Christian,
fordfahrer hat geschrieben:zuerst könnte ich Dich auf unseren Reisebericht vom Sommer 16 verweisen. (siehe schönste Reiseberichte Sektion)
Vielen Dank für den Hinweis und die vielen schönen und auch informativen Bilder. Die Mongolei ist im Juli ja richtig grün. So weit im Osten war ich noch nicht und assoziiere Mittelasien im Sommer immer mit staubig und sonnenverbrannt.

Dann gibt es vermutlich auch viele Schnaken und man wird sich gut gegen die Quälgeister schützen müssen?
fordfahrer hat geschrieben:Was ich nicht verstehe - Ihr wollt die Autos dann dort lassen?
Das, denke ich, wird in der Mongolei so einfach nichts. Macht Euch da bitte noch kundig, sonst kann das richtig viel Geld kosten.
Ja - die werden verkauft. Natürlich werden wir das noch im einzelnen recherchieren, aber ich habe bereits einen vertrauenswürdigen Freund in Deutschland gefragt, der wiederum einen Freund in Ulan Bator hat (beide sind gebürtige Vietnamesen und nicht arm); den hat er erst vor kurzem in Hanoi getroffen und das Thema besprochen. Tenor: kein Problem. Aber wir werden schon noch genauer nachfragen. Übrigens: die Mongol Rallye fährt jedes Jahr dorthin und die fahren auch nicht zurück.

Die Straßen an sich machen uns keine allzu große Angst; wir haben 15 Jahre alte Kutschen auch schon über den Pamirski Trakt (Памирский тракт) in Tadschikistan geprügelt. Was mir aber sehr zu denken gibt ist die Nässe; damit hatte ich nicht gerechnet. Durch Staub und Stein kann man ohne Allrad ganz gut fahren, aber Schlamm ist ein anderes Kaliber.

Der Grund, warum wir nicht mit Allrad-Autos fahren, ist die sehr lange Anreise auf normalen Straßen und gewisse Unsicherheiten beim Verkauf. In der gesamten Eurasischen Wirtschaftsunion (Евразийский экономический союз) geht es überhaupt nicht (extrem hohe Einfuhrzölle). Wir wollen maximal 1000€ in den Sand setzen. In Afrika eignet sich in dieser Beziehung auch nicht jedes Land.
Klausmong
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Re: Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von Klausmong »

Auf meiner Homepage hast Du auch Infos zur Mongolei.
War schon 2 x mit dem Motorrad dort und fahre heuer wieder.

Wenn Du die Autos dort lassen willst, mußt Du die verzollen.
Ohne dem keine Ausreise.
Zoll ca 25-30 % vom Wert .

Du kannst versuchen die zu verkaufen, kommt aber auf das Auto drauf an.
Von den Mongol Rallyes der letzten Jahre stehen immer noch Autos rum, die nicht verkaufbar sind....

Kleinautos sind eher uninteressant, wenn, dann wollen die schöne schicke Autos oder Geländefahrzeuge.

Strassen:
Mit normalen Autos machbar.
Südroute großteils Asphalt oder vorbereitet.

http://www.klausmotorreise.com
StreunerAR
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Re: Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von StreunerAR »

Klausmong hat geschrieben:Auf meiner Homepage hast Du auch Infos zur Mongolei.

Kleinautos sind eher uninteressant, wenn, dann wollen die schöne schicke Autos oder Geländefahrzeuge.
Allerbestens! Deine Erläuterungen dort helfen mir wirklich sehr. Sehr schön auch, daß du erst letztes Jahr dort warst.

Nachdem was ich bisher über die Mongolei gehört habe, überrascht mich der Automarkt nicht. Entweder ein Mensch hat Geld, dann will er was G'scheites — oder er hat kein Geld, dann wohnt er vermutlich nicht in der Hauptstadt und braucht was geländetaugliches, aber keinen Stadtflitzer.
Klausmong hat geschrieben:Strassen:
Mit normalen Autos machbar.
Südroute großteils Asphalt oder vorbereitet.

http://www.klausmotorreise.com
Nach dem Betrachten deiner Bilder vom Altai und von der südmongolischen Strecke (die du als langweilig/eintönig charakterisiert hast) Richtung Gobi bin ich jetzt ziemlich sicher, daß wir dort fahren wollen. Semeij, Barnaul, russisch-Altai hatten wir uns ohnehin gewünscht und nach deinen Photos schaut die Fernstraße im Altai sehr gut aus. Hoffentlich habe ich alles richtig zugeordnet. Interessant auch deine Anmerkungen über die Tücken des Grenzübergangs.

Zwei konkrete Fragen hätte ich noch; vielleicht findest du Zeit für eine Antwort:
  1. Mit dem Motorrad kannst du ja die Reisezeit jetzt abschätzen. Traust du dir auch für ein Straßenauto (Familienkutsche) wie einen Opel Zafira (das ist das was das Marketing als "Van" bezeichnet) eine Schätzung in Tagen zu, wie lange man von Barnaul zur Grenze und von nach der Grenze bis Ulan-Bator braucht?
  2. Zum Wetter:
    Sowohl bei dir als auch beim fordfahrer habe ich auf den Bildern gesehen, daß es durchaus stark bewölkt (bedeckt) sein kann und auch heftig regnet.Vom westlichen Mittelasien mit Ausnahme des nördlichen Kasachstans bin ich das nicht gewöhnt. Weiter im Süden konnte man durchaus ohne Zelt im Freien übernachten, wobei es je nach Höhenlage aber kalt bis sehr kalt sein konnte.
    Andererseits hattest du auch heiße Tage erlebt. Muß man das Wetter im Juli als "launisch" (so wie in Mitteleuropa) ansehen, wo man stets auf alles vorbereitet sein sollte?
Klausmong
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Re: Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von Klausmong »

StreunerAR hat geschrieben: Zwei konkrete Fragen hätte ich noch; vielleicht findest du Zeit für eine Antwort:
  1. Mit dem Motorrad kannst du ja die Reisezeit jetzt abschätzen. Traust du dir auch für ein Straßenauto (Familienkutsche) wie einen Opel Zafira (das ist das was das Marketing als "Van" bezeichnet) eine Schätzung in Tagen zu, wie lange man von Barnaul zur Grenze und von nach der Grenze bis Ulan-Bator braucht?
  2. Zum Wetter:
    Sowohl bei dir als auch beim fordfahrer habe ich auf den Bildern gesehen, daß es durchaus stark bewölkt (bedeckt) sein kann und auch heftig regnet.Vom westlichen Mittelasien mit Ausnahme des nördlichen Kasachstans bin ich das nicht gewöhnt. Weiter im Süden konnte man durchaus ohne Zelt im Freien übernachten, wobei es je nach Höhenlage aber kalt bis sehr kalt sein konnte.
    Andererseits hattest du auch heiße Tage erlebt. Muß man das Wetter im Juli als "launisch" (so wie in Mitteleuropa) ansehen, wo man stets auf alles vorbereitet sein sollte?
Also von Barnaul zur Grenze kann man in einem Tag fahren wenn man das will.

Würde ich aber nicht, 2 Tage sind stressfreier und 3 Tage sind gemütlich und man kann viel stoppen und sich was ansehen.

Das Russische Altai ist wunderschön, da kann man auch abseits der Hauptroute wunderbare Sachen erleben.

Aber Achtung!!!
Irgendwo nach Ogunday ( ca 100km vor der Mongolischen Grenze ) darf man nicht mehr Abseits der Hauptroute ohne spezielle Genehmigung fahren, weil das eine "Border zone" ist.
Da stehen dann auch Schilder rum.
Sollte man sich wirklich dran halten, das kann richtig Ärger geben.

Wegen dem Wetter:
Im Juni und Juli ist wenig Regen, das geht erst wieder Mitte August los.

Auch ist die jährliche Niederschlagsmenge geringer als die von einem Straken Gewitter bei uns.

Es ist nur so, das es mal wieder wo regnet, das meist aber nur kurz und wenig ergiebig.
In UB kann es zwar sein, das bei diesen Kurzen Regenschauern die Kanalisation das kurzfristig nicht aufnimmt, aber das war es dann auch.

Sonst sieht man halt immer irgendwo eine kleine Regenzelle, aber die treffen einen meist nicht.

Temperatur:
Schwer zu sagen, es kann auch im Juli auf über 2000m mal passieren, das es schneit, ist es mir aber nie.
Trotzdem kann es am Tag 35° haben, und in der Nacht knapp über dem Gefrierpunkt.
Hatte ich 2013 in der Zentralmongolei.
Seit damals hab ich einen Schlafsack mit, der auch bei Kälte mitkann.

Im Regelfall je nach Gegend am Tag zwischen 20 und 35 ° , und in der Nacht um die 10 °.
In der Früh ist es kühl, bis zu dem Moment wo die Sonne aufgeht.
In UB kann man in der Nacht auch meist im Tshirt rumlaufen.
StreunerAR
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Re: Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von StreunerAR »

Klausmong hat geschrieben:Also von Barnaul zur Grenze kann man in einem Tag fahren wenn man das will.

Würde ich aber nicht, 2 Tage sind stressfreier und 3 Tage sind gemütlich und man kann viel stoppen und sich was ansehen.
Hallo Klaus,
vielen Dank erstmal!

Mit deiner Meinung zum Zeitlassen sprichst du mir aus der Seele, aber die anderen sind leider leidenschaftliche Kilometerfresser; einige sind berufstätig und müssen nach 3 Wochen heim. Zum Glück sind im Juli die Tage lang und man muß nicht in die Nacht hinein fahren.

Wir werden allerding leider um das Naadam-Fest herum in Grenznähe sein; wir machen ein grobe Vorplanung, aber wenn es nicht klappt müssen wird uns halt irgendwie beschäftigen. Mir wird es bestimmt nicht langweilig.
Klausmong hat geschrieben:Wegen dem Wetter:
Im Juni und Juli ist wenig Regen, das geht erst wieder Mitte August los.
...
Es ist nur so, das es mal wieder wo regnet, das meist aber nur kurz und wenig ergiebig....
Sonst sieht man halt immer irgendwo eine kleine Regenzelle, aber die treffen einen meist nicht.

Temperatur:
Schwer zu sagen, es kann auch im Juli auf über 2000m mal passieren, das es schneit, ist es mir aber nie.
...
Im Regelfall je nach Gegend am Tag zwischen 20 und 35 ° , und in der Nacht um die 10 °.
...
Deine Aussage über das Wetter im Juli beruhigt mich sehr und ich werde einen Winterschlafsack mitnehmen, aber vermutlich keine Liege und kein Zelt, aber vielleicht eine Luftmatraze, daß auch mal auf dem Boden schlafen kann, falls es trocken ist und nicht windig. Ein Moskitonetz darf auch nicht fehlen. Wenn es nicht anders geht müssen wir uns eben ein Ger-Camp suchen.

Diese Woche war ich beim russischen Visazentrum und habe mich nach den Einzelheiten erkundigt. Ein Transitvisum (maximal 10 Tage) ist sehr riskant, weil einige durch Kasachstan wollen. Die 2 Einreisen wären kein Problem, aber in den 10 Transittagen wird die Zeit in Kasachstan mitgezählt. Bleibt also nur ein Touristenvisum, wofür man eine Einladung braucht. Das Visazentrum würde diese für einen vernünftigen Aufschlag mit organisieren, so daß nicht jeder zu irgendwelchen Reisebüros zu irren braucht, die hierzu eine (wegen der mangelnden Planungssicherheit) ohnehin kaum nützbare Hotelbuchung vornehmen.
StreunerAR
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Re: Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von StreunerAR »

Am kommenden Mittwoch soll es losgehen. Wir fahren jetzt mit Touristenvisa mit 2facher Einreise, sind also zeitmäßig nicht im Druck und können die Russische Föderation zwischendurch verlassen. Die Mongolei wollen wir über die Republik Altai (RF) erreichen. Ich befürchte sehr, daß wir in die Naadam-Falle geraten und nicht vorher reinkommen. Hoffentlich erwischt es uns nicht zwischen den beiden ziemlich weit auseinander liegenden Grenzstationen. Der Grenzpaß selbst ist 2481m hoch; kalte Nächte sind also garantiert.

Falls möglich werde ich von unterwegs berichten, sollte etwas besonderes vorfallen.
StreunerAR
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Re: Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von StreunerAR »

Der angekündigte Bericht fällt ernüchternd aus: ich bin schon an der russischen Grenze gescheitert. :bang:

Der Grund war so banal wie ärgerlich:
ich hatte das Auto eines Mitfahres zugelassen, mit dem ich gar nicht fuhr. Als Halter mußte ich die Zollformalitäten an der ukrainisch-russischen Grenze erledigen. Dabei wurde festgestellt, daß ein Auto, dessen Halter ich im letzten Sommer war, in der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft verschollen ist. Das war ein Fehler des kirgisischen Zolls, denn ich hatte es am Grenzübergang Kyzylbel (zwischen Batken und Isfara) nach Tadschikistan ausgeführt. Die Einfuhrpapiere hatte ich an der georgisch-russischen Grenze bekommen und sie an der kirgisisch-tadschikischen wieder abgegeben.

Sowas ist 1 Jahr vorher schon mal passiert, aber ich war nicht betroffen. Extrem ärgerlich, weil ich mir keiner Schuld bewußt bin.
ferdi
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Re: Straßenbedingungen Mongolei

Beitrag von ferdi »

Hallo (Dieter Scholz?),

oh, das ist ärgerlich! Komme gerade aus der Mongolei zurück. Die Mongolinnen und Mongolen fahren fast überall mit Klein- und Mittelklassewagen herum (Toyoto Prius ist am verbreitesten) - auch auf Dünen, Wellblechpisten, Feldwegen, in Furten und Wäldern und scheuen auch keine ausgefahrenen steinigen Pässe - wäre alles kein Problem gewesen.

Gruß
Ferdi

Brettertransport in Erdenebulgan (Chuwsgul Aimag)
Brettertransport_im_Irgendwo.jpg
c Ferdi 29.6.2017
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